Vom Novemberpogrom zum Holocaust
Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in Wien
1938 -1945
Ruine der Synagoge in der Tempelgasse, Wien-Leopoldstadt, 1941.
Das Foto wurde im Frühjahr 1941 von Kurt Mezei aus Wien aufgenommen - heimlich,
da Juden der Besitz von Fotoapparaten verboten war. Kurt Mezei (geb. 1924)
wurde am 12. April 1945 von einem SS-Kommando erschossen.  
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / DÖW Foto 8360
Schon in den 1930er-Jahren kommt in Wien zum religiösen und politischen zunehmend der rassische Antisemitismus. Mit dem Einmarsch der Hitler-Truppen im März 1938 beginnt für die Wiener Jüdinnen und Juden ein Leidensweg ohne Vergleich. Es kommt zu ernsthaften Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung.
Antisemitische Ausschreitungen Wien 1938.
Juden werden gezwungen, Aufschriften der Vaterländischen Front abzuwaschen.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Jüdische Bürgerinnen und Bürger werden in aller Öffentlichkeit misshandelt und zu den erniedrigendsten Arbeiten gezwungen. Hitlers Rassenwahn gipfelt erstmals in den Nürnberger Gesetzen, die der jüdischen Bevölkerung so gut wie alles verbieten und nehmen. Jüdinnen und Juden haben den gelben Stern zu tragen. Sie haben die Vornamen "Sara" beziehungsweise "Israel" anzunehmen. Viele Geschäfte werden enteignet ("Arisierung") und die Vermögen eingezogen. Wer flüchten kann, geht mit leeren Händen und ohne Existenzgrundlage in eine ungewisse Zukunft.
Juden müssen Judenstern tragen; vermutlich 1941.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Juden 1938 vor dem poln. Konsulat.
NS-Flagge am Palais Hoyos, Rennweg
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Antisemitische Ausschreitungen Wien
Bub schreibt "Jud" an die Wand; 1938
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dem ideologisch vorbereiteten und systematisch betriebenen Massenmord an den Juden gingen unmittelbar nach dem „Anschluss" einsetzende pogromartige Ausschreitungen voran, die mit umfangreichen Plünderungen verbunden waren.
Antisemitisches Plakat.
Deutsches Plakat in russischer Sprache: "Juden - ihr ewige Teufel" ;1943.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Einen Höhepunkt stellte die am 10./11. November 1938 stattgefundene sogenannte „Reichskristallnacht" dar (Novemberpogrom), die keineswegs nur eine Nacht, sondern mehrere Tage dauerte. In Wien wurden 42 Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt und verwüstet, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden (so sie nicht bereits „arisiert" worden waren) geplündert, zerstört und beschlagnahmt. 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, 3.700 von ihnen in das Konzentrationslager Dachau.
Juden müssen 1938 eine Straße in Wien schrubben.
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Wien: Fünf Juden schrubben unter Zwang den Gehsteig auf den Knien;
Hunderte Menschen sehen zu.
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Die spontanen Gewaltakte der Österreichischen Nationalsozialisten und ihrer Mitläufer waren eine Seite des antijüdischen Terrors, die Separierung und Diffamierung der österreichischen Juden durch die NS-Gesetze (Einführung der Nürnberger Rassengesetze, Dienstenthebung jüdischer Gemeinde- u. Staatsbeamter, Ausschließung jüdischer Schüler und Studenten vom Lehrbetrieb ...) die andere.
Novemberpogrom 1938: Zerstörungen auf dem Wiener Zentralfriedhof,
I. und IV. Tor (Neuer jüdischer Friedhof).
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / DÖW Foto 444
Die Aktionen gegen die Juden begannen am frühen Morgen des 10. November 1938 und dauerten den ganzen Tag an. In Wien wurden 27 Juden ermordet, 88 schwer verletzt und misshandelt, 6547 Juden wurden verhaftet und über 4000 Geschäfte zerstört und geplündert. Tausende Juden wurden aus ihren Wohnungen delogiert. Unter dem Vorwand, nach Waffen zu suchen, fanden Plünderungen in den Wohnungen und Geschäften statt. Bis zum 9. November 1938 befanden sich in Wien sechs architektonisch eindrucksvolle jüdische Tempel, 18 von Tempelvereinen gegründete Vereinssynagogen und 78 Bethäuser.
Novemberpogrom 1938: Verwüstete Zeremonienhalle auf dem
Wiener Zentralfriedhof, Neuer jüdischer Friedhof.
