Emil Jakob Schindler
* 1842 - † 1892
Emil Jakob Schindler wurde  in der damaligen Wiener Vorstadt
Leopoldstadt Nr. 11 (heute Obere Donaustraße 75) geboren.
Emil Jakob Schindler - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Schindler-Denkmal von Edmund von Hellmer im Wiener Stadtpark, enthüllt 1895.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Werckmeister
Emil Jakob Schindler (* 27. April 1842 in Wien; † 9. August 1892 in Westerland/Sylt) war ein österreichischer Landschaftsmaler. Schindler entstammte einer Fabrikantenfamilie, die seit dem späten 17. Jahrhundert in Niederösterreich ansässig war. Er wurde als Sohn des Handlungsgesellschafters Jakob Schindler (1814–1846) und dessen Gattin Maria Penz (1816–1885) in der damaligen Wiener Vorstadt Leopoldstadt Nr. 11 (heute Obere Donaustraße 75) geboren.
Schindler malte insbesondere Donauauen, Wienerwald-, Salzkammergut- und Wachaulandschaften sowie Landschaftsbilder auf seinen Reisen.
Emil Jakob Schindler - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Dampfschiffstation an der Donau gegenüber Kaisermühlen.
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Schindler sollte eigentlich eine militärische Laufbahn einschlagen, er entschied sich jedoch für die Bildende Kunst. 1860 trat er in die Wiener Akademie der bildenden Künste ein und wurde Schüler von Albert Zimmermann. Zimmermann schloss er sich jedoch nur hinsichtlich der Maltechnik an. Seine Vorbilder fand er bei den niederländischen Meistern, wie Meindert Hobbema und Jacob Izaaksoon van Ruisdael. Zu den engen Freunden Schindlers zählte der Wiener „Künstlerfürst“ Hans Makart, der Wien gegen Ende des 19. Jahrhunderts sehr prägte, bei dem er auch eine Zeit lang wohnen konnte. 1873 reiste Schindler nach Venedig, 1874 nach Dalmatien und 1875 nach Holland.
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Emil Jakob Schindler 1875 - 1892.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Emil Jakob Schindler 1870 - 1880.
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Am 4. Februar 1879 heiratete Schindler die Sängerin Anna Sofie Bergen (1857–1938), die zum Zeitpunkt der Hochzeit bereits im dritten Monat schwanger war. Die finanziellen Verhältnisse des Ehepaars waren sehr beengt; sie mussten sich ihre Wohnung mit einem Freund und Künstler-Kollegen von Schindler, Julius Victor Berger, teilen. Auch als die erste Tochter geboren wurde, die später unter dem Namen Alma Mahler-Werfel berühmt wurde, war es dem Ehepaar noch nicht möglich, diese beengten Wohnverhältnisse zu verlassen. Während einer krankheitsbedingten längeren Abwesenheit von Emil Jakob begann Anna Schindler ein Verhältnis mit Berger. Margarethe Julie Schindler, die am 16. August 1880 zur Welt kam, war vermutlich die Tochter von Berger.
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bildnis des Künstlers zusammen mit seiner Gattin Anna Bergen und seinen Kindern
Alma und Grete Schindler in Gruppe mit drei weiteren Personen im Park von Plankenberg.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Künstler zusammen mit seiner Gattin Anna Bergen und Karl Moll und mit weiteren
fünf Personen im Park von Schloss Plankenberg. ;um 1890.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im Februar 1881 gewann Schindler den mit 1.500 Gulden dotierten Reichel-Künstlerpreis, was die finanzielle Notlage der Familie beendete und den Umzug in eine größere Wohnung ermöglichte. Dem Gewinn des Reichel-Künstlerpreises schlossen sich eine Reihe von Aufträgen und Bilderverkäufen an, was der Familie allmählich relativen Wohlstand ermöglichte. Seit 1885 verbrachte er den Sommer in Schloss Plankenberg bei Neulengbach. Hier entstand eine Künstlerkolonie, in der Schindler unterrichtete (u.a. Marie Egner). 1887 erhielt Schindler vom österreichischen Kronprinzen den Auftrag, Küstenorte in Dalmatien und Griechenland in Tuschezeichnungen oder Aquarellen festzuhalten.
