"Der dritte Mann"
Der Klassiker der Filmgeschichte wurde im Nachkriegs-Wien gedreht
Produktionsjahr 1949
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
Der dritte Mann, innerhalb von fünf Wochen im Nachkriegs-Wien gedreht, machte seinen Regisseur Carol Reed weltberühmt und wurde ein phänomenaler Erfolg, ein Klassiker der Filmgeschichte. Am Gelingen des Films hatten viele Anteil: Der Kameramann Robert Krasker, ein Könner seines Fachs, der die Magie, die Dramaturgie von Licht und Schatten effektvoll in Szene setzte; der Autor und ehemalige Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes Graham Greene, der in Kooperation mit dem Regisseur die ökonomische und soziale Atmosphäre des besetzten Wien präzise auf den Punkt brachte; der Schauspieler Orson Welles, der dem Film mit seiner physischen Präsenz einen unverwechselbaren, eindringlichen Touch gab; die Zither-Musik von Anton Karas, der das musikalische Leitmotiv, das Harry-Lime-Thema, zum Ohrwurm machte und damit eine richtige »Zither-Welle« in Amerika und Europa auslöste.
Der dritte Mann - London Films Production/ British Lion Der dritte Mann - London Films Production/ British Lion
Der dritte Mann - London Films Production/ British Lion Der dritte Mann - London Films Production/ British Lion
Filmplakate "Der dritte Mann". 1948/49
Obwohl Der dritte Mann in einigen Büchern als Film noir betrachtet wird, ist sein Status als Vertreter dieser Filmgattung umstritten. Markenzeichen des Film noir sind nach übereinstimmender Ansicht von Filmhistorikern der urbane Schauplatz, die moralisch ambivalenten Hauptfiguren (insbesondere die weiblichen), die düstere Grundstimmung und der häufig negative Ausgang der Geschichte, der manchmal in einer Rahmenerzählung schon zu Beginn preisgegeben wird.
Sonderbriefmarke anlässlich "60 Jahre 'Der Dritte Mann'"
Quelle: www.wien.gv.at/umwelt/kanal/geschichte/20-jahrhundert.html
Visuell werden die Düsternis und Unsicherheit durch kontrastreiche, expressiv ausgeleuchtete Low-key-Bilder und extreme Kameraperspektiven (schräg oder von weit oben bzw. unten aufgenommen) unterstrichen. Der dritte Mann wurde am 31. August 1949 in London uraufgeführt. David O. Selznick stellte für die USA eine um elf Minuten kürzere Fassung des Films her, da ihm unter anderem die unvorteilhafte Darstellung des amerikanischen Helden Holly Martins missfiel. Robert Kraskers schräge Kamerabilder, das visuelle Markenzeichen des Films und bei Filmstart von Variety als „von außergewöhnlich hohem Niveau“ gelobt
Bei der Oscarverleihung 1951 ging der Oscar
in der Kategorie Beste Schwarz-Weiß-Kamera an Robert Krasker.
Weitere Nominierungen in den Kategorien Beste Regie und Bester Schnitt.
Informationen zum Film
Originaltitel: The Third Man
Produktion: London Films Production/ British Lion (1949) / Großbritannien
Dt. Fassung (Dt. Erstaufführung 06.01.1950):
a) Mars Synchron, 1949- Buch: Thea v. Harbou/ Regie: Georg Rothkegel
b) Berliner Synchron, 1963 i. A. des atlas-Filmverleihs
Regie:
Buch:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Carol Reed
Graham Greene
Robert Krasker
Oswald Hafenrichter
Anton Karas
Holly Martins
Anna Schmidt
Major Calloway
Harry Lime
Kurtz
Dr. Winkel
Popescu
Hausmeister
Crabbin:
Sergeant Paine:
Annas Vermieterin:
Frau des Hausmeisters:
Erzähler:
JOSEPH COTTEN
ALIDA VALLI
TREVOR HOWARD
ORSON WELLES
ERNST DEUTSCH
ERICH PONTO
SIEGFRIED BREUER
PAUL HÖRBIGER
WILFRID HYDE-WHITE
BERNARD LEE
HEDWIG BLEIBTREU
ANNIE ROSAR
Wolfgang Kieling
2012 wurde "Der dritte Mann" in einer Umfrage der Filmzeitschrift Sight & Sound von Filmkritikern zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt. In der Liste der „Critics’ Top 250 Films“ belegte er Platz 73. Obwohl es sich um eine britische Produktion handelt, wurde "Der dritte Mann" 1998 auf Platz 57 der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten des American Film Institute gewählt. Das British Film Institute wählte "Der dritte Mann" im Jahre 1999 auf Platz 1 der größten britischen Filme aller Zeiten. In Wien gibt es neben einem „Dritte Mann Museum“ eine Reihe von Führungen zu den Drehorten in der Altstadt und in der Kanalisation. Diese werden teils von der Stadt Wien, teils von privaten Initiativen angeboten.
