Die Hofburg
Kaiserappartements - Sisi Museum - Silberkammer
Hofburg - Michaelerkuppel, 1010 Wien
Hofburg - © PixAchi - Fotolia.com
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Die Hofburg war ursprünglich tatsächlich eine mittelalterliche Burg, an die heute nur noch die Burgkapelle erinnert. Mit der Zunahme der Macht der Habsburger und der Vergrößerung ihres Herrschafts- gebietes wurde sie zur prachtvollen Residenz ausgebaut. Somit sind archetektonisch so gut wie alle Stilrichtungen von der Gotik bis zum Jugendstil vertreten. Von der mittelalterlichen, unter Böhmenkönig Ottokar II. begonnenen Burg ist heute nur die gotische Apsis der Burgkapelle erhalten.
Hofburg - © Digitalpress - Fotolia.com
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Im 16. Jh. entstanden die Stallburg (heute die Stallungen der Lipizzaner der Spanischen Reitschule) und der Amalientrakt (Apartments der Kaiserin Elisabeth als Teil der Schauräume zugänglich); im 17. Jh. der Leopoldinische Trakt (seit 1947 Amtsräume des Bundespräsidenten).
Hofburg (Erdgeschoß)
"Wiedergabe der Bauideen zum Umbaue der Hofburg in der Zeit von 1705-1740":
Grundriss der gesamten Hofburg mit eigenhändiger Beschreibung
von Joh(ann) Aman ;vor 1740
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Hofburg - Pläne: Entwurf zum Umbau der Hofburg von
Ludwig Gabriel von Remy (1776-1851). 1815. Blatt A: "Ansicht der Facade
gegen den Michaeler Platz nach Fischer von Erlach copiert nach einem Kupferstich
zur Vergleichung mit der neu projectierten."
Kolorierte Handzeichnung. Remy, Ludwig Gabriel von
Wien: Hofburg: Pläne: Entwurf zum Umbau der Hofburg mit Neubauten des Burgtheaters, des Traktes gegen die Vorstädte, und eines Kuppelsaales, von Ludwig Gabriel von Remy (1776-1851). 1815. Blatt A: "Ansicht der Facade gegen den Michaeler Platz nach Fischer von Erlach copiert nach einem Kupferstich zur Vergleichung mit der neu projectierten." Kolorierte Handzeichnung. ;1815
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im 18. Jh. der Reichskanzleitrakt (nach den Entwürfen der großen Barockbaumeister Lukas von Hildebrandt undJoseph Emanuel Fischer von Erlach; heute Schauräume mit Kaiser-Apartments sowie Hofsilber- und Tafelkammer), die Hofbibliothek (heute Nationalbibliothek) und die Winterreitschule (Vorführungen der Spanischen Reitschule.
Hofburg - Reichskanzleitrakt: südöstliches Seitenportal mit Herkulesgruppen
von Lorenzo Matielli (1728/29);
hinter dem Durchblick die unvollendete Kuppelrotunde. ;um 1874
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Im 19. Jh. folgten - zum Teil auf dem Areal des abgerissenen alten Burgtheaters - der Michaelertrakt (nach einem veränderten Entwurf Fischer von Erlachs)und um die Wende zum 20. Jh. die Neue Burg (heute Dependancen des Kunsthistorischen Museums und der Nationalbibliothek).
Hofburg - Flugbild des Kernkomplexes der Hofburg
(Alte und Neue Burg) von Westen. ;um 1930
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gegenüber der Ringstraße wird der Heldenplatz nur vom Äußeren Burgtor (1821-24 errichtet) begrenzt und läuft auf einer Seite in den Volksgarten aus. In der Hofburg befinden sich heute der Amtssitz des Bundespräsidenten, ein bedeutendes Kongresszentrum, die Auftrittsorte der Wiener Sängerknaben und der Lipizzaner der Spanischen Reitschule sowie öffentlich zugängliche Sammlungen und Schauräume: die Silberkammer und die Kaiserappartements.
