Kaiserappartements
Kaiserappartements - Sisi Museum - Silberkammer
Hofburg - Michaelerkuppel, 1010 Wien
Kaiserappartements Hofburg Wien © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
Das Audienzzimmer von Kaiser Franz Joseph.
© Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
Die Hofburg war über 600 Jahre Residenz der Habsburger und damit Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Neben ihrer Funktion als Regierungssitz und Verwaltungszentrum war die Hofburg vor allem Winterresidenz der kaiserlichen Familie - den Sommer verbrachte der Hof ab dem 18. Jahrhundert im Schloß Schönbrunn. Dem Hofzeremoniell entsprechend verfügte jedes Mitglied der Familie über ein eigenes Appartements in einem der zahlreichen Trakte. Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
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Modell der Wiener Hofburg.
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Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt. Die Öfen wurden dabei von den k.k. Hofofenheizern ausschließlich von außen über den hinter den Räumen liegenden Heizgang beheizt, um die Räume nicht zu verschmutzen. An 1824 wurden schließlich Rohrleitungen zur Beheizung der Öfen mit Heißluft installiert. Die Luster aus böhmischen Bleikristall stammen aus der Manufaktur Lobmeyr und waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mit Kerzen bestückt, ab 1891 wurden die kaiserlichen Appartements schließlich elektrifiziert. Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren. Ein Modell der gesamten Hofburg verschafft Ihnen einen Überblick über das gesamte Areal. Danach führt der Rundgang durch das Sisi Museum und anschließend in die Räume der größtenteils original ausgestatteten Wohnappartements des berühmten Kaiserpaares.
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Der Zugang zu den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege.
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 Von der Kaiserstiege kommend betrat der Besucher die Trabantenstube, in dem die sogenannte Trabanten Leibgarde Tag und Nacht ihren Dienst versah. Sie war für die Sicherheit des Kaiserhauses und die Wahrung der Ordnung verantwortlich. Kaiser Franz Joseph gab zweimal pro Woche allgemeine Audienzen, bei denen alle Untertanen seines Reiches mit Ihren Anliegen vor dem Kaiser erscheinen konnten. Hier warteten nun die Audienznehmer, um ins Audienzzimmer vorgelassen zu werden, um sich bei Antritt eines öffentlichen Amtes vorzustellen, um sich für eine Auszeichnung zu bedanken oder um für sich oder Angehörige Gnade zu erbitten. Hinter dem Stehpult im Audienzzimmer, das unmittelbar neben dem Fenster platziert war, empfing der Kaiser die Audienzwerber. Hier konnte man seine Angelegenheit vorbringen, sich für eine Auszeichnung bedanken oder um Gnade bitten.
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Der Audienzwartesaal.
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Um so viele Menschen wie möglich empfangen zu können, wurden die Audienzen in der Regel sehr kurz gehalten, nur wenige Minuten. Entsprechend dicht war das Programm des Monarchen an solchen Tagen. So schrieb Franz Joseph an seine Freundin Katharina Schratt: „Gestern hatte ich 127, heute werde ich 108 Audienzen geben.“ Franz Joseph empfing im Laufe seines Lebens an die 260.000 Personen in Audienz. Während des Gesprächs blieben sowohl der Kaiser wie auch der Besucher stehen. Der Kaiser beendete das Gespräch meist mit einem kurzen Nicken des Kopfes.
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Das Konferenzzimmer.
