Die erste Türkenbelagerung
Wien 1529
Die osmanische Fassung von Istvánfy’s Bericht über die erste
Belagerung Wiens durch die Türken 1529 in der Chronik des Ìbrahim Peçevi.
Zu den herausragendsten Vertretern der osmanischen Historiographie der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zählt der Fünfkirchner Ìbrahim Peçevi bzw. Peçuyi. I. P. entstammte einer bosnischen Lehensträgerfamilie, sein Vater hatte sich in Ungarn niedergelassen, wo auch er einen Großteil seines Lebens verbrachte. Nach eigenen Worten widmete er sich Zeit seines Lebens dem Studium der Geschichte, er kannte die wesentlichen Geschichtsquellen in osmanischer Sprache, sammelte Urkunden, die sich auf seine Familiengeschichte bezogen, besichtigte bedeutende Schlachtfelder und suchte im Kontakt mit alten Kriegsveteranen, wichtige Einzelheiten über vergangene Ereignisse zu erfahren. Daneben bot ihm sein Umgang mit hohen Persönlichkeiten seiner Zeit – in jüngeren Jahren im Kriegsdienst, später in wichtigen Positionen der Finanzverwaltung – gründlich Einblick in die politischen Hintergründe und Zusammenhänge der Zeitereignisse. Da I. P. ungarische Eigennamen möglichst originalgetreu wiedergibt und sich auch sonst öfter ungarischer Fachausdrücke bedient, nimmt man an, daß er Ungarisch beherrschte; daneben dürfte er auch Serbokroatisch gekonnt haben, wie sich aus einigen Belegstellen schließen läßt. Seine Kenntnisse und sein tiefes historisches Interesse führten ihn zu einem Schritt, der wohl in seiner Zeit einsam herausragt: als einer der ersten bedient sich I. P. nicht nur der ihm vorliegenden osmanischen Quellen, sondern bezieht auch europäische christliche Quellen in seine Darstellung mit ein. Er sagt dazu: „… da wir die meisten der Chroniken in türkischer Sprache, die in unserem Jahrhundert im Umlauf sind, gesehen haben, fiel (uns) schließlich ein: wie haben die Ungläubigen in ihren eigenen Chroniken die wohlgefälligen Kriegszüge des seligen Padischah (i. e. Sultan Süleyman I.) niedergeschrieben? Da (nun), was unser Land betrifft, die ungarischen Gelehrten, d. h. die Leute, die des Lesens und Schreibens mächtig sind, ohne Zahl sind, haben wir uns einige Feldzüge des Verewigten vorlesen lassen und manches davon ins Türkische übersetzt.“ Aus dieser Stelle erfahren wir, daß I. P. über den Kreis der türkischen Quellen hinaus auch christliche, nämlich ungarische, kannte und benützte, wobei er sich dazu der Hilfe gebildeter Ungarn bediente.
Grafik: Die Festung und der türkische Angriff
Plan nach: Hummelberger, Peball: De Befestigungen Wiens, Wien-Hamburg 1974.
Die Festung
1. Scheiblingturm in der Vorstadt Scheffstraße, Tor nach Althunaw (nächst der späteren Weißgärbervorstadt), Bastei hinter Niklas Munich
2. Bollwerk bei Ruepp Fuener, unweit von St. Wolfgang
3. 12 Bollwerke im Gereut bei der Pirnigerinmühle und Wislermühle
4. Die befestigte Bürgerspitalmühle, Bollwerk beim Heubrücklein
5. Bollwerk bei St. Anton, Lasalaturm, unweit des Heiligengeistspitals
6. Bollwerk bei des Gilg Häusel, Bollwerk und Tor am Fraueneck
7. Bollwerk bei den Siebenherbergen,
8. Bastei hinter des Ruelands Ziegelstadel, Bastei beim St.-Theobaldkloster (unweit davon St. Martin), Turm bei St. Theobald
9. St.-Ulrichstor
10. Bollwerk am Petlbühel
11. Bastei auf der Neustift
12. Alser und Neuburger Tor mit Bollwerk (später ersetzt durch den St.-Jörgenturm an der Straßengabelung
