Die Gebäude der Praterstraße
Benannt ist die Straße offiziell seit 1862 (zuvor aber z. B. schon auf dem Stadtplan von 1856) nach dem Wiener Prater, der an den Praterstern anschließt. Zuvor hatte sie Jägerzeile geheißen.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Übersicht von der Praterstraße gegen Praterstern mit dem Tegetthoffdenkmal
und Zirkus Busch; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
... und wenden uns gleich rechts gegen die Jägerzeile, die zum Prater führt; die ganze schöne, ungemein breite Straße ist bedeckt mit einem schwarzen Strome von Menschen […] Mitten in diesem Menschenstrome, wie Schiffe im Treibeise, gehen die Wägen, meist langsam, oft aufgehalten […] die meist prachtvollen Häuser dieser Straße stehen zu beiden Seiten ruhevoll aus dem schiebenden Menschengewimmel empor, und ihre Fenster und Balkone sind besetzt mit unzähligen Zuschauern […] Man sollte meinen, die ganze Stadt sei um dreiviertel auf vier Uhr närrisch geworden und wandle nun in ihrer fixen Idee da gerade diese Straße hinab […] Dort durch den Staub herauf von der Öffnung der Straße blicken schon die hohen Bäume des Praters, dem wir alle zuströmen, als würde dort das ewige Heil ausgeteilt.
Adalbert Stifter: Der Prater, in: Wien und die Wiener,
in Bildern aus dem Leben, Wien 1841–1844
Die Gebäude mit ungeraden Nummern befinden sich an der nordwestlichen, vom Stadtzentrum aus gesehen linken Straßenseite, jene mit geraden Nummern an der südöstlichen, rechten Straßenseite. Die Nummerierung reicht links von Nr. 1, Ecke Taborstraße, bis Nr. 67, Ecke Heinestraße, rechts von Nr. 8, Ecke Untere Donaustraße, bis Nr. 78, Ecke Franzensbrückenstraße.
Nummer: 1 - 7
(Taborstraße 2-6, Große Mohrengasse 1):
 Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude (Hotel Sofitel und Stilwerk, Architekt: Jean Nouvel, Nebenadresse: Taborstraße 2–6), eröffnet 2010. 1770 bestand hier auf Nr. 7 die Herberge „Zum goldenen Lamm”. Mehrmaliger Gast im zur Wiener Weltausstellung 1873 hier errichteten Hotel Continental (200 Zimmer, Saal für 600 Personen, Kaffeehaus), das bis 1945 bestand, war Otto von Bismarck. 1958−1961 wurde die Zentrale der Bundesländer-Versicherung, später Teil des Uniqa-Konzerns, mit damals in Wien neuartiger vorgehänger Fassade hier gebaut. Das Gebäude wurde nach 2004 abgerissen.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Beginn der Praterstraße 1915, vom Schlagbrückenufer aus fotografiert mit
Café Stierböck und Hotel 'Goldenes Lamm' (nachmals Continental).
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Nummer: 2
seinerzeit Café Hugelmann.
Nummer: 6
ursprünglich Café Stierböck.
Nummer: 8
seinerzeit Haus Dittmann; Cafe Fetzer (1874);
 Im Vorgängergebäude wohnten 1918–1934 Staatskanzler Karl Renner, später erster Bundespräsident der Zweiten Republik, und seine Ehefrau Luise Renner, später Mitgründerin der Volkshilfe. Hier hatte die von Renner 1922 gegründete Arbeiterbank AG (heute Bawag) ihren ersten Sitz.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Café Wortner-Fetzer: Westfront mit Giebel. Bild: Stauda, August 1900.
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Nummer: 10
Bürgerhaus "Zum Füchsel", erbaut 1834 von Anton Hoppe.
Nummer: 11
Lloyd-Hof, erbaut 1876 von Viktor Rumpelmayer.
Nummer: 16
In diesem auf das Jahr 1825 zurückgehenden Haus (mehrfach adaptiert) kam 1862 der Dichter Arthur Schnitzler († 1931) als erster Sohn des Laryngologen Johann Schnitzler und dessen Gattin Luise zur Welt.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 16, Gesamtansicht fast frontal. Bild: Stauda, August 1901.
