Die Donau
Zweitgrößter und zweitlängster Fluss in Europa
Donau © Erhard Gaube - www.gaube.at
Fahrgastschiff "Wien" auf der Donau in Wien, links die Reichsbrücke.
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Die Donau ist mit einer mittleren Wasserführung von rund 6855 m³/s und einer Gesamtlänge von 2857 Kilometern nach der Wolga der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa. Der Strom entwässert weite Teile Mittel- und Südosteuropas. Er verbindet als Wasserweg sehr heterogene Kultur- und Wirtschaftsräume und durchfließt dabei zehn Länder (Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien und Ukraine) – so viele wie kein anderer Fluss auf der Erde.
Schiffsschleuse Freudenau in Wien.
 Die Donau führt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im Mittleren Schwarzwald entspringen. Sie durchquert drei große Beckenlandschaften: das nördliche Alpenvorland und das Wiener Becken (Oberlauf), die Pannonische Tiefebene (Mittellauf) und das Walachische Tiefland (Unterlauf). Die trennenden Gebirge durchschneidet sie in Engtälern, deren bekannteste Abschnitte der Donaudurchbruch bei Beuron, die Wachau, die Hainburger Pforte (auch Preßburger Pforte) und das Eiserne Tor sind. Der Strom mündet über das ausgedehnte Donaudelta ins Schwarze Meer.
© Citype - 2005 - Erhard Gaube
Die Donau hat eine hohe geografische, historische und kulturelle Bedeutung in Europa und ist im deutschen Sprachraum in ihrer Bedeutung dem Rhein vergleichbar. Hinsichtlich des Einzugsgebietes steht sie mit 796.000 km² (8 % der Fläche Europas; nach anderen Quellen 817.000 km²) hinter der Wolga (1.360.000 km²) und vor dem Dnepr (531.817 km²) an zweiter Stelle. Das Einzugsgebiet der Donau umfasst etwa 817.000 Quadratkilometer. Es ist etwas asymmetrisch; links (nördlich) der Donau liegen 56 Prozent der Fläche, rechts 44 Prozent. Dennoch steuern die Nebenflüsse der kleineren rechten Seite rund zwei Drittel des Wasservolumens bei, was vom hier größeren Flächenanteil hoher Gebirge herrührt, die zudem einen großen Teil der von West- und Südwestwinden herangeführten Feuchte abfangen.
Hochwasserführende Donau bei Ingolstadt.
Die Donau entspricht in ihrem Charakter in Österreich einem Gebirgsfluss. Das durchschnittliche Gefälle liegt bei 40 Zentimeter pro Kilometer und die Strömungsgeschwindigkeit bei 1 bis 3 Meter pro Sekunde. Die Schneeschmelze im Gebirge verursacht Hochwässer vom späten Frühjahr bis in den Hochsommer, niederschlagsbedingte Hochwässer können das ganze Jahr über auftreten. Für die Tier- und Pflanzenwelt ist die Donauniederung eine Wanderstrecke entlang der Ost-West-Achse. Die ursprüngliche Donau wird dem Furkationstyp zugeordnet. Vor der Regulierung im 19. Jahrhundert existierte ein reich gegliedertes System von Haupt-, Neben- und Altläufen, deren Abflusskapazität ständig wechselte.
Hochwasser - Linzer Altstadt.
  Die Dynamik der Donau führte zur ständigen Neu- und Umbildung der Landschaft. Neue Gewässer entstehen, Inseln werden gebildet, Altwässer verlanden, Waldflächen kommen auf und werden wieder abgetragen. Auch heute noch ist dieser Typus erkennbar und soll durch die neuen Flussbaumaßnahmen wieder hergestellt werden.
© Erhard Gaube
Uferlandschaft Donauauen.
Die Donau nimmt bezüglich ihrer Fauna (zirka 70 Arten) eine Sonderstellung unter den mitteleuropäischen Flüssen ein, da einige Arten nur in ihrem Flusssystem vorkommen. Bedrohte Fischarten sind unter anderem Zingel, Steingreßling und Huchen; es überwiegen Aale, Weißfische, Karpfen, Schleien, Barben, Brachsen, Hundsfische, Hechte und Welse.