Der dritte Mann - Quelle: http://www.tagesspiegel.de/drehort-wien-der-dritte-mann/
Graham Greene schrieb das Drehbuch zu "Der dritte Mann".
Quelle: www.tagesspiegel.de/drehort-wien-der-dritte-mann/
Die sieben Wochen dauernden Dreharbeiten in Wien begannen im Oktober 1948. Insgesamt wurden drei Aufnahmeteams parallel beschäftigt, davon eines ausschließlich für die Nachtaufnahmen, die Robert Krasker fotografierte. Um das Pflaster und die Straßen in den Nachtaufnahmen sichtbar zu machen, mussten diese von der Feuerwehr ständig nass gehalten werden. In einer Szene sieht man im Hintergrund ein Feuerwehrfahrzeug und die Feuerwehrmänner bei ihrer Arbeit. Ein weiteres Team drehte die Szenen in der Kanalisation. Beim dritten Team führte der österreichische Filmveteran Hans Schneeberger die Kamera, von ihm stammen unter anderem die Wien-Bilder der Eingangssequenz.
Dreharbeiten zu "Der dritte Mann". 1948/49
Orson Welles’ Anwesenheit betrug nur zwei Wochen, daher wurden viele seiner Szenen ohne ihn bzw. mit Doubles gedreht. Darunter waren Aufnahmen in der Kanalisation, Harry Limes erster Auftritt mit der Katze und die Einstellung, in der Harry Lime plötzlich auf dem Schuttberg erscheint. Der Film enthält auch im englischen Original deutschsprachige Dialogzeilen, die nicht synchronisiert wurden. Neben den österreichischen Darstellern sprechen auch die fremdsprachigen Hauptdarsteller einige deutsche Sätze, die meisten davon Alida Valli. Paul Hörbiger verstand kein Englisch, sprach aber seine englischen Sätze selbst, die er Wort für Wort auswendig lernte.
Der dritte Mann - Quelle: http://www.tagesspiegel.de/drehort-wien-der-dritte-mann/
Regisseur Carol Reed (li.) und Orson Welles in einem Nachbau der Wiener Kanalisation.
Quelle: www.tagesspiegel.de/drehort-wien-der-dritte-mann/
Gedreht wurde unter anderem auf dem Wiener Zentralfriedhof, in der Wiener Kanalisation und an diversen Orten im 1. Bezirk, der Inneren Stadt. Hier befinden sich auf dem Josefsplatz das Palais Pallavicini (Limes Wohnhaus), der historische Platz Am Hof und der Hohe Markt. Weitere Schauplätze sind die Judengasse, die Mölkerbastei, die Kirchen Maria am Gestade und St. Ruprecht sowie die Reichsbrücke über die Donau. Die Szenen im Vergnügungspark des Wiener Praters, im damaligen sowjetischen Sektor der Stadt, entstanden – mit Ausnahme der Innenaufnahmen in der Riesenradgondel – am Originalschauplatz. Das Riesenrad war nach Restaurierungsarbeiten 1947 wiedereröffnet worden. Einige der authentischen Drehorte wurden den Anforderungen des Drehbuchs angepasst: Die Litfaßsäule auf dem Platz Am Hof, durch die Lime in die Kanalisation hinabsteigt, war ebenso eine Attrappe wie der Brunnen mit der Engelsplastik; beide existieren so nicht.
Der dritte Mann - Quelle: http://www.tagesspiegel.de/drehort-wien-der-dritte-mann/
Regisseur Carol Reed im Schneideraum.
