Der Narrenturm
Pathologisches - Anatomisches Bundesmuseum
Spitalgasse 2, 1090 Wien
Narrenturm - © Stephan Gaube
Der Narrenturm in der Spitalgasse 2, in Wien Alsergrund. © Stephan Gaube
Im IX. Bezirk (Alsergrund) steht das Neue Allgemeine Krankenhaus (AKH), bekannt als das größte Krankenhaus Europas. In der nahe gelegenen, passend benannten Spitalgasse befindet sich sein Vorläufer, das noch berühmtere Alte Allgemeine Krankenhaus, 1784 gegründet vom Aufklärer-Kaiser Josef II. (1765-1790). Zu seiner Zeit war das Krankenhaus eines der modernsten der Welt, es konnte 2000 Betten vorweisen. Zahlreiche weltberühmte Ärzte und Chirurgen sind hier ein und aus gegangen, darunter der Psychiater Julius Wagner-Jauregg (1857-1940), der 1927 für seine Entdeckung der therapeutischen Bedeutung der Malariaimpfung bei der progressiven Paralyse den Nobelpreis erhielt.
Narrenturm. Gesamtaufnahme Richtung Sensengasse, die Nordfront des
Allgemeinen Krankenhauses im Rücken. Bild: August Stauda; 1904.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die alten Innenhöfe des Spitals sind heute ein belebter Universitätscampus; in einem davon steht eine Kuriosität, die als Narrenturm bekannt ist. (Das Gebäude wurde nach einem berühmten österreichischen Kuchen, der eine ähnliche Form besitzt, auch Guglhupf genannt.) Er wurde 1784 nach einem Entwurf des Hofarchitekten Isidor Canevale erbaut; der zylinderförmige Turm sollte als Anstalt für Geisteskranke dienen. Zum ersten Mal wurden hier die so genannten Irren an einem Ort untergebracht und behandelt, anstatt zur Schau gestellt und gedemütigt zu werden. Der Turm hat fünf Stockwerke mit je 28 zentral beheizten Zellen, die von einem zentralen Innenhof aus eingesehen werden können.
Narrenturm. Aufblick über die Böschung. Bild: August Stauda; 1904.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nicht alle Insassen des Turms jedoch saßen dort zu Recht; ein Beispiel ist der Fall des Grafen Seilern, der beim Kaiser in Ungnade fiel, weil er seinen Sohn hatte einsperren lassen; der hatte sich nämlich geweigert, das ihm von seinem Vater zugedachte Mädchen zu heiraten. Der nach 1866 still gelegte Turm enthält heute das Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum, eine aufschlussreiche, wenn auch etwas gruselige Sammlung von etwa 4000 Exponaten (mit vielen Abnormitäten und Missbildungen) in Formaldehyd (darunter die weltweit größte Sammlung von Nieren und Gallensteinen). Die 1796 gegründete, ursprünglich in der Prosektur des Alten AKH untergebrachte Sammlung stammt von den etwa 600 Leichen, die pro Jahr aus dem Spital kamen, sowie von Autopsien, die auf höhere Anweisung angeordnet wurden.
Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Innenhof des  Narrenturms in der Spitalgasse 2.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
 Das Museum enthält auch mehr als 2000 Nachbildungen aus Paraffinwachs von kranken Körperteilen und im Erdgeschoß eine Rekonstruktion von Robert Kochs Entdeckung des Tuberkulosebazillus im Jahr 1882. Der Alsergrund besitzt zahlreiche andere medizinische Assoziationen; hier befinden sich zahlreiche Universitätsinstitute, Ärzte und natürlich auch die Ordination von Sigmund Freud. Dazu gibt es noch das Josephinum in der Währinger Straße 25; es wurde 1785 eröffnet, um die Medizinisch-chirurgische Akademie zu beherbergen, die von Kaiser Josef II. (1765-1790) zur Ausbildung von Sanitätern und Militärärzten gegründet worden war.