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Im Konferenzzimmer fanden die sogenannten Minister-Conseils, die Ministerkonferenzen, statt, bei denen der Kaiser stets den Vorsitz führte. Der Raum war auch vom Zimmer des diensthabenden Flügeladjutanten zugänglich, der dem Kaiser die Anwesenheit der Minister zu melden hatte. Das Portraitgemälde an der Rückwand zeigt Franz Joseph im Alter von 20 Jahren, die Büste darunter seine Mutter Erzherzogin Sophie, die ihm ihr Leben lang als politische Beraterin und Vertraute zur Seite stand. Durch ihre starke Persönlichkeit und ihren politischen Ehrgeiz konnte sie durchsetzen, dass ihr Gemahl Franz Karl auf den Thron verzichtete, und Franz Joseph im Jahr 1848 Kaiser wurde. Die politische Situation war für den erst achtzehnjährigen Monarchen vor allem in Ungarn schwer. Die zwei großen Gemälde zeigen Schlachtenszenen aus der ungarischen Revolution 1849, die Schlacht bei Temesvar, die den entscheidenden Sieg brachte, und die Schlacht bei Komorn, mit der der ungarische Widerstand endgültig gebrochen werden konnte. Das Verhältnis zu Ungarn besserte sich erst wieder, als 1867 der Ausgleich mit Ungarn zustande kam und die alte ungarische Verfassung wieder anerkannt wurde. In der Folge wurden Franz Joseph und Elisabeth, die großen Anteil an dieser Entwicklung trug, zu König und Königin von Ungarn gekrönt. Direkt hinter dem Konferenzzimmer befindet sich die Uniformengarderobe des Kaisers. Franz Joseph besaß schon als junger Monarch eine beachtliche Anzahl verschiedenster Uniformen, deren Zahl sich im Laufe der Jahre vervielfachte. Die Instandhaltung und Pflege der prächtigen Kleidungsstücke oblag dem Leibkammerdiener Eugen Ketterl, der auch das Zusammenstellen und Zurechtlegen der jeweiligen Montur erledigte. Franz Joseph schätzte die Dienste Ketterls so sehr, dass er Anordnungen gab, keine anderen Diener an die fremdländischen Uniformen „heranzulassen“. Empfing der Kaiser höhergestellte Persönlichkeiten, trug er aus Höflichkeit dem Gast gegenüber die jeweilige Uniform des Gastlandes.
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Das Arbeitszimmer des Kaisers.
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Im Arbeitszimmer begann der Kaiser seine tägliche Arbeit um 4 Uhr morgens. Nachdem die ersten bearbeiteten Akten um 6 Uhr abgeholt wurden, servierte der Kammerdiener dem Kaiser das erste Frühstück an den Schreibtisch, auf dem rechts die erledigten und links die unerledigten Akten lagen. Das Frühstück bestand in der Regel aus Tee oder Kaffee und mürbem Gebäck, Gugelhupf oder Milchwecken. Dem folgte eine Zigarre. Gegen 11 Uhr nahm Franz Joseph das zweite Frühstück ein, das auf einem kleinen Tisch zwischen den Kaminfauteuils serviert wurde. Dieses bestand meist aus Suppe und gedünstetem Fleisch, zu dem der Kaiser Gemüse und Gebäck bevorzugte. Dazu trank er ein Glas Wein oder Bier. Erst gegen Fünf Uhr Nachmittags pflegte Franz Joseph, meist im Beisein eines Erzherzogs, die Hauptmahlzeit einzunehmen, die aus Suppe, dem berühmten Tafelspitz, Braten, Mehlspeise und Obst bestand.
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Das Schlafzimmer des Kaisers.
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Als das Kaiserpaar getrennte Schlafzimmer bezog, wurde hier für Franz Josephs Bedarf ein braun gestrichenes, eisernes, transportables Bett aufgestellt, wie es der Kaiser auch in Schönbrunn, Budapest, Laxenburg, Bad Ischl und Gödöllö benutzte. Ein einfacher Klappwaschtisch und ein Rasiertischchen mit beweglichem Spiegel komplettieren die Einrichtung, die dem einfachen Lebensstil des Kaisers entsprach. Franz Joseph ließ sich täglich von seinem Leibkammerdiener um halb 4 Uhr wecken. Danach betrat der Bader das Schlafzimmer, eine aufklappbare Kautschukwanne wurde aufgestellt und der Kaiser konnte baden. Nach dem Ankleiden begab sich Franz Joseph in sein Arbeitszimmer, um pünktlich mit dem Durchlesen der Akten zu beginnen.
