Die Albertina
Sie beherbergt eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Außenansicht der Albertina mit Soravia Wing.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Harald Eisenberger
Die Albertina ist ein Kunstmuseum im 1. Wiener Gemeindebezirk, der Inneren Stadt. Sie beherbergt unter anderem eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt. Das Museum ist im Palais Erzherzog Albrecht untergebracht, einer historischen Residenz der Habsburger. Der Name bezieht sich auf Albert Casimir Herzog von Sachsen-Teschen, Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia, der die Sammlung 1776 in Pressburg gründete, wo er als Vertreter von Maria Theresia für das Königreich Ungarn residierte. 1792 konnte er einen Großteil der Sammlung aus den Österreichischen Niederlanden, wo er später als Vertreter des österreichischen Monarchen amtierte, nach Wien bringen.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ansicht der Albertina mit dem Albrechtsbrunnen vom Dach der Staatsoper.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Herbert Ortner
  Die enzyklopädisch und universalistisch angelegte Sammlung umfasst rund eine Million Zeichnungen und druckgrafische Blätter von der Renaissance bis zur Gegenwart. Seit das Museum 2007 die Leihgabe der Privatsammlung Batliner erhielt, wird ein Teil der Ausstellungsfläche nicht mehr für die Präsentation der grafischen Sammlung verwendet, sondern für eine permanente Schau zur klassischen Moderne: „Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner“. Aufbewahrt werden die Sammlungen der Albertina in einem vollautomatischen Hochregallager.
Albertina - © Digitalpress - Fotolia.com
Die Albertina am Albertinaplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk.
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„Es ist Mein Wille, daß die Erweiterung der inneren Stadt Wien mit Rücksicht auf eine entsprechende Verbindung derselben mit den Vorstädten ehemöglichst in Angriff genommen und hiebei auch auf die Regulirung und Verschönerung Meiner Residenz- und Reichshauptstadt Bedacht genommen werde. Zu diesem Ende bewillige Ich die Auflassung der Umwallung und der Fortifikationen der inneren Stadt sowie der Gräben um dieselbe."
Dieser Erlass von Kaiser Franz Joseph I., veröffentlicht am 25. Dezember 1857 in der Wiener Zeitung, bildete die Grundlage zur flächenmäßig umfangreichsten und architektonisch bedeutendsten Umgestaltung des Wiener Stadtbildes.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Jakob von Alt: Das Palais Herzog Alberts mit der Augustinerbastei,
1816 Feder in Schwarz, aquarelliert Albertina, Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Archiv Albertina
 Unter Beteiligung mehrerer renommierter in- und ausländischer Architekten entstand ein „Masterplan", der anstelle der Befestigungsmauern zwischen der Inneren Stadt und den ihr radial vorgelagerten Vorstädten die Anlage eines Prachtboulevards vorsah. In der 50 Jahre dauernden Realisierungsphase entwickelte sich ein beeindruckendes architektonisches Ensemble, bestehend aus kaiserlichen und privaten Repräsentationsbauten, öffentlichen Verwaltungs- und Kulturbauten sowie Kirchen und Kasernen, das unter dem Begriff „Ringstraßenstil" die Epoche prägte. Bereits im ersten Baujahrzehnt entschloss sich ein hohes Mitglied des österreichischen Kaiserhauses, die Fassaden seines Palais entsprechend den neuen Gestaltungsprinzipien zu dekorieren, und bezeugte damit den hochherrschaftlichen Anspruch, der diesem auch „Historismus" genannten Stil von Seiten des Kaiserhauses beigemessen wurde.
Die älteste photographische Ansicht des neu gestalteten
Palais Erzherzog Albrechts, 1869.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Es handelte sich um das Palais von Erzherzog Albrecht (1817-1895), dem Senior des habsburgischen Familienrates, der als Feldmarschall das Oberkommando über die österreichisch-ungarische Armee innehatte. Das Gebäude war in den kaiserlichen Residenzkomplex der Wiener Hofburg eingebunden, bildete dessen Süd-West-Ecke und erstreckte sich elf Meter über dem Straßenniveau auf der sogenannten Augustinerbastei. Die räumliche Nähe des Palais zur Kaiserresidenz korrespondierte nicht nur bei Kaiser Franz Joseph I. und Erzherzog Albrecht mit einem familiären Naheverhältnis zwischen dem Besitzer des Palais und dem Monarchen. Schon die früheren Bewohner standen immer in engster Beziehung zum Kaiserhaus, sei es durch Heirat oder Geburt. Eine Ausnahme bestätigt auch hier die Regel: Don Emanuel Teles da Silva Conde Tarouca (1696-1771), für den Maria Theresia 1744 das Palais errichten ließ, war nur ein enger Freund und Berater der Monarchin.
