Hoch- und Deutschmeister
Burgmusik in Wien - Wiederbelebung einer alten Tradition
Jeden Samstag – von Ende April bis Mitte Oktober - um 10.45 Uhr
Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at
Original Hoch- und Deutschmeister beim traditionellen Samstagskonzert im Burghof.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
1695 forderte Kaiser Leopold I. angesichts der anhaltenden Bedrohung durch die türkischen Heerscharen alle deutschen Fürsten auf, neue Regimenter für ihre Kämpfe zu rekrutieren und ihm zur Verfügung zu stellen. Einer dieser Fürsten war Franz Ludwig, Pfalzgraf zu Neuburg und bei der Rhein. Er hatte seinen Besitz dem Deutschen Ritterorden überschrieben; daraufhin musste auch der Orden ein Regiment aufstellen. 1695 wurde mit der Anwerbung begonnen.
Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at   Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at
Original Hoch- und Deutschmeister beim traditionellen Samstagskonzert im Burghof.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
In Donauwörth konnte 1696 das Regiment vereidigt werden. Ein Jahr später erhielten sie unter dem Oberkommando des Prinzen von Eugen bei Zenta ihre siegreiche Feuertaufe. Im Jahre 1741 ordnete Kaiserin Maria Theresia an, dass jedes Regiment seine eigene Kapelle haben sollte, um die Truppen zur Parade zu führen und sie im Kampf anzuspornen. Anlässlich der Geburt Josephs II. hatte die Deutschmeister-Kapelle ihre erste Parade in Mailand im Jahre 1741.
Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at
Original Hoch- und Deutschmeister beim traditionellen Samstagskonzert im Burghof.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Aus Sparsamkeitsgründen ordnete das Österreichische Hofkonzilium an, dass jeder kommandierende Oberst seine Regimentskapelle selber erhalten müsse. Viele Kapellen gingen dadurch zu Grunde. Graf Anton Colloredo, Kommandeur des Deutschmeister-Regiments, war jedoch darauf bedacht, daß die Kapelle erhalten blieb. Die Offiziere des Regiments unterstützten ihre Kapelle auch weiterhin, bis im Jahre 1918 die kaiserliche Armee aufgelöst wurde.
Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at
Original Hoch- und Deutschmeister beim traditionellen Samstagskonzert im Burghof.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
1781 stationierte Kaiser Joseph II. die Deutschmeister in Wien. Seit damals hat die Kapelle den unvergleichlichen Wiener Klang. Sie galt als die Lieblingskapelle des Kaisers und des Volkes. So wurde sie nicht nur für offizielle Anlässe, zum Beispiel bei der Wachablöse, eingesetzt, sondern gab auch öffentliche Konzerte vor dem Belvedere und in Schönbrunn. Damals schon war sie mehr als eine Militärkapelle, sie wurde zur Interpretin des österreichischen musikalischen Prunkes in Friedenszeiten.
Original Hoch- und Deutschmeister beim traditionellen Samstagskonzert im Burghof.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Bezeichnend für die musikalische Qualität der Hoch- und Deutschmeister war die Vielzahl der begnadeten Musiker in ihren Reihen. Viele wurden auch als Komponisten berühmt: Joseph Helmesberger, Joseph Bayer, Robert Stolz, Eddmund Eysler und Carl Michael Ziehrer. Im Jahre 1893 feierte die Kapelle unter Ziehrer als eine der populärsten Attraktionen der Weltausstellung in Chicago wahre Triumphe. 1910 entsandte sie Kaiser Franz Joseph höchstpersönlich auf eine Konzertreise nach Südamerika. Dort durfte Kapellmeister Wilhelm Wacek wahre Begeisterungsstürme verzeichnen.
Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Original Hoch- und Deutschmeister marschieren im Burghof ein.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Nach der Abrüstung 1918 blieb die Hoch- und Deutschmeister-Kapelle durch die Initiative des Kapellmeisters Julius Herrmann als private Organisation bestehen, da – wie Julius Herrmann damals sagte – Wien seine Musik behalten müsse. Dieser Gedanke wurde auch nach dem Ende des 2. Weltkrieges weitergelebt. In zahlreichen, äußerst erfolgreichen Tourneen in Europa und Nordamerika waren und sind die Hoch- und Deutschmeister ein lebendiges Symbol für Österreich und seine Jahrhunderte alte musikalische Tradition.
