Fritzi Massary
* 1882 - † 1969
Die Sängerin und Schauspielerin wohnte in der Praterstraße 66.
Fritzi Massary © Bundesarchiv
Fritzy Massary in dem von ihr anlässlich der Ausstellung "Weltkultur durch Frauenhand"
im Möbelhaus Gleiser arrangierten Zimmer. (Aufn.: 1929) Abgebildete Personen:
Massary, Fritzi: Operettensängerin, Österreich
© Bundesarchiv Bild 183-1983-0207-501
Fritzi Massary, eigentlich Friederika Massaryk, auch Friederike Massary (* 21. März 1882 in Wien, Österreich-Ungarn; † 30. Januar 1969 in Beverly Hills, Los Angeles, Vereinigte Staaten) war eine österreichische Sängerin und Schauspielerin. Sie wuchs in Wien als älteste von drei Töchtern einer jüdischen Kaufmannsfamilie auf und erhielt früh Gesangsunterricht. Bereits mit 17 Jahren trat sie am Landestheater Linz auf. Die zweite Bühnenstation wurde das Carl-Schultze-Theater in Hamburg. Hier debütierte sie am 5. September 1900 als Molly in Die Geisha von Jones und übernahm dann weitere Operettenpartien im Soubrettenfach.
 
Fritzi Massary © Bundesarchiv Fritzi Massary © Bundesarchiv
Fritzi Massary an einem Flügel
1914 in Berlin.
© Bundesarchiv, Bild 183-R93050
CC-BY-SA 3.0
1904 in der Operette Maxim im
Berliner Metropoltheater.
© Bundesarchiv, Bild 183-H26728
CC-BY-SA 3.0
Nach nur einer Spielzeit in Hamburg ging sie nach Wien zurück. Von 1901 bis 1904 war sie im Danzers Orpheum, einem Revuetheater, erfolgreich. Am 10. September 1903 wurde ihr einziges Kind Elisabeth Maria Karl Liesl († 1979) geboren. Vater war Karl-Kuno Rollo Graf von Coudenhove (1887–1940). Die Tochter heiratete später den Schriftsteller Bruno Frank. In erster Ehe, die nur kurz währte, war sie mit dem Berliner Augenarzt Bernhard Pollack verheiratet.
Fritzi Massary - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Fritzi Massary, 1912.
Fotografie von Waldemar Titzenthaler, Berlin.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Direktor Richard Schulz vom Metropol-Theater, der sie in Wien hörte, veranlasste, dass sie im August 1904 nach Berlin kam, wo sie weiteren Unterricht nahm. Lange trat sie dort mit ihrem Partner und Landsmann Joseph Giampietro zusammen auf. Hier gelang ihr der künstlerische Durchbruch als Sopranistin. Bald wurde sie das Aushängeschild dieses Theaters. Sie spielte in zahlreichen Operetten von Paul Lincke und Victor Hollaender. Ab 1912 bekam sie, die inzwischen eine Berühmtheit geworden war - man sprach nur noch von der Massary, und die weibliche Bevölkerung richtete sich nach ihrem modischen Geschmack -, fast nur noch Hauptrollen zu spielen.
Fritzi Massary © Bundesarchiv Fritzi Massary © Bundesarchiv
Fritzi Massary
© Bundesarchiv Bild 183-R93054
CC-BY-SA 3.0
Fritzi Massary als Kirke
© Bundesarchiv Bild 183-S0322-502
CC-BY-SA 3.0
 Die berühmteste Operettensängerin ihrer Zeit betörte ihr Publikum als Lustige Witwe, Czardasfürstin oder Madame Pompadour und konnte in ihren Glanzrollen nicht selten ein Viertel der Abendeinnahmen nach Hause tragen. Als sie am 20. Februar 1916 (1918?) ihre große Liebe, den Schauspielkollegen Max Pallenberg heiratete, konvertierte Massary zum Protestantismus. Sie trennte sich vom Metropol-Theater, wechselte mehrfach die Bühnen und handelte dabei horrend hohe Honorare aus. Sie sang die Hauptrollen der großen Operetten von Johann Strauss, Jacques Offenbach, Leo Fall und Franz Lehár in allen großen Revuetheatern ihrer Zeit und trat 1926 sogar bei den Salzburger Festspielen auf.
