Geschichte der Leopoldstadt
Die Leopoldstadt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ansicht von Wien aufgenommen von St. Stephansthurme.
Blick in Richtung Leopoldstadt und Praterauen.
K. u. K. Hof- und Staatsdruckerei 1856.
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Der 2. Bezirk liegt auf der Insel zwischen Donau und Donaukanal und grenzt mit letzterem an den 1. Bezirk. Das Ufergebiet des Donaukanals westlich der Ulrichgasse gehört zur Außenzone der Welterbestätte Historisches Zentrum von Wien. An die Leopoldstadt grenzen außerdem die Bezirke 3, 9, 11 und 20 sowie jenseits der Donau der 22. Bezirk. Den größten Teil des 2. Bezirkes nimmt der Prater ein.
Im Jahre 2007 sind der Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt und der New Yorker Stadtbezirk Brooklyn eine Bezirkspartnerschaft eingegangen.
Der Untere Werd
Die Leopoldstadt - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Werd um 1547 (unterer Bildrand). Karte von Bonifaz Wolmuet, Südwest ist oben.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Anfänge der Besiedlung sind auf die Zeit um 1300 zu datieren. Aus dem Jahr 1368 stammt die Erwähnung einer Brücke zum Unteren Werd (werd, mittelhochdeutsch für Insel) beim Rotenturmtor der Stadt (bis 1782 die einzige!). Im 15. Jahrhundert erwarb die Stadt Wien hier Grundbesitz und Höfe. Die Siedlung entstand in Auengebiet, das zuvor hauptsächlich als Weideland diente: für den Viehbestand der Bewohner Wiens ebenso wie für aus Ungarn importierte oder im Transit befindliche Rinder (um 1500 wurden pro Jahr 50.000 nach Österreich getrieben, von denen ein Teil nach Süddeutschland weitergetrieben wurde) und Pferde; die Stadt nahm dafür Weidegeld ein. Das geerntete Heu wurde an Zugtiere verfüttert, weiters bezog man aus dem Unteren Werd Bau- und Brennholz für die Stadt.
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Die Brigitte-Aue um 1810.
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Bis 1450 war das Areal zwischen Hollandstraße, Taborstraße (die damals noch lang Kremser Straße genannt wurde) und Praterstraße verbaut; noch immer war der größte Teil des Unteren Werds Auwald, von vielen Donauarmen durchzogen, deren Lauf sich durch Hochwässer stark verändern konnte. 1439 wurde beim heutigen Gaußplatz die erste mehrteilige Jochbrücke über die Donau und ihre Seitenarme errichtet.
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Ferdinandsbrücke. Blick kanalaufwärts; links das Rotenturmtor,
rechts die Häuser des Leopoldstädter Ufers, vor 1850.
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1529 wurden die Brücken im Zuge der ersten Türkenbelagerung Wiens zerstört, der Untere Werd wurde von der osmanischen Armee besetzt. Im Bereich der heutigen Rotensterngasse und Großen Sperlgasse siedelten sich Bürger an, die durch die nachfolgende Erneuerung der Stadtmauer ihre Häuser verloren hatten. 1530 und 1536 wurden Brauhäuser errichtet (das Brauhaus an der heutigen Malzgasse bestand bis 1846). Ab 1569 erlaubte Kaiser Maximilian II. seinen Holzarbeitern und Jagdaufsehern, sich im Unteren Werd anzusiedeln, vorerst in der Venediger Au, dann rechts am Fahrweg von der Stadt zum Prater. Daraus entwickelte sich die Vorstadt Jägerzeile südlich der heutigen Praterstraße (im Abschnitt Czerningasse–Praterstern).[
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Kirche und Kloster der Barmherzigen Brüder, um 1783.
Durchblick gegen die Stadt. Im Mittelgrund Kirche und Kloster der Barmherzigen Brüder, um 1783. "Kloster und Kirche der barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt."