Eingriffe / Nutzung
Donau und Donauinsel mit der Entlastungsrinne.
Die Donau wurde im vorigen Jahrhundert reguliert, dies schien erforderlich um die Schifffahrt zu erleichtern und die Agrarlandschaft des Marchfeldes vor Hochwässern abzusichern. Dadurch kam es aber auch zu einer grundlegenden Verschiebung der ökologischen Gegebenheiten im Gewässersystem: die Kanalisierung des Hauptstromes mit befestigten flussbegleitenden Uferdämmen, die Abtrennung von Nebenarmen, die Einschränkung der Hochwassereinwirkung auf die Auenlandschaft und einen höheren Wasserrückhalt in den Altarmen durch den Einbau von rückstauenden Traversen.
Kiesgewinnung auf der Donau bei Regensburg.
Der Hauptstrom selbst wird seither durch wasserbauliche Maßnahmen (Baggerungen, Einbau von Buhnen und Leitwerken, ... ) an die technischen Erfordernisse der Schifffahrt angepasst. Seit den 50iger Jahren wurde in Österreich eine beinahe lückenlose Kette von Donaukraftwerken errichtet. Nur die Wachau und der Bereich im Nationalpark Donau-Auen blieben als freie Fließstrecken erhalten.
Donaukraftwerk Freudenau in Wien.
 Die Kraftwerke haben den durchgehenden Donaustrom in eine Abfolge von Stauseen gewandelt, behindern die Wanderung der Tierwelt und halten das Geschiebe zurück. Dies verstärkt auch maßgeblich die "Selbsteintiefung" der Donau. Derzeit beträgt diese rund 1-2 cm pro Jahr, es gibt jedoch starke lokale Unterschiede. Langfristig besteht Handlungsbedarf, da die umliegende Auenlandschaft trockener wird.
Die Donau - eine Bilderreise
  Donautal bei Beuron © Undine Aust - Fotolia.com
Das Donautal bei Beuron (Bild). Der Donaudurchbruch bei Beuron liegt im Oberlauf der Donau zwischen Fridingen und Sigmaringen im ehemaligen Dreiländereck von Württemberg, Hohenzollern und Baden. In dem je nach Definition etwa 10 bis 20 km langen Gebiet im Naturpark Obere Donau durchbricht die Donau die Schwäbische Alb in deren südwestlichem Teil. Im Gegensatz zum Donaudurchbruch bei Weltenburg ist hier die Bezeichnung geologisch zutreffend
  weltenburg   © vieraugen - Fotolia.com
Der Donaudurchbruch bei Weltenburg liegt am niederbayerischen Abschnitt der Donau zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg (Bild). Das Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“, das seit 1938 besteht, wurde am 5. März 1978 mit dem Europadiplom ausgezeichnet.
Donaudurchbruch bei Weltenburg  © Ron34 - Fotolia.com 
Das Durchbruchstal (Bild) wird von bis zu 80 m hohen Felswänden begrenzt, in denen kleinere Höhlen liegen. Zwischen der sogenannten Stillen und der Langen Wand verengt sich der Strom bis auf 110 Meter.  In Deutschland legt die Donau von der Bregquelle bis zur deutsch-österreichischen Grenze ihre ersten gut 618 Kilometer zurück; sie bildet damit die viertlängste Flussstrecke in Deutschland. Jedoch verliert sie etwa 75 Kilometer unterhalb des Bregursprungs den größten Teil ihres Wassers in der Donauversinkung; während der überwiegenden Zeit des Jahres sogar vollständig.
  ulm © mary416 - Fotolia.com
Von Ulm (Bild) bis Kelheim ist die Donau Landeswasserstraße; von Kelheim bis zur österreichischen Grenze Bundeswasserstraße mit 203 km Schifffahrtsweg. Die größten Städte des deutschen Laufabschnitts sind nacheinander Tuttlingen, Ulm, Neu-Ulm, Neuburg an der Donau, Ingolstadt, Regensburg, Straubing und Passau.
