Wien in der Nachkriegszeit
Gemeinsame Verwaltung durch alle vier Besatzungsmächte
1945 bis 1955
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Kriegsheimkehrer transportieren im Leiterwagen " Hab und Gut " Habseligkeiten;
im Hintergrund Stephanskirche Stephansdom - Rueckkehr Evakuierte (Fremuth),
 Nachkriegszeit , nach Kriegsende Wien 1945 - 1955
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Binnen weniger Tage wurde nach dem Ende der Kämpfe noch im April 1945 eine provisorische Gemeindeverwaltung konstituiert, die politischen Parteien entstanden ebenfalls von neuem. Die Lage der Stadt war freilich trist:  Mehr als 20 Prozent des Hausbestandes  waren ganz oder teilweise zerstört, beinahe 87.000 Wohnungen unbewohnbar. Im Stadtgebiet wurden mehr als 3.000 Bombentrichter gezählt, zahlreiche Brücken lagen in Trümmern, Kanäle, Gas- und Wasserleitungen hatten schwere Schäden erlitten.
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Die Vier im Jeep - Internationale Patrouille:
Die vier Vertreter der Besatzung auf dem Kühler des Autos lehnend. ;1945.
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Vier im Jeep - Alliierte Militaerpolizei waehrend der Besatzungszeit
Nachkriegszeit Wien 1945 - 1955
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Zunächst ging es somit um die Lösung elementarster Probleme, die Stadt musste erst wieder funktonsfähig gemacht werden. Der äußere politische Rahmen gestaltete sich gleichfalls als kompliziert, erkannten doch die alliierten Besatzungsmächte die Gebietserweiterungen der Nazi-Zeit nicht an. Dies hatte zur Folge, dass die bis 1938 bestehenden Bezirke auf vier alliierte Besatzungszonen aufgeteilt wurden, die Innere Stadt wurde von allen vieren gemeinsam als "Interalliierte Zone" verwaltet. 
MB WILLYS JEEP, Heeresgeschichtliches Museum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
MB WILLYS "JEEP", Geländegängiger LKW 0,25t (4x4)
Ausführung für "USFA" (United States Forces Austria)
Heeresgeschichtliches Museum.
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Die Bezirke 22 - 26, damit die 97 niederösterreichischen Gemeinden, um die Wien im Oktober 1938 erweitert worden war, galten als zu Niederösterreich gehörig und unterstanden damit der sowjetischen Besatzungsmacht.  Im November 1945 erfolgte mit der Abhaltung der ersten Gemeinderatswahlen die endgültige Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Bild zeigt den Ausgang aus der Russischen Zone bei der Augartenbrücke (?),
dahinter die stark bombengeschädigte Rossauerkaserne.
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Die 100 Mandate des Wiener Gemeinderates teilten sich zu 58 auf die Sozialistische Partei, zu 36 auf die Volkspartei und zu 6 auf die Kommunisten auf. Schwerpunkte der Tätigkeit der Stadtverwaltung waren zunächst vor allem Jugend- und Altersfürsorge, Instandsetzung der städtischen Unternehmungen und Wiederaufbau, ein Programm, das bis in die frühen Sechzigerjahre im Wesentlichen vorherrschen sollte.
Provisorische Regierung im N.Oe.Landhaus ehemals Herrenhaus / I Herreng.
Renner am Rednerpult 1945
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Bereits 1946 beschloss man das so genannte "Gebietsänderungsgesetz", das die Stadterweiterung von 1938 weitgehend wieder rückgängig machen sollte. Das Gesetz fand jedoch acht Jahre lang nicht die Zustimmung der Besatzungsmächte, vor allem der sowjetischen, sodass seine endgültige Realisierung erst 1954 möglich war. Seither umfasst das Stadtgebiet 23 Bezirke, wobei gegenüber der Ära vor 1938 der 22. Bezirk nördlich der Donau und der 23. Bezirk im äußersten Süden des Stadtgebietes nunmehr endgültig zu Wien kamen.
Identitätsausweis von April 1946 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Identitätsausweis von April 1946 -
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Ein Jahr später, am 15. Mai 1955, sollte dann auch das Land mit dem "Österreichischen Staatsvertrag" seine Freiheit wiedererlangen. In Wien selbst kam es nicht zuletzt dank der Auswirkungen der Marshallplan-Hilfe wie auch des Endes der Beschlagnahmungen von Industrieanlagen seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zu einem neuerlichen Wirtschaftsaufschwung. Es waren freilich Probleme bisher nicht bekannten Zuschnitts, die nun zunehmend neue Anforderungen an die Stadtverwaltung stellten. Dabei sei etwa auf das weiter steigende Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet hingewiesen, das trotz eines umfassenden Ausbaus der öffentlichen Verkehrsmittel von einer ungeheuren Zunahme des Individualverkehrs begleitet war und ist.
