Wiener Fiaker
1693 wurde in Wien die erste Lizenz erteilt
Wiener Fiaker © Erhard Gaube - www.gaube.at
Wiener Fiaker in der Prater Hauptallee.
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Der Begriff Fiaker wurde im 18. Jahrhundert aus französisch Fiacre entlehnt. In der Rue de Saint Fiacre befand sich der erste Standplatz für Lohnkutschen, die der französische Kaufmann und Pferdehändler Nicolas Souvage seit 1662 zum Einsatz brachte. Die Rue de Saint Fiacre wiederum hat als Namenspatron den Einsiedler Fiacrius, der im 7. Jahrhundert von Irland nach Frankreich kam und in einem Waldstück südöstlich von Meaux (Département Seine-et-Marne) eine Einsiedelei gründete. Den nötigen Grund und Boden verdankte er dem Bischof Faro von Meaux.
Wiener Fiaker © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiener Fiaker "Fahr' mer, Euer Gnad'n"; 1880 - 1889.
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Der Begriff Fiaker war schon nach kurzer Zeit im deutschen Sprachraum nur noch in Bayern und Österreich gebräuchlich (und somit in tschechisch und serbisch). Außerhalb Bayerns und Österreichs setzte sich in deutsch schon bald der Begriff Droschke durch.
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Firmlinge im Wiener Prater; Festlich geschmückter Fiaker vor dem Riesenrad. ;um 1932.
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Fiaker am Stephansplatz; 1914.
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Die Fiaker waren oft stadtbekannte Originale. Angeblich wohnten früher besonders viele Fiaker im Fiakerdörfl beim Fiakerplatz im 3. Bezirk. Hier befindet sich das 1937 von Josef Engelhart geschaffene Fiakerdenkmal, das vermutlich den Fiaker Josef Schmutz (umgangssprachlich: Schuaster Fraunz) darstellt. Fiaker stellen eine beliebte Touristenattraktion dar und bieten von mehreren Standplätzen aus meist Rundfahrten im Bereich der Wiener Altstadt an.
Wiener Fiaker © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiener Fiaker © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fiaker am Stephansplatz; 1914.
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Standplätze befinden sich am Stephansplatz, Heldenplatz, Michaelerplatz und Petersplatz sowie beim Burgtheater und bei der Albertina hinter der Wiener Staatsoper. Die Preise für Rundfahrten unterschiedlicher Länge werden von der Stadt Wien festgesetzt. Seit 1984 gibt es bei den Wiener Fiakern auch weibliche Kutscher.
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Am Graben, Fiaker-Standplatz. ;1913.
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Westbahnhof Ankunftsseite (Felberstraße) mit Fiakerstandplatz. ;1905.
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Seit 1998 ist in Wien eine spezielle Prüfung, die Fahrdienstprüfung notwendig, um einen Fiaker lenken zu dürfen. Im Rahmen dieser Prüfung werden Grundkenntnisse über die wichtigsten Wiener Sehenswürdigkeiten verlangt. Die Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen regelt unter anderem die traditionelle Bekleidung der Fiakerfahrer.
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Vor der Oper stationierte Fiaker mit Kutschern. ;1952.
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Blick über einen Fiaker mit Fahrgästen gegen das Prinz-Eugen-Denkmal und die
Neue Hofburg (Bereich Mittelrisalit mit Balkon bis Corps de Logis). ;1978.
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Josef Bratfisch (* 26. August 1847 in Wien; † 16. Dezember 1892 ebenda) wegen seiner Leibesfülle auch „Nockerl“ genannt, war Leibfiaker des Kronprinzen Rudolf und Wienerlied-Sänger, der für seine gelegentlich auch derben Lieder bekannt war. Kronprinz Rudolf soll ihn zum Leibfiaker gemacht haben, weil ihm die Darbietungen als Sänger und Kunstpfeifer so gefielen. Als Wienerliedsänger erfreut er sich einer hohen Bekanntheit. Als Fiaker ging er in die Geschichte ein, da er die Baronesse Mary Vetsera auf der letzten Fahrt zum Jagdschloss Mayerling kutschierte, wo sie in der Folge gemeinsam mit Kronprinz Rudolf gewaltsam starb. Kronprinz Rudolfs Kammerdiener Johann Loschek fand die Leichen der beiden.