Original Hoch- und Deutschmeister © Erhard Gaube - www.gaube.at
Original Hoch- und Deutschmeister beim traditionellen Samstagskonzert im Burghof.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Nach dem Tode von Julius Herrmann 1977 übernahm Wilhelm Breitenfeld die organisatorische Leitung des Orchesters. Als musikalische Leiter konnten Prof. Horst Winter und später Prof. Ottokar Drapal gewonnen werden. Gemeinsam konnten große musikalische Erfolge in Österreich, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz errungen werden. Während dieser Zeit wurde das 250-jährige Jubiläum der Kapelle und das 300-jährige Bestehen der Hoch- und Deutschmeister gefeiert.
Die Verknüpfung der Jahrhunderte alten, österreichischen Tradition mit der temperamentvollen, ewig jungen Musik wird auch in Zukunft das bestimmende Merkmal der Hoch- und Deutschmeister sein.
Text auszugsweise aus
Original Hoch- und Deutschmeister
www.deutschmeister.at
Das Deutschmeister-Denkmal
Das Deutschmeister-Denkmal - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Deutschmeister-Denkmal, im Hintergrund die Rossauer Kaserne. Sie ist heute unter
anderem Hauptsitz des österreichischen Bundesministeriums für Landesverteidigung.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Deutschmeister-Denkmal war das erste Wiener Monument, das nicht einen Feldherrn pries, sondern zur Ehrung der einfachen Soldaten errichtet wurde, genauer gesagt jener des „k. u. k. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4“, so die offizielle Bezeichnung des Wiener Hausregiments. 1896, also zweihundert Jahre nach der Gründung dieses Regiments, wurden die Wiener aufgerufen, für ein Denkmal zu spenden. Als Ansporn legte man auch gleich den Grundstein. Am 29. September 1906 wurde das Monument schließlich enthüllt.
Das Deutschmeister-Denkmal - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Deutschmeister-Denkmal.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Auf dem hohen Sockel steht der „Deutschmeister-Fahnenträger“ mit gezogenem Säbel, an seiner Seite unten die berührende Darstellung des „treuen Kameraden“ und des „Grenadiers von Landshut“. Die Figur der „Vindobona“ vorne in der Mitte symbolisiert die Verbundenheit des Regiments mit Wien. Am Sockel befinden sich weiters Reliefs mit Kampfszenen aus den siegreichen Schlachten von Zenta gegen die Türken (1697) und von Kolin im Siebenjährigen Krieg gegen die Preußen (1757). Anton Weber sorgte für die architektonische Gestaltung, die Figuren stammen vom Wiener Bildhauer Johannes Benk, der auch zahlreiche Skulpturen für die Votivkirche, für die Hofburg und für das Wiener Rathaus schuf.
Das Deutschmeister-Denkmal - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Deutschmeister-Denkmal.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Deutschmeister-Denkmal ist nicht der einzige Versuch, die Erinnerung an dieses Regiment aufrechtzuerhalten. Die Deutschmeister-Musikkapelle mit ihren historischen Uniformen hält die Tradition des Regiments noch heute hoch. Auch die zahlreichen Deutschmeister-Märsche bewahren die Erinnerung. Der älteste „Teutschmeistermarsch“ stammt aus dem Jahr 1690. Er musste immer dann gespielt werden, wenn das Wiener Hausregiment in Paraden am Kaiser vorbeizog.
Hoch- und Deutschmeister bei der Wachablöse
Die Hoch- und Deutschmeister bei der Wachablöse im Burghof; Postkarte um 1910.
Quelle: www.deutschmeister.at
1809 schrieb Ludwig van Beethoven einen Deutschmeister-Marsch, der später allerdings der böhmischen Landwehr gewidmet wurde. Wie so oft setzte sich eine „inoffizielle“ Hymne durch. Der von Wilhelm August Jurek als Gelegenheitskomposition geschaffene Marsch „Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment …“ wurde niemals offiziell als Parademarsch genehmigt. Er erklang am 19.3.1893 zum ersten Mal im Kasino Ober St. Veit und ist der populärste dieser Märsche.
