Conrad Observatorium
Das Conrad Observatorium ist ein geophysikalisches Observatorium
Trafelberg 1, Muggendorf, 2763 Pernitz
Der Eingang zum seismisch - gravimetrischen Teil des Conrad Observatoriums.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Das Conrad-Observatorium ist eine unterirdische, geophysikalische Forschungseinrichtung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Grundlegende Aufgabe des Observatoriums ist die Beobachtung relevanter physikalischer Parameter, die für unser Verständnis von Vorgängen auf und unter der Erde von entscheidender Bedeutung sind.
Erdbebenmessgerät im Conrad-Observatorium der ZAMG am Trafelberg
in Niederösterreich (im Bild ZAMG-Expertin Barbara Leichter).
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Am Conrad-Observatorium werden Erdbebenaktivitäten (Seismologie), Erdschwerevariationen und Massenveränderungen (Gravimetrie), magnetische Feldvariationen, geodätische Parameter, atmosphärische Wellen und meteorologische Daten kontinuierlich überwacht.
Das Conrad Observatorium beinhaltet zwei Hauptbereiche:
Das seismisch – gravimetrische Observatorium (SGO) wurde 2002 eröffnet.
Das geomagnetische Observatorium (GMO) ging im Mai 2014 in Betrieb.
Der Eingang zum seismisch - gravimetrischen Teil des Conrad Observatoriums.
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Es ist das einzige Observatorium dieser Art und befindet sich auf dem Trafelberg (1146 m ü. A.) in Muggendorf, in Niederösterreich, ca. 45 km südwestlich von Wien. Benannt ist es nach dem Seismologen und Klimatologen Victor Conrad (1876–1962), der an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik viele Jahre beschäftigt war. Ermöglicht wurde die Errichtung neben der finanziellen Unterstützung von Bund und Land Niederösterreich durch ein Legat der Witwe Conrads, Ida F. Conrad.
Seismischer Stollen des Conrad-Observatoriums zur weltweiten Messung von Erdbeben.
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Conrad-Observatorium der ZAMG bei Pernitz (NÖ):
Seismischer Stollen zur weltweiten Messung von Erdbeben.
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Die Erbschaft, die die ZAMG von Ida F. Conrad mit der Auflage, dass „ein Gebäude für wissenschaftliche Forschung errichtet wird“ bekam, ist bis 2002 auf 1,2 Millionen angewachsen, sodass mehr als die Hälfte der ersten Baustufe damit errichtet werden konnte. Im Jahr 2008 wurde eine Erweiterung des Observatoriums durch das Wissenschaftsministerium und das Land Niederösterreich beschlossen. Der geomagnetische Teil des Observatoriums wurde am 21. Mai 2014 eröffnet und trat damit die Nachfolge des Cobenzl-Observatoriums an.
Eingang zum Conrad-Observatorium der ZAMG am Trafelberg (NÖ).
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 Vom Mai 2014 bis zum April 2016 wurden die beiden Observatorien parallel betrieben um den störungsfreien kontinuierlichen Betriebsübergang zu gewährleisten. Der Parallelbetrieb wurde außerdem dazu genutzt, um erstmals die elektromagnetischen Störungen einer Großstadt (Wien) genau zu bestimmen. 2016 wurde das Observatorium Mitglied des internationalen Intermagnet Messverbunds, bei dem das Erdmagnetfeld untersucht wird.
Das Conrad Observatoriums am Trafelberg im Winter.
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Seismologische Aufzeichnungen geringer Bodenbewegungen, welche z. B. durch ferne Erdbeben ausgelöst werden, erfordern für die Interpretation ein weltweites Messnetz mit ruhigen Standorten sowie empfindlichsten Messgeräten. Das Observatorium ist Teil sowohl des nationalen als auch internationalen Netzwerks
und dient unter anderem derzeit zur
Beobachtung der weltweiten Seismizität,
Erfassung von Nuklearwaffentests,
Kalibrierung von Seismometern,
Entwicklung und Test neuer Messsysteme,
zum Vergleich verschiedener Messinstrumente.
Die Station gilt als Hauptstation des seismologischen Netzwerkes des Österreichischen Erdbebendienstes an der ZAMG. Die weltweite Seismizität kann ab einer Stärke von 4 wahrgenommen werden.
Messung des Erdmagnetfeldes am Conrad-Observatorium. Das Observatorium der ZAMG
zählt zu den weltweit modernsten geophysikalischen Observatorien. Das Bild zeigt die
Vorbereitungen zu einer Messung des Erdmagnetfeldes im Hauptstollen.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Veränderungen des Schwerefeldes der Erde durch Gezeitenkräfte und geodynamische Prozesse können mit hochgenauen Messgeräten erfasst werden. Eines dieser Geräte – ein supraleitendes Gravimeter GWR C025, von dem weltweit etwa 30 existieren – wird von der ZAMG-Abteilung Geophysik gemeinsam mit dem Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität betrieben. Die derzeitigen Messergebnisse werden im Global Geodynamical Project (GGP) genutzt.
