21er Haus
Museum für zeitgenössische Kunst
Arsenalstraße 1, 1030 Wien
21er Haus © Gerald Zugmann - www.zugmann.com
Das 21er Haus - Museum für zeitgenössische Kunst
© Gerald Zugmann - www.zugmann.com
Im 21er Haus werden seit 2011 die zeitgenössische Kunstsammlung des Belvedere und temporäre internationale Wechselausstellungen präsentiert. In den lichtdurchfluteten offenen Räumen der modernen Museumsarchitektur wird den Besuchern und Besucherinnen ein Überblick über das Kunstschaffen der letzten 70 Jahre in Österreich geboten, sowie wichtige internationale Positionen vorgestellt.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Außenansicht 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Sabine Klimpt
Das Museum ist Schauplatz für performative Interventionen, Filmvorführungen, Fachvorträge, Lesungen, Konzerte und Künstlergespräche und bietet eine Plattform für die lokale Kunstszene sowie den Austausch mit einem interessierten Publikum. Im Mittelpunkt des vielseitigen Ausstellungs- und Vermittlungsprogrammes steht die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und den damit verbundenen gesellschaftlich relevanten Themen. Das Gebäude wurde 1958 vom Wiener Architekten Karl Schwanzer für die Weltausstellung in Brüssel errichtet und mit dem Grand Prix d’Architecture ausgezeichnet.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Außenansicht 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Sabine Klimpt
 Mit seinen klaren Formen, gläsernen Hallen und neuen Baustoffen galt der Pavillon als Paradebeispiel moderner Architektur. 1962 in Wien als Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet, etablierte sich die Institution binnen kurzer Zeit unter dem Begriff „20er Haus“ als wichtiger Ort für moderne und zeitgenössische Kunst in Wien. Ab 2001 stand das Gebäude leer und 2007 erhielt Adolf Krischanitz, ein Schüler Karl Schwanzers, den Auftrag, das einstige Architekturjuwel zu renovieren. Die feierliche Wiedereröffnung als 21er Haus erfolgte im November 2011.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Außenansicht 20er Haus.
© Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Das 21er Haus wurde ursprünglich 1958 von dem österreichischen Architekten Karl Schwanzer als temporärer Ausstellungsraum für die Weltausstellung in Brüssel errichtet. „Die humanistische Idee, die den Menschen zur Mitte und zum Maß jedes zivilisatorischen und geistigen Fortschrittes prägt“, war der Ausgangspunkt des Konzepts. Aus Rücksicht auf den schlechten Baugrund im Parc Royal wurde das Bauwerk in Leichtbauweise konzipiert.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Innenansicht 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere
Für die Statik der Konstruktion war Robert Krapfenbauer verantwortlich, der auch an der Planung des Wiener Donauturms mitwirkte. Fritz Wotruba gestaltete ein monumentales Figurenreliefs, das vor dem Pavillon aufgestellt wurde. Nach der Weltausstellung wurde die Stahlskelettkonstruktion von Karl Schwanzer für museale Zwecke adaptiert und im Schweizer Garten wieder aufgebaut. Das Erdgeschoss wurde verglast, der Hof überdacht sowie alle Fassaden maßgeblich verändert.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Foyer 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Wolfgang Thaler
  Am 20. September 1962 wurde das Gebäude als Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet. In der lokalen Presse war zu lesen, das Museum stelle "einen solchen Einbruch in die Wiener Museumstradition dar, dass man sich unwillkürlich beim ersten Betreten des Museums wie auf exterritorialem Boden vorkommt“. Das Gebäude diente dem Museum Moderner Kunst bis 2001 als Ausstellungshalle. Ein Jahr nach dem Umzug des Mumok wurde das Haus 2002 an das Belvedere übergeben und im November 2011 als „Das 21er Haus. Museum für zeitgenössische Kunst“ neu eröffnet.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Außenansicht 21er Haus.