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1614 gründeten die nach Wien berufenen Barmherzigen Brüder ihr Kloster mit angeschlossenem Ordensspital, das bis heute besteht. 1621 siedelten sich die Karmeliter an. Kurz zuvor, 1614, hatte Kaiser Mathias den Hospitalorden der Barmherzigen Brüder des Hl. Johannes von Gott nach Wien berufen. 1622 wurde der Bau von Kirche und Spital begonnen und durch einen Stiftungsbrief Kaiser Ferdinands II. 1624 bestärkt. Das Hospital an der unteren Taborstraße, die damals eine wichtige Fernverbindung nach Norden war, besteht bis heute; es ist das älteste Krankenhaus der Stadt. Auch die unweit davon gelegene Karmeliterkirche war eine kaiserliche Stiftung (Ferdinand II., 1623)und ebenfalls Teil der gegenreformatorischen Klostergründungs-Offensive der Habsburger. Die beiden Kirchen setzen markante bauliche Akzente an diesem Abschnitt der Straße.
„Mazzesinsel“ und erste Leopoldstadt
Die Leopoldstadt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Donaukanal. Blick gegen die Taborbrücke. Aquarell von Josef Wohlmuth, um 1820.
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1624 verbannte Kaiser Ferdinand II. die jüdischen Wiener aus der Stadt und wies ihnen den Unteren Werd als Wohngebiet zu. Dies wurde 1626 in einem Vertrag der Judengemeinde mit dem Bürgerspital verankert, in dem das Areal „Auf der baumlosen Haide“ wie folgt definiert wurde (heutige Namen): Kleine Pfarrgasse–Große Schiffgasse–Krummbaumgasse–Karmelitergasse–Taborstraße. Einige der Häuser aus jener Zeit bestehen bis heute, z.B. das Pabsthaus (Haidgasse 6, benannt nach einer langjährigen Eigentümerfamilie) sowie die beiden Nachbarhäuser in der Großen Sperlgasse, das Haus Zum Sieg (Haidgasse 8, benannt nach dem Sieg Erzherzog Karls in der Schlacht von Aspern) und das Haus Zum goldenen Hasel in der Großen Pfarrgasse 19, das vor das Jahr der Portalinschrift (1736) zurück reicht.
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Kaiser Leopold I. verbannt die Juden und lässt in der Leopoldstadt Gotteshäuser errichten.
Feder- und Pinselzeichnung in Braun, laviert, mit Weißhöhungen über Bleistift von Karl Ruß.
Blatt 148 aus dem Zyklus „Bilder zur Geschichte von Wien“.
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1669/70 wurden die Juden von Leopold I. auf Drängen seiner spanischen Gattin und des Wiener Magistrats auch hier vertrieben, wobei viele von ihnen im Gebiet des heutigen Burgenlandes Aufnahme fanden, wo unter dem Schutz der ungarischen Magnatenfamilie Esterházy die Siebengemeinden entstanden. 1670 legte der Kaiser den Grundstein für eine 1671 dem Heiligen Leopold geweihte Kirche, nachdem an der Stelle die erst ein paar Jahre vorher errichtete Synagoge von den Wienern niedergebrannt wurde. Seit dieser Zeit wird der Untere Werd nach dem Kaiser Leopoldstadt genannt, ein Name, der 1850 von diesem relativ kleinen Gebiet auf den ganzen Bezirk überging. 1679 herrschte eine verheerende Pestepidemie. 1683 wurde die Leopoldstadt bei der zweiten Türkenbelagerung Wiens von den Belagerern verwüstet und in den folgenden Jahren wieder aufgebaut. 1722–1724 wurde die Leopoldskirche nach Plänen von Anton Ospel neu errichtet. Allen Repressionen bis zur NS-Zeit zum Trotz kehrten Juden immer wieder in diesen für Handel und Gewerbe lagegünstigen und Bildungseinrichtungen nahen Stadtbereich zurück. So leitet sich der Spitzname Mazzesinsel des Viertels von den zahlreichen Matze-Bäckern, die zur Zeit der jüdischen Feste das ungesäuerte Brot herstellten, ab. Bis zum Holocaust machte die jüdische Bevölkerung einen beträchtlichen Teil der Einwohner des 2. Bezirks aus. Die Grenzziehung durch das Karmeliterkloster ist heute noch anhand eines kurzen historischen Mauerteils zwischen der Karmelitergasse und der Tandelmarktgasse sichtbar (jeweils sichtbar in den Innenhöfen von Tandelmarktgasse 8 und Karmelitergasse 24). Auch heute wohnen jüdische Wiener wieder in diesem Stadtteil.