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Großer Salon.
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„… in diesen kleinen Salons weilt er gerne, wenn er Familienbesuch, den seines Bruders, seiner Enkel, Neffen usw. erhält. Dort nimmt er in ihrer Gesellschaft eine Tasse Tee zur Dämmerstunde, plaudert mit ihnen, und vor Allem, frägt er sie nach ihren Wünschen…“
Im großen Salon empfing Franz Joseph Familienbesuch. Nach dem Tod der Kaiserin wurden die Zimmer nicht mehr benutzt. Ein eindrucksvolles Portrait des Kaisers von Engelmann zeigt Franz Joseph im Ornat des Ordens vom Goldenen Vlies. Das Portrait wurde im Jahre 1898 geschaffen, als der Kaiser das fünfzigjährige Regierungsjubiläum beging, dessen Feierlichkeiten jedoch durch den Tod Elisabeths, die im September desselben Jahres einem Attentat in Genf zum Opfer fiel, überschattet waren. Der Kleine Salon diente als Rauchzimmer und ist heute als Gedenkraum für Kaiser Maximilian von Mexiko eingerichtet.
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Wohn- und Schlafzimmer.
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Das Wohn- und Schlafzimmer des Kaiserpaares. Bis um 1870 war dieser Raum das gemeinsame Schlafzimmer des Kaiserpaares, dann übersiedelte Franz Joseph in einen eigenen Schlafraum. Das Bett der Kaiserin, ebenfalls ein modernes, „gesundes“ Eisenbett, wurde inmitten des dreifenstrigen Raumes hinter einem Paravent aufgestellt. Auf dem Parkettboden lagen Orientteppiche, die zu Elisabeths Eigentum zählten und wie alle anderen persönlichen Bilder, Möbel und sonstige Gegenstände nach dem Tod der Kaiserin an die beiden Töchter Gisela und Marie Valerie sowie an die Enkelin Elisabeth, die Tochter des Kronprinzen Rudolf, weitervererbt wurden. Letztere bestimmte in ihrem Testament, dass nach ihrem Tode alle kaiserlichen Gegenstände aus ihrem Besitz in die, Museen und Sammlungen zurückgestellt werden sollten, was auch geschehen ist. Über die genaue Einrichtung zur Zeit der Kaiserin ist nicht viel bekannt. Zur Originalausstattung aus dem Besitz Elisabeths gehören heute noch ein kleiner Schreibtisch mit dazugehörigem Sessel und Briefkasten und in der linken Raumecke ein neugotischer Hausaltar, den Vinzenz Pilz 1855 für die Kaiserin in Rom geschaffen hat.
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Das Toilette- und Turnzimmer war Elisabeths Hauptaufenthaltsraum.
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Das Toilette- und Turnzimmer war Elisabeths Hauptaufenthaltsraum. Hier begann der Tag der Kaiserin, im Winter um sechs Uhr morgens mit dem täglichen Frisierritual. Elisabeths Haarpracht war legendär und Fanny Feifalik, die Friseuse, zauberte täglich die kunstvollsten Frisuren, die von der Kaiserin als „Steckbrieffrisuren“ bezeichnet wurden. „Hinter dem Sessel der Kaiserin stand die Friseuse in schwarzem Kleid mit langer Schleppe, einer weißen spinnwebenen Schürze, als Dienende selbst von imposanter Erscheinung.“ Die Pflege dieser Haarfluten nahm geraume Zeit in Anspruch und Elisabeth nutzte die Stunden, um mit ihrem griechischen Vorleser Konstantin Christomanos zu konversieren und Sprachen zu studieren. Sie erlernte im Laufe ihres Lebens sieben Fremdsprachen. Während Christomanos die Schönheit der Kaiserin bewunderte, empfand sie selbst vor allem das Gewicht ihrer Haare als Last.
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Toilettetisch von Kaiserin Elisabeth.
