Der Dreißigjährige Krieg
Die Schweden vor Wien
1619 - 1646
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges © Erhard Gaube - www.gaube.at
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene derjenige zwischen Kaiser und Katholischer Liga einerseits und Protestantischer Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten im Reich trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus.
Die zeitgenössische Darstellung, wie Soldaten ein Dorf plündern und niederbrennen,
stammt aus Jaques Callots (1592–1635) 1633 veröffentlichten 18teiligen „Großen Kriegsfolge“.
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 Infolgedessen verbanden sich eine Reihe weiterer Konflikte mit dem Dreißigjährigen Krieg: der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) zwischen den Niederlanden und Spanien, der Französisch-Spanische Krieg (1635–1659) und der Torstenssonkrieg (1643–1645) zwischen Schweden und Dänemark. Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände offen ausbrach.
Der Galgenbaum – Darstellung von Kriegsgräueln nach Jacques Callot (1632).
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Der Terror der schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg (1632).
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Dieser richtete sich gegen die Rekatholisierungsversuche des böhmischen Königs aus dem Haus Habsburg, der zugleich römisch-deutscher Kaiser war. Insgesamt folgten in den 30 Jahren von 1618 bis 1648 vier Konflikte aufeinander, die von der Geschichtswissenschaft nach den jeweiligen Gegnern des Kaisers und der Habsburger Mächte als Böhmisch-Pfälzischer, Dänisch-Niedersächsischer, Schwedischer und Schwedisch-Französischer Krieg bezeichnet wurden.
Plünderungen durch Söldner im  im Dreißigjährigen Krieg.
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Zwei Versuche, den Konflikt zu beenden, der Friede von Lübeck 1629 und der Friede von Prag 1635, scheiterten daran, dass sie nicht die Interessen aller direkt oder indirekt Beteiligten berücksichtigten. Das gelang erst mit dem gesamteuropäischen Friedenskongress von Münster und Osnabrück (1641–1648). Der Westfälische Friede legte die Machtbalance zwischen Kaiser und Reichsständen neu fest und wurde Teil der bis 1806 geltenden Verfassungsordnung des Reiches. Darüber hinaus sah er Gebietsabtretungen an Frankreich und Schweden vor, sowie das Ausscheiden der Niederlande und der Schweizerischen Eidgenossenschaft aus dem Reichsverband.
Die Magdeburger Hochzeit 1631.
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Johann T’Serclaes von Tilly war ein belgischer Graf der während des Dreißigjährigen
 Kriegs als oberster Heerführer sowohl der Katholischen Liga als auch
ab 1630 der kaiserlichen Armee fungierte.
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Im Dreißigjährigen Krieg wurde Magdeburg durch kaiserliche Truppen unter dem Feldherrn Tilly der Katholischen Liga am 20. Mai 1631 (10. Mai nach julianischem Kalender) erobert und ging anschließend in Flammen auf („Magdeburger Hochzeit“). Dieser Vorgang erlangte auch unter dem Begriff Magdeburgisieren traurige Berühmtheit. Dabei wurden bis auf wenige tausend Menschen die Einwohner durch die einrückenden Truppen sowie den Brand getötet.
Das Massaker an der Magdeburger Bevölkerung.
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Die Stadt Magdeburg geht am 20. Mai 1631 in Flammen auf.
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Die Stadt wurde weitgehend zerstört und fast völlig entvölkert. Mit 20.000 (nach anderen Angaben bis zu 30.000) Toten gilt dies als das größte Einzelmassaker des Dreißigjährigen Krieges. 205 Flugschriften und 41 illustrierte Flugblätter berichteten über die Ereignisse in und um Magdeburg. 1635 wurden die Stadt und das Erzstift im Frieden von Prag dem sächsischen Prinzen August überlassen, der bereits 1628 zum Administrator gewählt worden war.
Ein Flugblatt gibt den Friedensschluss zu Münster bekannt,
der den Dreißigjährigen Krieg beendet.
