Hochwasser 1830
28. Februar - 1. März 1830
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
2.3.1830: Franz Karl, Erzherzog von Österreich, beteiligt sich in der Jägerzeile an der Rettungsaktion. Kolorierter Stich (Mischtechnik) nach eigener Zeichnung von Eduard Gurk.
Legende: "LEOPOLDSTADT JÄGERZEIL am 2. MÄRZ. / DENKMAHL EDLER HOCHHERZIGER GESINNUNGEN UND HANDLUNGEN / IN DEN TAGEN DER GEFAHRVOLLEN ÜBERSCHWEMMUNG VOM I. MÄRZ 1830 IN WIEN."
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 In kalten Wintern bildete sich Treibeis in Platten, welche sich, wenn die Donau zufror, an Untiefen und Flussgabelungen stauten und meterhoch übereinandergeschoben wurden. Bei plötzlich eintretendem Hochwasser wurden die Eismassen ausgehoben und trieben bis zum nächsten Hindernis.
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Wiener Hochwasser 1830, Leopoldau am Morgen des 4. März.
Kolorierte Radierung und Aquatinta von Eduard Gurk. ;1830
Eduard Gurks Serie "Denkmal edler hochherziger Gesinnungen und Handlungen"
thematisiert - durchaus im Sinne moderner PR - die karitative Haltung des
Kaiserhauses gegenüber den Opfern der Naturkatastrophe.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaiser Franz II./I. besichtigt den Schaden der Überschwemmung
in der Rossau/Schmidtgasse im März 1830.
Kolorierte Radierung und Aquatinta von Eduard Gurk. ;1830
Eduard Gurks Serie "Denkmal edler hochherziger Gesinnungen und Handlungen"
thematisiert - durchaus im Sinne moderner PR - die karitative Haltung des
Kaiserhauses gegenüber den Opfern der Naturkatastrophe.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Gerinne wurden verstopft, und das Wasser ergoss sich mit großer Geschwindigkeit ins Umland; die tiefergelegenen Vorstädte (insbesondere Leopoldstadt, Roßau, Weißgerber) wurden überschwemmt. Ein Sinken des Wasserspiegels zeigte den Bewohnern an, dass sich die Eisbarriere löste ("der Eisstoß ging").
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Hochwasser 1830
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Wiener Hochwasser 1830 - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Illustrierte Kronen Zeitung vom 13. Juli 1935.
Aus der Ausstellung "Unsere Donau": Überschwemmung der Jägerzeile 1830.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Vor allem die Gebiete der heutigen Wiener Bezirke Leopoldstadt und Brigittenau litten immer wieder unter Überschwemmungen. Das besonders heftige Hochwasser im Winter 1830 hat der Dichter Franz Grillparzer in seiner Novelle "Der arme Spielmann" thematisiert.
Augarten - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Hochwassermarke von 1830 im Augarten.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Harald Hubich
Als damals ein Damm aus Eisschollen, der das Wasser oberhalb von Wien auf der Höhe von Stadlau aufgestaut hatte, brach, ergoss sich eine eiskalte Flutwelle über die Stadt, richtete verheerende Schäden an und kostete nur in der Leopoldstadt 70 Menschen das Leben. Eine Markierung des Wasserstandes von 1830 findet sich an der Innenseite des Augarten-Haupttors.
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Blick auf die unregulierte Donau im Bereich der Brigittenau.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Das kalte Donauwasser ergoss sich binnen Minuten in die Leopoldstadt. Auch das Lichtenthal wurde überflutet, wovon eine Hochwassermarke an der Kirche zeugt. Die Wienerwaldbäche inklusive des Wienflusses konnten nicht mehr abfließen und traten ebenfalls über die Ufer. Die Donau erreichte bei der Ferdinandbrücke einen Wasserstand von 6,95 Metern und große Teile des Stadtgebiets standen tagelang unter Wasser.
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiener Hochwasser 1830; Rossau/Schmidtgasse (Bildausschnitt).
Kolorierte Radierung und Aquatinta von Eduard Gurk. ;1830
Eduard Gurks Serie "Denkmal edler hochherziger Gesinnungen und Handlungen"
thematisiert - durchaus im Sinne moderner PR - die karitative Haltung des
Kaiserhauses gegenüber den Opfern der Naturkatastrophe.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Durch das plötzliche Auftreten der Überflutung und wohl auch aufgrund der eisigen Temperaturen kamen dabei 74 Menschen ums Leben. Weitaus schlimmer traf die Stadt jedoch die im Anschluss auftretenden Cholera, die durch die überfluteten Senkgruben und das dadurch verseuchte Grundwasser ausgelöst wurde. Die folgende Choleraepidemie forderte über 2.000 Tote.
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiener Hochwasser 1830; Jägerzeile (Bildausschnitt).
Kolorierte Radierung und Aquatinta von Eduard Gurk. ;1830
Eduard Gurks Serie "Denkmal edler hochherziger Gesinnungen und Handlungen"
thematisiert - durchaus im Sinne moderner PR - die karitative Haltung des
Kaiserhauses gegenüber den Opfern der Naturkatastrophe.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dieses und das nächste große Donauhochwasser 1862 gaben den Anstoß zur Donauregulierung. Es war das letzte durch einen Eisstoß ausgelöste Donauhochwasser. Der Bau der so genannten Cholerakanäle wurde als Gegenmaßnahme nach der Choleraepidemie 1831/1832 in Angriff genommen.
Das Wiener Hochwasser 1830 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiener Hochwasser 1830; Jägerzeile (Bildausschnitt).
Kolorierte Radierung und Aquatinta von Eduard Gurk. ;1830
Eduard Gurks Serie "Denkmal edler hochherziger Gesinnungen und Handlungen"
thematisiert - durchaus im Sinne moderner PR - die karitative Haltung des
Kaiserhauses gegenüber den Opfern der Naturkatastrophe.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Sie hatten die Aufgabe, die bis dahin aus den Vorstädten unmittelbar in den Wienfluss gelangenden Abwässer aufzunehmen und gesammelt dem Donaukanal zuzuleiten. Mit ihrem Bau wurde gleichzeitig (als willkommene Begleiterscheinung) die Arbeitslosigkeit bekämpft. 1831-1834 wurde der rechte Sammelkanal gebaut, anschließend der linke.
Cholerkanalbaustelle  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaiser Franz I. besucht die Cholerakanalbaustelle.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Eine endgültige Lösung wurde allerdings nicht erzielt, weil sich die Sammelkanäle bei größeren Niederschlägen weiterhin in den Wienfluss entlasteten. Erst der Bau der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung beziehungsweise der Ersten Hochquellenwasserleitung (die die Hausbrunnen überflüssig machte) und die Wienflussregulierung im Zuge des Baues der Stadtbahn wirkten der Seuche entgegen.
Text auszugsweise aus
www.wien.gv.at/wiki/Hochwasser_1830
 
 
 
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.

steinedererinnerung.net

 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
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Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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