DC Tower 1
Der DC Tower 1 ist das höchste Gebäude Österreichs
Donau-City-Straße 7, 1220 Wien
DC Tower Vienna © Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Skyline der Donaucity mit dem DC Tower, links im Bild der Donauturm; 2016.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die DC Towers (Donau City Towers) sind zwei von dem französischen Architekten Dominique Perrault in der Wiener Donaucity geplante und teilweise fertiggestellte Wolkenkratzer. Das erste der beiden Gebäude, der DC Tower 1, wurde am 26. Februar 2014 eröffnet, der DC Tower 2 befindet sich noch in der Planungsphase.
Donaucity 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Donaucity vom Donauturm aus gesehen; 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Bereits Anfang der 1990er-Jahre gab es für den Standort in der Donau City erste Bebauungskonzepte, die aber allesamt wieder verworfen wurden. Im Jahr 2002 ließ die WED (Wiener Entwicklungsgesellschaft für den Donauraum AG) dann einen internationalen Gestaltungswettbewerb für diesen letzten zu entwickelnden Abschnitt ausschreiben. Den Zuschlag in diesem Gutachterverfahren erhielt der Architekt Dominique Perrault aus Paris. Im Anschluss wurde er mit der Erstellung eines Masterplans für das Gebiet beauftragt.
DC Tower Vienna © Erhard Gaube - www.gaube.at
Der DC Tower 1 in der letzten Bauphase; Juni 2013.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Basierend auf diesen Plänen wurde ein städtebauliches Leitbild entworfen und am 1. Juli 2004 vom Gemeinderat beschlossen. Im Gegensatz zu früheren Projekten am Standort, wurde hier eine gemischte Nutzung vorgeschrieben. Bis zu einer im Jahr 2007 erfolgten Umwidmung auf 220 Meter, durfte auf dem Gelände maximal 120 Meter hoch gebaut werden. (Dieser Wert bezieht sich auf die Konstruktionshöhe, eine Antenne ist davon ausgenommen)
DC Tower: Baufortschritt am 27. September 2010.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert F. Tobler
Das freie Grundstück, direkt an der Reichsbrücke gelegen, stellte ein städtebauliches Filetstück dar; die prominente Lage am Eingang zur Donau City verlangte nach einer besonderen Verwertung. Es sollte ein weithin sichtbares „Wahrzeichen“ entstehen. Bis zum endgültigen Konzept gab es 120 verschiedene Entwürfe. Perrault konzipierte als „Brückenkopf“ zwei markante Doppeltürme als gebautes Eingangstor für den Stadtteil.
DC Tower: Baufortschritt am 14. März 2011.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert F. Tobler
Die Gesamtplanung sieht in dem Bereich noch einen dritten Turm vor, dessen Entwurf vom Vorarlberger Büro Dietrich Untertrifaller Architekten stammt. Der rund 100 Meter hohe DC 3 Tower soll rund 700 Studentenwohnungen Platz bieten und in den Jahren 2018 – 2021 errichtet werden. Der Startschuss für das Projekt war ursprünglich für das Jahr 2007 vorgesehen, der Baubeginn verzögerte sich allerdings mehrmals.
DC Tower: Baufortschritt am 19. April 2011.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / O0ink96
Die Ausführung der von Dominique Perrault entworfenen Türme erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Wiener Büro Hoffmann-Janz Architekten. Der Tiefbau wurde von Porr, die Rohbauarbeiten von Max Bögl durchgeführt. Insgesamt wurden rund 100.000 Kubikmeter Beton mit 17.000 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet. Das Gesamtgewicht des Turms liegt bei 290.000 Tonnen.
DC Tower: Baufortschritt am 22. Mai 2011.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Harald Schmidtbauer
Die ersten Tätigkeiten auf dem damals noch leerstehenden Grundstück waren bereits Ende Februar 2010 zu beobachten. Grundsteinlegung und Baustart erfolgten letztendlich am 17. Juni 2010.[8] Im November wurden die ersten Pfahlbohrungen gestartet und der erste fix montierte Baukran wurde verwendet. Im Dezember war der Bau des Fundaments bereits in vollem Gange. Das Setzungsverhalten im Hinblick auf die Lage direkt neben der Überplattung der Donauuferautobahn A22 und der Donaunähe machte eine Spezialtiefgründung erforderlich.