Albertina Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Albertina: Ledermann, Postkartenverlag ;Ansicht über den Albertinaplatz,
mit Blick auf Danubiusbrunnen und Albrechtsrampe leicht von rechts. ;um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Silva-Tarouca untermauert die Regel mit einer zweiten Ausnahme, weil er als Generalhofbaudirektor und Präsident der österreichisch-niederländischen Verwaltung dem Verwaltungsdienst angehörte, während alle anderen ihm nachfolgenden Besitzer höchstrangige Militärs waren. In die Annalen der österreichischen Geschichte, vor allem in jene der Militärgeschichte, gingen sie entweder als Befehlshaber über das Reichsheer oder die österreichische, später k.k. Armee ein. In chronologischer Reihenfolge betrifft dies Herzog Carl Alexander von Lothringen, den Schwager von Maria Theresia, als Reichsfeldmarschall, ihren Schwiegersohn Herzog Albert von Sachsen-Teschen, ebenfalls Reichsfeldmarschall, dessen Adoptivsohn Erzherzog Carl von Österreich, der letzte Reichsgeneralfeldmarschall und einzige Generalissimus Österreichs, seinen Sohn Erzherzog Albrecht von Österreich als Feldmarschalil und Armeeoberkommandant sowie zuletzt dessen Neffen Erzherzog Friedrich von Österreich, der als Feldmarschall von 1914 bis 1916 das Oberkommando über die österreichisch-ungarischen Truppen innehatte.
Albertina Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Danubiusbrunnen (Albrechtsbrunnen); Gesamtansicht frontal.
Rechts die Verbindungsbrücke zum Albrechtspalais. Im Hintergrund die Albertina. ;um 1880
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Trotz ihres Militärberufes verstanden sich alle fünf Feldherrn auch als Mäzene der Künste und förderten mit hohen Summen den Aufbau großer Sammlungen, die Errichtung prunkvoller Gebäude oder das kulturelle Leben. Carl Alexander von Lothringen förderte als Statthalter der österreichischen Niederlande von 1741 bis 1780 die Akademie der Schönen Künste, das Théatre de Ja Monnaie sowie die Gesellschaften Concert Bourgois und Concert Noble; er gründete die Academie imperiale et royale des Sciences et des Lettres, öffnete die Bibliotheque Royal für die Bevölkerung und unterstützte künstlerische Talente mit hohen Stipendien. Weltberühmtheit erlangte seine Porzellansammlung, die allerdings zur Tilgung seiner Schulden von Kaiser Joseph II. verkauft werden musste. Herzog Albert begann 1776 nach dem Konzept von Conte Durazzo eine enzyklopädische Sammlung von Graphiken aufzubauen, die heute den Kern der weltberühmten „Albertina" bildet.
Albertina Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Albertina; Teilansicht der Burggartenseite über die Albertinarampe. ;1938 - 1940.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1816 zum Fideikommiss erklärt und damit zukünftig unteilbar, untrennbar und unveräußerbar, ging die Sammlung 1822 in den Besitz Erzherzog Carls über, der sie, so wie seine Nachkommen, ausbaute und ergänzte. Unter ihm wurde 1826 die Sammlung zusammen mit dem prachtvoll ausgestatteten Palais auf der Augustinerbastei in den sogenannten „Carl Ludwig'schen Fideikommiß" eingebracht, womit das Gebäude und die in ihr verwahrte Sammlung zu einer unauflösbaren Einheit verschmolzen. Zu diesem Zeitpunkt war aus dem Palais Tarouca durch bauliche Ausweitung bzw. Übernahme ein veritables Residenzpalais entstanden. Herzog Albert von Sachsen-Teschen hatte zuerst im Jahre 1800 das dritte Obergeschoss des benachbarten Augustinerkonventtraktes für die Unterbringung seiner Sammlung adaptiert und ließ nach 1802 durch seinen belgischen Architekten Louis de Montoyer an der Vorstadtseite einen prächtigen Erweiterungsbau, den sogenannten Prunkraumflügel, errichten, den er im Stile des Louis-seize ausstatten ließ. Nur zwei Jahrzehnte später ließ Erzherzog Carl das gesamte Palais neu einrichten. Nach Entwürfen des Architekten Joseph Kornhäusel präsentierten sich die 1822 bis 1825 runderneuerten Räumlichkeiten im Empire-Stil. Das Innere des Palais bezeugte ab nun in eindrücklicher Art und Weise den hohen Rang und die hervorgehobene Stellung seines Besitzers. Unter Erzherzog Albrecht sollte auch das äußere Erscheinungsbild diesem Anspruch gerecht werden.