Prater und Augarten
Die Leopoldstadt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Damhirschjagd vor dem Kaiser im Prater zu Wien 1666. Kupferstich.
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Im Dreißigjährigen Krieg belagerten 1645 Schweden die Stadt. Nach ihrem Abzug wurde eine Kapelle errichtet, der Heiligen Brigitta von Schweden gewidmet. Davon leitet sich der Name Brigittenau für die bis dahin Schottenau genannte Gegend ab. (Der nördliche Teil des 2. Bezirks wurde 1900 mit dem Namen Brigittenau eigener Bezirk.) 1537 ließ der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Ferdinand I. die Prater-Hauptallee errichten, die seit 1867 nicht mehr durch das Heustadelwasser unterbrochen wird. 1560 wurde der Prater als kaiserliches Jagdgebiet eingefriedet, das Betreten durch Unbefugte verboten. Im Augarten ließ Leopold I. 1704 ein Schloss errichten, Karl VI. ließ die Parkanlage ab 1712 von Jean Trehet im bis heute erhaltenen Barockstil gestalten.
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Augarten - Blick auf die Front "Obere Augartenstraße". Stich von Johann Ziegler.
Legende: "Vue des acenues, et Entre de L'augarten Dedié à Son Attesse
Monseigneur le Prince Heredi = =taire de Ligne, Seigneur de Bandour,
Prince des Etats du Haynaut, Capitaine Lieutenant Ingenieur au Service de
S.M.L'Empereur et roy &c. &c. &c. a Veinne chez Artaria CompC Cum Priv S.C.M."
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaiser Joseph II. machte 1766 als Mitregent Maria Theresias in der Habsburgermonarchie den Prater, ein sehr großes Gebiet, der Allgemeinheit zugänglich; der „Wurstelprater“ (ab 1786 amtlich Volksprater) entstand. 1775 machte der Kaiser den Augarten, in dessen Josefsstöckel (einem einfachen, ebenerdigen Bauwerk) er gern den Sommer verbrachte und von wo aus Papst Pius VI. 1782 die Wiener segnete, ebenfalls zugänglich: Allen Menschen gewidmeter Erlustigungs-Ort, von ihrem Schaetzer. (Widmung über dem Haupttor). Vom Augarten verläuft eine schnurgerade Allee etwa 6 km lang bis zum Lusthaus (1783 von Isidore Canevale neu gebaut) in den Praterauen (bis 1867 zweimal durch das Heustadlwasser, einen Donauarm, unterbrochen; heute der Straßenzug Klanggasse, Heinestraße, Praterstern und Hauptallee); seit 1963 besteht in der Hauptallee allgemeines Fahrverbot. 1782 konzertierte Mozart im Augarten. Der gleichnamige Sohn von Anton Grassalkovics, dem ungarischen „Finanzminister“ Maria Theresias, richtete als Fürst ab 1789 gegenüber dem Haupteingang zum Augarten (und damit Kaiser Josephs II. Sommerresidenz) seinen Wiener Wohnsitz ein. 1803 konzertierte Beethoven im Augarten.
Die Leopoldstadt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Prater um 1783.