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Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg in Deutschland. Seine Feldzüge und Schlachten hatten überwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches stattgefunden. Die Kriegshandlungen selbst, aber auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen verwüsteten und entvölkerten ganze Landstriche. In Teilen Süddeutschlands etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung.
Die Einnahme der Stadt Neunburg am Walde.
Gemälde von Pieter Snayers, um 1645.
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Nach den Verheerungen benötigten einige vom Krieg betroffene Territorien mehr als ein Jahrhundert, um sich von deren Folgen zu erholen. Während des Dreißigjährigen Kriegs war Wien nur zweimal unmittelbar ins Kampfgeschehen einbezogen. Am 5. Juni 1619 war der böhmische Adelige Matthias Thurn mit seinen Anhängern vor die Tore der Stadt gezogen, in der Kaiser Ferdinand II. weilte.
Marodierende Söldnertruppen überfallen Reisende zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
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Der kaisertreue Wiener Bürgermeister Daniel Moser bewaffnete tausendfünfhundert Bürger und sechshundert Studenten und verbarrikadierte die Stadttore. Dennoch spitzte sich die Lage zu; einige Tage später waren protestantische Landherren bereits gewaltsam in die kaiserlichen Gemächer in der Burg eingedrungen, als Moser buchstäblich im letzten Augenblick ein Regiment der kaiserlichen Dampierre-Dragoner in die Stadt einließ, dessen Erscheinen die Situation bereinigte.
Die Belagerung Wiens 1619 durch das böhmische Ständeheer.
Gemälde von Pieter Snayers, um 1620.
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Die zweite Begegnung Wiens mit dem Dreißigjährigen Krieg war allerdings gefährlicher Natur. Nach seinem Sieg bei Jankau (März 1645) zog der schwedische General Lennart Torstenson im April vor de Tore der Stadt. Auf ihrem Anmarschweg hatten die schwedischen Truppen bereits schwere Verheerungen in Niederösterreich angerichtet; der Ruf, der ihnen vorauseilte, war entsprechend so dass die Angst in Wien zu Panik wurde. Die Besitzenden flohen in hellen Scharen nach Salzburg, nach Graz, ja bis nach Venedig!  Erst strenge Edikte machten dem Massenexodus ein Ende.
Lennart Torstensson, Graf von Ortala (ab 1647) (* 17. August 1603 auf Gut Forstena,
Gemeinde Vänersborg; † 7. April 1651 in Stockholm) war ein schwedischer Feldherr
und später Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland.
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Ein allgemeines Aufgebot der wehrfähigen Männer zwischen sechzehn und sechzig ergab eine Verteidigungstruppe von fünftausend Mann, dazu kamen noch die Stadtwache und Söldner. Die Schweden eroberten die „Wolfsschanze“, einen Brückenkopf am linken Donauufer nahe dem Tabor.
Musketiere und Pikeniere aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
im Saal 1 des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Pappenheim
Sie beschossen die Stadt vier Tage lang, allerdings ohne besonderen Schaden anzurichten. Da der erwartete ungarische Sukkurs ausblieb, zog Torstenson nach Mistelbach ab und marschierte schließlich gegen Brünn. Schon am 29.Mai 1645 konnten die Kaiserlichen die stark verteidigte Wolfsschanze von den Schweden zurückerobern. Allerdings stand Torstenson schon im Spätsommer erneut vor Wien und besetzte am 31.August wieder die Wolfsschanze.
Luntenschlossmuskete aus dem Dreißigjährigen Krieg samt Zubehör
im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Pappenheim
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
 Krems an der Donau und Korneuburg wurden zu schwedischen Hauptfestungen ausgebaut, aber Anfang Oktober zogen die schwedischen Truppen in die Winterquartiere nach Norden ab – in den alten Zeiten, die wenigstens in dieser einen Beziehung tatsächlich „gut“ waren, wurde ja nur während der warmen Jahreszeit Krieg geführt. Nach dem Rücktritt Torstensons, den die Gicht plagte, konnten die bayerischen und kaiserlichen Truppen das Land bald von der schwedischen Plage befreien. Am 4.August 1646 kapitulierten die Schweden in Krems und Korneuburg, und im September war die Schwedengefahr für Niederösterreich und Wien beseitigt.
