Historische Erdbeben in Österreich
Historische Erdbeben dienen zur Ermittlung der Erdbebengefährdung
vorzüglich auf Basis zeitgenössischer Quellen.
Holzschnitt aus der Weltchronik von Hartmann Schedel, 1493.
„Und der Engel nahm das Rauchfaß und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde,
und Donner folgten, Getöse, Blitze und Beben.“ Offenbarung 8,5.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
Die Erforschung historischer Erdbeben – d. h. von Erdbeben vor 1900 – ist nicht allein von geschichtlichem Interesse. Die Kenntnis des Epizentrums des Erdbebens und die dort aufgetretenen Schäden lassen auf die Stärke des Erdbebens schließen und in der Folge auf die dort vorhandene Erdbebengefährdung. Um historische Erdbeben möglichst genau einschätzen zu können ist es notwendig, auf Originalquellen zurückzugreifen. Dafür werden zum Beispiel Annalen, Chroniken, Briefe, Rechnungen und vieles mehr in Archiven und Bibliotheken ausgehoben. Diese Quellen werden unter Berücksichtigung des Zeitgeistes und der gerade gültigen Vorstellung von der Ursache der Erdbeben kritisch analysiert und interpretiert. Dies erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit aus den wissenschaftlichen Fachgebieten der Geschichte, Geophysik, Geologie, Philosophie, Sprachwissenschaften u. a.
Epizentrenkarte der stärkeren Erdbeben Österreichs.
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Dem Wissen um historische Erdbeben wird in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung zugemessen, da man verlässliche, vollständige und genaue Daten benötigt, um eine schlüssige Erdbebengefährdungsbewertung für ein bestimmtes Gebiet durchführen zu können. Insbesondere seit der Einführung des EUROCODE-8 – dem Normenwerk für erdbebengerechtes Bauen in Europa – kommt der Erfassung und der quellenkritischen Beurteilung historischer Erdbeben vermehrt Interesse zu, da der Beurteilungszeitraum für die Festlegung der Erdbebengefährdung von 100 auf über 450 Jahre ausgedehnt wurde. Das heißt, dass bei der Erdbebengefährdungsbewertung Erdbeben berücksichtigt werden müssen, die bereits vor 1900, der instrumentellen Erfassung, stattgefunden haben. Aber auch auf Grund der verhältnismäßig langen „Wiederkehrperioden“ von Erdbeben in Österreich kommt der Interpretation historischer Erdbeben große Bedeutung zu.
Epizentrenkarte Österreichs - Darstellung aller gefühlten Beben bis zum Jahr 2011.
© Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - www.zamg.ac.at
In Österreich werden von der Bevölkerung durchschnittlich 40 Erdbeben pro Jahr wahrgenommen - dies entspricht im Mittel etwa drei Erdbeben pro Monat. Die meisten Beben machen sich durch ein deutliches Rütteln bemerkbar, doch etwa alle zwei bis drei Jahre muss in Österreich auch mit leichten Gebäudeschäden durch ein stärkeres Erdbeben gerechnet werden. Schwere Schäden an Gebäuden (I0 > 8° EMS) kommen bedeutend seltener vor, hier beträgt die durchschnittliche Wiederkehrperiode etwa 75 Jahre. In den Jahren 2000 bis 2014 ereigneten sich die meisten fühlbaren Erdbeben in Tirol, gefolgt von Niederösterreich, Kärnten, Steiermark, Vorarlberg, Oberösterreich, Salzburg und Burgenland. Starke Erdbeben können in weiten Teilen des Bundesgebietes verspürt werden. Mehrmals pro Jahr werden Erdbeben, die sich im benachbarten Ausland ereignen, auch in Österreich von der Bevölkerung wahrgenommen. Davon sind am häufigsten die Bundesländer Kärnten, Tirol und Vorarlberg betroffen. Die Anzahl der instrumentell registrierten und in Österreich lokalisierten Erdbeben beträgt etwa 600 pro Jahr, also mehr als das Zehnfache der fühlbaren Ereignisse.
Epizentrenkarte Österreichs - Darstellung aller gefühlten Beben bis zum Jahr 2011.