Text auszugsweise aus
Matthias Settele; Wiener Denkmäler; Perlen-Reihe
Franz Deuticke Verlagsges.m.b.H. - Wien
K.u.k. Infanterie-Regiment
Hoch- und Deutschmeister Nr. 4
Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr.4
Das als kaiserliches Regiment Teutschmeister zu Fuß 1696 gegründete spätere K.u.k. Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 (offizielle Bezeichnung: Niederösterreichisches Infanterie Regiment "Hoch- und Deutschmeister" Nr. 4; umgangssprachlich kurz: Hoch- und Deutschmeister) war ein sogenanntes „deutsches“ Infanterie-Regiment der kaiserlich-habsburgischen und später der k.u.k. Armee. Das Regiment wurde 1696 durch einen Vertrag Kaiser Leopolds I. mit dem Hochmeister des Deutschen Ordens, Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, aufgestellt und hieß zuerst „Pfalz-Neuburg-Teutschmeister“, wurde aber bald nur noch „Teutschmeister“ genannt. Das Regiment wurde in Franken geworben und sammelte sich in Donauwörth, um am 3. Juni 1696 in den kaiserlichen Dienst übernommen zu werden. Das Regiment nahm am Großen Türkenkrieg teil und war die meiste Zeit in Siebenbürgen eingesetzt. Am 11. September 1697 schlug das Teutschmeister-Regiment bei Zenta seine erste große Schlacht. Das Regiment zeichnete sich dabei so aus, dass der Kaiser auf den Bericht des Prinzen Eugen ein Dank- und Anerkennungsschreiben an den damaligen Kommandeur des Regiments, Damian Hugo Freiherr von Viermund zu Neersen, erließ. Im Siebenjährigen Krieg nahm das Regiment an der Schlacht bei Kolin teil, worauf sich auch sein Traditionstag, der 18. Juni 1757, zurückführt. Nach diesem Krieg wurden dem Regiment die Gegend des Wienerwaldes und die Wiener Vorstädte zur Werbung zugewiesen, worauf hin es sich zum Wiener Hausregiment entwickelte.
Das k.u.k. Infanterieregiment Nr.4 "Hoch- und Deutschmeister"
bei der Frühjahrparade 1898 auf der Schmelz
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bei Einführung der Stammnummern für Infanterieregimenter 1769 erhielt das Regiment die Nr. 4. Inhaber des Regiments war der jeweilige Ordenshochmeister, dessen Amt von 1530 bis 1929 umgangssprachlich „Hoch- und Deutschmeister“ genannt wurde, so dass 1814 der Regimentsname offiziell in „Hoch- und Deutschmeister“ geändert wurde. Nach Verlust der Souveränität des Ordens 1806 war Inhaber bis 1918 stets ein Habsburger Erzherzog. Im Jahre 1914 gehörte das Regiment zur 25. Infanterie Truppendivision im II. Armeekorps. Es war zum größten Teil in Wien stationiert, jedoch lag ein Bataillon in Wöllersdorf und ein weiteres in Konjic. Das Regiment setzte sich zu diesem Zeitpunkt zu 95% aus deutschsprachigen und zu 5% aus andersprachigen Angehörigen zusammen. Im Jahre 1915 verloren alle Regimenter ihre Zusatz- und Ehrennamen und wurden nur noch nach ihrer Stammnummer benannt. Von da an hieß das Regiment -zumindest offiziell- nur noch Infanterie-Regiment Nr. 4.
Verbandstradition nach 1918
Spätere Truppenteile erhielten aus Traditionsgründen ebenfalls den Ehrennamen „Hoch- und Deutschmeister“. Im Bundesheer der ersten österreichischen Republik erhielt das Infanterieregiment 4 den Traditionsnamen „Hoch- und Deutschmeister“. Während des Zweiten Weltkrieges trug die 44. Reichs-Grenadier-Division Hoch- und Deutschmeister diesen Beinamen, wobei das 3. Bataillon des Grenadier-Regiments Nr. 134 als einer der wenigen Verbände der Deutschen Wehrmacht eine gesonderte Fahne führte. Sie war der Truppenfahne der ehemaligen k.u.k. Armee nachgebildet. Die militärischen Traditionsträger im österreichischen Bundesheeres der heutigen Republik waren zunächst das Landwehrstammregiment 21 (dann als Jägerregiment 2 der 2. Jägerbrigade) und anschließend bis zu seiner Auflösung im Sommer 2006 das Jägerregiment WIEN. Derzeit wird die Tradition vom Jägerbataillon Wien 1 fortgesetzt.
Jägerbataillon Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister"
Jägerbataillon Wien 1 Hoch- und Deutschmeister © www.bundesheer.at
Jägerbataillon Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister". Das Bataillon ist angetreten.
© www.bundesheer.at
Das Jägerbataillon Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister" ist eines der beiden Miliz-Bataillone der Bundeshauptstadt Wien. Hervorgegangen ist das Jägerbataillon Wien 1 aus den beiden Jägerbataillonen 4 und 6 des ehemaligen Jägerregimentes Wien. Damit setzt es die Tradition des Wiener Hausregimentes der "Hoch- und Deutschmeister" fort. Die Soldaten des Jägerbataillons Wien 1, die fast ausschließlich dem Milizstand angehören, beherrschen die klassischen Aufgaben eines Jägerbataillons wie etwa den Angriff, die Verteidigung, den Verzögerungskampf oder den Schutz von wichtigen Gebäuden und Einrichtungen.