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Der Narrenturm in der Spitalgasse 2, in Wien Alsergrund.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
 Seit 1920 befindet sich hier das Museum des Instituts für Geschichte der Medizin, das eine einmalige Sammlung von lebensgroßen anatomischen Wachsmodellen enthält (Wachspräparatesammlung). Sie wurden vom Kaiser 1780 nach einem Besuch in Florenz beim Florentiner Physiologen Felice Fontana und dem toskanischen Anatomen Paolo Mascagni in Auftrag gegeben. Die besonders realistisch wirkenden Figuren wurden aus ukrainischem Bienenwachs modelliert.
Mit freundlicher Genehmigung (Textausszug):
Rainer Metzger; Der Tod bei der Arbeit
Gewalt der Bilder : Bilder der Gewalt - Ein Führer für Wien
Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Die Rolle der Kontrolle
Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Innenhof des  Narrenturms in der Spitalgasse 2.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht. Pro Geschoss fügen sich 28 Zellen in die Kreisordnung, jede ausgestattet mit zwei Betten und einem Mauerschlitz als Fenster nach außen. Nach innen zu, zum wiederum kreisrunden Hof, gehen die Türen, und sie sind in einer Exaktheit radial angeordnet, dass eine einzige, in der Mitte postierte Aufsichtsperson alles im Blick und damit im Griff hat. Um das Auge des Aufsehers, gleichsam die Nabe eines Rades, dreht sich das Geschehen. Dieses Auge ist das Zentrum der Anlage, denn es gilt die Internierten gut unter Kontrolle zu halten, die geistig Verwirrten, die „Narren“, für die dieses nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltete Etablissement geschaffen wurde.
Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Narrenturm in der Spitalgasse 2, in Wien Alsergrund.
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Neu, das bedeutete in jenem Jahr 1784, als der „Narrenturm“ eröffnet wurde, mit dem luziden Geist der Aufklärung versehen. Wer dort einsaß, hatte ein spezifisches Krankheitsbild vorzuweisen: Früher, in den alten Hospitälern, war alles zusammengefasst, was es an Delinquentem, Pathologischem, Straffälligem und sonst wie aus dem Verkehr Gezogenem gab. Der „Narrenturm“ dagegen war Ergebnis eines strengeren Vergleichs, einer besseren Analyse und einer individualisierenden Methode. So gesehen ist dieses Gebäude eine Vorform der Nervenheilanstalt. Therapieren und Beaufsichtigen gingen Hand in Hand.
Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Narrenturm in der Spitalgasse 2, Details.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Eine solche Komplizenschaft von Heilen und Hindern macht den „Narrenturm“ zum Paradebeispiel für jenes Regime, das Michel Foucault in seiner 1975 erschienenen, epochalen Studie „Überwachen und Strafen“ eingehend und mit Folgen für die Theorie der Moderne überhaupt untersuchte. Es gab eine genuine Architektur für dieses Regime, jene Rundbauten mit zentralem Kontrollraum, wie sie der Narrenturm exemplarisch zeigt. Im Jahr 1791 wird ihr der britische Physiokrat Jeremy Bentham einen Traktat widmen. Seither nennt man das planerische Prinzip „Panopticon“. Foucault übernahm davon seinen Begriff einer „panoptischen“ Gesellschaft.
Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Innenhof des  Narrenturms in der Spitalgasse 2.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Panoptik ist für Foucault eines der Charakteristika der gesamten Moderne, bezeichnend besonders für ihren Umgang mit der Gewalt. Diese Gewalt übt sich nunmehr in bis dato unbekannter Subtilität und Zurückhaltung aus, sie wird geradezu einschmeichelnd, indem sie sich in die einzelnen Personen selbst verlegt. Gewalt sublimiert sich zur Disziplin. „Die Disziplin“, so Foucault, „hält eine aus Beziehungen bestehende Macht in Gang, die sich durch ihre eigenen Mechanismen selber stützt und aufsehenerregenden Kundmachungen ein lückenloses System kalkulierter Blicke vorzieht. Dank den Techniken der Überwachung vollzieht die Physik der Macht ihren Zugriff auf den Körper nach den Gesetzen der Optik und der Mechanik und in einem Spiel von Räumen, Linien, Schirmen, Bündeln, Stufen und verzichtet zumindest im Prinzip auf Ausschreitung und Gewalt.