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Download der Erdbebengefährdungs-Karte in hoher Auflösung (3 MB)
Aus der Zonenkarte der ÖNORM EN 1998-1, die beim Österreichischen Normungsinstitut (ON) in der Heinestr. 38, 1020 Wien erhältlich ist, lässt sich bereits erkennen, in welchen Regionen Österreichs die höchsten Bodenbewegungen durch Erdbeben zu erwarten sind. Zur Zone 4 zählt vor allem der Raum Wiener Neustadt, Scheibbs, Kindberg, der Katschberg, das Nassfeld und Innsbruck. Dort ist besondere Vorsicht bei der Ausführung von Gebäuden angesagt, da dort die Bodenbeschleunigungen 1 m/s² überschreiten können.
Erdbeben in Seebenstein - 16. April 1972
Erdbebenschäden in Seebenstein 1972.
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Das jüngste stärkere Erdbeben ereignete sich am Vormittag des 16. April 1972 in Seebenstein/Niederösterreich im südlichen Teil des Wiener Beckens. Die Folgen waren bis Wien spürbar, wo die Feuerwehr zu über 800 Einsätzen gerufen wurde. Damals stürzten Teile der Balustrade der Wiener Universität herab und unzählige Schornsteine im Stadtgebiet von Wien wurden beschädigt. Erdbeben, die Gebäudeschäden verursachen, treten in Österreich in sehr unregelmäßiger Folge auf. Im statistischen Mittel, also stark gerundet, ereignet sich alle zwei bis drei Jahre ein Erdbeben mit einer Epizentralintensität von mindestens 6°, alle 15 Jahre von mindestens 7° und alle 75 Jahre ein Erdbeben des Intensitätgrades 8.
Erdbebenschäden in Seebenstein 1972.
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Daher kommt der Historischen Erdbebenforschung eine sehr große Bedeutung zu, denn diese trägt wesentlich zur verbesserten Einschätzung der langfristigen Erdbebengefährdung bei. Nicht nur seit Beginn der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurden auf diesem Gebiet bereits große Fortschritte gemacht, sondern auch jetzt werden laufend Forschungen hinsichtlich Erdbeben in Österreich durchgeführt.
Erdbeben in Schwadorf - 8. Oktober 1927
Erdbebenschäden in Schwadorf 1927.
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Das letzte Erdbeben, das eine Epizentralintensität 8 Grad aufwies und schwere Gebäudeschäden verursachte, ereignete sich am Abend des 8. Oktober 1927 Schwadorf im Wiener Becken. Die folgende Beschreibung bietet einen Überblick über das damalige Schadensausmaß (Zitat): „Sämtliche Häuser beschädigt, Schulen, Pfarrhof, Haus Nr. 32/33 (Gendarmerie), Kindergarten, Gemeindegasthaus und 10 weitere Gebäude teilweise irreparabel baufällig; beide Schornsteine und der Wasserturm der Baumwollspinnfabrik müssen abgetragen werden.“ Auch Nachbarorte wie Enzersdorf an der Fischa waren betroffen (Zitat): „Oberes Ortsende, Richtung Schwadorf, ist ein Trümmerhaufen. Schornsteine, Dächer, ganze Häuser müssen abgetragen werden, jedes Haus zeigt deutliche Spuren des heftigen Erdbebens, sogar massive Neubauten weisen Sprünge an Decken und Wänden auf.“
Erdbeben in Leoben - 6. Februar 1794
Links: Akten des historischen Archivs der Stadt Leoben. Rechts: Leoben mit dem ehemaligen „Mautthorturm“ vor dem Erdbeben 1794 zeigt der Kupferstich aus dem Jahre 1681.
