Franzosenkriege
Die Schlacht von Aspern und um Wagram
1805 bis 1809
Asperner Löwe - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Löwe von Aspern, Denkmal von Anton Fernkorn
"Dem Andenken der, am 21 und 22 May 1809
ruhmvoll gefallenen österreichischen Krieger"
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Als Koalitionskriege (unter Ausschluss des ersten Koalitionskrieges auch Napoleonische Kriege genannt) werden die von 1792 bis 1815 dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und seinen europäischen Machtrivalen bezeichnet. Sie bilden eine Serie von Konflikten, die ursprünglich durch die Französische Revolution hervorgerufen wurden. Wechselnde Bündnisse (Koalitionen) europäischer Mächte führten auf verschiedenen Schauplätzen mehrere (teils ineinander übergehende) Kriege gegen die Französische Republik beziehungsweise das Kaiserreich Napoleon Bonapartes und dessen Verbündete. Französische Truppen hielten in dieser Zeit einige Gegenden dauerhaft besetzt (Napoleonische Besetzung).
Gemälde der Schlacht von Trafalgar von William Turner.
Das Bild zeigt mehrere aufeinander folgende Ereignisse der Schlacht zugleich:
Am Mast der Victory weht Nelsons berühmtes Signal, im Hintergrund brennt
die französische Achille und im Vordergrund sinkt die Redoutable
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die dritte Koalition gegen Frankreich (aus Österreich, Großbritannien, Russland und Schweden) bestand ab 1805. Auf französischer Seite wurde der Plan entwickelt, in England einzumarschieren. Invasionstruppen von 150.000 Mann wurden bei Boulogne versammelt. Pierre de Villeneuve führte die vereinigte französisch-spanische Flotte nach Cádiz und verließ den Ort mit seiner Flotte dann Richtung Neapel. Bei der Schlacht von Trafalgar am 21. Oktober wurde er von Horatio Nelson vernichtend geschlagen und gefangen genommen.
Zusammenkunft von Kaiser Napoleon, Kaiser Alexander und König Friedrich Wilhlem III.
in Tilsit am 26. Juni 1807. Am 25. Juni begannen die Friedensverhandlungen in Tilsit auf
einem in der Mitte der Memel (poln. Niemen) schwimmenden Boot, das die Demarkationslinie
 zwischen der französischen und der russischen Einflusszone markierte.
Kolorierte Radierung und Punktierstich von Friedrich Jügel nach einer Zeichnung von Ludwig Wolf.

© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im August verlangte Frankreich von Österreich, seine Garnisonen aus Tirol und Venetien abzuziehen, was der Kaiser in Wien am 27. August ablehnte. Napoleon Bonaparte ging Bündnisse mit Spanien und süddeutschen Herrschern ein. Am 8. September 1805 waren unterdessen österreichische Truppen unter Karl Mack von Leiberich in Bayern eingedrungen, die den Auftrag hatten, an die Iller vorzustoßen und Ulm zu befestigen. Frankreich erklärte am 23. September Österreich den Krieg. Bei mehreren Gefechten im Großraum von Ulm (8. Oktober – 20. Oktober) besiegten die Franzosen 70.000 Österreicher.
Napoleon I. Bonaparte, Kaiser der Franzosen, zu Pferd, gefolgt von seinen Generälen.
Farblithografie (teilweise koloriert) von Charles François Gabriel Levachez
nach einer Zeichnung von Carle Vernet.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die fünfte Koalition gegen Frankreich bestand 1809 zwischen Großbritannien und Österreich. Während Frankreich mit den Truppen seiner Satellitenstaaten sich der Niederschlagung des Volkskrieges in Spanien (s.o.) widmete, eröffnete Österreich den Krieg am 9. April 1809. Ziel war die Beseitigung der Vorherrschaft Napoleons in Europa. Österreich wollte seinen Krieg als Befreiungsaktion nach spanischem Vorbild verstanden wissen und hoffte auf die Entstehung einer Volksbewegung, die Napoleon zum Rückzug aus Deutschland zwingen sollte.
Wien 1805
Frankreich erklärt am 23. September 1805 Österreich den Krieg
Einzug der französischen Truppen in Wien am 14. November 1805“, François Pigeot.
© Heeresgeschichtliches Museum Wien
Nachdem Österreich mit Schweden dem Bündnis mit Russland und Großbritannien am 9. August 1805 beigetreten ist, beginnt auch für Österreich der 3. Koalitionskrieg. Frankreich erklärt am 23. September 1805 Österreich den Krieg. Der Österreichische Befehlshaber General Mack wurde am 20. Oktober mit einem Heer von 23 000 Mann bei Ulm zur Kapitulation gezwungen. Am 28. Oktober rief Kaiser Franz in einer Proklamation an sein Volk zum Widerstand auf. In Wien beginnen im November die Vorbereitungen auf eine Besetzung der Stadt durch Französische Truppen. Die Franzosen marschierten am 13. November In Wien ein und bemächtigen sich kampflos der Taborbrücke, die entgegen dem Befehl nicht abgebrannt worden war.
Napoleon erhält den Stadtschlüssel von Wien, Radierung.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Besetzung erfolgte ohne Widerstand und die Franzosen wurden geradezu neugierig von der Bevölkerung begrüßt. Napoleon zog in Wien am 14. November 1805 in Wien ein und bezog in Schönbrunn Quartier. Drei Wochen später besiegten die Armeen Napoleons am 2. Dezember bei Austerlitz die vereinten Armeen von Österreich und Russland. die Russen zogen sich zurück und Österreich musste im Friedensvertrag von Preßburg drückende Friedensverhältnisse akzeptieren. In Wien wird am 8. Dezember der Waffenstillstand in beiden Sprachen veröffentlicht. Auf Grund des akuten Fleischmangels und der Hungersnot drohte Napoleon am 18. Dezember mit einer Verfassungsänderung, wenn nicht der von Erzherzog Karl blockierte Lebensmittelverkehr mit Ungarn wieder aufgenommen würde.
Napoleon mit seinem Generalstab vor Schloß Schönbrunn.
Zeitgenössisches Aquarell
Quelle: Stadtchronik Wien - Von den Anfängen bis zur Gegenwart
  Bei seinem Abschied von Wien drückt Napoleon die Wertschätzung gegenüber den   Wienern aus und überließ ihnen wieder das unbeschädigte Waffen-Arsenal. Während der Besatzung ließ er, für die damalige Zeit äußerst ungewöhnlich, 10.000 Männer der Wiener Nationalgarde bewaffnet und angesichts der von Erzherzog Karl bewusst verursachten Hungersnot wussten viele Wiener nicht wer der Feind war.
