Bevölkerungsentwicklung in Wien
Wien - Hauptstadt eines Vielvölkerstaates
Flüchtling. Mann sitzt sinnierend an einem langen Tisch,
hinter ihm ein großes Poster mit Palmen; 1991.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges zählte Wien rund 2,1 Millionen Einwohner. Zwischen 1910 und 1918 war sie die fünftgrößte Stadt der Welt, bevor Wien von Berlin überholt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg sank die Einwohnerzahl um etwa 200.000 Personen; viele Beamte und Angestellte nichtdeutscher Muttersprache kehrten in ihre Ursprungsländer zurück. Die Jahre als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates haben Wien jedoch nachhaltig geprägt. Damals war die Stadt ein „Schmelztiegel“ von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Nach Jahrzehnten der Bevölkerungsstagnation ist Wien seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts neuerlich eine Zuwandererstadt.
Ankunft von Flüchtlingen aus Ungarn im Lager Traiskirchen; 1956.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vor der ersten Zählung 1754 gibt die Forschung nur Schätzungen für die Einwohnerzahl von Wien samt Vororten an: Um 1600 waren es noch rund 29.000, nach der Verlegung der Residenz des Kaisers aus Prag zurück nach Wien stieg die Bevölkerung rasch an: Bis Mitte des 17. Jahrhunderts auf 50.000, 1670/80 waren es rund 80.000, 1700 etwa 113.000 Einwohner. Die Bevölkerungszahlen in nebenstehender Tabelle beruhen auf den Angaben des österreichischen Statistikamtes und sind auf den heutigen Gebietsstand umgerechnet. 1794/1795 wurden bei der Zählung der anwesenden Zivilbevölkerung, was österreichweit bis 1857 praktiziert wurde, erstmals für Wien separate Zahlen ermittelt. Zuvor, wie 1810 und 1821, war die Einwohnerzahl Wiens dem Land Niederösterreich zugerechnet worden.
Flüchtlingsfürsorge des k.k. Ministeriums des Inneren;
Blick in eine Flüchtlingsbaracke; 1914 - 1915.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ab 1830 sind durchgehend Bevölkerungszahlen für Wien verfügbar. Ab 1869 wurden österreichweit in zehnjährigen Abständen Volkszählungen abgehalten, bei denen allerdings bis 1923 weiterhin die anwesende Zivilbevölkerung gezählt wurde; erst ab 1934 bis 1981 die Wohnbevölkerung. Die Zahlen von 1982 bis 2001 weisen die Jahresdurchschnittsbevölkerung aus, wobei diese Zahlen erst 2002 rückwirkend ermittelt wurden. Seit 2002 werden Hauptwohnsitze auf Basis des Zentralen Melderegisters zur Bevölkerungsermittlung herangezogen.
Bevölkerungsgeschichte
Zigeuner. Mutter mit mit Säugling an der Brust, auf Grasboden neben Wagenrad sitzend;
davor ein weiteres Kind hinter Bündel - daran Violine gelehnt - sitzend; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien erlebte bereits ab Ende des 18. Jahrhunderts einen regen Bevölkerungszustrom, doch vervielfachte sich die Zahl der Zuwanderer ab Mitte des 19. Jahrhunderts, als Wien allein zwischen 1857 und 1869 rund 218.000 neue Einwohner bekam. In den nächsten elf Jahren wuchs die Bevölkerungszahl um über 261.000 Personen, von denen rund ein Drittel auf den Geburtenüberschuss und zwei Drittel auf die Zuwanderung zurückzuführen waren. Von 1880 bis 1890 kamen mit 267.000 ähnlich viele neue Einwohner hinzu, wobei das Verhältnis zwischen Zuwanderung und Geburtenüberschuss (40 %) sich allmählich anglich.
Kroatische Verkäuferin am Naschmarkt in Wien, 1912.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 In den nächsten zehn Jahren, von 1890 bis 1900, stieg die Einwohnerzahl sogar um 339.000 Personen. Knapp 49 % davon waren nun auf den Geburtenüberschuss zurückzuführen. Grund hierfür waren die einsetzende Industrialisierung und die bedeutende Stellung Wiens als Kaiserstadt (Hauptstadt) des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn. 22 % der Zuwanderer kamen aus Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien, je 15 % aus Niederösterreich und dem Ausland, nur 4 % aus den übrigen heutigen österreichischen Bundesländern.
Zwei "Bosniakinnen" auf dem Obstmarkt beim Rilkeplatz in Wien, 1916.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Rest verteilte sich auf die übrigen Kronländer der Monarchie. Rund 2,1 Millionen bevölkerten Wien kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, Wien war die siebtgrößte Stadt der Welt. Mit der Auflösung des Habsburgerreiches verlor Wien auch an Bedeutung für Zuwanderer. Der Krieg kostete zehntausende Soldaten aus Wien ihr Leben. Tausende einst zugewanderte Menschen kehrten in ihre Heimatländer bzw. ehemaligen Kronländer zurück.
