Musikvereinshaus
Ein repräsentativer Bau im Ensemble der Ringstraßen-Architektur
Bösendorferstrasse 12, 1010 Wien
Musikvereinshaus - © jomare - Fotolia.com
Portal des Musikvereinsgebäudes in Wien.
© Fotolia Bilddatenbank - de.fotolia.com
Im Dezember 1857 freute man sich im Musikverein über ein "großartiges, echt kaiserliches Weihnachtsgeschenk". Kaiser Franz Joseph 1. hatte die Schleifung der alten Stadtmauern bewilligt und damit die Möglichkeit einer großangelegten Stadterweiterung geschaffen. Die Wiener Ringstraßenzeit begann. Neue Gebäude - darunter ein Opernhaus, Galerien und Museen - sollten nach kaiserlichem Ratschlüß an der Ringstraße entstehen, und so machte man sich auch im Musikverein Hoffnung, endlich dem allen Musikvereinsgebäude zu entkommen.
Musikvereinshaus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Musikvereinsgebäude in Wien.
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Dieses Haus - in der Inneren Stadt, Tuchlauben Nr. 12, gelegen - war 1831 bezogen worden und enthielt den ersten wirklichen Konzertsaal Wiens. 700 Zuhörer fanden darin Platz - eine Dimension, die dem Publikumsansturm bald nicht mehr genügte. Trotzdem war wieder einmal Geduld gefordert. Denn erst 1863 zeigte sich der Kaiser spendabel und überließ der Gesellschaft ein großes Areal vis-ä-vis der Karlskirche.
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Musikvereinsgebäude in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Praefcke
Die Musikfreunde hatten die Chance, sich mit einem repräsentativen Bau ins Ensemble der Ringstraßen-Architektur einzufügen. Die Musikfreunde hatten die Chance, sich mit einem repräsentativen Bau ins Ensemble der Ringstraßen-Architektur einzufügen.
Musikvereinshaus - © Georg Tschannett - FOTOLIA
Musikvereinshaus Wien.
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Sie planten entsprechend großzügig. Gleich zwei Konzertsäle sollten im neuen Haus Platz finden. Prominente Architekten, unter ihnen Theophil Hansen, August Siccard von Siccardsburg und Eduard van der Nüll, wurden eingeladen, entsprechende Entwürfe auszuarbeiten. Siccardsburg und van der Nüll, die Schöpfer der Hofoper, winkten ab. Hansen blieb übrig - und erwies sich als allererste Wahl.
Großer Musikvereinssaal
Blick auf den Saal vom Stehparterre.
© Musikverein Wien - www.musikverein.at
"So hoch auch die Erwartungen gehen mochten, so wurden sie doch von dem ersten Eindruck des Saales überboten, der an architektonischer Schönheit und stilvoller Pracht einzig in seiner Art dasteht." So schrieb die Presse über die Eröffnung des neuen Musikvereinsgebäudes und das erste Konzerte im Großen Musikvereinssaal am 6. Januar 1870. Der Eindruck muß überwältigend gewesen sein - so überwältigend,
daß Wiens Kritikerpapst Eduard Hanslick irritiert die Frage aufwarf,
ob dieser Große Musikvereinssaal

 "nicht zu glänzend und prachtvoll sei für einen Concertsaal". "Von allen Seiten quellen Gold und Farben ..."

War diese Pracht, wie Hanslick als verschreckter Asket mutmaßte, nicht eine Ablenkung von der Musik? Oder bewirkte sie nicht doch - wie das unzählige Musikfreunde bis heute empfinden - das genaue Gegenteil davon, nämlich eine Hinlenkung zur Musik?
Musikvereinsgebäude - ©  Christian Brandsttter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Das Musikvereinsgebaeude. Xylographie von E. Petrovits. 1871.
Die festliche Stimmung dieses Saales werfe alles ab, "was an das alltägliche Leben erinnert", schrieb denn auch ein anderer Wiener Kritiker, Carl Eduard Schelle. Der Große Musikvereinssaal, meinte er, biete nicht nur das ideale Ambiente für Musik, sondern sei selbst Musik:

"... in den architektonischen Einzelheiten, in der Ornamentik, den Farbentönen wie in der Gliederung der Massen spricht sich in der Tat eine Empfindung aus, die man musikalisch nennen möchte; wäre es möglich, die große Jupiter-Symphonie von Mozart sich in festen, sichtbaren Formen konstruiert zu denken, so würde dieser neue Saal des Musikvereins-Gebäudes ein entsprechendes Bild liefern. Hansen und Mozart haben in Wahrheit einen verwandten Zug gemein."
