Hans Hass
23. Jänner 1919 - 16. Juni 2013
Österreichischer Zoologe und Meeresforscher
Quelle: Internet © Hans Hass
Hans und Lotte Hass 1958.
Quelle: Wild Film History © BBC Natural History Unit Images
Hans Heinrich Julius Hass (zuvor Haß, * 23. Jänner 1919 in Wien; † 16. Juni 2013 ebenda) war ein österreichischer Zoologe und Meeresforscher, der vor allem durch seine Dokumentarfilme über Haie und seinen Einsatz für den Umweltschutz bekannt wurde. Hass besuchte das Theresianum in Wien und schloss 1937 die Schule ab. Prägend für sein Interesse an der Meeresbiologie war seine Maturareise 1937 an die französische Riviera mit Unterwasserjagden und Unterwasserfotografie.
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Hans Hass - Quelle: Internet © Hans Hass
 1939 organisierte Hans Hass eine Reise nach Curaçao und Bonaire (Niederländische Antillen) mit seinen Freunden Alfred von Wurzian und Jörg Böhler. Dort drehte er seinen ersten Film, bei dem er erstmals die freischwimmende Filmmethode verwandte. (Da inzwischen der Zweite Weltkrieg begonnen hatte, kehrten die drei Freunde über die Vereinigten Staaten, Japan, China und die Sowjetunion – 1939/1940 noch nicht in den Krieg involviert – ins Großdeutsche Reich zurück.)
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Hans Hass - Quelle: Internet  © Hans Hass
1938 begann Hass bei Dubrovnik mit der Unterwasserfotografie. Dafür setzte er selbstgebaute wasserdichte Gehäuse mit serienmäßigen Kameras ein. 1940 fotografierte er erstmals unter Wasser auch in Farbe. Seine Erkenntnisse über Unterwasserfotografie vermarktete er nach dem Krieg, indem er zwei Unterwassergehäuse für Fotokameras mit Industrieunternehmen in die Serie brachte. Die „UW-Leica“ mit Elektronen-Blitzgerät ab 1950 gemeinsam mit der Firma AKG in Wien und die „Rolleimarin“ ab 1954 gemeinsam mit Franke & Heidecke für die Rolleiflex. Die Rolleimarin war sehr erfolgreich und blieb zwei Jahrzehnte lang das Standardwerkzeug für jeden Profi-Unterwasserfotografen.
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Hans und Lotte Hass - Quelle: Internet © Hans Hass
Wegen einer Gefäßkrankheit der Füße (Raynaud-Syndrom) wurde Hans Hass nicht zur Wehrmacht eingezogen; beim Marschieren reduziert sich die Durchblutung der Füße in gefährlicher Weise. Nach der Karibik-Expedition und ersten Fachartikeln stieg Hass 1940 vom Studium der Rechtswissenschaften auf Zoologie um.
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Hans und Lotte Hass - Quelle: Internet © Hans Hass
Nach der Übersiedlung von Wien nach Berlin gründete Hass am 11. Juni 1941 den „Sonderfonds Hans-Hass Expedition“. Nach Vorlage seines Materials, seiner Sammlungen, der Unterwasseraufnahmen und einer Denkschrift über seine weiteren Pläne hatten die zuständigen Finanzbehörden in Berlin Verständnis und Entgegenkommen gezeigt und die völlige Freistellung des Fonds von der Einkommensteuer zugesagt. Er sollte nur für den Kauf und die Ausrüstung eines Forschungsschiffes bestimmt sein.
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Hans und Lotte Hass - Quelle: Internet © Hans Hass
1941 entwickelte Hass gemeinsam mit dem Drägerwerk durch einige Umbauten aus einem serienmäßigen Tauchretter ein Schwimmtauchgerät. In Verbindung mit Schwimmflossen wurde so eine dreidimensionale Fortbewegungsweise möglich. Er begründete das Schwimmtauchen und legte damit den Grundstein für das moderne Forschungstauchen und den Tauchtourismus. Hass setzte das neue Tauchgerät erstmals 1942 während seiner Expedition nach Griechenland ein.
Filmplakate zu Hans und Lotte Hass - Quelle: Internet
 Es wurde ab 1948 von Dräger unter der Bezeichnung „Kleintauchgerät Modell 138“ serienmäßig produziert und arbeitete auf Sauerstoff-Basis. Wegen der bauartbedingten Risiken versuchte Hass bereits 1944, es für die Verwendung mit Heliox umzurüsten. Die Versuche blieben jedoch in der Prototypphase stecken.