Das besetzte Wien
Zwei Monate lang bleibt Wien besetzt. Kontributionssteuern, Einquartierung und Verpflegung der Truppen, Teuerung, Hungersnot und Krankheiten sind die Folgen für die Wiener. Nach der Dreikaiserschlacht von Austerlitz (2.Dezember 1805) treffen auch noch unzählige Verwundete in der Stadt ein. Doch werden, trotz Armut und Raumnot, Freund und Feind gleichermaßen versorgt. Karoline Pichler erinnert sich an ihre Einquartierung: „Sie benahmen sich artig, der Major sogar mit Feinheit… Beim Nachtessen erscheinen die beiden Offiziere, ein nicht unangenehmes, recht lebhaftes Gespräch entspann sich.“ Im kulturellen Bereich kommt es, verglichen mit den gewohnten Zensurbestimmungen, zu merklichen Freizügigkeiten. Napoleon selbst zeigte „eine unerklärliche Scheu vor Wien, das er nur bei Nacht und im Incognito, oder im blitzartigen Durchritt, von zahlreicher Bedeckung begleitet, besuchte“ (Moritz Bermann). Am 8.Dezember wird in Wien der Waffenstillstand in beiderlei Sprachen öffentlich bekannt gemacht. Die Hungersnot spitzt sich zu, da Erzherzog Karl die Lebensmittelzufuhr aus Ungarn abschneidet. Napoleon reagiert auf die Aushungerung der Stadt mit der Drohung einer Veränderung der Stadtverfassung. Die kriegsmüde Bevölkerung macht sich in Aufläufen gegen die Besatzer Luft. Am 28.Dezember wird der Preßburger Frieden verkündet. Am selben Tag verabschiedet sich Napoleon mit einer Proklamation von den Wienern, denen er für ihr „gutes Betragen“ dankt. „Zehntausend Mann von Eurer Nationalgarde sind unter Waffen geblieben und haben Eure Thore bewacht. Euer Arsenal wurde vollständig in Eurer Gewalt gelassen… Ihr habt mein Zutrauen gerechtfertigt!“
Schlacht von Aspern 1809
21. bis 22. Mai 1809
Skizze der Schlacht von Aspern-Eßling.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ab 1808 bereitete Österreich auf Betreiben seines Außenministers Graf von Stadion neuerlich einen Krieg gegen Napoleon vor. Nach anfänglichen Erfolgen – u. a. durch Andreas Hofer in Tirol – musste sich Österreich nach einem kurzen Sieg in Aspern erneut geschlagen geben. Der Oberbefehlshaber der Österreicher, Erzherzog Carl, befand sich auf dem Rückzug von Bayern und suchte die Vereinigung mit Hiller's Streitkräfte noch vor Wien, um die Verteidigung der Stadt zu organisieren. Hiller hatte aber schon genug Schwierigkeiten, sich den Verfolgern zu entziehen. Im Zuge dieses Rückzugs kam es auch zum blutigen Treffen von Ebelsberg, bei Linz. Dort gelang es zwar den Franzosen unter fürchterlichen Verlusten die Stadt einzunehmen, aber nur weil sich Hiller einer Umzingelungsgefahr durch eine schnelle Absetz-bewegung entziehen musste.
Erzherzog Karl und sein Stab bei Aspern, Gemälde nach Johann Peter Krafft
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Im weiteren Verlauf des Feldzuges versuchte Hiller die Garnison Wiens zu  verstärken, um Napoleon an der Eroberung zu hindern. Erzherzog Carl erkannte aber, dass er nicht rechtzeitig würde eintreffen können und gab den Befehl, Wien aufzugeben, und alle kampffähigen Soldaten dem Feldheer zuzuführen. Napoleon zog in Schönbrunn ein, während sich die österreichische Armee am nördlichen Rand des Marchfeldes sammelte. Entgegen dem Entschluss Carls, den Uferwechsel vorzunehmen und Napoleon die Entscheidungsschlacht am rechten Donauufer zu liefern, beschloss der Hof, unter dem Einfluss von Generalquartiermeister Wimpffen, abzuwarten und die schwierige Aufgabe der Donauüberquerung mit all ihren Risken den Franzosen zu überlassen. Wie risikoreich dieses Unterfangen war, sollte Napoleon sehr bald erfahren. Die Ruhepause kam dem Erzherzog Carl gelegen.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Darstellung österreichischer Truppen.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Gefechtsdarstellung Napoleon Schlacht bei Aspern.
Quelle: http://www.zoobilder.at
Er nutzte sie, um das Feldheer in seinen neuen Bereitschaftsräumen am nördlichen Rand des Marchfeldes zu entfalten. Napoleon hingegen hatte es äußerst eilig, die Entscheidung herbeizuführen. Das französische Heer war weit im Feindesland und Europa wartete gespannt auf die weitere Entwicklung. Die Vernichtung der militärischen Mittel Österreichs war der unabdingbare Schlusspunkt, sollte der Feldzug für Napoleon erfolgreich enden. Dazu kam die Notwendigkeit, den deutschen Nationen und dem Zaren die Furcht und den Respekt vor der militärischen Macht Frankreichs zu erhalten. Für Österreich bestand die Aussicht, durch einen Sieg seine - nach 1805 verlorenen - Gebiete zurückzuerlangen, und zur ersten Macht einer europäischen Koalition gegen Napoleon aufzusteigen. Napoleon wählte für den Übergang auf das Nordufer den Weg über die Lobau. Der dichte Bewuchs dieser Insel verhinderte das Erkennen der französischen Vorbereitungen. Ohne auf seine dislozierten Korps zu warten, begann Napoleon mit dem Brückenschlag von Kaiserebersdorf über den Hauptarm der Donau in die Lobau, und von dort aus in den Raum zwischen Aspern und Eßling.