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / DÖW Foto 9972
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten gerieten diese Einrichtungen in immer größere Gefahr. Bereits im Oktober 1938 kam es zu Brandanschlägen auf Synagogen und Bethäuser und pogromartigen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung Wiens. Die Aggression gegen die jüdische Gemeinde in Wien gipfelte schließlich im Novemberpogrom von 1938. Insgesamt wurden 42 jüdische Tempel und Bethäuser im Lauf des 10. November 1938 gesprengt und verbrannt.
Novemberpogrom 1938: Zerstörter Vorhof der Synagoge der Türkischen Israeliten
(Sephardim) in der Zirkusgasse ("Türkischer Tempel"), Wien-Leopoldstadt.
© Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / DÖW Foto 8392
 Rollkommandos der SS verhinderten das Löschen der Brände durch die Wiener Feuerwehr. Die Feuerwehr schritt nur ein, wenn die umliegenden Gebäude in Gefahr waren. So wurde die Synagoge in der Seitenstettengasse 4 im 1. Bezirk zwar innen verwüstet, die Außenfassade wurde aber wegen der angrenzenden Zinshäuser bewahrt. Insgesamt kennzeichnete der Novemberprogrom in Wien besonders große Brutalität. Mehr als ein Fünftel der Todesopfer der "Reichskristallnacht" dürften auf Wien entfallen sein, nicht zuletzt weil eine verbreitete antisemitische Stimmung bereits vor der nationalsozialistischen Machtergreifung bestand und der Vermögensentzug der jüdischen Minderheit noch nicht soweit fortgeschritten war, um nicht die Bereicherung an jüdischem Eigentum als lohnend erscheinend zu lassen. 
Antisemitische Ausschreitungen Wien 1938.
Jüdische Männer mit einem Farbtopf inmittern gaffender Wiener.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Antisemitische Ausschreitungen Wien 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Allerdings erweckte nach anfänglicher Zustimmung unter größeren Teilen der nichtjüdischen Bevölkerung die offen zu Tage tretende Gewalt rasch negative Reaktionen und Ablehnung selbst bei manchen NS-Anhängern aus. Dies veranlasste die NS-Spitze in der Folge ihre Strategie zur "Lösung der Judenfrage" zu ändern und die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung für die Öffentlichkeit weniger sichtbar zu organisieren.
Antisemitische Ausschreitungen Wien 1938.
Juden werden zum Beschriften jüdischen Geschäfte gezwungen.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1938 war es noch Ziel des NS-Regimes, die österreichischen Juden zur Auswanderung zu zwingen. Um diese in kontrollierte Bahnen zu lenken, wurde im Sommer 1938 unter Leitung Adolf Eichmanns, des Referenten für jüdische Angelegenheiten beim Sicherheitsdienst (SD) der SS, die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien" errichtet (4, Prinz-Eugen-Straße 22), in der alle mit der Auswanderung befassten Behörden zusammengefasst waren.
Antisemitische Ausschreitungen Wien 1938. Plakat "Arier! Kauft nicht bei Juden"
und Beschmierungen "Jud" in den Fenstern eines Wiener Kaffeehauses.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Ausbruch des 2. Weltkriegs leitete eine neue Phase der Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung ein. Bis zum September 1939 hatte das NS-Regime durch Gesetze, Erlässe und Verordnungen die wirtschaftliche Existenz der Juden vernichtet und die ersten Maßnahmen zu deren Stigmatisierung (Einführung der „Kennkarte"), Isolation (Beginn der Konzentration in bestimmten Wohnhäusern) sowie zur Einengung der persönlichen Bewegungsfreiheit (beispielsweise Aufenthaltsverbot in Parkanlagen) getroffen. Ab 1. September 1941 mussten alle Juden ab dem sechsten Lebensjahr den Judenstern tragen und waren damit öffentlichen stigmatisiert.
Geschäftsauslage mit Plakat "Jüdisches Geschäft"; 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eine psychische und physische Belastung stellte die zwangsweise Umquartierung der Juden in bestimmte Wohnbezirke beziehungsweise -häuser dar. Diese Umsiedlung innerhalb Wiens stand in engem Konnex mit dem seitens der NS-Propaganda gemachten Versprechen, die herrschende Wohnungsnot zu beseitigen (1938 fehlten in Wien zirka 70.000 Wohnungen). In der Zeit vom Anschluss bis Jahresende 1938 waren 44.000 der insgesamt 70.000 „Judenwohnungen" (vielfach von „oben" noch ungelenkt) „arisiert" worden.