Quelle: Internet © Hans Hass Quelle: Internet © Hans Hass
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Verschiedene Titelseiten zu Hans und Lotte Hass - Quelle: Internet
Eine weitere Expedition führte ihn 1942, ein Jahr nach der Besetzung Griechenlands, in die Ägäis zur Pilion-Halbinsel, zu den Nördlichen Sporaden und nach Santorin. Mit dabei war erstmals auch Alfons Hochhauser, der als Ortskundiger, Dolmetscher und Fischerei-Experte unentbehrlich war.
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Hans Hass - Quelle: Internet © Hans Hass
1942 gründete Hass in Berlin den Verein „Expedition für biologische Meereskunde“, der ebenfalls steuerbegünstigt war. Nach Kriegsende versuchte Hass zunächst, in Österreich ein ähnlich günstiges Abkommen mit den dortigen Finanzbehörden zu schließen, hatte aber keinen Erfolg.
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Hans Hass beim Tauchen - Quelle: Internet © Hans Hass
Im Februar 1944 promovierte er an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität im Fach Zoologie mit einer Dissertation über die zu den Moostierchen gehörenden Neptunschleier (Reteporidae beziehungsweise Phidoloporidae). Bis Kriegsende widmete er sich vorwiegend der Fertigstellung seines letzten Expeditionsfilms. Eines seiner Hauptanliegen war, den Menschen die Angst vor Haien zu nehmen, denn sie verwehrte den ungezwungenen Zugang zur Unterwasserwelt.
Hans Hass und Irenäus Eibl-Eibesfeldt.
© Irenäus Eibl-Eibesfeldt - Privatarchiv Eibl-Eibesfeldt
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sein Forschungsschiff durch Beschlagnahme verloren; er wandte sich der Anthropologie und Evolutionsbiologie zu. 1947 wurde sein Film „Menschen unter Haien“, der bereits 1942 als Ufa-Kulturfilm begonnen worden war, in Zürich uraufgeführt. Es folgten Verträge mit Herzog-Film (München) sowie Sascha-Film (Wien) und – nach zwei Expeditionen zum Roten Meer – zwei „Xarifa“-Expeditionen gemeinsam mit dem Biologen Irenäus Eibl-Eibesfeldt.
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Das Forschungsschiff „Xarifa“ - Quelle: Internet © Hans Hass
Als Hans Hass im Sommer 1947 für sein Büro in Wien eine Sekretärin suchte, bewarb sich Lotte Baierl erfolgreich für die Stelle. Sie hatte gerade ihre Matura bestanden und war ein großer Fan von Hass. Lotte lernte neben ihrer Büroarbeit den Umgang mit Tauchgeräten und Unterwasserkameras, denn sie hoffte, an der nächsten Expedition von Hass teilnehmen zu dürfen. Dafür trainierte sie in Schwimmbädern, tauchte und fotografierte in den Seen rund um Wien.
Hans und Lotte Hass bei Unterwasseraufnahmen 1957.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Unterstützt und angelernt wurde sie dabei von Kurt Schaefer, dem Assistenten von Hans Hass. Hans Hass war generell gegen die Teilnahme einer Frau an seinen Expeditionen. Die Teilnahme von Lotte Baierl wurde aber schließlich doch möglich, als die Wiener Sascha-Filmgesellschaft darauf bestand, dass Hass seinen nächsten Dokumentarfilm durch eine hübsche weibliche Hauptdarstellerin für ein größeres Publikum attraktiver machen solle.
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Lotte Hass © - Quelle: Internet Hans Hass
Die Wahl fiel auf Lotte Baierl. Die mehrmonatige Expedition 1950 an das Rote Meer war sehr mühsam, aber erfolgreich. Hass konnte erstmals Mantas und Walhaie filmen. Lotte Baierl betätigte sich dort als Unterwasser-Fotografin und Unterwasser-Model. Zur Freude des Publikums trug sie im Film stets besonders textilarme Bademodekreationen. 1970 publizierte sie ihre Erlebnisse während der Expedition an das Rote Meer in ihrem Buch „Ein Mädchen auf dem Meeresgrund“.