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Bereits am 20. Mai, bei der ersten Phase über den Hauptarm in die Lobau, brachen die Brücken unter der Wucht der Wassermassen der durch Schneeschmelze angeschwollenen Donau. Obwohl seine Verbindungen keineswegs gesichert waren, schien Napoleon das Risiko einer Niederlage als gering anzusehen. Er glaubte nicht, dass die österreichische Armee ihm Paroli bieten könnte. Auch hegte er die Befürchtung, Carl würde sich der Entscheidung durch einen Marsch nach Mähren zu entziehen suchen. Napoleon ließ unverzüglich mit dem Bau der Brücken über den Stadlauer-Arm beginnen. Zur Sicherung der Arbeiten vertrieb man die österreichischen Posten und brachte einige Kompanien im Gehölz der Mühlau in Stellung. Die ersten französischen Einheiten, die in das Marchfeld vordrangen, bestanden hauptsächlich aus leichter Kavallerie um die Dispositionen der Österreicher zu erkunden. Da diese das Vorpostengefecht jedoch gewannen, und die französische Kavallerie zurückgeschlagen wurde, verlor Napoleon den Kontakt zum Gegner und in der Nacht zum 21. Mai setzte der erste Teil der Franzosen über in dem Glauben, dass sich Erzherzog Carl auf dem Rückzug befände. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt durch die Tatsache, dass sich die österreichischen Korps auf dem Marsch zur Donau befanden, und daher für die Franzosen keine Lagerfeuer zu sehen waren.
Napoleonstein - © Erhard Gaube - www.gaube.at Napoleonstrasse - © Erhard Gaube - www.gaube.at
"Napoleonstein"
Napoleons Hauptquartier
  Napoleonstraße
Beide Feldherren waren enttäuscht. Napoleon, weil er die Chance für die ersehnte Schlacht verstrichen glaubte, und der Erzherzog Carl, weil er vermutete, dass die Aktion Napoleons bestenfalls die Errichtung eines Brückenkopfes bedeutete. Dies, da die momentane Hochwassersituation ein Übersetzen der ganzen Armee in seinen Augen allzu gefährlich machte. So gingen sowohl Napoleon, als auch der Generalissimus von falschen Voraussetzungen aus, als sie ihre Armeen aufeinander zubewegten. Auch der Morgen brachte kaum Neues, da dichter Nebel die Donauauen einhüllte und die Sicht völlig verdeckte. Napoleon trieb den Übergang auf das Nordufer jedoch mit größter Eile voran, um kein Risiko einzugehen, was die Haltbarkeit der Brücken betraf. Als sich der Vormarsch Masenas gegen Eßling und Groß-Enzersdorf entwickelte, gab Carl die Angriffsdispositionen aus.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Darstellung französischer Truppen.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Gefechtsdarstellung Napoleon Schlacht bei Aspern.
Quelle: http://www.zoobilder.at
Von der Linie Groß-Jedlersdorf - Gerasdorf - Deutsch-Wagram ausgehend, sollte die Armee in fünf Kolonnen gegen die Donau vorrücken: die 1. Kolonne - (das 6. Korps unter FML Hiller) – gegen Aspern, die 2. (das 1. Korps unter GdK Bellegarde) - über Kagran gegen Hirschstetten, die 3. (das 2. Korps unter FML Hohenzollern-Hechingen) – ebenfalls gegen Aspern, die 4. (das 4. Korps unter FML Rosenberg u. FML Dedovich) - über Aderklaa und Raasdorf gegen Eßling und die 5. Kolonne (die Divisionen Hohenlohe und Rohan vom 4. Korps) - über Parbasdorf und östlich von Raasdorf an die Donau östlich von Grossenzersdorf. Die Armeereserve (die schwere Kavallerie und die Grenadiere unter GdK Liechtenstein) - sollte zwischen der 3. u. 4. Kolonne in den Raum zwischen Aspern und Esslig vorrücken.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Darstellung österreichischer Truppen.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Gefechtsdarstellung Napoleon Schlacht bei Aspern.
Quelle: http://www.zoobilder.at
Diese Dispositionen gingen von einem Angriff der Franzosen gegen Hirschstetten aus, doch von einem solchen Angriff konnte im Moment keine Rede sein, ganz im Gegenteil! Am Morgen des 21. war die Brücke über den Hauptarm zerstört worden, und Napoleon plante, angesichts der anrückenden überlegenen österreichischen Kräfte, einen Rückzug auf die Lobau. Zu diesem Zeitpunkt standen ihm nur einige Divisionen auf dem Nordufer zur Verfügung. Da sich jedoch bereits einige Einheiten im Kampf befanden, seine Generäle ihm versicherten, zumindest die beiden Orte Aspern und Esslig für den Rest des Tages halten zu können, und ihm gemeldet wurde, dass die Brücke wiederhergestellt sei, entschloss er sich, die Schlacht doch aufzunehmen.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Darstellung österreichischer Truppen.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Gefechtsdarstellung Napoleon Schlacht bei Aspern.
Quelle: http://www.zoobilder.at
  Mittlerweile war es Nachmittag geworden, und Napoleon rechnete damit, in der Nacht zum 22. die gesamte Armee überzusetzen. Nun entwickelte sich die Schlacht, zuerst zwischen Hiller und Massena im Raum Aspern. Unterdessen entfalteten sich die übrigen Korps in die Breite, da ihnen die weiteren Pläne Napoleons völlig unklar waren. Mit grosser Vorsicht näherten sie sich und es war schon später Nachmittag, bevor sie auch nur in der Nähe des Schlachtfeldes eintrafen.
Aspern - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Der ehemalige Friedhof war am 21. und 22. Mai 1809 der Brennpunkt der
Schlacht von Aspern. Sechsmal von den Franzosen und Österreichern
erstürmt und verteidigt, wurde er endgültig von Einheiten der Regimenter
Benjowsky und Klebek, sowie von 3. Wiener Freiwilligenbataillon erobert.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Aspern - © Erhard Gaube - www.gaube.at Franzosenfriedhof - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Gedenkstein
Pulverturmmagazin der Franzosen
  Gedenkstein
Friedhof der Franzosen
Hiller hatte bereits einen Teil von Aspern eingenommen, als im Zentrum ein heftiges Kavallerieduell entbrannte. Nach kurzem blutigen Kampf gelang es, die französischen Regimenter zurückzuschlagen, aber die Reserve war bereits angeschlagen und musste sich zuerst reformieren, bevor sie wieder eingesetzt werden konnte. Somit konnte der Erzherzog im Zentrum vorerst keinen Druck ausüben, da das 2. Korps hinter Hiller aufmarschierte. Erst als Carl feststellte, dass die Schlacht nicht, wie angenommen, im Raum Hirschstetten stattfinden würde, wurde diese Schwäche der österreichischen Aufstellung offensichtlich. Da dämmerte jedoch bereits der Abend. Wenn auch das österreichische Zentrum nicht soviel Infanterie aufwies, als nötig gewesen wäre, um starken Druck auf Napoleons Mitte auszuüben, so schafften es die wenigen Bataillone doch, alle weiteren französischen Kavallerieattacken zurückzuschlagen. Die Österreicher behielten die Ruhe und Disziplin, die gute Truppen kennzeichnen. Die leichten französischen Siege sollten endgültig der Vergangenheit angehören.