Jude mit Farbtopf, hinter ihm die Wiener Meute; 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Dieser gewalttätige Raubzug deckte jedoch bei weitem nicht die Nachfrage. Zwar schuf die Auswanderung beziehungsweise Vertreibung der Juden freiwerdenden Wohnraum, doch ging dieser Prozess nur langsam vor sich, und auch das von der NS-Propaganda angekündigte Wohnbauprogramm war spätestens mit Kriegsbeginn zum Scheitern verurteilt.
Juden stellen sich um Pässe an.
Vor dem Polizeikommissariat in Margareten, Wehrgasse; 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Juden 1938 am Rennweg vor dem polnischen Konsulat.
NS-Flagge am Palais Hoyos, Rennweg 3.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ab Sommer 1939 begann das städtische Wohnungsamt freien Wohnraum zu „schaffen", indem es Juden innerhalb Wiens in überwiegend von Juden bewohnte Häuser und Wohnungen regelrecht hineinpferchte. Dem NS-Regime brachte die Umsiedlung „freien" Wohnraum und die angestrebte Isolation der Betroffenen.
Im Oktober 1941 beginnen die Massendeportationen der Wiener Jüdinnen und Juden.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Separierung, die listenmäßige Erfassung der „Juden"häuser und -wohnungen, das Verbot, ohne vorherige Zustimmung der „Zentralstelle für jüdische Auswanderung" innerhalb Wiens zu übersiedeln, und die mit 1. April 1942 eingeführte Kennzeichnung aller „jüdischen" Wohnungen mittels eines „Judensterns" erleichterten den zuständigen Behörden die „Aushebung" (Abtransport der Opfer aus den Wohnungen in die Sammellager) für die Deportation. Andererseits machte es die Isolation den Juden praktisch unmöglich, sich durch Flucht dem Zugriff der Verfolger zu entziehen.
Nach einer Generalsanierung wird das Arbeiterstrandbad, übernommen von der
Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO), neu eröffnet. Links neben
dem Eingang ein Schild, in dem Juden der Zutritt verweigert wird. ;1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Deportationen aus Wien in die von den Deutschen besetzten Gebiete in Osteuropa hatten früher eingesetzt als im übrigen Reichsgebiet. Bereits im Oktober 1939 organisierte die SS erste Deportationen aus Wien und Ostrava (Mähren-Ostrau) nach Nisko am San, die aber bald darauf eingestellt wurden. Die Mehrheit der nach Nisko Deportierten wurden über die deutsch-sowjetische Demarkationslinie getrieben; bis auf wenige Ausnahmen ist ihr Schicksal ungeklärt.
Juden müssen Judenstern tragen; vermutlich 1941.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Deportationen aus Wien wurden (auch diesmal früher als im übrigen „Großdeutschen Reich") im Februar 1941 wieder aufgenommen. Die Anstöße dazu gingen vom neuen Reichsstatthalter von Wien, Baldur von Schirach, aus, der damit sein Wohnungsprogramm verwirklichen wollte. Die in das „Generalgouvernement" deportierten österreichischen Juden wurden 1942 (sofern sie nicht schon vorher Opfer der menschenunwürdigen Lebensbedingungen geworden waren) im Zuge der „Aktion Reinhardt" in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka ermordet. Im Herbst 1941 beschloss das NS-Regime die fabriksmäßig durchgeführte Ausrottung der sechs Millionen Juden im nationalsozialistischen Machtbereich („Endlösung").
Juden müssen Judenstern tragen; vermutlich 1941.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
  Im Rahmen der im Herbst 1941 durchgeführten Massendeportationen wurden mehr als 5.000 Juden aus Wien ins Getto Lodz eingewiesen; viele von ihnen wurden in den mobilen Tötungseinrichtungen („Gaswägen") in Chelmo (Kulmhof) ermordet. Ebenfalls im Herbst 1941 erfolgten weitere Deportationen österreichischer Juden in das „Reichskommissariat Ostland" (Minsk, Riga, Maly Trostinec); die Opfer wurden überwiegend im Zuge von Massenerschießungen beziehungsweise in Gaswägen ermordet. In der ersten Hälfte 1942 erfolgten Deportationen aus Wien in den Distrikt Lublin, und zwar nach Izbica, Wlodawa, Sobibor und Auschwitz.
