Wiener Justizpalastbrand
Bedeutender Schauplatz der österreichischen Geschichte
15. Juli 1927
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Blick auf den in Flammen stehenden Justizpalast am 15. Juli 1927 um ca. 16 Uhr.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Justizpalast ist ein bedeutender, über 130 Jahre alter Schauplatz der österreichischen Geschichte. Der Brand des Wiener Justizpalastes 1927, auch die Julirevolte in Wien genannt, begann am 15. Juli 1927 als Unmutsäußerung gegen ein als skandalös empfundenes Urteil eines Geschworenengerichts und endete mit Polizeischüssen in die demonstrierende und das Justizgebäude angreifende Menge.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Frontalansicht des Justizpalastes über den Schmerlingplatz. ;um 1900.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ansicht des Justizpalastes im ursprünglichen Zustand von Nordnordwesten
gegen das Naturhistorische Museum. ;vor 1900.
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Es gab 84 Todesopfer unter den Demonstranten und fünf auf Seiten der Polizei; dazu hunderte Verletzte auf beiden Seiten. Der Justizpalast befindet sich im ersten Wiener Gemeindebezirk zwischen dem Schmerlingplatz (Vorderfront) und der Zweierlinie.
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Protestierende Arbeiter auf dem Weg zum Justizpalast, 15. Juli 1927.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Protest der Arbeiter am 15. Juli 1927 gegen das Schattendorfer Urteil.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Sturm auf den Justizpalast, ein Jugendlicher hisst die Rote Fahne auf einem der Löwen.
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Am Abend des 14. Juli 1927 verbreitete sich die Nachricht vom Schattendorfer Urteil. Ein Geschworenengericht hatte drei Mitglieder der Frontkämpfervereinigung Deutsch-Österreichs freigesprochen, die im burgenländischen Schattendorf bei einem Zusammenstoß mit Sozialdemokraten zwei Menschen erschossen hatten, nämlich einen 40-jährigen kroatischen Hilfsarbeiter und ein 6-jähriges Kind.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Alarmbereitschaft in der Marokkanerkaserne; 15. Juli 1927.
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Polizei besetzt die von den Demonstranten errichteten Barrikaden am Beginn der
Lerchenfelder Straße im 7. Wiener Gemeindebezirk; die Menge im Hintergrund
verhält sich abwartend; 15. Juli 1927.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Flüchtende Demonstranten, von der Polizei verfolgt; 15. Juli 1927.
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Am Tag darauf wurde der Strom der Wiener Straßenbahn durch die Direktion der Städtischen Elektrizitätswerke abgeschaltet, so dass der öffentliche Verkehr in Wien lahmgelegt war. Dies geschah, um einen Proteststreik auszulösen. Die erste Marschkolonne, die den Ring erreichte, war die der E-Werker, welche vergebens versuchten, das Universitätshauptgebäude zu stürmen. Nach und nach füllte sich der Ring. Demonstranten griffen das Polizeiwachzimmer in der Lichtenfelsgasse nahe dem Rathaus an und verwüsteten die Redaktion der „Wiener Neuesten Nachrichten“, welche nicht im Sinne der Demonstranten über das Urteil berichtet hatte.
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Blick auf die Barrikaden, Straßenbahner, Post- und Telegraphenangestellte im Bild.
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Rayonsinspektor Franz Frenstatzky auf seinem Pferd; 15. Juli 1927.
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Als die Menge den Kordon von Sicherheitskräften vor dem Parlamentsgebäude mit Steinwürfen attackierte, drängte berittene Polizei die Menge in die Parkanlage gegen den Justizpalast ab. Der Platz vor dem Haupteingang des Justizpalasts lag frei. Bald stand er als Symbol der als parteiisch empfundenen Justiz im Zentrum der Aufmerksamkeit der heranrückenden Demonstranten - obwohl im Justizpalast in erster Linie die Zivilgerichtsbarkeit angesiedelt war.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Sturm auf den Justizpalast am 15. Juli 1927.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Verladen von Gewehren in der
Marokkanerkaserne am 15. Juli 1927.
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Maschinengewehrabteilung auf dem
Dach der Marokkanerkaserne.
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Ein Teil der Angehörigen des sozialdemokratischen Schutzbunds versuchten als Ordner, mäßigend auf die Menge einzuwirken, während ein anderer Teil derselben Organisation mit der Menge sympathisierte und sich aktiv an den Ausschreitungen beteiligte. Gegen 12 Uhr schlugen Protestierende erste Fensterscheiben im Erdgeschoss ein und stiegen in das Gebäude ein.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Material vom Dach und herabgestürztes Blech vor dem Justizpalast.
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Dort begannen sie, Mobiliar und Akten zu zerstören. Um 12:28 ging der erste Notruf bei der Wiener Berufsfeuerwehr Am Hof ein. Auch in den oberen Geschossen räumten Demonstranten Mobiliar und setzten an zahlreichen Stellen Akten in Brand. Die Feuerwehr wurde von den Demonstranten immer wieder behindert.