13. Schottentor
14. Tor beim Neideck
15. „Neues Bollwerk“ im Oberen Wird, unweit der St.-Johanneskapelle, Tor zu den Kleubhöfen
16. Rotenturmtor
17. Stubentor
18. Kärntnertor
19. Widmertor
Verteidigungsabschnitte (Quartiere):
I Reichstruppen unter Pfalzgraf Philipp
II Truppen aus den Vorlanden, Tirol, Kärnten und Krain
unter Eck von Reischach
III Truppen aus der Steiermark unter Abel von Holleneck
IV Alter Haufen und Leonhard von Vels
V Österreicher und Spanier unter Reinprecht von Ebersdorf
VI Truppen aus Böhmen unter Ernst von Brandenstein,
Reiter unter Graf Hans von Hardegg
Kraelitz hat in seiner Arbeit die ungarischen Autoren Heltai Gáspár und Istvánfy Miklós (latinisiert Nicolaus Isthvanfi) als wichtigste ungarische Quellen für das Werk von I. P. angeführt. I. P. zitiert diese Quellen nicht namentlich, sondern stellt den Einschüben aus abendländischen Quellen bloß die Angabe kefere ta’rihinden tercüme – Übersetzung aus der Geschichte der Ungläubigen – voran. Ich möchte im Rahmen der vorgegebenen Thematik, der ersten Belagerung Wiens durch die Osmanen im Jahre 1529, zeigen, wie I. P. den Bericht Istvánfy’s über dieses Ereignis in sein Werk einarbeitet, wie eng und wortgetreu er sich an die Quelle hält, und wie wertvoll der Vergleich von Original und (freier) Übersetzung sein kann, um Unklarheiten des osmanischen Textes aufzuhellen oder selbständig erschlossene Verbesserungen des korrumpierten Textes im Druck zu untermauern. Da eine synoptische Gegenüberstellung beider Versionen in voller Länge den vorgegebenen Rahmen um ein vielfaches überschreiten würde, erscheint arbeitsmethodisch folgende Vorgangsweise angezeigt: der Inhalt des Berichtes soll in Form einer Inhaltsangabe knapp referiert werden, wobei einzelne charakteristische Stellen synoptisch gegenübergestellt werden. Eine historische Wertung fällt in die Kompetenz des Historikers, meine Arbeit muß sich naturgemäß auf die Klärung philologischer Probleme des osmanischen Textes beschränken.
Türkischer Helm
2. Hälfte 16. Jhdt
Türkischer Helm und Rüstung
1. Hälfte 16. Jhdt
Der Bericht über die erste Belagerung Wiens durch die Türken umfaßt bei Istvánfy in der Kölner Erstausgabe 18 Seiten Quart, die türkische Version bei I. P. in der Stambuler Ausgabe 13 Seiten Oktav. Dieser rein quantitative Vergleich zeigt deutlich, daß die türkische Fassung wesentlich kürzer ist als das lateinische Original. Die türkische Version ist bei aller Treue zur Vorlage naturgemäß keine wörtliche Übersetzung, sondern eine knappe, gestraffte Wiedergabe des Originals; Istvánfy’s blumigem lateinischen Stil, der mit zahllosen Epitheta angereichert ist, steht I. P.s schlichte, schmucklose Sprache gegenüber. I. P. rekapituliert zu Beginn seines Berichtes kurz die wesentlichen historischen Fakten der Vorgeschichte: die Wahl des Woiwoden von Siebenbürgen, Zápolya János, zum König von Ungarn, die Wahl von Erzherzog Ferdinand durch eine gegnerische Fraktion ungarischer Magnaten, Ferdinands Krönung, die Besetzung von Ofen durch Ferdinand und Zápolya’s Flucht nach Polen. Das 10. Buch der Geschichte Istvánfy’s beginnt mit dem Bericht, wie Zápolya im Exil seine Anhänger um sich sammelt und beschließt, eine Gesandtschaft an den Sultan zu schicken, um sich dessen Hilfe zu versichern. Jeronym Laski, Woiwode von Sieradz, wird dazu ausersehen.