Hofburg - Österreichische Lichtbildstelle ;Panorama von Nordwesten
über die Alte und Neue Burg, aufgenommen von der Minoritenkirche. ;um 1933
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 In der Neuen Burg, dem jüngsten und monumentalsten Bauteil der Hofburg (1881 bis 1913), befinden sich das Museum für Völkerkunde und Dependancen des Kunsthistorischen Museums: Ephesosmuseum mit Kunstwerken aus dem antiken Kleinasien, die Hofjagd- und Rüstkammer (zweitgrößte der Welt) und die Sammlung alter Musikinstrumente.
Hofburg - Michaelertrakt: "Die sogenannte Rondelle".
Aquarell (knapp vor 1858).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das neue äußere Burgtor
Burgtor - © Erhard Gaube - www.gaube.at
© Erhard Gaube - www.gaube.at
18.Oktober. An einem Jahrestag der „Völkerschlacht“ bei Leipzig wird das neue Äußere Burgtor eröffnet. Es wurde von dem Schweizer Architekten Peter Nobile vollendet, der seit 1818 in Wien wirkt. Von ihm stammt auch der Theseustempel im Volksgarten (?1823). Das Tor schließt den neugestalteten äußeren Burgplatz (heute Heldenplatz) ab.
Äußeres Burgtor - Durchblick vom Heldenplatz auf das Maria-Theresia-Denkmal.
Spaziergänger und Kutschen beim Passieren. Karl Möhsl; um 1900
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mit dem Motto „Iustitia regnorum fundamentum“ versehen, ist es mit fünf Durchfahrten ausgestattet, die bewusst gleichgestaltet worden sind: „Die äußersten Thore, nur von dem Fußvolk betreten, führen gleich dem mittleren zum nämlichen Ziele“, heißt es in einer zeitgenössischen Flugschrift zum Burgtor. Ein Vierteljahrhundert noch markiert das Äußere Burgtor die Stadtgrenze.
Burgkapelle
Kapellenhof: Stockwerksaufnahme. Achsialer Durchblick von einem Standort
über dem Durchgang Schweizerhof - Josefsplatz gegen oberen Geschoße.
Rechts im Bild der Chor der Burgkapelle. ;1938 - 1940
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unter Kaiser Friedrich III. wurde die Burgkapelle von 1447 bis 1449 in gotischem Stil erbaut, später aber barock verändert. An Sonntagen und kirchlichen Feiertagen finden hier Messen statt, zu denen die Hofmusikkapelle - bestehend aus einem Chor der Wiener Sängerknaben sowie Mitgliedern des Staatsopernchores und -orchesters - Werke alter und neuer Meister aufführt.
Burgkapelle. Blick von links aus der Apsis gegen die Orgelempore. ;1961-02
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Leopoldinischer Trakt
Die Geschichte
Hofburg, Leopoldinischer Trakt
Bild: Hofburg, Leopoldinischer Trakt
Als Leopold I. im Jahr 1657 die Regentschaft der habsburgischen Länder antrat, wurde die Initiative ergriffen, an die Hofburg einen weiteren geräumigen und repräsentativen Trankt anzubauen, der die Alte Burg mit dem Amalientrakt verbinden sollte. 1660 lagen die Pläne der Baumeister Burnacini und Lucchese vor und sechs Jahre später war der Bau fertig gestellt. Der erste Aufenthalt des Kaisers in diesen Räumen war allerdings nur von kurzer Dauer, denn im Jahr 1668 brannte der Palast bis auf die Mauern nieder – ein Ereignis, das übrigens zum Anlass genommen wurde, die Juden der Brandstiftung zu verdächtigen und sie wieder einmal aus Wien zu verbannen.