Fritzi Massary © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Harold Lloyd (1893-1971), mit Gattin, Oscar Strauss und Fritzi Massary.
New York Times Photo 1932.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Oscar Straus widmete ihr mehrere auf sie zugeschnittene Operetten, die als Massary-Operetten in die Geschichte eingingen, angefangen bei "Der letzte Walzer" über "Die Perlen der Cleopatra" bis zu "Eine Frau, die weiß, was sie will". Die Aufführungen der letztgenannten Operette wurden in Berlin 1932 durch massive SA-Sprechchöre gestört. Sie besang auch Tonträger und wurde mit Liedern wie Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben, Josef, ach Josef, was bist du so keusch und Oh-la-la einem breiteren Publikum bekannt.
Fritzi Massary © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Fritzi Massary © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Rollenbild der Fritzi Massary 1923.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Rollenbild der Fritzi Massary 1923.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fritzi Massary © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Fritzi Massary © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Rollenbild mit Autogramm.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Rollenbild der Fritzi Massary 1923.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Flucht vor den Nazis 1932 bedeutete das Ende ihrer Karriere. Zwar spielte sie noch in Wien und versuchte sich auch in London – erfolglos, denn dort sang sie nicht mehr in ihrer Muttersprache. Max Pallenberg kam in der Nähe des tschechischen Karlsbad 1934 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Über die Schweiz und Frankreich emigrierte sie 1939 zu ihrer Tochter in die USA. Sie ließ sich in Beverly Hills Hollywood nieder, wo Franz Werfel, Thomas Mann, Ernst Lubitsch und Lion Feuchtwanger ihre Nachbarn waren. Schließlich lebte sie, ohne Comeback, bis zu ihrem Tode in Beverly Hills. Ihre Urne befindet sich auf dem Forest Lawn Memorial Friedhof in Glendale. Im Jahr 1977 wurde in der Berlin-Neuköllner High-Deck-Siedlung die Fritzi-Massary-Straße nach der Künstlerin benannt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Fritzi_Massary" der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
 
 
  Kultur 2. Bezirk
    Q202 Freie Kunst
    Theater Hamakom
    Odeon Theater
    MuTh Konzertsaal
    Leopoldstädter Theater
    Carltheater
    Wiener Sängerknaben
    Mexikokirche
    Pfarre St. Nepomuk
    Joh.-Nepomuk-Kirche
    Leopoldskirche
    Karmeliterkirche
    Klosterkirche BBW
    Spitalskapelle
    Stunde Barmherzigkeit
    Kirche Maria Grün
    Kirche Machstraße
    Verklärungskirche A.B.
    Mormonenkirche
    Friedenspagode
  Gebäude 2. Bezirk
    Praterstraße
    Nordbahnstraße
    Nestroyplatz
    Stuwerviertel
    Zwischenbrücken
    Gebäude der
Praterstraße
    Die Praterstraße
in Bildern
    Tegetthoff-Denkmal
    Schützenhaus
    Lusthaus
    Alliiertenhof
    Dogenhof
    Leopoldstädter Tempel
    Schiffschul Synagoge
    Nestroyhof
    Palais Bellegarde
    Palais Wenkheim
    Galaxy 21
    Design Tower
    Donaukanal
  Bewohner 2. Bezirk
    Johann Strauß Sohn
    Ferdinand Raimund
    Johann Nestroy
    Arthur Schnitzler
    Emil Jakob Schindler
    Therese Krones
    Fritzi Massary
    Josefine Gallmeyer
    Gabor Steiner
    Sigmund Freud
    Elias Canetti
    Lise Meitner
    Viktor E. Frankl
    Arnold Schönberg
    Otto Muehl
    Ludwig Hirsch
    Bücher Leopoldstadt
    Der Wiener Fiaker
    Der Wiener Dialekt
    Wiener Lieder
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
© design by gaube 2016
design by gaube