Geomagnetischer Stollen des Conrad-Observatoriums.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Geomagnetischer Stollen des Conrad-Observatoriums.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Der 2014 eröffnete geomagnetische Teil des Conrad Observatoriums dient der Erfassung und der Erforschung des erdmagnetischen Feldes sowie der Entwicklung von Messgeräten. Zu den Themengebieten gehören die zeitliche Veränderung des Erdmagnetfeldes und deren Auswirkung, z. B. Navigation, Klima. Auch geomagnetische Stürme, ausgelöst durch Sonnenwind und Sonneneruptionen (Protuberanzen) sind ebenfalls von größtem Interesse, da diese Ereignisse die Telekommunikation, Navigationssysteme, Stromversorgungseinrichtungen und Sicherheitssysteme beeinflussen.
Der neue "METLIFT" in der Nähe des Schneebergs. Steigt der Schnee zu hoch, wird
die komplette Station über einen akkubetriebenen Motor nach oben gezogen und ein
Einschneien der Sensoren verhindert", erklärt Erfinder Manfred Dorninger.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at / M. Dorninger
Neben diesen Forschungsaufgaben verfügt das Observatorium über eine direkte Verbindung zur CTBTO (Comprehensive Test Ban Treaty Organization), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Am Conrad-Observatorium befinden sich Testeinrichtungen der CTBTO für zwei verschiedene Überwachungsverfahren, Infraschall und Seismologie. Das Observatorium dient auch als Ausbildungsstätte der Stationsbetreuer des International Monitoring System (IMS).
Eingang des Conrad-Observatoriums. Im Vordergrund eine meteorologische Station.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Der Standort zeichnet sich durch extrem niedrige Bodenunruhe aus. Dazu trägt auch der Umstand bei, dass sich das Observatorium gänzlich unter Tage befindet, wo Störungen dieser Art nochmals reduziert werden. Die über das Jahr fast konstante Temperatur im Messstollen und den Bohrlöchern des Observatoriums trägt zur hohen Qualität der Messungen bei. Das Observatorium ist mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgerüstet und mit Datenleitungen mit der ZAMG in Wien verbunden. Mit einem Fernüberwachungssystem können alle Instrumente, Stromversorgung, Temperatur etc. kontrolliert und geregelt werden.
Geomagnetischer Stollen des Conrad-Observatoriums der ZAMG.
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Das SGO des Conrad-Observatorium umfasst unter anderem einen 150 Meter langen Messstollen, der mit mehreren Sockeln ausgerüstet ist, vier Bohrlöcher, von denen drei 100 m tief sind und ein 50 m tiefes Bohrloch, sowie Laborräume. Ein VSAT-System dient zur Datenübermittlung via Satellit zum International Data Centre (IDC) der CTBTO. Ein 1000 Meter langer Messstollen ist das Herz des GMO, an das mehrere Laborräume und technische Einrichtungen angeschlossen sind.
Erdbebenmessgerät im Conrad-Observatorium der ZAMG am Trafelberg.
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Erdphysikalische Prozesse beeinflussen kontinuierlich unseren Lebensraum. Sichtbare Zeugen dieser Dynamik sind Erdbeben, Vulkanismus, Abschmelzen von Eismassen, der Meeresspiegelanstieg, aber auch die gegenwärtige starke Abnahme des Magnetfeldschutzschirms sowie Schwankungen in der globalen Temperaturverteilung. Eine genaue Messung und kontinuierliche Überwachung dieser Effekte ist für unser Verständnis von Ursache und Wirkung der grundlegenden geophysikalischen Prozesse unerlässlich.
Erdbebenmessgerät im Conrad-Observatorium der ZAMG am Trafelberg.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Nur durch diesen kontinuierlichen Anstieg der Forschungen können wir deren Auswirkungen auf unseren Lebensraum besser verstehen und somit Lehren für unser Leben, unter den physikalischen Randbedingungen, auf der Erde ziehen. Das Conrad Observatorium ist ein geophysikalisches Observatorium, welches ein breites Spektrum an Beobachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Das Observatorium ist nach dem österreichischen Geophysiker Victor Conrad (1876 - 1962) benannt, welcher viele Jahre an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien arbeitete.
Der Eingang zum seismisch - gravimetrischen Teil des Conrad Observatoriums.
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 Das Observatorium ist fast zur Gänze unterirdisch angelegt und garantiert damit, unter anderem, konstante Temperaturbedingungen für alle eingesetzten Messtechniken. Mit seiner Bandbreite an unterstützten Messverfahren, der Instrumentierung und dem Layout der Messstollen stellt das Conrad Observatorium einen weltweit einzigartigen Forschungs- und Entwicklungsstandort für Erdwissenschaftler aller Fachrichtungen dar
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Conrad-Observatorium" der
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Website Screenshot 2017: http://www.conrad-observatory.at/zamg/index.php/de/
Conrad Observatorium
Das Conrad Observatorium ist ein geophysikalisches Observatorium
Trafelberg 1, Muggendorf, 2763 Pernitz
E-Mail: info@conrad-observatory.at
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Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
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Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
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Telefon: +43 (0)1 5321514
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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