Quelle: www.tagesspiegel.de/drehort-wien-der-dritte-mann/
Das Café „Marc Aurel“, der Schauplatz des Aufeinandertreffens von Harry Lime, Holly Martins und Anna Schmidt, war eine am Hohen Markt errichtete Kulisse. Nach Abschluss der Dreharbeiten in Wien erfolgten weitere Aufnahmen in den Isleworth und Shepperton Studios, London, die im März 1949 endeten. Dort entstanden unter anderem Teile der Verfolgungsjagd in der Wiener Kanalisation, die nicht an Ort und Stelle gedreht worden waren.
Filmhandlung "Der dritte Mann"
Der dritte Mann
Der dritte Mann: Szenenbild mit Orson Welles als Harry Lime.
© London Films Production
Der Amerikaner Holley Martins (Joseph Cotton) kommt in der Besatzungszeit nach Wien. Harry Lime (Orson Welles), mit dem er seit zwanzig Jahren -- seit der Schulzeit -- befreundet ist, lud ihn ein und bezahlte ihm die Reise. Obwohl Holley Martins nur billige Wildwestromane schreibt, soll er einen Zeitungsartikel über eine von Harry Lime betreute Fürsorgeeinrichtung verfassen. Als Holley an der Tür seines Freundes klingelt, sagt ihm der Hausmeister (Paul Hörbiger), dass Mr. Lime vor dem Haus von einem Auto überfahren worden sei und sein Leichnam in diesem Augenblick im Zentralfriedhof beigesetzt werde. Holley kommt gerade noch rechtzeitig zur Beerdigung. Auf dem Friedhof spricht ihn ein Brite (Trevor Howard) an, stellt sich unter dem Namen "Calloway" vor und nimmt ihn in seinem Wagen mit zurück. Ein Jeep der Militärpolizei folgt ihnen. Holley lässt sich in eine Bar einladen. Er selbst kann nicht bezahlen, weil er das dazu erforderliche Besatzungsgeld erst von Harry Lime bekommen sollte. Er erzählt von den Schulbuben-Streichen, die Harry Lime und er zusammen ausführten. Während er zumeist erwischt worden sei, habe sich Harry stets rechtzeitig aus dem Staub gemacht. Der Alkohol macht Holley aggressiv. Als Calloway sich als Oberst der Britischen Militärpolizei zu erkennen gibt und Harry Lime als Verbrecher bezeichnet, will Holley zuschlagen. Calloways Fahrer Paine, der unauffällig am Nebentisch Platz genommen hatte, streckt ihn mit einem Kinnhaken nieder. Calloway gibt Holley etwas Geld, verspricht ihm für den folgenden Tag ein Rückflugticket und beauftragt Paine, ihn in einem Hotel unterzubringen.
Der dritte Mann
Szenenbild aus "Der dritte Mann".
Harry Lime's Schatten stammt nicht von Orson Welles, aber einem prominenten Double,
Guy Hamilton, dem späteren Regisseur von drei Bond Filmen, unter anderem "Goldfinger".
 © London Films Production
Paine ist ein begeisterter Leser von Holleys Groschenromanen. In der Hotelhalle stellt er ihn begeistert Mr. Crabbin, dem Vorsitzenden der Cultural Relations Society, als amerikanischen Schriftsteller vor. Der hat noch nie etwas von Holley Martins gehört, freut sich aber, den Mitgliedern seiner Organisation etwas bieten zu können und lädt ihn ein, am übernächsten Abend einer Diskussion über moderne Literatur beizuwohnen. Die Cultural Relations Society werde auch seine Spesen während des Aufenthaltes in Wien übernehmen. Holley Martins ist nur wichtig, dass er in Wien bleiben kann, denn er will beweisen, dass Oberst Calloways Anschuldigungen gegen Harry Lime falsch sind. Ein Bekannter Harry Limes namens Kurtz (Ernst Deutsch) ruft ihn an und verabredet sich mit ihm in einem Café. Er erzählt ihm von Harry Limes Unfall. Unmittelbar vor dem Haus, in dem Harry Lime wohnte, sei er mit ihm auf dem Bürgersteig gegangen, als von der anderen Straßenseite ein Bekannter gerufen habe. Harry Lime sei auf die Straße getreten und von einem Auto überfahren worden.
Der dritte Mann
Szenenbild aus "Der dritte Mann". Vier im Jeep - Alliierte Militaerpolizei.
