Maria Grün
Wallfahrtskirche im Wiener Prater.
Aspernallee 1, 1020 Wien
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gugerell
Inmitten der Praterauen, östlich der Aspernallee und nahe dem Lusthaus und dem Pferderennplatz Freudenau gelegen, bildet dieses kleine freundliche Kirchlein ein beliebtes Ausflugsziel der Wiener. Wegen der Lage mitten im Wald nannte man es einfach "Maria Grün".
Maria Grün ist eine Wallfahrtskirche im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt. Die Freudenau im Wiener Prater war ursprünglich nur schwach besiedelt. In der Nähe des Lusthauses bestand eine einklassige Volksschule, um den Kindern aus der Gegend den Schulbesuch zu ermöglichen. Die zuständige Kirche war die Pfarre Sankt Johann Nepomuk in der Praterstraße. Die große Entfernung zwischen Schule und Kirche hinderte vor allem die Kinder am Messbesuch. Um den Schulkindern unter diesen Umständen ein Mindestmaß an religiöser Betreuung zu vermitteln, hängte der Lehrer Anton Schentz ein Marienbild, das am 16. Mai 1863 geweiht wurde, an einen Baum und hielt dort mit den Kindern kleine Andachten. Mangels Kirche nutzten auch die Erwachsenen dieses Bild als Andachtsort.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Kirche 'Maria Grün' im Prater mit Besuchern; 1954.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1911 ließ der Gastwirt Plankenbüchler in der Nähe des Marienbildes eine Marienstatue aufstellen, welche ebenfalls die Gläubigen anzog. Diese brachten ihrerseits Heiligenbilder an den umgebenden Bäumen an, so dass sich die Praterverwaltung gezwungen sah, diese zum Schutz der Bäume zu entfernen. Es soll sich dabei um mehrere Wagenladungen gehandelt haben. Von der Gemeinde Wien wurde in der Aspernallee nahe dem Handelskai zwar eine neue Schule errichtet, der Kirchenbesuch blieb aber nach wie vor ein Problem. 1895 wurde die Erlaubnis erteilt, den Turnsaal der neuen Schule für Schulmessen und auch für Heilige Messen an Sonn- und Feiertagen zu nutzen. Spenden ermöglichten den Ankauf eines Altars und der sonstigen für die Messfeier notwendigen Utensilien.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Maria Grün; Aufnahme frontal; um 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gleichzeitig mit der am 15. Juli 1917 erfolgten Übergabe der neu erbauten Kaiser-Jubiläumskirche auf dem Erzherzog-Karl-Platz an die Priester des Trinitarier-Ordens wurden diese auch mit der Seelsorge und dem Religionsunterricht in den Bezirksteilen Donaustadt, Prater, Krieau und Freudenau beauftragt. Das genannte Gebiet wurde am 1. Juli 1921 zur selbständigen Pfarre Donaustadt erhoben. Ende 1923 wurde vom Stadtschulrat für Wien die Erlaubnis, im Turnsaal der Schule Gottesdienste abzuhalten, zurückgezogen.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Maria Grün: Waldandacht; 1942.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Errichtung der Kirche geht auf eine Idee des für die Seelsorge und den Religionsunterricht zuständigen Priesters zurück, der bei Kardinal Erzbischof Friedrich Gustav Piffl Unterstützung fand. Vom Handelsministerium, das damals für den Prater als Bundeseigentum zuständig war, konnte ein Grundstück auf die Dauer von 50 Jahren gepachtet werden. Stadtbaumeister Josef Münster (1869–1946) wurde mit der Errichtung der Kirche beauftragt. Die Grundsteinlegung fand am 12. Oktober 1924 statt. Die fertiggestellte Kirche wurde am 21. Dezember 1924 von Kardinal Piffl geweiht. Die Kircheneinrichtung stammte aus Langenlois. Dort hatte die Verwaltung des Armenhauses die bisherige Hauskapelle aufgelassen und deren Ausstattung verkauft.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nordwestansicht der Wallfahrtskirche Maria Grün.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / GuentherZ
Mit steigender Bekanntheit der neuen Kirche stieg auch die Zahl der Wallfahrten nach Maria Grün. Der Spitzenwert wurde im Jahr 1937 mit 72 Wallfahrten erreicht. Nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich ging diese Zahl jedoch drastisch zurück, da die nationalsozialistischen Machthaber die Wallfahrer am Kirchenbesuch hinderten. Heute ist die Kirche unter anderem ein Wallfahrtsziel der in Wien ansässigen Burgenlandkroaten.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / GuentherZ
Erstmals durch einen Bombenangriff beschädigt wurde Maria Grün am 27. Dezember 1944, der die Zerstörung der Fenster der Kirche zur Folge hatte. Bei einem Luftangriff am 15. Februar 1945 wurde der Vorbau der Kirche zerstört. Weitere Schäden richteten zwischen 8. und 12. April die Bodenkämpfe im Prater an. Am 10. Oktober 1948 wurde in der wiederhergestellten Wallfahrtskirche Maria Grün die erste Messe gefeiert. Am 29. September 1985 wurde von Weihbischof Karl Moser eine neue Orgel geweiht, die das bisher verwendete Harmonium ersetzte. Im Jahr 2009 wurde die Kirche umfangreich renoviert.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nordwestansicht der Wallfahrtskirche Maria Grün.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gugerell
Das Bauwerk wurde als einfacher Kirchenbau für rund 300 Personen mit rechteckigem Grundriss errichtet. Das westlichste Joch wird von einem Dachreiter mit einem Zwiebelhelm bekrönt. An der Ostseite der Kirche befindet sich in einem Anbau die Sakristei, an deren Südseite drei Fresken mit Darstellungen des heiligen Georg, der Mariazeller Madonna und des heiligen Hubertus zu sehen sind.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Inneres der Wallfahrtskirche Maria Grün.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Faessler
Das erste Altarbild wurde vom Maler Hans Jakubetz über dem Altar an die Wand gemalt und stellte Maria mit dem Jesuskind in den Praterauen dar. Diesem folgte ein von Anka von Löwenthal di Madonna del Monte stammendes Gnadenbild, das ebenfalls Maria mit dem Jesuskind auf einer Parkbank im Prater sitzend zeigt, als Altarbild nach. Geweiht wurde dieses Bild am 6. Mai 1928. Das gegenwärtige Altarbild stammt von Anna Tschadesch und stammt aus dem Jahr 1969. Die Orgel stammt von Bruno Riedl. Das Geläute besteht aus drei Glocken, die während des Krieges abgeliefert, aber nicht eingeschmolzen worden waren.
Wallfahrtskirche Maria Grün im Wiener Prater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das „Heilige Grab“
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Südlich der Kirche befindet sich eine kleine, 1931 vom päpstlichen Nuntius Sibilia geweihte quadratische Kapelle. Sie wurde errichtet, um einen Feldaltar, der bei großen Messen im Freien verwendet wurde, vor Schlechtwetter zu schützen. Nördlich der Kirche wurde ein volkstümlicher Kreuzweg mit einer Darstellung des Heiligen Grabes in einer Grotte sowie ein Ölberg-Relief angelegt. Dessen Weihe erfolgte am 15. September 1935.
Website Screenshot 2016: http://www.maria-gruen.at/
Maria Grün
Wallfahrtskirche im Wiener Prater.
Aspernallee 1, 1020 Wien
www.maria-gruen.at
 
 
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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