Karl-Marx-Hof
Der längste zusammenhängende Wohnbau der Welt
Heiligenstädter Straße 82 - 92, 1190 Wien
Der Karl-Marx-Hof an der Heiligenstädter Straße 82 - 92.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dreizung
Der Karl-Marx-Hof ist einer der bekanntesten Gemeindebauten Wiens
und liegt im 19. Bezirk Döbling. Er wird im Westen von der Heiligenstädter Straße begrenzt, im Norden von der Grinzinger Straße, im Osten von der Boschstraße und im Süden von der Geistingergasse. Die Halteraugasse, die Josef-Hindels-Gasse und die Felix-Braun-Gasse durchqueren die Anlage, der 12. Februar-Platz (der die Mooslackengasse unterbricht) liegt in ihrem Zentrum.
Wien 19, Heiligenstädterstraße 82-92; Karl-Marx-Hof:
Flugansicht des Karl-Marx-Hofes mit Hoher Warte gegen die Donau; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Karl-Marx-Hof wurde auf einem Gelände errichtet, das bis ins 12. Jahrhundert ein schiffbarer Donauarm gewesen war. 1750 waren davon nur mehr einige Tümpel erhalten, die unter Kaiser Joseph II. zugeschüttet wurden. In der Folgezeit wurden auf dem Gelände Gärtnereien betrieben. Mitte der 1920er Jahre begann die Absiedlung der Gärtnereien, da das sozialdemokratische Wohnbauprogramm die Errichtung der drittgrößten Wohnhausanlage Wiens in der Ersten Republik vorgesehen hatte.
Ansicht des Mittelteiles von erhöhtem Standort aus Richtung Heiligenstädterstraße; 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zwischen 1927 und 1933 vom Otto-Wagner-Schüler und Stadtbaumeister Karl Ehn errichtet und am 12. Oktober 1930 offiziell eröffnet, fasste der Bau 1382 Wohnungen für rund 5.000 Bewohner. Alle Wohnungen verfügten zum Zeitpunkt der Errichtung über ein eigenes WC und eine Wasserentnahmestelle/Waschmöglichkeit im WC-Vorraum bzw. in der Küche, jedoch noch nicht über ein Badezimmer.
Der Karl-Marx-Hof, eine riesige Baustelle.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at
Über Ehrenhof und mächtige Tore betritt man diese Stadt in der Stadt. Nur 20 Prozent des über 150.000 Quadratmeter großen und 1.000 Meter langen Areals sind bebaut, der Rest wird als Spiel- und Gartenfläche genutzt.
Der Karl-Marx-Hof, eine riesige Baustelle.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at
Der Bau enthält zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen wie Wäschereien, Bäder, Kindergärten, eine Bibliothek, Arztpraxen und Geschäftslokale. Der Karl-Marx-Hof ist vier Straßenbahnhaltestellen (ungefähr 1.100 m) lang und ist damit der längste zusammenhängende Wohnbau der Welt. Benannt wurde der Gemeindebau nach dem Philosophen, Ökonomen und Kommunisten Karl Marx.
Operationssaal der Schulzahnklinik im Karl-Marx-Hof:
Kinder sitzen auf Zahnbehandlungssesseln und an Waschbecken.
Zahnärztinnen und ein Zahnarzt behandeln die Kinder; 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
23. Mai 1935, Schulzahnklinik im Karl-Marx-Hof: Operationssaal. Blick in den Raum.
Kinder sitzen auf Zahnbehandlungssesseln und stehen an Waschbecken.
Zahnärztinnen und ein Zahnarzt behandeln die Kinder.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die nach Karl Marx benannte Wohnhausanlage der Gemeinde Wien ist der wohl repräsentativste, sicherlich aber der bekannteste kommunale Wohnbau der Stadt. Der Karl-Marx-Hof wurde in den Jahren 1926 bis 1930 nach Plänen von Karl Ehn als Musterbeispiel eines monumentalen "Superblocks" errichtet.