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Elisabeth verrichtete hier täglich die kleinen Turnübungen, die sie quasi „en passant“ absolvierte, wie sie sich selber auszudrücken pflegte. Die Sprossenwand, das Reck und die Ringe im Türrahmen zum Großen Salon sind noch erhalten. Für das intensive Training gab es einen großen Turnsaal, wo die Kaiserin auf den schweren Geräten trainieren konnte. Dieser Raum, der sich beim „Schwiebbogen“ zum Kaiserspital auf der Seite der Schaufflergasse befand, existiert heute nicht mehr.
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Das Badezimmer von Kaiserin Elisabeth.
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Hofseitig hinter dem Toilettezimmer liegen die Toilette und das Badezimmer der Kaiserin, die 1876 im Zuge der Bewohnung durch Elisabeth neu ausgestattet wurden. Bemerkenswert ist das Toilettebecken in Form eines Delfins und das kleine Waschbecken. Kaiserin Elisabeth war durchaus nicht die erste Person der kaiserlichen Familie, die den Komfort eines Wasserklosetts in Anspruch genommen hat. Bereits 1835 wurde im zweiten Stock des Leopoldinischen Traktes der Wiener Hofburg für Erzherzogin Sophie „ein geruchloser Bequemlichkeits-Ort nach englischer Art“ ausgeführt. Im Zuge der Adaptierungen von 1876 bekam Elisabeth auch ein Badezimmer, in einem bis dahin als Depot benützten kleinen Zimmer, unmittelbar neben der Toilette. Der heute noch weitgehend in originalem Zustand erhaltene Raum ist mit einer Badewanne aus verzinktem Kupferblech ausgestattet.
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Berglzimmer.
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Über ein kleines Durchgangszimmer, in dem sich ursprünglich ein Stiegenabgang zur darunter liegende Etage befand und das mit einer exotischen Küstenlandschaft bemalt ist, gelangt man in einen größeren Raum, der zur Zeit Elisabeths als Garderobe diente und mit hohen Wandschränken versehen war. Dieses Zimmer ist ebenfalls mit illusionistischer Landschaftsmalerei gestaltet, die Johann Wenzel Bergl um 1766 im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia geschaffen hat.
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Der große Salon diente Elisabeth als Empfangsalon.
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Der große Salon diente Elisabeth als Empfangsalon. Die Gemäldeausstattung erinnert an Elisabeths Griechenlandverehrung und ihre Bewunderung für südländische Landschaften. Die Kaiserin liebte vor allem das Mittelmeer, bereiste Italien und Griechenland, für dessen Geschichte, Mythologie und Kultur sie sich sehr interessierte. Im Großen Salon Elisabeths steht eine Marmorfigur, die Antonio Canova, ein zur Zeit Napoleons gefeierter Bildhauer, geschaffen hat und Napoleons Schwester Elisa Bonaparte in der Gestalt der griechischen Muse Polyhymnia darstellt. Sie hatte 1809 Canova beauftragt, ihre Portraitstatue zu schaffen, wollte jedoch als Concordia, Göttin der Eintracht, dargestellt werden. Da aber Napoleons Gemahlin Marie Louise, die übrigens eine Tante Franz Josephs war, ebenfalls den Auftrag erteilt hatte, als Concordia dargestellt zu werden, änderte Canova die Figur der Elise und schuf sie als Polyhymnia. Im Jahre 1817 kam das Kunstwerk als Geschenk an Kaiser Franz II./I. nach Wien.
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Kleiner Salon Elisabeths.
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Zur Zeit Elisabeths war der kleine Salon als Empfangszimmer in Verwendung. Das Gemälde in der Mitte zeigt Kaiser Franz Joseph im Alter von 23 Jahren zum Zeitpunkt der Vermählung. Das Gemälde an der Wand links zum Großen Salon zeigt Erzherzogin Maria Annunziata, die Gemahlin Karl Ludwigs, des Bruders Franz Josephs und somit Schwägerin des Kaiserpaares.
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Das große Vorzimmer.