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Wie beim Erdbeben von 1768 in Wiener Neustadt, wo eine Kommission die Schäden dort aufnahm, wurde auch in Leoben vom Kreisamt eine „Augenscheins-Commission” unter Magistratsrat Max Gottsched eingesetzt. Die Behörde bestimmte in einem Schreiben vom 11. Februar, dass der Kreisingenieur, Zimmerleute und Maurer „die durch das letzt gewesene Erdbeben geschehenen Gebäudebeschädigungen in Leoben zu Hindanhaltung weiterer Unglücksfälle durch Einstürzung der erschitterten Mauern und Rauchfänge” zu untersuchen haben. Zehn Tage war die offiziell eingesetzte Kommission in Leoben unterwegs, um die Schäden für 213 Gebäude, einschließlich derer in der Vorstadt Waasen, aufzunehmen. Nur zehn Gebäude wurden als unbeschädigt gemeldet. Der Bericht der „Augenscheins-Commission” stellte insgesamt einen Schaden von 33752 Gulden fest. Der höchste Schaden wurde von der Kommission für das Haus mit der (damals gültigen) Konskriptionsnummer 75 (heute: Krottendorfergasse 1) aufgenommen. Decken brachen durch und ein Stiegenhaus wurde so beschädigt, dass es abgetragen werden musste:
 „Hier ist zu wissen, daß eine 10 Klaffter lange, 3 Klaffter 3 Schuh hohe Feuermauer des Bergmanischen Hauses sich durch die Erschitterung abgelößt, und das 10 Klaffter lange 3 Klaffter breite Dach samt Dachstuhl des Hauseigenthümers durch den Einsturz dergestalten beschädigt hat, daß obige in der Mosserey beschriebene Dach und Dachstuhl von Grund aus neu hergestellt werden muß. Daher dann auch 2 einfache, 1 dopelter Rauchfang abzutragen sind. Diese Hauptbeschädigung erstreket sich ferner auf die hintere Stiegenhauptmauer, welche rückwerts im Hof bis zum Fundament samt denen Stiegengewölben beider Stockwerke abgetragen werden muß. In der Dachkammer rückwerts sind 2 Schliessen erforderlich. In dem gewölbten Vorsaal ersten Stocks gleichfalls 2 Schliessen. Durch den Einsturz obiger Feuermauer sind die 2 Zimmerböden gegen Bergman eingestürzt, und daher ganz neue Ziglböden samt Stokator erforderlich, auch kommt daselbst ein neuer Thörbogen zu spannen. Das vormalige […] Bedienten Zimmer fordert gleichfalls einen neuen Ziglboden samt Schliessen. Bey dem Stiegengewölbe des 1t Stocks sind 2 Schliessen erforderlich. Schließlich ist der verursachte Schaden an Fenstern, Öfen, Thüren, und Dach den Einsturz zu Grund gegangenen Hauseinrichtungen von nicht geringer Beträchtlichkeit. Der bloße Bauvoranschlag belauft sich auf 2150 fl. Weitere Gefahr des Einsturzes oder Feuergefährlichkeit keine, da der Hauseigenthümer die nothigen Unterpilzungen schon Lengst getrofen hat.”
Die Mauern des „Mautthor-Stadtthurms” erlitten keine nennenswerten Schäden, nur dort, wo der Dachstuhl des damals spitz zulaufenden Turmes ansetzte, hatten sich vier Erker aus der Mauer gelöst und es bestand Gefahr, dass sie abstürzen würden. Aus diesem Grund wurde beschlossen, den Dachstuhl, der aber schon vor dem Beben in einem schlechten Bauzustand gewesen war, zu erneuern. Der spitze Turm wurde durch eine neue Haube ersetzt und die Bezeichnung „Schwammerlturm” für Leobens Wahrzeichen war schnell gefunden. Die Kommission hielt in ihrem Bericht Folgendes fest: „Dieser Thurm von untenauf bis zu der Wohnung des Thurmwärters hat ausser einigen alten Schriken, die noch keinen Umsturz androhen, kein sonderheitliches Gebrechen. Nur da wo der Dachstuhl anfängt, welch lezterer schon eine üble Bauart hat, müsten Vorkehrungen getroffen werden.
"Alle 4 Ärker in der Höhe drohen den Herabsturz, besonders jener auf Seite des Buchbinders, diese Aerker haben sich alle 4 aus dem Fundament der Mauer losgerissen, fordern also unumgänglich die Abtragung, durch welche dieser ohnehin schon in dem untern Theil durch Schrik beschädigte Thurm eine grosse Erleichterung der oberschwängigen Höhe erhält. Doch forderte es auch noch Hinwegbrechung der Ärker, die Errichtung eines neuen Dachstuhls in dem sich die Gebrechen desselben, erst nach der Hinwegbrechung zeugen würden, da vieles Holzwerk am Dachstuhl bereits verwendet und verfault befunden werden wird. Diese Dachstuhl Herstellung fordert so, wie wann die Ärker repariert werden wolten, grosse Herstellungskosten. Doch ist diese Kommission mehr für die Errichtung eines neuen Dachstuhls, und die Hinwegbrechung der Aerker, als für die Reparazion der lezteren gestimmt, massen, es immer einerley Kosten resp. der Geristung auf ein oder andere Art erfordert. Die gegenwärtige Gefahr dieses der Stadt wegen Feuergefahrs=Übersicht nützlichsten Thurmes besteht hauptsächlich darin, daß die Aerker durch ihren Herabsturz theils gegen der Brücken Seit, theils auf das Buchbinder Dach den grössten Schaden veranlassen könnten, so wie auch der Rauchfang neben dem Ärker auf der Buchbinder Seite bereits eingestürzt ist, und sich auf dem Thurmdach theils noch angelehnt befindet, theils bereits herabgeschossen ist.”