Prater: "Das Lusthaus im Prater." Kolorierte Radierung von Johann Ziegler (1750-1812)
nach eigener [?] Zeichnung, um 1783, in: Sammlung von Aussichten der Residenzstadt
Wien von ihren Vorstädten und einigen umliegenden Oertern.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1721–1723 wurde auf einem Areal zwischen Oberer Donaustraße 17 und Oberer Augartenstraße die älteste Kaserne Wiens, die Leopoldstädter Reiterkaserne oder Kavalleriekaserne, errichtet, weil den Einwohnern die pflichtmäßige Einquartierung von Soldaten in Privatwohnungen zu mühsam geworden war. Sie wurde 1863–1865 demoliert. Später befand sich auf diesem Areal die Hammerbrot-Fabrik. 1744, 1787, 1830 und 1862 litt die Leopoldstadt unter sehr großen Hochwässern bzw. Überschwemmungen. Das Hochwasser 1830 wurde von Franz Grillparzer in seiner Novelle „Der arme Spielmann“ verarbeitet. (Eine Markierung des Wasserstandes von 1830 befindet sich an der Innenseite des Augarten-Haupttors, Obere Augartenstraße 1.) 1781 wurde in der Jägerzeile (heute Praterstraße 31) das Leopoldstädter Theater eröffnet, an dem unter anderen Nestroy und Raimund (1824 Premiere „Der Barometermacher auf der Zauberinsel“) wirkten. 1838 wurde es an den Theaterdirektor Carl Carl verkauft und als Carltheater weitergeführt, seit 1847 in einem neuen Gebäude.
Die Leopoldstadt wird großstädtisch
Die Leopoldstadt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Große Sperlgasse 38, Aufnahme über Eck mit Front Kleine Pfarrgasse 16.
Bild: Stauda, August; 1898.
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1807 wurde das Vergnügungsetablissement Sperl (heute: Kleine Sperlgasse) eröffnet, wo Josef Lanner und Johann Strauß Vater (der Vater des „Walzerkönigs“ gab hier in seinem Todesjahr 1849 sein letztes öffentliches Konzert) oft auftraten. Das vorerst bei der gehobenen Gesellschaft, später im Volk ungemein beliebte Lokal musste erst 1873 endgültig schließen und wurde demoliert. (In diesem Jahr maturierte Sigmund Freud am heute nach ihm benannten Gymnasium, damals in der Taborstraße, das 1877 sein neues Gebäude auf dem früheren Sperl-Areal bezog.) 1809 lagerten französische Armeeeinheiten im Prater; Napoleon I. hielt sich über fünf Monate in Wien auf. 1814 wurden an der „Prager Reichsstraße“ (heute Alliiertenstraße / Am Tabor), die hier auf mehreren Brücken die Donau querte, von Kaiser Franz I. die beiden mit Österreich verbündeten Monarchen Zar Alexander I. und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen empfangen und durch die Praterstraße zum Wiener Kongress in die Stadt geleitet. 1819 wurde im Pfarrhof der Leopoldskirche die Erste österreichische Spar-Casse (heute Erste Bank) gegründet, das erste solche Institut im Kaisertum Österreich. 1839 entstand beim Praterstern der erste Nordbahnhof für die 1837 im ersten Teilstück (Floridsdorf – Deutsch-Wagram) eröffnete Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, die erste Dampfeisenbahnlinie der Donaumonarchie; sie verband Wien mit den Industriegebieten in Mähren und Schlesien. Der Bahnhof, bald repräsentativ aus- bzw. neugebaut, war bis 1918 der wichtigste Wiens.
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Die Praterstraße um 1874.
Aufnahme vom Beginn gegen den Praterstern. Zahlreiche Pferdetramways.