„…einen Mann, der Palatin des Landes Siebenbürgen war,…“

Laski bedient sich in Istanbul des Einflusses von Lodovico Gritti bei Hof, um den Großvezir Ìbrahim Pasa für seine Anliegen geneigt zu stimmen. Diese Angaben fehlen bei I. P., der bloß eine Besprechung mit dem Großvezir erwähnt. Schließlich darf er im Divan sein Anliegen vortragen, wobei der Sultan durch ein Fenster zuhört.

„…der Padischah hörte durch das Fenster zu.“

Der Sultan sagt seine Hilfe für das folgende Jahr zu. Als Ferdinand davon erfährt, schickt er seinerseits eine Gesandtschaft.

„Und jener [i. e. Ferdinand] schickte einen gewissen Johann, der früher Kommandant von Jajce war, als Gesandten.“

Die Forderung Ferdinands nach Rückgabe der eroberten Festungen erregt den Zorn des Sultans und entlockt ihm folgende Drohungen:

„…mit Gottes Hilfe komme ich im nächsten Jahr selbst und vertreibe ihn [i. e. Ferdinand] aus Ofen. Wenn ich ihn in Ofen nicht finde, [so] finde ich ihn in Wien. Wenn er uns dort zu töten vermag und die von ihm genannten Festungen daraufhin einnimmt, [so] nimmt er [sie] ein. Wenn ich selbst ihn töte, [so] nehme ich auch die übrigen Festungen, die er besitzt, ein.“
Türkische Luntschloßgewehre
16. Jhdt
Türkischer Kupferschild
16. Jhdt, Militärmuseum
Der Sultan befiehlt Zápolya, sich beim Auszug des osmanischen Heeres mit seinen Truppen in der Ebene von Mohács anzuschließen. Habordanecz trifft bei seiner Rückkehr Ferdinand nicht in Wien an.

„…als der Gesandte König Ferdinands [zurück]kam, fand er ihn nicht in Wien. Er fand ihn in der Festung Speyer in Deutschland.“

Auf Habordanecz’ Nachrichten ordnet Ferdinand Maßnahmen zur Befestigung und Verteidigung Wiens an.

„…und er legte 16.000 deutsche Soldaten hinein.“

Währenddessen zieht Zápolya nach Lippa und sammelt 600 Soldaten um sich. Er schickt seinen Vertrauten Simon Athinai Literatus an seine Anhänger und Sympathisanten, um ihre Unterstützung zu erbitten. Dieser Passus fehlt bei I. P., auch der ausführliche Bericht über Kämpfe in Oberungarn und Kroatien zwischen den Parteigängern Zápolya’s und den habsburgischen Truppen, der Kampf um Zagreb unter Graf Thurn etc. sind ausgelassen, es folgt unmittelbar der Zug des Sultans nach Ungarn.

„…von Belgrad überschritt er die Save und von Osijek die Drau [und] kam in die Ebene von Mohács.“


Bei Mohács empfängt Zápolya, wie befohlen, den Sultan, von dem er ehrenvoll aufgenommen wird. Gemeinsam ziehen sie gegen Ofen, das von habsburgischen Truppen gehalten wird.

„…Nádasdy Tamás war der Kommandant der ungarischen Truppen, Besserer Christoph und Johann waren die Befehlshaber der Deutschen.“
Grafik: Die Belagerung Wiens durch die Türken
1. Bisamberg 10. Ottakring
2. Klosterneuburg 11. Penzing
3. Kahlenberg 12. Hietzing
4. Nußdorf 13. "Spinnerin am Kreuz"
5. Am Wolf 14. St. Marx
6. Döbling 15. Simmering
7. Währing 16. Kaiser Ebersdorf
8. Sichenals 17. Schwechat
9. St. Ulrich
A Lager des Sultans, gegen Schwechat
zu Lager des Beglerbeg von Anatolie
B Lager des Großwesirs Ibrahim Pascha
C Artillerie-Park, vor demselben gegen das Stubentor
zu Lager des Sandschakbeg von Rum
D Lager des Paschas von Belgrad
E Lager des Paschas von Bosnien
F Lager des Beglerbeg von Rumelien
G Lager des Sandschakbeg von Semendria
H Lager des Paschas von Mostar
I Lager der türkischen Flottille
K Lager der türkischen Flottille
Die Besatzung gibt die Stadt auf und verschanzt sich in der Zitadelle. Die Osmanen verlangen die Kapitulation. Während die Deutschen geneigt sind, der Aufforderung Folge zu leisten, stellt sich Nádasdy dagegen. Schließlich wird er von den Deutschen überwältigt und eingekerkert. Nach getroffenen Übergabeverhandlungen kapituliert die Festungsbesatzung, wird aber beim Abzug von den Türken vertragsbrüchigerweise niedergemacht. Nádasdy, den die einziehenden Türken aus dem Kerker befreien, wird vom Großvezir mit Vorwürfen überschüttet und schließlich unter Bedeckung an Zápolya geschickt. Er entflieht seinen Bewachern am Donauufer, indem er sein Überkleid, an dessen Ärmel man ihn festhält, abstreift und in ein Boot springt. Er kommt schließlich selbst zu Zápolya, der ihn in Gnaden aufnimmt. Am Fest Mariae Geburt erteilt der Sultan dem Großvezir Ìbrahim Pasa den Befehl zum Aufbruch.