Musikvereinshaus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung 
Musikvereinsgebäude Kleiner Saal (Brahmssaal):
Längsdurchblick vom Balkon während eines Klavierkonzertes. ;1950
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung 
Der Große Musikvereinssaal, exakt 48,80 Meter lang, 19,10 Meter breit und 17,75 Meter hoch, verbindet die in sich ruhende, stabile Grundform eines Quaders mit belebenden Details. Die Wände und die Decke sind rhythmisch gegliedert, Formen und Farben gehen ein spannungsvolles Wechselspiel ein. Die von August Eisenmenger geschaffenen Deckengemälde - Apollo und die neun Musen, auf Nebenfeldern von Genien umschwebt - setzen mit ihrer blauen Grundfarbe einen dynamischen Kontrapunkt zum vorherrschenden Goldton des Saales.
Musikvereinshaus Wien - www.musikverein.at
Einen weiteren, nicht weniger reizvollen Gegenpol schafft das schlichte Weiß der von Franz Melnitzky angefertigten Plastiken. Die Paare weiblicher Figuren, lässig-elegant über die Dachvorsprünge der Balkontüren und der Orgel hingegossen, korrespondieren wieder bestens mit den streng aufrecht stehenden Karyatiden im Parterre - feminine Variationen im historistischen Spiel des Großen Saales.
Musikvereinshaus © Musikverein Wien - www.musikverein.at
Foyer des Musikvereinshauses in Wien.
© Musikverein Wien - www.musikverein.at
Dazwischen nimmt die Tonkunst konkrete Gestalt an:
Auf Sockeln stehen die Marmorbüsten berühmter Komponisten der Vergangenheit (in die illustre Galerie wurden nur Meister aufgenommen, die 1870 schon verstorben waren). Darüber hinweg zieht sich die Reihe der Bogenfenster. Auch das Tageslicht spielt so seinen Part in Hansens Symphonie der Farben.
Musikvereinshaus © Musikverein Wien - www.musikverein.at
Foyer des Musikvereinshauses in Wien.
© Musikverein Wien - www.musikverein.at
Jenseits aller künstlerischen Details zeichnet den Großen Musikvereinssaal vor allem eines aus: Seine Ästhetik vollendet, was schon den Gründervätern als Idee des Musikvereins vorschwebte. Denn dieser Saal, in dem jeder Punkt gleich wichtig und gleich günstig ist, grenzt niemanden aus, sondern schafft Verbindungen.
Musikvereinshaus © Musikverein Wien - www.musikverein.at
Foyer des Musikvereinshauses in Wien.
© Musikverein Wien - www.musikverein.at
Mehr als zweitausend Menschen - 1744 auf den Sitzplätzen und 300 auf den Stehplätzen - finden so zu einer Gemeinschaft zusammen. Musik unter Freunden zu erleben: das ist es, was die Gesellschaft der Musikfreunde ausmacht.
Neujahrskonzert
Musikvereinshaus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Musikvereinsgebäude; Schlusssteinlegung.
Festversammlung im großen Saal; 1870. Xylographie nach Zeichnung.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist vor allem den Werken der Strauß-Dynastie (Johann Strauß (Vater), Johann Strauß (Sohn), Eduard Strauß und Josef Strauß) gewidmet und fand zum ersten Mal am 31. Dezember 1939 statt. Seit dem zweiten Konzert (1. Januar 1941) ist es mittags am Neujahrstag. Das Programm des Neujahrskonzerts wird mittlerweile jeweils dreimal gegeben: am 30. Dezember als Voraufführung für Angehörige des Österreichischen Bundesheeres, am 31. Dezember abends als Silvesterkonzert, und schließlich am 1. Jänner als Neujahrskonzert. Es findet jeweils in Wien im Goldenen Saal des Wiener Musikvereines statt.
Musikvereinshaus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Neujahrskonzert im Wiener Musikvereinssaal. Dirigent und Geiger Willy Boskovsky;1967.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung 
Der Blumenschmuck für das Neujahrskonzert ist traditionell ein Geschenk der Stadt San Remo in Italien. Als Abschluss werden traditionell der Konzertwalzer An der schönen blauen Donau (Strauß, Sohn, op. 314, 1867) und der Radetzkymarsch (Strauß, Vater) gespielt - aber beide nur bei entsprechendem Applaus als zweite und dritte "Draufgabe". Zu Neujahr 2005 wurde der Radetzkymarsch in Gedenken an die Opfer des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 in Asien nicht gespielt. Seit 1959 wird das Neujahrskonzert vom ORF live in über vierzig Länder der Welt übertragen. Dadurch wurde das Konzert weltweit zum Inbegriff wienerischer Musikkultur und zum erlebten Kult auf den Fernsehbildschirmen.