Albertina Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Albertina; Blick über den Albertinaplatz gegen Danubiusbrunnen und Albertina. ;1938 - 1940.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Er ließ die Fassaden des Palais im Stil des Historismus instrumentieren und fügte der Palaisfront gegen die Vorstädte eine vorgelagerte gedeckte Zufahrt an. Im Inneren beschränkte er sich, abgesehen von der Neugestaltung des Rokokozimmers in der Manier des zweiten Blondel'schen Stils, auf die Beibehaltung des väterlichen Bestandes. Erzherzog Friedrichs Pläne für einen Ausbau des Palais unterblieben indessen aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges, sodass sein Beitrag zu den Prunkräumen vor allem in der Anlage des spanischen Appartements besteht, das er 1895 für seine Schwester, die spanische Königin Maria Christine, als permanente Residenz einrichten ließ. Die Epoche der hochherrschaftlichen Repräsentation mit ihrem Tradieren kultureller Werte fand ihre augenscheinlichste Visualisierung im Inneren des Palais durch die Gestaltung und Ausstattung der Prunkräume. Einerseits durch die Verwendung edelster Materialien und den Kauf handwerklich meisterhaft gefertigter Ausstattungsstücke, wie andererseits durch die permanente Wiederverwendung älterer Ausstattungsteile.
Die Alte Albertina nach 1920.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Diese Periode dauert bis zum Jahre 1919, als Erzherzog Friedrich von der neugegründeten Republik Österreich enteignet wurde. Mit der Republikanisierung der Sammlung und des Gebäudes endete zu allererst die Tradition, dass der Name des Besitzers Synonym für die Gebäudebenennung war: Nach Palais Tarouca oder tarokkisches Haus hieß es lothringisches Haus, danach Palais Herzog Albert und Palais Erzherzog Carl. Aufgrund der Neuerrichtung eines benachbart gelegenen Verwaltungsgebäudes erhielt es ab 1865 den Vorsatz „Oberes" und wurde als Oberes Palais Erzherzog Albrecht bzw. Oberes Palais Erzherzog Friedrich bezeichnet. Für den Staat war eine namentliche Bezugnahme auf die habsburgische Vergangenheit jedenfalls politisch nicht länger opportun, weshalb man sich entschloss, das Gebäude nach der in ihm aufbewahrten Sammlung „Albertina" zu nennen.
Links das "Wedgwoodkabinett" nach der Restaurierung
und im rechten Bild das "Wedgwoodkabinett" im Palais Erzherzog Friedrich, 1905.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Diese Bezeichnung leitet sich von dem Begriff „La Collection Albertina" ab, den Galerieinspektor Moriz vonThausing 1870 in der Gazette des Beaux-Arts für die vormalige Graphiksammlung Herzog Alberts verwendet hatte. Damit wurde erstmals seit Bestehen des Palais der Name der Sammlung zum Synonym für die Raumhülle. Raumhülle deshalb, weil die Republik Österreich Erzherzog Friedrich gestattet hatte, sämtliche bewegliche Güter aus dem Palais in sein ungarisches Exil mitzunehmen: Kristallluster, Vorhänge und Teppiche ebenso wie Skulpturen, Vasen und Uhren. Besonders hervorzuheben ist das exquisite Mobiliar, das aus drei Ausstattungsphasen stammt: Die Louis-seize-Möbel von Herzog Albert, die aufgrund der geschwisterlichen Beziehungen zwischen seiner Gemahlin Erzherzogin Marie Christine und der französischen Königin Marie Antoinette nach 1780 in den französischen Hofmanufakturen angefertigt worden waren, außerdem die im Auftrag von Erzherzog Carl zwischen 1822 und 1825 in der Wiener Manufaktur von Joseph Danhauser hergestellten Empire-Möbel und drittens die stilgleichen Ergänzungen von Erzherzog Friedrich, die dieser um 1900 bei Portois & Fix sowie Friedrich Otto Schmidt in Auftrag gegeben hatte.