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Das große Vorzimmer betrat die Kaiserin durch die Türe gegenüber, die von der sogenannten Adlerstiege zu ihrem Appartement führte. Da dieser Aufgang heute zur Präsidentschaftskanzlei gehört, ist der Zugang vermauert. Die Gemäldeausstattung dieses Raumes versetzt uns noch einmal in das 18. Jahrhundert, in die Zeit Maria Theresias, der Ur-Ur-Großmutter Franz Josephs. Sie regierte von 1740 bis 1780 und war mit Franz Stephan von Lothringen verheiratet, der ab 1745 gewählter Römischer Kaiser Franz I. war. Das Paar hatte 16 Kinder, von denen 10 das Erwachsenenalter erreichten. Die Gemälde zeigen Kinder Maria Theresias beim Theaterspielen. Sie wurden dazu angehalten, bei den verschiedensten Familienfesten wie Geburtstags-, Namenstags- und Hochzeitsfeiern zu musizieren, zu tanzen oder Theater zu spielen.
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Roter Salon (Boucherzimmer).
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Das Alexanderappartement wurde von Kaiserin Elisabeth für Diners und Empfänge genutzt. Es bestand, bei der Alexanderstiege beginnend, aus Eingangszimmer, Speisesaal, Großem Salon, Boucher-Zimmer und Kleinem Vorzimmer. Das Appartement wurde nach Zar Alexander I. von Russland benannt, dem diese Raumflucht während des Wiener Kongresses 1815 zur Verfügung stand.
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Konsoltisch mit Vase und Kandelaber.
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Die Ausstattung des Roten Salon (Boucher–Zimmer) mit Gobelins der Pariser Manufaktur aus dem 18. Jahrhundert stellt wohl den Inbegriff fürstlicher Prachtentfaltung dar. Diese Wandteppiche waren ein Geschenk des französischen Königs Ludwig XVI. an seinen Schwager Kaiser Joseph II., als dieser 1777 bei einem Besuch in Versailles weilte
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Speisesaal.
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Im Speisesaal ist eine gedeckte Tafel aus der Zeit Franz Josephs zu sehen. Je nach Größe und Ausstattung unterschied man zwischen Galadiner, Familiendiner, Serien- oder Militärdiners oder Marschalltafeln. Dreimal pro Woche gab es offizielle Diners, sogenannte Seriendiners, zu denen jeweils knapp 30 Personen geladen waren.
 
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Gedeck mit Kaiserserviette.
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Sie fanden immer im Alexanderappartement statt, außer die Zahl der Geladenen stieg auf über 30 Personen. Dann musste in die Geheime Ratsstube im Leopoldinischen Trakt ausgewichen werden.
Text und Bilder auszugsweise aus:
Kaiserappartements - Sisi Museum - Silberkammer
© 2008 Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
Website Screenshot 2017: http://www.hofburg-wien.at/wissenswertes/kaiserappartements.html
Kaiserappartements
Kaiserappartements - Sisi Museum - Silberkammer
Hofburg - Michaelerkuppel, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 533 75 70
E-Mail: info@hofburg-wien.at
Öffnungszeiten:
Die Kaiserappartements, das Sisi Museum und die Silberkammer
sind täglich für Sie geöffnet - auch an Feiertagen!
September bis Juni 9.00 bis 17.30 Uhr
Juli und August 9.00 bis 18.00 Uhr
Die Mitnahme von sperrigen Gegenständen und Gepäckstücken
aller Art – Koffer, Taschen, Scooter etc. – ist nicht gestattet.
Bitte beachten Sie, dass es auch keine Möglichkeit zur
Gepäcksaufbewahrung gibt. Wir danken für Ihr Verständnis.
Erreichbarkeit:
U-Bahn: Linie U3 (orange), Station Herrengasse
Straßenbahn: Linie 1, 2 und D, Station Burgring
Bus: Linie 2A und 3A, Station Hofburg
www.hofburg-wien.at/kaiserappartements
 
 
 
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Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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