Wien 20, Mathildenplatz (Gaußplatz). Orthodoxe Juden. Ein Bub informiert die Alten; 1915.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, 1914, und den ersten österreichisch-ungarischen Niederlagen an der Ostfront setzte im Nordosten der Monarchie, in Galizien und der Bukowina, ein Flüchtlingsstrom von 350.000 Menschen ein. Darunter befanden sich – je nach Schätzungen – 50.000 (laut damaligen Polizeiangaben) bis 70.000 (laut Arbeiter-Zeitung) Juden, die allesamt am Wiener Nordbahnhof in der Leopoldstadt eintrafen. Als sich die Lage an der Ostfront wieder gebessert hatte, kehrte etwa die Hälfte wieder zurück, 25.000 blieben.
Zwei Orthodoxe Juden am Karmeliterplatz im 2. Bezirk, 1915.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die gesamte jüdische Gemeinschaft in Wien sowie die Beziehungen zwischen Juden und Christen wurden dadurch auf eine schwere Belastungsprobe gestellt, da die Flüchtlinge verarmt waren und kaum Arbeitsplätze fanden bzw. in Fabriken nicht aufgenommen wurden. Hatten die Deutschen die Ostjuden zu Zwangsarbeit in der Industrie verurteilt, so verurteilten sie die Österreicher zur Zwangsarbeitslosigkeit. Viele versuchten als Hausierer und Ratenhändler ihr tägliches Brot zu verdienen.
Zigeuner. Behausung bei St. Margarethen im Burgenland. Zwei Buben davor stehend.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Es entstanden zahlreiche Wohltätigkeitsvereine, auch christliche, die sich der Kleidersammlung und anderen Unterstützungskampagnen verschrieben. Als „Ostjuden“ mit vielen negativen Vorurteilen belastet und von Antisemiten wegen ihrer Armut noch häufiger angefeindet als assimilierte Juden wegen ihres Wohlstandes, wurde es ihnen schwer gemacht, in Wien Fuß zu fassen.
Menschen beim Baden am Ufer des Donaukanals Leute an beiden Ufern des
Donaukanals in Badehosen und Badeanzügen, im Hintergrund ein paar Häuser ;1933.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Wien rund 200.000 Einwohner weniger als zuvor. In den Zwischenkriegsjahren wanderten etwa 104.000 Personen in die Stadt; das Geburtendefizit von 87.000 Menschen zwischen 1923 und 1934 wurde ausgeglichen. Im Jahr 1934 zählte Wien bereits wieder 1.935.881 Einwohner. Die in der Folge wieder gesunkene Bevölkerungszahl wurde durch die Errichtung von Groß-Wien im nationalsozialistischen Deutschland 1938 mehr als kompensiert. Vom einst blühenden jüdischen Leben, vor allem im zweiten Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, war binnen kurzem nichts mehr übrig. Das von Adolf Eichmann in Wien entwickelte Terrormodell wurde im „Altreich“ übernommen.
Tag des Großdeutschen Reiches in Wien; Jubelnde Menschen mit Hakenkreuzfähnchen; 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bereits am Tag nach der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich im März 1938 wurden Juden schikaniert, man trieb sie durch Wien, plünderte ihre Wohnungen und Geschäfte und begann mit der Arisierung. Einen Höhepunkt erreichten diese Ausschreitungen in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938:
Wien: Fünf Juden schrubben unter Zwang den Gehsteig auf den Knien;
Hunderte Menschen sehen zu.
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Alle Wiener Synagogen und Bethäuser wurden vernichtet, – einzig der Stadttempel konnte wegen seiner Lage im Wohngebiet nicht niedergebrannt werden. Die meisten jüdischen Geschäfte wurden geplündert und dann geschlossen, über 6.000 Juden wurden in dieser Nacht verhaftet und zum Großteil in den folgenden Tagen ins KZ Dachau verschleppt. Die Nürnberger Gesetze hatten ab Mai 1938 auch im besetzten Österreich Gültigkeit, verschärft durch zahllose antijüdische Verordnungen.
Wien 1, Künstlerhaus; Hauptfront (Mittelrisalit)
im Dienste der Propaganda für die Volksabstimmung am 10.April 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Sie führten Schritt für Schritt zur vollständigen Beraubung der Freiheitsrechte, zur Ausschaltung aus nahezu allen Berufszweigen, zum Ausschluss von Schulen und Universitäten, zur sichtbaren Diskriminierung durch das erzwungene Tragen des Judensterns. Die Beraubung jüdischer Menschen wurde systematisch und konsequent durchgeführt (Propagandaspruch: Der Jud geht, sein Geld bleibt da.).