DC Tower: Baufortschritt am 19.Juli 2011 vom Mischek-Tower aus gesehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / O0ink96
Unter der im Kern 4 Meter starken Bodenplatte, ragen Schlitzwandpfähle weitere 35 Meter in den Boden. Allein im Bereich der Bodenplatte wurden 13.000 Kubikmeter Beton eingebracht. (Das entspricht etwa der Ladung von 1.625 Betonmischwägen)
Der Tiefbau wurde in 6 Monaten abgeschlossen.
DC Tower: Baufortschritt am 02. August 2011.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert F. Tobler
Im Jahre 2011 waren die meisten Fortschritte zu erkennen. Ende März 2011 wurde der Hochbau gestartet und Anfang April wurden die ersten unterirdischen Stockwerke fertiggestellt. Ende April wurde das erste überirdische Stockwerk erbaut und der Betonkern nahm sichtbare Ausmaße an. Es waren nun fünf fixe Baukräne tätig. Anfang des Monats Juni wurde der erste fixe Dachkran montiert und der verschiebbare Wetterschutz wurde angebracht. Im Juli konnte man den im Bau befindlichen DC Tower 1 bereits von jedem höheren Gebäude Wiens aus sehen. Noch im selben Monat wurde der links außen, am Tower mitwachsende Kran, am Gebäude befestigt und der erste Lastenaufzug auf der Westseite des Towers wurde angebracht.
DC Tower: Baufortschritt am 19. August 2011.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Matthias Fuchs
Im August 2011 verschwand der Betonkern im wachsenden Gebäude und das 13. Stockwerk wurde fertiggestellt. Weiters begann man mit dem Hochzug der Glasfassade auf der West,- Nord,- und Südseite. Im September wurde mit dem Bau der Glasfassade auf der Ostseite des Gebäudes begonnen. Seitdem wurde die Fassade zwar auf allen vier Seiten des Turmes bis zum Wind- und Wetterschutz hochgezogen, allerdings war kaum Höhenbaufortschritt zu sehen.
DC Tower: Baufortschritt am 22. Oktober 2011.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Matthias Fuchs
Ab Frühjahr 2012 gab es wieder Höhenwachstum. Alle 4,8 Tage wuchs der Tower
um ein Geschoß. Ende April 2012 wurde an der 32. Etage gearbeitet, welche
etwa die Hälfte der endgültigen Bauhöhe markiert. Am 25. Oktober im selben
Jahr wurde bereits das 60. und letzte Stockwerk erreicht.
Laut WED wurde sechs Tage die Woche gearbeitet.
DC Tower: Baufortschritt September 2012.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / V4N0S
 Laut WED wurde sechs Tage die Woche gearbeitet. Im Spätsommer 2013 befanden sich die letzten Fassadenelemente in Montage. Die zwei Baukräne, die zu der Zeit noch am Turm im Einsatz waren, wurden schrittweise wieder rückgebaut. Sie wuchsen zuvor über die gesamte Baudauer mit dem Gebäude mit. Einer war an der Außenhaut befestigt, der andere wurde in einem der Aufzugsschächte platziert.
DC Tower: Baufortschritt am 12. Mai 2013.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Ahbleza23
 Am 19. September 2013 wurde schließlich die rund 30 Meter hohe Antenne mittels eines Spezialhubschraubers der Firma Heliswiss in Position gebracht. Das Gebäude wurde damit äußerlich fertiggestellt.
"... Mit einem Lastenhubschrauber wurde am Donnerstag der Antennenmast auf den Wolkenkratzer im 22. Wiener Gemeindebezirk montiert. An der Spitze des Masts befindet sich ein Signallicht. Es ist in energiesparender LED-Technik ausgeführt
und verbraucht statt der üblichen 1.000 Watt nur 70 Watt. Etwa zehn Minuten
braucht der Montagehubschrauber, um von Stockerau in die Donaucity zu fliegen. Aufgrund einer nicht erteilten Landeerlaubnis muss er mit einer Tankfüllung
die beiden Antennenteile auf die Spitze des Hochhauses heben und fliegt dann
ohne Zwischenlandung wieder nach Stockerau zurück. Die beiden am Parkplatz liegenden Teile des Antennenmasts werden am 100-Meter-Stahlseil des Helikopters befestigt, nach oben geflogen und in luftiger Höhe vom Schweizer Spezialteam montiert.Um 10:58 Uhr ist der letzte Teil des Masts dann montiert und der
DC Tower 1 hat die finale Höhe von 250 Metern erreicht... "
(derstandard.at/Kommt-eine-Antenne-geflogen-Spektakulaere-Helikoptermontage).