Die Graphische Sammlung Albertina und der Philipphof
nach dem amerikanischen Bombenabwurf vom 12. März 1945.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Das „besenreine" Gebäude erhielt aufgrund der finanziell angespannten Situation nach dem Ersten Weltkrieg zunächst nur eine notdürftige Ausstattung. Da allerdings bis 1999 keine Revidierung dieser Notausstattung stattfand, sondern unterschiedlich gestaltete, primär dem Utilitarismus verpflichtete Büromöbel ergänzend hinzugefügt worden waren, präsentierte sich die Ausstattung der ehemaligen Prunkräume am Ende des 20. Jahrhunderts als ein inhomogenes, verwaltungsdienstliches Sammelsurium von unbedeutenden Teilen, denen allerdings ein gewisser kurioser Charme innewohnte. Aus den prachtvollen Prunkräumen waren Depots, Lagerräume, eine Bibliothek, ein Studiensaal und mehrere Büros geworden.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Albertinaplatz mit Blick auf die Albertina und den in der Folge abgerissenen
Philipphof (rechts) nach dem Bombentreffer vom 12. März 1945.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Archiv Albertina
Schlimmer traf es das äußere Erscheinungsbild des Palais, denn in Zeiten anhaltender antihabsburgischer Gesinnung nach dem Zweiten Weltkrieg und beseelt von einem intoleranten Zerstörungswillen, kam es per Spitzhacke zu einer ministeriellen Geschichtstilgung. Im Unterschied zur graphischen Sammlung besaßen die reich dekorierten Fassaden mit den unübersehbaren Insignien der ehemaligen Besitzer einen objektimmanenten Bezug zur habsburgischen Vergangenheit und stellten damit die monarchistischen Traditionen und Werte der franzisko-josephinischen Ära signifikant zur Schau.
Das Palais nach der Demolierung der Eingangsfassade, 1948-52.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
 Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen nach einem Bombenschaden wurde deshalb 1948 die hochherrschaftliche, von Erzherzog Albrecht veranlasste, historistische Fassadengliederung samt aller Dekorationen abgeschlagen, viele Fassadenfiguren demoliert und die habsburgischen Wappenembleme zu Boden gestürzt. Nachdem auch noch die alte Auffahrtsrampe abgebrochen und der Haupteingang von der Basteiebene hinunter in das auf Straßenniveau gelegene zweite Kellergeschoss verlegt worden war, endete die Präsenz des alten erzherzoglichen Palais nach mehr als 200 Jahren.
Albertina Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Albertina; Gartenfront: Gesamtansicht schräg von links, aus der Rampenkehre.
Bild: August Stauda um 1890.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bei der Wiedereröffnung der „Graphischen Sammlung Albertina" im Jahre 1952 präsentierte sich das vormals habsburgische Prunkpalais als eine seiner Identität beraubte, formal belanglose, entseelte Raumhülle, deren erfolgreiche Republikanisierung ein überdimensionaler und zudem unproportionaler Adler oberhalb des neuen Haupteingangs an der Augustinerstraße symbolisierte. Der demokratische Denkmalssturz tilgte das habsburgische Palais aus dem städtischen Erscheinungsbild, wodurch in der Wahrnehmung nur mehr ein unscheinbares, namen- und geschichtsloses Gebäude existierte, das fortan der Unterbringung und Präsentation der weltberühmten graphischen Sammlung der Albertina diente. An diesem Zustand änderte auch der Entschluss zur Generalsanierung nichts, denn es waren nur sammlungsspezifische Erweiterungsbauten, doch keine Restaurierung des Palais geplant.