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
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Allerdings hatte trotz der relativ leichten Abwehr der schwedischen Bedrohung der Krieg doch schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für Wien. Durch den Untergang des oberdeutschen Gewerbes erlitt der Donauhandel einen empfindlichen Schlag, und auch der Nordsüdhandel mit Ungarn kam wieder einmal zum Erliegen, obwohl in Ungarn ausnahmsweise Frieden herrschte. Der schwerste Schlag war aber das generelle Weineinfuhrverbot, das in Bayern aus merkantilistischen Überlegungen erlassen wurde. Es traf einen Lebensnerv der Stadt.
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
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Als Reichshaupt- und Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Sitz des Kaisers war Wien mehrere Male das Ziel von Belagerungen und Bedrohungen im Zuge des Dreißigjährigen Krieges. So wurde Wien bereits 1619, noch vor der Schlacht am Weißen Berg, durch feindliche Truppen belagert.
Der zweite Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nach Auflösung der Ständeversammlung zogen am 23. Mai 1618 knapp 200 Vertreter der protestantischen Stände unter der Führung von Heinrich Matthias von Thurn zur Prager Burg und warfen nach einem improvisierten Schauprozess die in der dortigen böhmischen Hofkanzlei anwesenden königlichen Statthalter Jaroslav Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata sowie den Kanzleisekretär Philipp Fabricius aus einem Fenster etwa 17 Meter tief in den Burggraben, wobei alle drei überlebten. Der zuerst hinausgestürzte Martinitz berichtet über den Sturz Slavatas:
Sie haben erst die Finger seiner Hand, mit der er sich festgehalten hat, bis aufs Blut zerschlagen und ihn durch das Fenster ohne Hut, im schwarzen samtenen Mantel hinab geworfen. Er ist auf die Erde gefallen, hat sich noch 8 Ellen tiefer als Martinitz in den Graben gewälzt und sich sehr mit dem Kopf in seinen schweren Mantel verwickelt.
Slavata berichtet Folgendes über seinen eigenen Sturz,
wobei er von sich selbst in der dritten Person spricht:
Graf Slavata hat sich an dem steinernen Gesims des untersten Fensters angestoßen und ist auf der Erde mit dem Kopf noch auf einen Stein gefallen.
Der Fall Slavatas endete also unsanft, wenn auch durch ein Fenstersims etwas gebremst. Martinitz schreibt über den Fall des Sekretärs:
Haben letztlich noch den Herrn Magister Phillip Fabricius, röm. kais. Rat und Kgr. Böhmens Sekretarius […], in den Graben geworfen.
Aus einem dieser Fenster wurden Martinitz, Slavata und Fabricius geworfen.
Flügel des alten Königspalastes in Prag - Ort des 2. Prager Fenstersurzes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Ralf Engelberger
Der glimpfliche Ausgang des Gewaltakts wurde auf verschiedene Weise begründet. Die weitverbreitete Erklärung, die Defenestrierten seien auf einem Misthaufen gelandet, der sich unter dem Fenster angesammelt hatte, dürfte eine anekdotische Erfindung späterer Zeiten sein und wird in den Erinnerungen der Beteiligten beider Parteien nicht erwähnt. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sich im Burggraben der Prager Burg ausgerechnet unter den Fenstern der Ratskanzlei ein Misthaufen befunden haben soll. Bei der Misthaufen-Legende dürfte es sich um die protestantische Antwort darauf handeln, dass Katholiken die Rettung mit der Hilfe der Jungfrau Maria erklärten.