Unverzüglich wurde die Restaurierung in Angriff genommen, binnen zwei Jahren konnte die kaiserliche Familie wieder einziehen und 1681 wurden die Arbeiten dann endgültig abgeschlossen. Gleichzeitig wurden die nahe liegenden Befestigungen an der Bastei zur heutigen Ringstraße verstärkt. Zwei Generationen später wählte Maria Theresia den leopoldinischen Flügel zu ihrem Stadtwohnsitz und ließ ihn dafür gründlich adaptieren. In der Beletage wurden die Fenster vergrößert, Stiegenhäuser wurden erweitert und auf dem heutigen Heldenplatz eine Rampe bis in das zweite Wohngeschoß angebaut, die für den Wagen der Monarchin eine unbeschwerliche Vorfahrt ermöglichte. Am oberen Ende dieser kleinen gekurvten Straße wurde ein Eingangsbau an das Haus angefügt, die „Bellaria“, nach der noch heute der gegenüberliegende Teil der Ringstraße mit seinen Bauten benannt ist. Das Innere des großzügig mit zwei parallelen Zimmertrakten angelegten Leopoldinischen Trakts wurde prächtig ausgestattet, vor allem die geradezu unendlich anmutenden Raumperspektiven und die riesigen Keramiköfen fallen auch heute noch sofort ins Auge. Was der Besucher nicht sieht, ist der teilweise noch immer zwischen den beiden Zimmerfluchten verlaufende Heizgang, durch den pro Heizperiode tausende Kubikmeter Hartholzscheiter gebracht werden mussten. Die bei der damaligen Renovierung gewählten Bezeichnungen der Räume des maria-theresianischen Appartements sind übrigens noch bis heute in Gebrauch. Nach Maria Theresia bewohnte ihr Sohn Joseph II. die Räume, dann dienten sie mehr als 40 Jahre anderen Zwecken, bis 1835 wieder ein Kaiser, nämlich Ferdinand, dort seine Wohnung nahm. Kaiser Franz Joseph und der letzte Habsburgermonarch Karl wohnten nicht mehr im Leopoldinischen Trakt. In dieser Zeit, der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach der Schleifung des an die Hofburg anschließenden Walls, der Löwelbastei und des Paradeisgartels wurde schließlich als letzte tief greifende Änderung der Bausubstanz der heutige Eingangsbau am Ballhausplatz angefügt. Eine letzte substantielle innere Umgestaltung erfolgte 1946, als der Leopoldinische Trakt der Hofburg die Präsidentschaftskanzlei, den Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten, aufnahm, der zuvor im Gebäude des heutigen Bundeskanzleramtes amtiert hatte.
Das Haus
Pietra-Dura-Zimmer
Bild: Pietra-Dura-Zimmer
Heute betritt man die Präsidentschaftskanzlei – und damit den im zweiten Stock liegenden Kern des Leopoldinischen Traktes der Hofburg – vom Ballhausplatz aus über die Adlerstiege, die uns, oben angelangt, zunächst in einen Vorraum, das Erste Bellariazimmer, führt. Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Bilder in diesem Raum zeigen Erzherzog Ferdinand II. von Tirol und die Gattin des ersten Bauherrn, Margareta Theresia von Spanien. Mit diesem Salon beginnt eine lange Zimmerflucht, die an sich sogar über die Präsidentschaftskanzlei hinaus in den Zeremoniensaal und den großen Ballsaal der Neuen Burg führt.

Das Zweite Bellariazimmer zeigt Pastellbilder des Schweizer Malers Jean Etienne Liotard, darunter ein wichtiges privates Porträt Maria Theresias in einem schlichten Alltagskleid, und ein Bild ihres Ehemannes Kaiser Franz I. Zwei Schränke stammen aus der Zeit der Originalausstattung. Nun folgt das Rosenzimmer mit der „kaiserlichen Vorstellungsuhr“, ein Geschenk ihres Schwagers an Maria Theresia zum zehnjährigen Thronjubiläum. Die Uhr ist eine der bedeutendsten Prunkuhren der Barockzeit, 50 kg Silber wurden verarbeitet, um der szenischen „Vorstellung“ – einer vom Uhrwerk bewegten Huldigungsprozession an das Kaiserpaar – den adäquaten Rahmen zu geben. An der allegorischen Szene ist besonders bemerkenswert, dass der kurzfristig erscheinende düstere Dämon angeblich (und durchaus nachvollziehbar) die Züge des Preußenkönigs Friedrich II. trägt, den Maria Theresia als ihren gefährlichsten politischen Gegner betrachten musste. Die Rechnung des Darmstädter Uhrmachers Knaus soll übrigens auf 80.000 Gulden gelautet haben.

