Gasometer
Seit jeher ein Wahrzeichen von Simmering
Guglgasse, 1110 Wien
Südostansicht der 4 Gasometer im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Die Gasometer in Wien-Simmering sind vier in der Fassade erhaltene, ehemalige Gasbehälter aus dem Jahr 1896. Sie wurden in einem umfangreichen Umbau von 1999 bis 2001 revitalisiert und weisen nun ein Entertainmentcenter, etliche Wohnungen, ein Studentenheim und eine Veranstaltungshalle auf. Die Gasometer waren ein Teil des Gaswerk Simmering, um Versorgungsschwankungen im Wiener Gasnetz auszugleichen. Sie waren technisch als Niederdruckspeicher für das aus Kohle gewonnene Stadtgas ausgeführt. Das Gaswerk Simmering war neben dem Gaswerk Leopoldau eines von zwei städtischen Gaswerken um die Jahrhundertwende.
Bau der Gasometer, 1897.
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Die Gebäude gelten schon seit jeher als Wahrzeichen des 11. Wiener Gemeindebezirks Simmering, da sie aufgrund ihrer Größe bereits von Weitem zu sehen sind. Das Gaswerk Simmering mit den Gasometern war von 1899 bis 1975 in Betrieb. Seit der Revitalisierung zählen auch Touristen aus allen Teilen der Welt und Architekturexperten zu den Besuchern der Gasometer.
Bau des Ofenhauses.
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Durch den jahrzehntelangen großtechnischen Gaswerksbetrieb wurden Untergrundbelastungen durch Phenole, Kohlenwasserstoffe und Cyanide am Areal festgestellt und mehrere Teile des Geländes im Jahr 1996 als Altlast W18 im Altlastenkataster des Umweltbundesamtes aufgenommen. Die zylindrischen Glockengasbehälter mit je 90.000 Kubikmeter Gasvolumen, die in einem Wasserbassin standen, wurden mit einer Ziegelfassade umgeben.
Gasometer, 1901, Ansicht einer Behältergruppe.
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Die Glockengasometer messen vom Straßenniveau bis zur Spitze rund 70 Meter und ungefähr 60 Meter im Durchmesser. Ein fünfter, um das Jahr 1910 hinzugebauter Gasometer war als Teleskopgasbehälter ausgeführt und zugleich mit 150.000 m³ der größte Gasometer in Simmering. Er befand sich südlich der vier erhaltenen Bauten auf einem heute als Sportplatz genutzten Areal und wurde im Jahr 1981 abgerissen.
Wien 11, Gasometer, Austro Flug; Flugbild von WNW; um 1932.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Bau der Gasometer in Wiens elftem Gemeindebezirk Simmering fand von 1896 bis 1899 im Rahmen der Errichtung des Gaswerks Simmering statt. Hersteller der Kesselkonstruktionen war die Firma Friedrich August Neuman aus Eschweiler. Das Gaswerk Simmering wurde am sogenannten Bürgerspitalsgrund errichtet, auf dem sich bis dahin Gärtnereien und Felder befanden. Am 15. März 1897 begann der Bau des zentralen Ofenhauses, welches zur Kohlevergasung 1.620 Retorten umfasste. Pro Retorte konnten 250 kg Kohle pro Tag umgesetzt werden und so in Summe pro Tag 432.000 m³ Stadtgas erzeugt werden.
Die Gasometer in Wien-Simmering.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vor dieser Zeit erfolgte die Versorgung durch die Imperial-Continental-Gas-Association (ICGA) mit Sitz in England. Nachdem die Verträge zwischen der ICGA und der Stadt Wien ausliefen, entschloss sich die Stadt zur Errichtung einer eigenen kommunalen Gasversorgung. Das Gaswerk war zur Zeit der Errichtung das größte seiner Art in ganz Europa. In den Gasometern wurde das Stadtgas, welches durch die sogenannte Kohlevergasung im Ofenhaus aus der Trockendestillation von Steinkohle und anschließende Gaswäsche im Waschhaus gewonnen wurde, gespeichert, bevor es zum Verbrauch in das Gasnetz abgegeben wurde.
Ofenhaus vom Norden aus gesehen. Das Areal wird 2012
als Betriebsgelände von der Wien Energie Gasnetz genutzt.
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 Das Stadtgas wird auch als Kohlengas, Kokereigas oder Leuchtgas bezeichnet, da es zunächst für die Straßenbeleuchtung mittels Gaslaternen auf den öffentlichen Straßen benutzt wurde. Erst ab 1910 etablierte sich auch die Nutzung zum Kochen und Heizen in Privathäusern.
Im Inneren des Kesselhaus.