Das Palais nach dem Zweiten Weltkrieg mit vereinfachten Fassaden, dem Rudiment des Danubiusbrunnens und der neuen Treppe auf die Augustinerbastei.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Dieser Paradigmenwechsel entsprach einer eklatanten Umkehr der historischen Gegebenheiten, denn die Reisehandbücher und Reisebeschreibungen zur k.k. Residenz- und Reichshauptstadt Wien widmeten sich primär dem prachtvollen, hochherrschaftlichen Palais auf der Augustinerbastei mit den prunkvoll ausgestatteten Repräsentationsräumen und erwähnten die dort verwahrte Sammlung - wenn überhaupt - nur beiläufig. Erst mit der Neupositionierung der Albertina im Jahre 2000 unter der Direktion von Klaus Albrecht Schröder wurde dem Palais im Sinne und m Erfüllung des Fideikommisses von Erzherzog Carl aus dem Jahre 1826 wieder jene Wertschätzung entgegengebracht, aus der eine neuerliche untrennbare Verbundenheit zwischen dem prunkvollen Adelspalais und der weltberühmten Sammlung resultieren konnte. Im Wissen um die politisch motivierten Fehler und Unterlassungen der Vergangenheit, sollten die Fassaden ihre noble, historistische Gestaltung zurückbekommen, die Prunkräume ihr glanzvolles, repräsentatives Erscheinungsbild zurückerhalten und die kulturhistorisch einzigartige Ausstattung zurückgekauft werden.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ernst Ludwig Kirchner:
Frauenakt (Dodo)
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August Macke:
Colored Composition of Forms, 1914
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Pierre-Auguste Renoir:
Porträt eines jungen Mädchens
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Henri de Toulouse-Lautrec:
Der Schimmel
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Aus diesem Ansinnen erwuchs letztendlich die uneingeschränkte Verpflichtung zur Revidierung der Geschichtstilgung und zur Rückkehr des hochherrschaftlichen Palais in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die geglätteten Palaisfassaden wurden in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt und präsentieren sich heute - mit Ausnahme der nicht mehr rekonstruierbaren Attikafiguren - wieder mit den historistischen Dekorationen und Gliederungselementen, die Erzherzog Albrecht nach der Schleifung der Augustinerbastei im Jahre 1865 in Auftrag gegeben hatte. Die klassizistischen Innenräume, heute nach den früheren Bewohnern „Habsburgische Prunkräume" genannt, erhielten durch eine minuziöse und detailgenaue Restaurierung, die unter den Prämissen Originalität und Authentizität erfolgte, ihr altehrwürdiges und prunkvolles Erscheinungsbild zurück.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Alexei Jawlensky:
Young Girl th a Flowered Hat, 1910
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Johann Christian Brand:
Aulandschaft - ca 1790
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Leonardo da vinci:
Portraitstudie ca. 1493/95
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Raphael:
Madonna, ca. 1504
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Von den weltweit verstreuten historischen Ausstattungsstücken konnten bislang 70 Objekte zurückerworben oder mittels Dauerleihgabe an ihren originalen Standort zurückgebracht werden, wodurch dem Besucher wieder jenes Ambiente erlebbar gemacht wird, das die Prunkräume 1919 unter dem letzten habsburgischen Besitzer Erzherzog Friedrich besaßen. Die erstmals seit 80 Jahren öffentlich zugänglichen „Habsburgischen Prunkräume" im Palais Albertina ermöglichen nun wieder als ein beredendes Zeugnis unserer habsburgischen Vergangenheit und als einzigartiges Kulturgut grundlegende und wesentliche Einblicke in die österreichische Kulturgeschichte. Mit der Rückverlegung des Haupteinganges auf das Niveau der Augustinerbastei fand die Rückbesinnung auf dieses so wertvolle österreichische Kulturgut ihren formalen wie funktionalen Abschluss.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Egon Schiele.
Quelle: Wikimedia Commons
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Egon Schiele.
Quelle: Wikimedia Commons
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Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Gustav Klimt:
Portrait einer Dame, 1897-1898
Quelle: Wikimedia Commons
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Gustav Klimt: Fünf Studien
eines schlafendes Kindes
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Die Vision der Restaurierung und Wiederherstellung des herrschaftlichen Palais war die eine Säule, auf der die neue Albertina wieder erstehen sollte; die andere verkörpern jene vier großen, neu errichteten Ausstellungshallen, die es zum ersten Mal in der Geschichte der Albertina erlauben, die Sammlung in ihrer gesamten enzyklopädischen Breite unter optimalen konservatorischen Bedingungen auszustellen.