  © Frank Merfort - Fotolia.com
Ausblick auf die Donau von der Walhalla bei Regensburg (Bild). Der Hafen Regensburg ist mit einem Gesamtumschlag 2003 von 6.681.000 t (Schiff: 3.194.000 t) der größte Hafen Bayerns. Seine Lage am Europakanal Rhein-Main-Donau macht ihn zu einem wichtigen Umschlagplatz zwischen den Nordseehäfen und Osteuropa.
  passau  © Hendrik Schwartz - Fotolia.com
In Passau (Bild) fließen zunächst die Ilz mit moorbraunem Wasser von links in die dunkelblaue Donau und gleich danach von rechts der grüngraue Inn. Die Donau hat noch ein längeres Stück nach dem Zusammenfluss diese drei Farben. Das Wasser des Inn dominiert hier das Bild; dies rührt weniger von seiner im Mittel größeren Wasserführung her als von seiner geringeren Tiefe (Inn: 1,90 Meter, Donau: 6,80 Meter – „der Inn überströmt die Donau“). Nach der Staatsgrenze – zwischen Passau und Jochenstein in der Flussmitte – folgt das mit etwa 50 km längste dieser Engtäler, das Oberösterreichische Obere Donautal mit der Schlögener Schlinge.
  © Anticiclo - Fotolia.com
Die Schlögener Schlinge (Bild) ist eine Flussschlinge im oberen Donautal in Oberösterreich, etwa auf halbem Weg zwischen Passau und Linz. Sie ist der größte Zwangsmäander Europas. Früher galt diese Schlinge als eine der gefährlichsten Stellen des Donaulaufes für die Schifffahrt. Bei der alten Schifferstadt Grein und Schloss Greinburg hat die Donau mit ca. 20 m ihre tiefste Stelle in Österreich. Es folgen mit Strudengau und Nibelungengau zwei weitere Engtäler und rund 90 Kilometer hinter Linz erreicht der Strom Melk mit seinem gewaltigen Barockstift.
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Donau bei Mauterndorf; Wachau (Bild).
Den Dunkelsteiner Wald abschneidend, durchfließt der Strom auf den folgenden knapp 35 Kilometern eine der schönsten Donaulandschaften, die Wachau, die an Dürnstein vorüber bis nach Krems reicht. An der Korneuburger Pforte knickt sie um den Wienerwald herum, den letzten Nordost-Ausläufer der Alpen, und erreicht dann durch die Wiener Pforte das weiträumige Wiener Becken.
  Donau in Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at
 Hier liegt mit Österreichs Hauptstadt Wien (Bild) die lange Zeit größte und bedeutendste aller Donaustädte, mit der inzwischen Belgrad und Budapest gleichgezogen haben. Bis kurz hinter Wien hat der Strom eher Gebirgsflusscharakter, erst danach wandelt er sich allmählich zu einem Tieflandfluss.
  © bedjar - Fotolia.com
Hainburg (Bild). Durch die Donau-Auen nähert sich die Donau der Staatsgrenze zur Slowakei und bei der Thebener Pforte erreicht sie das Pannonische Becken, womit ihr Oberlauf im eigentlichen Sinne zu Ende geht.
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Nur knapp 45 Kilometer von Wien entfernt, unmittelbar hinter der österreichisch-slowakischen Grenze, passiert die Donau die slowakische Hauptstadt Bratislava (Bild). Die Donau bildet kurz die Grenze zu Österreich, fließt dann durch die slowakische Hauptstadt und bildet schließlich die Grenze zu Ungarn.  In der Nähe von Bratislava zweigt am linken Ufer ein Seitenarm, die Kleine Donau, von der Donau ab und bildet mit der Großen Schüttinsel die größte Flussinsel Europas.