Eßlinger Schüttkasten - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Eßlinger Schüttkasten
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Während die Kämpfe im Zentrum auf ein Patt hinausliefen, versuchte Erzherzog Carl, auch Hiller den östlichen Ankerpunkt der französischen Position einzunehmen. Eßling war insgesamt offener im Aufbau als Aspern, es schien also leichter, es zu erobern.  Die Division Boudet verfügte aber über einen gewaltigen Trumpf, den großen Schüttkasten. Dieser massive Bau ermöglichte es den Franzosen, den Ort erfolgreich zu verteidigen. Dazu kam noch die Tatsache, dass FML Rosenberg seine Einheiten nach einander zum Einsatz brachte, anstatt sie zu einem konzertierten Angriff zusammenzufassen.
Schlacht bei Aspern 1809.
22.5.1809: Angriff französischer Kürassiere auf das Regiment Fröhlich.
Kolorierter Stich (Mischtechnik) von Antonin Pucherna
nach einer Zeichnung von Franz von Habermann. ;1809
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Trotz der Initiative Carls, konnte Rosenberg nicht dazu gebracht werden, den Druck auf Boudet und seine geringen Kräfte zu verstärken. Als um 23 Uhr die Kämpfe erloschen, war Eßling immer noch fest in französischer Hand.
Der erste Tag hatte keine Entscheidung gebracht, dafür aber erbitterte Kämpfe. Nun sollte der darauffolgende 22. Mai den Feldzug beenden. Beide Oberkommandierende waren mit den Resultaten zufrieden.
Napoleon verfolgt die Schlacht bei Aspern.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Erzherzog Carl glaubte, der gesamten französischen Armee getrotzt zu haben. und rechnete mit einem Rückzug der Franzosen auf das Südufer. Napoleon hingegen war nicht vom Nordufer vertrieben worden, obwohl er nur einen Teil seiner Kräfte hatte einsetzen können. Carl hatte seine zahlenmäßige Überlegenheit nicht ausspielen können und so hoffte der Kaiser, in der Nacht, durch die restlichen Korps verstärkt, den Gegner am nächsten Tag vom Schlachtfeld zu fegen. Sein Plan sah vor, mit der nötigen Infanterie das österreichische Zentrum zu durchbrechen und die beiden Flügel auseinander zutreiben. Dazu musste Massena Aspern endlich nehmen und halten. Hier begann auch der Kampf am 2. Tag mit einem Erfolg für die Franzosen, als es ihnen gelang, die Österreicher unter Wacquant aus dem Ort zu vertreiben.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Darstellung französischer Kanoniere.
Napoleonspiele in Hollabrunn im Sommer 2007.
Gefechtsdarstellung Napoleon Schlacht bei Aspern.
Quelle: http://www.zoobilder.at
 Hiller, der durch die zu geringe Motivation seines Generals aufgebracht war, griff selbst ein, und verhinderte vorerst ein weiteres Vordringen Massenas. Gleichzeitig gelang es Lannes, die beiden Kolonnen, des nach wie vor ungeschickt operierenden Rosenberg, zu trennen, und Hohenlohe auf Groß-Enzersdorf zurückzuwerfen. So begann der 2. Tag für die Franzosen planmäßig. Der Aufmarschraum war vergrößert und die auf den wiederhergestellten Brücken herangeführte Division wurde sofort dem 2. Korps beigefügt, das den Angriff auf das österreichische Zentrum durchführen sollte.
Schlacht bei Aspern 1809.
Nach einem Entwurf von S.von Warmuth, lithografiert von Anton Strassgschwandtner.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Stossrichtung zielte auf eine Schwachstelle, nämlich die Naht zwischen dem 2. Korps (3. Kolonne) unter Hohenzollern und der Kavalleriereserve Liechtensteins. Erzherzog Carl wartete ab, weil es noch nicht ersichtlich war, wohin der französische Angriff genau gerichtet war. Außerdem bestand im Zentrum keine unmittelbare Gefahr, da die Grenadierreserve bereitstand. Aspern zurückzuerobern war momentan wichtiger, und Carl befahl Hiller, mit aller Wucht anzugreifen. Bellegarde sollte diesen Angriff unterstützen. Danach ritt Carl ins Zentrum, um persönlich den weiteren Verlauf der Kämpfe zu überwachen. Die Schlacht strebte ihrem Höhepunkt zu.
Schlacht bei Aspern 1809.
22.5.1809: Österreichische Infanterie erstürmt den Kirchhof von Aspern.
Kolorierter Stich (Mischtechnik) von Antonin Pucherna
nach einer Zeichnung von Franz von Habermann. ;1809
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Am Beginn des französischen Angriffs, gelang es Carl, die Infanterie in guter Ordnung zu halten, wenn auch hohe Verluste hingenommen werden mussten. Mit Hilfe der Artillerie konnte Lannes sogar gestoppt werden, woraufhin der Marschall seine Kavallerie (ca. 9000 Mann) auf breiter Front in den Angriff schickte. Diesmal musste die österreichische Kavallerie hinter die Infanterie zurückweichen, die aber selbst Auflösungserscheinungen zeigte. Als hier das Regiment Zach unter besonders heftigen Druck geriet, und zu zerbrechen drohte, kam es zum berühmten Eingreifen Erzherzog Carl, das seither, in ungezählten Varianten, falsch dargestellt wurde. Carl hielt die Fahne des Regiments sicher nicht hoch, zumal er, laut eigener Aussage, dazu körperlich gar nicht in der Lage gewesen wäre. Trotzdem ist es seinem mutigen persönlichen Einsatz zu verdanken, dass in diesem kritischen Moment der Angriff der Franzosen gestoppt werden konnte.