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Maler auf dem gemieteten Liechtenstein'schen Schloss Plankenberg.
Schindler (3. von links) zusammen mit Gattin Anna Bergen (rechts stehend),
ihren Kindern Alma und Grete und Freunden im Park. ;um 1890.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Anna Bergen (Gattin des Malers Emil Jakob Schindler) mit ihren Töchtern Alma (rechts)
und Grete im Park von Schloss Plankenberg. ;um 1890.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Es war Teil eines großen Projekts unter dem Namen „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“, die der Kronprinz herausgeben wollte. Die Reise im Auftrag des Kronprinzen führte dazu, dass man ihn zu den bedeutendsten Malern der k.u.k-Monarchie zählte. Er wurde mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt. Bereits 1887 war er zum Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in Wien ernannt worden. Im folgenden Jahr wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Münchener Akademie angetragen. 1891 erhielt Schindler die Goldene Staatsmedaille.
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Gemüsegarten in Plankenberg" von Emil Jakob Schindler, Neue Pinakothek, München.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weniger glücklich war sein Privatleben. Seine Frau hatte zwar die Liaison mit Berger beendet. Sie hatte jedoch ein neues Liebesverhältnis mit Schindlers Schüler und Assistenten Carl Moll, das heimlich über mehrere Jahre bestand. Alma Mahler-Werfels Biograph Oliver Hilmes sieht die Ursache für die psychische Disposition der beiden Schindler-Töchter in diesem von Heimlichkeiten und Verleugnungen geprägten Familienleben.
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Parklandschaft in Plankenberg" von Emil Jakob Schindler, Öl auf Holz.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Emil Jakob Schindler verstarb auf dem Höhepunkt seines Erfolges am 9. August 1892 an den Folgen einer verschleppten Blinddarmentzündung. Seine Witwe heiratete am 3. November 1895 Carl Moll (1861–1945). Schindler erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 14 A, Nummer 51), das vom Bildhauer Edmund Hellmer gestaltet wurde. Dieser schuf auch ein Marmor-Denkmal für Schindler (1895) im Wiener Stadtpark. Bereits 1894 war die Schindlergasse in Wien Währing nach dem Künstler benannt worden.
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ebensee. Der Landeplatz der Dampfschiffe am Traunsee. Federzeichnung in Schwarz,
laviert, von Emil Jakob Schindler, signiert. Vorzeichnung zum "Kronprinzenwerk"
(Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Wien 1886-1902), 1889.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Emil Jakob Schindler © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Schiffsmühlen am Donaustrom.
Feder- und Pinselzeichnung in Schwarz, laviert, von Emil Jakob Schindler, signiert.
Vorzeichnung zum "Kronprinzenwerk" (Die österreichisch-ungarische Monarchie
in Wort und Bild, Wien 1886-1902), Bd. "Wien" 1886.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Schindler begann zunächst in der Art von Ferdinand Georg Waldmüller. Im Gegensatz zu den romantisierenden Tendenzen der zeitgenössischen Landschaftsmalerei strebte Schindler nach realistischer Darstellung. Seine poetische Veranlagung, welche ihn frühzeitig und ganz unabhängig von den in die gleiche Richtung strebenden französischen Malern auf die Stimmungslandschaft führte, offenbarte sich zuerst 1864 in einem Zyklus von Illustrationen zu dem von Zedlitzschen Idyll „Das Waldfräulein“. Für seine in Öl gemalten Landschaften wählte er die Motive zunächst mit besonderer Vorliebe aus dem Prater, später aus Mähren, Ungarn und Holland. Die Malweise Schindlers wird gemeinhin als Stimmungsimpressionismus bezeichnet.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Emil_Jakob_Schindler" der
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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