Das sehr verspielt wirkende Pietra-Dura-Zimmer beeindruckt durch eine Unzahl von kleinen Bildern aus farbigen Halbedelsteinen, einer in Florenz entwickelten Kunstgattung des Barock, die hier ihre wahrscheinlich weltweit größte geschlossene Sammlung findet. Die Bilder wurden zwischen 1737 und 1767 von Florentiner Künstlern im Auftrag von Kaiser Franz hergestellt, der ja auch Großherzog der Toskana war, sie wurden aber erst 1841 im Leopoldinischen Trankt angebracht. Einige Herrscherporträts, Möbel mit Steinintarsien im Stil der Bilder, eine Uhr aus dem Jahr 1700 und ein prächtiger Keramikofen vervollständigen das Interieur des Raumes. Nun erreicht man den Spiegelsaal, der offenbar von Anfang an für Repräsentationszwecke ausgestattet worden war, und von dem aus man das daneben liegende Miniaturenkabinett, den kleinen Arbeitsraum Maria Theresias erreicht. Die Bildchen stellen zu einem großen Teil Mitglieder des habsburgischen Herrscherhauses dar – bis hin zum Herzog von Reichstadt, dem Sohn Napoleons mit Erzherzogin Marie Louise.

Im Anschluss betritt man das ehemalige Schlafzimmer Maria Theresias, in dem sie 1780 auch verstarb. Die ursprüngliche Einrichtung ist auf dem Bild an der Stirnwand des Raumes erkennbar, die dunkelrote Farbe der Wandbespannungen wurde bewahrt. Im Übrigen wurde der Raum für seine heutige Funktion als repräsentativster Amtsraum der Präsidentschaftskanzlei eingerichtet; hier finden die Angelobungen der obersten Staatsorgane statt, hier werden Beglaubigungsschreiben überreicht und Staatsbesuche empfangen. In der Innenausstattung fallen zwei große Porträts des Kaiserpaars Franz I. und Maria Theresia auf, weiters ihr Schreibtisch und eine astronomische Standuhr aus dem 17. Jahrhundert, hergestellt aus wertvollsten Materialien, technisch ein Wunderwerk ihrer Zeit – und mit einem spiegelverkehrten Ziffernblatt, dessen Anordnung seinen Grund darin hat, dass die Monarchin die Zeit auf diese Weise bequem vom Bett aus im Spiegel ablesen konnte. Ursprünglich war in eine offene Wandnische ein Hausaltar eingebaut, der später aber mit der Wandverkleidung zugeschalt und erst 1957 wieder entdeckt wurde; er ist heute durch eine Öffnung in der Wandverkleidung zu sehen. Die anschließenden Räume – beginnend mit dem Jagdzimmer – sind noch immer stilgerecht ausgestattet und werden für Verwaltungszwecke genutzt. Die Zimmer der gegenüberliegenden Flucht, die zum Heldenplatz blickt, dienten Kaiser Joseph II. als Wohnung. Sie sind mit Brüsseler Tapisserien ausgeschmückt, nach deren Farbe die Räume benannt werden. Auf das Blaue Schlafzimmer des Kaisers folgt der Grüne Salon, heute das Arbeitszimmer des Bundespräsidenten, das von großen Gemälden des Hofmalers Greipel aus dem 18. Jahrhundert dominiert wird. Wahrscheinlich stellen die Szenen eine im Rahmen der zweiten Hochzeit Josephs stattgefundenen Aufführung der Gluck-Oper „il parnasso confuso“ dar, an der auch einige – in den Bildern offensichtlich porträtierte – junge Erzherzoginnen und Erzherzöge mitwirkten.