Wien 1945-55. Wiedner Hauptstr. Strassenbahn, Dreiradauto
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Noch in den fünfziger und Sechzigerjahren kam es im Rahmen von Straßenbauten zu Maßnahmen, etwa der Demolierung historischer Gebäude wie auch der radikalen Fällung von Alleebäumen, Maßnahmen, die nach und nach mit einem wachsenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung kollidierten.
Verhältnis zwischen
Besatzungsmächten und Bevölkerung
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Wien zerstoert nach dem 2. Welkrieg , nach 1945 :
zerstoerte Bruecke u. Haeuser am Donaukanal
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In Wien stand man unter dem Eindruck der „schweren Kriegsschäden während der jüngsten Kampfhandlungen und der Welle von Plünderungen und Vergewaltigungen, die ihnen folgte“.
Russen in Wien. Wiener begruessenn russ. Panzerbesatzung
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Die als Befreier vom Naziregime willkommene, von vielen wegen der vorangegangenen NS-Propaganda gegen die „asiatischen Horden“ aber auch gefürchtete Rote Armee wurde ihrem „Befreierbonus“ aufgrund zahlreicher Übergriffe auf die Zivilbevölkerung, die nur sehr lückenhaft geahndet wurden, und durch das willkürliche Verschleppen von Menschen in die Sowjetunion, nicht gerecht.
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Aufraeumarbeiten Hoher Markt
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Nachkriegszeit , zerstoerte Haeuser , Gaststaette mit russischer Fahne ,
Menschen beim Schutt raeumen Wien 1945 - 1955
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Außerdem errichteten die Russen (wie die Sowjetsoldaten bis heute umgangssprachlich genannt werden) mit ihrer „USIA“ genannten Verwaltung beschlagnahmter Großbetriebe in der sowjetischen Zone ein eigenes, von österreichischen Instanzen nicht kontrollierbares Wirtschaftsimperium, dem u. a. die Ölförderung im Marchfeld und die österreichische Donauschifffahrt angehörten.
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Nachkriegszeit , Wiederaufbau ,Aufraeumungsarbeiten ,
Truemmerfrauen B.z. Frauen beim Ziegel schlichten Wien 1945 - 1955
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Als die KPÖ im Herbst 1950 in Wien den von ihr später Oktoberstreik, von den anderen Parteien KP-Putschversuch genannten Ausstand ausrief, erwartete sie – so der Verdacht der anderen Parteien – das Eingreifen der sowjetischen Besatzungsmacht zu ihren Gunsten. Mit Beton ausgegossene Straßenbahnschienen sollten den Verkehr lahmlegen und zeigen, dass die österreichische Obrigkeit zu schwach war, die öffentliche Ordnung zu schützen. Die Sowjetarmee mischte sich aber nicht ein, als Bauarbeitergewerkschafter unter Franz Olah gegen die Kommunisten vorgingen und sie von den Straßen vertrieben.
Russen in Oesterreich - Fremuth Archiv
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Nachkriegszeit - Eroeffnung der Schwedenbruecke durch die
Russische Besatzungsmacht - Rote Armee v. 1.5.1946
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In der sowjetischen Zone wurden Besitztümer, die schon freigegeben worden waren, in der durch Berlin-Blockade 1948 und den Beginn des Koreakriegs 1950 verschärften Atmosphäre des Kalten Krieges wieder beschlagnahmt. Auch in Wien war die Situation zu dieser Zeit sehr angespannt. Die Einrichtung einer Luftbrücke ähnlich wie in Berlin wäre bei einer Abschnürung der Westsektoren der Stadt durch die Sowjets nicht möglich gewesen, da sowohl der amerikanische Flugplatz in Langenlebarn, als auch der britische in Schwechat in der sowjetischen Zone lagen.
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Truemmerfrauen, Aufraeumungsarbeiten, Meinl Eck Wien 1., Opernring
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Deshalb wurden in Wien behelfsweise so genannte Air strips auf der Heiligenstädter Straße und der Simmeringer Heide angelegt, ebenso vor dem Schloss Schönbrunn. Auf diesen improvisierten Landebahnen konnten allerdings nur kleinere Maschinen landen und starten. Deshalb wurden von den Westmächten Lebensmittelvorräte (so weit wie es möglich war) unter dem Codenamen Aktion Eichhörnchen angelegt, mit denen die Bevölkerung im Falle einer Blockade kurzfristig versorgt werden sollte. Diese fand jedoch in Wien nicht statt.