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Josef Bratfisch; Fiaker von Kronprinz
Rudolf, Volkssänger. um 1890.
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Josef Bratfisch; Fiaker von Kronprinz
Rudolf, Volkssänger. ;vor 1892
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In den verschiedenen Spielfilmen um die Geschehnisse in Mayerling wurde auch Bratfisch dargestellt, unter anderem im 1925 veröffentlichten Stummfilm Leibfiaker Bratfisch mit Georg Kundert in der Titelrolle, 1955/56 von Attila Hörbiger in Kronprinz Rudolfs letzte Liebe, 1968 in Mayerling von Moustache und 2006 von Wolfgang Böck. Im 17. Wiener Gemeindebezirk in der Lacknergasse 60 wurde 1950 eine Gedenktafel für die Altwiener Fiaker Josef Bratfisch, Karl Mayerhofer („Hungerl“), und Franz Reil „Schuster-Franz“ enthüllt. Das ehrenhalber gewidmete Grab von Josef Bratfisch befindet sich auf dem Hernalser Friedhof (Gruppe K, Nummer 130) in Wien.
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Emilie Tureczek "Fiakermilli"
mit Stiefeln und Gerte;um 1870
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Emilie Tureczek "Fiakermilli"
Brustbildnis, Linksprofil.
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Fiakermilli, volkstümlicher Name der Emilie Turecek, geborene Pem(m)er, * 30. Juni 1848 Chotěboř, Böhmen, † 13. Mai 1889 Wien, Volkssängerin, Gatte (1889) Ludwig Demel, Fiaker. Sie sang unter anderem in den Thaliasälen (16, Grundsteingasse), in den Drei-Engel-Sälen (4, Große Neugasse) und beim Sperl (2) und trat stets in prall anliegendem Jockeydress, die Reitgerte in der Hand, gestiefelt und gespornt, auf.
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"Fiaker-Milli" Die Volkssängerin Emilie
Turecek mit Zigarre. ;um 1875
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"Fiakermilli", in typischer Kleidung
und Pose. ;um 1870
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Über ihr zynisches sittenloses Wesen hat sich Schlögl sehr ereifert, ohne sich der fesselnden Wirkung ihrer Persönlichkeit entzogen zu haben. Viktor Leon führte die Fiakermilli in sein Volksstück „Wiener Volkssänger" ein (1920), Hofmannsthal verwendete sie als Bühnenfigur (in „Arabella", vertont 1933 von Richard Strauss); Volksstück „Die Fiakermilli" von Martin Costa (Uraufführung 15. Dezember 1945 Bürgertheater). Oftmals (auch anachronistisch) in Filme eingebaut (zum Beispiel „Schrammeln", 1944).
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Mehrere Fiaker mit Kutschern stehen
in einer Reihe hintereinander; 1988.
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Wiener Fiaker mit Melone
am Standplatz; um 1970.
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Fiakerkutscher schläft sitzend in der
Kutsche vor dem Operngebäude.
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Ein alter Fiakerkutscher sitzt in seiner
Kutsche und füttert Tauben. ;1961
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Die Fiaker wurden im innerstädtischen Verkehr Wiens um 1670 gebräuchlich (zuvor hatten sie sich außer in Paris auch in London bewährt). Für die private Personenbeförderung mittels Fiakers benötigte man eine Lizenz der Polizeioberdirektion. Zur Frühgeschichte des Fiakers in Wien gibt es weder Dokumente noch Bilder. Am 1. Juni 1726 verordnete Karl VI. zum Schutz des Postfuhrwesens, dass die "Lehen-Wägen" (zu denen die Fiaker gehörten) innerhalb des Linienwalls nur zweispännig fahren dürften und dass sie sich auf einen Umkreis von höchstens vier Meilen zu beschränken hätten.