Am westlichen Ende schließt die über zwei Stockwerke reichende Josephskapelle die Außenflucht des Leopoldinischen Traktes ab. Mit dem kaiserlichen Wohnbereich ist sie durch einen Gebetsraum direkt verbunden, insgesamt ist sie so in die Bausubstanz eingefügt, dass man ihre Lage vom Heldenplatz aus nur an den etwas größeren Fenstern erkennen kann. Sie geht auf das Jahr 1772 zurück, weist aber nicht mehr die ursprüngliche Ausstattung auf; das Altarbild stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Stockwerk oberhalb der Prunkräume ist weitaus schlichter ausgestattet, lässt aber dennoch die ursprüngliche Ausstattung immer noch gut erkennen. Diese Barockzimmer zählen wohl zu den schönsten Büroräumen der österreichischen Verwaltung; hier befindet sich auch ein Bereich, den der Bundespräsident für Empfänge und Gespräche in privaterem Ambiente nutzen kann. Das letzte Obergeschoß ist ebenso schlicht wie das Hochparterre und beherbergt heute diverse Verwaltungsstellen der Präsidentschaftskanzlei.

Für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind die riesigen Kellergewölbe unterhalb des Leopoldinischen Traktes. Im ersten Hauptkeller werden heute eine Unzahl von Gipsmodellen der Dachfiguren, Atlanten, Reliefs und Architekturelemente der Ringstraßenbauten aufbewahrt, die hier mehr als ein Jahrhundert im besten Zustand überdauert haben. Wenn man genug Phantasie und Muße aufbringt, kann man auch den ehemaligen Wirtschaftsräumen, einer Großküche, Vorratslagern, einem Weinkeller mit einem riesigen gemauerten Fass sowie einer Vielzahl von Treppen und Durchgängen nachspüren, von denen sich teilweise nur mehr Bestandsreste finden. Weitere Kellergeschoße wurden als Archivspeicher adaptiert und wurden bzw. werden vom Österreichischen Staatsarchiv und der Österreichischen Nationalbibliothek genutzt.
Manfred Matzka: Vieler Herren Häuser
20 Wiener Palais
Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Manfred Matzka ist ein intimer Kenner österreichischer Regierungspalais: Gut lesbar auch für den kunsthistorischen Laien, macht er mit diesem Buch die stummen Zeugen der Geschichte unseres Landes lebendig und Bürgerinnen und Bürgern zugänglich, denen sie eigentlich gehören. Die Republik Österreich hat aufgrund der großen historischen Vergangenheit der Haupt- und Residenzstadt Wien eine große Zahl architektonisch wertvoller Schlösser und Palais mit neuem Leben erfüllt, in bestem Zustand erhalten und den staatlichen Institutionen als Sitz zur Verfügung gestellt. Bisher gab es keine vollständige und repräsentative Darstellung dieser Gebäude.

Dieser Bildband präsentiert 20 der schönsten Profanbauten Wiens mit zahlreichen, zu einem großen Teil bisher noch nicht veröffentlichten Fotografien. Jedem Objekt sind eine Darstellung der Baugeschichte und der Geschichte der „Herren“ dieser Häuser sowie eine Beschreibung eines Rundgangs durch die Räumlichkeiten gewidmet. Die Illustrationen geben einen Einblick auch in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind und damit einen Überblick über Architekturdenkmäler Wiens von der Gotik und dem frühen Barock bis zum Ringstraßen- und Jugendstil. Neben den bekannten und prominenten Bauten wie etwa der Staatskanzlei am Ballhausplatz, dem Winterpalais des Prinzen Eugen, den Palais Modena, Starhemberg und Trautson, dem Parlament und der Hofburg finden sich hier auch weniger bekannte Gebäude wie das Palais Porcia, das Schloss Laudon und viele mehr.
Der Autor
Manfred Matzka, 1950 in Niederösterreich geboren, Jurist, ist derzeit Präsidialchef des Bundeskanzleramtes in Wien. Zahlreiche Publikationen, darunter juristische Fachbücher, ein zeitgeschichtliches Buch über Sozialdemokratie und Verfassung und ein höchst informativer Reiseführer über Istrien (Verlag Christian Brandstätter, 2002).
Website Screenshot 2017: http://www.hofburg-wien.at/
Hofburg Wien
Kaiserappartements | Sisi Museum | Silberkammer
Hofburg - Michaelerkuppel, 1010 Wien
Öffnungszeiten:
September bis Juni 9.00 bis 17.30 Uhr
Juli und August 9.00 bis 18.00 Uhr
www.hofburg-wien.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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