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Wien 1945 - 1955 Menschenschlange vor Gemuesehandlung Nachkriegszeit
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Wirtschaftlich bot der Schwarzmarkt anfangs oft die einzige Möglichkeit des Überlebens für die hungernde Stadtbevölkerung, während die – oft nur vermeintlich – reiche Landbevölkerung genügend Lebensmittel besaß.
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Menschenmenge vor Arbeitslosenamt Wien um 1945
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Zu starkem Geldmangel führte die erste Währungsreform 1945, als die Reichsmark bis zu 150 Schilling getauscht wurde, und die Abwertung 1947 auf ein Drittel des Wertes. Aber auch die notwendigen Güter, wie Baumaterial, das für den Wiederaufbau notwendig war, waren knapp.
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Wien zerstoert 1945, Truemmerfrauen, Aufraeumungsarbeiten
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Truemmerfrauen, Aufraeumungsarbeiten
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Dadurch setzte ein starker Tauschhandel ein, wobei – durch den Geldmangel bedingt – oft teure, über den Krieg gerettete Kostbarkeiten gegen eine kleine Menge an Lebensmitteln den Besitzer wechselten. Da auch Heizmaterial kaum vorhanden war, gingen die Städter zu Fuß in umliegende Wälder und sammelten dort jegliches brauchbare Brennmaterial ein. Jeder Fleck freien Bodens wurde benutzt, um sich selbst versorgen zu können. Mitten in der Stadt wurden in den Parks Kartoffeln angebaut.
Besatzungssektoren in Wien
Die Besatzungssektoren in Wien Die aufgehellten Randgebiete zählten besatzungsrechtlich zu Niederösterreich, d. h. zur sowjetischen Zone; auch Albern (hier in Blassgrün) am Rand des 11. Bezirks, das 1954 zum 2. Bezirk transferiert wurde.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Christoph Lingg
Wien war seit April 1945 nur von der Roten Armee besetzt, die die Stadt auch erobert hatte. Aufgrund des Potsdamer Abkommens übernahmen am 1. September 1945 die westlichen alliierten Siegermächte in Wien ihre vereinbarten Sektoren. Dabei wurde Wien in den Grenzen von 1937, also vor der Zeit von Groß-Wien, wie folgt eingeteilt:
Gemeinsame Verwaltung durch alle vier Besatzungsmächte: 1. Bezirk (Innere Stadt) (die Alliierten wechselten im Monatsrhythmus ab). Die Hoheitsrechte über den 1. Bezirk wurden jeweils am letzten Tag des Monats an die nächste Besatzungsmacht übergeben. Die Zeremonie wurde, als die Interalliierte Kommandantur im Wiener Justizpalast ihren Sitz hatte, bis 1953 vor diesem auf dem Schmerlingplatz veranstaltet, dann bis 1955 auf dem Heldenplatz. Dazu marschierten die beiden beteiligten Besatzungsmächte mit je einer Abteilung Soldaten und einer Militärkapelle auf.
US-amerikanischer Sektor: 7., 8., 9., 17., 18., 19. Bezirk
britischer Sektor: 3., 5., 11. (ohne Albern), 12., 13. Bezirk
französischer Sektor: 6., 14., 15., 16. Bezirk
sowjetischer Sektor: 2. (ab 1954 Albern), 4., 10., 20., 21., 22. Bezirk
 
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Sowjetrussische Militärs in Siegerpose auf dem Dach der Neuen Burg; 1945.
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Die 1938 eingemeindeten Gebiete Groß-Wiens, darunter der heutige 23. Bezirk, die erst 1938 an Wien angeschlossenen Ortschaften Stammersdorf, Süßenbrunn, Neuessling, Essling, Albern, Oberlaa, Rothneusiedl und Hadersdorf-Weidlingau sowie der Lainzer Tiergarten, lagen außerhalb der vier Sektoren und gehörten zur sowjetischen Besatzungszone, die Wien umgab. 1954 wurde Albern, heute 11. Bezirk, von der sowjetischen Zone (besatzungsrechtlich: Niederösterreich) zum sowjetischen Sektor Wiens (2. Bezirk) umgegliedert; dies erfolgte im Zuge der definitiven Auflösung Groß-Wiens und der teilweisen Neugliederung der verbliebenen Wiener Bezirke.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Sowjetische Kommandantur. Das ehemalige Palais Epstein
bei der Bellaria (heute Stadtschulrat) um 1946.