Innerhalb der ehemaligen Stadtmauer erlitten 8% der Leobner Häuser Schaden des Grades 1, 78% Schaden des Grades 2 und 4% Schaden des Grades 3 gemäß der EMS-98 Skala. Die Häuser in Leoben wurden der „Vulnerability Class” B nach der EMS-98 zugeordnet. Das bedeutet, dass die Intensität für die historischen Viertel mit 7° abzuschätzen ist. Dieses Ergebnis unterscheidet sich von der bisher in den Katalogen angenommenen Intensität 8° um einen Grad, deckt sich aber auch mit der Erfahrung, dass historische Beben in der Vergangenheit meist überschätzt wurden. Ein Ergebnis, das sich aus der Untersuchung der historischen Quellen ableitet, ist eine Karte, die die Verteilung der Schadensgrade zeigt. Diese Karte kann in weiterer Folge auch zum Vergleich für eine Mikrozonierung dienen, die z. B. für Bauingenieure von Interesse sein kann. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Dokumentation der Auswirkungen von Erdbeben ab der Mitte des 18. Jahrhunderts sprunghaft verbesserte. Durch das staatliche Interesse an den Naturkatastrophen liegen ein Fülle von Originalschriften vor, die – verglichen mit früheren Ereignissen – enorm zur Rekonstruktion der historischen Erdbeben beitragen. Die Resultate dieser Forschungen sind einerseits von geschichtswissenschaftlichem und sozialökonomischem Interesse, andererseits haben sie aber auch praktischen Einfluss, u. a. auf die heutige Stadtplanung und den Zivil- und Katastrophenschutz.
Erdbeben in Wiener Neustadt - 27. Februar 1768
Kaiserin Maria Theresia entsandte ihren Hofmathematiker Joseph Anton Nagel nach Niederösterreich, um die Erdbebenschäden zu untersuchen
Ausschnitt (Wiener Neustädter Burg = Militärakademie) aus dem Modell von Wiener Neustadt
um 1720, das vom Modellbildhauer Oskar Chmelik sehr sorgfältig nach historischen Plänen
und Dokumenten aus dem Stadtarchiv hergestellt wurde. Zu sehen im Stadtmuseum von
Wiener Neustadt. Nach dem Erdbeben wurde auf den Wiederaufbau der drei besonders
baufälligen Ecktürme verzichtet, sodass die Burg heute nur mehr einen Turm aufweist.
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Anlässlich des Erdbebens beauftragte die Kaiserin ihren Hofmathematiker Joseph Anton Nagel damit, die Erdbebenwirkungen in Niederösterreich zu erkunden. Diese systematische Schadenserhebung ist für die damalige Zeit einmalig in Österreich. Interessant ist zu bemerken, dass auch in Italien 1783, nach dem schweren Erdbeben in der süditalienischen Region Kalabrien, der Leibarzt des Königs von Neapel, ähnlich wie Nagel, eine umfangreiche Abhandlung auf Grund der Beobachtungen von Bergungshelfern verfasste. Auch 1794 wurde nach dem Beben von Leoben in der Steiermark eine Kommission zur Schadenserhebung in der Stadt bestellt. Nagel bereiste also das Schadensgebiet um Wiener Neustadt, befragte Augenzeugen des Bebens und zeichnete die Schäden in den folgenden Orten auf: Baden, Bad Vöslau, Gainfarn, Enzersfeld, Wöllersdorf, Brunn am Steinfeld, Wiener Neustadt, Stixenstein, Puchberg, Reichenau, Neunkirchen und Neusiedl am See.
Über Wiener Neustadt berichtete er Folgendes:
„Was indessen den Neustædtern bey diesem erschrecklichen Zufalle begegnet sey, und wie sehr bey ihnen so wohl œffentliche als gemeine Gebæude, insonderheit die kais. Burg, oder anjetzt die Kriegesschule gelitten haben, solches ist nunmehr bekannter, als daß es nœthig wære, die Beschreibung davon zu wiederholen. Dieserwegen fuehre ich hier nur an, daß am oft gedachten 27ten Hornung sechs verschiedene Erschuetterungen allda sind beobachtet worden … Durch die Erste, welche nach Meynung einiger bis eine Minute soll gedauert haben, sind die Gewœlbe und andere Gemæuer durch die ganze Stadt so sehr zerrissen worden, daß selbige theils eingestuerzt sind, theils um grœßeres Unglueck zu verhueten, abgetragen werden mueßen. Doch sind die Inwohner noch so gluecklich gewesen, daß keiner von ihnen dadurch am Leibe ist beschædiget worden. In der Mitte der Pfarrkirche hat man Schranken machen mueßen, um dadurch die sich allda einfindenden vor dem sich etwa ereignen mœgenden Einsturze des darueber hangenden hœchst baufælligen Gewœlbes zu bewahren. Und in der Militärschule ist die æußere gegen Mittag stehende Hauptmauer, welche unter allen am mehresten gelitten hat, bis 2 1/2 Zoll von ihrer alten Richtung abgewichen.