Der Tod von Maréchal Lannes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Lannes hätte hier und jetzt Verstärkungen gebraucht, um noch den Erfolg herbei zuführen, aber gerade in diesem Augenblick erfuhr er, dass die Brückenverbindung mit dem Südufer unterbrochen worden war, und dass mit weiteren Truppen nicht zu rechnen sei. Unterdessen war Aspern von Hiller wieder erobert worden. Ein halbherziger Versuch Massenas, Aspern zu erstürmen scheiterte, und Napoleon sah nun die Hoffnungslosigkeit der Situation ein, und um 11 Uhr erteilte er den Rückzugsbefehl. Dieser Befehl beendete jedoch noch keineswegs die Kampftätigkeit, denn die beiden Ortschaften waren für die Deckung des französischen Rückzugs von großer Bedeutung.
© Ludovic LAN - Fotolia.com
Gefechtsdarstellung
© Fotolia Bilddatenbank - de.fotolia.com
Aspern wurde insgesamt sechs Mal von Hiller erobert, und blieb in österreichischer Hand. Ein Flankenangriff auf die französischen Rückzugslinien gelang jedoch nicht, und Eßling konnte auch nach weiteren schweren Angriffen nicht vollständig eingenommen werden. Die französische Kaisergarde verhinderte diese Versuche, den französischen Rückzug in eine heillose Flucht zu verwandeln. Aus diesem Grund findet man auch den Namen "Eßling" als Siegesehrung auf französischen Fahnen. Wohl auch als Ehrung für Lannes, dem französische Heerführer, der an seinen in Eßling erlittenen Verwundungen, wenig später in der Lobau erlag.
Detail vom Zinnfiguren Diorama „Schlacht bei Aspern“ im Museum (ehemaliges Invalidenhaus).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Napoleon war zufrieden mit der Tatsache, dass die Österreicher seinen Rückzug nicht erschwerten, und zog sich auf die Lobau zurück. Erzherzog Carl versuchte nur mehr weitere schwere Kämpfe zu vermeiden - entgegen der Meinung seiner Umgebung - die hier wohl eine Gelegenheit sah, Napoleon noch entscheidender zu schlagen. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob sich eine wirkliche Gelegenheit bot. Was für Napoleon bereits feststand, nämlich die Notwendigkeit einer weiteren Schlacht, um seine erste persönliche Niederlage wettzumachen und seine politische Zukunft mit einem, alles entscheidenden, Sieg zu sichern, war auch Erzherzog Carl klar.
Napoleons Rückzug auf die Insel Lobau nach der Schlacht bei Aspern, 1809.
Gemälde von Anton Ritter von Perger.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nun ging es darum, Verstärkungen herbeizuschaffen, um gleichgerichteten Bestrebungen Napoleons entgegenzuwirken. Während der nächsten 6 Wochen zogen beide Feldherren alle verfügbaren Reserven an sich, und Napoleon bereitete den zweiten Übergang über die Donau sorgfältiger vor. Er hatte einsehen müssen, dass die Österreicher sehr wohl ein ebenbürtiger Gegner geworden waren; auch für den größten Feldherrn der Moderne. Allerdings nahm die Geschichte vorerst noch einmal eine Wende in der großen Schlacht von Deutsch-Wagram.
Schlacht um Wagram 1809
4. bis 6. Juli 1809
Die Schlacht bei Wagram 1809
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Am 4. Juli 1809, um 21.00 Uhr, setzten, bei strömendem Regen, die ersten Vorausabteilungen Oudinots mit Booten von der Lobau auf den Hanselgrund über. Diesen Truppen gelang es, die österreichischen Vorposten zu überraschen und zurückzudrängen. Die Franzosen verstärkten ihren Druck und nutzten den gewonnenen Freiraum sofort um Brücken zu schlagen, und das Gros ihrer Truppen folgen zu lassen. Gleichzeitig sorgte ein schweres Artilleriebombardement an beiden Flanken des Vormarsches dafür, dass die wenigen Truppen der österreichischen Avantgarde nicht aktiv werden konnten. Die mutigen Versuche der Avantgarde, den französischen Vormarsch zu stoppen, brachten nur hohe Verluste, waren ansonsten jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
Die Schlacht um Wagram 1809.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Napoleon hatte seine Armee dieses Mal in kürzester Zeit auf dem Nordufer versammelt, und er zog jetzt über Raasdorf gegen die österreichischen Positionen, die sich von Markgraf-Neusiedl bis zum Bisamberg erstreckten. Der französische Aufmarsch nahm den Tag des 5. Juli in Anspruch, und am Abend desselben Tages gelangten die Franzosen gegen 18.00 Uhr, im Raum Aderklaa - Wagram - Baumersdorf (heute Parbasdorf), in Angriffsdistanz zu den Österreichern. Napoleon hoffte auf eine Möglichkeit, die Österreicher zu überraschen und zu verjagen, und befahl den sofortigen Angriff. Er hegte wohl auch die Befürchtung, Erzherzog Carl könnte sich der Schlacht durch einen Rückzug entziehen und sich anschließend noch mit der Armee des Erzherzogs Johann vereinigen. Nun sahen sich das österreichische 1. Korps bei Wagram, das 2. Korps bei Baumersdorf und das Korps bei Neusiedl einem massiven französischen Sturmangriff aus der blendenden Abendsonne heraus gegenüber. Oudinot sollte Baumersdorf angreifen, Vizekönig Eugene mit seiner italienischen Armee den Raum zwischen Wagram und Baumersdorf, Bernadotte mit den Sachsen sollte Wagram erobern und Davout mit seinem starken Korps Neusiedl . Während Oudinot nach heftigem Kampf Baumersdorf überrannt und sogar für kurze Zeit bis auf den Wagram gelangt war, und Eugene den Schwachpunkt zwischen dem österreichischen 1. Und dem 2. Korps getroffen hatte und die Linien der Verteidiger kurzfristig zum Wanken brachte, kam den Österreichern eine Verwirrung der Angreifer in Wagram zu Hilfe. Dort waren nämlich die Sachsen unter Bernadotte in die "Klemme" geraten. Ihr Vormarsch war von den Verteidigern gestoppt worden, und gleichzeitig wurden sie, ob ihrer weißen Uniformen, von den nachfolgenden Einheiten für Österreicher gehalten und beschossen. Dieser doppelten Belastung waren die Sachsen nicht mehr gewachsen und sie ergriffen die Flucht.