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Das Hauptquartier der US-Amerikaner war das Gebäude der Oesterreichischen Nationalbank, der Briten war das Schloss Schönbrunn, der Franzosen war das Hotel Kummer in Mariahilf und der sowjetischen Truppen war das Palais Epstein neben dem Parlament. Die Sektorengrenzen innerhalb Wiens waren gekennzeichnet, ein freier Sektorenwechsel war aber möglich. Wien wurde in diesen Jahren ein Spionagezentrum der Besatzungsmächte, die sich gegenseitig misstrauten. Die Spielfilme Der dritte Mann und Die Vier im Jeep waren ein Spiegelbild dieser Zeit. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die interalliierte Militärpolizei, deren motorisierten Patrouillen je ein Militärpolizist der vier Mächte angehörte.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eröffnung der Friedensbrücke General Lebedenko und Bürgermeister Körner
bei der Begrüßung der russischen Übergabeoffiziere; 1946.
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Nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Österreich lag die gesamte Medienlandschaft brach. Die Alliierten Mächte benutzten eigens gegründete Medien, um gezielt gute Stimmung für die eigene Nation zu machen und so sanfte Propaganda zu betreiben. Das geschah vor allem auf dem Sektor der Presse. Wien blieb nur etwa zwei Wochen lang ohne Tageszeitung.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Verteilung der "Österreichischen Zeitung" in Wien.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bereits am 15. April 1945, als in Westösterreich der Krieg noch nicht beendet war, brachten die Sowjets bereits ein Propagandablatt (siehe Frontzeitung) heraus. Es hieß „Österreichische Zeitung“, erschien anfangs wöchentlich, nach fünf Monaten täglich in einem Umfang von zunächst vier Seiten. Die Zeitung wurde am 31. Juli 1955 eingestellt.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Sowjetsoldaten am Schwarzmarkt 1946.
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Alleine im Jahr 1945 wurden insgesamt 32 Tages- oder Wochenzeitungen gegründet, nur acht davon wurden von einer der alliierten Mächte herausgegeben. So erfolgte bereits am 21. April die erste österreichische Gründung, die Tageszeitung „Neues Österreich“, von den drei Parteien ÖVP, SPÖ und KPÖ herausgegeben.
Sowjetische Offizierin verteilt Flugblätter in Wien.
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Die ersten parteiunabhängigen Zeitungen, „Die Presse“ und die „Kleine Zeitung“, wurden erst 1948 gegründet. Die britischen Besatzer brachten im Mai 1945, als sich auch langsam österreichische Zeitungen zu entwickeln begannen (anfangs lediglich Parteizeitungen), als Heeresgruppenzeitungen die „Kärntner Nachrichten“ und die „Neue Steirische Zeitung“ heraus. Beide wurden am 31. Dezember 1945 wieder eingestellt.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Die Vier im Jeep" Angehörige der Alliierten Militärpolizei,
v.l.: Frankreich, USA, Sowjetunion und England (angeschnitten); um 1947.
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Die britische Wochenzeitung „Die Weltpresse“ erschien erstmals am 18. September und wurde erst im Mai 1958 eingestellt. Die Franzosen versuchten sich mit nur einem Blatt im österreichischen Markt. Im Oktober 1946 gründen sie die „Welt am Abend“, die sie im Oktober 1948 wieder einstellten.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Befreiungsfeier der alliierten Truppen:
Parade über den Ring. Zuschauer vor der Oper; 1946.
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Die Amerikaner stellten sich in ihren Zeitungsgründungen geschickter an. Alle von ihnen als Besatzungsmedien installierten Zeitungen erscheinen heute noch. Sie gründeten im Juni 1945 die „Oberösterreichischen Nachrichten“ und die „Salzburger Nachrichten“ sowie im Juli die „Tiroler Tageszeitung“. Alle drei Blätter gingen noch im selben Jahr in den Besitz österreichischer Privatleute über.
Wien in der Nachkriegszeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien während der Besatzungszeit, 1945-1955. Russische Zone am Kai:
Passantinnen gehen am Schild "Ausgang aus der Russischen Zone" vorbei.
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Die im August von den amerikanischen Besatzern gegründete Wochenzeitung „Wiener Kurier“ erwies sich als höchst erfolgreiche Boulevardzeitung und erschien bis Mai 1955 jedes Wochenende. Schon 1954 wurde er von Ludwig Polsterer und Alfred Maleta gekauft und erschien wochentags parallel als Tageszeitung „Kurier“.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Nachkriegsösterreich" der
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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