 © London Films Production
 Wenig später sei Harry Limes Hausarzt Dr. Winkler (Erich Ponto) vorbeigekommen und habe seinen Tod festgestellt. Holley fällt auf, dass mehrere Bekannte Harry Limes -- aber keine Fremden -- bei dem Unfall oder kurz danach zugegen waren. Nur der Hausmeister glaubt vom Fenster aus gesehen zu haben, wie drei Männer den Verunglückten von der Straße wegtrugen. Drei Männer?! Kurtz sagte, nur er und ein anderer Bekannter Harry Limes, ein Rumäne, seien es gewesen. Das bestätigt auch der Rumäne, den Holley in einer Bar kennen lernt. Harry Limes Geliebte Anna Schmidt (Alida Valli) findet er als Schauspielerin in einem Theater der Josefstadt. Holley sieht sich in Harry Limes Wohnung um und äußert den Verdacht, Harry Lime sei ermordet worden. Der Hausmeister wehrt aufgeregt ab: Er will sich nicht in die Sache hineinziehen lassen und nichts mit der Polizei zu tun haben. Einige Zeit später verabredet er sich dann doch mit Holley für den Abend, um ihm mehr zu erzählen.
Der dritte Mann
Szenenbild mit Alida Valli als Anna Schmidt, Joseph Cotton als Holley Martins
und Trevor Howard als Major Calloway.
© London Films Production
Als Holley und Anna kommen, wird er gerade mit durchschnittener Kehle aus dem Haus getragen. Anna wird von der internationalen Polizei verhaftet, weil ihr Pass gefälscht ist. Harry Lime beschaffte ihn, weil sie sich sonst als Tschechin nicht in Wien hätte aufhalten dürfen. Oberst Calloway behält zwar den gefälschten Ausweis, schützt sie aber vor seinem russischen Kollegen und lässt sie gehen. Holley kehrt in sein Hotel zurück. Als er nach einem Taxi fragt, um zu Oberst Calloway zu fahren und ihm von seinem Verdacht zu erzählen, Harry Lime sei absichtlich überfahren und ermordet worden, steht schon ein Fahrer in der Hotelhalle für ihn bereit. Der rast mit ihm zu der Veranstaltung der Cultural Relations Society -- die Holley völlig vergessen hatte. Mr. Crabbin und das Publikum warten bereits auf ihn. Zuerst glaubt man noch, er mache einen Scherz, als er nach seiner Meinung über James Joyce gefragt wird und daraufhin sagt, den kenne er nicht. Aber dann wird es peinlich, und Mr. Crabbin beobachtet verzweifelt, wie die ersten Zuhörer den Saal verlassen. Als endlich niemand mehr da ist, und sich auch Holley anschickt, zu gehen, bemerkt er gerade noch rechtzeitig, dass zwei Männer vor der Tür auf ihn warten. Er rennt eine Treppe hoch, durchquert ein unbeleuchtetes Zimmer und flieht durch das Fenster.
Der dritte Mann
Szenenbild mit Paul Hörbiger als Hausmeister und Joseph Cotton als Holly Martins.
© London Films Production
Als er bei Oberst Calloway im Büro auftaucht, entschließt sich der, ihm von den polizeilichen Ermittlungen zu berichten, um ihn von weiteren Nachforschungen abzubringen, mit denen er sich und andere gefährden würde. Harry Lime hatte einen Schwarzhandel mit Penicillin organisiert. Das gab es nur in den Lazaretten der Besatzungsmächte. Sanitäter stahlen es dort für Harry Lime. Zahlungskräftige Patienten konnten es dann von ihm kaufen. Um den ohnehin riesigen Profit noch zu steigern, ließ er das Penicillin verdünnen. Dabei nahm er in Kauf, dass es durch die Verunreinigungen zu schweren Folgeerkrankungen und Todesfällen kam. Holley betrinkt sich in einer Bar und geht dann mitten in der Nacht zu Anna. Er wolle sich verabschieden, weil er sich entschlossen habe, am nächsten Morgen aus Wien abzureisen. Er will nicht sagen, was er über Harry Lime erfahren hat -- doch Anna weiß es ohnehin. Als Holley wieder auf der Straße ist, sieht er einen Mann in einem dunklen Hauseingang stehen. Eine Katze spielt mit seinen Schuhbändern. Plötzlich fällt Licht auf das Gesicht: Es ist Harry Lime! Er läuft davon. Holley verfolgt ihn, hört seine Schritte auf dem Pflaster, sieht seinen Schatten über die Hauswänden huschen -- aber plötzlich ist er fort. Holley berichtet Oberst Calloway davon, aber der glaubt ihm erst, als die Polizei an der angegebenen Stelle auf einen in einer Litfaßsäule verborgenen Eingang in die Kanalisation der Stadt stößt.Er lässt das Grab Harry Limes öffnen. Der Tote ist Joseph Harbin. Der hatte für Harry Lime das Penicillin gestohlen. Kurtz wohnt in der russischen Zone. Da darf Oberst Calloway nicht hin. Aber Holley sucht ihn auf. Auch Dr. Winkler ist da. Holley fordert die beiden Männer auf, Harry Lime auszurichten, dass er ihn am Riesenrad sprechen wolle.