Eine Musterwohnung im Karl-Marx-Hof.
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Zusätzlich zu den 1.382 Wohnungen für etwa 5.000 BewohnerInnen
wurden hier auch zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen geschaffen,
u.a. zwei Zentralwäschereien mit 62 Waschständen,
zwei Bäder mit 20 Wannen und 30 Brausen, zwei Kindergärten,
Die Waschküche im Karl-Marx-Hof.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at
Das Brausebad im Karl-Marx-Hof.
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eine Mutterberatungs- stelle, ein Jugendheim, eine Bibliothek,
eine Zahnklinik, eine Kranken­kassenstelle mit Ambulatorium,
eine Apotheke, ein Postamt, mehrere Arztpraxen, Kaffeehäuser,
Räumlichkeiten für politische Organisationen und 25 Geschäftslokale.
Eine eigene Wohnungsberatung im Karl-Marx-Hof.
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Der Kindergarten im Karl-Marx-Hof.
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Der Karl-Marx-Hof wurde als Verbauung der relativ schmalen, aber über einen Kilometer langen früheren "Hagenwiese" als geschlossene Wohnhofanlage mit großen, freundlichen Gartenhöfen errichtet.
Wien 19, Heiligenstädterstraße 82-92; Karl-Marx-Hof; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Besonders beeindruckend ist der stark zurückversetzte Mitteltrakt mit seinen sechs monumentalen Türmen, die von mächtigen Fahnenstangen überragt werden, den riesigen Durchfahrten, die auf die Achse Heiligenstädter Bahnhof / Hohe-Warte-Stadion ausgerichtet sind, den massiven, archaisch anmutenden Haus- eingängen, den Balkon-, Loggien- und Erkergruppen die – auch durch ihre Andersfarbigkeit – wie "aufgesetzt" wirken und dem großen Vorplatz.
Wien 19, Heiligenstädterstraße 82-92; Karl-Marx-Hof:
Mittelrisalit mit der Bronzestatue 'Sämann' von Otto Hofner (1928); um 1933.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die in der Mitte dieses Ehrenhofes stehende Bronzefigur "Sämann"
stammt von Otto Hofner (1929), die wunderbaren farbigen Keramikfiguren
über den Rundbögen ("Aufklärung", "Befreiung", "Kinderfürsorge", "Körperkultur")
und die zwei Blumenvasen von Josef Franz Riedl (1930).
Eröffnung am 12. Oktober 1930.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at
Der Karl-Marx-Hof wurde in drei Abschnitten errichtet; der letzte Bauteil
wurde erst im Sommer 1933 fertiggestellt. Seit Dezember 1929 hatte auch die
"Beratungsstelle für Inneneinrichtung" ihren Sitz im Karl-Marx-Hof.
Die offizielle Eröffnung der Anlage fand am 12. Oktober 1930 statt; dabei sprach Bürgermeister Karl Seitz die berühmten Worte:
Wenn wir einst nicht mehr sind, werden diese Steine für uns sprechen.
Wien 19, Heiligenstädterstraße 82-92; Karl-Marx-Hof; um 1946.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im Februar 1934 war der Karl-Marx-Hof ein Zentrum des Widerstandes gegen den Faschismus. Am 12. Februar versuchte die Polizei vergeblich, die Anlage zu besetzen. In den Abendstunden wurden starke Bundesheerverbände und eine große Schutzkorpseinheit unter dem Kommando von Karl Biedermann zur Unterstützung herangebracht. Karl Biedermann der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ein führender Vertreter des militärischen Widerstandes sein sollte.