Heinrich Matthias von Thurn, Freiherr von Valsassina und zum Heiligen Kreuz, Herr auf
Loßdorf, Wellüsch, Godingen, Karlstein und Winterz und einer der Hauptführer des
böhmischen Aufstandes gegen Ferdinand II. in der ersten Phase des Dreißigjährigen Krieges..
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nach dem Prager Fenstersturz, der den Bruch mit der habsburgischen Herrschaft Böhmens besiegelte, warben die böhmischen Stände eine Armee an und wählten Heinrich Matthias von Thurn zum Kommandanten.
Statue des Fürsten von Siebenbürgen, Gábor Bethlen in Budapest.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Karelj
Dieser beabsichtigte den Umstand zu nutzen, dass die kaiserliche Armee auf einen Krieg nicht vorbereitet war und Kaiser Ferdinand II. noch über keinerlei militärische Verbündete verfügte. Weiters gedachte er, sich mit dem Fürsten von Siebenbürgen, Gábor Bethlen zu verbünden und Wien von zwei Seiten in die Zange zu nehmen.
Kaiser Ferdinand II. war von 1619 bis zu seinem Tode Kaiser des Heiligen Römischen
Reiches. Seit 1590 Erzherzog von Innerösterreich, vereinte er nach und nach die Territorien
der Habsburgermonarchie unter seiner Herrschaft; 1617 wurde er König von Böhmen
– aus dieser Position jedoch 1619/20 faktisch vertrieben –, 1618 König von Ungarn und
Kroatien und 1619 Erzherzog von Österreich.
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  Thurn drang in Niederösterreich ein und stand am 5. Juni 1619 vor Wien, musste jedoch nach wenigen Tagen wieder abziehen, da kein schweres Belagerungsgerät vorhanden war, ohne das eine Einnahme Wiens aussichtslos war. Außerdem gelang es dem Kommandanten der kaiserlichen Truppen Bucquoy den böhmischen Verbündeten Mansfeld bei Sablat zu schlagen, sodass Thurn zur Verteidigung Böhmens zurückgerufen werden musste.
Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Soldaten überfallen ein Fuhrwerk mit Reisenden.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Am 27. September des gleichen Jahres war Wien erneut in höchster Gefahr, denn bereits seit 1616 zettelte Gábor Bethlen einen antihabsburgischen Aufstand an, in dessen Verlauf er fast die gesamte heutige Slowakei einschließlich Pressburg, also das Hauptgebiet des damaligen Königlichen Ungarns, erobern konnte.
Szene aus dem Dreißigjährigen Krieg.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bei Pressburg vereinigte er sich, wie dies schon im Juni beabsichtigt gewesen war, mit den von Thurn angeführten Truppen der mährischen und böhmischen Stände und stand Ende September 1619 vor Wien. Doch die Stadt blieb verschont, denn Drugeth von Homonna, ein alter Feind Bethlens, hatte in Polen Kosaken angeworben und war mit diesen in Ungarn eingebrochen. Diese Gefahr in seinem Rücken zwang Bethlen bereits nach zwei Tagen, sich von Wien zurückzuziehen. Da Thurn mit seinen böhmischen Truppen alleine zu schwach war, folgte er dem Beispiel Bethlens.
Die Schlacht am Weißen Berg auf einem Gemälde von Pieter Snayers.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Karelj
Die Schlacht am Weißen Berg (tschechisch Bílá hora) bei Prag am 8. November 1620 war eine Auseinandersetzung des Dreißigjährigen Krieges. In ihrem Verlauf unterlagen die böhmischen Stände unter ihrem König Friedrich V. von der Pfalz und dessen Heerführer Christian I. von Anhalt (13.000 Mann) den Truppen der Katholischen Liga, die von Karl Bonaventura Graf von Buquoy (39.000 Mann) angeführt wurden. Johann t’Serclaes von Tilly stand unter seinem Kommando. Friedrich V., der so genannte Winterkönig, musste aus Böhmen fliehen, und Kaiser Ferdinand II. konnte seinen Anspruch auf die Krone Böhmens durchsetzen.