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1841–1846 wurde die Kirche zum Hl. Johannes von Nepomuk in der Praterstraße durch einen Neubau ersetzt. 1845–1848 bestand das „Odeon“ (siehe Theater). Im Revolutionsjahr 1848 fanden in der heutigen Praterstraße blutige Kämpfe zwischen Revolutionären und kaiserlichen Truppen unter Feldmarschall Windischgrätz statt. Der deutsche Abgeordnete Robert Blum wurde von kaiserlichen Soldaten in der Brigittenau standrechtlich erschossen. 1850 wurden Leopoldstadt, Jägerzeile, Prater, Brigittenau, Kaisermühlen und einige andere Ortschaften, somit das gesamte Gebiet zwischen dem damaligen Hauptstrom der Donau und dem Donaukanal, als 2. Bezirk, Leopoldstadt, nach Wien eingemeindet. 1858 wurde die neue Synagoge Tempelgasse eröffnet. Nach der Wiener Donauregulierung 1870–1875 siedelten sich am Donauufer neben dem Stromhafen zahlreiche Industriebetriebe an; der Bezirksteil Kaisermühlen – an dessen äußerem Rand an der Alten Donau um 1900 das Freibad Gänsehäufel entstand – lag nun am anderen Ufer des neuen Hauptstroms. Im Zuge des Uferausbaues wurde auch der Erzherzog-Karl-Platz errichtet, der seit 1956 Mexikoplatz heißt (siehe „Anschluss“). Dort entstand zur Erinnerung an des Kaisers 50-Jahre-Regierungsjubiläum 1848–1898 die riesige, 1913 geweihte Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumskirche, heute Franz-von-Assisi-Kirche genannt.
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Prater Hauptallee um 1874. Blick (von erhöhtem Standort) über Omnibusse und
Nord- bzw.Verbindungsbahnbrücke auf die Hauptallee.
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Das neu gewonnene Bauland am rechten Donauufer diente auch der Errichtung eines neuen Stadtteils. Ein Teil des Feuerwerksmaises (das heutige Stuwerviertel) zwischen Ausstellungsstraße, Lassallestraße und Donau sowie der Bereich zwischen Nordbahnhof und Donau wurden als neuer Stadtteil „Donaustadt“ projektiert und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts fast vollständig verbaut. Da der Name Donaustadt von der Bevölkerung offenbar nicht benutzt wurde und sich stattdessen andere Grätzlnamen bildeten, wurde er 1954 als Name für den neuen 22. Bezirk gewählt. 1855 wurde eine Unterrealschule in der Weintraubengasse gegründet, heute Bundesrealgymnasium Vereinsgasse, die 1876 an den endgültigen Standort in der Vereinsgasse übersiedelte. Ihr bekanntester Schüler war Arnold Schönberg. 1864 wurde in der Taborstraße 24 ein Gymnasium eingerichtet. 1865–1872 besuchte Sigmund Freud die Anstalt und maturierte hier 1873 mit Auszeichnung.
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Im Werd, Marktszene 1911.
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Die Schule übersiedelte 1877 in die Kleine Sperlgasse. 1889 maturierte Julius Tandler, 1924 Viktor Frankl hier. 1937 waren 78 % der Schüler jüdisch, 1939 keiner mehr. 1946 wurde das Gymnasium in der Vereinsgasse, seit 1967 in der Wohlmutstraße geführt und heißt seit 1989 Sigmund-Freud-Gymnasium. 1867 fand im damaligen Dianabad, nahe der Taborstraße am Donaukanal gelegen, die Uraufführung des Walzers „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn) statt, den Strauss in seiner Wohnung in der Praterstraße komponiert hatte. 1868 fuhr durch Praterstraße und Lasallestraße erstmals die Pferdetramway (1901 durch die „Elektrische“ ersetzt). 1873 nahm in der Kleinen Stadtgutgasse 9 beim Nordbahnhof das „Römische Bad“ seinen Betrieb auf, damals das größte und luxuriöseste Dampf- und Schwimmbad der Welt.
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Wiener Weltausstellung. Hauptportal mit Blick zur Rotunde; 1873.