Geschütze zielen auf den Karl-Marx-Hof; 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Karl-Marx-Hof, davor Bundesheer in Stellung; 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Biedermann schloss sich der von Major Carl Szokoll geleiteten Widerstandsgruppe österreichischer Angehöriger der Wehrmacht innerhalb des Wehrkreiskommandos XVII an. Im Frühjahr 1945 plante diese die „Operation Radetzky“, deren Ziel es war, die Rote Armee bei der Befreiung Wiens zu unterstützen und größere Zerstörungen zu verhindern. Biedermann hätte mit seinen Truppen Schlüsselstellungen in der Stadt besetzen und die Sprengung von Brücken verhindern sollen.
Zerschossene Küche im Karl-Marx-Hof; 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Doch die für 6. April 1945 geplante „Operation Radetzky“ wurde verraten. Biedermann wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. April 1945 verhaftet, vor ein Standgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Am 8. April 1945 wurde Biedermann zusammen mit zwei weiteren Angehörigen des militärischen Widerstands, Hauptmann Alfred Huth und Oberleutnant Rudolf Raschke, öffentlich am Floridsdorfer Spitz in Wien gehängt.
Beschädigungen durch die Februarkämpfe; 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Karl-Marx-Hof nach der Beschießung; 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 13. Februar 1934 wurden um ein Uhr früh die ersten Artilleriegeschosse gegen den Karl-Marx-Hof abgefeuert. Am Vormittag setzte der systematische Beschuss ein und unter dem Schutz von Maschinengewehrfeuer erfolgte der Sturm auf den Gebäudekomplex, bei dem auch Panzerwagen zum Einsatz kamen. Die Kämpfe dauerten bis in die Vormittagsstunden des 15. Februar. Dann zogen sich die letzten Verteidiger vor der erdrückenden Übermacht zurück.
Karl-Marx-Hof nach der Beschießung; 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Karl-Marx-Hof wurde noch im Februar in "Biedermannhof" umbenannt; im August 1935 gaben ihm die Austrofaschisten den offiziellen Namen "Heiligenstädter Hof", den auch die National- sozialisten beibehielten. Das Kaffeehaus auf Stiege 3 wurde im Ständestaat übrigens in eine römisch-katholische Gottes­dienst- stätte umgewandelt. Später machten die Nationalsozialisten daraus einen Versammlungsraum ihrer Partei.
Transparent zum 80. Geburtstag von Karl Seitz vor dem Karl-Marx-Hof; 1949.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Seit 1945 trägt der Karl-Marx-Hof wieder seinen ursprünglichen Namen. Bei der Stiege 32 in der Boschstraße erinnert eine Gedenktafel daran, dass Österreichs Arbeiter im Februar 1934 als erste in Europa dem Faschismus entgegentraten.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at / Stephan Huger
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at / Stephan Huger
Im Karl-Marx-Hof wurde in den Jahren 1986 bis 1992 eine Sockelsanierung durchgeführt. Durch die Erneuerung von Fassade, Fenstern und Türen konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem umfassten die Arbeiten die Neuverlegung der Wasserleitungen, den Einbau 50 neuer Aufzüge, den Anschluss an die Fernwärme Wien sowie die Instandsetzung des Spielplatzes.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at / Charlotte Schlifelner
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at / Stephan Huger
 Die Kosten beliefen sich auf 32.410.849 Euro, davon konnten 29.239.215 Euro durch Förderungen gedeckt werden. Seit 2010 werden Sanierungsmaßnahmen der Dächer durchführt, die Aufzüge instandgesetzt und die Fassade mit einem Anstrich versehen. Weiters werden Stiegenhäuser instandgesetzt, die Kanalanlagen erneuert und in den Höfen zusätzliche Geräteabstellboxen errichtet.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at / Charlotte Schlifelner
Seit 1. Mai 2010 beherbergt der Waschsalon Nr. 2 in der Halteraugasse 7,
wo im Erdgeschoss immer noch Wäsche gewaschen wird,
eine Dauerausstellung zur Geschichte des "Roten Wien".
Der Waschsalon Nr. 2 in der Halteraugasse 7.
© Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - www.dasrotewien.at / Charlotte Schlifelner
Die permanente Ausstellung umfasst vier Themenbereiche:
Die Geschichte des Roten Wien von 1919 bis 1934/45
Kommunaler Wohnbau und Folgeeinrichtungen
Bildungs- und Kulturarbeit
Fest- und Feierkultur der Wiener Arbeiterbewegung
Der Waschsalon Nr. 2 in der Halteraugasse 7.
© Verein Sammlung Rotes Wien - www.dasrotewien-waschsalon.at
Das „Neue Wien“ der 1920er und frühen 1930er Jahre war ein einzigartiges gesellschaftspolitisches Experiment, das sämtliche Lebensbereiche der
Menschen umfasste – von der Sozial- und Gesundheitspolitik über
das Bildungswesen bis zum sozialen Wohnbau. 
Der Waschsalon Nr. 2 in der Halteraugasse 7.
© Verein Sammlung Rotes Wien - www.dasrotewien-waschsalon.at
Im ersten Ausstellungsbereich sind die wichtigsten Etappen des Roten Wien (1919 bis 1934/45) dargestellt – beginnend mit der Entstehung der ersten Arbeiterbildungs- und Konsumvereine, über die Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei zum Jahreswechsel 1888/89 bis zum Beginn des Roten Wien im Frühjahr 1919. Im Anschluss daran werden die wichtigsten Reformvorhaben vorgestellt und die bedeutendsten Persönlichkeiten porträtiert.
Der Waschsalon Nr. 2 in der Halteraugasse 7.
© Verein Sammlung Rotes Wien - www.dasrotewien-waschsalon.at
Der zweite Ausstellungsbereich ist dem Thema „kommunaler Wohnbau“ gewidmet. Parallel zur Errichtung der Gemeindebauten entstand eine komplexe Infrastruktur sogenannter „Folgeeinrichtungen“ – öffentliche Bäder und Waschküchen, Kinder- und Jugendbetreuungsstätten, Arbeiterbüchereien und Sportplätze, Geschäftslokale und Parkanlagen. Ein Grundriss verdeutlicht außerdem Größe und Anlage einer typischen Karl-Marx-Hof-Wohnung. Zu sehen sind ein Modell des Paul-Speiser-Hofes aus den Beständen des Wien Museums sowie ein Modell des Kindergartens Sandleiten aus dem Architekturzentrum Wien.
Der vierte Ausstellungsbereich befindet sich im Dachgeschoß.
© Verein Sammlung Rotes Wien - www.dasrotewien-waschsalon.at
Im dritten Ausstellungsbereich werden die wichtigsten Vorfeldorganisationen der österreichischen Sozialdemokratie vorgestellt,  Der dritte Ausstellungsbereich ist dem Thema „Bildungs- und Kulturarbeit im Roten Wien“ gewidmet. Und im Dachgeschoß dem vierten Ausstellungsbereich, wo ursprünglich die Wasserbehälter des Brausebades untergebracht waren, sind Maiabzeichen und Traditionsfahnen, Festbroschüren und persönliche Gedenkstücke sowie Büsten wichtiger Persönlichkeiten ausgestellt. Büsten von Ferdinand Lassalle, Albert Sever, Jakob Reumann, Otto Glöckel, Karl Seitz, Hugo Breitner und Robert Danneberg sowie ein Porträtkopf Victor Adlers.
Website Screenshot 2017: http://www.dasrotewien-waschsalon.at/startseite/
Karl-Marx-Hof
Das Rote Wien im Waschsalon Nr. 2
Verein Sammlung Rotes Wien
Halteraugasse 7, 1190 Wien
Telefon: +43 (0) 677 61625809
E-Mail: info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Öffnungszeiten:
Donnerstag 13 bis 18 Uhr
Sonntag 12 bis 16 Uhr
sowie für Gruppen nach Voranmeldung
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U4, Station Heiligenstadt, drei Minuten Gehweg
Straßenbahn Linie D, Station Halteraugasse
www.dasrotewien-waschsalon.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
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