Der Heinrichhof
Ein Ringstraßen-Nobel-Zinshaus von Theophil von Hansen
Opernring 1-5, 1010 Wien
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Heinrichhof (auch Heinrichshof) am Opernring; 1939.
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Der Heinrichshof (eigentlich Heinrichhof) war ein Wiener Ringstraßengebäude (1, Opernring 1-5, Operngasse 3, Elisabethstraße 2-6, Kärntner Straße 42), das im Jahr 1945 bei alliierten Bombenangriffen teilweise zerstört und nach längeren Diskussionen um einen möglichen Wiederaufbau in den 1950er Jahren abgerissen wurde.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. in Wien. Die Kutsche des Kaisers vor dem
Heinrichhof, rechts und links ein dichtes Spalier an Menschen. ;1896.
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Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Durchblick von Südsüdwesten gegen den Heinrichhof.
Im Hintergrund die Oper und der Philipphof; um 1930.
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Der Heinrichshof wurde vom Wiener Ziegelindustriellen Heinrich von Drasche-Wartinberg als Nobel-Zinshaus in Auftrag gegeben und 1861 bis 1863 errichtet.
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Der Heinrichhof in Wien, von Theoph. Hansen. Allgemeine Bauzeitung - 1867.
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Als Architekt fungierte Theophil von Hansen, ein Däne, der noch einige andere bedeutende Bauwerke im Bereich der Ringstraße errichtete – die Börse, das Parlament, das Palais Ephrussi, das Palais Epstein und das Musikvereinsgebäude.
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Heinrichhof in Wien, von Th. Hansen. - Durchschnitt.
Allgemeine Bauzeitung. - Wien, 1866. - (1866), Ill.60
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Auf mehreren, dem Industriellen Heinrich Drasche gehörenden Bauparzellen, die er vom Stadterweiterungsfonds erworben hatte, ließ dieser 1861/1862 nach Plänen von Theophil Hansen drei Mietshäuser mit durchgehender Architektur erbauen.
Der Heinrichhof in Wien, von Theoph. Hansen. - Detail der Façade.
Fresken zwischen den Fenstern der oberen Stockwerke von Carl Rahl.
Allgemeine Bauzeitung - 1867.
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Der Heinrichhof in Wien, von Theoph. Hansen. - Detail der Façade.
Allgemeine Bauzeitung - 1867.
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Der Heinrichhof war der erste von Hansen auf den Stadterweiterungsgründe errichtete Wohnbau. Er war seinem Charakter nach ein Zinshaus, dessen Außenerscheinung aber palastartigen Anspruch erhob, und als solches trat er auch architektonisch mit Palastbauten in Konkurrenz.
Heinrichhof in Wien, von Th. Hansen. - Grundriss Erdgeschoß.
Allgemeine Bauzeitung. - Wien, 1866. - (1866), Ill.59
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Der mächtige, nach allen Seiten freistehende Komplex mit den überhöhten Ecken schloss an eine alte, im Schloßbau entwickelte Hoheitsform, den "Kastelltypus mit vier Ecktürmen" an.
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Der Heinrichhof am Opernring in Wien.
Aquarell in Grau, von Rudolf Bernt, signiert. Vorzeichnung zum "Kronprinzenwerk"
(Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Wien 1886-1902), Bd. Wien, 1886.
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Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Heinrichhof. Bild aus: Wiens Baudenkmale und nächste Umgebung.
Zwanzig Ansichten der Österreichischen Kaiserstadt nach Originalaufnahmen in
Farbholzschnitt ausgeführt von F.W. Bader in Wien; um 1875.
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Die Fresken zwischen den Fenstern der oberen Stockwerke wurden von Carl Rahl gemalt. Der Heinrichshof stand direkt gegenüber der Wiener Staatsoper.
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Heinrichshof vom Opernring aus gesehen; 1906.
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Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pferdefuhrwerk der´Wiener Kristalleis-Fabrik´. vor dem Heinrichhof; 1917.
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 Im Erdgeschoss war das damals bekannte Café Heinrichshof untergebracht. Das mittlere Haus bildete an zwei Seiten (Opernring und Elisabethstraße) einen Risalit und war ein Stockwerk höher.
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Februar 1934. Bundesheer vor dem Café Heinrichhof in Wien.
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Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tag des Großdeutschen Reiches in Wien. Blick auf den geschmückten Brunnen
neben der Staatsoper; im Hintergrund der Heinrichhof; 1938.
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Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Opernring 1-5: Heinrichhof, um 1940
© Stadt Wien - www.wien.gv.at / Bruno Reiffenstein
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichshof. Rückfront gegen die
Kärntnerstraße. ;um 1940.
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Seitenfront mit einer Fensterachse
der Front Elisabethstraße 6. ;1942.