Juden müssen Judenstern tragen; vermutlich 1941.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die jüdischen Organisationen und Institutionen, ausgenommen die Kultusgemeinde, wurden aufgelöst. Damit wollten die Nationalsozialisten die Juden zunächst zur Emigration zwingen – mit Erfolg. Unter Zurücklassung nahezu ihres gesamten Vermögens und nach Bezahlung der Reichsfluchtsteuer, gegebenenfalls mit finanzieller Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen, gelang bis Ende 1941 mehr als 130.000 Juden die Flucht; davon emigrierten mehr als 30.000 in die Vereinigten Staaten. Die meisten der dann in Wien verbliebenen Juden fielen der Tötungsmaschinerie des NS-Regimes zum Opfer.
Juden müssen Judenstern tragen; vermutlich 1941.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 1. Februar 1941 gab Karl Ebner von der Gestapo-Leitstelle Wien dem Amtsdirektor der Kultusgemeinde 13 Weisungen zur Deportation der jüdischen Bevölkerung Wiens bekannt und rühmte sich später gegenüber Heinrich Himmler, er habe selbst 48.500 Juden aus Wien und Niederdonau nach den Ostgebieten evakuiert. Von den mehr als 65.000 jüdischen Wienern, die in den Osten deportiert wurden, überlebten nur wenig über 2.000.  Anfang 1942 erfolgten Deportationen aus Wien in den Distrikt Lublin.
Gefangene der Außenstelle Ebensee, Aufnahme vom 7. Mai 1945.
Unterernährte Gefangene, fast tot vor Hunger, posieren im Konzentrationslager Ebensee,
Österreich. Das Lager wurde angeblich für "wissenschaftliche" Experimente verwendet.
Es wurde von der 80. Division der U.S. Army befreit.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Von Juni bis Oktober 1942 erfolgte die Einweisung österreichischer Juden in das Getto Theresienstadt, von wo sie in die Vernichtungs- und Konzentrationslager deportiert wurden. Die Deportationen aus Wien gingen vom Aspangbahnhof (3, Aspangstraße) ab, nachdem die Opfer in Sammellagern (2, Castellezgasse 35; Kleine Sperlgasse 2a; Malzgasse; Miesbachgasse 8; alle im 2. Bezirk) konzentriert worden waren.
Ankunft der Heimkehrer am Südbahnhof, zwei Heimkehrer tragen Rucksäcke
und Pakete mit sich, rund herum wartende Menschen 1949.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach Kriegsende war die Wiener Bevölkerung auf 1.616.125 Menschen gesunken. Viele Wiener waren als Soldaten gefallen oder kehrten aus der Kriegsgefangenschaft nicht wieder zurück. Die Stadt war zu einem Fünftel zerstört und von alliierten Soldaten besetzt. Die Einwohnerzahl blieb bis zum Beginn der 1970er Jahre annähernd konstant, sank jedoch anschließend bis 1987 auf 1.484.885 Personen, dem tiefsten Einwohnerstand seit 1890; seither steigt die Einwohnerzahl wieder an. Verantwortlich für diese Entwicklung ist weniger der geringe Geburtenüberschuss Wiens, als eher die Zuwanderung, vor allem ausländischer Staatsangehöriger.
Gastarbeiter in Wien. Arbeiter in einer Baubaracke
während einer Arbeitspause Brot und Eier essend; 1964.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Aufgrund eines Mangels an Arbeitskräften in Österreich während der wirtschaftlichen Blütezeit bis zum Ende der 60er Jahre, entschied sich die damalige österreichische Bundesregierung unter Josef Klaus für die Anwerbung türkischer Gastarbeiter. Am 15. Mai 1964 wurde eine dementsprechende bilaterale Vereinbarung mit der Türkei geschlossen. Obwohl von Seiten Österreichs und der meisten Gastarbeiter anders beabsichtigt, ließen sich viele der Arbeiter in Österreich nieder und gründeten Familien. Daraufhin wurde die Anwerbung weiterer Gastarbeiter in den 1970er Jahren gestoppt und Österreich begann, in Reaktion auf die Ölkrise 1973/74, mit der Ausweisung einer großen Zahl niedergelassener Arbeiter. Weiters wurde 1975 das Ausländerbeschäftigungsgesetz verabschiedet.