©  Michael Hierner
Spektakuläre Montage am DC Tower 1: Kommt eine Antenne geflogen.
Mit einem Lastenhubschrauber wurde am Donnerstag der Antennenmast auf den
Wolkenkratzer im 22. Wiener Gemeindebezirk montiert. Ein letztes Abschlussfoto für die
Stahlmonteure. Für alle ist dieser Montageauftrag der spektakulärste in ihrer Karriere.
Quelle: derstandard.at/Kommt-eine-Antenne-geflogen-Spektakulaere-Helikoptermontage
©  Michael Hierner / www.hierner.info
Die offizielle Eröffnungsfeier von Hotel und Turm fand am 26. Februar 2014 statt. Zu den Ehrengästen zählten Architekt Dominique Perrault, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der ehemalige Bürgermeister von New York Rudolph Giuliani und der ehemalige Astronaut Buzz Aldrin.
DC Tower Eröffnungsfeierlichkeiten am 26. Februar 2014:
New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, Gastgeber und Hausherr Thomas Jakoubek,
Apollo 11-Astronaut Buzz Aldrin, Tower-Architekt Dominique Perrault (von links nach rechts).
© WED Donau-City Gesellschaft mbH - Tischler
"Traditionelle Zeremonie: das Durchschneiden des roten Bandes"
Bürgermeister Michael Häupl und Ehrengäste durchschneiden das Band.
© Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien - Jobst
"250 Meter hoch, 60 Stockwerke und ein "Knick" in der Fassade - gestern, Mittwoch, wurde Österreichs höchstes Gebäude eröffnet. Der DC Tower 1, entworfen vom französischen Architekten Dominique Perrault, steht in der Donau City und beeindruckte auch Bürgermeister Michael Häupl, der der Eröffnung beiwohnte: "Der DC-Tower setzt neue Maßstäbe und ist Symbol für den lebendigen, modernen Standort Wien." Thomas Jakoubek, der Vorstand des Bauträgers WED wies darauf hin, dass Effizienz, Funktionalität und Architektur bei diesem Projekt im Vordergrund standen. Eingehüllt in eine schwarze Glasfassade beherbergt der Tower unter anderem Büros internationaler Unternehmen, ein Hotel, ein Restaurant und in den obersten Stockwerken eine Bar. Auch auf Nachhaltigkeit wurde Wert gelegt: Das Gebäude erfüllt mit ausgeklügelter Haustechnik, geringen Betriebs- und Energiekosten sowie innovativer Gebäudetechnologie die "Green Building"-Standards der EU-Kommission. Zur Eröffnung erschienen neben Bürgermeister Häupl und Architekt Perrault unter anderem Rudy Giuliani, New Yorks ehemaliger Bürgermeister und der zweite Mensch am Mond, US-Astronaut Buzz Aldrin"
(Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien - MA 53).
Fassade des DC Tower in der Donau-City-Straße.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert F. Tobler
Die Erschließungslogik am Boden folgt dem Konzept der Donau-City: Fußgänger- und Verkehrsebene befinden sich auf unterschiedlichen Niveaus. Die Hauptzufahrt zum Komplex erfolgt über den zentralen Kreisverkehr der Donau City in der nach ihr benannten Donau-City-Straße. Die Adresse lautet 1220 Wien, Donau-City-Straße 7. Mieter von Turm 1 können direkt von dieser Ebene in die Garage einfahren, Besucher und Taxis werden auf die Vorfahrtsebene -1 hinaufgeleitet.
Der DC Tower im Sonnenuntergang; 14 März 2016.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Stefan Steinbauer
Zur besseren Orientierung wurde diese als oben offener Platz gestaltet. Hier befinden sich die Hotelvorfahrt und die Einfahrt in die öffentliche Tiefgarage. In ihr finden 354 Fahrzeuge Platz. Anlieferung wie auch Entsorgung erfolgt über den, ebenfalls auf dieser Ebene situierten, zentralen Ladehof, welcher an die Serviceaufzüge angeschlossen ist. Über Freitreppen kann auch die höher liegende Fußgängerebene erreicht werden. Auf dieser sind für die unterschiedlichen Nutzergruppen jeweils separate Eingänge zu finden.