Carl Gustav Wrangel war ein schwedischer Feldmarschall und Staatsmann.
Gemälde von David Klöcker Ehrenstrahl 1652.
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1643 wurde Wien erneut bedroht: Leichte Kavallerie im Auftrag des schwedischen Feldherren Torstensson unter General Wrangel streifte um das Gebiet der Donaubrücken. Bedingt durch den Ausbruch des dänisch-schwedischen Krieges, in dem Torstensson das schwedische Oberkommando führte, wurde das Land um Wien jedoch vorerst von der feindlichen Invasion befreit. Nach der letzten großen Schlacht des Dreißigjährigen Krieges, der Schlacht bei Jankau am 6. März 1645, zog ein schwedisches Heer unter Torstensson nach Wien.
Die Schlacht bei Jankau am 6. März 1645.
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 In aller Eile veranlasste Kaiser Ferdinand III. eine ausreichende Verstärkung der Besatzung der für die Verteidigung Wiens strategisch bedeutenden Wolfsschanze, die dem nördlichen Ende der Wolfsbrücke vorgelagert war. Am 9. April 1645 stand Torstensson dann mit seinem Heer persönlich vor der Schanze. Der drückenden Übermacht des Feindes unterlegen, mussten sich die kaiserlichen Truppen aus der Schanze auf die westlich gelegenen Donauinseln zurückziehen, jedoch nicht ohne zuvor noch die Brücke hinter sich in Brand gesteckt zu haben.
Ferdinand III., geboren als Ferdinand Ernst, Erzherzog von Österreich aus dem Hause
Habsburg, war von 1637 bis zu seinem Tode 1657 römisch-deutscher Kaiser,
zudem bereits seit 1625 bzw. 1627 König von Ungarn, Kroatien und Böhmen.
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 In der Folge tobte ein vier Tage währender Kampf um die Strominseln. Die Zerschlagung der Hoffnungen der Schweden auf ein Zusammenwirken mit dem Siebenbürger Fürst Georg II. Rákóczi, der sich mit dem Kaiser geeinigt hatte, führte zu einem unerwartet raschen Rückzug des schwedischen Generals nach Brünn. Die Wolfsschanze wurde aber weiterhin von einer schwedischen Besatzung gehalten.
Gustav II. Adolf, König von
Schweden, in der Schlacht bei
Lützen tödlich verwundet.
Quelle: Wikimedia Commons
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Axel Oxenstierna. Schwedischer
Reichskanzler, nach dem Tod von
Gustav Adolf Oberbefehlshaber.

Quelle: Wikimedia Commons
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Erst im Oktober 1645 gelang es den verbliebenen kaiserlichen Truppen unter dem Befehl von Leopold Wilhelm, die Schweden aus der Wolfsschanze und dem Wiener Umland zu vertreiben. Zum Dank für die Errettung Wiens ließ Ferdinand III. auf dem Platz Am Hof eine Mariensäule errichten.
Darstellung der Schlacht bei Záblat aus den Hogenbergschen Geschichtsblättern,
um 1630. Deutlich erkennbar im Vordergrund die Wallensteinischen Kürassiere.
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Im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ist dem Dreißigjährigen Krieg ein großer Bereich gewidmet. Ausgestellt sind alle Arten von Bewaffnungen dieser Zeit, wie etwa Hakenbüchsen, Luntenschloss-, Radschloss- und Steinschlossmusketen. Figurinen kaiserlicher Pikeniere, Musketiere, Kürassiere und Arkebusiere zeigen die Schutzwaffen und Ausrüstungen der Zeit. Zahlreiche Harnische, Hieb-, Stich- und Stoßwaffen runden den Bereich des Dreißigjährigen Krieges ab.
Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim war ein General im Dreißigjährigen Krieg, der für
die Katholische Liga und den Habsburgischen Kaiser unter Wallensteins Oberbefehl
kämpfte. Bekanntheit erlangte Pappenheim sowohl durch seinen Ruf persönlicher
Verwegenheit und großer Loyalität wie auch seine militärische Unberechenbarkeit.