Elendsquartier Wien, Währing im Jänner 1981: Blick in ein Zimmer, in dem Betten und
Möbel durcheinander aufgestellt sind. In einem der Betten sitzt ein Mann mit Zigarette;
Illustration zu einem Artikel in der Arbeiterzeitung unter dem Titel
"Elendsquartier für 50 Gastarbeiter. In den Wohnungen standen Wasser und Dreck"; 1981.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Türkische Zuwanderer und ihre Familien stellen eine bedeutende Minderheit innerhalb der österreichischen Bevölkerung dar. Laut Volkszählung 2001 lebten damals 127.226 türkische Staatsbürger in Österreich. (1,6 % der Gesamtbevölkerung) Davon lebten 39.119 in Wien, 19.911 in Niederösterreich, 18.838 in Vorarlberg, 17.226 in Oberösterreich, 16.017 in Tirol, 8.800 in Salzburg, 4.793 in der Steiermark, 1.280 im Burgenland und 1.192 in Kärnten. Laut einem Bericht der Minority Rights Group International wurde der Großteil jedoch inzwischen eingebürgert. Die Organisation schätzt die Zahl der Personen türkischer Abstammung in Österreich insgesamt auf etwa 200.000 bis 300.000. Schätzungsweise bis zu 40.000 Türken könnten illegal in Österreich leben. Türkische Zuwanderer sind nach Serben und Deutschen die größte einzelne Migrantengruppe, führend im Ansuchen um die österreichische Staatsbürgerschaft und stellen auch die Mehrheit der österreichischen Muslime.
Türkische Gastarbeiter mit Namensschildern auf der Brust an einem Wiener Bahnhof; 1964.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die hohen Geburtenraten unter türkischstämmigen Österreichern (wie etwa 3,07 Kinder pro türkischer Frau 1955–60) gehen vor allem auf Migrantinnen der ersten Generation zurück. Zwei Drittel der in Österreich lebenden, aber in der Türkei geborenen Frauen haben drei oder mehr Kinder. 12 % der 2005 geborenen Kinder haben eine ausländische Mutter (wobei eingebürgerte Zuwanderer hier nicht miteingerechnet werden). Während die Geburtenrate bei ortsständig österreichischen Frauen auf den niedrigsten Stand seit 2000 (1,29) fiel, nähert sie sich bei türkischstämmigen Österreicherinnen bereits dem durchschnittlichen dritten Kind.
Maifeier am Rathausplatz: Gruppe von AusländerInnen (Türken?) mit Transparent.
Im Hintergrund der Volksgarten und Menschenmenge hinter Absperrung; 1984.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Erhebungen für das Statistische Jahrbuch für Migration und Integration der Statistik Austria ergaben, dass sich 69,3 % der türkischen Einwanderer nach wie vor „dem Staat, aus dem ich stamme bzw. aus dem meine Eltern stammen“ zugehörig fühlen. Nur 30,7 % der Türken fühlen sich eher Österreich zugehörig. Damit liegen sie deutlich unter dem Prozentsatz anderer Zuwanderergruppen, etwa den Einwanderern aus dem ehemaligen Jugoslawien, Polen oder Rumänien. Allerdings ergab die Studie auch, dass sich 71,6 % zumindest in Österreich „heimisch“ fühlen. Aber auch dieser Wert liegt merklich unter dem der anderen Gruppen. Weiters wurde festgestellt, dass geringes Zugehörigkeitsgefühl zu Österreich mit mangelnder Schulbildung korreliert.
Türkisches Kulturzentrum „Rappgasse“ in Wien-Floridsdorf der ATIB Union.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
So wurden zu Beginn der 1990er Jahre, im Zuge der Balkankriege, viele Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien dauerhaft aufgenommen und ab Mitte der 1990er Jahre stieg, großteils aufgrund von Familiennachzug, die Zahl der eingewanderten türkischen Bürger. Von 1987 bis 1994 wanderten 61.000 Menschen in die Stadt. Nachdem von 1994 bis 1998 die Einwohnerzahl wieder leicht um 5.000 bis 6.000 zurückgegangen war, erhöhte sich die Zahl der Einwohner ab 1998 bis Ende 2005 um rund 85.000 Zugezogene.
Gastarbeiterwohnungen 8 Männer in einem schmutzigen Keller;
Tisch, Matratze, Ofen und Kochplatte sind im dunklen Licht zu sehen; 1980.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Jahre als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates haben Wien nachhaltig geprägt. Nach wie vor ist die Stadt ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Allerdings sind die Nachfahren der ehemals Zugewanderten heute assimiliert und nur die slawischen oder ungarischen Nachnamen sind erhalten geblieben. Namen wie Nowak, Dolezal, Navratil, Wewerka usw. werden längst zusammen mit einheimischen deutschen Namen, wie Hofbauer, Maier, Haider usw. als typisch wienerisch empfunden. Die Namensträger gehören inzwischen zu den Ur-Wienern, den alteingesessenen Einwohnern der Stadt, die noch den Wiener Dialekt verwenden, der sich aus vielen alt- und mittelhochdeutschen sowie jiddischen Begriffen zusammensetzt, aber von den jüngeren Generationen immer seltener verwendet und verstanden wird. Neben dem ursprünglichen Wiener Dialekt wird zunehmend seit Ende des 20. Jahrhunderts auch eine gehobene Wiener Mundart gesprochen.