  © gallas - Fotolia.com
Die Donau zwischen Slowakei und Ungarn (Bild). Nahe der Einmündung des Ipel verlässt die Donau bei Szob die Staatsgrenze und ist nun an beiden Ufern ungarisch. Kurz darauf wird sie vom Börzsöny-Gebirge nach Süden abgedrängt und verläuft zwischen Gerecse- und Pilisgebirge. Ab dem eindrucksvollen, um rund 90 Grad abknickenden Donauknie bei Visegrád strebt die Donau für rund 500 Kilometer strikt südwärts.
  budapest  © Aleksandar Kosev - Fotolia.com
Nach ungefähr 40 Kilometern durchfließt die Donau Budapest (Bild). Bei Budapest erreicht sie eine Breite von 400–500 Metern. Budapest ist flussabwärts die letzte Stadt, die beidseitig der Donau liegt. Zugleich verlässt die Donau hier das ungarische Mittelgebirge und markiert ab hier die westliche Grenze der Großen Ungarischen Tiefebene. Nachdem sie zahlreiche kleinere Städte passiert hat, verlässt sie kurz hinter Mohács das ungarische Staatsgebiet. Anfangs teilen sich Kroatien (rechtes Ufer) und Serbien (linkes Ufer) die Donau. Bei Bačka Palanka macht die Donau einen Knick und durchquert dann Serbien in südöstlicher Richtung, von der kroatischen hin zur rumänischen Grenze.
  novi sad  © goce risteski - Fotolia.com
Weiter stromabwärts passiert der Strom die Stadt Novi Sad (Bild).
  belgrad  © aerogondo - Fotolia.com
Nach noch einmal 75 Kilometern erreicht die Donau Belgrad (Bild), die mit knapp 1,57 Millionen Einwohnern drittgrößte Stadt an der Donau. Auf ihrem weiteren Weg durch Serbien fließt die Donau an den Industriestädten Pančevo, an der Mündung des Temesch, und Smederevo vorüber, wo die Morava in die Donau mündet.
  Golubac © mladentomic - Fotolia.com
Festung Golubac (Bild) - Die Festung zählt heute zu den am besten erhaltenen in ganz Serbien. Unterhalb der Ruine der serbischen Festung Golubac tritt sie in die beeindruckende Donauschlucht am Eisernen Tor ein. Die Donau fließt als Grenzfluss zwischen Serbien und Rumänien bis zu den beiden Staudämmen Djerdap 1 und 2.
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Das Eiserne Tor (Bild) gilt als einer der imposantesten Taldurchbrüche Europas. Es liegt in den südlichen Karpaten (zwischen dem Serbischen Erzgebirge und dem Banater Gebirge) an der Grenze von Rumänien zu Serbien. Bereits in den 1830er Jahren wurden im Auftrag Ungarns erste Felssprengungen zur Verbesserung der Fahrrinne durchgeführt. Beim Berliner Kongress 1878 war Österreich-Ungarn mit der Regulierung der Donaustrecke am Eisernen Tor betraut worden.
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Bis zu seiner Entschärfung 1972 im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Eisernes Tor 1 galt es als der für die Schifffahrt gefährlichste Flussabschnitt der Donau, der nicht ohne ortskundige Lotsen passiert werden konnte. Am Cazan bzw. Kazan (dt. Kessel) zwischen den Städten Orșova und Donji Milanovac wird die Anstauung der Donau auf 200 Meter Breite und 80 Meter Tiefe reduziert.
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Das Kraftwerk Eisernes Tor 1 (Bild) ist das größte Laufkraftwerk in der Donau an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien und liegt am Eisernen Tor. Zum Fertigstellungszeitpunkt zählte es als das weltweit größte Flusskraftwerk mit einer Engpassleistung von 2052 MW.