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Neben den Gasometern zur Gasspeicherung bestand das Gaswerk Simmering aus dem Ofenhaus zur Kohlevergasung, dem größten Gebäude der Anlage mit 18 zentrisch angeordneten und 35 m hohen Kaminen, und daran anschließend Gebäude zur Kohlegasreinigung mit Teerabscheider, Ammoniakwaschanlage und Naphthalinwaschanlage sowie verschiedene Betriebs- und Verwaltungsgebäude.
Das noch leere Innere eines Gasometers vor Baubeginn der Wohnungen ca. 1998.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Kat1100
Zur Erzeugung des Rohgases dienten 180 im Ofenhaus untergebrachte Öfen mit je neun schrägliegenden Retorten und eine freistehende Schrägkammerofenanlage. Im Kühlerhaus fand die Abscheidung von Teer und Ammoniak aus dem Rohgas statt, zum Transport des Stadtgases im Leitungsnetz dienten zwölf durch Dampfmaschinen angetriebene, im Gassaugerhaus aufgestellte Exhaustoren. Die Kohlegaserzeugung wurde bis zum Jahr 1966 betrieben, danach bis zum Betriebsende des Gaswerkes 1975 die Spaltgaserzeugung.
Das noch leere Innere eines Gasometers vor Baubeginn der Wohnungen ca. 1998.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Kat1100
Nach der Umstellung von Stadtgas auf Erdgas Mitte der 1970er Jahre – das Stadtgas ist wegen seines hohen Anteils an Kohlenmonoxid giftig – wurden die Gasometer 1984 stillgelegt. Erdgas wird heute in unterirdischen Gaslagern oder in Kugelgasbehältern unter hohem Druck bei deutlich kleinerem Volumen gelagert, als dies in den großen voluminösen Teleskopgasbehältern möglich ist. Seit 1981 stehen die Gasometer und andere Gebäudeteile wie ehemalige Verwaltungsgebäude und der ursprünglich vor dem abgerissenen Ofenhaus stehende Wasserturm unter Denkmalschutz.
Marchegger/Laaer Ostbahn, Wien, Ostbahn, Blick Richtung Gasometer; 1985.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / TARS631
1995 fanden Wettbewerbe zur Ideenfindung für die Umnutzung statt. Es gab ausgearbeitete Konzepte zur Nutzung als Hotel- und Messegelände (Architekt Manfred Wehdorn) für die geplante aber dann abgesagte Weltausstellung in Wien und Budapest. Man entschloss sich zuletzt für die Realisierung einer gemischten Nutzung mit Wohnen, Arbeiten und Entertainment bestehend aus den Wohnungen, einem Studentenwohnheim, Büros, dem Einkaufszentrum und dem Kino.
Die Gasometer in Wien-Simmering.
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Die vier Architekten Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au (Wolf D. Prix), Manfred Wehdorn und Wilhelm Holzbauer erarbeiteten jeweils für einen der Gasometer die Umgestaltung, die von 1999 bis 2001 realisiert wurde. Die Innereien des Gasometers wurden während der Revitalisierung entfernt – lediglich die Ziegelaußenmauer und der Dachstuhl blieben bestehen. Als Bauträger fungierten die SEG, die GPA und die Gesiba, welche die rund 600 Wohnungen teils als Eigentumswohnungen verkauften und teils als Genossenschaftswohnungen vermieten.
Die Gasometer in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Niels Elgaard Larsen
Die Baukosten betrugen 2,4 Milliarden Schilling, umgerechnet rund 174 Millionen Euro. 310 Millionen Schilling (22,5 Millionen Euro) trug die Stadt Wien in Form von Wohnbauförderungsmitteln dazu bei. Am 30. September 2001 fand die feierliche Eröffnung mit dem anwesenden Bürgermeister statt. Die Bewohner zogen bereits beginnend ab Mai 2001 ein. Die Gasometer sind durch einen besonderen Dorfcharakter geprägt. Auf 220.000 m² stehen sie als eigenständige Stadt in der Stadt.
Eingang zur U-Bahnstation Gasometer in Wien-Simmering.
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Durch die hohe Identifizierung der rund 1.500 Bewohner der Gasometer mit dessen Wohnraum erfolgte die Bildung einer großen Wohngemeinschaft, die sowohl virtuell in einer Gasometer Community als auch real als Verein und gelebte gemeinschaftliche Nachbarschaft existiert. Zahlreiche Diplomarbeiten und Dissertationen im Bereich der Psychologie, Raumplanung und Architektur sowie Publizistik widmeten sich diesem Phänomen. Über den „Gaswerksteg“ kann die nahe gelegene Praterau erreicht werden.
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Die Gasometer in Wien-Simmering.