„…zu jenem Zeitpunkt – es war der kleine Frauentag – befahl [der Sultan] dem Ìbrahim Pasa, daß die Truppe bereit sein sollte, nach Wien zu ziehen.“


Der Zug des osmanischen Heeres vorbei an Gran und Komorn, den Istvánfy eingehend beschreibt, übergeht I. P. und fährt mit der Ankunft des Heeres vor Wien fort.

„…sie kamen und schlossen am 23. September die Festung Wien ein.“

Vor der Ankunft der Osmanen haben sich 18.000 Mann Verteidiger in Wien verschanzt.

„Vordem waren von unseren Soldaten 80.000 Berittene und Fußsoldaten gekommen und hatten sich in die Festung gelegt.“
Türkische Eisenkanone, Marinemuseum Istanbul
Türkische Bronzekanone, Militärmuseum Istanbul (Dolmabahce-Platz)
Türkische Bronzekanone, Militärmuseum Istanbul
Die Belagerten unternehmen einen Ausfall, ohne Erfolg, bei dem unter anderen der Fahnenträger der Schwadron des Grafen Hardegg, Christoph Zedlitz, gefangengenommen wird.

„Fünfhundert von ihnen, die in blankes Eisen gehüllt waren, fielen aus und kämpften mit den türkischen Truppen. Es war der 26. des genannten Monats. Aber sie hatten keinen Erfolg, etliche von ihnen wurden niedergemacht, etliche von ihnen gefangen. Auch ihr Fahnenträger wurde gefangen, der Fahnenträger der Hardeggschen Soldaten war und ein berühmter Held. Später ließ ihn der Padischah frei.“

Die ausführliche Aufzählung der Befehlshaber in Wien ist bei I. P. stark gekürzt und zusammengedrängt.

„Der Onkel des Pfalzgrafen bei Rhein, dem Wien übergeben worden war und der dort Stellvertreter des Kaisers war, Graf Nikolaus [Salm] und Roggendorf waren die Oberbefehlshaber. Roggendorf war auch bei der Schlacht von Mohács dabeigewesen.“

Die weitere Aufzählung von Namen bei Istvánfy fehlt bei I. P., er erwähnt kurz die spanischen Hilfstruppen und 200 walachische Reiter, die die Brücken bewachen. Die Belagerten lassen die Vorstädte in Brand stecken, damit sie dem osmanischen Heer keine Deckung bieten. Die Osmanen schließen Wien mit vier Heeresabteilungen ein.

„Ìbrahim Pasa umrundete [die Festung] von allen Seiten und erkundete jede Stelle. [Er] ließ [sie] von vier Truppenkörpern einschließen. Von der Donau bis zum Berg, bis zur Befestigung [auf dem] Kahlenberg ließ er eine Abteilung lagern. Lediglich für sich behielt er eine Stelle, um Wasser zu holen. In der Nähe der Donau lagerte der glückhafte Padischah mit seinem Hofstaat und den Sipahoglanlari in der Umgebung der Kirche von St. Marx und der Herberge. Der Beglerbeg aber war an der Spitze der Truppen. Er wollte sich auf der unteren Seite am Wienfluß niederlassen und das Feldlager aufschlagen. Bis direkt zur Kirche [von Sankt Ulrich], bis an eine Stelle nach dem Tor und der Bastei lagerte er. Die dritte Truppenabteilung war die der Janitscharen, die unter dem Banner des Qasim Pasa standen. Die vierte Truppenabteilung lagerte an einem entfernten Ort vom Schottentor über die Wiese hinaus, wo sich Azab, christliche Hilfstruppen und Lohnarbeiter … befanden.“

Den Türken mangelt es an schwerem Belagerungsgeschütz, um aus sicherer Entfernung Breschen zu schießen, angeblich auf den Rat des Großvezirs hin, der in den vorbereitenden Beratungen die Eroberung Wiens als Bagatelle hinstellte. Daraufhin beginnen die Türken Minen zu graben, um die Stadtmauern zu sprengen. Die Belagerten aber, ihrerseits Meister des Mineurwesens, legen Gegenminen an, die sie mit Trägern abstützen, damit das Mauerwerk bei der Sprengung nach außen fällt. Bei der Sprengung stürzt das Mauerwerk nach außen und behindert den türkischen Sturm, der erfolgreich abgeschlagen wir. Am Fest des Hl. Michael halten die Belagerten Kriegsrat.

