Leopoldstädter Theater
Erstes Wiener Vorstadttheater 1781 - 1847
Praterstraße 31, 1020 Wien
Leopoldstädter Theater © Die Praterstraße - Verlag Christian Brandstätter
Die Jägerzeile mit dem Leopoldstädter Theater (links).
© Die Praterstraße - Verlag Christian Brandstätter
Anton Schreyer, ein Leopoldstädter Bürger, starb im Herbst 1780 und hinterließ seiner Geliebten Theresia Reich sein altes, halbverfallenes Häuschen in der Jägerzeile. Karl Marinelli, ein Zögling des Johann Matthias Menninger, der 1779 mit seiner Theatergesellschaft aus Baden nach Wien gekommen war, wo er in einer Bretterbude im Czerninschen Garten extemporierte und meist lustige Stücke spielte, kaufte das Häuschen nebst einem Garten am 7. Februar 1781 und legte am 16. März 1781 den Grundstein zu dem vom kaiserlichen Wasserbaudirektor Jean Baptiste Brequin und Baumeister Peter Mollner geplanten zweistöckigen Leopoldstädter Theater, das am 20. Oktober 1781 mit dem Gelegenheitsstück „Aller Anfang ist schwer" (von Marinelli) und dem Lustspiel „Der Witwer und seine Töchter" (Autor unbekannt) eröffnet wurde. Da damals die Figuren des Kasperl und Thaddädl die Bühne beherrschten, nannte man das Leopoldstädter Theater eine Zeitlang Kasperltheater. 1781 bestand das Ensemble des Theaters neben den Prinzipalen Marinelli und Menninger aus den Schauspielern La Roche, Dichter, Reisenhuber, Kindl, Wolschowsky und deren Gattinnen, Madame Menninger und den Geschwistern Marinellis, Josef und Elisabeth. Das durch rund 25 Jahre beliebteste Mitglied des Leopoldstädter Theaters war Johann La Roche, der die Figur des Kasperl unsterblich machte (1781-1806), wogegen Ignaz Schuster jene des Staberl kreierte. Die erfolgreichsten Bühnendichter in der Ära Marinelli waren Carl Friedrich Hensler und Joachim Perinet.
Leopoldstädter Theater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Leopoldstädter Theater.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Hensler war der kreativste Bühnenautor des Theaters; zwischen 1786 und 1802 wurden 94 seiner Stücke aufgeführt. 1803, nach Marinellis Tod (28. Jänner), wurde das Haus für Rechnung seiner Erben dem Hausdichter Hensler in Pacht gegeben, der Singspiele und dramatisierte Volksmärchen aufführte und das Leopoldstädter Theater bis 1816 leitete, ab 1814 allerdings nur noch als Direktor. Am 1. Mai 1814 übernahm der Eisenhändler Leopold Huber die Pacht, ab 1817 führte er auch die Direktion. 1818 erhielt Marinellis Sohn Franz das Privilegium. Im Mai 1821 ging Huber in Konkurs. Daraus ergab sich ein bitterer Rechtsstreit zwischen Karl Marinellis Erben, Huber und Hensler, der erst mit dem Verkauf des Leopoldstädter Theaters an Rudolf Steinkeller am 31. August 1827 beendet werden konnte. Ignaz Schuster, 1801 ans Theater engagiert, blieb ihm sein ganzes Leben lang treu (künstlerischer Aufstieg als Komiker ersten Rangs mit der Rolle des Staberl in den „Bürgern von Wien" am 23. Oktober 1813). Die Schauspieler verkehrten im nahegelegenen Gasthof „Zur Weintraube" (2, Praterstraße 33); Therese Krones (ab 1821 am Leopoldstädter Theater engagiert) ist hier gestorben. Ab 11. Oktober 1817 war Raimund fest am Leopoldstädter Theater engagiert, ab September 1821 auch als Regisseur. Unter Steinkeller war er von 17. April 1828 bis 9. September 1830 Direktor der Bühne. Von seinen acht Zauberspielen wurden sechs in der Leopoldstadt uraufgeführt.
Leopoldstädter Theater, Bühne.eopoldstädter Theater, Bühne.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 1. Oktober 1819 wurde Grillparzers „Ahnfrau" am Leopoldstädter Theater erstmals aufgeführt. Raimund spielte den Geist Tobias Unglück und errang einen triumphalen Erfolg. Unter Steinkeller führte das Theater jedoch in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts nur noch ein Schattendasein. Nach Steinkellers Flucht übernahm Franz Marinelli die Leitung des Theaters, kam aber bald in finanzielle Nöte und wirtschaftete 1836/1837 gänzlich ab. Es blieb ihm nur der Ausweg, das Theater um 170.000 Gulden an den Pächter und Direktor des Theaters an der Wien, Carl Carl, zu verkaufen. Carl eröffnete das Theater am 26. Dezember 1838 und führte es einer glänzenden Epoche entgegen. Der Spielplan wurde von Ferdinand Raimund, Adolf Bäuerle, Josef Gleich und Karl Meisl beherrscht, doch kurz vor der Übernahme des Theaters durch Carl erschienen, beginnend mit dem Erfolgsstück „Lumpazivagabundus" (Gloriettegasse), auch Stücke von Johann Nestroy auf der Bühne.
Leopoldstädter Theater
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1840 vereinigte Carl die Ensembles der beiden Theater. Nach dem Verkauf des Theaters an der Wien an Pokorny (23. April 1845) verlegte Carl auch Nestroy-Uraufführungen in die Leopoldstadt. Auf die viel zu kleine und längst veraltete Leopoldstädter Bühne allein angewiesen, ließ Carl daraufhin im Augunst und September 1845 das Innere des Leopoldstädter Theaters renovieren. Schon damals kündigte er dem Publikum den Bau eines neuen, größeren Theaters an. Am 7. Mai 1847 fand die letzte Vorstellung im alten Theater statt, im selben Monat wurde das Gebäude niedergerissen.
Text auszugsweise aus
www.wien.gv.at/wiki/Leopoldstädter_Theater
 
 
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
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