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Verkehrsschild mit Zusatztafel "Halten
verboten-Ausgenommen Fiaker" 1961
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Ein Fiakerkutscher mit Melone wäscht
das Geschirr seiner Pferde. ;1963
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Fiakerkutscher stehen mit ihren
Kutschen vor der Staatsoper.
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Fiakerkutscher mit Zigarre neben
seiner Kutsche vor der Oper.
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 Nach einer Häufung von Klagen wurde die Höhe des Fuhrlohns 1747 durch eine Lehenfuhrwerksordnung geregelt. 1788 gab es 648, 1848 680 Fiaker. Die am 22. Juli 1800 erlassene "Vorstadtlehenkutscher- und Fiakerordnung" (teilweise erneuert am 12. Juli 1819) schrieb das Führen einer Nummer sowie den Erwerb einer bei der Oberpolizeidirektion zu beantragenden und vom Lehenwagenamt (1, Kärntner Straße 28) auszustellenden Fahrlizenz vor.
Wiener Fiaker © Erhard Gaube - www.gaube.at
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Fiaker am Standplatz Stephansplatz.
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Die Wagen hatten (im Gegensatz zu den vornehmeren Stadtlohnwagen, den "Unnumerierten", die mit Privatequipagen zu vergleichen waren) an drei Seiten eine weiße, mit Ölfarbe aufgetragene Nummer zu tragen, waren an ihnen zugewiesene fixe Standplätze (17 im Widmer-, vier im Schotten-, sechs im Stuben- und sieben im Kärntnerviertel, ferner beim Schotten-, Burg- und Stubentor sowie an 27 Punkten in den Vorstädten) und strikte Fahrvorschriften gebunden (beispielsweise Fahrverbot auf den durch Pflasterung für Fußgeher kenntlich gemachten Straßenrändern und Verbot des Schnellfahrens). Außerhalb der Linien stand das Recht der Personenbeförderung den Landkutschern zu.
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Fiakerkutschenparade in Wien. Eine Reihe von Fiakern auf der Mariahilferstraße
auf dem Weg vom Rathaus zum Weigl. Zuschauer stehen am Gehsteig und sehen zu.
Vorne im Bild ein Radfahrer. ;1935.
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Zwei Boxer im Fiaker. Der englische Schwergewichtsboxer Ben Foord
und der Wiener Heinz Lazek am Kutschbock. ;1938.
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Die Vier Meilen-Grenze wurde am 20. April 1824 aufgehoben, sodass sie damit den Landkutschern gleichgestellt wurden; aber auch danach mussten die Passagiere bei den Linientoren einen von der Polizeioberdirektion ausgestellten Passierschein vorweisen, wenn sie (auch nur kurzfristig) die Stadt verlassen wollten.
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Fiaker am Standplatz.
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Die vorgeschriebenen Taxen wurden meist nicht eingehalten. Man unterschied zwischen dem numerierten und dem unnumerierten Fiaker, außerdem gab es verschiedene Wagentypen: offene Fiaker, geschlossene Fiaker ("Coupés"), "Einspänner" (oder "Comfortable"; mit nur einem Pferd) und "Landauer" (für Überlandfahrten).
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Fiakerkorso auf der Ringstraße.
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Fiakerfahrt in der Inneren Stadt.
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Am 22. Juli 1800 wurde eine Fiakerordnung erlassen. Für alle Fragen (außer der Lizenz) war das magistratische Lehenwagenamt zuständig; an das städtische Oberkammeramt war ein monatlicher "Aufschlag" zu leisten. Zu dieser Zeit kennt man Stadt- und Vorstadtlehenkutscher; nur diese beiden Gruppen durften innerhalb der "Linien" fahren, doch sie hatten auch das Recht, sich vor den Linientoren aufzustellen und Passagiere anzunehmen.