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Wallenstein war ein böhmischer Feldherr und Politiker. Wallenstein kämpfte auf Seiten des
Kaisers und der Katholischen Liga gegen die protestantischen Mächte Deutschlands
sowie gegen Dänemark und Schweden –, er fiel jedoch später in Ungnade und
wurde von kaisertreuen Offizieren ermordet.
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Das Wirken und Schicksal der Feldherren, wie Albrecht von Wallenstein wird ebenso veranschaulicht. Ein besonderes Exponat dabei ist das eigenhändige Handschreiben Wallensteins an seinen Feldmarschall Gottfried Heinrich zu Pappenheim vom 15. November 1632, das am Vorabend der Schlacht bei Lützen geschrieben wurde und großflächige Blutspuren Pappenheims aufweist, der tags darauf das Schreiben Wallensteins noch bei sich trug, als er in der Schlacht tödlich verwundet wurde.
Hilfegesuch Wallensteins an Pappenheim.
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Besonders beeindruckend ist die so genannte „Piccolomini-Serie“ des flämischen Schlachtenmalers Pieter Snayers. Es handelt sich dabei um zwölf großformatige Schlachtengemälde, die zwischen 1639 und 1651 entstanden sind und die Feldzüge Octavio Piccolominis in Lothringen und Frankreich in den letzten Jahren des Dreißigjährigen Krieges zeigen.
Gustav Adolf in der Schlacht bei Lützen. Das Bild befindet sich im Heeresgeschichtlichen
Museum in Wien. Öl auf Holz. Gemälde von Pieter Meulener (1602–1654).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Schlacht bei Lützen war eine der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges. Sie fand am 6. Novemberjul./ 16. November 1632 greg. bei Lützen zwischen einem protestantischen, überwiegend schwedischen Heer unter Führung des schwedischen Königs Gustav II. Adolf und den katholischen kaiserlichen Truppen unter Albrecht von Wallenstein statt. Politisch wesentliche Folge der Schlacht war der Tod von Gustav Adolf auf dem Schlachtfeld. Rein militärisch gesehen war die Schlacht ohne entscheidende Bedeutung.
Ausschnitt aus: Schlacht bei Lützen 1632.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ein eigentlicher Sieg war auf keiner Seite erfochten worden. Die Schweden hatten das Feld behauptet, die Kaiserlichen sich zurückgezogen. Beide Seiten hatten erhebliche Verluste an Toten und Verwundeten erlitten. Angaben über Gefangene gibt es nicht. Auf dem Schlachtfeld verblieben nach dem Rückzug die 21 Wallensteinschen Kartaunen, die sämtlich an die Schweden verloren gingen.
Historische Ansicht der Schlacht bei Lützen am 16. November 1632 von Merian.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Zwar lagerten die Schweden nicht direkt auf dem Kampfplatz, so dass die abends eintreffende Pappenheimsche Infanterie die Geschütze wohl hätte bergen können, doch fürchtete Wallenstein den Anmarsch sächsischer und lüneburgischer Truppen und wollte für den weiteren Rückzug keine Zeit verlieren. Auf kaiserlicher Seite als großer Verlust angesehen wurde der Tod des Marschalls von Pappenheim.
Der Tod Gustav-Adolfs bei der Schlacht bei Lützen 1632.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Nicht aufzuwiegen aber war auf schwedisch-protestantischer Seite der Verlust von König Gustav Adolf, des wohl charismatischsten Feldherrn des Dreißigjährigen Krieges. Seine Leiche wurde - ausgeraubt und teilweise entkleidet - unweit eines großen Feldsteins unter einer Vielzahl von Toten gefunden. Wallenstein erhielt Glückwünsche vom Kaiser aus Wien, vom polnischen und spanischen König und aus Frankreich. Dennoch wurde bald bereits angemerkt, dass die Einschätzung als Sieg letztlich nur auf dem Tod König Gustav Adolfs beruhen würde.
