Gabor Steiner
* 1858 - † 1944
Der Theaterdirektor wohnte in der Praterstraße 56.
Gabor Steiner © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gabor Steiner im Jahre 1897.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gabor Steiner (* 28. Mai 1858 in Temeswar, Kaisertum Österreich; † 9. September 1944 in Beverly Hills) war ein österreichischer Theaterdirektor.
Gabor Steiner wurde als Sohn des Schauspielers und Theaterdirektors Maximilian Steiner geboren. Er arbeitete ein Jahr lang in einer Textilfirma, unterstützte 1877–1883 aber auch seinen Vater als Kassenchef im Theater an der Wien und später seinen Bruder Franz, der Nachfolger des Vaters als Direktor wurde. 1883 übernahm er selbst die Direktion des Residenztheaters in Hannover, ging freilich bald darauf nach Dresden zu seinem Bruder und kurz darauf nach Berlin, wo er das Walhalla-Operettentheater pachtete. Er kehrte aber wieder nach Wien zurück, wurde künstlerischer Leiter des Carltheaters in der Leopoldstadt. 1887 heiratete er die Ballett-Tänzerin Mizzi Hollmann und im gleichen Jahr gründete er eine Konzert- und Theateragentur sowie einen Verlag, 1889 auch eine Zeitung (Neues Theaterblatt), doch musste er das alles 1890 wegen Unrentabilität aufgeben. Einige Jahre später trat Steiner aus der Israelitischen Kultusgemeinde aus und nahm den evangelischen Glauben an. 1892 wurde er Leiter der Hans-Wurst-Bühne in der Wiener Rotunde.

Ab 1894 pachtete Steiner von der englischen The Assets Realisation Co. die „Kaiserwiese“ am Beginn des Wiener Praters und ließ dort mit Hilfe des Architekten Oskar Marmorek und des Malers Ferdinand Moser nach dem Vorbild von Venice in London den Vergnügungspark Venedig in Wien errichten, der 1895 eröffnet wurde. Außerdem eröffnete er (erfolglos) ein Kino und ein Automatenbuffet. Die Errichtung des Riesenrades war ihm ein besonderes Anliegen, mit dessen späterem Besitzer Eduard Steiner war er allerdings nicht verwandt. 1897 wurde er Leiter von Danzers Orpheum, für das er sowohl eine Konzession als Theater als auch Varieté erwirken konnte.

1908 geriet Steiner infolge hoher Investitionen und Kosten – u.a. durch die Produktionskosten für eine Aufführung von Paul Linckes Der Schlager der Saison – in finanzielle Schwierigkeiten. Er musste Konkurs anmelden und die Direktion seiner Unternehmen an Hugo Fürst und Alfred A. Winter abgeben.

Von 1909 bis 1912 war er Direktor des Etablissement Ronacher, anschließend übernahm er noch einmal die Leitung von Venedig in Wien, wobei er aber noch mehr Schulden anhäufte und wieder in Konkurs ging. Es kam zur Flucht aus Wien, um der damals üblichen Schuldhaft zu entgehen, und zur Trennung von seiner Frau.

Ab 1913 hielt er sich in London, in der Schweiz und in New York auf, 1921 kehrte er wieder nach Wien zurück. Mit Ambitionen, Direktor des Theater in der Josefstadt zu werden, scheiterte er, und so begnügte er sich mit der Gründung eines Verlages, der vor allem Musikstücke herausbrachte. Steiners Lage wurde aber nicht viel besser, und so wurde er von seinem Sohn Max Steiner, der in den USA ein erfolgreicher Komponist geworden war, finanziell unterstützt. Am 7. September 1938 musste er als Jude Wien verlassen und in der Folge zu seinem Sohn in die USA fliehen. In Hollywood heiratete er die Sekretärin seines Sohnes, Erna Mundelius. 1944 starb er in Beverly Hills, wo er auf dem Waldfriedhof begraben liegt. Der Gabor-Steiner-Weg in Wien-Leopoldstadt, ein Fußweg in der Kaiserwiese, wurde 1987 nach ihm benannt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Gabor_Steiner" der
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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