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Ein Fiakerkutscher deckt seine beiden Pferde mit einer Decke zu. ;1976.
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Ein Fiakerkutscher bürstet sein Pferd. Im Hintergrund steht ein Kollege und schaut ihm zu.
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Fiakerkutscher wartet auf Kundschaft. Hinter seiner Kutsche stehen die anderen
in einer langen Reihe. Die Pferde sind mit Decken zugedeckt.
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Außerhalb des Linienwalls ansässige Landfuhrleute durften lediglich Fahrgäste auf Bestellung aus der Stadt abholen. Obwohl es den Fiakern vorgeschrieben war, nur zweispännige Fahrzeuge zu fahren, wurde dieses Gebot oft durchbrochen (so hören wir von zweisitzigen sogenannten "Bastardwagen"). Die Kutscher entwickelten sich bald zu einem populären Wiener Original (Fiakerlied), das auch zahlreichen Künstlern und Karikaturisten Stoff bot; Adolf Bäuerle schrieb die komische Oper (Musik Wenzel Müller) "Der Fiacker als Marquis".
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Der rosarote "Manner" Fiaker - Aus dem Stadtbild nicht wegzudenken.
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Fiaker am Standplatz in der Hofburg.
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Mit der Neuordnung der gewerblichen Rechtsvorschriften 1859 unterschied man freies Stadtlohnfuhrwerksgewerbe (Bereithaltung von Fahrzeugen zu jedermanns Gebrauch) und konzessioniertes Lohnfuhrwerksgewerbe (das fixe Standplätze zugewiesen erhielt); man zählte damals in Wien 22 Fiaker- und 70 Einspännerstandplätze.
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Mit dem Fiaker durch die Innere Stadt.
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Wiener Fiaker Original "Bart-Fritz" Reisinger in der Prater Hauptallee.
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Ab den 1860er Jahren nahm die Zahl der Fiakerordnungen zu (28. September 1868: "Fiaker- und Einspänner-Ordnung für den Polizei-Rayon von Wien"; 31. März 1871: "Fiaker- und Einspänner-Ordnung für Wien und die nächste Umgebung" und andere). Angehörige des Kaiserhauses hielten sich ihre Leibfiaker (so etwa Kronprinz Rudolf Josef Bratfisch); auch andere waren namentlich bekannt und berühmt (zum Beispiel Hungerl). Am 28. September 1890 fand auf dem Trabrennplatz ein Fiakerrennen statt.
Wiener Fiaker Original Bart-Fritz Reisinger © Erhard Gaube - www.gaube.at
Wiener Fiaker Original "Bart-Fritz" Reisinger.
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Wiener Fiaker Original Bart-Fritz Reisinger © Erhard Gaube - www.gaube.at
Wiener Fiaker Original "Bart-Fritz" Reisinger.
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Seit dem Ersten Weltkrieg werden Fiaker in Wien überwiegend für Stadtrundfahrten, Praterbesuche (Firmungen) und besondere Anlässe (Hochzeiten und so weiter) engagiert. An die Wohnstätten vieler Fiaker in Erdberg (Fiakerdörfel) erinnert der dortige Fiakerplatz; einige Häuser haben sich erhalten (beispielsweise Wohn- und Fiakerhaus 3, Rüdengasse 3 [1886], mit Stall, Wagenremise und  Fiakerrequisiten).
Gustav Pick (1832–1921)
© Gemeindearchiv Rechnitz
Alexander Girardi
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Das Fiakerlied aus 1885 ist eines der berühmtesten Wienerlieder.
Text und Musik stammen von Gustav Pick (1832–1921), der es für eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Fürstin Pauline von Metternich am 24./25. Mai 1885 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Fiakerzunft schuf.
Originalplakat Praterfest 1885.
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Niederschrift des Fiakerliedes.
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Der Schauspieler Alexander Girardi gab es als Höhepunkt dieses Praterfestes in der Rotunde zum Besten. Das Originalmanuskript befindet sich seit dem Ankauf in den 1930er Jahren im Eigentum der Wiener Taxiinnung. Das Fiakerlied wurde auch später gerne gesungen und fand prominente Interpreten (unter anderem Paul Hörbiger).