In der Nacht waren es 4.000, aber auch den ganzen Tag über sind noch Erdogan-Fans auf Wiens Straße unterwegs - hier am späten Nachmittag auf der Mariahilfer Straße (16. Juli 2016 - 19:11).
Quelle: www.unzensuriert.at/Wien-Anrainer-bei-Tuerken-Demo  © Unzensuriert.at
Anfang 2009 lebten in Wien rd. 1,69 Millionen Menschen. Nach der letzten Volkszählung 2001 gab es nur 1,55 Millionen Wiener, davon waren 23,63 % nicht in Österreich geboren. 19,6 % der Wiener Wohnbevölkerung sind keine österreichischen Staatsbürger. Etwa 48.000 Menschen türkischer Herkunft und rund 120.000 Personen aus den ehemals jugoslawischen Ländern stellen in Wien mit Abstand die größten Volksgruppen (50 %) unter der ausländischen Bevölkerung, sowohl nach Staatsbürgerschaft als auch nach Geburtsland.
Dicht gedrängt Migranten an einem Perron des Wiener Westbahnhofes
am 5. September 2015. An diesem Tag wanderten rund 9.000 Menschen (ORF-Online)
aus dem asiatischen Raum (Syrien, Afghanistan, Irak, Iran) ohne Grenzkontrolle von
Ungarn nach Österreich ein, wobei fast alle über den Westbahnhof Richtung
Deutschland weiterreisten. Insgesamt wurden von Januar bis November
rund 1,5 Millionen illegale Einreisen in die EU registriert.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Weitere Herkunftsregionen sind die ehemaligen Ostblock-Länder, hier vor allem Polen (ca. 25.000), Tschechien (ca. 21.000), Ungarn (ca. 12.000) und Rumänien (ca. 10.000). Außerdem leben in Wien rund 26.000 Deutsche, 4.000 Italiener, 3.000 US-Amerikaner, 2.500 Schweizer und etwa 12.000 Menschen aus sonstigen EU-Ländern. 2015 versuchten insgesamt mehr als eine Million Menschen die Einwanderung über das Mittelmeer in die EU. 848.000 kamen in Griechenland an, 153.000 Flüchtlinge landeten in Italien. Etwa 3.735 Menschen starben dabei. Insgesamt wagten viermal so viele Menschen wie 2014 die Reise über das Mittelmeer.
Tausende bei Pro-Asyl-Demo in Wien (20. März 2016).
Quelle: derstandard.at/Tausende-beiPro-Asyl-Demo-in-Wien © apa / neubauer
Fast die Hälfte der Menschen kam aus Syrien, jeder Fünfte stammte aus Afghanistan, acht Prozent flohen aus dem Irak. Die meisten Einwanderungswilligen wählten dabei die Balkanroute; in den ersten zehn Monaten des Jahres 2015 gelangten so fast 700.000 Menschen von Griechenland nach Zentraleuropa. Die von den eingereisten Asylbegehrenden im Jahr 2015 am stärksten betroffenen Länder waren im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl Ungarn, Schweden und Österreich. Die bei weitem meisten Asylanträge wurden in Deutschland gestellt. 2015 beantragten 1.294.000 Menschen Asyl in Europa. Unter den Asylsuchenden, die in Europa im Jahr 2015 ankamen, befanden sich nach Angaben von Eurostat 88.300 Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Als Ursachen für Flucht und Migration gelten neben dem Bürgerkrieg in Syrien auch staatlicher und islamistischer Terrorismus und mangelnde wirtschaftliche Perspektiven in den Herkunftsländern der Asylbewerber.
Eine Gruppe illegaler Migranten hat in einem Flüchtlingslager
in der griechischen Stadt Korinth eine Protestaktion veranstaltet (03. Jänner 2016 - 19:11).
Quelle: de.sputniknews.com/fluechtlingslager-krawall   © REUTERS/ Alexandros Avramidis
 Die Vereinten Nationen zählten im Juli 2015 insgesamt 4,6 Millionen Syrer, die seit Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs aus ihrem Land geflohen waren, über 8 Millionen leben als Binnenvertriebene im eigenen Land, 12 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dass die Flucht von Syrern nach Europa 2015 verstärkt auftrat, wird auf mehrere Gründe zurückgeführt. Zunächst fehlt es an Anzeichen für ein Ende des Krieges in Syrien. Weiterhin hätten die Flüchtlinge in der Türkei, einem der Hauptaufnahmeländer, keine Perspektive. Die bedeutendsten Herkunftsländer von Flüchtlingen aus Afrika sind Eritrea, Nigeria und Somalia. Der Anteil der Migranten aus den Maghreb-Staaten Marokko, Algerien und Tunesien stieg im Verlauf des Jahres 2015 entlang der Balkanroute deutlich an.