Der dritte Mann
Szenenbild mit Joseph Cotton als Holley Martins vor dem Wiener Riesenrad.
© London Films Production
Tatsächlich kommt Harry Lime. Beinahe hätte er die Hand ausgestreckt, aber er tut es nicht, denn er ahnt, dass Holley den Handschlag verweigern würde. Sie steigen allein in einen Wagen des Riesenrades. Als sie oben am Scheitelpunkt angelangt sind, hält das Riesenrad an. Jeder der beiden denkt daran, den anderen aus dem Wagen zu stoßen. Keiner vermag es zu tun. Harry Lime täuschte seinen Tod vor, weil ihm die Polizei im britischen Sektor dicht auf den Fersen war. Er ist jetzt im russischen Sektor untergetaucht. Als sie über Anna reden, wird Holley klar, dass Harry Lime sie nicht liebt. Sie blicken auf die aus dieser Höhe winzig wirkenden Menschen hinab, und Harry Lime fragt Holley, ob er 20000 Pfund ablehnen würde, wenn er ihm diesen Betrag für jeden toten "Punkt" da unten böte. Als sie auseinander gehen, sagt Harry Lime seinem Freund, er könne ihn jederzeit über Kurtz erreichen, wenn er ihn sprechen wolle.
Der dritte Mann
Orson Welles als Harry Lime in der Wiener Kanalisation.
 © London Films Production
  Damit Oberst Calloway Anna mit dem Zug aus Wien abreisen lässt, erklärt sich Holley bereit, den Lockvogel für ihn zu spielen. Kurz vor der Abfahrt des Zuges sieht Anna durch ihr Abteilfenster Holley. Sie durchschaut ihn, steigt aus und bleibt in Wien. Holley fühlt sich elend, weigert sich erneut, seinen Freund in die Fänge der Polizei zu locken und will Wien nun endgültig verlassen. Oberst Calloway bietet sich an, ihn zum Flughafen zu bringen. Unterwegs zeigt er Holley in einem Krankenhaus Kinder, die durch Harry Limes gepanschtes Penicillin an Meningitis erkrankt sind. Damit gewinnt er Holley für seinen Plan.
Der dritte Mann
Szenenbild mit Orson Welles als Harry Lime.
© London Films Production
Über Kurtz verabredet sich Holley mit Harry Lime in einem Café. Als Holley dort wartet, sieht Anna ihn sitzen. Sie geht zu ihm und wirft ihm vor, seinen Freund zu verraten. In diesem Augenblick steht Harry Lime in der Türe. Er hört ein paar Worte und begreift, was vor sich geht. Er flieht in die Kanalisation. Holley, Oberst Calloway, dessen Fahrer Paine und ein Aufgebot von Polizisten verfolgen ihn in dem Labyrinth. Harry Lime erschießt Paine. Obwohl er ebenfalls von einer Kugel getroffen wird, läuft er weiter und kriecht einen Schacht hinauf. Er versucht das Kanalgitter hochzugeben, um ins Freie zu gelangen, aber er ist zu schwach. Holley findet ihn. Die Freunde blicken sich an, und Harry nickt. Ein Schuss kracht.
Der dritte Mann
Joseph Cotten und Alida Valli in der Schlussszene von "Der dritte Mann".
© London Films Production
An Harry Limes Begräbnis nehmen nur Anna Schmidt, Holley Martins und Oberst Calloway teil. Ohne ein Wort zu sagen, geht Anna nach der Zeremonie fort. Die beiden Männer fahren mit Oberst Calloways Wagen und überholen sie auf einer langen Allee. Unvermittelt bittet Holley den Oberst, anzuhalten. Er steigt aus und wartet auf Anna, doch sie geht an ihm vorbei, ohne ihn zu beachten.
