Kapuzinerkirche
Kirche zur Heiligen Maria von den Engeln
Tegetthoffstraße 2, 1010 Wien
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Die Kapuzinerkirche am Neuen Markt.
Die Kirche zur Heiligen Maria von den Engeln ist eine römisch-katholische Kirche des Kapuzinerordens am Neuen Markt im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt. Sie ist insbesondere für ihre Gruft bekannt, welche über Jahrhunderte als Grablege des Herrscherhauses der Habsburger diente: die Kapuzinergruft.
Geschichte
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fronleichnamsprozession vor der Kapuzinerkirche mit Kaiser Franz Joseph; 1899.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaiserin Anna, die Gemahlin der Kaisers Matthias, hegte den Wunsch, nahe der Burg zugleich mit einem Kapuzinerkloster auch eine Begräbnisstätte zu bauen und errichtete in ihrem Testament vom 10. November 1618 hiefür eine Stiftung. Kaiser Matthias erwarb für die Kapuziner einen großen Grundkomplex zwischen dem Neuen Markt und der Spiegelgasse, zu dem auch der bereits recht verfallene Schaumburgerhof (1), damals kaiserlicher Hofstall, der Altenburger Hof und (ab 1635) der Seckauer Hof gehörten. Kaiser Matthias starb, ehe der Bau überhaupt begonnen wurde. Seit 1619 unterstehen die Kapuziner einem aus dem Kreis der Ordensmitglieder gewählten General. Da die Kaiserin noch im selben und ihr Gemahl im folgenden Jahr starb, verzögerte sich die Gründung. Am 8. September 1622 nahm im Beisein Kaiser Ferdinands II. und seines Hofes Kardinal Franz von Dietrichstein, Fürstbischof von Olmütz, die feierliche Grundsteinlegung vor.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Blick durch das Kirchenschiff gegen den Hochaltar.
Die Ungunst der Zeit (Dreißigjähriger Krieg) ließ den Bau nicht so rasch vorankommen als man erwartete. Aufgrund der politischen Verhältnisse wurde die Weihe in zwei Schritten vorgenommen: Altäre und Seitenkapelle 1627, die gesamte Kirche erst 1632. Deshalb wurde 1627, als der größte Teil der Kirche fertig war, der Hochaltar, die rechte Seitenkapelle Mariä Opferung und der Altar in der Krypta unter dem Presbyterium geweiht. Erst nach weiteren fünf Jahren, am 25. Juli 1632, konnte der Wiener Bischof Anton Wolfrath die Weihe der Kirche unter dem Titel "Maria von den Engeln" vornehmen.
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fronleichnam 1949; Prozession beim Altar vor der Kapuzinerkirche.
United States Information Service (USIS)
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zur Zeit der Türkengefahr wirkte hier P. Emmerich Sinelli von Komorn. Er war Konferenzminister Kaiser Leopolds I. und von 1681-1685 Bischof von Wien. Damals lebte auch der berühmte Prediger P. Prokopius von Templin in dieser Stadt. Aufs engste mit der Befreiung Wiens von der Türkengefahr verbunden ist der am 27. April 2003 durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochene P. Markus von Aviano, Päpstlicher Legat, der 1699 starb und vor dem rechten Seitenaltar (Pieta-Altar) beigesetzt ist.
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kapuzinerkirche um 1955. Bild: Winkler.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In den Jahren 1840-1842 wurde das bereits baufällige Kloster unter Kaiser Ferdinand 1. niedergerissen und in seiner heutigen Form erbaut. Die Kirche hingegen wurde in ihrer ursprünglichen Gestalt belassen. Die Außenseite des Klosters wurde gründlich renoviert und die Kirche mit einer neuen Fassade versehen. 1935/1936 wurde in Anlehnung an alte Ansichten die Fassade durch Wytrlik und Tremml rekonstruiert (Fresken von Rudolf Holzinger). Während des Zweiten Weltkrieges musste das Kloster Teile für militärische Zwecke abtreten und hatte in der Endphase des Krieges Bombenschäden zu erleiden. Im Jahre 1970/71 wurden die wertvollen Hochaltäre und die Altar und Chorbilder, das große Hochaltar, und Chorbild schon um 1950 gründlich restauriert.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Die Pietàkapelle "Schmerzhafte Maria".