I führ’ zwa harbe Rappen,
Mein Zeug dös steht am Grab’n,
A so wie dö zwa trappen, Wer’ns net viel g’sehen hab’n,
A Peitschen, a des gibt’s net,
Ui jessas nur net schlag’n,
Das allermeiste wär tsch’, tsch’,
Sonst z’reissens glei’in Wag’n.
Vom Stamm zum Lusthaus fahr’ i’s in zwölf Minuten hin;
Mir springt kans drein net in Galopp,
Da geht’s nur allweil trapp, trapp, trapp;
Wann’s nachher so recht schießen, da spür’ i’s in mir drin,
Dass i die rechte Pratzen hab, dass i Fiaker bin.
A Kutscher kann a jeder wer’n,
Aber fahren kinnans nur in Wean.
Refrain:
Mei’ Stolz is, i’ bin halt an echt’s Weanakind,
A Fiaker, wie man net alle Tag’ find’t,
Mein Bluat ist so lüftig und leicht wie der Wind,
I’ bin halt an echt’s Weanerkind.
Verordnung der Wiener Landesregierung
 betreffend die Eignungsvoraussetzungen für die im
Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst
tätigen Personen
(Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienstprüfungsverordnung 2001)
26.9.2001  LGBl   2001/70
Auf Grund des § 9 Abs. 4 Z 4 des Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes, LGBl. für Wien Nr. 57/2000, wird verordnet:
Fahrdiensteignung
§ 1. (1) Im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst dürfen nur solche Personen verwendet werden, die für diese Tätigkeit gemäß Abs. 2 geeignet sind. Nicht geeigneten Personen ist jede Tätigkeit im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst untersagt.
(2) Geeignet für den Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst ist, wer die persönlichen Voraussetzungen gemäß § 2 erfüllt und die fachliche Befähigung gemäß § 3 nachweist.
Persönliche Voraussetzungen
§ 2. (1) Die persönlichen Voraussetzungen sind die
1. Eigenberechtigung,
2. geistige und körperliche Eignung für das sichere Lenken von Fuhrwerken im Straßenverkehr,
3. Unbescholtenheit hinsichtlich der im § 5 Abs. 3 Z 1 und Z 3 lit. c des Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes genannten strafbaren Handlungen und
4. Verkehrszuverlässigkeit im Sinne des § 7 Führerscheingesetz – FSG, BGBl. I Nr. 120/1997 in der Fassung BGBl. I Nr. 25/2001.
(2) Von der im Abs. 1 Z 3 genannten Voraussetzung sind Personen ausgenommen, die
1. am 31. Oktober 1998 schon mindestens zwei Monate hindurch im Fiaker- oder Pferdemietwagen-Fahrdienst in Verwendung gestanden sind und dies insbesondere durch Bestätigungen eines konzessionierten Fiaker- oder Pferdemietwagenunternehmers und des Sozialversicherungsträgers nachweisen, oder
2. in den letzten fünf Jahren nicht wegen einer im § 5 Abs. 3 Z 1 und Z 3 lit. c genannten strafbaren Handlung rechtskräftig verurteilt worden sind.
(3) Jenen Personen, die nicht gemäß Abs. 1 Z 3 unbescholten sind, aber die im Abs. 2 genannten Voraussetzungen erfüllen, ist bei bestandener Prüfung die Eignungsbestätigung gemäß § 9 Abs. 2 befristet auf die Dauer von zwei Jahren auszustellen. Unter der Voraussetzung eines im Sinne des Abs. 1 Z 3 straffreien Verhaltens während dieses Zeitraumes und bei Vorliegen der sonstigen persönlichen Voraussetzungen ist die Eignungsbestätigung auf fünf Jahre auszustellen. Die Ausstellung der Eignungsbestätigung auf jeweils fünf weitere Jahre hat unter denselben Voraussetzungen zu erfolgen. Die Voraussetzungen für die Ausstellung der Eignungsbestätigung hat der Magistrat auf Antrag zu prüfen und mit Bescheid festzustellen.