Auf den Spuren von Harry Lime:
Die Dritte-Mann-Tour
Tauchen Sie ein in die Stadt unter der Stadt
© Felicitas Matern
Kanalisation Wien © Felicitas Matern
Besuchen Sie den Original-Drehort im Wiener Kanal und begeben Sie sich auf die Spuren des Orson Welles, alias Harry Lime, bekannt als "Der Dritte Mann". Steigen Sie hinab in Wiens Unterwelt und erfahren Sie mehr über damals und heute. Die Verfolgungsjagd des Orson Welles alias Harry Lime im Film "Der Dritte Mann" wurde weltberühmt und mit Ihr die Wiener Kanalisation. Heute präsentiert sich die Wiener Kanalisation als modernstes Abwassersystem, das technologische Innovationen mit großer Geschichte verbindet. Interessierte können einen Blick in diese mystifizierte Stadt unter der Stadt werfen und auf den Spuren des berühmten Penicillinschmugglers Harry Lime Neues und Altes aus der Unterwelt erfahren.
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
Dritte Mann Kanal Tour
Treffpunkt: Karlsplatz-Girardipark, 1010 Wien, vis-à-vis Café Museum
Dauer: ca. 45 Minuten
Telefon: +43 1 4000 3033 (ganzjährig)
Termine:
Mai - Oktober
Do - So, 10:00 - 20:00 Uhr

Führungen finden zu jeder vollen Stunde statt!
Max. 20 Personen pro Führung!
Letzte Führung um 19:00 Uhr!)
Für Kinder ab 12 Jahren!
Reservierungen sind unbedingt erforderlich!
 Die Tickets sind ausschließlich vor Ort,
während der u. a. Öffnungszeiten erwerbbar.
www.drittemanntour.at
Der Filmklassiker im Burgkino
„THE THIRD MAN" wird seit über 15 Jahren im BURGKINO regelmäßig
dreimal in der Woche in englischer Originalfassung gezeigt.
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehung hat er nichts von seiner Faszination und Aktualität eingebüßt. Er zählt zu den Meilensteinen des europäischen Nachkriegskinos und den besten Filmen der Welt. Gleichzeitig ist er ein einzigartiges historisches Dokument zur Geschichte Wiens, eine höchst authentische Momentaufnahme der Stadt als Mikrokosmos der großen Weltpolitik zur Zeit des Kalten Krieges. „THE THIRD MAN" wurde 1949 in England uraufgeführt, erhielt im gleichen Jahr die Goldene Palme in Cannes und wurde 1950 mit dem Oscar für die beste Kamera (eines Schwarz-Weiß-Films) ausgezeichnet. Bei einer vom British Film Institute im Jahr 1999 unter 1.000 Filmfachleuten durchgeführten Umfrage wurde er zum besten britischen Film des 20. Jahrhunderts gewählt.
Burgkino, Opernring 19, 1010 Wien
Telefon: +43 1 587 84 06
Vorstellungen:
Jeden Freitag um 22:45 Uhr
Jeden Sonntag und Dienstag Nachmittag Beginn bitte telefonisch erfragen
Sondervorstellungen und Gruppenermäßigungen auf Anfrage.
www.burgkino.at
Dritte Mann Führungen - Vienna Walks + Talks
Film- und Stadtgeschichte unkonventionell, lebendig und spannend.
Website Screenshot 2017: https://www.drittemanntour.at/
Mit Hilfe von reichem Bildmaterial und Musikbeispielen folgen wir den Spuren Harry Limes durch die Kopfstein gepflasterten, gewundenen Gäßchen der Wiener Altstadt. Wir besuchen dabei die wichtigsten Drehorte, erzählen über die spannende und grenzüberschreitende Entstehungsgeschichte des Films, aber auch das "andere Wien" der Kriegsruinen, der alliierten Besatzungsmächte, des Schwarzmarktes und der Ost-West-Spionage.
Treffpunkt: Vor der U4 Station Stadtpark, Ausgang Johannesgasse
Dauer: 2 - 2,5 Stunden
Telefon: +43 1 774 89 01
Termine:
Jeden Montag und Freitag um 16:00 Uhr
Keine Reservierung notwendig, Gruppen & Kombiführungen auf Anfrage.