Das Schlachtfeld von Lützen (1632) steht seit 2009 im Mittelpunkt eines internationalen
Forschungsprojekts zur Schlachtfeldarchäologie. Die Funde sind authentische
Zeugnisse einer Schlacht, die nicht nur König Gustav II. Adolf, sondern auch
mehrere tausend weitere Menschen das Leben kostete.
Quelle: www.archaeologie-online.de/massengrab-aus-der-schlacht-von-luetzen / A. Brunn
 Diesem Umstand verdankt die Schlacht auch ihren Stellenwert in der Geschichtsschreibung und die umfangreichen Berichte über ihren Verlauf. Sie war weder die größte des Krieges (bei der Schlacht bei Breitenfeld standen sich über 80.000 Mann gegenüber), noch war sie kriegsentscheidend.
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Sie dauerte mit etwa sieben Stunden für die damalige Zeit sehr lange und wurde – nicht zuletzt aufgrund des Königstodes – mit großer Erbitterung geführt. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar, der schon während der Schlacht an Stelle von Gustav Adolf den Oberbefehl übernommen hatte, blieb schwedisch-sächsischer Oberbefehlshaber.
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Wiens
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
Kaiserliche Artillerie Augsburg
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Zu Beginn der Neuzeit entwickelte sich die Artillerie zum dritten wichtigen Bestandteil eines Heeres. Anfangs befanden sich die Herstellung sowie die Bedienung der Geschütze in ein und derselben Hand. Die Kanonengießer waren gleichzeitig die Geschützmeister ihrer Stücke. Es waren handwerksmäßig organisierte Büchsenmeister, die sich von der Seite der Glockengießer diesem Handwerk zugewandt hatten.
Nachbau einer zehnläufigen Luntenschloss-Drehbüchse von G.B.Bergamin gefertigt
und in der "Waffenkammer des Rates der Zehn" im Dogenpalast von Venedig aufbewahrt.
anläßlich  der Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Kunst, Geschütze herzustellen, war anfangs eine geheime und wurde nur innerhalb einer Familie weitergegeben. Sie beruhte zunächst auf rein empirischen Erfahrungen. Die Verpflichtung zur unbedingten Geheimhaltung galt noch zu Zeiten Kaiser Maximilians. Jeder Büchsenmacherlehrling musste schwören, das Geheimnis der Herstellung und auch der Bedienung unter keinen Umständen zu verraten. Größere Reichsstädte wie Augsburg oder Nürnberg hielten ständig solche Büchsenmacher im Dienst. Die Gruppe "Kaiserliche Artillerie Augsburg" besteht aus Kanonieren, die sich dem 16. und 17. Jahrhundert verschrieben haben. Das Herzstück der Gruppierung ist ein 3-Pfünder Bronze Ordonanzgeschütz mit dem Namen "Pauline".
Cronacher Ausschuß Compagnie
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Das heute im nördlichsten Bayern gelegene Kronach diente bis 1803 mit seiner starken Stadtbefestigung sowie der mächtigen Festung Rosenberg als wichtigstes Bollwerk des Fürstenbistums Bamberg. Noch heute ist die gesamte Stadtmauer mit vier Türmen und mehreren Bastionen erhalten. 2003 konnte das 1000. Stadtjubiläum gefeiert werden. Der Ausschuss, also die im Gefahrenfall "commandirten" waffenfähigen Bürger der Stadt, spielte besonders im Dreißigjährigen Krieg die entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Verteidigung von Stadt und Festung gegen mehrere sehr heftige Angriffe der schwedischen Konföderierten. Um diese ruhmreiche Tradition der bürgerlichen Selbstverteidigung der Stadt Kronach auch heute ins Bewusstsein zu rücken, hat sich die 2001 neu formierte "Cronacher Ausschuß Compagnie" die Aufgabe gestellt, die Epoche des 17. Jahrhunderts im Sinne der "living history" informativ und wirklichkeitsnah darzustellen. Vor allem die statische und dynamische Präsentation historischer Feuerwaffen, zum Teil selbst nachgebaut, steht im Mittelpunkt der Aktivitäten der "Cronacher Ausschuß Compagnie".