StA Baden. Gedenckhbuch bei der Statt Baaden de Anno 1683.
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In der Ausgabe des „Wienerischen Diariums”, einem Vorläufer der „Wiener Zeitung”, vom 19. März wird von einem Schreiben eines Geistlichen aus dem Karmeliterkloster zu Wiener Neustadt vom 4. März berichtet:
„… Es war halb 3 Uhr schon lang vorbey, da die Erde zu brüllen anfing und gleich darauf folgten ihre entsetzlichen Stöße, dann es war kein schutzendes, kein wiegendes, sondern ein von unten aufstossendes Erdbeben. Der Schrecken, das Geprassel von denen einstürzenden Rauchfängen, von den spaltenden Gewölben und Mauren, von denen über einander fallenden Mauren verursachte, daß man die Stöße nicht genau zu unterscheiden fähig war, obschon einige 12. bis 15. derselben wollen gezehlet haben. Ich nehme es als ein Geschenk Gottes, daß ich diesem Greul der Verwüstung nicht mit eigenen Ohren gehöret, sondern erst durch das Klagegeschrey meiner Mitbürger erwachet bin. Doch auch bey mir war der Schrecken nicht gering, als ich die Ursach desselben vernahm, wir irreten auf unseren Gängen herum, und sobald wir Licht bekommen, sahen wir, wie nahe wir dem Tod gewesen; mein Bett war mit gemählter bestreut, und auf dem Hauptfüß eines anderen Geistlichen lagen hart an seinem Kopf schwere Stücke von dem herabgefallenen Maueranwurf, 4 Rauchfänge stürzten zum Theil ein, kein Gang, kein Zimmer ist, an welchen man nicht Hauptspaltungen wahrnimmt, und in meinem Zimmer hat es das Ansehen, als ob Donnerkeule kreuzweise herum gefahren wären … Eine Menge Volks eilte nach dem Platz zur Säule, um mit Gebeth und Wehgeschrey die Erbarmung Gottes anzuflehen, da sehe man auch viele in ihren Wägen, mit ihren Bedienten sitzen, die in ihren Wohnzimmern keine Sicherheit fanden …Durch die ganze Nacht hörte man das singend und betende Volk auf dem Platz, welcher auch angefüllet war von Wägen, die den Kranken und dem Frauenzimmer statt ihrer Betten dienten; wir, samt unsrem Provincial krochen in unser kleines Gartenhaus, aber auch hierinn waren wir nicht sicher, dann gegen 9 Uhr Abends geschah eine abermalige gewaltige Erschütterung, welche bey denen Klosterfrauen zwey Gewölber einstürzete, und die schon gemachten Klüften in vielen Gebäuden erweiterte …”
Links: Specification deren kleineren bürgerl. Partheyen Verzeichnis erlittener Schäden
durch Viehseuche und Erdbeben, 1767/68, vom 1. September 1768.
Rechts: Deckblatt des „Wienerischen Diariums”, einem Vorläufer der „Wiener Zeitung”,
in welchem am 19. März 1768 über das Beben berichtet wurde.