Bitte finden Sie sich aus organisatorischenGründen schon
etwa 15 Minuten vor Tourbeginn am Veranstaltungsort ein.
www.viennawalks.com
Dritte Mann Museum
Erleben Sie das Wien des Harry Lime und begeben Sie sich auf
eine Zeitreise in das von den Alliierten besetzte Nachkriegs-Wien!
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
Das DRITTE MANN MUSEUM ist Anlaufstelle für Filminteressierte und Türöffner zur Wiener Nachkriegs-Geschichte: Neben einer umfangreichen Sammlung rund um den 1948 in Wien gedrehten Filmklassiker "Der dritte Mann" beschäftigt sich eine ausführliche Dokumentation mit dem historischen Hintergrund des Films und zeigt Dokumente aus der Besatzungszeit in Wien (1945-1955).
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
 In 13 Räumen sind 2.300 Originale der Film- und Zeitgeschichte zu bestaunen - Exponate aus über 20 Ländern: Vom Premierenplakat bis zur Filmzither des Anton Karas, 420 Coverversionen der Filmmusik, originale Drehbücher, Filmkameras, eine kurze Filmvorführung über einen historischen Kinoprojektor, Werbematerial, Backstage-Fotos und vieles mehr.
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
Darüber hinaus besitzt das Museum originale Drehbücher, am Set verwendete Kameras sowie die Kappe des kleinen Hansel. Eines der Highlights ist ein nach wie vor funktionstüchtiger Kinoprojektor aus 1936, der eine kurze Filmsequenz abspielt. Auf solchen Projektoren wurde 1950 "Der dritte Mann" erstmals vorgeführt. - Ein Film, der wie kein anderer die kriegszerstörte Stadt und das von den Alliierten besetzte Wien zeigt. Das Privatmuseum liegt in der Nähe des stimmungsvollen Wiener Naschmarkts und zeichnet mit einer spektakulären Sammlung von Originalen aus der ganzen Welt den Alltag im Nachkriegs-Wien ebenso nach wie das mit diesem Film verbundene Stück Kinogeschichte. Eine Sonderausstellung ist dem Multitalent und Harry-Lime-Darsteller Orson Welles gewidmet. 250 Fotos, 40 Plakate und Interviews geben einen Einblick in das Leben des schwierigen Künstlers.
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
© DRITTE MANN MUSEUM / THIRD MAN MUSEUM
Als Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent für Theater, Radio und Film setzte Orson Welles neue Standards. Der Durchbruch gelang ihm 1938 mit dem Radio-Hörspiel 'Der Krieg der Welten', das eine Massenpanik auslöste, weil viele Zuhörer tatsächlich an eine Invasion außerirdischer Wesen glaubten. Sein Film 'Citizen Kane' (1941) schrieb Filmgeschichte, und sein Auftritt als "Harry Lime" in dem 1948 in Wien gedrehten Filmklassiker "Der dritte Mann" ist Legende! Anlässlich seines 100. Geburtstages widmet das Dritte Mann Museum Orson Welles eine Sonderausstellung mit 250 Fotos, 40 Plakaten, Interviews mit Oja Kodar und Christian McKay und ausgewählten Memorabilia - wie immer ausschließlich Originalexponate!
Pressgasse 25, 1040 Wien
Telefon: + 43 1 586 48 72
Öffnungszeiten:
Jeden Samstag 14:00 - 18:00 Uhr
Gruppen j8derzeit auf Anfrage Termine an Wochentagen siehe Website
Sondervorstellungen und Gruppenermäßigungen auf Anfrage.
www.3mpc.net
 
 
 
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Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
Handelskai 265, 1020 Wien
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Citybike Wien
Das Citybike Wien ist ein großflächig angelegtes Fahrradverleihsystem in Wien, das vom Werbeunternehmen Gewista betrieben wird. Citybike ist eine Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und ist nicht für die Nutzung über einen längeren Zeitraum gedacht.
Die Benutzung des Rades ist für die erste Stunde gratis. Die zweite Stunde kostet 1 Euro, die dritte 2 Euro, ab der vierten Stunde kostet es vier Euro.
Möchten Sie Ihre Bankomat-/Kreditkarte nicht nutzen, oder mehrere Karten erhalten, mit denen Sie Citybike Wien nutzen können, sind Sie bei der Citybike Card richtig, Voraussetzung dafür ist lediglich ein österreichisches Bankkonto. Sie können sich online für eine Citybike Card anmelden.
www.citybikewien.at
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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