Fachliche Befähigung
§ 3. (1) Die fachliche Befähigung der im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst tätigen Personen ist unbeschadet der Abs. 2 und 3 durch Ablegung einer Fahrdienstprüfung im Umfang des § 8 nachzuweisen.
(2) Folgende Ausbildungs- und Prüfungsnachweise ersetzen die Prüfungsgegenstände des theoretischen Prüfungsteiles gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 und 3:
1. Der Befähigungsnachweis gemäß § 6 Abs. 1 des Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes;
2. der erfolgreiche Abschluss einer landwirtschaftlichen Fachschule der Fachrichtung Landwirtschaft und Pferdewirtschaft;
3. erfolgreich abgelegte Prüfungen für Gespannfahren nach den Bestimmungen des Bundesfachverbandes für Reiten und Fahren in Österreich;
4. eine der Fahrdienstprüfung gemäß § 8 vergleichbare Prüfung, die in einem anderen Bundesland oder einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem Staat, der Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, abgelegt worden ist.
(3) Der Nachweis folgender Voraussetzungen ersetzt die Prüfungsgegenstände des theoretischen Prüfungsteiles gemäß § 8 Abs. 1 Z 2, 3 und 4:
1. Am 1. Jänner 1998 aufrechte und mindestens dreijährige, ununterbrochene Tätigkeit bei einem konzessionierten Wiener Fiaker- oder Pferdemietwagenunternehmen im Fiaker-Fahrdienst oder Pferdemietwagen-Fahrdienst und
2. beanstandungsfreies Verhalten im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst und
3. sehr gute Dienstbeurteilung durch den Dienstgeber.
Zulassung zur Fahrdienstprüfung
§ 4. (1) Zur Fahrdienstprüfung ist zuzulassen, wer
1. das Ansuchen um Zulassung zur Prüfung rechtzeitig einbringt (Abs. 2),
2. die Nachweise gemäß Abs. 3 erbringt und
3. die persönlichen Voraussetzungen gemäß § 2 erfüllt.
(2) Das Ansuchen um Zulassung zur Prüfung ist spätestens drei Monate vor dem festgesetzten Prüfungstermin beim Magistrat einzubringen.
(3) Dem Ansuchen um Zulassung zur Prüfung sind folgende Unterlagen anzuschließen:
1. Urkunden, die dem Nachweis über Vor- und Familiennamen, Alter, Staatsangehörigkeit und Hauptwohnsitz des Prüfungswerbers dienen;
2. ein ärztliches Gutachten über die geistige und körperliche Eignung gemäß § 2 Z 2;
3. eine Strafregisterbescheinigung, die zum Zeitpunkt des Ansuchens um Zulassung nicht älter als zwei Wochen sein darf;
4. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Kurs über Erste Hilfe.
(4) Beantragt der Prüfungswerber eine Einschränkung des Prüfungsumfanges im Sinne des § 3 Abs. 2 oder 3, sind dem Ansuchen um Zulassung auch die dafür erforderlichen Nachweise anzuschließen.
(5) Im Bescheid über die Zulassung zur Fahrdienstprüfung ist auch anzuführen, in welchem Umfang (§ 3) die Fahrdienstprüfung (§ 8) abzulegen ist.
Prüfungskommission
§ 5. (1) Die Fahrdienstprüfungen (§ 8) werden von der zuständigen Gliederung der Wirtschaftskammer Wien abgehalten. Von ihr ist für die Abnahme der Prüfungen eine Prüfungskommission einzurichten.