Quelle: Internet © Hans Hass
Hans und Lotte Hass, am Barriereriff testeten sie verschiedene Fotoapparate.
Quelle: Internet © Hans Hass
Anfang November 1950, auf dem Rückflug von Port Sudan nach Wien, verlobten sich Hans Hass und Lotte Baierl. Die Ehe von Hass mit seiner ersten Ehefrau, der Schauspielerin Hannelore Schroth, war im April 1950 geschieden worden. Die zivilrechtliche Trauung von Hans Hass und Lotte fand am 29. November 1950 in Küsnacht am Zürichsee statt. Die kirchliche Hochzeit erfolgte im Februar 1963 in der Augustinerkirche im Wiener Stadtzentrum.
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Hans und Lotte Hass 1951.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Hans Hass verlagerte 1950 seinen Wohnort nach Liechtenstein und gründete in Vaduz am 29. November 1950 sein „Internationales Institut für Submarine Forschung (IISF)“. 1950 experimentierte Hass vor Port Sudan und auch während seiner ersten Xarifa-Expedition 1953/54 mit elektromagnetischen Signalen zum Steuern von Fischschwärmen und zur Abwehr von Haien. Er meldete weltweit Patente an und gründete zur Vermarktung seiner Ideen 1953 das Unternehmen „Elektro-Marina“.
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Titelbild zu "Vorstoß in die Tiefe" Esso Sammelalbum 1971 - Quelle: Internet
 Seine Versuche mit der neuen Methode blieben aufgrund verschiedener technischer Probleme jedoch erfolglos, sodass Hass den Patentschutz auslaufen ließ und das Unternehmen auflöste. 1963 bestätigten Versuche von Donald Nelson und Samuel H. Gruber von der University of Miami jedoch das Konzept von Hans Hass.
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Hans Hass bei Dreharbeiten zu "Pirsch unter Wasser" 1939.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Leseprobe aus: "Hans Hass - Erster in allen Meeren"
Aus der Pionierzeit des Forschungs- und Sporttauchens von Michael Jung
Die erste Xarifa-Expedition: Elf Tage nach Abfahrt von London erreichte die Xarifa bei ruhigem Meer am 9. September 1953 die Azoreninsel San Miguel und ankerte im Hauptort Ponta Delgada. San Miguel ist die größte und reichste der neun Azoreninseln und wie ihre Schwesterninseln vulkanischen Ursprungs. Ein junger, englischer Zoologe, Robert Clarke, war im Vorjahr auf den Azoren gewesen und hatte den August als besten Monat zur Beobachtung der Pottwale bezeichnet. Diesen Termin hatte Hass leider nicht einhalten können, doch hoffte er auch noch jetzt, im September, auf gutes Wetter und ein Zusammentreffen mit den Meeressäugern.
Quelle: Internet © Hans Hass
Der Dreimastaschoner "Xarifa" startete 1953 von Hamburg aus zu einer
mehrmonatigen Expedition in die Karibik und zu den Galapagos-Inseln.
Quelle: www.br.de/radio/bayern2/kultur/radiotexte/irenaeus-eibl-eibelsfeldt
Sobald alle Formalitäten in Ponta Delgada erledigt waren, erkundigte sich Hass nach den Brüdern Pedro und Vicente Cymbron Borges de Sousa, die den Walfang auf der Insel leiteten. Clark hatte bei ihnen Unterstützung gefunden, und auch Hass wurde von ihnen freundlich aufgenommen. Auf San Miguel ging damals noch der Walfang wie vor dreihundert Jahren vor sich. Auf beiden Seiten der Insel lag eine Flotte von Fangbooten ein­satzbereit. Von Aussichtsposten, die auf erhöhten Punkten auf der Insel verteilt sind, werden die Wale, die in zehn bis fünfzehn Meilen Entfernung von der Küste vorbeiziehen, gesichtet.
Quelle: Internet © Hans Hass
Hans Hass beim Filmen eines Rochen zu "Menschen unter Haien" 1942.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Hans Hass richtete einen Meldedienst zur Xarifa ein, um sofort die Nachricht zu erhalten, wenn Wale gesichtet werden. Gleichzeitig bereitete er mit Jimmy Hodges alles für die Unterwasseraufnahmen vor. Den ersten Versuch, zwischen den Pottwalen zu schwimmen, wollten sie alleine unternehmen. Später, wenn es sich als nicht ganz so gefährlich herausstellte, sollte, Lotte hinzukommen.