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Nummer: 17
(Große Mohrengasse 10): Bellegardepalais.
Das sehr tief gestaffelte Zinshaus weist zwei Innenhöfe und fünf Stiegen auf.
Das Palais ist nach der gräflichen Familie Bellegarde benannt, die die Liegenschaft 1846 erwarb. Zu dieser Zeit lebten Graf August von Bellegarde (1795–1873), seine Ehefrau Julie (1795–1865) und beider Tochter Pauline (1830–1912) in Wien.
Der zweistöckige Straßentrakt des Palais an der damaligen Jägerzeile wurde um 1780 erbaut. Der Baumeister ist unbekannt. Im Jahre 1846 erfolgte der Zubau eines wenig ansehnlichen, dreistöckigen Hoftraktes durch Phillip Brandl nach einem Entwurf von Amédée Demarteau (1809–1877). Dadurch entstand eine große Zinshausanlage, die von der seit 1862 Praterstraße genannten Jägerzeile bis zur Großen Mohrengasse reicht. Das Palais wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, in der Nachkriegszeit wenig sorgfältig wiederhergestellt und später bis 1984 detailgetreu restauriert.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 17, Ehemaliges Palais Bellegarde. Teilansicht fast frontal. Bild: Stauda, August 1902.
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Vor Nummer 17: Nestroydenkmal.
Nummer: 18
(Aspernbrückengasse 2): Hotel "Kronprinz Rudolf (dann "Europa"); nach dem Zweiten Weltkrieg Finanzamt für den 2./20./21./22. Bez. (am 1. Jänner 1984 geteilt und [Finanzamt für den 2./20. Bezirk] nach 20, Traisengasse 5 verlegt); 1992 abgetragen und durch Neubau ersetzt.
Nummer: 19
(Zirkusgasse 2): Wohnhaus "Zum Jonas", erbaut Anfang 19. Jahrhundert, zwischen 1844 und 1862 zweimal aufgestockt und neu fassadiert; gut gegliederte Fassade, die an spätklassizistische Traditionen anknüpft.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 17-19, Blick gegen die Einmündung der Zirkusgasse. 1969.
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Nummer: 23
(Zirkusgasse 6): Wenkheimpalais.
Das Wenckheimpalais wurde ab 1826 für Gräfin Anna Wenckheim erbaut, später in Mietwohnungen und Geschäftslokale unterteilt. Das seit 1963 unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde bis 1990 generalsaniert. 2002–2010 war es Sitz der Finanzmarktaufsichtsbehörde.
Nummer: 25
(Zirkusgasse 8): Fürstenhof
„Fürstenhof“, ein späthistoristisches Wohnhaus mit stattlicher Fassade, 1913 von Rudolf Perco für das Architekturbüro Georg Spielmann (der auch Miteigentümer war) erbaut. Hier befand sich in den 1920er Jahren die „Rolandbühne“, später bis 1968 das „Dianakino“. In den 1950er und 1960er Jahren befand sich hier im 1. Stock das Bundessekretariat des Verbandes Sozialistischer Mittelschüler, dem später bekannte Sozialdemokraten wie Peter Kreisky, Eva Kreisky und Ferdinand Lacina angehörten.
Nummer: 27
Erbaut 1799, Gasthaus „Zum grünen Jäger“, mit fünf historischen Puttenreliefs über den Erdgeschoßfenstern und -türen. Josef Lanner hat hier musiziert, Schauspieler des benachbarten Theaters verkehrten hier.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 27, 'Zum Grünen Jäger'.Teilansicht der Fassade.
Hier musizierte Johann Strauß Vater zum ersten Mal öffentlich. Bild: Stauda, August 1901.
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Nummer: 30
Divan de Padisches Haus.