Narrenturm - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Innenhof des  Narrenturms in der Spitalgasse 2.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
 Diese Macht ist scheinbar um so weniger körperlich und physisch, je gelehrter und physikalischer sie ist.“ Um in der Rekonstruktion zum panoptischen Prinzip der Moderne zu gelangen, ließ Foucaults Darstellung keine Gelegenheit zur Drastik aus. Berühmt geworden sind die minutiös schildernden Augenzeugenberichte, die der Meisterdenker in seinem Buch zitiert, um die Politik der Martern, wie sie in den diversen Ancien Régimes praktiziert wurde, vor Augen zu stellen. Eine solche Politik der Schmerzzufügung, die bevorzugt um die Autorität des Souveräns bemüht ist, wird im Zeitalter der Nationalstaaten dann aufgelöst. Nicht, dass es keine Folter mehr geben würde, doch selbst die krassesten Totalitaristen des 20. Jahrhunderts verabreichen sie hinter den Kulissen.
Narrenturm - © Verlag Christian Brandstätter
Narrenturm, erbaut 1784, anonymes Aquarell, um 1850, Spitalgasse
© Verlag Christian Brandstätter
 Offizielle Praxis sind nun die Maßnahmen der Disziplinierung, ihre Instanzen die Arbeitslager und Gefängnisse, Besserungsanstalten und Erziehungsheime. Doch auch diejenigen, die nie auf-, geschweige denn straffällig geworden sind, unterliegen deren Techniken der Einvernehmung, Uniformität wird produziert von den vielerlei Mikro-Justizen, die die Gegenwart seit 200 Jahren beherrschen. Foucault zählt einige auf: „Eine Mikro-Justiz der Zeit (Verspätungen, Abwesenheiten, Unterbrechungen), der Tätigkeit (Unaufmerksamkeit, Nachlässigkeit, Faulheit), des Körpers („falsche“ Körperhaltungen und Gesten, Unsauberkeit), der Sexualität (Unanständigkeit, Schamlosigkeit)“.
Narrenturm. Blick von erhöhtem Standort in der Sensengasse über das
Garnisonsspital in Richtung Narrenturm und Votivkirche. Bild: August Stauda; 1904.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Individualität ist dabei, so rekonstruiert es Foucault in einer der spannendsten Volten seines gesamten Werkes, das durchaus unbeabsichtigte Ergebnis. Der Macht geht es um Disziplinierung und Uniformierung, und ihre Mittel, sie durchzusetzen sind Beobachtung und Kontrolle. Doch wer genau hinsieht, entdeckt bevorzugt die Unterschiede. In dieser exakt justierten Optik tun sich plötzlich Besonderheiten auf. Wer gleichschalten will, muss mit jedem auf eine spezifische Weise verfahren. Der genuine Mechanismus der Moderne ist damit die Entdeckung der Differenz über das Bestreben nach Entdifferenzierung. Wer in den „Narrenturm“ kam, war dort, um von der Gesellschaft entfernt zu werden. Doch wer dort war, konnte damit rechnen, so etwas wie Patientenstatus zu bekommen. Wer dort war, dem konnte geholfen werden, wieder, wie es so heißt, ein „nützliches Mitglied der Gesellschaft“ zu werden. Wem geholfen wurde, der bedurfte keines Gewahrsams mehr. Deren Funktion übernahmen dann wieder das Selbst und seine Kontrolle.