Im Vordergrund die Grabplatte Marco d'Avianos.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015 Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Die beiden Seitenkapellen von der Mitte des Kirchenschiffs aus gesehen.
In der Kirche befinden sich Gemälde von P. Norbert Baumgartner, ein Marmoraltar, Peter Strudel zugeschrieben, und eine Kopie des Gnadenbildes Maria, Trösterin der Betrübten. Die Renovierung des Innenraumes erfolgte im Jahre 1976.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Blick auf das schlichte Tonnengewölben der Kapuzinerkirche.
Die Kirche ist ein schlichter einschiffiger Saal mit Tonnengewölben und Stichkappen. Durch zwei zu beiden Seiten angefügte Kapellen entsteht eine kreuzartige Anlage, wie sie den Baugewohnheiten der Kapuziner entspricht. Der intarsierte Hochaltar, seitliche Altarbilder und die Bilder an den Triumphbogenaltären stammen vom Kapuzinerpater Norbert (Johann Baumgartner, † 1773).
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Die Kaiserkapelle der Kapuzinerkirche, hier las Papst Pius VI. eine Messe.
Links befindet sich die „Kaiserkapelle" (quadratischer Raum mit Marmoraltar [1751] und Holzstatuen der Habsburger Matthias, Ferdinand II., III. und IV. in den Ecknischen [17. Jahrhundert]), rechts eine Kapelle mit Marmoraltar von J. L. von Hildebrandt (1812; figurale Darstellung „Schmerzhafte Maria" von Peter Strudel und Matthias Steinl), vor dem sich die Grabplatte Marco d'Avianos befindet (links Denkmal d'Avianos von Michael Rieser, 1891). In der "Kaiserkapelle" las Papst Pius VI. anlässlich seines Besuchs in Wien am Marmoraltar eine Messe (1782).
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Das Eingangsportal der Kapuzinerkirche.
Die neue, schlicht gestaltete Kirche mit ihrer Giebelfassade hob sich deutlich von den umliegenden Adels- und Bürgerhäusern ab. Im Laufe der Zeit war die Kirche zahlreichen Umbauten unterworfen, am markantesten ist der Portalvorbau von 1760. In den Jahren 1934 bis 1936 wurde die Fassade schließlich nach historischen Bildern rekonstruiert und mit einem Fresko von Hans Fischer versehen. Aus dieser Zeit stammt auch das Denkmal des Marco d’Aviano von der Hand des Wiener Bildhauers Hans Mauer.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Innenansicht schräg durch das Kirchenschiff gegen den Hochaltar.
Tritt man in das Innere der Kirche, so findet man eine schlichte, einschiffige Saalkirche mit einem Tonnengewölbe vor sich. Beiderseits ist je eine Kapelle an das Kirchenschiff angefügt – links die Kaiserkapelle, rechts die Pietàkapelle. Letztere beherbergt das Grab von Marco d'Aviano. Der Marmoraltar der Kapuzinerkirche stammt von Peter Strudel, die Gemälde wurden großteils von Norbert Baumgartner gefertigt. Eine grundgehende Renovierung des Kircheninnenraums erfolgte 1976.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015 Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Die beiden Seitenaltäre der Kapuzinerkirche.
Das Wiener Kapuzinerkloster ist eng mit der österreichischen Geschichte verbunden. Kapuziner waren Beichtväter des Herrscherhauses und sind nach wie vor die „Hüter“ der Kapuzinergruft, in der zahlreiche Kaiserinnen und Kaiser beigesetzt wurden. Heute hat das Haus durch seine Lage in der Wiener Innenstadt auch sozial und seelsorglich wichtige Aufgaben: Das slw Wien hat in dem Haus seinen Sitz, in den Wintermonaten wird eine Wärmestube für Bedürftige angeboten. Seelsorglich wird das Beicht- und Gottesdienstangebot gerne wahrgenommen.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015 Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Heilige Veronika Statue. Heiliger Franziskus Statue.