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Blick auf den brennenden Justizpalast, davor eine große Menschenmenge.
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Bei den vier Oberflurhydranten und den zwölf Wandhydranten wurden immer wieder die Schläuche entfernt oder durchgeschnitten. In einer etwas größeren Entfernung zum Brandobjekt wurden Pumpen und Löschwasserreserven aufgestellt, um bei den ersten Demonstrationslücken sofort mit Löschangriffen beginnen zu können.
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Blick auf das brennende Gebäude am 15. Juli 1927.
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Blick auf den in Flammen stehenden
Justizpalast um ca. 16 Uhr.
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Der brennende Justizpalast in Wien.
Kupfertiefdruckwiedergabe.
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Dies war aber erst ab etwa 14 Uhr in etwas größerem Ausmaß möglich. Trotzdem wurde die Arbeit auf verschiedenste Weise torpediert. So wurden beispielsweise Hydranten in der Umgebung geöffnet, so dass bei den benötigten Hydranten Wassermangel auftrat.
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Feuerwehr vor dem brennenden Gebäude.
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Justizpalastbrand 15. Juli 1927.
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Einsatz der Feuerwehr 15. Juli 1927.
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Das Feuer breitete sich über alle Stockwerke aus. Die enorme Hitzeentwicklung hielt einerseits Demonstranten von weiteren Aktionen ab, anderseits waren die Brandherde jedoch dermaßen angewachsen, dass sie auch die Feuerwehr nur mehr schwer unter Kontrolle bringen konnte. Um 18 Uhr waren Schätzungen zufolge etwa 5.000 bis 10.000 m² Geschossfläche in Brand. Um diese Zeit begannen auch Außenteile des Gebäudes abzustürzen und behinderten und gefährdeten gleichfalls die Löschkräfte.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Blick auf den brennenden Justizpalast.
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 Das größte Ausmaß erreichte das Feuer etwa um 21 Uhr. Es brannten um diese Zeit die zwei Obergeschosse sowie die Dächer des Mitteltraktes. Große Gefahr ging von Flugfunken aus, die jedoch nicht zündeten. Gegen 2 Uhr, am Morgen des 16. Juli konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Löscharbeiten im Inneren des Justizpalastes; 15. Juli 1927.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Herabgestürztes Blech vom Dach.
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Seitliches Tor nach dem Brand.
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Theodor Körner, später Bundespräsident, verlangte von den Wachebeamten des Justizpalastes die Herausgabe ihrer Waffen (meist ungeschliffene Paradesäbel), was von den um ihr Leben fürchtenden Beamten verweigert wurde. Körner brachte die Wachbeamten in Sicherheit, indem er sie als Verletzte getarnt auf Bahren heraustragen oder sie die Windjacken anwesender Schutzbündler überziehen ließ, damit sie unerkannt flüchten konnten. Ein Versuch Körners, die Menge durch eine Ansprache zu beruhigen, scheiterte. Währenddessen legte ein unerkannt gebliebener Eindringling im Gebäude Feuer.
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Bürgermeister Seitz spricht zur Menge vor dem brennenden Justizpalast,
um den Weg für die Feuerwehr freizubekommen; 15. Juli 1927.
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Johann Schober, der ehemalige und spätere Bundeskanzler, war zu dieser Zeit Polizeipräsident. Er ersuchte den Wiener Bürgermeister Karl Seitz, das Bundesheer gegen die Unruhen einzusetzen, da die Polizei für derartige Aufgaben nicht gerüstet sei. Seitz verweigerte den Einsatz, ebenso wie Heerminister Carl Vaugoin.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Justizpalast am 16. Juli 1927 nach dem Brand.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Justizpalast am 16. Juli 1927 nach dem Brand.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Justizpalast am 16. Juli 1927 nach dem Brand.
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Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ansicht des zerstörten Daches und des Dachgeschoßes.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Daher forderte Schober, angesichts einer rasenden Menge, die das Gerichtsgebäude stürmte und anzündete, Gewehre aus Heeresbeständen an und rüstete die Polizei damit aus. Er kündigte an, bei weiterer Behinderung der Feuerwehr, welcher zuvor der Zugang zum Gebäude verwehrt und deren Schläuche durchschnitten worden waren, den Platz mit Waffengewalt räumen zu lassen.
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Angesengte Aktenstücke des Brandes vom 15. Juli 1927 aus dem Justizpalast
im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Pappenheim
Der Wiener Bürgermeister Karl Seitz versuchte ebenso erfolglos wie Körner, die Menge zum Abzug zu bewegen. Dann fielen die ersten Schüsse, zunächst in die Luft, sodann in die Menge, welche gegen die Vorstädte zurückzuweichen begann.
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Gedenkstätte für die zivilen Opfer des Justizpalastbrandes im Jahr 1927
auf dem Zentralfriedhof in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / GuentherZ
Der Tag endete nach Polizeiangaben mit 89 toten Demonstranten, vier toten Sicherheitswachbeamten und einem toten Kriminalbeamten. 120 Polizisten erlitten schwere, 480 leichte Verletzungen, während 548 Zivilisten verwundet wurden.