Quelle: Internet © Hans Hass
Hans Hass begegnet dem größten Fisch, einem Walhai.
Quelle: Wild Film History © BBC Natural History Unit Images
Als das Boot von Hass bei dem Wal angelangte, hatte dieser bereits einige Harpunen in seinem Speck und war schon stark am Bluten. Damit hatte Hass nicht gerechnet, denn er hatte sich darauf vorbereitet, einem noch unverletzten Tier in den Weg zu schwimmen; da der Wal jetzt festhing, konnte er sehr gereizt sein. Hass überlegte aber nicht lange, sprang mit seiner Kamera ins Meer und tauchte sofort ab. Der 16 Meter lange Wal kam mit den Fangbooten im Schlepp genau in seine Richtung. Hass konnte einige gute Unterwasseraufnahmen anfertigen. Wenige Meter von ihm entfernt zuckte der Wal plötzlich zusammen und änderte sofort seine Richtung: Das Geräusch der Kamera hatte ihn erschreckt! Oft noch dachte Hass später an diese Sekunden zurück, die einen Höhepunkt seines Lebens bedeuteten.
Quelle: Internet © Hans Hass
Hans Hass bei seiner Begegnung mit dem Pottwal zu "Unternehmen Xarifa" 1953.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
 Zum ersten Mal hatten sich Mensch und Wal im freien Wasser begegnet. In den folgenden Tagen filmten sie dann zu dritt, wie diese Raubtiere attackiert und überwältigt wurden. Hans und Lotte Hass und Jimmy Hodges schwammen unter den harpunierten Walen und filmten diese sowie andere, die unverletzt vorbeischwammen. Eine dieser Aufnahmen erschien später auf einer Doppelseite im amerikanischen LIFE-Magazin. Dabei handelte es sich um das erste Dokument dieser Art. Selbst im Todeskampf erwiesen sich die Wale den Menschen im Wasser gegenüber als scheu und wichen ihnen aus, wenn sie ihnen in den Weg kamen. Bei diesen Gelegenheiten konnte Hans Hass auch erstmals das seltsam knarrende Geräusch hören, das die Pottwale von sich geben und womit sie sich wahrscheinlich unter­ein­ander verständigen und ihre Beute finden.
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Hans Hass begegnet einen Hai "Unternehmen Xarifa" 1953.
Quelle: Wild Film History © BBC Natural History Unit Images
Mehrmals schwamm Hass neben den Walen. Sie bluteten schon stark, und mehrere Weißspitzen-Hochseehaie hatten Stücke aus ihrem Speck gerissen. Hass hatte Haie immer als schön empfunden, doch hier lernte er sie als Bestien kennen, die wie wild an den toten Walen rissen. Besonders interessiert war Hass auch hier an dem Verhalten der Pilotfische, die wie dichte Wolken die Haie umkreisten. Ganz im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die Mantas begleiten, meiden diese Pilotfische das Maul der Haie. Das Verhältnis zwischen Hai und Pilotfisch ist ein­seitig, denn nur der Pilot­fisch ist Nutznießer. Er findet in der Nähe der Raub­tiere Schutz, kann sich verbergen und entgeht so geschickt seinen Verfolgern. Nach vier Wochen Aufenthalt auf San Miguel setzte die Xarifa ihre Fahrt fort.
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Hans Hass beim Filmen eines Hais.
Quelle: Wild Film History © BBC Natural History Unit Images
 Ein schwerer Sturm hinter den Azoren zwang das Schiff dazu, seinen Kurs zu ändern und in Richtung der Kanarischen Inseln zu laufen. In Santa Cruz auf Teneriffa sollten vor der Atlantiküberquerung die Treibstoffvor­räte ergänzt werden. Hier verließ Professor Ankel das Schiff, er musste zum Semesterbeginn nach Gießen zurück. Der kurze Aufenthalt wurde von den Wissenschaftlern für einen Besuch des schneegekrönten Pico de Teide genutzt, den bereits Alexander von Humboldt in seinen Schilde­rungen rühmte. Im Oktober 1953 begann die Atlantiküberquerung der Xarifa. Sie musste bis zum dreiundzwanzigsten Breitengrad südlich fahren, um auf den Passat zu treffen, und war bei sehr schwachem Wind und einen heiß laufendem Lager nur sehr langsam vorwärtsgekommen. Während der Fahrt stand die Xarifa durch die Amateurfunkstation, die von dem Arzt Dr. Sommer be­treut wurde, in ständiger Verbindung mit Funkamateuren in Deutschland und in der ganzen Welt.