© Gerald Zugmann - www.zugmann.com
„Draußen scheint die Sonne. Man betritt das Haus, und dieses Betreten hat eine unglaubliche Eleganz. Hier geht es nicht um Material, hier geht es nicht um den manifesten Baukörper an sich, hier geht es vielmehr um den Raum, der durch die Hülle des 20er Hauses generiert wird. Diese Qualität gilt es zu erhalten, denn nur in einem Milieu der Leichtigkeit und Luftigkeit kann Kunst artgerecht atmen.“
Adolf Krischanitz
Der Planungsauftrag wurde im Oktober 2007 von der Burghauptmannschaft Österreich im Anschluss an einen Wettbewerb an Architekt Adolf Krischanitz, einen Schüler Karl Schwanzers, vergeben. Auffallend ist vor allem der faszinierende flächen- und landschaftsgenerierende Charakter des Gebäudes, das nicht zuletzt durch die angrenzenden Freiraumareale des Schweizer Gartens an Stärke gewinnt.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Innenansicht 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Ian Ehm
Hauptaugenmerk ist die städtebauliche Komponente. Die früher mangelhafte Präsenz an der Arsenalstraße wurde durch ein dem Gebäude vorgelagertes und um eine Geschoßhöhe abgesenktes Atrium aufgehoben. Fassade und Zugangsbrücke determinieren damit einen Zwischenraum, der die landschaftliche Fassung des Bauwerks nachhaltig beeinflusst. Das Freilegen des Untergeschosses und damit die konsequente Fortsetzung der bestehenden Topologie bewirken eine gezielte Umwertung und Neubestimmung des tradierten Ortes.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Luftaufnahme 21er Haus
© Österreichische Galerie Belvedere / Toni Rappersberger
In der Breite des Vorhofs wurde dem 21er Haus nebenan ein sechsgeschossiger Turm beigestellt. Die Fassade des Neubaus ist ein Zitat des bestehenden Rasters in der Hülle des 21er Hauses. Das Gebäude selbst ist seine Monofunktion enthoben, zugunsten eines offenen Museumsbaus. Das Obergeschoss bleibt dabei als vollklimatisierte Ausstellungsfläche unterschiedlich bespielbar.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
21er Raum im 21er Haus - Ausstellungsansicht Sarah Ortmeyer "KOKO PARADISE"
© Österreichische Galerie Belvedere
Die Wechselausstellungsflächen im Erdgeschoss zeichnen sich vor allem durch das Raumerlebnis der monumentalen Mittelhalle und die Sicht auf den Schweizer Garten aus. Das sich ebenso in den Freiraum entfaltende Untergeschoss ist der Unterbringung der Bestände der Fritz Wotruba Privatstiftung gewidmet. Des Weiteren wurden hier ein Café-Restaurant mit Gastgarten, ein Skulpturenpark, Garderoben, ein Kinderatelier, Depotflächen - auch für die Artothek des Bundes - und die haustechnischen Anlagen eingerichtet.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
21er Raum im 21er Haus - Ausstellungsansicht "Das Begreifen"
© Österreichische Galerie Belvedere
     Insgesamt gilt als übergeordnetes Ziel, das als eines der Sinnbilder kultureller Entwicklung der Nachkriegszeit bekannt gewordene Bauwerk in seiner besonderen und charakteristischen Erscheinungsform zu bewahren. Hier geht es nicht um Material, nicht um den manifesten Baukörper an sich, sondern vielmehr um den Raum, der durch die Hülle des 21er Hauses generiert wird. Diese Qualität gilt es zu erhalten, denn nur in einem Milieu der Leichtigkeit und Luftigkeit kann Kunst atmen.
Wotruba im 21er Haus
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Ausstellungsansicht "Fritz Wotruba - Denkmäler, Skulptur und Politik".
© Österreichische Galerie Belvedere / Sophie Thun
Die Arbeiten des österreichischen Bildhauers Fritz Wotruba (1907–1975) zählen zu den Klassikern der modernen Plastik. Als international erfolgreicher Künstler und Lehrer mehrerer Bildhauergenerationen beeinflusste Wotruba maßgeblich die österreichische Bildhauerei der Nachkriegsjahrzehnte und führte sie an die zeitgenössische internationale Plastik heran.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Ausstellungsansicht "Fritz Wotruba - Denkmäler, Skulptur und Politik".
© Österreichische Galerie Belvedere / Sophie Thun
Zwischen Bildhauer und Gebäude besteht auch ein historischer und inhaltlicher Zusammenhang. Das ehemalige 20er Haus war von Karl Schwanzer als Österreichpavillon für die Brüsseler Weltausstellung 1958 geplant worden. Fritz Wotruba erhielt den Auftrag für die Gestaltung eines monumentalen Figurenreliefs, das vor dem Pavillon aufgestellt wurde. Von 1962 bis 2001 diente das nach Wien transferierte Gebäude als Museum des 20. Jahrhunderts.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Fritz Wotruba, Mahnmal "Mensch verdamme den Krieg" 1932
© Fritz Wotruba Privatstiftung / Freisinger, Leoben
Damit erfüllte sich Wotrubas langjährige kulturpolitische Forderung nach einem Museum für moderne Kunst in Wien. Wotrubas Relief wurde im angeschlossenen Skulpturengarten präsentiert, und 1963 fand hier erste große Wotruba-Retrospektive in Wien statt. Seit 2002 gehört der Bau zum Belvedere – er wurde nach Plänen von Adolf Krischanitz erweitert, renoviert und adaptiert und 2011 neu eröffnet.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Ausstellungsansicht "Fritz Wotruba - Denkmäler, Skulptur und Politik".