(2) Die Prüfungskommission ist jeweils für die Dauer von fünf Jahren zu bestellen. Sie hat aus einem Vorsitzenden und drei weiteren fachkundigen Mitgliedern zu bestehen, wovon ein Mitglied Veterinärmediziner sein muss. Der Vorsitzende muss in einem Beruf tätig sein, für dessen Ausübung der erfolgreiche Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften erforderlich ist. Die Berufung des Vorsitzenden und von zwei Mitgliedern erfolgt durch die zuständige Gliederung der Wirtschaftskammer Wien. Das dritte Mitglied wird auf Grund eines Vorschlages der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien berufen. Wird der Vorschlag nicht binnen einer Frist von vier Wochen erstattet, hat die Wirtschaftskammer Wien die Berufung nach Anhörung der säumigen Stelle vorzunehmen. Für den Vorsitzenden und für jedes Mitglied ist in gleicher Weise mindestens ein Ersatzmitglied zu bestellen. Gerichtliche Vorstrafen oder mangelnde Verlässlichkeit im Sinne des § 5 Abs. 3 Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetz sind Bestellungshindernisse.
(3) Die jeweilige Zusammensetzung der Prüfungskommission ist dem Magistrat umgehend schriftlich bekannt zu geben. Darin ist auch anzugeben, welche besonderen Eignungsmerkmale für die Bestellung zum Mitglied der Prüfungskommission maßgebend waren.
Prüfungstermin
§ 6. In jedem Jahr ist mindestens ein Termin für die Abhaltung der Fahrdienstprüfungen festzulegen. Ein weiterer Termin ist jedenfalls dann festzusetzen, wenn eine hinreichende Anzahl von weiteren Prüfungswerbern zu erwarten ist (mindestens drei). Zeit und Ort der Prüfungen sind im Mitteilungsblatt der Wirtschaftskammer Wien und im Amtsblatt der Stadt Wien zu verlautbaren.
Anmeldung zur Fahrdienstprüfung und Prüfungsentgelt
§ 7. (1) Die Anmeldung zur Prüfung muss mindestens drei Wochen vor dem festgelegten Prüfungstermin schriftlich bei der zuständigen Gliederung der Wirtschaftskammer Wien einlangen. Verspätet eingelangte Anmeldungen sind beim nächsten Prüfungstermin zu berücksichtigen.
(2) Der Anmeldung sind folgende Unterlagen anzuschließen:
1. Der Bescheid über die Zulassung zur Fahrdienstprüfung (§ 4) und
2. der Nachweis über die Entrichtung des Prüfungsentgeltes (Abs. 3).
(3) Der Prüfungswerber hat als Kostenbeitrag zur Durchführung der Fahrdienstprüfung und des damit verbundenen Aufwandes an die zuständige Gliederung der Wirtschaftskammer Wien ein Prüfungsentgelt zu entrichten. Das Prüfungsentgelt beträgt 80 % der Prüfungsgebühr gemäß § 10 der Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen-Befähigungsprüfungsverordnung 2001, LGBl. für Wien Nr. 55/2001.
Inhalt, Umfang und Ablauf der Fahrdienstprüfung
§ 8. (1) Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und aus einem praktischen Prüfungsteil. Prüfungsgegenstände des theoretischen Prüfungsteiles sind
1. die Straßenverkehrsordnung, soweit deren Bestimmungen für das Lenken und die Ausstattung von Fuhrwerken im Straßenverkehr von Bedeutung sind,
2. die Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen und die geltenden Fiaker- und Pferdemietwagentarife,
3. der Umgang mit Pferden und Wagen und zwar die Bereiche Pferdekunde (Umgang, Haltung, Fütterung, Krankheiten und Tierschutz), Wagenkunde und Fahrlehre (nach Maßgabe des Lehrinhaltes für die Pferdesport-Lizenzprüfungen und Sonderprüfungen des Bundesfachverbandes für Reiten und Fahren in Österreich) unter Berücksichtigung der Eigenart der Tätigkeiten im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst,
4. entsprechende Ortskenntnisse in Wien und
5. Grundkenntnisse über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien, mit Schwerpunkt 1. Wiener Gemeindebezirk.