Schlacht bei Wagram 1809.
Eigenhändige Planskizze von Erzherzog Karl.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zur gleichen Zeit gelang es Erzherzog Carl, durch mutigen persönlichen Einsatz, wie schon bei Aspern, die Linie auf dem Wagram zu stabilisieren und die Franzosen zurückzuwerfen. Die Angreifer suchten ihr Heil in der Flucht, und konnten erst vor Raasdorf von der Garde wieder unter Kontrolle gebracht werden. Bei Neusiedl war es zu keinen ernsthaften Kämpfen gekommen; und so endeten die Aktionen des ersten Schlachttages gegen 23 Uhr. Während die Soldaten beider Armeen sich um die Lagerfeuer scharten, hielten die Oberkommandierenden Kriegsrat. Zuerst wurde Bilanz gezogen über den vergangenen Tag. Napoleon hatte es geschafft, seine gesamte Streitmacht auf das Nordufer zu setzen, und die österreichischen Vorposten zurückzutreiben. Dies war eindeutig ein operativer Erfolg. Die Kämpfe am Abend hatten aber für die Franzosen einen genauso eindeutigen Misserfolg gebracht. Der Angriff war schlecht vorbereitet und koordiniert gewesen und scheiterte am verbissenen Widerstand der Österreicher und am schwierigen Gelände. Napoleon lernte aus diesen Fehlern und beschloss, am nächsten Tag den Angriff gegen die exponiertere rechte Flanke Erzherzog Carls, im Raume Aderklaa, Süßenbrunn, zu richten.
Motiv aus der Schlacht bei Wagram,
das österreichische Kurassier-Regiment "Kronprinz" vor einem Angriff.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Dazu verlegte er Massena mit seinem Korps in diese Richtung. Napoleon hatte vor, den Vorteil der inneren (kürzeren) Bewegungslinien zu nutzen, um so eine kürzere Marschzeit für seine Truppenteile zu sichern. Mit seinen 180.000 Mann deckte er eine kürzere Front ab, als der Erzherzog mit seinen knapp 130.000 Soldaten. Napoleon sollte somit wesentlich leichter Schwerpunkte setzen können als Carl, der noch dazu mit Schwierigkeiten innerhalb des Kreises der Korpskommandanten zu kämpfen hatte. Hier traten Rivalitäten zutage, die eine Kooperation im Kampf sehr stark behinderten. Nichtsdestotrotz hatte Carl den ersten Angriff Napoleons zurückgeschlagen und seine Position gehalten. Für den zweiten Tag hatte Erzherzog Carl einen wesentlich aggressiveren Plan ausgearbeitet. Er plante einen Vorstoß entlang beider Flügel, wobei der Angriff auf den linken Flügel der Franzosen die entscheidende Aktion darstellte, indem eine Umfassung mit gleichzeitigem Abschneiden der Franzosen von der Donau durchgeführt werden sollte. Diese Initiative überraschte Napoleon dann auch wirklich. Er hatte nicht mit einem Angriff gerechnet. Dass dieser einfallsreiche Plan nicht gelang, lag bei den Zeitplanproblemen des Aufmarsches der einzelnen Korps. Es erwies sich als undurchführbar, alle Einheiten rechtzeitig zum Angriff zusammenzubringen. Hier sollte sich eine strukturelle Schwäche des österreichischen Heeres offenbaren. Die Manöver der Korps waren immer um eine Spur langsamer als die der Franzosen mit ihrem unorthodoxeren revolutionären Hintergrund. Diese Periode hatte eine Reihe von Offizieren und Mannschaften hervorgebracht, welche bereit waren, das Unmögliche zu schaffen, wenn es nötig war auch mit außergewöhnlichen Mitteln. Derartige Gedankengänge waren den meisten österreichischen Kommandeuren nicht nur fremd, sondern wohl auch äußerst suspekt.
Schlacht bei Wagram 1809.
In der Schlacht bei Wagram am 5. und 6. Juli 1809 besiegten Napoleons französische
Truppen die österreichische Armee unter Erzherzog Carl in der Nähe von Wien.
Kupferstich von Pierre Michel Adam nach Gemälde von Jean Charles Langlois.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bei Sonnenaufgang begann also der Angriff. Das 4. Korps (Rosenberg) rückte von Markgrafneusiedl gegen Glinzendorf vor. Dieser Angriff wurde jedoch schon bald von Erzherzog Carl abgebrochen, weil die anderen Korps noch nicht bereit waren, und daher Rosenberg isoliert war. Das Korps zog sich wieder in seine Ausgangsstellungen zurück. Napoleon nutzte die Verwirrung um mit herangeführter Reservekavallerie den Österreichern noch schwere Verluste beizubringen. Mittlerweile hatte das 1. Korps (Bellegarde) Aderklaa angegriffen und im Handstreich genommen, und schickte sich an, weiter vorzurücken. Heftige Gegenangriffe der Franzosen verhinderten dies jedoch und Aderklaa wechselte in den frühen Morgenstunden bereits zum zweiten Mal den Besitzer. BeIlegarde hatte genau wie Rosenberg seinen Angriff bremsen müssen, weil die Korps an seiner rechten Flanke noch nicht soweit vorgerückt waren. Dem Ort sollte es ähnlich ergehen wie Aspern sechs Wochen zuvor. Gegenangriffe beiderseits sollten in diesem Frontbereich eine Art Pattsituation herbeiführen.
Napoleon I. Bonaparte, Kaiser der Franzosen zu Pferde
in der Schlacht bei Wagram, 6.7.1809. Gemälde von Horace Vernet.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
    Die Aufmerksamkeit Napoleons galt in diesen Stunden voll und ganz diesem Teil des Schlachtfeldes; die wahre Bedrohung an seiner linken Flanke war für ihn noch nicht zu erkennen. Erst gegen 8.30 Uhr schwenkten das 3. und 6. Korps in die Schlachtlinie ein, wobei das 6. (Klenau) noch bis in den Raum Kagran - Hirschstetten - Aspern vorrücken musste, um die linke Flanke an der Donau abzuschneiden. Dieses Manöver gelang aber recht gut, da die Franzosen hier nur über eine einzige Division verfügten. Trotz heldenhafter Gegenwehr konnte Boudet den siegreichen Vormarsch Klenaus nicht verhindern, und um 10.00 Uhr hatten die Österreicher Aspern, die Schanzen und Eßling in ihrer Hand. Auch jetzt zeigte sich wieder die Schwäche der österreichischen Kommandostrukturen: Klenau setzte den Vormarsch nicht fort, weder gegen den ungedeckten Rücken der Grande Armee, noch weiter ostwärts gegen Großenzersdorf. Er hatte einfach keine weiteren Befehle, und auch naheliegende eigene Entscheidungen kamen wohl nicht in Frage.