© Österreichische Galerie Belvedere / Sophie Thun
Wotruba im 21er Haus mit Ausstellungssaal, Studiensaal und Depot im Untergeschoss des 21er Haus versteht sich als Wotruba-Forschungszentrum sowie als Plattform für moderne Plastik und weiterführende Positionen im Bereich Figur, Körper und Raum. Im Ausstellungssaal werden Projekte präsentiert, die abwechselnd von der Fritz Wotruba Privatstiftung und vom Belvedere kuratiert und produziert werden. Im Studiensaal steht Kuratoren, Studierenden und anderen Interessenten eine umfangreiche Dokumentation – Archiv/schriftlicher Nachlass Fritz Wotrubas, Fotoarchiv und Bibliothek – für Recherchen zur Verfügung.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Ausstellungsansicht "Fritz Wotruba - Denkmäler, Skulptur und Politik".
© Österreichische Galerie Belvedere / Sophie Thun
Das Depot beherbergt den künstlerischen Nachlass Fritz Wotrubas, der aus rund 500 Plastiken aus Stein, Bronze, Gips und Ton, mehr als 2 500 Zeichnungen, rund 1 500 Druckgrafiken, einigen Ölbildern und Tapisserien besteht. Studiensaal und Depot können nach Terminvereinbarung besucht und benutzt werden. Depotführungen erfolgen im Rahmen von Kuratorenführungen durch die jeweilige Ausstellung, auf Anfrage für Gruppen sowie im Rahmen von Veranstaltungen.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Wotruba im 21er Haus, Lager.
© Österreichische Galerie Belvedere / Wolfgang Thaler
   Kunstvermittlung und Besucherservice des 21er Haus bieten zu Wotruba ein umfangreiches Vermittlungsprogramm. Die Aufgaben von Wotruba im 21er Haus verbinden sich mit der Mission des 21er Haus, ein Ort der künstlerischen Produktion, Rezeption und Reflexion für österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu sein und diese im internationalen Kontext zu präsentieren.
Blickle Kino im 21er Haus
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Blickle Kino im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Natascha Unkart
„Das Kino ist der materielle Ort, an dem man vom Schauspiel der Schatten ergriffen wird. Es ist auch der Name einer Kunst, die als solche von der cinephilen Leidenschaft konstituiert wurde, die die Grenzen zwischen Kunst und Unterhaltung durcheinandergebracht hat. Das Kino war einmal die Utopie einer Schrift der Bewegung, welche die Arbeit, die Kunst und das Gemeinschaftsleben vereint.“
Jacques Rancière
Das Blickle Kino im 21er Haus – Museum für zeitgenössische Kunst ist das einzige komplett erhaltene Kino Wiens aus den 1950er-Jahren. Die großzügige Unterstützung von Ursula Blickle ermöglichte die Renovierung dieses von Karl Schwanzer bereits für den Weltausstellungspavillon in Brüssel 1958 entworfenen Kinoraums durch Adolf Krischanitz. Das Blickle Kino entspricht allen heutigen kinotechnischen Standards und ermöglicht die Präsentation der gesamten Bandbreite des Films. Das Blickle Kino wird über verschiedene Programmschienen bespielt, wie die Blicke Archive Series. Zentrale Aufgabe ist es den öffentlichen Diskurs zwischen Film und Kino, Kunst und Wissenschaft zu fördern, und Debatten um Geschichte und Zukunft der bewegten Bilder im Kontext der Bild- und Medienkultur des 21. Jahrhunderts zu initiieren.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Blickle Kino im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Natascha Unkart
Das Blickle Kino verfolgt gemeinsam mit seiner Partnerin, der Ursula Blickle Stiftung, das Ziel, zeitgenössische Film- und Videoarbeiten in einen film- und zugleich kunsthistorischen Kontext einzubinden und damit Querverbindungen und historische Linien aufzuzeigen. Alle Facetten heutigen Film- und Videoschaffens werden vor- und zur Diskussion gestellt. Filmemacher, Kuratoren und Programmer werden eingeladen, zu ihren Arbeiten Stellung zu beziehen, wodurch ein Forum entsteht, in dem neueste Tendenzen erfahrbar werden. Das Belvedere | 21er Haus hat das 2007 gegründete Archiv für Videokunst in Kooperation mit der Ursula Blickle Stiftung und der Universität für angewandte Kunst Wien überarbeitet, erweitert und online gestellt.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Blickle Kino im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere / Natascha Unkart
Das Ursula Blickle Video Archiv ist ein lebendiges Forum, das zur Auseinandersetzung mit dem Medium Video einlädt. Das Online-Angebot auf der Website des Ursula Blickle Video Archivs bietet bereits mehr als 700 Videos von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die jederzeit abrufbar sind. Zusätzlich gibt es Sichtungsstationen an den Standorten der Kooperationspartner im Research Center des Belvedere und in der Bibliothek der Universität für Angewandte Kunst, die den unmittelbaren Zugriff auf 2.800 Videos von mehr als 600 nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern bieten.