Mit freundlicher Genehmigung (Textausszug):
Duncan J. D. Smith; Nur in Wien - Ein Reiseführer
zu sonderbaren Orten, geheimen Plätzen und versteckten Sehenswürdigkeiten
Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Als der Narrenturm 1784 fertig gestellt wurde, handelte es sich um die erste Anstalt Europas, die ausschließlich zur Behandlung Geisteskranker errichtet wurde. Damals unterschied man zwischen verschiedenen Krankheitsformen wie Melancholie, Tollheit oder Unsinnigkeit. Heilungsversuche unternahmen die Ärzte mittels Aderlass, Brechmitteln oder ähnlichem um die „Säfte“ des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen. Warum Joseph II. sich persönlich um die Versorgung von Geisteskranken angenommen hat, glauben Historiker eine Antwort gefunden zu haben. Man geht davon aus, das der Kaiser Mitglied der Freimaurer oder Rosenkreuzer war, deren alchemistische Zahlenmystik im Narrenturm überraschend oft an zutreffen ist. Der Rundbau ist 5 Stockwerke hoch und hat einen Umfang von 66 Wiener Klaftern. Pro Stockwerk gibt es 28 Zimmer und auf dem Dach befand sich ein Oktogon.
Narrenturm. Ansicht aus geringer Entfernung, teilweise von einem Nebentrakt
des Krankenhause verdeckt; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Eine achteckige Holzkonstruktion die der Kaiser angeblich öfters die Woche besucht haben soll. In der arabischen Tradition ist 66 die Zahl Gottes, während in der Kabbala 28 die Bedeutung „Gott, der du die Kranken heilst“ trägt und außerdem die Zahl des Mondsmonats ist. Anfangs gab es in den Zellen keine Türen, friedliche Patientin konnten sich im Turm frei bewegen. Tobende und Unreine wurden angekettet. In späterer Zeit wurden auch Bettgurte und Zwangsjacken verwendet. Nach dem Tod Joseph II. wurde eine Mauer um die Anstalt errichtet um die Insassen vor der schaulustigen Bevölkerung zu schützen. Es gab Diagnosen wie Exaltion (Paranoia), Depression und Mania, die häufigsten waren aber Delirium tremens (Alkoholdelirium). 1852 wurde eine neue Anstalt am Bründlfeld in Betrieb genommen, im Narrenturm landeten nur mehr die unheilbarsten Fälle. 1869 wurde das Gebäude als Anstalt geschlossen.
Turm-Modell im Sitz der Pathologisch-anatomischen Sammlung in Wien.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bereits am ältesten Modell des Narrenturms findet sich am Dachfirst ein Blitzableiter oder „Blitzfänger“. Zwei seiner Halterungen im Innenhof existieren noch mit Stand 2017. Josef II. waren die Versuche von Prokop Diviš bekannt, welchem es vor allem um eine vermutete Heilkraft von Strömen ging, aber auch um die Fernhaltung von Gewittern mithilfe von „meteorologischen Maschinen“. Ob die Einrichtung im Narrenturm als ein Blitzfänger zur Behandlung der Insassen oder bereits als ein im heutigen Sinn als Blitzableiter diente, ist umstritten.
Pathologisches - Anatomisches Bundesmuseum
Sammlung des Pathologischen - Anatomischen Museum im Narrenturm.
© Naturhistorisches Museum Wien - www.nhm-wien.ac.at
Das Museum wurde 1796 unter Kaiser Franz II. als Museum des Pathologisch-anatomischen Institutes gegründet. Die Sammlung befindet sich seit 1971 im Narrenturm. Auf Betreiben von Karl Alfons von Portele wechselte das Museum 1974 von diesem Universitätsinstitut in die Obhut des Unterrichtsministerium. Es firmierte nun als Pathologisch-anatomisches Bundesmuseum. Als die anderen Bundesmuseen auf Grund des Bundesmuseen-Gesetzes bis 2003 als wissenschaftliche Anstalten öffentlichen Rechts in die so genannte Vollrechtsfähigkeit entlassen, d. h. aus der Bundesverwaltung ausgegliedert wurden, war das Museum zu klein, um allein daraus eine eigene wissenschaftliche Anstalt zu bilden.