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Hans und Lotte Hass mit Teammitgliedern an Bord der "Xarifa"  - Quelle: Internet © Hans Hass
Nach zweieinhalb Wochen erreichte die Xarifa am 30. Oktober bei der Urwaldinsel Santa Lucia die Kleinen Antillen, und nachdem die Vorräte ergänzt waren, wurde die venezuelische Inselgruppe Los Roques angesteuert, die Hass schon lange besuchen wollte. Nach einer Woche Tauchtätigkeit in dem doch relativ trüben Wasser vor den Los Roques-Inseln beschloss Hass, die Arbeiten bei der Insel Bonaire fortzusetzen, deren klares Gewässer und großen Fischreichtum er bereits kennengelernt hatte. Auf dem Weg dorthin wurde die Gelegenheit noch zu einem Besuch von La Guaria im nahen Venezuela und der modernen, 1000 Meter hoch gelegenen Hauptstadt Caracas genutzt. Fast vierzehn Jahre waren seit seinem ersten Besuch auf Bonaire vergan­gen, und doch fand Hass überall noch bekannte Gesichter.
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Hans und Lotte Hass mit Teammitgliedern an Bord der "Xarifa"  - Quelle: Internet © Hans Hass
Als ersten Liegeplatz der Xarifa wurde die reizende und verträumte Boca Slaagbay im äußersten Norden der Insel gewählt. Da bereits auf Los Roques alle Teilnehmer mehr oder weniger mit den Tauchgeräten vertraut gemacht worden waren, konnte nun in der Slaagbay die ökologische Arbeit ohne Zögern beginnen. Hass bemühte sich hier auch, die ersten Szenen seines Spielfilms zu drehen. Da es ein Farbfilm werden sollte - der erste Technicolorfilm deut­scher Produktion - wurden starke Scheinwerfer benötigt, die die ganze Farbenpracht der Korallenriffe sichtbar werden ließen. Hans Hass hatte an Bord der Xarifa zwei dreißig Kilowatt starke Stromgeneratoren installieren lassen, die eine Anzahl von Unterwasserscheinwerfern versorgten. Von den Generatoren gingen ein 300 und ein 500 Meter langes Stromkabel ab, die auch zu einer Länge von 800 Meter aneinandergeschlossen werden konnten.
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Dreharbeiten zu "Unternehmen Xarifa" 1953.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Diese langen Stromkabel mündeten in zwei Schaltkästen, die sich auf den beiden Beibooten befanden, und von denen weitere je 120 Meter lange Kabel zu den Scheinwerfern abzweigten. Die Taucher hatten also von den Beibooten aus einen weiteren Aktions­radius von 120 Metern. Als Unterwasserscheinwerfer verwendete Hans Hass Zwei- und Fünf-Kilowatt-Scheinwerfer, die bis 100 Meter Tiefe druck­fest waren und von einem einzigen Taucher bewegt werden konnten. Trotz der hohen Leistung der Fünf-Kilowatt-Scheinwerfer genügte ihr Licht bei Farbauf­nahmen nur für eine Entfernung von höchstens drei Metern.
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Dreharbeiten zu "Unternehmen Xarifa" 1953.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Diese Arbeiten mit den Scheinwerfern stellten ein großes organisatorisches Problem dar. Lag die Xarifa vor Anker, wurde das Beiboot ausgesetzt, auf dem sich die Lampen und der Schaltkasten befanden. Während das Boot nun mit Motorkraft zu der gewünschten Stelle fuhr, ließen die Matrosen das schwere Hauptkabel auslaufen und versahen es mit Glasbojen. War das Beiboot am Standort angekommen, gingen die Taucher mit den Scheinwerfern unter Wasser. Da unten die Wasserströmung und oben der Wind an den langen Kabeln zerrte, war es oftmals sehr schwer, die Scheinwerfer ruhig zu halten.