Schlacht bei Wagram 1809.
Schlacht bei Wagram 5/6.7.1809. Ölgemälde von Johann Nepomuk Höchle.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Klenau war isoliert und wartete auf den Rest der Armee, wie die Armee zuerst auf ihn hatte warten müssen. Durch diese zeitlichen Differenzen und die daraus resultierenden Leerläufe gaben die Österreicher die Initiative teilweise aus der Hand, und genauso wie ein Schachspieler nur darauf wartet, dass sein Gegner ein Tempoverlust hinnehmen muss, um ins Spiel zu kommen, genauso reagierte Napoleon mit verblüffender Geschwindigkeit und genialen, wenn auch risikoreichen Zügen. Er schickte das Korps Massenas, vor den Augen der Österreicher, zur bedrohten linken Flanke und brachte statt dessen Eugene mit der italienischen Armee in die so geschaffene Lücke gegenüber dem gegnerischen Zentrum. Diese Fähigkeit, Korps in so kurzer Zeit auf dem Schlachtfeld zu bewegen, stellt den einzigen großen Unterschied zwischen den beiden Armeen dar. Carl schaffte es nicht einmal, diese Rochade nennenswert zu behindern. An Mut und Hartnäckigkeit hatten die Österreicher die Franzosen jedoch bereits eingeholt, und so darf es nicht verwundern, dass Napoleon nach dem Feldzug nur in den höchsten Tönen von seinem Gegner sprach. Aber noch war die Schlacht nicht vorbei!
Schlacht bei Wagram 1809. Kampfszene. Lithografie.
"Tapfere Haltung des Regiments Erbach (jetzt Herzog von Wellington No. 42,)
bey welcher Gelegenheit das Regiment / von Sr. K. H. dem Erzherzog Karl
die Auszeichnung des Grenadiermarsches erhielt."

Momente aus Oesterreichs Kriegsgeschichte No. 22.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Es war jetzt später Vormittag und Napoleon drängte auf die Entscheidung. Um die Österreicher im Zentrum zu beschäftigen und von Massena abzulenken hatte Napoleon seine Kavallerie angreifen lassen. Nach anfänglichen Erfolgen war sie jedoch zurückgeschlagen worden und nun ließ der Kaiser eine Batterie mit mehr als 100 Geschützen aufstellen, die das Österreichische Zentrum sturmreif schießen sollte. Hinter den Kanonen stellte er das Korps Macdonald bereit, um den entscheidenden Angriff durchzuführen, sobald die Österreicher wanken würden. Nun, da seine linke Flanke verstärkt, und das Zentrum für den Entscheidungsschlag bereit war, bemerkte Napoleon, dass seine rechte Flanke, das Veteranenkorps unter Davout, erstaunlich lang brauchte, um das 4. Korps um Markgrafneusiedl aus seinen Stellungen zu werfen.
Schlacht von Wagram.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Sein Plan sah nämlich vor, die starke Rußbachstellung nicht mehr, wie am Vortag, frontal anzugreifen, sondern sie von der Seite her aufzurollen. Ein Schreiben Napoleons, in dem er sein Befremden ausdrückte, genügte vollkommen, um Davout zu Höchstleistungen anzutreiben. Rosenberg bat, angesichts der französischen Übermacht, den Erzherzog mehrmals um Hilfe, doch dieser konnte keine Einheiten entbehren, und als blieb so letzte Hoffnung das, von Erzherzog Johann versprochene, Eintreffen seiner "Innerösterreichischen Armee". Es ist jedoch mehr als fraglich, ob diese 12.000 Mann einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Schlacht gehabt hätten. Davouts Angriff traf zwar auf äußerst erbitterten Widerstand, aber gegen Mittag war die Anhöhe um den "Alten Turm" in französischer Hand.
Guckkastenblatt Schlacht bei Wagram.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Carl erkannte die Hoffnungslosigkeit der Lage und befahl den geordneten Rückzug, solange dies noch möglich war. Zur gleichen Zeit hatte, im Zentrum, das Korps Macdonald einen Frontalangriff gegen die Nahtstelle zwischen dem 3. Korps und der Grenadierreserve begonnen. Gleichzeitig mit Macdonald sollte die gesamte Armee entlang der ganzen Frontlinie angreifen. Macdonald geriet unterdessen in ein mörderisches Feuer, das sein Korps dezimierte. Die Franzosen mussten Verluste von fast 80% hinnehmen. In kurzer Zeit wurden 6.000 Männer getötet oder verwundet. Dieser "Hauptstoß" brachte für Napoleon nicht das erhoffte Ergebnis, es bestärkte Carl aber in der Überzeugung, dass die Schlacht verloren, oder besser, dass sie nicht mehr zu gewinnen war. Neue Meldungen kündeten von weiteren Erfolgen der Franzosen bei Baumersdorf. Nun gab die zahlenmäßige Überlegenheit der Franzosen den endgültigen Ausschlag. In dieser Situation ging es Carl nur mehr darum, die österreichische Hauptarmee vor der Vernichtung zu bewahren, um eventuell den Kampf in Böhmen oder Mähren fortsetzen zu können.
Schlacht von Wagram.
Infanterie Regiment Grosshherzogin Nr.: 117
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Dass der Erzherzog ein Korps, (das 5. unter Liechtenstein) in der Gegend um Stammersdorf zurückgelassen hatte, um einen Rückzug zu decken, erwies sich jetzt als sehr hilfreich, man darf sich jedoch fragen, ob dieses Korps nicht nützlicher auf dem Schlachtfeld gewesen wäre. Fast könnte man annehmen, Carl hätte einen Sieg nicht für sehr wahrscheinlich gehalten. Der Rückzug der Österreicher vollzog sich, trotz des großen Drucks durch die französische Kavallerie, in guter Ordnung, und zu keinem Zeitpunkt kam es zu panikartigen Reaktionen. Die Kavallerieattacken wurden alle zurückgeschlagen, und bei einer solchen Aktion verlor Frankreich seinen größten Husaren, den General Lassalle. Napoleon behauptete das Feld, er hatte also nach damaligem Verständnis die Schlacht gewonnen. Die Schlacht am 5. und 6. Juli 1 809 sollte in mehrfacher Hinsicht einen besonderen Stellenwert in der Geschichte erhalten.