Darüber hinaus ist das Kloster Wien ein wichtiger internationaler Standort für den Kapuzinerorden. Kapuziner aus aller Welt kommen nach Wien um hier zu studieren oder Deutsch zu lernen. So gibt es in der Gemeinschaft immer einige Studenten, die mehrere Wochen bis einige Jahre in dem Haus leben.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Blick gegen die Orgelempore.
Links und rechts vom Eingang an der Seitenwand befinden sich verschiedene Gedenktafeln, darunter für das K.u.k. Galizische Ulanen-Regiment Nr. 13. Im Kircheninneren, rechts vom Eingang, befindet sich auch einer der Abgänge zur Kapuzinergruft.
Kapuzinerkirche © Internationale Pressebildagentur Votava
Aufbahrung der Särge von Otto und Regina Habsburg in der Kapuzinerkirche.
Die beiden Särge waren in der Kapuzinerkirche in der Kaiserkapelle aufgebahrt.
© Internationale Pressebildagentur Votava
Der im Juli 2011 verstorbene letzte österreichisch-ungarische Thronfolger Otto von Habsburg wurde mitsamt seiner Gemahlin Regina von Sachsen-Meiningen bei der Beisetzung in einer Seitenkapelle der Kirche aufgebahrt.
Kaisergruft
Die Kaisergruft, auch Kapuzinergruft oder Kaisergruft bei den P.P. Kapuzinern in Wien genannt, ist eine Begräbnisstätte der Habsburger und Habsburg-Lothringer in Wien. Die Gruft befindet sich am Neuen Markt unter der Kapuzinerkirche und wird von den gleichnamigen Ordensbrüdern, den Kapuzinern, betreut.
In der Kaisergruft ruhen 138 Personen sowie vier Herzurnen.
Kapuzinerkirche © E. Gaube 2015
Besuchereingang zur Kapuzinergruft, rechts neben der Kapuzinerkirche.
Kaiserin Anna stiftete 1617 testamentarisch das Kapuzinerkloster und verfügte den Bau der Gruft. Ein Jahr später starb sie, im Jahr darauf ihr Mann, Kaiser Matthias. Begonnen wurde der Bau unter seinem Nachfolger Ferdinand II. (reg. 1619–1637) im Jahr 1622. Wegen des Dreißigjährigen Krieges dauerte der Bau elf Jahre. Nach der Fertigstellung im Jahr 1633 wurden die Särge von Anna und Matthias in die Gruft überführt. Seither wurde die Gruft insgesamt achtmal erweitert. Kaiser Ferdinand III. (reg. 1637–1657) gab den ersten Auftrag zur Erweiterung der Gruft. Dadurch schuf er die Grundlage zum Ausbau der Kaisergruft zu einer Erbbegräbnisstätte der Familie Habsburg (später Habsburg-Lothringen). 1662 lieferte Steinmetzmeister Ambrosius Ferrethi aus Kaisersteinbruch für die Gründer- und die Leopoldsgruft Bodenplatten und Stiegenstufen aus glattpoliertem Kaiserstein.
Kapuzinergruft © Internationale Pressebildagentur Votava
Das Bild zeigt den Sarg von Kaiser Franz Joseph.
© Internationale Pressebildagentur Votava
In den Jahren 1908 / 1909 wurde anlässlich des 60-Jahre-Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. der nach ihm benannte Teil erweitert. Zu seiner Zeit erfolgte auch die Verkleidung des vom Kloster hinunterführenden Stiegenganges mit weißen Fliesen; 1909 wurde elektrisches Licht installiert. Die bisher letzte Erweiterung (Neue Gruft) fand von 1960 bis 1962 unter der Leitung von Karl Schwanzer im Auftrag der Republik Österreich statt. Heute ist die Kaisergruft das Grabmal für 12 Kaiser, 19 Kaiserinnen und viele weitere Mitglieder der Familie Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen. Künstlerisch bemerkenswert sind die Karlsgruft (unter Kaiser Karl VI. vor 1720 angelegt, geplant von Johann Lucas von Hildebrandt) und die Maria-Theresien-Gruft (1758, geplant von Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey und Nikolaus Pacassi), die in anmutigem Rokokostil gehalten ist. Der große, spätbarocke Doppelsarkophag für Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen stammt von Balthasar Ferdinand Moll und wurde bereits zu ihren Lebzeiten angefertigt.