Der neue Eingangsbereich der Albertina mit dem
64 Meter langen Flugdach von Hans Hollein.
© Christian Benedik: Die Albertina - Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Das Palais präsentiert sich nunmehr in seinem historistischen Erscheinungsbild im Stil der Ringstraßenepoche, fast so, als ob dazwischen nichts geschehen wäre. Aber das Rad der Zeit soll, darf und kann nicht mehr zurückgedreht werden, sodass die Janusköpfigkeit des „Palais Albertina" genannten Museums - einerseits habsburgisches Prachtpalais und andererseits modernes Museum für die Künste der Graphik - durch ein modernes Zeichen symbolisiert werden sollte: Das 2003 entworfene, weit in den Albertinaplatz auskragende, elegant schwebende Flugdach von Hans Hollein. 64 Meter lang, symbolisiert es in der Form eines dynamischen Keils die forcierte stadträumliche Anbindung und öffentliche Zugänglichkeit des Palais. Es annonciert die großen Veränderungen im Inneren wie auch die gewaltigen unterirdischen Erweiterungsbauten der neu positionierten „Albertina".
Christian Benedik: Die Albertina
Das Palais und die Habsburgischen Prunkräume
Seit der Wiedereröffnung der Albertina 2003 ein Desiderat: Eine Publikation über die Baugeschichte des Palais sowie über die Genese der historischen Prunkräume der Habsburger, die erst seit wenigen Jahren wiederhergestellt und zu besichtigen sind. Anhand von über 400 Abbildungen wird die Albertina nicht nur als eines der bedeutendsten Museen der Welt, sondern auch als das größte habsburgische Wohnpalais im Zentrum der ehemaligen Haupt- und Residenzstadt Wien vorgestellt.
Mit freundlicher Genehmigung (Textausszug):
Christian Benedik: Die Albertina
Das Palais und die Habsburgischen Prunkräume
Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Die Sammlung:
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Paul Cézanne: Gehöft in der Normandie.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Sammlung Herzog Alberts zählt weltweit zu den bedeutendsten Kunstsammlungen. Über 50 Jahre nutzte er ein europaweit agierendes Netzwerk von Händlern sowie Auktionen von umfangreichen Privatsammlungen, um 14.000 Zeichnungen und 200.000 Druckgrafiken zu erwerben. Viele der Meisterzeichnungen – von Michelangelos Männerakten über Dürers »Feldhasen« bis zu Rubens’ Kinderportraits – zählen heute zu den berühmtesten Werken der Kunstgeschichte. Wichtigste Impulse zur Anlage der Sammlung erhielt Herzog Albert von seiner kunstinteressierten und kunstsinnigen Gemahlin, Erzherzogin Maria Christine, die ihn durch ihr enormes Vermögen auch finanziell unterstützen konnte.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Jakob Alt: Das Forum Romanum in Rom - 1835.
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In der herzoglichen Sammlung befinden sich Werke von Künstlern des frühen 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Von Beginn an gliederte Herzog Albert seine Sammlung systematisch nach kunsthistorischen Kriterien, nach Schulen und Kunst-Landschaften. Die Deutschen und Österreicher nehmen den ersten Platz ein, gefolgt von den Werken niederländischer, italienischer und französischer Künstler.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Rudolf von Alt: Der Dachstein im Salzkammergut vom Vorderen Gosausee - 1840.
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   In den letzten beiden Jahrzehnten seines Lebens erwarb Albert zunehmend Werke zeitgenössischer Künstler (»Maîtres modernes«). Sie machen rund ein Drittel seiner Zeichnungssammlung aus. Alle Zeichnungen aus Alberts Besitz sind mit einem vom Herzog selbst entworfenen Prägestempel versehen: sein Monogramm »AS« für Albert von Sachsen. Eine Vorliebe Herzog Alberts waren neben Historien- und Genredarstellungen vor allem Landschaften. Der Sammler bevorzugte sorgfältig durchgezeichnete und farbig oder mit Lavierung bildmäßig ausgearbeitete Werke: Die Zeichnung interessierte ihn weniger als Dokument eines künstlerischen Schaffensprozesses, sondern als ein dem Gemälde äquivalentes Werk mit eigenen, nur der »lichten« Zeichnung innewohnenden, ästhetischen Qualitäten.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Koloman Moser: Loïe Fuller in the Dance "The Archangel", 1902.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
1816 bestimmte Herzog Albert seine Grafiksammlung zum unteilbaren und unveräußerbaren Fideikommiss, wodurch sie 1822 zunächst an seinen Universalerben und Adoptivsohn Erzherzog Karl fiel und nach diesem von den Erzherzögen Albrecht (Statue vor dem Palais) und Friedrich, beide wie Karl Feldherren der Monarchie, verwaltet wurde. Als habsburgischer Fideikommiss fielen Gebäude und Kunstsammlung nach dem Ende der Monarchie unter das Habsburgergesetz und gingen daher im April 1919 in österreichisches Staatseigentum über. Die Sammlung konnte bis heute komplett erhalten werden.