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Durch alle vier Gasometer hindurch bis in den Zubau „E“ erstreckte sich bis zur Neuausrichtung ein 450 Meter langes Einkaufszentrum mit insgesamt rund 70 Geschäftslokalen (Einzelhandel, Gastronomiebetriebe), das im Gasometer A über drei Etagen verläuft und in den anderen nur ein bzw. zwei Etagen einnimmt. In den Untergeschoßen unterhalb des Einkaufszentrums befinden sich Tiefgaragen. Alle vier Gasometer sind oben offen und erhalten durch den alten Dachstuhl ihre alte Silhouette. Sie weisen lediglich „Windgleitbleche“ auf.
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Die Gasometer in Wien-Simmering.
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Durch einen „Skywalk“ (Glasbrücke) der zwischen den Gasometern „C“ und „D“ an den Hauptkorridor angeschlossen ist und die Guglgasse überquert, gelangt man in ein ebenfalls dem Komplex angehörendes Gebäude namens Entertainmentcenter bzw. ursprünglich „Pleasuredome“. Darin befindet sich ein Kino mit 12 Sälen, welches von der Kima Cinemas Vienna und der Familie Hueber betrieben wird, und von der Megaplex-Kinogruppe genutzt wird, nachdem der ursprünglich vorgesehene Betreiber Loews Cineplex Entertainment Corporation kurzfristig in Konkurs ging. Der gesamte öffentliche Einkaufs- und Unterhaltungsabschnitt des Komplexes nannte sich einst „G-town“, später „Gasometer City“, tritt jetzt unter der Bezeichnung „Music City“ auf.
Gasometer A
Gasometer A in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Poeschek
Der französische Architekt Jean Nouvel gestaltete 2001 den Wohnungsaufbau in diesem Gasometer sternförmig. In jeder der elf Wohnetagen, die erst in einer Höhe von etwa 30 Metern beginnen, befinden sich rund 20 Wohnungen, die in 2er-Blöcke aufgeteilt sind. Dazwischen befinden sich Spalte in der Breite von etwa einer Wohnung, welche die denkmalgeschützte Gasometerfassade mit ihren hohen Fenstern sichtbar machen. Dadurch und durch die ausschließliche Glasfront der Wohnungen sowie die verspiegelten übrigen Wände wird eine hohe Ausnutzung des Sonnenlichts erzeugt.
Gasometer A in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / János Korom Dr.
Unter den Wohnungen liegen drei Geschäftsetagen des Einkaufszentrums und eine Tiefgarage. Die an den Gasometer „A“ angrenzende U-Bahn-Haltestelle befindet sich direkt vor dem Haupteingang des Einkaufszentrums. Weiters befinden sich in der zweiten bis vierten Etage Büroräumlichkeiten, die im Eigentum der CEE Immobilien Development AG stehen.
Gasometer B
Gasometer B in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Böhringer Friedrich
„Gasometer B“ wurde vom Wiener Architektenduo „Coop Himmelb(l)au“ geplant. Er ist von außen leicht erkennbar, da er einen schildartigen Zubau vorweist – ein 18-stöckiges Wohngebäude. Der ehemalige Gasbehälter plus Zubau beinhalten insgesamt 254 Wohnungen. Laut Mitarchitekt Wolf D. Prix sei der „Schild“ „das Zeichen für den neuen Inhalt der Gasometer. Würde der Schild nicht da stehen, wüsste man nicht einmal, dass dort etwas Neues entstanden ist.“
Gasometer B in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Böhringer F.
Gasometer B in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0) D.Schaefer
Gasometer B in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0) D.Schaefer
Gasometer B in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0) wendyfairy
Auch dass die Veranstaltungshalle in dem von ihnen gestalteten Gasometer untergebracht ist, kommt nicht von ungefähr, da „Coop Himmelb(l)au“ „immer für gemischt genutzte Gebäude plädiert habe“, so Prix weiter. Die 1.400 m² große Veranstaltungshalle fasst 4.200 Personen und hat für Wien eine besondere Bedeutung, da zwischen der bis zu 16.000 Besucher fassenden Wiener Stadthalle und den anderen Veranstaltungslokalitäten mit maximal 1.500 Besuchern (Halle Oberlaa) bisher eine große Lücke klaffte und Musikgruppen, die die Stadthalle nicht zu füllen vermochten, für die meisten kleineren Veranstaltungsorte zu teuer waren. Die Wohnungen innerhalb des Gasometers schmiegen sich in Form eines lückenlosen Kreises an die Mauern des Gasometers und lassen in der Mitte nur einen rund 20 Meter Durchmesser großen Lichtdurchlass frei. Die Fenster der einzelnen Etagen im Turm reihen sich dicht aneinander.