Kapuzinergruft © Internationale Pressebildagentur Votava
Kaisergruft unter der Kapuzinerkirche.
© Internationale Pressebildagentur Votava
Als einzige Protestantin wurde hier 1829 Erzherzogin Henriette, Frau des erfolgreichen Feldherrn und Kaiserbruders Erzherzog Karl, bestattet, die bei ihrer Einheirat in die Familie Habsburg-Lothringen ihre Konfession nicht geändert hatte. Diese Bestattung musste von Kaiser Franz I. durchgesetzt werden. Als bisher letzte Bestattung fand die von Otto Habsburg, Sohn des letzten Kaisers von Österreich, und seiner 2010 gestorbenen Frau Regina von Sachsen-Meiningen am 16. Juli 2011 statt.
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaisergruft, Leopoldsgruft: Links Sarg der Kaiserin Anna (+1618),
rechts Sarg der Kaiserin Maria Anna (+1646). Frontalansicht. ;um 1933.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der letzte Kaiser selbst, Karl I. (reg. 1916–1918), ist nach wie vor an seinem letzten Exilort, Funchal auf Madeira, bestattet. Die Nachkommen des letzten österreichisch-ungarischen Herrscherpaares werden seit 1970 in der Loretokapelle des Klosters Muri im Aargau in der Schweiz, nicht weit weg von der Burg Habsburg, zur Ruhe gebettet. Das Kloster Muri war Bestattungsort der Familie Habsburg von der Stiftung durch den Stammvater Radbot von Habsburg bis 1260. Seither haben jedoch auf ausdrücklichen Wunsch der Verstorbenen weitere Beisetzungen von Familienmitgliedern in der Gruftkapelle der Kaisergruft stattgefunden.
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kapuzinergruft - Sarg von Leopold I..
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unter besonderen Umständen konnten Personen, die nicht Mitglieder der Familie Habsburg(-Lothringen) waren, hier beigesetzt werden. Karl III. Joseph von Lothringen, Fürstbischof von Trier, verstarb bei einem Aufenthalt in Wien 1715 überraschend. Er wurde vorerst in der Minoritenkirche beigesetzt und 1716 in die Kaisergruft überführt. Seine Herzurne steht auf dem Sarg. Einzige Nicht-Habsburgerin in der Gruft ist Gräfin Fuchs-Mollard, Kindermädchen von Kaiserin Maria Theresia, die sie und ihr Mann zeitlebens sehr schätzten und bei der sie sich oft Rat holten. Die Inschrift auf dem Sargdeckel lautet dementsprechend: „Zum unsterblichen Angedenken eines wohlwollenden dankbaren Herzens für die edle Erziehung zur Tugend. Ich, Maria Theresia.“
Kapuzinerkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Begräbnis Kaiserin Elisabeth. Aufnahme von links über den Neuen Markt gegen
die Kapuzinerkirche. Die Menge in Erwartung des Trauerzuges; 1898.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Feldmarschall Radetzky, überaus populärer und für den Erhalt der Herrschaft des Kaisers wesentlicher Heerführer, sollte 1858 auf Wunsch Franz Josephs I. hier seine letzte Ruhestätte finden. Radetzky hatte allerdings einem Gönner, der seine Schulden beglichen hatte, versprochen, sich auf dessen Heldenberg bestatten zu lassen. Nicht ebenbürtigen Ehegatten und deren Nachkommen war die Beisetzung hier verwehrt: Daher ließ Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand für seine morganatische Gattin, Sophie Herzogin von Hohenberg, und ihre drei gemeinsamen Kinder in seinem Schloss Artstetten eine Gruft bauen. Das Paar wurde 1914 nach dem Attentat von Sarajevo dort bestattet. Bis 1940 lag auch der Leichnam Napoleon Franz Bonapartes, des einzigen Sohns Napoleons mit Erzherzogin Marie-Louise, in Österreich als Herzog von Reichstadt bekannt, in der Kaisergruft. Er wurde auf Befehl Hitlers 1940 in den Invalidendom nach Paris überführt.
www.kapuziner.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Kapuzinerkirche_(Wien)" der
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Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
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