© The Estate and Foundation of Andy Warhol/VBK, Wien, 2006 © The Estate and Foundation of Andy Warhol/VBK, Wien, 2006
Andy Warhol: Mick Jagger
1975 Collage, Siebdruck und Acetat
104,9 x 80 cm, Privatsammlung
© The Estate and Foundation of
Andy Warhol/VBK, Wien, 2006
Andy Warhol: Michael Jackson
1984 Collage, Siebdruck und Acetat
80,6 x 60 cm, Privatsammlung
© The Estate and Foundation of
Andy Warhol/K, Wien, 2006
Die 25.000 Bände umfassende Bibliothek und das Mobiliar waren hingegen zuletzt Privateigentum von Erzherzog Friedrich, wurden von ihm 1919 abtransportiert und sind seither an diverse Käufer übergegangen. Die Albertina hat jedoch in den letzten Jahren einige Einrichtungsgegenstände, die zur originalgetreuen Ausstattung der habsburgischen Repräsentationsräume im Palais wesentlich waren, angekauft.
Die Albertina beherbergt drei Sammlungen:
(Stand April 2015)
Grafische Sammlung:
rund 950.000 Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen und Keramiken (160)
Architektursammlung:
50.000 Pläne, Skizzen und Modelle
Fotosammlung:
101.000 Einzelobjekte
Die Schwerpunkte der grafischen Sammlung sind:
Albrecht Dürer und seine Zeit
Die italienischen Meister der Renaissance
Die niederländische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts
Italienischer Barock und Spätbarock
Französische Zeichnungen des 18. Jahrhunderts
Österreichische Aquarellmalerei des 19. Jahrhunderts
Wien um 1900
Klassische Moderne und Gegenwartskunst
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Gebäude der Albertina, in dem sich das Filmmuseum befindet.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Burkhard Mücke
   Im Frühjahr 2007 erhielt die Albertina zudem die zuvor in Salzburg beheimatete Sammlung Batliner als unbefristete Dauerleihgabe. Die Sammlung von Rita und Herbert Batliner ist eine der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen. Sie umfasst wichtige Werke der klassischen Moderne, vom französischen Impressionismus über den deutschen Expressionismus des „Blauen Reiter“ und der „Brücke“ bis zu Werken des Fauvismus oder der russischen Avantgarde von Chagall bis Malewitsch. Mit dieser Sammlungserweiterung präsentiert die Albertina zum ersten Mal seit ihrem Bestehen eine Dauerausstellung aus eigenen Beständen.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Einblick in den Tiefspeicher.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Archiv Albertina
Am 16. Februar 2017 gaben der Kulturminister Thomas Drozda, Karlheinz Essl und der Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bekannt, dass die Sammlung Essl als Dauerleihgabe an die Albertina geht. Die Dauerleihgabe ist bis 2044 festgesetzt. Die Albertina übernimmt zudem das ehemalige Museum der Sammlung als Depot für die kommenden zehn Jahre.
Albertina Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Einblick in den Studiensaal.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Archiv Albertina
2008 wurde ein neuer Studiensaal eröffnet. Als Teil des unterirdischen, viergeschoßigen Forschungszentrums, in dem u.a. die Bibliothek, die Restaurierung und die Werkstätte2 der Albertina untergebracht sind, wird heute im etwa 300 m² großen Saal die über eine Million Werke zählende Sammlung zugänglich gemacht.
Website Screenshot 2017: http://www.albertina.at/
Albertina
Sie beherbergt eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 534 83 0
E-Mail: info@albertina.at
Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch 10.80 bis 21.00 Uhr
www.albertina.at
 
 
 
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Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
  Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt.
Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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