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Erneut muss aber darauf hingewiesen werden, dass – gerade bei der Interpretation historischer Texte – Fachleute (vor allem Historikerinnen und Historiker) die Inhalte der Berichte kritisch betrachten müssen, um Seismologinnen und Seismologen möglichst der Wahrheit nahekommende Informationen über das Erdbeben zukommen zu lassen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Minorisviertel (Wiener Neustadt war in Viertel geteilt, siehe auch unten) am stärksten unter dem Erdbeben gelitten hatte. Hier muss aber festgehalten werden, dass es sich um das – wie schon erwähnt – am dichtest besiedeltste Viertel in Wiener Neustadt handelte und die Bausubstanz sicher in einem schlechteren Zustand war als z. B. im reicheren Deutschherrenviertel. Das Deutschherrenviertel war der lokalisierbaren Gesamtschadenssumme – an den profanen Gebäuden – nach am zweitstärksten vom Beben betroffen; hinzu kommt noch der Schaden am Karmeliterkloster. Interessant ist, dass dieses Viertel auch einwohnermäßig an zweiter Stelle rangierte. Die Bereiche höchster Schadenssummen von 1768 (Deutschherrenviertel und Minorisviertel) entsprachen auch der Zone erhöhter Intensität beim Seebensteiner Beben von 1972 (Gerald Duma, Studie zur Erdbebengefährdung des Raumes Wiener Neustadt, Projekt der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Abteilung Geophysik, im Auftrage von Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Niederösterreichische Landesregierung, Baudirektion Bundeskanzleramt, Umfassende Landesverteidigung, Endbericht, Wien 1995).
Erdbeben in Ried am Riederberg - 15. September 1590
Das Erdbeben vom 15. September 1590 im Tullner Feld hatte auf die Bundeshauptstadt Wien die bisher stärksten Auswirkungen. Neben vielen Gebäudeschäden waren auch mehrere Todesopfer zu beklagen.
Zeitgenössische Flugschrift über die Auswirkung des Erdbebens
vom 15. September 1590 in Wien (Schultes - Augsburg 1590).
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In sehr ausführlichen Berichten wurden die Schäden, die das Beben in Wien verursachte, beschrieben. Die Türme der Michaelerkirche und der Schottenkirche stürzten zum Teil ein und beschädigten die Kirchendächer. Der obere Teil des Turmes der Michaelerkirche, der übrigens schon vor dem Beben in einem schlechten Bauzustand gewesen war, musste erneuert werden. Noch heute erinnert hier eine Inschrift an dieses Ereignis. Auch viele andere Gebäude wie die Jesuitenkirche, Maria am Gestade, die Kirche des Klosters St. Laurenz, die Johanneskirche, das Dominikanerstift, die Burg, das Nikolaikloster, die Malteserkirche, der Seitzerhof, der Passauer Hof, der Bischofshof und das Himmelpfortkloster erlitten nachweislich Schäden. In früheren Zeiten wurden Berichte über Erdbebenschäden vor allem über klerikale Bauten verfasst, eine Ausnahme bildet z. B. die folgende Nachricht: In der Rotenturmstraße waren im Gasthaus „Zur guldnen Sonne” durch dessen Einsturz neun Tote zu beklagen. Erst später, im Zeitalter der Aufklärung, wurden auch Schäden an Bürgerhäusern systematisch erhoben (siehe das Beben von 1768 und 1794). Wie man in der Abbildung aus der zeitgenössischen Flugschrift – zur damaligen Zeit wie auch heute war es üblich, spektakuläre Themen aber übertrieben darzustellen – erkennen kann, wurde der Südturm des Stephansdomes beschädigt.
„…VIII: Das nun gemeldte Nächtliche Erdbebung so grausam schröcklich/ vnd forchtsam gewest/ vnd es dermassen in der Statt Wien gesauset und geprauset/ vnnd alle Gebewde sich allezeit erreget/ beweget/ erschüttelt/ vnd gerüttelt/ nicht anders/ als würde die Statt, inn einem augenblick versincken vnd vndergehen… IX: Daß etlich hundert Rauchfäng in der Statt Wien/ durch den erdbidm/ eingangen sind: vnnd man viel abtragen muß… XII: Ich kan schwerlich deuten/ den grossen schaden/ so an S.Stephansthurn/ welcher der höchste ist zu Wien/ geschehen: daraus viel grosser werckstuck herab gefallen: das kleine spitze Thürnlein am krantz zerkloben/ eins gar herunter gefallen: vnd sich der thurn dermassen gneiget/ wenn mans nach dem Winckelmaß solt absehen/ daß sich der knopff auff ein gutt klaffter auff die seiten würde finden/ vnnd zubesorgen/ der Thurn möcht noch einfallen: welches vielleicht