„…es war wiederum der Tag des Hl. Michael, da Graf Nikolaus [Salm] mit den übrigen Befehlshabern Beratung hielt…“


2000 Mann Fußtruppen und 500 Reiter unternehmen einen Ausfall gegen die türkischen Batterien, um die Kanonen zu vernageln und die Lafetten zu zerstören. Sie stoßen auf heftigen Widerstand und nach hitzigem Kampf, in dem sie an die 200 Türken niedermachen, ziehen sie unter eigenen Verlusten wieder zurück. Daraufhin fällt eine Hundertschaft Spanier aus, die zahlreiche Türken, die in den Weingärten Trauben pflücken, niedermachen. Die Türken verfallen nach diesen Mißlichkeiten auf den Plan, drei deutsche Renegaten in die Festung zu schleusen, um diese in Brand zu stecken und in der Verwirrung des Brandes zu stürmen. Diese Absichten werden aber von einem türkischen Überläufer den Belagerten berichtet.

„Es war [aber] einer in der Festung … Er hatte davon gehört und informierte die Befehlshaber. Am 2. Tag des Monats Listopad, i. e. Oktober, nahm man sie fest, brachte sie zum Reden und tötete sie unter schweren Foltern.“


Der Überläufer berichtet auch von der Absicht der Türken, eine Mine gegen das Kärntnertor vorzutreiben. Man ergreift Sicherheitsmaßnahmen.

„Als unsere Soldaten diese Sache erfuhren, gossen sie Wasser in Becken und stellten [diese] dort auf und auch Trommeln stellten sie auf. Wenn das Wasser und das Trommelfell erzittert, erkennt man, daß man dort eine Mine anlegt.“
Zeitungsholzschnitt nach
Peter Johann Nepomuk Geiger
1847
Adam Brenner
Lithographie
1838
Die Belagerten versuchen, sich durch einen Ausfall nähere Kenntnis zu verschaffen. Es kommt zu schweren Kämpfen mit den Türken. Bei einem weiteren Ausfall von 8000 Mann, darunter die Spanier, kommt es durch einen mißverständlichen Ausruf eines Soldaten zu einer Verwirrung der christlichen Truppen, die es den Türken erlaubt, eine bedeutende Anzahl zu töten, darunter den Befehlshaber der Spanier. Trotz dieses Debakels konnte man die Stellen der angelegten Minen ausmachen, worauf die Spanier abermals ausfallen. Die Türken lassen die Minen hochgehen.

„Die Türken legten an jene Minen Feuer und brachten die Mauer an zwei Stellen zum Einsturz. [Die Einsturzstelle] war von der früheren Mine ein wenig entfernt.“

Der heftige türkische Sturm wird unter Aufbietung aller Kräfte abgeschlagen. Im türkischen Heer treten Anzeichen von Kriegsmüdigkeit auf.

„…und sie selbst sagten, daß weder auf Rhodus, noch bei Belgrad so viele von ihnen gefallen wären.“

Ein neuerlicher Sturm der Belagerer am 4. Oktober wird abgeschlagen. Der Sultan, ergrimmt über den Mißerfolg, stellt im Kriegsrat die hohen Würdenträger zur Rede, er ordnet erneut eine dreitätige Kampfpause an zur Erholung der Truppen. Paul Bakic unternimmt einen Angriff gegen das Lager des Großvezirs. Bei dieser erfolgreichen Aktion werden zahlreiche Gefangene gemacht, von denen man erfährt, daß der Sultan noch einen massierten Sturm plant, ehe er, durch die kalte Witterung und die Nachricht vom Anrücken kaiserlicher Hilfstruppen bewogen, abziehen würde. Am 13. Oktober erfolgt dieser Generalsturm gegen die Bresche, die von den Belagerten mit Baumstämmen, Balken und Steinen verbarrikadiert wurde. Die Artillerie der Belagerten fügt den stürmenden Türken schwere Verluste zu, vergeblich versuchen der Großvezir und die hohen Würdenträger den Kampfgeist der Truppen anzufeuern. Als der Sultan die Unmöglichkeit der Eroberung erkennt, rüstet er zum Aufbruch.