Historischer Verein Alt-Tilly e.V.
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Verein hat sich im Frühjahr 2004, in erster Linie als Plattform für die Ausrichtung der Tilly-Ausstellung im Jahr 2007, in Altötting gegründet. Der Vereinsname "Alt-Tilly" leitet sich vom Leibregiment des Reichsgrafen Johann Tserclaes von Tilly (* 1559, † 1632)ab. Regimentsinhaber waren Obristen, welche von den Herrschern bestallt wurden; in diesem Fall war es Herzog Maximilian I. Höhere Offiziere konnten durchaus Inhaber von zwei oder mehreren Regimentern sein. Generalleutnant Tilly war Inhaber von zwei Regimentern, welche zur Unterscheidung "Alt-Tilly" und Jung-Tilly" genannt wurden. Entscheidend dafür war, wann die Regimenter geworben wurden. Das Regiment, in der wallonischen Heimat des Reichsgrafen geworben, wurde 1631 in der Schlacht bei Breitenfeld fast vollkommen vernichtet. Die Regimentsfahnen wurden von den Schweden erbeutet und befinden sich noch heute im Armeemuseum Stockholm. Die heutige Vereinsfahne, bei der es sich um eine Replik derselben handelt, entspricht im Format und in der Gestaltung genau dem Original.
Budai Talpasok
Truppendarstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges anläßlich  der
Veranstaltung "Montur und Pulverdampf" 2009 im Heeresgeschichtlichen Museum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Gruppe "Budai Talpasok" - auf Deutsch "Fußvolk aus Buda" - stellt das in Ungarn als etwas exotisch geltende westliche Kriegswesen dar und repräsentiert auch die Söldnerheere, die im Langen Türkenkrieg, im Dreißigjährigen Krieg und natürlich auch in späteren Feldzügen gegen das Ottomanische Reich auf ungarischem Boden tätig waren. Damit sind sie die einzige Reenactment-Vereinigung in Ungarn, die als kaiserliche Truppe jener Zeit - von 1580 bis 1630 - auftritt. Die Gruppe ist seit 2007 aktiv; seit diesem Zeitpunkt haben sie an verschiedenen historischen Veranstaltungen in Ungarn, aber auch im Ausland teilgenommen. "Budai Talpasok" stellen eine Compagnie eines wallensteinischen Infanterieregiments dar. Die Gruppe besteht überwiegend aus leichten Pikenieren, und bei Belagerungen agieren sie als Grenadiere - eine Waffengattung, die in jener Zeit erst im Entstehen begriffen war. Ganz außerordentlich ist auch der begleitende Tross, der - der damaligen Zeit entsprechend - fast so groß ist wie das kämpfende Heer selbst. Die Trossweiber und Marketenderinnen sind begabte Köchinnen und kennen sich mit den Speisen des 17. Jahrhunderts bestens aus.
Text auszugsweise aus:
"Montur und Pulverdampf" 2009
Heeresgeschichtliches Museum Wien
 
 
  Stadtgeschichte Wiens
    Heeresgesch. Museum
    Steinzeit
    Bronzezeit
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    Die Römer in Wien
    Carnuntum
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    Wien im Mittelalter
    Schlacht am Marchfeld
    Neidhart Fresken
    Virgilkapelle
    Wiener Geserah
    1.Türkenbelagerung
    Der 30jährige Krieg
    2.Türkenbelagerung
    Pestepidemien
    Franzosenkriege
    Wiener Kongress
    Vormärz
    Hochwasser 1830
    Revolution 1848/49
    Solferino 1859
    Königgrätz 1866
    Seeschlacht v. Lissa
    Donaumonarchie
    Weltausstellung 1873
    Ringtheaterbrand 1881
    Die Belle Époque
    Erster Weltkrieg
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Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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