Hilfseinsätze im Mittelmeer
"2200 Flüchtlinge an einem Tag gerettet" (25. Oktober 2016 - 19:11).
Quelle: www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-im-mittelmeer-gerettet
Seit 2000 wächst Wien um etwa 20.000 Einwohner pro Jahr. Laut Prognose wird Wien im Jahr 2029 wieder die 2-Millionen-Grenze überschreiten. Verantwortlich hierfür sind der stetige Zuzug und die steigenden Geburtenzahlen. Verschiedene Sprachgruppen genießen in Wien die Anerkennung als autochthone Sprachgruppen. Dies sind die tschechisch-sprachigen Wiener, die ungarisch-sprachigen, die slowakisch-sprachigen und die Sinti und Roma. Die rechtliche Stellung als gesonderte Sprachgruppe ist ähnlich geregelt wie im Burgenland.
Wien: Ausländeranteile 1997
Zuwanderung
Als in Wien in den 1840er und 1850er Jahren die Industrialisierung begann, setzte starke Zuwanderung aus Böhmen und Mähren ein. Auch aus Ungarn herrschte stets etwas Zuwanderung. Mit dem Staatsgrundgesetz von 1867 wurden Bürgern aller Religionen die gleichen Rechte garantiert: Jüdische Altösterreicher, vor allem aus dem Kronland Galizien, die bis dahin keine Niederlassungsfreiheit genossen hatten, zogen in der Folge verstärkt nach Wien. Diese Zuwanderung erreichte ihren Höhepunkt, als Russland im Ersten Weltkrieg vorübergehend Teile Galiziens eroberte. 
Asylanten in Kaisersteinbruch.
Das Bild zeigt rumänische Flüchtlingskinder mit umgehängten Namensschildern, um 1990.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bis 1918 erreichte die tschechische Bevölkerung in Wien ebenso wie die Bevölkerung jüdischer Religion eine Anzahl von über 200.000 Personen. Um 1900 waren über 25 % der Wienerinnen und Wiener im Gebiet des heutigen Tschechien geboren, nur 4 % stammten aus den Alpenländern der Monarchie, ein Umstand, der die Gegensätze zwischen Wien und den Bundesländern in der Ersten Republik zusätzlich verschärfte.
Kaserne als Unterkunft für 800 rumänische Asylanten: Das Bild zeigt eine
Demonstration der Einwohner; Transparente mit der Aufschrift:
"Rumänien ist frei - wir sind besetzt! Flüchtlinge - ja! 800 - Nein,
Herr Minister! "Breitenbrunn hat Angst!"
, Juli 1990.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eine erneute Zuwanderung erlebt Wien erst seit den 1990er Jahren wieder, vor allem durch erneute Zuwanderung aus dem Ausland – vor allem aus Ex-Jugoslawien und der Türkei sowie durch Zuwanderung von jungen Personen, vielfach Studenten, aus anderen Bundesländern. Die Zuwanderung aus dem Ausland diversifiziert sich seit der Jahrtausendwende stärker. So kommen nur noch wenige neue Flüchtlinge aus der Balkanregion und der Türkei, dafür vermehrt Flüchtlinge und Auswanderer aus afrikanischen Ländern, Russland und der Kaukasus-Region.
Bevölkerungsverteilung
Wien wird heute in 23 Bezirke unterteilt. Die historische Altstadt, heute Großteil des 1. Bezirks, war noch im Revolutionsjahr 1848 deckungsgleich mit dem Stadtgebiet. Unter Kaiser Franz Joseph kam es 1850, 1890/1892 und 1904 zu drei großen Stadterweiterungen. 1904, wurden weite Gebiete am östlichen Donauufer um Floridsdorf und Kagran als 21. Bezirk eingemeindet. Die neuen Stadtgrenzen galten nun bis 1938. Eine Vervierfachung seines Stadtgebietes erlebte Wien zur Zeit des Nationalsozialismus, als man Groß-Wien schuf.