Der DC Tower (Donau City Tower) in Donau-City-Straße 7, 1220 Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Manfred Werner / Steven Lek
Das Sicherheitskonzept des Turms sieht die Trennung der einzelnen Besucherströme vor, was durch die in verschiedenen Ebenen angelegte Donau City begünstigt wird. Das Gebäude ist in einzelne Sicherheitsbereiche gegliedert, in denen jeweils die Bewegungsströme sowie die Ein- und Ausgänge gesteuert und überwacht werden. In den Empfangsbereichen verhindern Vereinzelungsanlagen, in den Aufzügen intelligente Steuerungstechnik, die Durchmischung der Nutzergruppen.
Der DC Tower von Reichsbrücke / Donauinsel aus gesehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Die Verteilung der Personen innerhalb des Gebäudes erfolgt über 29 Aufzüge und zwei Rolltreppen. Zwei Aufzüge sind als vollwertige Lasten- und Feuerwehraufzüge mit einer Nennlast von bis zu 2.500 kg ausgeführt. Im DC Tower sind die derzeit schnellsten Aufzüge Österreichs in Betrieb. Mit bis zu 8 m/s (rund 29 km/h) wird die höchste Etage in 40 Sekunden erreicht. Die öffentlichen Bereiche und Hoteletagen werden separat durch vier vollverglaste Aufzüge erschlossen. Im Sockelgebäude ist jedoch auch eine freitragende Wendeltreppe verbaut. Die Hauptaufzüge im Turm sind mit einer Zielwahlsteuerung ausgestattet, bei welcher die Zieletage schon vor Betreten der Kabine gewählt wird. Das System leitet anschließend zu einem Aufzug und ermöglicht so kürzere Wartezeiten und weniger Zwischenhalte. Im DC Tower wurde diese Anlage dahingehend erweitert, dass auch die Zutrittskontrollen mit der Liftsteuerung verbunden sind. So wird der Aufzug bereits im Passieren der Sicherheitsschleusen zugewiesen.
Der DC Tower (Donau City Tower) in Donau-City-Straße 7, 1220 Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maclemo / Maclemo
 In den unteren 15 Stockwerken befindet sich seit Anfang 2014 das Fünfsternehotel Meliá Vienna der spanischen Sol-Meliá-Gruppe mit 253 Zimmern und 1.079 m² Veranstaltungsfläche. Zum Hotel gehören auch die Gastronomiebetriebe in der 57. und 58. Etage.[20] Im zweiten Stock befindet sich außerdem ein Fitnessclub auf 1.700 m² mit Wellnessbereich und Hallenbad. Der Gutteil der übrigen Geschosse wird als Bürofläche vermietet. Dabei wurde die Firma Baxter bereits 2011 als erster Großmieter angekündigt. Anfang 2015 zog dann die österreichische Tochter der Astellas Pharma in den Turm ein. Weitere Büromieter sind unter anderem die voestalpine, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC Österreich, das IBM Client Innovation Center Austria, sowie die CRRC ZELC, eine Tochter des chinesischen Schienenfahrzeugherstellers CRRC, die hier ihre Europazentrale gegründet hat.
Der DC Tower (Donau City Tower) in Donau-City-Straße 7, 1220 Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert F. Tobler / Robert F. Tobler
In den Etagen 53 bis 56 können darüber hinaus sogenannte Sky-Lofts, zweigeschoßige Wohnungen mit jeweils 300 m², gemietet werden. Auf Ebene 58 befindet sich eine umlaufende Terrasse in 207 Metern Höhe. Ein Teil wird dabei von der hier befindlichen Bar bewirtschaftet, die zweite Hälfte war bis Ende 2016 als kostenpflichtige Aussichtsplattform (Skyterrasse) zugänglich und kann auch durch separate Aufzüge erreicht werden. Seit Oktober 2014 nützt auch die ORS die in 245 Meter bestehende Antenne zur Ausstrahlung von Fernsehprogrammen.
360 Grad Rundumsicht in 250 Meter Höhe: Die Donau und Wien zu Füßen,
den Horizont bis nach Bratislava und zum Wienerwald im Blick.