21er Raum im 21er Haus
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Ausstellungsansicht "Till Megerle - Donkeys"
© Österreichische Galerie Belvedere
Der 21er Raum wurde im November 2012 eröffnet. Auf den rund 70 m² im Obergeschoss des 21er Haus wurden seither 22 Einzelausstellungen gezeigt. Das Programm setzte sich einerseits aus in Österreich lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern zusammen, andererseits aus Artists in Residence, die vom Belvedere nach Wien eingeladen wurden, um Arbeiten zu entwickeln und zu präsentieren, die österreichische Kunstszene kennenzulernen. Mit "Das Gestische" und "Das Begreifen" wurden Ende 2016 erstmals thematische Gruppenausstellungen im 21er Raum gezeigt, in denen Werke lokaler und internationaler Kunstschaffender, zeitgenössische und historische Positionen in Dialog treten.
Salon für Kunstbuch im 21er Haus
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Salon für Kunstbuch im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere
Der Salon für Kunstbuch im 21er Haus – Museum für zeitgenössische Kunst ist weltweit der erste Museumsshop, der als künstlerische Intervention geführt wird. Bernhard Cella begibt sich als Künstler auf ökonomisches Terrain, er inszeniert Dienstleistung und Unternehmertum als Grundlagen seiner eigenen künstlerischen Praxis. Im Sortiment versammelt und positioniert Cella einen vollständigen Überblick über die österreichischen Publikationen im Kunstbereich der letzten zwei Jahre.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Salon für Kunstbuch im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere
 In regelmäßigen Abständen finden im Salon für Kunstbuch auch Vorträge, Buchvorstellungen und theatralische Performances statt. Im Rahmen dieser, gleichberechtigt neben der ästhetischen Form stehenden Veranstaltungen, lotet Cella die Beziehungsfelder der aktuellen Kunstproduktion aus und schafft einen Raum für gesellschaftliche Diskurse.
Skulpturengarten im 21er Haus
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Skulpturengarten im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere
Der Hof des 21er Haus beherbergt verschiedene Werke international bekannter Künstlerinnen und Künstler, die vornehmlich in Österreich arbeiten. Im Zentrum steht das Sockelprojekt von Heimo Zobernig. Nach einer ersten Präsentation von Arbeiten Franz Wests 2012 auf der speziell an die Architektur angepassten Sockelebene ist es diesmal eine Vielzahl von Werken der 1950er- und 1960er-Jahre aus dem Bestand des Belvedere, die nun auf den Sockeln zur Aufstellung gelangt. Also aus jener Zeit, als das damalige Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde. Historisch stand der Ausstellungspavillon für Barcelona von Ludwig Mies van der Rohe aus dem Jahr 1929 für Schwanzer als Vorbild, nicht nur wegen des Wasserbassins, sondern auch wegen der Integration von Skulptur im Außenraum als architektonisches Gesamtprinzip. Heimo Zobernig spielt mit dieser Ansammlung von Skulpturen verschiedener Künstlerinnen und Künstler aus den 1960er-Jahren auf die Grundidee des modernistischen Ausstellungspavillons und die damaligen Überlegungen zur Wechselwirkung zwischen Kunst und Architektur an.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Skulpturengarten im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere
 Ähnlich wie in einer Glyptothek versammeln sich nun Werke der österreichischen Skulptur im Hof des 21er Haus modellhaft als Anschauungsobjekte mit einer historischen Referenz. In der Arbeit Heimo Zobernigs scheint eine interessante Verbindung zu bestehen, zwischen dem ersten Skulpturenprojekt mit Arbeiten von Franz West – dem Projekt Patio, Scultura, Basamento – West, Schwanzer, Zobernig, das sich mit dem Verhältnis von Architektur und Skulptur im 20. Jahrhundert auseinandergesetzt hat – und Zobernigs diesjähriger Arbeit für die Biennale di Venezia. Dort konterkariert Zobernig den Hofmann’schen Pavillon durch seine skulpturale Intervention mit den modernistischen Ideen des Neuen Bauens der frühen 1920er-Jahre. Die theoretische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Kunst und Architektur von Penelope Cruz war Ausgangspunkt der Entwicklung dieses spannenden Projekts mit Heimo Zobernig. Die diesjährige Auswahl von Skulpturen und ihre Aufstellung auf den fünf Sockeln wurde von Heimo Zobernig in enger Zusammenarbeit mit Kurator Harald Krejci durchgeführt.