Groß-Wien - Durch die Eingemeindung von 97 Orten wird Groß-Wien geschaffen:
symbolischer Festakt auf dem Balkon des Rathauses von Klosterneuburg, v.l.: Kreisleiter
Slupetzky, der Wiener Bürgermeister Neubacher, Gauleiter Globocnik; 15. 10. 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Diese Entscheidung wurde 1946 (in Kraft getreten 1954) größtenteils wieder rückgängig gemacht; Stammersdorf, Eßling, Unterlaa, Oberlaa, die Ortschaften des heutigen 23. Bezirks (Liesing), der Lainzer Tiergarten und Hadersdorf-Weidlingau blieben aber bei Wien. Die linksufrigen Gebiete wurden zwischen 21. und 22. Bezirk aufgeteilt. Seit 1954 sind die Stadtgrenzen unverändert. In vielen Bezirken sind für einzelne Stadtteile noch die Namen der früher selbstständigen Dörfer erhalten, die heute teils als Grätzl weiterbestehen. Viele frühere Dörfer und Siedlungen aus früheren Epochen existieren heute jedoch nicht mehr (siehe Liste der Wüstungen in Wien). Bei der Festlegung der Bezirksgrenzen versuchte man, diese markant entlang wichtiger Straßen oder Flüsse zu setzen, wenngleich hierdurch einige ehemalige Gemeinden geteilt wurden. Die Innenbezirke 1 und 3 bis 9 werden durch den Gürtel von den Außenbezirken abgegrenzt. Donaukanal und Donau trennen die Bezirke 2 und 20 von allen anderen; die Bezirke 21 und 22 liegen als einzige am linken Donauufer. Auch der Wienfluss ist während seines gesamten Verlaufes durch die Stadt Bezirksgrenze.
Flüchtlinge nach 1945
(www.wien.gv.at/wiki/index.php/Flüchtlinge)
Erster Zugtransport mit verschleppten österreichischen Staatsbürgen, die in russischen
Lagern gefangengehalten wurden, trifft auf Frachtenbahnhof Bad Vöslau ein; 1955.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die mit Abstand bedeutendste Gruppe unter den Migranten dieser Zeit bildeten jedoch flüchtende oder vertriebene deutschsprachige Bevölkerungsteile aus Ost- und Südosteuropa. Die Welle der Zuwanderung von aus ehemaligen Teilen Nazi-Deutschlands, aus von der Deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten oder aus Territorien verbündeter autoritärer Regime flüchtenden "Volksdeutschen" und die Rückwanderung von sogenannten "displaced persons" – deutsche Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Überlebende aus den Konzentrationslagern – hatte ihren Höhepunkt im Jahr 1945, reichte jedoch noch bis in die 1950er Jahre. Diese "ethnischen Flüchtlinge" stellten kurzfristig mehr als 10% der Wiener Bevölkerung (Perchinig 1992: 42). Der größte Zustrom sogenannter "Volksdeutscher" fiel in die Jahre 1945-1947. Etwa zwei Drittel dieser Flüchtlinge stammte aus der Tschechoslowakei, rund ein Fünftel aus Jugoslawien.
Empfang von Heimkehrern aus der Kriegsgefangenschaft; 1946.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Zahl der in Wien wohnhaften Ausländer betrug Ende 1947 128.793. Etwa 80.000 davon waren Volksdeutsche, rund 15.000 stammten aus Deutschland. Zum Vergleich dazu lag nach den Ergebnissen der Volkszählung des Jahres 1939 die Zahl der Ausländer bei 65.000, wobei 35.000 deutscher "Volkszugehörigkeit" waren. Deren Zahl hatte sich also während des Krieges selbst unter Berücksichtigung der Abwanderung nach Ende des Krieges mehr als verdoppelt. Durch zögerlich anlaufende Einbürgerungen – zunächst ausschließlich für altösterreichische Staatsbürger, die nicht der NSDAP angehörten – und Abwanderung nahm die Zahl dieser Flüchtlinge in der Folge laufend ab. Nach der Volkszählung 1951 betrug die Zahl der in Wien wohnhaften Ausländer nur noch 53.000. Davon waren rund zwei Drittel oder 35.000 mit ungeklärter Staatsbürgerschaft, vor allem volksdeutsche Flüchtlinge, die noch nicht die österreichische Staatsbürgerschaft erlangt hatten. Ein Großteil der Flüchtlinge der Nachkriegsperiode erwarb in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft, bis zum Jahr 1954 etwa 80.000 Personen.
Gastarbeiter in Wien (Männer und Frauen) sitzen in einer Wiese ;1972.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Je später die derzeit in Wien ansässigen ausländischen Zuwanderer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Österreich gekommen sind, desto höher war ihr Bildungsniveau. Stellten ungelernte Arbeiter und Bauern rund 30% der Zugewanderten der Periode 1963-1983, waren es 1992-1996 nur noch 5%. Diese Shift zu höherer Berufsbildung erklärt sich aus dem rückläufigen Anteil der türkischen Zuwanderer, die über die gesamte Periode den höchsten Anteil an ungelernter bzw. bäuerlicher Bevölkerung stellten. Jeder vierte türkische Zuwanderer war dieser Kategorie zuzuordnen. Die beste Ausbildung besaßen Zuwanderer aus Polen. Fast jeder Dritte war Angestellter oder Beamter und ein weiteres Drittel befand sich in schulischer oder universitärer Ausbildung. Ebenso wiesen die bosnischen Flüchtlinge, bei denen Facharbeiter in fast 40% der Fälle vertreten sind, ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau auf ( www.wien.gv.at/wiki/index.php/Flüchtlinge ).
