Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus
Karl-Borromäus-Kirche, Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche, Luegerkirche
Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus - Frontal.
Die Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus (auch: Karl-Borromäus-Kirche, früher: Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche, volkstümlich: Luegerkirche) ist eine römisch-katholische Kirche auf dem Wiener Zentralfriedhof im 11. Gemeindebezirk, Simmering. Sie wurde von 1908 bis 1911 nach Entwürfen des Architekten Max Hegele errichtet. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.
Geschichte
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Russische Grabanlage mit Skulptur vor der Lueger-Gedächtniskirche.
Bild: Grandosek, Maria ;1954
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus (auch: Karl-Borromäus-Kirche, früher: Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche, volkstümlich: Luegerkirche) ist eine römisch-katholische Kirche auf dem Wiener Zentralfriedhof im 11. Gemeindebezirk, Simmering. Sie wurde von 1908 bis 1911 nach Entwürfen des Architekten Max Hegele errichtet. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus - Seitenansicht.
Bereits in den 1870 von den Frankfurter Architekten Karl Jonas Mylius und Alfred Friedrich Bluntschli eingereichten Entwürfen zur Gestaltung des Zentralfriedhofs war eine Friedhofskirche im Zentrum des Areals vorgesehen. Nach der Eröffnung des Friedhofs im Jahr 1874 vergingen Jahrzehnte, bis 1899 von der Wiener Stadtverwaltung als Betreiber des Friedhofes ein Wettbewerb zur Fertigstellung des Zentralfriedhofes ausgeschrieben wurde, der von Max Hegele gewonnen wurde.
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Die Kolumbarien.
Es erfolgte die Errichtung der Portalanlage beim Haupteingang zum Friedhofsgelände (Tor 2) sowie der links und rechts der Eingangszone gelegenen Aufbahrungshallen I und II. Von 1905 bis 1907 wurden die zu beiden Seiten der Kirche gelegenen Gruftanlagen – die Arkaden und Kolumbarien – errichtet.
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Die Kolumbarien.
Die Grundsteinlegung zum Bau der Kirche erfolgte am 11. Mai 1908 durch den Wiener Bürgermeister Karl Lueger, die Arbeiten dauerten bis Oktober 1910. Nach dem Tod Karl Luegers im März 1910 wurde von der Gemeinde Wien beschlossen, die Kirche Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche zu nennen. Die sterblichen Überreste Luegers, die provisorisch im Familiengrab beigesetzt waren, wurden Ende Oktober 1910 in die Kirchengruft unter dem Hochaltar verlegt. Auf dem Wandbild im oberen Teil des Altarraums ist Karl Lueger im Sterbehemd kniend abgebildet. Am 16. Juni 1911 wurde die Kirche dem hl. Karl Borromäus geweiht.
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus - Rückseite.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kuppel der Kirche durch einen Brandbombentreffer zerstört; die Instandsetzungsarbeiten nach Kriegsende dauerten bis in die 1950er Jahre. Von 1995 bis 2000 wurde die Kirche auf Initiative von Stadtrat Johann Hatzl generalsaniert; die Kosten betrugen 183 Mio. Schilling. Dabei wurde auch die Innenkuppel, die nach dem Zweiten Weltkrieg nur notdürftig restauriert worden war, originalgetreu wiederhergestellt. Die Wiedereröffnung fand am 27. Oktober 2000 durch den Wiener Bürgermeister Michael Häupl statt, die Wiedereinweihung vier Tage später durch den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn. Im Zuge der Wiedereröffnung wurde der neue Name Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus festgelegt.
Architektur
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus - Seitenansicht.
Die Kirche ist in ihrer architektonischen und künstlerischen Gestaltung dem Jugendstil zuordenbar, weist aber auch unter anderem Elemente ägyptischer Baukunst auf. Achleitner kommentierte: Tatsächlich handelte es sich aber bereits um eine Verwertung von Jugendstildekor vor dem Hintergrund eines diffusen Historismus bzw. um eine Adaptierung für einen trockenen Monumentalismus, der in einem leblosen Pathos erstarrt sei. Die Typologie zeige aber eine visuelle Resistenz, die in dem großräumigen Zusammenhang eine eigene Qualität darstelle.
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus - Das Portal.
Es existieren gestalterische Parallelen zu der von Otto Wagner entworfenen, 1907 fertiggestellten Kirche am Steinhof, deren Gestaltung aber wiederum von Hegeles Entwürfen von 1899 (Otto Wagner war damals Jury-Mitglied) beeinflusst sein konnte.
Die Oberkirche befindet sich rund 3 Meter über dem Niveau des Friedhofs und kann über drei breite Freitreppen erreicht werden. Darunter befindet sich die als Gruftanlage dienende Unterkirche.
Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube   Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus © Gaube
Der Altarraum. Der überbreite Mittelgang.
Glasfenster und Wandmosaike der Kirche stammen von Leopold Forstner, der nach eigenen Entwürfen in den Kuppelpendentifs die vier Evangelisten darstellte und die Eingangsbereiche zu den Seitenkapellen gestaltete. In der Vorhalle befinden sich Reliefs der Bildhauer Johann Rathausky und Georg Leisek. Der Maler Hans Zatzka schuf die Darstellung des jüngsten Gerichts über dem Hochaltar. An den Zifferblättern der Turmuhren sind zur Stundeneinteilung statt Zahlen Buchstaben angebracht, die – im Uhrzeigersinn von 1 bis 11 gelesen – den lateinischen Satz TEMPUS FUGIT (dt.: Die Zeit flieht) ergeben. An der 12-Uhr-Position befindet sich ein kleines Kreuz.
www.luegerkirche.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Friedhofskirche" der
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Johann Strauss
Wohnung
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Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
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