Sammlung alter Musikinstrumente
Bedeutendster Bestand an Renaissance- und Barockinstrumenten
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
© Kunsthistorisches Museum Wien KHM - Sammlung alter Musikinstrumente
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Die Sammlung Alter Musikinstrumente verfügt über den weltweit bedeutendsten Bestand an Renaissance- und Barockinstrumenten. Darüber hinaus verwahrt, pflegt und präsentiert sie zahlreiche Instrumente, die von berühmten Musikern und Komponisten gespielt wurden. Zu den besonderen Sammlungsschwerpunkten zählen die einzigartigen Bestände der Wiener Hammerklaviere, der Streichinstrumente Jacob Stainers und der Holzblasinstrumente der Renaissance.
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Die Klangwelt der Komponisten der Wiener Klassik lässt sich anhand der Objekte der Sammlung alter Musikinstrumente lückenlos nachvollziehen. Der Großteil der Bestände stammt ursprünglich aus Habsburgischem Besitz. Der historische Kernbestand aus der Sammlung Ambras, der Musikinstrumente aus dem 16. Jahrhundert umfasst, bietet den Besuchern Information zu den ältesten erhaltenen europäischen Musikinstrumenten. Die Sammlung wird durch Ankäufe, Schenkungen und Leihgaben kontinuierlich erweitert. In den Matineen der Sammlung alter Musikinstrumente können die Besucher die Instrumente, sofern es deren konservatorischer Zustand erlaubt, nicht nur sehen, sondern auch hören.
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Die Sammlung alter Musikinstrumente kann auf eine Tradition zurückblicken, die mehr als vier Jahrhunderte umspannt. Erzherzog Ferdinand II. errichtete seine Sammlung noch vor dem Ableben seiner Gemahlin Philippine Welser 1580 auf Schloss Ambras. Sie galt als eine der reichsten und wertvollsten Sammlungen der Spätrenaissance und umfasste eine Bibliothek sowie eine Rüst- und Kunstkammer. Die Objekte der Kunstkammer wiederum setzten sich aus Münzen, Goldschmiedearbeiten, Bronzen, Uhren sowie einer erlesenen Sammlung von Musikinstrumenten zusammen.
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Ein Großteil der Musikinstrumente waren aufwendig gearbeitete Widmungsstücke an den kunst- und musikliebenden Tiroler Landesherrn. Nach dem Tod Erzherzog Ferdinands II. wurde der Bestand der Kunst- und Wunderkammer 1596 in einem detaillierten Inventar festgehalten. Dies versetzt uns in die Lage, die Geschichte vieler Stücke bis in ihre Entstehungszeit zurückzuverfolgen. Während der nächsten Jahrhunderte verblieb die Ambraser Sammlung in Innsbruck, bis die Lage im Zuge der Napoleonischen Kriege gefährlich wurde und die Objekte schließlich 1806 nach Wien verbracht wurden. Ab 1814 fand die Sammlung im Unteren Belvedere Aufstellung.
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Altlaute, ca. 1580; Hersteller: Georg Gerle.
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Als zweiter Kernbestand der Sammlung alter Musikinstrumente sind Objekte anzusehen, die auf die italienische Spätrenaissance und den Frühbarock zurückgehen. Wir verdanken diesen Bestand der Musikbegeisterung der Familie Obizzi, die bereits kurz nach dem Jahr 1000 im Schloss Catajo bei Padua ansässig wurde. Mit dem im Jahr 1592 geborenen Pio Enea II. setzte ein kultureller Aufschwung ein, der sich vor allem auf das Musik- und Theaterwesen auswirkte. Pio Enea ließ ein Theater mit sechzehn Logen und zwei Rängen errichten, das eine bestens ausgestattete Bühne besaß. Parallel dazu wurde der Bestand an Musikalien und Musikinstrumenten ausgebaut.
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Violine, 1749, Hersteller: Wenzel Kowansky.
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Während in Ambras in erster Linie Kunstkammerstücke mit Unikatcharakter gesammelt wurden, diente das Instrumentarium der Sammlung auf Schloss Catajo dem praktischen Musizieren. Ihr Instrumentenbestand ist für den Übergang von der Spätrenaissance zum Frühbarock typisch. Familiäre Umstände waren dafür verantwortlich, dass die Obizzische Sammlung 1870 nach Wien transferiert wurde und zeitweilig im Palais Modena Aufstellung fand.
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Baßcister, zwischen 1580 und 1596.
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Bassgambe, nach 1602.