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Im gleichen Jahr wurde im Prater mit 53.000 Ausstellern auf 2,3 km² sechs Monate lang die Wiener Weltausstellung abgehalten (ihr zentrales Bauwerk, die Rotunde, brannte 1937 ab, ein Teil des Ausstellungsareals wurde ab 1921 Messegelände); wenige Tage nach ihrer Eröffnung entstand in Österreich ein Börsenkrach (Gründerkrach), der den Erfolg der Ausstellung stark beeinflusste und das Ende des politischen Liberalismus herbeiführte. 1876 wurde die Kronprinz-Rudolf-Brücke, Vorläuferin der heutigen Reichsbrücke, eröffnet; bis 1889 musste eine Brückenmaut entrichtet werden. 1886 wurde auf dem Praterstern das Tegetthoff-Denkmal (Architektur: Karl von Hasenauer, Plastik: Carl Kundmann) zu Ehren des siegreichen Admirals enthüllt. Im gleichen Jahr wurde auch der erste Blumenkorso in der Hauptallee veranstaltet, initiiert von Fürstin Pauline von Metternich. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entstand zwischen Prater und Donaukanal (Böcklinstraße, Rustenschacherallee und Umgebung) das so genannte Pratercottage, ein Gebiet mit großbürgerlichen Villen und Wohnhäusern. Es wurde im zentrumsferneren Teil von 1909 bis 17. August 1969 von der Straßenbahnlinie 80 (Rotundenbrücke [damals Sophienbrücke]–Lusthaus) erschlossen, die an Renntagen als Linie 181 direkt zur beim Lusthaus gelegenen Galopprennbahn Freudenau verkehrte, wo sich Wartegleise für über 100 Züge befanden. (Die Gleise wichen dem Bau der stadtwärts führenden Richtungsfahrbahn der A4 Ostautobahn.) In der Zirkusgasse bestand 1854–1957 das Gebäude des Zirkusses Renz. Die später auf dem bis zur Weintraubengasse reichenden Grundstück nahe der Odeongasse gebaute Wohnhausanlage heißt „Renzhof“; auch ein Nachtlokal Ecke Zirkusgasse / Novaragasse verwendete den Namen Renz.
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Ferdinandsbrücke
Längsdurchblick von erhöhtem Standort Richtung Taborstraße. ;um 1875.
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1892 wurde etwa dort, wo sich heute der Park namens Venediger Au befindet, an der Ausstellungsstraße der Großzirkus Busch eröffnet (1920 in ein Kino umgebaut, 1945 zerstört). 1894–1899 baute Otto Wagner die Nussdorfer Wehr- und Schleusenanlage (seit 1900 im 20. Bezirk), 1904–1908 die Kaiserbadschleuse im Donaukanal, deren „Schützenhaus“ (bei der Schiffamtsgasse) erhalten ist. (Ein Schütz ist ein beweglicher Teil einer Wehranlage; im Schützenhaus wurden die Wehrfelder aufbewahrt, wenn das Wehr nicht benötigt wurde.)
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Ansicht des Riesenrades während des Baus, 1897.
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1897 wurde beim Praterstern zwischen Ausstellungsstraße und Hauptallee das Wiener Riesenrad eröffnet, bald Wahrzeichen des Praters, der Leopoldstadt und ganz Wiens. Der Wurstelprater erlebte in den zwanzig Jahren vor Beginn des Ersten Weltkrieges seine erfolgreichste Zeit. Die Leopoldstadt war zum bei weitem einwohnerreichsten Bezirk des damaligen (sich fast nur auf das rechte Donauufer erstreckenden) Wien geworden.
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Ausblick vom Riesenrad gegen Franzensbrückengasse und Praterstern (=von O).
Ledermann, Postkartenverlag; um 1900.