allbereit geschehen were/ wenn die Quaterstück nicht so vleissig/ mit eyserm bandwerck verschlossen/ vnnd mit Bley nicht so gnaw vergossen vnnd verwaret weren: weil man sich dann besorgt/ das obertheil möcht herunter fallen/ ists abzutragen verdingt/ auff grossen vnkosten... XIII: Daß die dicke eyserne Stange/ oberhalb deß knopffs an S.Stephansthurn/ darauff der halbe Mond/ deß Türcken zeichen vnd ein stern stehet/ sich wider die Natur dermassen gebogen/ herunder gelassen/ geneigt vnd vmbgewand/ als woltens herab zur Erden fallen/ erschreckt Mich sehr... XIIII: Daß das Gasthauß bey der gülden Sonnen eingangen/ die Wirtin/ vnd jre Schwester/ sampt sieben Oberlendischen Kaufleuten verschütt/ die man also todt gefunden... XVIII: Daß der Erdbidem auch der Jesuwider Wohnung nicht verschonet hat: vnd die spitz am Thurn bey S.Michel/ die Kirch durchschlagen: Item beym Schottenkloster mehr denn die halbe Kirche eingangen/ vnnd die Gewölbe durchschlagen/ vnnd an allen orten zerkloben/ vnd dermassen zerschmettert/ daß man nicht sicher drein gehen darff/ man muß abtragen: Item daß es bey vnser Frawen/ bey S.Lorentz/ vnnd bey S.Johannes die kirchen beschediget: vnnd im Kloster beyn Prediger-Mönchen/ ein gewaltigs Gebäw eingangen... XLVII: Summa summarum/ solche grosse Erdbidem/ neben der Hungersnot/ Pestilentz/ Blutvergiessen/ schröcklichen Chasmatis und Zeichen am Himmel/ sind gewisse Botten und Vorbereitungen/ zum lieben jüngsten Tage: darauf wir gerüst seyn vnd vnserm getrewen Breutigam Jesu Christo, frölich und mit Frewden entgegen gehen sollen...”
Eine weitere zeitgenössische Quelle aus dem Archiv des Rentamtes Königstetten (das Dokument stammt aus dem dortigen Renthof, der die rechtliche Verwaltung der Besitzungen des Bischofs zu Passau innehatte) gibt über die Auswirkungen des Bebens außerhalb Wiens Auskunft. Schäden in folgenden Orten wurden in diesem Bericht beschrieben: Königstetten, Tulbing, Langenlebarn, Sieghardtskirchen, Langenrohr, Zwentendorf, Rust, Michelshausen, Mauerbach, Abstetten, Pixendorf, Tulln, Baumgarten, Freundorf, Dietersdorf, Atzelsdorf und Judenau. Die Fülle an Informationen aus den in den Archiven ausgehobenen Berichten ließ schließlich die Möglichkeit zu, eine Isoseistenkarte zu zeichnen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen heute weltweit als ein Beispiel für Standortsicherheitsfragen.
Erdbeben in Friaul - 25. Jänner 1348
Abbruchfläche des Bergsturzes von 1348, die heute unter dem Namen Rote Wand bekannt ist.
© LPD Landespolizeidirektion Kärnten
Am 25. Jänner 1348 wurde das heutige Kärnten und der Norden Italiens von einem Erdbeben mit der Epizentralintensität 10° und einer berechneten Magnitude von 6.8 schwer erschüttert. Eine umfangreiche Studie aus dem Jahre 1992 konnte nach kritischer Bearbeitung zahlreicher Originalberichte aus Klosterannalen, Stadtchroniken und Briefen von Kaufleuten – die entlang der alten Handelsstraßen die Schäden an Ort und Stelle sahen – zeigen, dass das Epizentrum nicht in Villach, sondern in Friaul gelegen haben muss. Villach liegt an einer Biegung der Drau – nahe dem Mündungsgebiet der Gail – auf spätglazialen Schotterfluren. Dieser Drauübergang war strategisch wichtig, da hier der Verkehrsweg von Italien nach Norden verlief. Dadurch kamen auch viele Handelsleute in die Stadt, was sich auch „positiv” auf die Nachrichtenverteilung bezüglich des Erdbebens auswirkte. Die Erdbebenschäden in Villach beschreibt am besten der Bericht des Geistlichen Andreas von Regensburg (1380-1438), der Augenzeugen – Kaufleute aus Regensburg und Prag – zitierte.
„…dass das Erdbeben so stark war, dass Villach mitsamt der Burgmauer, dem Kloster und der(n) Kirche(n) zerstört wurde und alle Mauern und Türme bis auf 11 Zinnen einstürzten. Der Boden spaltete sich mitten in der Stadt und daraus kam nach Schwefel riechendes Wasser, das wieder abfloss. In Krain und Kärnten wurden die Burg Kellerberg, das Kloster Arnoldstein und weitere 36 Burgen zerstört. Es gab Bergstürze und durch das aufgestaute Wasser wurde im Umkreis von 10 Meilen alles verwüstet. Das Erdbeben dauerte 8 Tage und es entstanden so tiefe Bodenspalten, dass man bis zum Gürtel darin versunken wäre. Die Kaufleute überlebten das Beben, ihre vier Gesellen kamen um.”