Jägerbataillon Wien 1 Hoch- und Deutschmeister © www.bundesheer.at
Jägerbataillon Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister".
Waffenübung "Indian Summer" im September 2012. Alle sind bereit für den Angriff .
© www.bundesheer.at / Kurt Fruehwirth
Das Jägerbataillon Wien 1 steht stellvertretend für den hohen Stellenwert der Miliz in der österreichischen Gesellschaft. Auch für die zahlreichen internationalen Friedenseinsätze des Österreichischen Bundesheeres leisten die Milizsoldaten des Bataillons mit großem persönlichen Einsatz einen wichtigen Beitrag. Getreu dem Wahlspruch "Deutschmeister ist und bleibt man" wird das Jägerbataillon Wien 1 auch in Zukunft gut gerüstet und hoch motiviert seine Aufgaben erfüllen.
Text auszugsweise aus
Jägerbataillon Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister"
www.bundesheer.at
Die Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
1696 bis 1886
200 Jahre Hoch- und Deutschmeister
30 Autotypien nach photographischen Originalaufnahmen
Charles Scolik k.u.k. Hof-Photograph, Wien VIII.
Verlag von R. Lechner ( Wilh. Müller )
k.u.k. Hof- und Universitäts - Buchhandlung.
Wien, I. Graben 31
1886
(auszugsweise mit Originalbildtexten)
Bucheinband und Titelblatt "200 Jahre Hoch- und Deutschmeister"
Gebunden, 38 x 29 cm; Verlag von R. Lechner ( Wilh. Müller )
k.u.k. Hof- und Universitäts - Buchhandlung. Wien, I. Graben 31; 1886
aus dem Vorwort
... das Werk ist aus rein patriotischem Sinne - ohne jedwede Absicht auf irgend welchen pecuniären Nutzen - geschaffen worden, und haben der Autor sowie die Verlagsfirma R. LECHNER (Wilh. Müller), k. und k. Hof- und Universitäts-Buchhandlung, Wien I. Graben 31, ind der uneigennützigsten, selbstlosesten Weise weder Mühe noch bedeutende Kosten gescheut, um nach Kräften zur Verherrlichung des Jubelfestes unseres hochgeschätzten Hausregiments beizutragen.
Die vorzüglich gelungenen Autotypien sind aus der Kunstanstalt C. A. ANGERER & GÖSCHL hervorgegangen ...
Charles Scolik k.u.k. Hof-Photograph
Adjustierung 1696
Im Jahre 1696 trug die Mannschaft einen bequemen perlgrauen oder drapfarbigen Tuchrock mit niedrigem Kragen und breiten Ärmelaufschlägen. Von gleicher Farbe wie der Rock oder rot war das Kamisol, das eng anliegend unter ersterem getragen wurde.
Die Hose war kurz und weit, aus schwarzem oder rotem Tuch oder Leder, und reichte bis zu den langen roten oder weissen Wollstrümpfen. Das Halstuch, auch der Filzhut waren von schwarzer Farbe.
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Schiessen
Kommando: "Schlagt an!" - "Gebt Feuer!"
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Schiessen
Kommando: "Viertes Glied gebt Feuer!"
Jeder Mann hatte 2 Hemden, einen Ranzen von rauhem Kalbfell und trug ein Pulverhorn, bis 1698 einen Patronengürtel, später eine große Patronentasche für 40 Patronen, einen ledernen Leibgürtel für den Degen; die Bewaffnung bestand aus Flinten, Musketen, Luntengewehr mit Hacke, bei den Pikenieren lange Piken, bei den Unteroffizieren das sogenannte Kurzgewehr.
Adjustierung 1756
Der Rock war von weißem Tuch, mit langen in den Ecken umgeschlagenen Schössen. Vorne in der Länge des Rockes war eine Reihe Messingknöpfe angebracht. Unter dem Rocke trugen Offiziere und Mannschaft eine knapp anliegende Weste - Kamisol - mit engen Ärmeln. Die Hose war eng anliegend von weißem Tuch oder Leder.
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Von den Douplirungen
Kommando: "Das zweite und vierte Glied vorwärts rechts,
douplirt die Glieder - Marche!"
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Chargirung mit Peletons
Kommando: "Schlagt an!" - "Feuer!"