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Dreharbeiten zu "Unternehmen Xarifa" 1953.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Für die Filmarbeit setzte Hass vorwiegend 16-mm-Arriflex- und Bolex-Filmkameras ein, aber auch 35mm-Normalfilmkameras. Für seine Arriflexkamera hatte er sich in Wien bei Ingenieur Hornicek eine wasserdichte Hülle anfertigen lassen, bei der die Schärfeverstellung und der Objektivwechsel durch ein elektrisches Übertragungssystem möglich waren. Jimmy Hodges hatte zwei von ihm entworfene „Vinten-Hodges“-Normalfilmkameras mitgebracht, die hier einer harten Prüfung unterzogen wurden und sich dabei auf das Beste bewährten.
Filmplakat  zu "Unternehmen Xarifa" 1953 - Quelle: Internet
Auch bei diesem Film war Lotte gleichzeitig Unterwassermodell und Hauptdarsteller, und Hans Hass filmte lange Szenen, wie sie graziös durch das Riff schwamm oder bei Korallenstöcken verweilte und sie betrachtete. Sie half bei der gesamten Organisation des Films tatkräftig mit, brachte viele eigene Ideen ein und war gleichzeitig auch das Zentrum der Filmhandlung. Die tapfere und mutige Ehefrau von Hans Hass machte alle Taucheinsätze mit und überraschte die Männer immer wieder durch ihre Ausdauer und Unerschrockenheit. Sie war es auch, die jedem Picknick am Strande eine besondere Note gab, und die im Übrigen ganz unbemerkt darüber wachte, dass die Männer nicht zu sehr verwilderten.
Text auszugsweise aus: "Hans Hass - Erster in allen Meeren"
Aus der Pionierzeit des Forschungs- und Sporttauchens von Michael Jung

Dies ist das erste autorisierte und umfassende Porträt des bekannten Tauchsportpioniers, Meeres- und Naturforscher Hans Hass. Sein Autor, Michael Jung, zeichnet darin das Leben und Wirken des leidenschaftlichen Forschers, brillanten Denkers und auch draufgängerischen Meeresbiologen. Es ist dies die engagierte und detaillierte Darstellung eines einzigartigen Lebenslaufs.
Das Buch "Hans Hass - Erster in allen Meeren" hier zum Bestellen
Hans und Lotte Hass an Bord der "Xarifa".
Quelle: www.welt.de/Angst-vor-Haien-Man-muss-sie-anschreien
Der Film  „Unternehmen Xarifa“  erschien 1954. Das neue Forschungsschiff „Xarifa“ musste sich teilweise durch Tauchsafaris im Roten Meer und mit Hilfe der BBC finanzieren. Als Kapitän des Schiffes fungierte Johann Diebitsch, der 1957 als Kommandant der „Pamir“ ums Leben kam. Die „Xarifa“ selbst wurde 1960 verkauft.
Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung
Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung
Bücher von Hans und Lotte Hass
Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung
Zwischen 1939 und 2005 wurden von Hans Hass 31 deutschsprachige Erstausgaben publiziert, von diesen Titeln erschienen insgesamt 84 Übersetzungen in 22 Sprachen. Die Titel mit den meisten Übersetzungen sind „Wir kommen aus dem Meer“ von 1957 mit12 verschiedensprachigen Ausgaben und „Drei Jäger auf dem Meeresgrund“ von 1947 mit 11 verschiedensprachige Ausgaben (Hans Hass-Institut / Michael Jung).
Hans Hass bei Filmarbeiten.
Quelle: Wild Film History © BBC Natural History Unit Images
Wolfgang Klausewitz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt benannten 1959 die von ihm bei den Malediven entdeckten Röhrenaale nach ihm und seinem Schiff Xarifa mit Xarifania hassi (die Art wurde mittlerweile in Heteroconger hassi umbenannt). Nach Expeditionen in Ostafrika und Südasien entstanden 1959 erste Fernsehserien, 1961 erstmals auch über Landlebewesen. Es folgte Verhaltensforschung und 1963 bis 1966 die Energontheorie – die Basis seiner folgenden Arbeiten: Kombiniert mit Managementstrategie publizierte Hass 1969 über Gemeinsamkeiten zur Evolution.