(2) Die Prüfung ist ausschließlich in deutscher Sprache abzuhalten. Dem Prüfungswerber sind aus jedem Prüfungsgegenstand so viele Fragen zu stellen, dass sich die Kommission ein Urteil über die erforderlichen Kenntnisse bilden kann.
(3) Der praktische Prüfungsteil ist spätestens zwei Wochen nach dem theoretischen Prüfungsteil zu absolvieren. Zum praktischen Prüfungsteil ist nur zuzulassen, wer den theoretischen Prüfungsteil bestanden hat oder gemäß § 3 Abs. 2 nicht absolvieren muss.
(4) Im Rahmen des praktischen Prüfungsteiles sind die Anwendung der Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung und der Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen und der Umgang mit Pferden und Gespann zu beurteilen, wobei insbesondere auch das richtige Verhalten im innerstädtischen Verkehr zu prüfen ist.
Prüfungsergebnis und Eignungsbestätigung
§ 9. (1) Das Ergebnis der Prüfung (§ 8) ist dem Kandidaten anschließend an die Prüfung bekanntzugeben.
(2) Hat der Prüfungswerber die Prüfung bestanden, ist ihm von der zuständigen Gliederung der Wirtschaftskammer Wien eine Bestätigung über die Eignung gemäß § 1 Abs. 2 auszustellen. Diese Bestätigung hat insbesondere eine fortlaufende Nummer, die persönlichen Daten des Geprüften (Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit), den Tag und das Ergebnis der Fahrdienstprüfung sowie ein Lichtbild des Geprüften, welches auf der Bestätigung unauswechselbar fixiert sein muss, zu enthalten. Diese Bestätigung ist vom Berechtigten im Fahrdienst stets mitzuführen und auf Verlangen den Organen der Behörde, den Organen der Straßenaufsicht und den Funktionären der zuständigen Gliederung der Wirtschaftskammer Wien vorzuweisen.
(3) Bei Wegfall der persönlichen Voraussetzungen (§ 2) ist die Bestätigung vom Inhaber der zuständigen Gliederung der Wirtschaftskammer Wien unverzüglich abzuliefern. Kommt der Inhaber dieser Verpflichtung nicht nach, so hat die Behörde die Bestätigung zu entziehen. Von einer Entziehung ist die zuständige Gliederung der Wirtschaftskammer Wien unverzüglich in Kenntnis zu setzen.
Wiederholung
§ 10. Bei Nichtbestehen der Fahrdienstprüfung (§ 8) entscheidet die Prüfungskommission, in welchem Umfang die Prüfung zu wiederholen ist und nach welchem Zeitraum der Prüfungswerber erneut zur Prüfung antreten kann, wobei die Wiederholungsfrist mindestens drei Monate betragen muss. § 6 gilt für Wiederholungsprüfungen sinngemäß.

§ 11. Das Ergebnis der Prüfung ist dem Magistrat umgehend schriftlich bekannt zu geben.
Sprachliche Gleichbehandlung
§ 12. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sich diese auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei Anwendung auf bestimmte Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.
Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen
§ 13. (1) Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Kundmachung in Kraft.
(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung der Wiener Landesregierung betreffend die Eignungsvoraussetzungen für die im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst tätigen Personen (Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienstprüfungsverordnung), LGBl. für Wien Nr. 35/1997, in der Fassung LGBl. für Wien Nr. 9/1999, außer Kraft.
(3) Die auf Grund der Verordnung der Wiener Landesregierung betreffend die Eignungsvoraussetzungen für die im Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienst tätigen Personen (Fiaker- und Pferdemietwagen-Fahrdienstprüfungsverordnung), LGBl. für Wien Nr. 35/1997, in der Fassung LGBl. für Wien Nr. 9/1999, bestellten Mitglieder der Prüfungskommission behalten ihre Funktion nach den bisher geltenden Bestimmungen.
(4) Die nach den bisher geltenden Vorschriften ausgestellten Eignungsbestätigungen behalten ihre Gültigkeit.
 
 
 
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Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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