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Lira da Braccio 1511..
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Viola d´amore.
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1914 wurden die Obizzischen Objekte den kaiserlichen Sammlungen einverleibt, und es ergab sich nun die Chance, sie mit den Ambraser Beständen zu einer in sich geschlossenen Sammlung alter Musikinstrumente zu vereinen. Ein Teil der inzwischen über 400 Instrumente umfassenden Sammlung wurde ab 1939 im Palais Pallavicini ausgestellt. Im Rahmen dieser Präsentation fanden auch erstmals als „Hausmusiken“ bezeichnete Konzerte statt, bei denen einige der Objekte klanglich präsentiert wurden.
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Hammerflügel, 1867; Hersteller: Fa. Bösendorfer.
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    Für die dafür erforderlichen Vorarbeiten entstand erstmals eine Restaurierwerkstätte. Der Schwerpunkt der Sammlungserweiterung lag in dieser Zeit auf dem Gebiet des Wiener Hammerflügels, der seitdem sowohl quantitativ als auch qualitativ eine zentrale Stellung einnimmt. Nach einer kriegsbedingten Schließung der Sammlung, die außerhalb Wiens geborgen wurde, konnte ab dem Frühling 1947 wieder in den Räumlichkeiten der Neuen Burg mit einer Neuaufstellung begonnen werden.
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Hammerflügel, 1898; Hersteller: Ludwig Bösendorfer.
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Nach einem bescheidenen Beginn, bei dem in einem Saal die Entwicklung der Tasteninstrumente demonstriert wurde, folgte die Einrichtung weiterer Räumlichkeiten, bis endlich nach einigen Jahren das ganze Instrumentarium zur Aufstellung kam. Dieser Prozess war 1964 abgeschlossen. Mängel hinsichtlich der technischen und klimatischen Bedingungen erzwangen 1988 eingreifende bauliche Maßnahmen und eine zeitweilige Schließung der Ausstellung.
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Cembalo, 1745; Hersteller: Joannes Daniel Dulcken.
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Bei der Neuaufstellung im Jahr 1993 wurde ein Konzept verfolgt, das sich am musikgeschichtlichen Ablauf orientiert. Jeder der zwölf Säle ist nun einer musikhistorischen Epoche oder einer Musikerpersönlichkeit zugeordnet. Zusammengehörige Ensembles unterschiedlicher Instrumentengattungen und typische Musizierformen können dadurch anschaulich gemacht werden.
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Spinett 1587; Hersteller: Anton Meidting.
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Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erweiterte sich die Sammlung um mehr als 400 Objekte. Besonders hervorzuheben sind die 2003/04 von Dr. Herbert und Evelyn Axelrod der Sammlung gewidmeten vier Streichinstrumente von Jacob Stainer und das Violoncello von Giovanni Battista Grancino.
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Kontragitarre, um 1846.
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Gitarre 1690.
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Außerdem stellten Dr. Herbert und Evelyn Axelrod der Sammlung alter Musikinstrumente auch die berühmten Violinen „The Sunrise“ und „Ex Hellier“ von Antonio Stradivari bis Oktober 2008 und die Violine „Ex Ebersholt, Ex Menuhin“ von Giuseppe Guarneri del Gesù bis April 2008 für die Dauerausstellung zur Verfügung. Diesen wertvollen und singulären Musikinstrumenten schenkten die Besucher stets besondere Aufmerksamkeit.
Sammlung alter Musikinstrumente in der Neuen Burg.
Im Vordergrund der Heldenplatz mit dem Erzherzog-Karl-Reiterdenkmal.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Der 2001 eingerichtete Audio Guide führt die Ausstellungsbesucher in mehreren Sprachen durch die Schausammlung, erklärt instrumentenkundliche Details, lässt in die Musikgeschichte Österreichs einblicken und bietet zahlreiche Hörbeispiele zu den historischen Exponaten.
Text auszugsweise aus
http://www.khm.at/besuchen/sammlungen/sammlung-alter-musikinstrumente/
Website Screenshot 2017:
http://www.khm.at/besuchen/sammlungen/sammlung-alter-musikinstrumente/
Sammlung alter Musikinstrumente
Bedeutendster Bestand an Renaissance- und Barockinstrumenten
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
E-Mail: info.sam@khm.at
Öffnungszeiten:
Mi - So, 10 - 18 Uhr
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!
www.khm.at/sammlung-alter-musikinstrumente
 
 
 
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Kaiserappartements
Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
  Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt.
Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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