Hans und Lotte Hass bei einem Interview der BBC.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
In den Siebzigern behandelte er Umwelt- und Wirtschaftsthemen und erhielt 1977 den Berufstitel „Professor“ – der aber nicht mit einer akademischen Beförderung oder einem Lehrstuhl an der Universität verbunden war. 1983 begannen langjährige Studien und zahlreiche Seminare über Raubtierinstinkte im Beruf. Dabei vereinte Hass Meeresbiologie, Verhaltensforschung und Managementtheorien.
Tauchpioniere und Meeresschützer der ersten Stunde: Lotte und Hans Hass,
beide waren auch Ehrenmitglieder des Haus des Meeres.
Quelle: www.haus-des-meeres.at © Adolf Schatten
 1989 wandte er sich wieder Umweltthemen zu. Hass tauchte im Januar 2005 vor den Malediven, um die Folgen der Tsunamikatastrophe unter Wasser zu untersuchen. Im Januar 2007 nahm er an einer Kreuzfahrt vor Port Sudan teil und unternahm dort ebenfalls einige Tauchgänge.
Hans Hass mit Ehefrau Lotte.
Aus der ORF-Universum-Doku "Der Mann, der das Meer entdeckte" von 1999.
© Österreichische Rundfunk - der.orf.at
Im April 2006 gab Hass seinen Wohnsitz in Liechtenstein auf und lebte seitdem wieder in Wien. Dort verstarb er am 16. Juni 2013 und wurde am 22. Juni 2013 auf dem Hietzinger Friedhof, Gruppe 47, Nr. 31 beerdigt. Seinen Nachlass hatte Hans Hass dem Naturhistorischen Museum Wien vermacht. Lotte Hass verstarb am 14. Jänner 2015 in Wien. Im Sommer und Herbst 2010 wurde ihr Buch "Ein Mädchen auf dem Meeresgrund" unter dem Titel "Das Mädchen auf dem Meeresgrund verfilmt".
© Österreichische Rundfunk / Ali Schafler
Benjamin Sadler, Yvonne Catterfeld, Lotte und Hans Hass.
Aus der ORF-Universum-Doku "Der Mann, der das Meer entdeckte" von 1999.
© Österreichische Rundfunk / Ali Schafler
Es handelt von der Expedition an das Rote Meer 1950. Im Film spielt Yvonne Catterfeld ihre Rolle. Bei einigen Unterwasser-Stuntszenen wurde Catterfeld von Anna von Boetticher gedoubelt. Hans Hass wird von Benjamin Sadler dargestellt. Lotte Hass ist 2000 als erste Europäerin in die „Woman Divers Hall of Fame“ aufgenommen worden, und es schlossen sich seitdem eine Vielzahl weiterer Ehrungen an. Heute gilt Lotte Hass als „First Lady of Diving“, als das „Mädchen auf dem Meeresgrund“ und als Wegbereiterin für die „submarine Gleichstellung“ von Mann und Frau.
Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung
Das Buch "Hans Hass - Aufbruch in eine neue Welt".
Quelle: www.hans-hass.org  © Hans Hass-Institut / Michael Jung
Das letzte Werk des Unterwasser-Pioniers! "Hans Hass - Aufbruch in eine neue Welt" von Hans Hass (Autor), Michael Jung (Autor). 2016 erschien das letzte Werk des Tauchpioniers Hans Hass. Michael Jung, Hass-Biograph und Direktor des Hans-Hass-Instituts, hat das Material aus dem Nachlass des legendären Zoologen, Filmers und Autoren editiert. Spannende Texte und atemberaubende Bilder.
Das Buch "Hans Hass - Aufbruch in eine neue Welt" hier zum Bestellen
Englischsprachiges Plakat  zu "Under the Caribbean (Unternehmen Xarifa)" 1953.
Quelle: Wild Film History © Hans Hass Archiv
Kinofilme:

PIRSCH UNTER WASSER (1940, 16 Min., SW)
MENSCHEN UNTER HAIEN (1942, 84 Min., SW)
ABENTEUER IM ROTEN MEER (1950, 80 Min., SW)
UNTERNEHMEN XARIFA (1953/54, 88 Min.)

Fernsehfilme:
EXPEDITION INS UNBEKANNTE (1958-1962, 26 x 30 Min., SW)
DAS GEHEIMNIS DER CHEVIOT BAY (1971, 59 Min.)
UNSERE REISE MIT KAPITÄN COOK (1971, 59 Min.)