Schlacht von Wagram.
Gemälde von Wilhelm Alexander Wolfgang von Kobell.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Wagram war mit Leipzig eine der größten napoleonischen Schlachten, mit mehr als 300.000 Soldaten auf einer Frontlänge von 18 Kilometern. Napoleons Sieg in der Schlacht bei Wagram entscheidet den Krieg zugunsten Frankreichs. Ein Attentatsversuch des Naumburger Pastorensohns Friedrich Staps auf Kaiser Napoleon I. im Hof von Schloss Schönbrunn, wenige Tage vor dessen Geburtstag, scheiterte. Die Franzosen, die kurz vor dem Abmarsch stehen provozieren die Stadt durch die Sprengungen der Basteien.
Wien wird bombardiert
Chronik Wien - © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Bombardement Wiens in der nacht vom 11./12. Mai 1809.
Kolorierter Stich v. Piringer
Quelle: Stadtchronik Wien - Von den Anfängen bis zur Gegenwart
11.Mai. Nachdem eine zweimalige Aufforderung zur Übergabe der Stadt abgelehnt wurde, beginnt um 9 Uhr abends vom Spittelberg aus das Bombardement Wiens. Um Mitternacht gelingt es französischen Truppen, in die Leopoldstadt einzudringen. Nach diesem Gefecht verlassen die kaiserlichen Truppen die Stadt und brennen die Donaubrücke hinter sich ab. In Wien bleiben bewaffnete Bürger, Studenten und Landwehr. Das Bombardement dauert unterdessen an.
Guckkastenblatt; Einzug der Franzosen in Wien 1809.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
2 000 Bomben werden in die Stadt geworfen. Die Bewohner suchen, ohne Ansehen des Standes und des Ranges, in den Kellern der Häuser Schutz. Brände – man hat vergessen, brennbare Materialen aus den Dachböden zu entfernen – können nicht gelöscht werden. Um halb drei Uhr morgens kapituliert die Stadt.
Hungersnot im besetzten Wien
Chronik Wien - © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
"Friedens-Tractat" vom Oktober 1809
Quelle: Stadtchronik Wien - Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Von Anfang an herrscht akuter Lebensmittelmangel. Die Preise steigen. Eine massive Papiergeldentwertung tritt ein. Ohne Versorgung von außen bleibt die Stadt sich selbst überlassen und muss von den geringen Vorräten an die 300 000 Einwohner und rund 80 000 Besatzer erhalten. Auch Stroh und Holz werden Mangelware. Requisitionen an Geld und Naturalien werden mit Härte eingetrieben. Nach den Schlachten bei Aspern, Wagram und Znaim treffen Massen Verwundeter ein, die man kaum unterzubringen und zu verpflegen imstande ist. Die Stimmung wird immer gereizter. Nur durch Eingreifen der Behörden und Bürgerkorps können größere Tumulte verhindert werden. Deserteure und Kriegsgefangene werden von der Bevölkerung versteckt. Am 25.6. wird der Sattlermeister Jakob Eschenbacher auf dem Glacis füsiliert, weil er, trotz Verbot, drei Kanonen vor den Franzosen verborgen hielt.
Chronik Wien - © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Gefangene Österreicher auf dem Josefsplatz
Quelle: Stadtchronik Wien - Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Die Folge ist ein weiterer Aufruf zur Waffenablieferung und gegen den „aufrührerischen Geist“. Die Hungersnot ist inzwischen so groß, dass Hunderte Menschen die Backhäuser belagern. Auch Müller und Fleischer wagen nur mehr unter Schutz starker Wachen ihre Läden zu öffnen. Die verordnete Festlichkeit zu Napoleons Geburtstag am 15.8 provoziert die Wiener zu zynischen Transparenten an ihren Häusern.
Chronik Wien - © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Die Burgbastei nach der Sprengung.
 Stich v. Piringer. 1809
Quelle: Stadtchronik Wien - Von den Anfängen bis zur Gegenwart
„Vive I`Empereur, weil`s sein muss!“ Mit dem Attentatsversuch von Friedrich Staps auf Napoleon in Schönbrunn strebt der Unmut seinem Höhepunkt zu. Als am 14.Oktober 1809 der Friede zu Schönbrunn unterzeichnet wird, droht schon offener Aufruhr. In einer letzten Demütigung hat Napoleon die Festungswerke sprengen lassen und die Nutzlosigkeit dieser alten Fortifikationen bewiesen. Napoleon verabschiedet sich diesmal ohne Dank an die Wiener.
Der Löwe von Aspern. Kreide-Lithographie; Katzler, Vincenz (1823 in Wien - 1882 ebenda).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
90.000 Mann auf österreichischer Seite standen lediglich 77.000 französische Soldaten gegenüber. Schätzungen zufolge haben während der zweitägigen Schlacht zwischen 6.000 und 30.000 Franzosen und 4.000 bis 24.000 Österreicher den Tod gefunden. Seit Beginn der Bauarbeiten an der Seestadt Aspern und der damit verbundenen Verlängerung der U2 werden die Baumaßnahmen von der Stadtarchäologie Wien begleitet. Mittlerweile sind es 35 Skelette, die nach und nach aus verschiedenen Gräbern am Asperner Schlachtfeld geborgen werden konnten.
Erst im Oktober 2016 wurde eine weitere Bestattung von zwei Soldaten
am Asperner Schlachtfeld bei Bauarbeiten gefunden.
© m. penz/stadtarchäologie wien
Quelle: derstandard.at/Was-das-Asperner-Schlachtfeld-ueber-Soldaten-verraet
Die einzig wirklich häufige Kategorie an Funden in den Gräbern sind zahlreiche Kugeln aus Blei oder Eisen. Mitbegraben an den Körperstellen, an denen sie in eindrangen, zeugen die Geschoße vom oft grausamen Tod, den die größtenteils sehr jungen Männer in der Schlacht erlitten. Die Skelette werden nach Abschluss der Untersuchungen wieder bestattet.
 
 
 
 
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2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
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Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
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E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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