Gasometer B in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Mardetanha
Die untersten vier bis fünf Etagen des Wohnbereichs im Gasometer „B“ nimmt ein Studentenheim ein. Auf der Gesamtnutzfläche von 5.850 m² befinden sich 247 Heimplätze, die in 73 verschiedene Appartements untergebracht sind (bis 115 m² große Wohnungen mit 199 Einbettzimmern und 24 Zweibettzimmern). Es gibt zahlreiche Gemeinschaftsräume wie Clubraum, Gemeinschaftsküche, Fitnessraum, Saunabereich, Proberaum und Waschküche. Das Studentenheim wird von der „Wohnbauvereinigung für Privatangestellte“ der GPA betrieben. Im Herbst 2006 wurde eine Erweiterung des Studentenheimes in unmittelbarer Nähe zu den Gasometern nebst einem Evangelischen Privatgymnasium und Seniorenheim eröffnet.
Gasometer C
Gasometer C in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Poeschek
Der Wiener Architekt Manfred Wehdorn, der sich der „Einfachheit“ und dennoch maximalem Wohnkomfort annimmt, war für die Gestaltung des Gasometers „C“ zuständig. Die 92 auf 6 Stockwerke verteilten Wohnungen mit weißer Fassade sind nach oben hin abgestuft, wodurch eine höhere Durchdringung des Sonnenlichts nach unten hin erreicht werden soll. Die ersten Wohnungen beginnen ab einer Höhe von rund 32 Meter über dem Straßenniveau. Zwischen den Wohngeschoßen und dem Einkaufszentrum befindet sich auf drei Geschoßen das Büro bzw. der Geschäftssitz des Mobilfunkanbieters Hutchison Drei Austria. Im Innenhof befindet sich eine große Glaskuppel, die die darunter befindliche „main mall“ durchscheinen lässt, bzw. dieser Sonnenlicht spendiert. Rund um die Kuppel befindet sich ein rund vier Meter breiter Grünstreifen, auf welchem mehrere Bäume gepflanzt wurden. Durch den nach oben hin abgestuften Innenhof wurden Terrassen und Laubengänge geschaffen, die mit Blumenbeeten und Bäumen bepflanzt sind. Wehdorn wollte hier das „grüne“ Konzept eines Arboretums verwirklichen. Unter dem zentralen Gang des ehemaligen Einkaufszentrums befindet sich eine öffentliche Parkgarage.
Gasometer D
Gasometer D in Wien-Simmering.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Poeschek
Als einziger Gasometer weist der von Wilhelm Holzbauer gestaltete Gasometer „D“ keinen zentralen Innenhof auf, ist aber dennoch der einzige, in dem jede der 119 Wohnungen über eine kleine Grünfläche oder zumindest eine Loggia verfügt. Der Wohnturm im Zentrum des Gasometers weist die Grundform eines Kreises mit drei rechteckigen „Armen“ auf. Zwischen diesen drei gleich großen „Armen“ befinden sich drei ebenso große Grünflächen. Mitgrund für diese Form ist auch, „dass sich die Leute nicht gegenseitig in die Wohnungen sehen, oder alle in denselben Hof blicken müssen“, wie Holzbauer erwähnt.
Das Wiener Stadt- und Landesarchiv im Gasometer D.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / WeeJeeVee
Unter den Wohnungen, die in 31 Metern Höhe über der Guglgasse beginnen, befindet sich auf drei überirdischen Geschoßen und drei Depotgeschoßen die Magistratsabteilung 8, das Wiener Stadt- und Landesarchiv.
Die Einkaufsbereiche finden sich hier nur noch in einem Ausläufer,
da der zentrale Gang des Einkaufszentrums zwischen den Gasometern
„C“ und „D“ nach links in den Zubau „E“ abgebogen ist.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Gasometer (Wien)" der
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de.wikipedia.org
Website Screenshot 2017: http://www.gasometer.at/de/
Gasometer Shopping- und Entertainment-Center
Guglgasse 8/2/2/1, 1110 Wien
E-Mail: office@gasometer.at 
Erreichbarkeit:
Die Gasometer sind am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
durch die eigene Station "Gasometer" erreichbar.
Vom Stadtzentrum benötigt man ungefähr 15-20 Minuten.
U-Bahnlinie U3 (orange)
Autobus 72A
Nachtautobus N75 (von 1:00 Uhr bis ca. 4:30 Uhr)
Mit dem Auto::
Die Gasometer sind über die Autobahn A23 (Südosttangente),
Abfahrt "St. Marx" vom Umland und Stadtzentrum aus erreichbar.
AAnreise von der Innenstadt: nach Verkehrslage rund 15 Minuten.
1.100 bequeme Parkplätze warten auf Sie!
www.gasometer.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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