  © Tudor Neacsu - Fotolia.com
Nun macht der Fluss einen Knick nach Süden vorbei an Gruia, Pristol, Cetate und Calafat. Dann beginnt die Donau ihre 400 Kilometer lange Reise gen Osten als Grenze zu Bulgarien. Die Donau ist zwar der einzige schiffbare Fluss Bulgariens, hat aber verkehrstechnisch nur regionale Bedeutung für diesen dünn besiedelten Landesteil. Entlang der fast 500 Kilometer langen Strecke existiert lediglich eine Brücke
© Vladislav Gajic - Fotolia.com 
Es gibt zwölf bulgarische Donauhäfen mit einer kleinen Handelsflotte, darunter Swischtow, Russe, Widin, Nikopol, Lom und Silistra. Als Grenzrevisionspunkt im Nordwesten ist darüber hinaus noch Orjachowo von Bedeutung. In der Stadt Swischtow erreicht die Donau auch ihren südlichsten Punkt, von hier an fließt sie allmählich nordwärts und verlässt dann hinter Silistra das bulgarische Territorium.
  Uferszene bei Vilkovo am Donaudelta © Udo Kruse - Fotolia.com
Kurz hinter der Mündung des Pruth bildet der Fluss die Grenze zwischen Rumänien auf dem rechten Ufer und der Ukraine. Die bedeutendsten ukrainischen Städte an der Donau sind Ismajil, Kilija sowie Wylkowe (Bild), wo der Bystre-Kanal beginnt. Hinter dem ukrainischen Abschnitt wird die Donau in den beiden südlich gelegenen Mündungsarmen wieder auf beiden Ufern rumänisch, während der nördliche Kilijaarm weiterhin die Grenze zur Ukraine bildet. Sie formt bei ihrer Mündung in das Schwarze Meer das Donaudelta mit rund 800.000 Hektar Fläche (davon rund 680.000 Hektar in Rumänien).
  © Tudor Stanica - Fotolia.com
Donaumündung im Donaudelta in das Schwarze Meer (Bild).
Das Donaudelta in Rumänien ist das Mündungsgebiet der Donau am Schwarzen Meer und – nach dem Wolgadelta – das zweitgrößte Flussdelta Europas. Es besteht aus drei Hauptarmen sowie unzähligen Seitenarmen, Röhrichten, schwimmenden Inseln, Altarmen und Seen, aber auch Auwäldern sowie extremen Trockenbiotopen auf Dünen. Kurz vor Tulcea teilt sich der Strom in zwei Arme nach Chilia und Tulcea, kurz hinter Tulcea teilt er sich erneut in zwei Arme nach Sulina und Sfântu Gheorghe. Das 5000 km² große, weltweit einmalige Ökosystem ist Europas größtes Feuchtgebiet, es gilt als größtes zusammenhängendes Schilfrohrgebiet der Erde und ist der Lebensraum von über 4000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten.
Die Donau - Fauna und Flora
  Pelikane im Donaudelta © porojnicu - Fotolia.com
Rosapelikane (Pelecanus onocrotalus) im Donaudelta
Insgesamt sind über 300 Vogelarten an der Donau beheimatet. Die Donau ist eine der bedeutendsten europäischen Vogelzugstraßen und die an ihr gelegenen noch naturnahen Gebiete bilden oftmals wichtige Areale für Überwinterung, Brut und Rast, darunter auch für seltene Arten wie Uhu, Eisvogel, Seeadler, Schwarzstorch, Schwarzmilan und Würgfalke. Herausragend sind dabei die Schutzgebiete Donauauen, Kopački rit und vor allem das Donaudelta.
  äskulapnatter  © Julius Kramer - Fotolia.com
Äskulapnatter (Zamenis longissimus; Syn.: Elaphe longissima)
Das Naturschutzgebiet Donauleiten liegt donauabwärts zwischen Passau und Jochenstein auf der linken, nördlichen Donauseite. Es handelt sich um eine sehr steile Abbruchkante, an der sich der Bayerische Wald gegenüber der Molassesenke des Alpenvorlandes um über hundert Meter gehoben hat. Durch die Exponierung gegen Süden wärmen sich Granit und Gneis dieser Donauhänge auf und sorgen für ein fast mediterranes Klima. Daher haben auf dieser Klimainsel viele Arten die Klimaverschlechterung der letzten nacheiszeitlichen Wärmeperiode überlebt. So gelten die Donauleiten in Deutschland als bedeutendstes Vorkommen der bis zu zwei Meter langen schwärzlich-grünen Äskulapnatter.