Im Frieden waren weiße, über die Knie reichende, im Felde schwarze Gamaschen vorgeschrieben. Der schwarze, niedere, runde Filzhut hatte die breite Krempe auf 3 Seiten aufgeschlagen. Die Bewaffnung der Mannschaft war das Feuersteingewehr mit Bajonett, jene der Unteroffiziere breiter Säbel in messingbeschlagener Lederscheide an weißem Riemen über dem Kamisol und Kurzgewehr.
Adjustierung 1809
Anstelle des Rockes kommt der Frack aus weichem Tuche mit hohem Stehkragen und Achselklappen, engen Ärmeln und einer Knopfreihe. Die Schuhe reichten bis über die Knöchel, die Mannschaftsgamaschen aus schwarzem Tuch bis zum Knie.
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Aufstellung des Zuges, Stellung mit dem Gewehr
Kommando: "Habt acht!" - "Richt euch!" - "Marche!"
Als ausserdienstliche Kopfbedeckung diente die Tuchholzmütze, für Paraden während der Übergangsperiode der Helm, dann der nach oben sich ausweitende Czako mit Messingkokade und schwarz-gelber Wollrose. Die Schusswaffe war das Feuerstein- oder Zündergewehr mit stets aufgepflanztem Bajonett.
Adjustierung 1848
Gegenüber den früheren Zeitepochen sind in diesem Abschnitt bedeutend weniger Veränderungen in der Adjustierung und Ausrüstung vorgekommen.
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Marsch des Zuges
mit "Kolben hoch!"
Adjustierung 1896
Der Waffenrock für Paraden, die Bluse für Übungen und im Felde sind aus dunkelblauem Tuch. Als Beinkleid wird eine etwas lichtere blaue Tuchhose, als Fußbekleidung werden Schnürschuhe getragen. Zur Kopfbedeckung dient bei Paraden der Czako, im Feld und bei Übungen die Feldkappe aus blauem Tuch.
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Adjustierungs - Bild: Officier und Mannschaft
Adjustierung der Hoch- und Deutschmeister
Feuer des geschlossenen Zuges
Kommando: "Schiessen!" - "Erstes Glied kniet!" -
"Fertig!" - "Zug an!" - "Feuer!"
Die Gamaschen der Mannschaft, für kalte und nasse Witterung zu tragen, sind nieder und aus blauem Tuch. Die Bewaffnung besteht aus dem Mannlicher-Repetiergewehr, Modell 1888, mit Gradzugverschluß und Paketladung.
Website Screenshot 2017: http://www.deutschmeister.at
Original Hoch- und Deutschmeister
Burgmusik:
Jeden Samstag – von Ende April bis Mitte Oktober
- marschieren wir um 10.45 Uhr von der Kreuzung Graben/Kohlmarkt
über den Kohlmarkt und den Michaelerplatz in den Burghof.
Dort spielen wir ein Platzkonzert in der traditionellen Kreisaufstellung,
selbstverständlich bei freiem Eintritt.
Kurz vor 12 Uhr marschieren wir wieder zurück zum Michaelerplatz.
Wir würden uns freuen, Sie bei einem der Konzerte begrüßen zu dürfen.
www.deutschmeister.at/
 
 
  Österreich Serien:
    Die Garten Tulln
    AKW Zwentendorf
    Eisenbahnmuseum
    Wiener Bahnhöfe
    Neusiedler See
    Die Donau
    Donauauen
  Geschichte und Kultur
    Heeresgesch. Museum
    Steinzeit
    Bronzezeit
    Eisenzeit - Kelten
    Die Römer in Wien
    Carnuntum
    Wien im Mittelalter
    1.Türkenbelagerung
    2.Türkenbelagerung
    Franzosenkriege
    Anschluss 1938
    Kampf um Wien
    Nachkriegszeit
    Staatsvertrag
  Wirtschaft und Technik
    Eisenbahn Geschichte
    Der "Blaue Blitz"
    Stadtbahn Wien
    LOFAG
    Autoindustrie
    Donauschifffahrt
    Luftfahrt Geschichte
    Austrian Airlines
    Flughafen Wr. Neustadt
    Flugfeld Aspern
  Militär und Luftfahrt:
    Die Deutschmeister
    Seeschlacht v. Lissa
    k.u.k. Kriegsmarine
    Nordpolexpedition
    Patrouillenbootstaffel
    Österr. Luftstreitkräfte
    Alouette III
    Eurofighter EF2000
    Österr. Landstreitkräfte
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
© design by gaube 2016
design by gaube