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Der Nordteil der Insel wurde 1900 auf dortigen Wunsch als 20. Bezirk, Brigittenau, abgetrennt. 1890–1966 bestand in der Engerthstraße 199 das Dampfkraftwerk Engerthstraße als zweites mit fossilen Brennstoffen betriebenes städtisches Elektrizitätswerk neben dem Kraftwerk Simmering. Seit 28. Jänner 1897 verkehrt im 2. Bezirk die erste elektrische Straßenbahnlinie Wiens, seit 1907 und bis heute Linie 5 (Praterstern–Mariahilfer Straße, Wallgasse), die vier der damals sechs Kopfbahnhöfe Wiens verband (Nordbahnhof, Nordwestbahnhof, Franz-Josefs-Bahnhof, Westbahnhof). 1899–1902 wurde im südlichsten Teil der Leopoldstadt der Freudenauer Hafen oder Winterhafen gebaut, heute Wiens wichtigste Hafenanlage.
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Blick vom Karmeliterplatz über die Taborstraße in die Gasse; um 1900.
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1913 wurde das neue Dianabad (das zweite dieses Namens) eröffnet. Das luxuriöse Gebäude am Donaukanal kombinierte eine Wellenbad-Schwimmhalle, eine Sportbecken-Schwimmhalle, Dampf- und Wannenbäder mit Hotel, Restaurant, Kaffeehaus und Ladenzeile. Eine weitere Bademöglichkeit war das Römische Bad in der Kleinen Stadtgutgasse. 1873 wurde es eröffnet und nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen.
1918 - 1945
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Jubiläumskirche 1937. Fernsicht über die Donau, mit dem Dampfer´Uranus´und
einem Teil der (neuen) Reichsbrücke.
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In der Zeit des Roten Wien musste 1929 das private Carltheater endgültig schließen (es wurde 1944 durch Bomben stark beschädigt und 1951 abgerissen). 1928–1931 wurde das Praterstadion (heute: Ernst-Happel-Stadion) erbaut, das bis zu 92.000 Besucher/innen fasste (heute rd. 50.000) und 1931 Schauplatz einer „Arbeiterolympiade“ wurde. Das damals teilweise zum 2. Bezirk gehörige Strandbad „Gänsehäufel“ wurde großzügig ausgebaut. Im Herbst 1933 hielt der bereits autoritär regierende Bundeskanzler Engelbert Dollfuß auf dem Trabrennplatz Krieau eine als Trabrennplatzrede in die Zeitgeschichte eingegangene Ansprache vor seinen Anhängern, in der er der Demokratie für die Zukunft Österreichs eine eindeutige Absage erteilte. Später wurde das Stadion Schauplatz für Massenkundgebungen des diktatorischen „Ständestaates“. Im „Bürgerkrieg“ bzw. „Februaraufstand“ 1934 wurde der Goethehof, ein „Gemeindebau“ in Kaisermühlen, vom Volkswehrplatz (heute: Mexikoplatz) aus über die Donau hinweg mit Artillerie beschossen. 1937 brannte die Rotunde nach einem Kurzschluss ab. Im gleichen Jahr wurde die neue Reichsbrücke, die 1976 eingestürzte Kettenbrücke, eröffnet.
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Antisemitische Ausschreitungen Wien Leopoldstadt 1938.
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Der am 12. März 1938 einsetzende Terror nichtjüdischer gegen jüdische Wiener veränderte die Bevölkerungsstruktur des Bezirks sehr nachteilig und führte zu unwiederbringlichem Kulturverlust. Am 9./10. November 1938 wurden der Große Tempel in der Tempelgasse 3–5, die so genannte Schiffschul (Große Schiffgasse 8), die Synagoge in der Pazmanitengasse (zwischen Heinestraße und Großer Stadtgutgasse) und Bethäuser in der Leopoldsgasse und der Schrottgießergasse in Brand gesteckt, von der Feuerwehr nicht gelöscht und in der Folge abgetragen. Jüdische Bürger aus anderen Stadtteilen wurden später bis zu ihrer Deportation in überfüllte Wohnungen im 2. Bezirk gepfercht.
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Antisemitische Ausschreitungen Wien Leopoldstadt 1938.