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Denkmal für die Opfer der Exekutive beim Justizpalastbrand 1927
auf dem Wiener Zentralfriedhof - Gruppe 118.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Haeferl
Das völlig vergiftete politische Klima war nach allgemeiner Ansicht ein erster Schritt in den Österreichischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre.
Der Justizpalast
Schmerlingplatz 11, 1010 Wien
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Justizpalast am Schmerlingplatz im ersten Bezirk.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gugerell
Der Justizpalast in Wien wurde von 1875 bis 1881 im Stil der Neorenaissance erbaut. Besonders prunkvoll ist die Aula mit der zentralen Hauptstiege und den Wappen der ehemaligen österreichischen Kronländer. Der Justizpalast befindet sich im ersten Wiener Gemeindebezirk zwischen dem Schmerlingplatz (Vorderfront) und der Zweierlinie. Der Architekt war Alexander Wielemans von Monteforte, die Bauleiter Paul Lange und Dominik Avanzo. Die beiden Löwen über der Freitreppe sowie die Marmorstatue der Justitia mit vergoldetem Schwert und Gesetzbuch stammen vom Südtiroler Bildhauer Emanuel Pendl.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiederaufbau: Bautätigkeiten an der Stahlbetondecke für oberstes Geschoß
im Zuge der Sanierungsarbeiten ;nach 1927.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Wiederaufbau nach dem Brand 1927, mit der Aufstockung um ein Stockwerk und monumentaler Hervorhebung des Eingangsbereichs erfolgte 1929–1931 nach Plänen von Heinrich Ried. Die Gestaltung im Stil des späten Historismus wurde von Architekten der Moderne wie Josef Frank und Josef Hoffmann scharf kritisiert.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiederaufbau: Demontage von Gusseisenformen vom Dachgeschoß durch den Baukran
im Zuge der Sanierungsarbeiten. Blick Richtung Wiener Rathhaus. ;nach 1927.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Von 1945 bis 1953 beherbergte der Justizpalast neben den Justizeinrichtungen die Interalliierte Kommandantur Wiens, die dann an den Sitz des Alliierten Rates (Schwarzenbergplatz 4) übersiedelte. In diesem Zeitraum fanden auf dem Schmerlingplatz vor dem Justizpalast die monatliche Kommandoübergabe zwischen den Besatzungsmächten und die tägliche Überprüfung der Interalliierten Militärpatrouillen (1951 im Film Die Vier im Jeep thematisiert) statt.
Justizpalastbrand Wien 1927 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wiederaufbau: Baudokumentation der Außenansicht der Fassade während der
Sanierungsarbeiten. Historisches Dachgeschoß ist abgetragen ;nach 1927.
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Ein weiterer Ausbau wurde im Sommer 2007 vollendet: Durch ihn wurde das Gebäude – von der Straße aus nicht sichtbar – um ein weiteres Dachgeschoß aufgestockt. In diesem ist unter anderem ein öffentlich zugängliches Café direkt über dem Haupteingang untergebracht; nach Abschluss der Arbeiten wurde das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien im April 2007 wieder in den Justizpalast rückübersiedelt. Ebenfalls neu ist eine zentrale Bibliothek, die in Form einer „Lesebrücke“ quer über einer der Innenhöfe gebaut wurde.
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der obere Bereich der Stiege mit der Statue Justitia.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Details in der Empfangshalle des Justizpalastes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Besonders prunkvoll ist die Empfangshalle, ein dreigeschossiger, glasgedeckter Arkadenhof mit einer Länge von 31 m, einer Breite von 15 m und einer Höhe von 23 m. Vom Zentrum der Halle führt eine pompöse Freitreppe ins 2. Obergeschoss.
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Empfangshalle bzw. Aula des Justizpalastes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Die optische Verlängerung der Stiege endet bei der monumentalen Marmorstatue Justitia, die sitzend mit einem vergoldeten Schwert und einem Gesetzbuch in einer Nische thront. Oberhalb der Nische ist das Kaiserlich-Österreichische Wappen mit den Symbolen der Häuser Habsburg, Lothringen und Österreich dargestellt.
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Justizpalast Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die monumentale Marmorstatue Justitia in der Empfangshalle.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine große Uhr mit einem Chronoskopf und beidseitig je eine Sirene. Über den Säulen in den Bogenfeldern im Obergeschoss sind die Wappen der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder, für welcher der Oberste Gerichtshof die gemeinsame oberste Gerichtsinstanz bildete, angebracht.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Wiener_Justizpalastbrand" der
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für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
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de.wikipedia.org
Website Screenshot 2017: https://www.justiz.gv.at
Justizpalast
Oberster Gerichtshof (OGH)
Generalprokuratur (GP) 
Oberlandesgericht Wien (OLG Wien)
Oberstaatsanwaltschaft Wien (OStA Wien)
Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien (LG f. ZRS Wien)
Schmerlingplatz 11, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 52152
www.justiz.gv.at
 
 
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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