© WED Donau-City Gesellschaft mbH - Michael Nagl
 Als einer der ersten österreichischen Hochhäuser wurde der DC Tower 1 nach den Energie- und Nachhaltigkeitserfordernissen der EU-Kommission für ein „Green Building“-Zertifikat und nach dem US-amerikanischen LEED-System errichtet und ausgestattet. Im Jänner 2015 wurde der Turm mit der höchsten Qualitätsstufe, dem Platin Status, ausgezeichnet. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wurden 82 von 110 möglichen Punkten erreicht. Die Bewertung berücksichtigt Parameter wie die Nachhaltige Standortqualität, Einsparung beim Trinkwasserverbrauch, den optimierten Energieverbrauch, den nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Materialien, aber auch die Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit am Arbeitsplatz.
Silhouette und Schattenspender von oben gesehen.
© WED Donau-City Gesellschaft mbH - Michael Nagl
Die Gebäudeenergie wird durch Photovoltaik-Anlagen und energierückspeisende Aufzüge reduziert. Der Turm wird mit Ökostrom betrieben. In der Tiefgarage besteht für alternativ betriebene Pkw die Möglichkeit, den vom Gebäude erzeugten Strom zu „tanken“. Durch Regenwassermanagement wird Regenwasser, das auf die verbauten Flächen fällt, im natürlichen Wasserkreislauf belassen bzw. weiter genutzt und nicht in die Kanäle eingeleitet. Um übermäßige energetische Verluste von Wärme bzw. Kälte zu vermeiden, ist in jedes zweite Fenster eine Gitterstruktur eingearbeitet. Wie in modernen Hochhäusern üblich, lassen sich einzelne Fenster vollständig öffnen.
Eingangsbereich des DC Towers.
© WED Donau-City Gesellschaft mbH - Michael Nagl
  Als Schutz ist diesen ein Lochblech vorgesetzt. Auf einer Fläche von 22.900 m² wurde im Turm eine Betonkerntemperierung verbaut. Dieses System nutzt die Masse des Betons als Wärmespeicher und ermöglicht die ressourcenschonende Kühlung der Büroetagen im Sommer bzw. deren Beheizung im Winter. Durch die niedrige Betriebstemperatur arbeitet diese Anlage energieeffizient.
Schattenspender - Der DC TOWER 1 wurde nach dem Leitgedanken des „Green Building“
konzipiert. Solche Gebäude zeichnen sich durch hohe Ressourceneffizienz aus.
© WED Donau-City Gesellschaft mbH - Michael Nagl
Das Risiko und die Folgen eines Feuers stellen die größte Gefahr in einem Hochhaus dar. Um im Ernstfall eine rasche und effiziente Brandbekämpfung sicherzustellen, ist im Turm eine Kombination aus einem Sprinklersystem und einer Hydrantenanlage installiert. Die Hochdruck-Wassernebel-Anlage pumpt Wasser im Brandfall mit 140 bar aus dem 4. Untergeschoss in die Höhe. Dort wird es als hochfeiner Sprühnebel aus über 10.000 Düsen zerstäubt. Der feine Nebel begünstigt die Verdampfung des Wassers und damit die schnelle Lösch- und Kühlwirkung direkt nach dem Entfachen. Das Leistungsvermögen der Anlage reicht aus um das Wasser ohne Druckstufe auf über 230 Meter zu pumpen. Die 25 Pumpen für die Hochdruck-Löschanlage berücksichtigen auch schon den zweiten Turm. Pro Geschoss besteht ein Bereichsventil, welches bei Auslösung der Anlage einen Alarm an die Brandmeldezentrale abgibt. So kann der Brandherd genau lokalisiert werden.
DC Tower: Silhouette mit Antenne.
© WED Donau-City Gesellschaft mbH - Michael Nagl
Des Weiteren sind 250 Wandhydranten verbaut worden. Eine Besonderheit stellt dabei die Art der Wasserversorgung dar. Die Anspeisung erfolgt nämlich nicht über eine Steigleitung von unten, sondern über eine Fallleitung von oben. Das Löschwasser befindet sich in einem Tank, der Teil des Massenpendels im Dach ist. (siehe dazu auch Konstruktion) Im Keller ist zudem ein 700 m³ Wasser umfassendes Becken untergebracht, welches auch als Pufferspeicher für die Kälteerzeugung dient. Die Stiegenhäuser und Fluchtwege sind mit einer Druckbelüftungsanlage ausgestattet, welche diese vom gefährlichen Brandrauch freihält. Die Brandmeldeanlage umfasst außerdem 5.600 Brandmelder.
