Palais Bellegarde
Ehemaliger Sitz der gräflichen Familie Bellegarde.
Praterstraße 17, 1020 Wien
Palais Bellegarde, Praterstraße 17  - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Erich Schmid
Das Palais Bellegarde in der Praterstraße 17.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Erich Schmid
Das Palais Bellegarde befindet sich in Wien, im 2. Gemeindebezirk, Leopoldstadt, an den Adressen Praterstraße 17 und Große Mohrengasse 10. Das sehr tief gestaffelte Zinshaus weist zwei Innenhöfe und fünf Stiegen auf. Das Grundstück dieses Hauses ist ein Viertel eines ehemals hier befindlichen großen Gartens, in dem um 1529 Galeeren für den Türkenkrieg gebaut wurden. Der Garten war später im Besitz Maximilians II., der ihn Graf Nadásdy überließ. 1635 wurde der Garten in vier Teile geteilt. Johann Wilhelm Lueger von Wasenhoven errichtete hier ein Haus, das später an die Apothekerfamilie Günther von Sternegg kam.
Palais Bellegarde, Praterstraße 17  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Palais Bellegarde, Praterstraße 17. Teilansicht fast frontal.
Bild: Stauda, August; 1902.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Palais ist nach der gräflichen Familie Bellegarde benannt, die die Liegenschaft 1846 erwarb. Zu dieser Zeit lebten Graf August von Bellegarde (1795–1873), seine Ehefrau Julie (1795–1865) und beider Tochter Pauline (1830–1912) in Wien.
Palais Bellegarde, Praterstraße 17  - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Palais Bellegarde, Eingangstor Praterstraße 17.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Der zweistöckige Straßentrakt des Palais an der damaligen Jägerzeile wurde um 1780 erbaut. Der Baumeister ist unbekannt. Im Jahre 1846 erfolgte der Zubau eines wenig ansehnlichen, dreistöckigen Hoftraktes durch Phillip Brandl nach einem Entwurf von Amédée Demarteau (1809–1877). Dadurch entstand eine große Zinshausanlage, die von der seit 1862 Praterstraße genannten Jägerzeile bis zur Großen Mohrengasse reicht. Das Palais wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, in der Nachkriegszeit wenig sorgfältig wiederhergestellt und später bis 1984 detailgetreu restauriert.
Palais Bellegarde, Praterstraße 17  - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Erich Schmid
Palais Bellegarde, Hinterfront, Große Mohrengasse 10.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Erich Schmid
Der zehn Fensterachsen breite, dreigeschoßige Straßentrakt an der Praterstraße besitzt eine spätbarocke Fassade. Die Beletage mit hohen französischen Fenstern und Balkonen mit Schmiedeeisengittern ist der einzige Schmuck der sonst schlichten Fassade. Das Sockelgeschoß in der Großen Mohrengasse wurde durch den nachträglichen Einbau von Geschäftslokalen mehrfach verändert. Eine gerade Verdachung der Fenster und ein vorkragendes Gurtgesims sind hier die einzigen dekorativen Elemente.
Palais Bellegarde, Praterstraße 17  - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Das Palais Bellegarde in der Praterstraße 17 rechts das Wohnhaus "Zum Jonas",
Praterstraße 19. Dazwischen verläuft die Zirkusgasse. Im Vordergrund das "Nestroy-Denkmal".
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Die Familie der heutigen Grafen von Bellegarde entstammt dem savoyardischen Uradel. Erstmals erscheint die Familie 1263 urkundlich; mit dem Edlen (Noble) Pierre Noyel de Bellegarde beginnt 1388 die ununterbrochene Stammreihe. Die Familie verbreitete sich im Laufe der Zeit über Europa: 1540 erhielt François de Bellegarde, Hauptmann und Gouverneur von Nizza, aber auch Herr (Seigneur) de Mons und Marques d'Antremont (Besitzungen in den spanischen Niederlanden, heutiges Belgien) am 13. September dieses Jahres eine Wappenverbesserung.
Palais Bellegarde, Praterstraße 17  - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Palais Bellegarde, Praterstraße 17, Schmiedeeisener Balkon.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Am 14. Juni 1682 wurde Janus de Bellegarde, Staatsminister und Großkanzler von Savoyen, von Herzog Viktor Amadeus von Savoyen zum Marchese des Marches erhoben. Johann Franz de Bellegarde, kurfürstlich sächsischer General und Kriegsminister, erhielt am 13. September 1741 als Graf von Bellegarde das Inkolat von Böhmen. Heinrich Graf von Bellegarde (1757–1845), österreichischer Feldmarschall und Vizekönig von Lombardei-Venezien, wurde am 17. Oktober 1825 in den niederösterreichischen Herrenstand aufgenommen und erhielt am 22. Juli 1831 das ungarische Indignat. In Wien hatte die Familie einen eigenen Sitz, das Palais Bellegarde.
Wappen der Grafen von Bellegarde 1741 - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Wappen der Grafen von Bellegarde 1741.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
In Blau unter goldenem Schildhaupt, darin ein schwarzer Doppeladler, ein aus der Teilungslinie hervorgehender goldener Flammenbogen mit 5 unter demselben bogenförmig gereihten Flammen; auf dem Helm mit blau-goldenen Decken eine auffliegende silberne Taube, eine Flamme im Schnabel haltend.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Palais_Bellegarde" der
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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