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Noch am 12. April 1945, wenige Stunden vor der Befreiung Wiens, wurden in der Förstergasse bei der Unteren Augartenstraße neun bis dahin überlebt habende Juden ermordet. Im Oktober 1938 wurde der Bezirksteil Kaisermühlen im Zuge der Errichtung von NS-Groß-Wien zum 21. Bezirk Floridsdorf geschlagen. (Heute gehört Kaisermühlen zum 22. Bezirk.) Pläne, Schottenring und Stubenring durch je eine schnurgerade Verlängerung bis zum Handelskai an der Donau zu führen und das dicht bebaute Gebiet des 2. Bezirks zwischen diesen beiden neuen Straßen zu Gunsten eines riesigen Aufmarschplatzes zu demolieren, wurden aus Kriegsgründen nicht realisiert. (Die Verwirklichung dieser Pläne hätte das jüdische Wohnviertel restlos beseitigt.) 1944/45 wurden im Augarten zwei Wiener Flaktürme errichtet; sie bestehen als Mahnmale bis heute.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Die Leopoldstadt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Obere Augartenstraße. Zerstörter Panzer vor dem Eingang in den Augarten 1945.
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Mitte April 1945 vertrieb die Rote Armee die letzten NS-Truppen. Die Reichsbrücke hieß bis 1955 Brücke der Roten Armee. Bis zum Staatsvertrag 1955 gehörte der 2. Bezirk zum sowjetischen Sektor Wiens; 1954 wurde der an die Südspitze der Leopoldstadt jenseits des Donaukanals angrenzende Ort Albern – seit 1. Jänner 1956 Teil des 11. Bezirks – mit seinem Donauhafen aus besatzungstechnischen Gründen (sowjetischer Sektor!) zum 2. Bezirk transferiert. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bildete der 2. Bezirk einen starken Kontrast zur vornehmen Stadt (womit in solchen Zusammenhängen der 1. Bezirk gemeint war und ist). Die Sozialstruktur war überwiegend kleinbürgerlich.
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Praterstraße 50. Durchblick zum Nestroyplatz um 1966.
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Ab den 1960er Jahren kamen immer mehr Zuwanderer nach Wien, die sich im 2. Bezirk ansiedelten; seit den 1970er Jahren, verstärkt seit Mitte der neunziger Jahre, waren es auch jüdische Immigranten, vor allem aus der Sowjetunion bzw. ihren Nachfolgestaaten. Dadurch wurde bzw. wird an die jüdische Tradition des Bezirks angeknüpft – wenn auch in viel kleinerem Maßstab als vor 1938. 1970 wurde die Praterbrücke mit dem anschließenden Abschnitt der Südosttangente als Querung des Praters eröffnet, eine neue Verbindung zwischen den Bezirken links der Donau und rechts des Donaukanals. Damit drang der Autoverkehr in einen bis dahin stillen Abschnitt des grünen Praters ein.
Die Leopoldstadt © Pressebildagentur Votava - www.votava.at
Einsturz der Wiener Reichsbruecke am 1.8.1976
© Pressebildagentur Votava - www.votava.at
Am 1. August 1976 stürzte die 1937 eröffnete Reichsbrücke, eine Kettenbrücke, um 4.30 Uhr ein. Notbrücken wurden für die Straßenbahn am 16. Oktober, für den Kfz-Verkehr am 21. Dezember 1976 in Betrieb genommen. 1980 wurde in der Scherzergasse beim Augarten an einem historischen jüdischen Schulstandort die Zwi-Perez-Chajes-Schule der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (wieder)eröffnet. Sie befindet sich seit 2008 in der Simon-Wiesenthal-Gasse 3 nahe dem Stadion, dem Hakoah-Sportplatz benachbart; der Sportverein erhielt dort nach Jahrzehnte langen Bemühungen Teile des bis 1938 benützten Areals zurück.
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Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.

steinedererinnerung.net

 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
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