Sammlung des Pathologischen - Anatomischen Museum im Narrenturm.
© Naturhistorisches Museum Wien - www.nhm-wien.ac.at
Nach längeren Überlegungen, in welcher Kombination mit anderen Sammlungen die Ausgliederung erreichbar wäre, wurde das letzte noch direkt vom Ministerium verwaltete Bundesmuseum im Herbst 2011 per 1. Jänner 2012 mit Bundesgesetz in die wissenschaftliche Anstalt Naturhistorisches Museum Wien (NHM) eingegliedert. Von Beginn der Sammlungstätigkeit wurden vorwiegend Feucht- und Trockenpräparate gesammelt. Ab 1974 übernahm Karl Portele Sammlungen aus ganz Österreich und auch Deutschland, darunter befanden sich auch mehrere Moulagensammlungen ( unter Moulagen versteht man form- und farbgetreue Abbildungen kranker Körperstellen aus Wachs oder Paraffin ). Erst 1977 wurde eine Gerätesammlung angelegt.
Sammlung des Pathologischen - Anatomischen Museum im Narrenturm.
© Naturhistorisches Museum Wien - www.nhm-wien.ac.at
Mit etwa 45 000 Objekten gilt die Pathologisch anatomische Sammlung heute als weltweit größte Sammlung pathologischer Präparate. Seit Beginn der Sammlungstätigkeit standen vor allem Feucht- und Trockenpräparate im Fokus. Ab 1974 kamen durch Karl Portele weitere Sammlungsbestände aus Österreich und Deutschland hinzu, darunter mehrere Moulagensammlungen. 1977 wurde eine thematisch passende Gerätesammlung angelegt. Heute besteht die Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm aus rund 45.000 Objekten und gilt als weltweit größte Sammlung ihrer Art.
Sammlung des Pathologischen - Anatomischen Museum im Narrenturm.
© Naturhistorisches Museum Wien - www.nhm-wien.ac.at
Im Narrenturm sind auch Teile des ehemaligen Elektro-pathologischen Museums von Stefan Jellinek untergebracht. Dieses Museum war von Jellinek im Jahr 1936 eröffnet worden, ehe er 1939 als Jude das Land verlassen musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam er seine Sammlung zurück. Sein Mitarbeiter Franz Maresch organisierte die Ausstellung nach dem Tod des Gründers im Jahr 1968 neu. In den 1980er-Jahren wurde ein großer Teil der Sammlung vom Technischen Museum übernommen, während die tierischen und menschlichen Feuchtpräparate dem Pathologisch-anatomischen Museum übergeben wurden.
Sammlung des Pathologischen - Anatomischen Museum im Narrenturm.
© Naturhistorisches Museum Wien - www.nhm-wien.ac.at
Das Naturhistorische Museum sieht die Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm als "Staatsschatz von hohem naturwissenschaftlichem und musealem Wert". Es hat sich zur Aufgabe gestellt, die Sammlung nicht nur zu erhalten und wissenschaftlich zu nutzen, sondern auch entsprechend dem Publikum zu vermitteln. Derzeit besichtigen jährlich rund 25.000 Besucherinnen und Besucher das Haus.
Der Narrenturm
Pathologisches - Anatomisches Bundesmuseum
Spitalgasse 2 (Uni-Campus Hof 6), 1090 Wien
Telefon: +43 1 521 77 606
E-Mail: pas@nhm-wien.ac.at
Öffnungszeiten:
Mittwoch 10-18 Uhr
Donnerstag 10-13 Uhr
Samstag 10-13 Uhr
Innerhalb dieser Zeiten kann die Schausammlung selbstständig besichtigt werden. Zusätzlich finden regelmäßig Führungen durch die Studiensammlung statt.
Erreichbarkeit:
Straßenbahnlinie 40/41/42 von der U-Bahn-Station Schottentor (U2)
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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