„Am 14. des genannten Monats, welches der 23. Tag der Belagerung war, brach er um Mitternacht von Wien auf und kam am fünften Tag nach Ofen, welcher Ort dreißig Meilen entfernt ist.“

In Ofen läßt der Sultan Gefangene frei, darunter auch den oben genannten Christoph Zedlitz. Ìbrahim Pasa erklärt ihm, daß es nicht das Kriegsziel des Sultans war, Wien zu erobern, sondern Ferdinand in seine Schranken zu weisen und den Streit um Ungarn zu bereinigen. Der Sultan würde bald mit verstärkter Macht wieder kommen, um eine Entscheidung herbeizuführen. Die Angaben über die Verfolgung des abziehenden osmanischen Heeres, das Eintreffen des Pfalzgrafen Friedrich in Wien und Meutereien der Soldaten wegen Soldforderungen läßt I. P. aus und geht unmittelbar auf die Krönung von Zápolya über. Zápolya erhält aus der Hand des Sultans Krone und Reichsinsignien.

„Als [der Sultan] nach Ofen kam, setzte er dem König János die Krone auf und gab ihm das Szepter des Königtums in seine Hand.“


Der Sultan lobt Zápolya, daß er sich um die Hilfe der Osmanen bemüht habe, und verspricht ihm weiteren Beistand, die anwesenden ungarischen Adeligen ermahnt er zum Gehorsam gegen den König. Darauf folgt eine ausführliche Beschreibung, wie die Krone in die Hände der Osmanen kam. I. P. bringt diese Angaben sehr kurz und summarisch, fügt aber dem Kapitel über die Belagerung von Wien ein weiteres an mit dem Titel: qorona sacadetlü padisah hazinesine ne vechile vusul bulmisdir tafsili budir – Ausführlicher Bericht, wie die Krone an den Schatz des glückhaften Padischah gelangte –, worin diese Begebenheiten in allen Details wiedergegeben werden.

Der eingehende Textvergleich erweist die direkte Übernahme; bemerkenswert ist die Tatsache, daß sich I. P. so eng an das Original hält, daß das Possesivum der 1. Person pl. ausschließlich auf die Christen bezogen wird, ein Faktum, das in einem osmanischen Text verwundert. I. P. hat auch weitgehend darauf verzichtet, die Christen nach der gängigen Gepflogenheit osmanischer Historiographie mit negativen Epitheta zu belegen. Gegenüber den langen lateinischen Perioden Istvánfy’s, der verschachtelte Satzgefüge liebt, ist die türkische Fassung klar und schmucklos, I. P. bedient sich einer schlichten Sprache und einfacher Sätze, die häufigen indirekten Reden des Originals werden als direkte Rede wiedergegeben. Wie bereits oben erwähnt, erlaubt der Textvergleich die Interpretation dunkler Stellen der osmanischen Version, korrumpierte Eigennamen können klar festgestellt und Personen und Örtlichkeiten, die im türkischen Text nur allgemein bezeichnet werden, eindeutig identifiziert werden. Auffällig ist, daß der Bericht bei I. P. neben einigen wenigen Termini ungarischer Herkunft relativ ausgefallene Slavismen aufweist, wohl ein Beleg, daß dem Autor das Südslawische vertraut war. Verdient schon die Tatsache an sich Beachtung, daß ein osmanischer Historiker in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts europäische Quellen heranzieht, so ist die zwar verkürzende, aber doch sehr originalgetreue Übersetzung des vorliegenden Berichtes noch bemerkenswerter, da es sich ja letztlich um einen militärischen Mißerfolg der osmanischen Macht handelt. I. P. hat seine Quelle nicht manipuliert, indem er ungünstige Aussagen unterdrückt. So finden wir etwa den in anderen europäischen Quellen breit ausgeführten – übrigens unerwiesenen – Vorwurf, daß der Großvezir Ìbrahim Pasa in verräterischem Einverständnis mit den Belagerten stand, in der Angabe, daß auf seinen Rat kein schweres Belagerungsgeschütz mitgeführt wurde. Auch die schwindende Kampfmoral der erfolglosen Belagerer, der Unmut des Sultans darüber und im Gegensatz dazu die Ausdauer und Bravour der Belagerten kommen ungeschminkt und klar auch in der türkischen Fassung zum Ausdruck. Neben zahlreichen anderen Übernahmen aus christlichen Quellen ist es daher vor allem der Bericht von der ersten erfolglosen Belagerung Wiens durch die Osmanen, der die Sorgfalt, den Weitblick, aber auch die Wahrheitsliebe und das Streben nach objektiver Darstellung bei Ìbrahim Peçevi zeigt, der sich nicht scheut, gemäß seiner hohen Auffassung von Geschichtsschreibung diesen in vielen Punkten für die Osmanen nicht eben schmeichelhaften Bericht ohne essentielle Abstriche und Korrekturen im Sinne imperialer Geschichtsauffassung zu übernehmen und dem gebildeten osmanischen Leser zugänglich zu machen.
auszugsweise aus
Die erste Türkenbelagerung, Wien 1529
Verlag Hermann Böhlaus Nachf.
Markus Köhbach: Die osmanische Fassung von Istvánfy’s Bericht
über die erste Belagerung Wiens durch die Türken 1529 in der Chronik des Ìbrahim Peçevi
Historisches Museum der Stadt Wien

62. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, Karlsplatz
4. Oktober 1979 bis 10. Februar 1980
Türkenbelagerung 1529 - Stich von A. Ortelius, 1601
1529 - drei Jahre nach der Schlacht bei Mohács - belagerte eine türkische Streitmacht von mehr als l00 000 Mann zum ersten Mal das Herz des Reiches, die Residenzstadt Wien. Die Türken hatten einen Teil ihres Trosses auf Schiffe verladen und diese donauaufwärts bis vor Wien rudern und streckenweise ziehen lassen. Um die Wiener von allen Nachschublinien abzuschneiden, verbrannten die Türken die hölzernen Donaubrücken. Die Belagerung Wiens brachte den Türken keinen Erfolg. Heftiger Schneefall Mitte Oktober ließ sie einen vorzeitigen Wintereinfall befürchten und ihre Zelte abbrechen. Das Abendland atmete auf.

Ausschnitt aus der Rundansicht von Sebald Beham und Niclas Meldeman,
darstellend die erste Türkenbelagerung Wiens im Oktober 1529.
Entstanden 1529, gedruckt 1530
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Plan zeigt die Stadt Wien und die ringsum anstürmenden türkischen Soldaten in einer Ansicht von Norden. Im Zentrum die Stephanskirche. Über deren Südturm das Kärntner Tor. Links und rechts dieses Tores schlagen die Türken – historisch korrekt – Breschen in die Stadtmauer. Die Breschen wurden von den Verteidigern notdürftig mit Holzbalken verschlossen, was an der Mauer links vom Kärntner Tor zu sehen ist. An der Bresche rechts vom Kärntner Tor starkes Feuer, offensichtlich nach einer der zahlreichen Minen-Explosionen. Rechts daneben die Augustinerkirche, und wieder rechts davon (vom Bildrand teilweise abgeschnitten) die Hofburg. Unter der Burg die Michaelerkirche, und wieder darunter die Peterskirche.
Links und rechts des Stephansturms einige der Verteidiger, rechts gepanzerte Reiter ("Reisige") und links Pikeniere zu Fuss. Diese Truppen sind die österreichischen Landsknechte unter Eck von Reischach, der unmittelbar links vom Turmhelm hoch zu Ross zu sehen ist. Im dargestellten Stadtteil waren etwa 3.000 Verteidiger anwesend.
Kupferstich-Radierung von Johann Passini nach Karl Ruß, 1820
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Während der Belagerung diente der Stephansturm als Beobachtungsposten. Dabei fertigte ein unbekannt gebliebener Künstler Zeichnungen der Kampfszenen an. Der Nürnberger Maler, Drucker und Verleger Niclas Meldeman erkannte sehr rasch nach Ende der Türkenbelagerung die Verkaufsaussichten für ein historisches "Schlachtengemälde" von diesem Ereignis. Er zog auf eigene Kosten nach Wien und erwarb dort die Zeichnungen vom Stephansturm. Er liess diese vom Dürer-Schüler Hans Sebald Beham (1500 – 1550) in "recht ordentliche form" bringen und 1530 in Nürnberg drucken. Der Originaltext am Rundplan lautet:

 "Der stadt Wien belegerung, wie die auff dem hohen sant Steffansthurn allenthalben gerings vm die gantze stadt zu wasser vnd landt mit allen dingen anzusehen gewest ist Vn von einem berumpten maeler [...] verzeychnet vnd abgemacht gescheen nach Christi geburt MCCCCCXXIX vnd im XXX in truck gepracht. Gemacht zu Nurenberg durch Niclaßen Meldeman brifmaler bey der lange prucken wonhaft, nach Christi geburt."

1547 wurde zwischen der Hohen Pforte und dem Reich ein Waffenstillstand geschlossen, der Kaiser Ferdinand I. kräftige Tributzahlungen abverlangte und Ungarn in drei Teile gliederte: der westliche Teil Ungarns mit Kroatien und einem Teil der dalmatinischen Küste blieb habsburgisch, im Osten, in Siebenbürgen, regierten türkische Vasallen, der mittlere Teil, die Tiefländer an Donau und Theiß, wurde von mehreren Paschas verwaltet. In den Jahrzehnten nach der ersten Belagerung Wiens versuchten die Türken wiederholt, den Misserfolg von 1529 auszugleichen.
 