  apollofalter    © Yvonne Stadtfeld - Fotolia.com
Apollofalter (Parnassius apollo)
Die Vielfalt an Insekten ist bemerkenswert: Schwalbenschwanz, Segelfalter und großer Schillerfalter können häufig beobachtet werden. Sogar Weißer und Schwarzer Apollofalter kommen noch vereinzelt vor.
  zander  © Kletr - Fotolia.com
Zander (Sander lucioperca, Syn.: Stizostedion lucioperca, Lucioperca sandra)
  karpfen   © Kletr - Fotolia.com
Karpfen (Cyprinus carpio)
Eines der größten Auengebiete in Mitteleuropa sind die Donauauen nahe Wien bei Hainburg, dort erstreckt sich von der Lobau (noch auf Wiener Stadtgebiet) bis zur Einmündung der March der Nationalpark Donau-Auen, in dem rund 70 Fisch-, 30 Säugetier- und 100 Vogelarten leben.
  fischadler  © Bergringfoto - Fotolia.com
Fischadler (Pandion haliaetus)
Die Donauauen sind verbindendes Glied der Lebensräume um Neusiedlersee, Donau und March und beherbergen vor allem im Winter sowohl große Mengen an Tieren wie Gänse, Seeschwalben, Gänsesäger, Schellenten, Limikolen, Stockenten, aber auch viele eher seltene Arten wie Schelladler, Fischadler oder Singschwäne.
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Steppenmöwe (Larus cachinnans)
Auch Kopački rit, ein noch unberührtes Sumpfgebiet an der Draumündung in die Donau im Nordosten Kroatiens ist ein wichtiges Überwinterungsgebiet; über 260 Vogelarten nisten hier, darunter auch so seltene wie der Seeadler. Zahllose weitere Arten nutzen es als Rast- und Überwinterungsgebiet.
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Rallenreiher (Ardeola ralloides)
Der Nationalpark Đerdap erstreckt sich entlang der Donau, von der Stadt Golubac bis zur Kleingemeinde Tekija, über eine Länge von 100 km und über eine Fläche von 63.680 Hektar. Das Einzigartige an diesem Park sind die riesigen Schluchten und Pässe durch die die Donau fließt.
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Springfrosch (Rana dalmatina)
Die tertiäre Flora, Vegetation und Fauna machen ihn zu einem einzigartigen Naturreservat. Die über 1100 Pflanzenarten, die hier zu finden sind, als auch Bären, Luchse, Wölfe, Goldschakale, Schwarzstörche, einige Eulenarten und andere seltene Tiere bestätigen dies ebenfalls. Am wichtigsten für die Vogelwelt an der Donau ist das Donaudelta, ein zentraler Punkt der europäischen Vogelzugstraße und zugleich Übergangszone von europäischer und asiatischer Fauna. Weit über 300 Vogelarten rasten, überwintern oder brüten hier, darunter zum Beispiel Pelikane, Reiher, Löffler, Greifvögel oder auch die seltene Rothalsgans.
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Brandgans (Tadorna tadorna)
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Kormorane (Phalacrocorax carbo) im Donaudelta
Typische Donaufische sind Barbe, Nase, Blaunase, Aitel, Hasel, Brachse, Karpfen, Güster, Hecht, Zander, Barsch, Aal, Schied, Huchen, Sterlet und Welse sowie Bitterling, Gründling, Schlammpeitzger, Schrätzer, Zingel und Streber, wobei die Störartigen anders als früher durch den Bau der Staustufe am Eisernen Tor nicht mehr bis Wien gelangen können.