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Skulpturengarten im 21er Haus.
© Österreichische Galerie Belvedere
Abseits der Zobernig’schen Sockel kommen einige Werke zur Aufstellung, die ebenfalls im Kontext des Museums zu lesen sind. So spielt Lois Weinberger bewusst mit der Frage nach dem reinen Ausstellungsraum, der erst mit Bedeutung angefüllt werden müsse, und übt mit seinem Wild Cube Kritik an den Ideen der „l’art pour l’art“ des frühen 20. Jahrhunderts. Leopold Kesslers Ghost Garden ist jeder Funktion enthoben und dennoch benutzbar und wird erst durch die Aktion des Betrachters mit Bedeutung aufgeladen. Im Sinne einer partizipativen Haltung des Künstlers ist auch das Weltwunder der Künstlergruppe Gelatin zu verstehen, denn erst die eigene Aktion des Betrachters ermöglicht eine erweiterte Erfahrung des Kunstwerks bzw. durch das Kunstwerk. All diese Werke stellen an uns die Frage, ob eine Skulptur überhaupt allein über die Form zu lesen ist. Wie gehen wir heute im 21. Jahrhundert mit Kunst um In diesem Sinne versucht der Skulpturenhof eine neue Sichtweise auf die Kunst zu provozieren. (Kuratiert von Harald Krejci)
Artothek des Bundes im 21er Haus
21er Haus © Österreichische Galerie Belvedere
Franz Amann, Gebrüder Spanner, 2011
© Österreichische Galerie Belvedere
Die Artothek des Bundes sammelt, verwaltet und betreut die seit 1948 im Rahmen der Kunstförderungsankäufe erworbenen Kunstwerke und bietet damit eine umfassende Dokumentation moderner und zeitgenössischer österreichischer Kunst. Aktuell befinden sich über 37.000 Werke in der Sammlung, die zahlreiche Frühwerke heute etablierter Künstler sowie sehr junge Positionen enthält. Durch die Ankaufstätigkeit des zuständigen Bundesministeriums wird die Sammlung stetig erweitert und aktualisiert. Die Objekte der Artothek stehen für die Ausstattung der Räumlichkeiten von Bundesdienststellen im In- und Ausland zur Verfügung.
© Österreichische Galerie Belvedere © Österreichische Galerie Belvedere
Johannes Schweiger, 2012
© Artothek des Bundes
Marianne Maderna, 2013
© Artothek des Bundes
© Österreichische Galerie Belvedere © Österreichische Galerie Belvedere
Timotheus Tomicek, 2014
© Artothek des Bundes
Lotte Lyon, 2014
© Artothek des Bundes
Ausgewählte Werke werden im Rahmen von Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert oder befinden sich als Dauerleihgaben in österreichischen Museen. Mit der Integration der Artothek in das 21er Haus – Museum für zeitgenössische Kunst werden wissenschaftliche und organisatorische Synergien genutzt sowie der Zugang zu den Werken und deren Präsentation forciert.
Text auszugsweise aus
http://www.21erhaus.at/
Website Screenshot 2017: http://www.21erhaus.at/
21er Haus
Museum für zeitgenössische Kunst
Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Telefon: +43 (0)1 795 57 770
E-Mail: public@21erhaus.at 
Öffnungszeiten:
Mi: 11 – 21 Uhr
Do – So: 11 – 18 Uhr
An Feiertagen geöffnet
Erreichbarkeit:
Station Quartier Belvedere
Bahn & S-Bahn - Straßenbahn D, 18, O - Bus 69A
www.21erhaus.at
 
 
 
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Kaiserappartements
Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
  Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt.
Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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