Aus einer Vielzahl zeitgenössischer Berichte kann man herauslesen, dass die vermutlich unstabile Bauweise der alten St. Jakobs Kirche in Villach bereits einem schwächeren Erdbebenstoß nachgegeben haben könnte. Wir können darüber aber nur Vermutungen aufstellen, da die Berichte zu ungenau sind. Das Minoritenkloster wurde wahrscheinlich beschädigt oder sogar zerstört. Keine Quelle erwähnt aber ausdrücklich Schäden an der Burg bzw. deren Zerstörung. Die in der Literatur wiederholt erwähnte vollkommene Zerstörung der Stadt Villach und die große Anzahl an Toten (bis zu 5000) ist auf Grund der zeitgenössischen Berichte nicht zu bestätigen. 1348 wurde Villach auch von der Pest, die durch Europa zog, heimgesucht. In vielen Berichten werden das Erdbeben und der „schwarze Tod” in einem Atemzug genannt; Pest- und Erdbebenopfer darin auseinanderzuhalten ist dann nicht mehr möglich, was auch ein Grund für die in manchen historischen Nachrichten zitierte hohe Zahl an Erdbebenopfern in Villach ist. Ziemlich sicher kann man annehmen, dass an folgenden Orten im heutigen Kärntner Raum das Beben gespürt wurde oder dass es sogar zu Schäden führte: Kloster Arnoldstein, Federaun, Feldkirchen, Hollenburg, Kellerberg, Krainegg, Liemberg, Ortenburg, Kloster Ossiach, Reifnitz, Rosegg, Wasserleonburg, Waldenstein und Wildenstein. Um dies nun in der richtigen Relation zu sehen muss man aber auch wissen, dass die genannten Burgen nur 7% aller Kärntner Burgen im Jahre 1348 ausmachten. Vermutlich hat auch der große Bergsturz des Dobratsch, der die Gail aufstaute und in der Folge das Umland überschwemmte, dazu beigetragen, das Epizentrum im Gailtal zu suchen.
Erdbeben am Katschberg - 4. Mai 1201
Aus verschiedenen geowissenschaftlichen Gründen erschien die ursprüngliche Annahme des Epizentrums aber fraglich, was zum Anlass genommen wurde, dieses Erdbeben nach den neuesten Erkenntnissen der Historischen Erdbebenforschung erneut zu studieren. Ziel war die Erforschung der Erdbebengefährdung im Gebiet der Mur-Mürztal-Störung sowie die Ergänzung des Erdbebenkataloges von Österreich. Vor der Studie wurde das Epizentrum in Murau angenommen, das am westlichen Ende der geologischen Mur-Mürztal-Störungszone liegt, und seine Epizentralintensität wurde mit 9° auf der 12-teiligen EMS-98 abgeschätzt. Eine der wichtigsten zeitgenössischen Quellen, die „Geschichte” über die Salzburger Erzbischöfe, berichtet Folgendes:
„Im Jahr 1201 nach der Menschwerdung des Herrn gab es ein großes Erdbeben, das etwa eine halbe Stunde dauerte, am 4. Mai und daraufhin noch häufig. Es war so stark, dass es einige Kirchen und gemauerte Häuser zu Fall brachte, in welchem es weithin viele Todesopfer gab. Unter anderem erschlug in der Burg Weißenstein ein einstürzender Turm den Hausherrn Hartrod, einen Minsterialen des Herzogs der Steiermark mit sieben Männern. Auch die erzbischöfliche Burg Katsch wurde zerstört und brachte fast alle ihre Bewohner zu Tode.”
Auf Grund dieser quellenkritischen Studie der zeitgenössischen Originaltexte für das Ereignis stellte sich heraus, dass gerade jene Orte, über die Schadensberichte zu finden waren, in älteren Arbeiten falsch interpretiert wurden. Die Burgen Katsch und Weißenstein sind demnach in Kärnten zu suchen und nicht, wie früher angenommen, in der Steiermark. Die Angaben in den Originalquellen sind aber zu dürftig, um auch ein neues Epizentrum und die Herdtiefe abschätzen zu können.
Text auszugsweise aus:
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)
Die Zentralanstalt ist eine Forschungseinrichtung des BMWFW
Website Screenshot 2017: http://www.zamg.ac.at
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Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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