Juden müssen lt. Verordnung auf der linken Brustseite einen gelben Judenstern in der
Öffentlichkeit tragen. Verordnung trat am 19.9.1941 in Kraft. Foto für Parteipresse bestimmt; 1941.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bis auf wenige Ausnahmen starben die Opfer dieser Transporte in den Gaskammern der Vernichtungslager Belzec und Sobibor. Von Juni bis Oktober 1942 erfolgte die Einweisung österreichischer Juden in das Getto Theresienstadt, von wo sie in die Vernichtungs- und Konzentrationslager deportiert wurden. Die Deportationen aus Wien gingen vom Aspangbahnhof (3, Aspangstraße) ab, nachdem die Opfer in Sammellagern (2, Castellezgasse 35; Kleine Sperlgasse 2a; Malzgasse; Miesbachgasse 8; alle im 2. Bezirk) konzentriert worden waren.
Gefangene der Außenstelle Ebensee, Aufnahme vom 7. Mai 1945.
Unterernährte Gefangene, fast tot vor Hunger, posieren im Konzentrationslager Ebensee,
Österreich. Das Lager wurde angeblich für "wissenschaftliche" Experimente verwendet.
Es wurde von der 80. Division der U.S. Army befreit.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zwangsarbeitseinsatz einer Gruppe von Wiener Juden
im Draukraftwerk Schwabegg bei Lavamünd um 1940.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bereits Ende 1942 war Wien weitgehend „judenrein". In mehreren Kleintransporten wurden zwischen März 1943 und Oktober 1944 etwa 350 Menschen von Wien nach Auschwitz beziehungsweise etwa 1.400 nach Theresienstadt deportiert.
Erster Volksgerichtsprozess im Wiener Landesgericht gegen Kriegsverbrecher.
Die Angeklagten auf der Bank v.l.: Polikovsky (acht Jahre), Kronberger, Neunteufel,
Frank (alle Todesurteil); wegen der Ermordung von 102 Juden während des Marsches
vom KZ Engerau nach Deutsch-Altenburg im März 1945.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach den Angaben des „Ältestenrats der Juden in Wien" lebten Ende Dezember 1944 in Wien 5.799 Männer und Frauen, die nach den Nürnberger Gesetzen als Juden galten, davon 4.746 in „Mischehe" und 1.064 „Geltungsjuden" (darunter verstand man Personen, die zwar einen „arischen" Elternteil hatten, aber der mosaischen Konfession angehörten). Nach der gleichen Quelle lebten damals noch 118 Juden in Niederösterreich. Etwa 60.000 österreichische Juden fielen dem nationalsozialistischen Genozid zum Opfer.   
Text auszugsweise aus:
Novemberpogrom und Holocaust in Wien
Wiener Stadt- u. Landesarchiv (MA 8) und die Wienbibliothek im Rathaus (MA 9)
„Kniender und straßenwaschender Jude“.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus ist ein Werk des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka. Es steht seit 1988 auf dem Wiener Albertinaplatz – 2009 nach Helmut Zilk benannt –, gegenüber dem Palais Erzherzog Albrecht und der Rückseite der Wiener Staatsoper. Als begehbares Denkmal soll es der Erinnerung an die dunkelste Epoche der österreichischen Geschichte dienen. Es ist allen Opfern von Krieg und Faschismus gewidmet.
Das Hrdlicka-Mahnmal am Albertinaplatz.
Bronzeskulptur des Pflaster reinigenden Juden.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
An dieser Stelle stand der Philipphof, ein repräsentativer Großwohnbau der Gründerzeit, der am 12. März 1945 durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Hunderte Menschen, die in den Kellern Schutz gesucht hatten, fanden den Tod. Die Verschütteten konnten zum Teil nicht ausgegraben werden; nur 180 Leichen wurden geborgen. Die genaue Zahl der Opfer ließ sich nicht ermitteln. Die Ruine wurde 1947 eingeebnet, das Grundstück im Eigentum des Staates nicht mehr bebaut. Hier wurde im österreichischen Bedenkjahr 1988 von der Stadt Wien auf Initiative von Bürgermeister Helmut Zilk das „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ errichtet. Entwurf und Ausführung lagen in den Händen des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka. Es wurde am 24. November 1988 enthüllt.
Das Hrdlicka-Mahnmal am Albertinaplatz.
Bronzeskulptur des Pflaster reinigenden Juden.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die ersten Opfer der nationalsozialistischen Machthaber waren neben den politischen Gegnern die Juden. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich am 12. März 1938 wurden Jüdinnen und Juden gezwungen, in Reibpartien die Straßen von pro-österreichischen und antinazistischen Parolen zu säubern. Die bronzene Skulptur eines knienden, straßenwaschenden Juden erinnert an diese Entwürdigung und Erniedrigung, die der gnadenlosen Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger direkt nach dem Anschluss voranging.
 
 
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Historischer Originalschauplatz
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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