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Mit dem flimmernden Oberflächencharakter steigert Hansen beim Heinrichhof die Möglichkeiten des romantischen Historismus, bändigt sie aber zugleich durch die Dominanz der Großform und schuf damit ein Werk, das deutlich an der Stilwende steht, die vom romantischen zum strengen Historismus wechselt.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Opernring 1-5: Heinrichhof, um 1940.
© Stadt Wien - www.wien.gv.at / Bruno Reiffenstein
 Mit diesem Gebäude schuf Hansen einen für die Entwicklung Wiens bedeutenden Wohnblocktyp, der in der Ringstraßenzone Nachahmung fand: in den Bauten vom Ingenieur- und Gewerbeverein in der Eschenbachgasse in den Ringhäusern gegenüber die Universität (Dr. Karl Lueger-Ring 10-12) in den meisten der Arkadenhäuser im Rathausviertel Hansen selbst hat diesen Typus mit den überhöhten Eckrisaliten in seinem Bau der Akademie der bildenden Künste wiederholt, ebenso an der Börse und beim Gruppenbau Schottenring 20-26 (erbaut von Hansen und Heinrich Förster). Im Heinrichhof wohnten prominente Sänger der Staatsoper, darunter Leo Slezak.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 12.3.1945 brannte der Heinrichhof aus. Außenansicht vom Heinrichhof.
Straße und Straßenbahnschienen sind vollgeräumt mit Mobiliar; 1945.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ruine Heinrichhof 1952.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Während des Zweiten Weltkrieges waren hier einige NS-Dienststellen untergebracht. Bei dem amerikanischen Bombenangriff vom 12. März 1945, der auch an anderen bedeutenden Gebäuden in diesem Stadtbereich wie dem Kunsthistorischen Museum, dem Burgtheater und der Albertina starke Schäden anrichtete, wurden größere Teile des Heinrichshofs zerstört; die Staatsoper und der benachbarte Philipphof brannten ab. Am 27. April 1945 brannten Teile des Gebäudes aus vermuteter Brandstiftung ab.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ruine Heinrichhof 1952.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Größere Teile, etwa der Bereich Elisabethstraße 2 und Teile der Front zur Kärntner Straße (mit rund 20 Mietern) blieben aber – auf Grund der sehr soliden Bausubstanz − weitgehend intakt. Noch im Juli 1949 wurde ein Wiederaufbau des zerstörten Teils des Heinrichshofs angestrebt, innerhalb der Eigentümerfamilie brachen Differenzen bezüglich eines Erhaltes oder Abrisses des Gebäudes aus.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof. Übersicht bei Baubeginn des Opernringhof.
Blick von Oper gegen Elisabethstrasse; 1955.
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Mit Datum 12. August 1949 erging an die Eigentümer (das Gebäude befand sich im Eigentum der Familie Drasche-Wartinberg) ein Bescheid zum Abbruch der beschädigten Gebäudeteile, mit Ausnahme der gassenseitigen Hauptmauern und jener Bauteile, welche zu deren Stützung für notwendig erachtet wurden.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof. Übersicht bei Baubeginn des Opernringhof.
Blick aus Operngasse gegen Opernring; 1955.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof. Übersicht bei Baubeginn des Opernringhof.
Blick vom Hotel Bristol über Opernkreuzung; 1955.
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 Der Teilabbruchauftrag kam man nicht nach; es wurden aber auch keine baulichen Maßnahmen ergriffen, sodass der weitere Verfall der Ruine durch Witterungseinflüsse rasch fortschritt. Der Teilabbruchbescheid von 1949 wurde in eine mit 7.12.51 datierte Aufforderung zum Totalabbruch abgeändert. Mit dem Abbruch wurde 1952 begonnen. Das gesamte Areal war Ende 1954 geräumt.
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Der Opernringhof im Bau:
Ansicht von der Ecke Kärntnerstraße - Bösendorferstraße. Stockwerksaufnahme; 1955.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Glasüberdachung des Abganges Ecke Kärntnerstraße-Opernring (Hotel Bristol),
im Hintergrund der im Bau befindliche Opernringhof (ehemals Heinrichhof); 1956.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Aus denkmalpflegerischer Sicht erschien ein Erhalt des Gebäudes, das als „schönstes Zinshaus von Wien“ galt, wünschenswert, allerdings sprachen die exzellente Lage und die bessere kommerzielle Verwertbarkeit für einen Neubau. Am 3. Juli 1954 erging eine Abbruchbewilligung. Im Jahr 1955 wurde an derselben Stelle nach Plänen der Architekten Carl Appel, Georg Lippert und Alfred Obiditsch der Opernringhof gebaut.
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Opernringhof, Gesamtansicht von schräg links (vom Hotel Bristol); 1958.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heinrichhof © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Opernringhof, Ansicht der Fassade frontal über den Ring.
Nachtaufnahme mit Reflexstudie; um 1960.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Auf dem Areal wurde (nach 1954 erfolgter Gründung der "Opernring-Bau- und Betriebsgesellschaft") nach Plänen von Carl Appel, Georg Lippert und Alfred Obiditsch 1955 der Bau des Opernringhofs begonnen und am 29. Dezember 1956 vollendet.
Text auszugsweise aus:
https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Heinrichhof
 
 
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Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
 
 
 
 
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Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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