Musikvereinshaus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Leonard Bernstein, Konzert im Wiener Musikverein.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung 
Als Untermalung der Fernsehübertragung werden bei manchen Werken thematisch zugehörige Bilder, Filmsequenzen oder Balletteinlagen (seit 1987 auch live getanzt) wie etwa aus dem Schloss Schönbrunn für die Fernsehzuschauenden eingeblendet. Getanzt wird vom Wiener Staatsballett (entstanden aus der Fusion der früher abwechselnd auftretenden Ballettensembles von Wiener Staatsoper und Volksoper), dem Ballett der Bayerischen Staatsoper sowie von internationalen Gaststars.
Musikvereinshaus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lorin Maazel, Probe im Wiener Musikverein. ;1985.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung 
Seit 1992 wird ein 25-minütiger Pausenfilm gezeigt, welcher speziell für das Neujahrskonzert gedreht wird. Dieser wurde bislang von Regisseuren wie Felix Breisach, Georg Riha, Hannes Rossacher, Werner Boote, Patrick Pleisnitzer, Gernot Friedel und Anton Reitzenstein in Szene gesetzt, mit dem Anliegen Österreich mit seinen Kulturschätzen und Naturgütern zu präsentieren. Der Film muss ohne Worte verständlich sein, da auch dieser weltweit gesehen wird. Die Bildregie führte 1989, von 1991 bis 2009 und im Jahre 2011 der englische Regisseur Brian Large. 2010 und 2012 wurde diese Aufgabe von Karina Fibich übernommen, ab 2014 von Michael Beyer.
Musikvereinshaus © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nikolaus Harnoncourt, Probe im Wiener Musikverein. ;1985.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung 
Seit 2008 wird das Konzert für die österreichischen TV-Zuschauer von Barbara Rett kommentiert, die damit die Nachfolge von Ernst Grissemann antrat, der das Konzert zuvor 25 Jahre lang als Kommentator begleitet hatte. Weitere Neuerungen waren 2010, dass der ORF erstmals in HDTV und im Internet als Live Stream übertrug. Das Neujahrskonzert 2015 wurde in 92 Länder der Welt übertragen und von mehr als 50 Millionen TV-Zuschauern verfolgt. 2016 wurde das Neujahrskonzert erstmals auch nach Brasilien, Pakistan und Vietnam übertragen.
Die Dirigenten der Neujahrskonzerte
Clemens Krauss
Josef Krips
Willi Boskovsky
Lorin Maazel
Herbert von Karajan
Claudio Abbado
Carlos Kleiber
Zubin Mehta
Riccardo Muti
Nikolaus Harnoncourt
Seiji Ozawa
Mariss Jansons
Georges Prêtre
Daniel Barenboim
Franz Welser-Möst
1939, 1941-1945, 1948-1954
1946, 1947
1955-1979
1980-1986, 1994, 1996, 1999, 2005
1987
1988, 1991
1989, 1992
1990, 1995, 1998, 2007
1993, 1997, 2000, 2004
2001, 2003
2002
2006, 2012
2008, 2010
2009
2011, 2013
 
Traditionell wird am 30. und 31. Dezember und am 1. Jänner auch die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven von den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus aufgeführt. Das Wiener Hofburg Orchester veranstaltet am 31. Dezember und 1. Jänner in den prunkvollen Sälen der Wiener Hofburg seine traditionellen Silvester- und Neujahrskonzerte. Das Programm setzt sich aus den bekanntesten Melodien der Walzer- und Operettenmusik von Johann Strauss (Sohn), Emmerich Kálmán, Franz Lehár und Opernarien von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen. Parallel zu den Konzerten der Wiener Philharmoniker gab es früher auch am Abend des 31. Dezember und 1. Jänner das Neujahrskonzert des Vienna Art Orchestra (1977–2010) unter dem Titel „All that Strauss“ im Wiener Club „Porgy & Bess“.
Website Screenshot 2017: https://www.musikverein.at/
Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
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Bösendorferstrasse 12, 1010 Wien
www.musikverein.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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