Türkische Kriegsbogen, 16. Jahrhundert
Mehrmals drangen türkische Heere, unterstützt von Donauflottillen, ohne besonderen Erfolg gegen das habsburgische Reich vor. Gegen Ende 1540 wurde dem kaiserlichen Fahneneid die bis Ende des Ersten Weltkrieges gültige Formel "zu Wasser und zu Land" beigefügt. Gleichzeitig erschien eine "Schiffsordnung", die die deutschen Landsknechte zum Kampf auf dem Wasser verpflichtete.
"Wie es uff dem Mörr zu faren mit den Teutschen Khnechten soll gehalten sein"
 
lautete ihr Titel.
Säbel Sultan Soleimans des Prächtigen
1556 führte der 72jährige Sultan Suleiman persönlich einen Feldzug gegen das habsburgische Westungarn. Die Türken, die das Ziel hatten, das habsburgische Reich im Zentrum zu treffen, wurden in Sziget aufgehalten, einer kleinen, gut befestigten Stadt westlich Fünfkirchen.
Säbel des Sultan Bayezid II.
Die türkische Heermacht war der von Niklas Graf Zrinyi befehligten Besatzung der Festung im Verhältnis 100 : 1 überlegen, dennoch dauerte der Widerstand der Christen bereits mehrere Wochen. Suleiman forderte zur Unterstützung der Belagerer eine Flotte von Kriegsgaleeren an, die mit starken Geschützen armiert waren. Sogleich wurden sie von Belgrad, ihrem Ankerplatz, die Donau aufwärts gerudert.
Die Belagerung von Szigetvar
 Nach mehrwöchiger Belagerung und Beschießung fielen die Festung und ihr tapferer Verteidiger. In der gleichen Nacht starb Suleiman in seinem Zelt. Der Großwesir versuchte, den Tod des Sultans einige Zeit geheimzuhalten, um einen Aufruhr wegen Thronfolgestreitigkeiten zu vermeiden. Der Leibarzt des Sultans, Mitwisser des wenig heldenhaften Todes im Zelt, wurde auf der Stelle erwürgt, alle anwesenden Diener und Sklaven erdolcht. Die türkische Armee zog sich mit dem vermeintlich erkrankten Sultan, der seine Sänfte nie verließ, wieder zurück. Selim II., Sohn und Nachfolger Suleimans, schloss bald darauf mit Wien Frieden.
 
 
  Österreich Serien:
    Die Garten Tulln
    AKW Zwentendorf
    Eisenbahnmuseum
    Wiener Bahnhöfe
    Neusiedler See
    Die Donau
    Donauauen
  Geschichte und Kultur
    Heeresgesch. Museum
    Steinzeit
    Bronzezeit
    Eisenzeit - Kelten
    Die Römer in Wien
    Carnuntum
    Völkerwanderung
    Wien im Mittelalter
    Neidhart Fresken
    Virgilkapelle
    Wiener Geserah
    1.Türkenbelagerung
    2.Türkenbelagerung
    Franzosenkriege
    Wiener Kongress
    Die Belle Époque
    Anschluss 1938
    Judenverfolgung
    Kampf um Wien
    Nachkriegszeit
    Staatsvertrag
    Gipfeltreffen 1961
    Gipfeltreffen 1979
  Wirtschaft und Technik
    Techn. Museum
    Eisenbahn Geschichte
    Der "Blaue Blitz"
    Stadtbahn Wien
    LOFAG
    Autoindustrie
    Marcus-Wagen
    Donauschifffahrt
    Luftfahrt Geschichte
    Austrian Airlines
    Flughafen Wr. Neustadt
    Flugfeld Aspern
  Militär und Luftfahrt:
    Die Deutschmeister
    Seeschlacht v. Lissa
    k.u.k. Kriegsmarine
    Nordpolexpedition
    Patrouillenbootstaffel
    Österr. Luftstreitkräfte
    Alouette III
    Eurofighter EF2000
    Österr. Landstreitkräfte
  Filmstadt Wien
    Die ersten Studios
    Rosenhügel Studios
    Sodom u. Gomorrha
    Der dritte Mann
    James Bond
    Die drei Musketiere
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
© design by gaube 2016
design by gaube