Religion
Glaubensgemeinschaft in Wien
Der prozentuelle Anteil der Religionsgemeinschaften in Wien im Jahre 2011:
41,3 %   römisch-katholisch
31,6 %   ohne Bekenntnis
11,6 %   islamisch
8,4 %   orthodox
4,2 %   evangelisch
2,9 %   andere Religionsgemeinschaften
Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Wien.
Der Stephansdom (eigentlich Domkirche St. Stephan zu Wien) am Wiener Stephansplatz
(Bezirk Innere Stadt) ist seit 1365 Domkirche (Sitz eines Domkapitels), seit 1469/1479
Kathedrale (Bischofssitz) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien.
Der von den Wienern auch kurz Steffl genannte römisch-katholische Dom gilt als
Wahrzeichen Wiens und wird häufig auch als österreichisches Nationalheiligtum bezeichnet.
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Die römisch-katholische Gemeinde ist die größte Glaubensgemeinschaft Wiens, verliert jedoch stetig an Mitgliedern. Heute gehören nur 49 % der römisch-katholischen Kirche an, 1961 noch 82 %. 25,6 % der Wiener Bevölkerung gehören keiner Glaubensgemeinschaft an, sie sind konfessionslos.
Ausbreitung des Islam in Europa, Afrika und im Osten.
Zweitgrößte Glaubensgemeinschaft ist die Islamische Glaubensgemeinschaft, die ebenfalls in Wien seinen Sitz hat. In den letzten Jahrzehnten kamen viele islamischgläubige Zuwanderer nach Wien; der Islam ist in Österreich seit 1912 anerkanntes Religionsbekenntnis (damals gehörten die muslimischen Bosnier zu Österreich-Ungarn).
Islamisches Zentrum Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at
Islamisches Zentrum Wien - Floridsdorf.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Drittgrößte Glaubensgemeinschaft in Wien sind die Orthodoxen Kirchen. Die russisch-orthodoxe Kathedrale der Eparchie Österreich befindet sich im dritten Bezirk, Landstraße. Wien ist auch Sitz des griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria. Wien ist Sitz der lutherischen Evangelischen Kirche A.B. in Österreich und der reformierten Evangelischen Kirche H.B. in Österreich. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien war bis 1938 eine der größten jüdischen Gemeinden Europas, zählt sie heute rund 7.000 Mitglieder. Auch heute stellt der zweite Wiener Gemeindebezirk, die Leopoldstadt, ein Zentrum jüdischen Lebens in Wien dar.
Jüdisches Wien © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Gläubige im Hof des Bethauses in der Lilienbrunngasse in Wien-Leopoldstadt
während des Chamez-Verbrennens (Gesäuertes Brot) vor Pessach.
2009. Photographie von Gerhard Trumler.
© Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Der Anteil der Bezirksbevölkerung jüdischen Glaubens ist mit 3,1 % überdurchschnittlich hoch. Unter anderem befinden sich in der Leopoldstadt acht aschkenasische und drei sephardische Synagogen bzw. Bethäuser, sieben jüdische Bildungseinrichtungen, mehrere koschere Lebensmittelgeschäfte und Restaurants. Die Altkatholische Kirche Österreichs hat am Schottenring den Sitz der Kirchenleitung. In der Stadt Wien existieren mehrere altkatholische Pfarren. Die älteste Pfarrgemeinde ist seit 1871 in der St. Salvatorkirche des Alten Wiener Rathauses beheimatet. Im Bundesgesetz über den Kirchenbeitrag werden ausschließlich (taxativ) drei Kirchen erwähnt: katholische, evangelische und altkatholische Kirche. Baptisten gibt es in Wien seit 1847. 1869 konnte die erste Gemeinde konstituiert werden, nachdem der Staat zuvor lang die Anerkennung verweigert hatte. Die Baptisten sind gegenwärtig mit acht Gemeinden vertreten, darunter zwei rumänische, eine spanische und eine internationale englischsprachige Gemeinde. Auch befindet sich der Sitz des österreichischen Baptistenbundes in Wien. Daneben bestehen in Wien weitere evangelische Freikirchen, z. B. der Adventisten, der Methodisten, der Mennoniten und der Heilsarmee sowie Gemeinden des Bundes evangelikaler Gemeinden und der Pfingstbewegung. Ebenso ist die Christengemeinschaft mit zwei Gemeinden vertreten.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Demografie_Wiens" der
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2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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