DIE VERZAUBERTEN INSELN (1972, 59 Min.)
DIE TEUFELSINSEL (1972, 59 Min.)
DIE PIRATENINSEL (1972, 59 Min.)
SCHÜSSE IN DER TIEFE (1974, 55 Min.)
DAS WRACK DER TOTEN (1974, 43 Min.)
WIR MENSCHEN (1975/76, 13 x 30 Min.)
WOHNEN IM MEER (1976, 44 Min.)
AUF EIGENEN SPUREN (1977, 2 x 44 Min.)
TAUCHEN NACH GELD (1979, 44 Min.)
DAS MONSTRUM (1980, 44 Min.)
EIN HERR UND EIN HUND (1983, 44 Min.)
KOMM INS MEER! (1983; 3 x 30 Min.)
DAS VERWANDELTE PARADIES (1984, 44 Min.)
MEINE ABENTEUER UND FORSCHUNGEN(1985, 13 x 45 Min.)
 
"Hans und Lotte Hass Haibecken" im Haus des Meeres
Das Bassin fasst 300.000 Liter und beherbergt Haie, Barsche und die Meeresschildkröte "Puppi". Das Bassin trägt den offiziellen Namen "Hans und Lotte Hass Haibecken". Die beiden Namensgeber waren zur Eröffnung erschienen. Tauchpionier Hass lobte die neue Anlage.
Die Meeresschildkröte "Puppi" im "Hans und Lotte Hass Haibecken".
© www.haus-des-meeres.at
Für dieses 2007 eröffnete Aquarium, das sich über zwei Stockwerke erstreckt, wurde sehr viel Beton aus dem Bunker, in dem das Haus des Meeres untergebracht ist, herausgesägt. Es musste z.B. die Geschossdecke eines Stockwerkes teilweise entfernt werden. Sogar ein eigener Schlitz (von Insidern auf Grund der Aquariumskosten "Sparschweinschlitz" genannt) mit über 6m Höhe und einem knappen Meter Breite wurde in die 2,5m dicke Außenwand geschnitten. Er war unbedingt notwendig um die langen Stahlträger und die Glasscheiben überhaupt ins Gebäudeinnere bringen zu können. Die neun Sichtscheiben mit einer Höhe von über 5,5m sind zwischen 8 und 12 cm dick und wiegen über 13,8t. Als Unterkonstruktion verarbeitete man 75t Stahl. Dieses Aquarium, das größte Österreichs, ist den österreichischen Tauchpionieren, Herrn Prof. Dr. Hans Hass und seiner Frau Lotte, in Anerkennung ihres großartigen Lebenswerkes gewidmet. Ihr Verdienst ist es letztendlich, dass Haie heute nicht mehr als Menschen mordende Bestien betrachtet werden, sondern als ökologisch wichtiger Teil der Ozeane. In diesem Becken leben nun neben vielen größeren und kleineren Fischarten Schwarz- und Weißpitzenhaie, sowie ein Bambushai.
Hans-Hass-Preis für WWF Meeresschutz:
Das Wiener Haus des Meeres honoriert und unterstützt jedes Jahr Arbeiten österreichischer WissenschafterInnen, die sich Aspekten des Meeresschutzes widmen. Neben dem WWF wird auch Prof. Dr. Michael Stachowitsch von der Universität Wien für sein Meeresschildkröten-Projekt mit dem Preis bedacht.
Wien, 23.11.2016 - "Fischkonsum mit gutem Gewissen ist möglich! Entscheidet man sich beim Kauf für zertifiziert nachhaltige Produkte, tut man Mensch und Natur Gutes." Diese Botschaft trägt der WWF im europaweiten Fish Forward Projekt in die Köpfe von über 300 Millionen BürgerInnen. Das Haus des Meeres unterstützt dies mit der Verleihung des Hans-und-Lotte-Hass-Preises. "Fisch sichert Einkommen und Nahrung von über 800 Millionen Menschen weltweit. Jeder von uns kann entscheidend dazu beitragen, die kostbaren Meeresressourcen zu erhalten – das wollen wir so vielen Konsumenten wie möglich vermitteln. Ein herzliches Danke an das Haus des Meeres, dass es dieses Anliegen und unsere Arbeit unterstützt", freut sich Georg Scattolin, Programm-Leiter International des WWF Österreich.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Hans_Hass" der
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Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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