Der DC Tower mit der "Copa Cagrana" und der "Sunken City".
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Wesentlicher Parameter und Grundlage für den Tragwerksentwurf war neben einer detaillierten Untersuchung des Untergrundes die Windanfälligkeit; sowohl auf den Turm als auch ausgehend von ihm. In Folge dessen wurde ein Modell des Towers samt Umgebung gebaut um es im Windkanal untersuchen zu können. Im Hinblick auf die in der Donau City auftretenden Fallwinde, sollte auch der Windkomfort in der bodennahen Zone optimiert werden. Resultat der Untersuchungen waren leichte Adaptionen am Baukörper und die Positionierung schirmartiger Konstruktionen um den Turm. Diese schützen zusätzlich vor Sonnenlicht und herunterfallenden Gegenständen. Die Stahlbetonkonstruktion ist elastisch.
Der DC Tower (Donau City Tower) in Donau-City-Straße 7, 1220 Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Danny15 / Robert F. Tobler
 Auf Höhe des 58. Stockwerks kann der Turm bis zu 45 Zentimeter schwanken. Um die Bewegung unter die Wahrnehmungsgrenze zu senken und den Nutzerkomfort zu erhöhen, wurde aus diesem Grund ein Schwingungstilger in Form eines 305 Tonnen schweren Massenpendels zwischen dem 56. und 60. Stock eingebaut. Es besteht aus Stahlplatten und einem 54 m³ Wassertank, welcher im Ernstfall die Versorgung der Wandhydrantenanlage sicherstellt. Das Pendel hängt an den vier Eckpunkten an jeweils zwei 16 m langen Stahlseilen. Es ist schienengeführt, schwingt somit in definierten Bahnen und ist auf die schlanke Gebäudeseite abgestimmt.
Der DC Tower (Donau City Tower) in Donau-City-Straße 7, 1220 Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert F. Tobler / Robert F. Tobler
Das Pendel bewegt sich immer gegenläufig zur Eigenschwingung des Turms. Die Seillänge kann dabei variabel auf die endgültige Eigenfrequenz abgestimmt werden. Diese stellte sich aber erst einige Zeit nach Fertigstellung ein, da eine neugebaute Struktur anfangs noch relativ steif ist und erst im Laufe der Zeit elastischer wird.
Die Skyline der Donaucity
mit dem in Wolken verhüllten DC Tower vom Georg-Danzer-Steg aus gesehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Manfred Werner
Der DC Tower 1 ist das höchste Gebäude Österreichs, das höchste Bauwerk des Landes ist jedoch weiterhin der in direkter Nachbarschaft gelegene Donauturm. Er überragt den DC Tower 1 um zwei Meter. Das geringe Verhältnis der Höhe zur Schmalseite macht den Turm zu einem der schlankesten Hochhäuser der Welt. Vom gewachsenen Boden aus gemessen ist der Turm sogar 260 Meter hoch. Die Höhe an sich war aber nicht das ausschlaggebende Entwurfskriterium.
„Bei der Planung ging es nicht vordergründig darum, neue Höhenrekorde aufzustellen, sondern ein bestens konzipiertes Gebäude zu schaffen, das durch sein anspruchsvolles Design und die hohe Objektqualität überzeugt. Die Höhe des Tower ergibt sich aus der Ambition, bei der Verbauung der vorgesehenen Kubaturmaße die attraktive Ästhetik eines schlanken Turms zu bewahren.“ – Dominique Perrault
Die Mitglieder des weltweiten Internetforums SkyscraperCity wählten den DC Tower 1 zum besten fertiggestellten Hochhausprojekt des Jahres 2013. Dort setzte er sich gegenüber 15 weiteren Wolkenkratzern durch. Darüber hinaus belegte Turm 1 2013 den zweiten Platz beim Emporis Skyscraper Award.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "DC_Towers" der
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de.wikipedia.org
Website Screenshot 2017: http://viennadc.at/
Donau-City Gesellschaft mbH
Donau-City-Straße 7, 1220 Wien
Telefon: +43 (0)1 225 12 0
E-Mail: office@wed.at
www.viennadc.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
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