  hecht   © Kletr - Fotolia.com
Hecht (Esox lucius)
Einige Arten sind gar in der Donau oder ihren Nebenflüssen endemisch, so zum Beispiel das Donaubachneunauge. Begünstigt durch verstärkten Landschaftsschutz und Renaturierungen von Donaueinzugsgebieten konnten seltenere Fischarten vor allem in Deutschland und Österreich wieder etabliert werden. So wurde der eigentlich seit 1975 ausgestorben geglaubte Hundsfisch (Umbra krameri), ein Hechtverwandter, 1992 wiederentdeckt und konnte im Rahmen von Nachzuchtprogrammen wieder angesiedelt werden. Im Donaudelta finden sich über 150 Fischarten, etwa Stör, europäischer Hausen, Karpfen, Wels, Zander, Hecht und Barsch.
  wels  © Kletr - Fotolia.com
Europäischer Wels oder Flusswels (Silurus glanis)
Das Donaudelta in Rumänien ist das Mündungsgebiet der Donau am Schwarzen Meer und – nach dem Wolgadelta – das zweitgrößte Flussdelta Europas. Es besteht aus drei Hauptarmen sowie unzähligen Seitenarmen, Röhrichten, schwimmenden Inseln, Altarmen und Seen, aber auch Auwäldern sowie extremen Trockenbiotopen auf Dünen. Kurz vor Tulcea teilt sich der Strom in zwei Arme nach Chilia und Tulcea, kurz hinter Tulcea teilt er sich erneut in zwei Arme nach Sulina und Sfântu Gheorghe. Das 5000 km² große, weltweit einmalige Ökosystem ist Europas größtes Feuchtgebiet, es gilt als größtes zusammenhängendes Schilfrohrgebiet der Erde und ist der Lebensraum von über 4000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten. Urtümliche Galeriewälder aus Eichen, Weiden und Pappeln säumen die Ufer des Donaudeltas.
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Zauneidechse (Lacerta agilis)
Das Donaudelta besteht aus einem dichten Gewässernetz von Seen, Altarmen, Flüssen und Kanälen, welche die Hälfte der rumänischen Binnenfischproduktion liefern. Zu den häufigsten Fischarten gehören Störe, Wildkarpfen, Karauschen, Brassen, Rotaugen, Rotfeder, Schleien sowie Raubfische wie Flussbarsche, Zander, Rapfen, Hechte und Welse. Das Donaudelta gehörte aufgrund seiner Größe und Naturbelassenheit mit zu den weltbesten Fischrevieren für Wildkarpfen und Großwelse, Letztere angeblich bis 2 Meter lang und 100 Kilogramm schwer. Berufsfischer erbeuteten einen Wels von 162 Kilogramm.
  fischotter © michaklootwijk - Fotolia.com
Fischotter (Lutra lutra)
Aber auch Säugetierarten wie Steinmarder, Edelmarder, Wiesel, Dachs oder gar Wildkatze, Biber und Otter sind hier heimisch, im Delta finden sich unter anderem Europäischer Nerz, Fischotter, Steppeniltis und Ziesel.
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Grüne Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia)
Ebenso bietet die Donau zahlreichen Amphibien und Reptilien Raum, darunter Äskulapnatter, Östliche Smaragdeidechse, Mauereidechse, Ringelnatter, Glattnatter und Zauneidechse, Griechische Landschildkröte, Maurische Landschildkröte und Europäische Sumpfschildkröte sowie Endemiten wie dem Donau-Kammmolch. Eine besonders hohe Artendichte weist auch hier wiederum das Delta auf.
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Uferbewuchs im Donaudelta
Wichtige Baumarten der Weichholz-Auen sind die Silber-Pappel (Populus alba), am Oberlauf auch die Grau-Erle sowie die Silberweide Für die Hartholz-Aue ist die Schmalblättrige Esche erwähnenswert, die von Wien abwärts vorkommt, des Weiteren sind noch Feld- und Flatter-Ulme und Stieleiche belegt. In der Donau selbst finden sich seltene Wasserpflanzen wie die Wasserfalle oder Wasserschläuche.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Donau" der
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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