Nummer: 31
Hier stand 1781–1847 das Leopoldstädter Theater und 1847–1944 das nach seinem Besitzer Carltheater genannte Haus. Carl Carl war zuvor seit 1838 Direktor gewesen. Hier traten u. a. Raimund als Schauspieler und Bühnenautor, Therese Krones und Charlotte Wolter als gefeierte Schauspielerinnen und Nestroy auf, der dem Haus als Schauspieler, Bühnenautor und 1854–1860 nach Carls Tod als Direktor diente. 1929 wurde das Theater, das zuletzt 1121 Zuschauern Platz bot, nach wechselhafter Erfolgsgeschichte geschlossen. Im Bombenkrieg 1944 schwer beschädigt, wurde die Ruine des Carltheaters 1951 abgerissen und 1974–1978 durch den Galaxy Tower ersetzt.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 31, Carltheater um 1900.
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Bei Nummer: 32
Bei Nr. 32: Abzweigung der Tempelgasse; an dieser stand 1858–1938 der von Ludwig Förster entworfene Große oder Leopoldstädter Tempel mit 2000 Sitzplätzen; er wurde 1938 in der „Reichskristallnacht“ zerstört.
Nummer: 33
Der 1896 / 1897 errichtete „Alliiertenhof“ erinnert mit einem Medaillon im 1. Stock an die drei verbündeten Herrscher, die 1814 durch die Jägerzeile zum Wiener Kongress in die Stadt zogen. Vorher stand hier der Gasthof „Zur Weintraube“, in dem 1830 Therese Krones starb.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Axialer Durchblick Richtung Praterstern. Standort etwa bei Haus Nr. 39.
In der Mitte des Bildes der Alliiertenhof Nr.: 33. Turmwagenaufnahme. ;um 1935.
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Nummer: 34
(Nestroyplatz 1, Tempelgasse 1, Czerningasse 2):
An der Abzweigung der Czerningasse und der Tempelgasse befanden sich, genau gegenüber dem Leopoldstädter bzw. Carltheater (siehe Nr. 31), im 1898 nach Plänen von Oskar Marmorek erbauten Nestroyhof vor 1938 die „Jüdischen Künstlerspiele“ bzw. das Theater „Reklame“. Heute befindet sich im Nestroyhof das Theater Nestroyhof / Hamakom. Im Vorgängerbau befand sich das „Wällische Bierhaus“, in dem 1819 Johann Strauss (Vater) als 15-jähriger Geiger mit Josef Lanner öffentlich auftrat (wällisch, veraltete Form von welsch).
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 34/36, Neubau über Eck Nestroyplatz. 1960.
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Nummer: 35
klassizistisches Wohnhaus mit flachem, dreiachsigem Mittelrisalit und Balkon über dem Portal, erbaut von Franz Reymund und 1817 von Josef Adelpodinger (angeblich nach Plänen von Josef Kornhäusel) für den Klavierfabrikanten Matthäus Müller aufgestockt.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 35, Empirefassade frontal. Nur 7 Fensterachsen im Bild. Bild: Stauda, August 1905.
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Nummer: 38
Palais Rohan, ursprünglich Wohnsitz der aus Frankreich stammenden hochadeligen Familie Rohan; in Lehmann's Allgemeinem Wohnungsanzeiger war zuletzt Rittmeister Prinz Arthur Rohan 1872 an dieser Adresse eingetragen.
Nummer: 40
Zum grünen Pfau", erbaut 1911 (spätsecessionistisches Miethaus).
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 40, Gesamtaufnahme leicht von links. Bild: Stauda, August 1902.
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Nummer: 41
Hier stand die alte Johannes-Nepomuk-Kirche (erbaut 1780, demoliert 1851).
Nummer: 42
Wohnhaus "Zum schwarzen Adler" (Baron Kleinsches Haus); 1865 erbauen Ludwig Förster und Theophil Hansen ein fünfgeschossiges Großmiethaus
(Passage mit Czerningasse 7-9).
Nummer: 43
Lusthaus Freiherr von Gudenus (erbaut 1787),
ergänzt durch ein Treibhaus (erbaut 1828).
Bei Nummer: 45
(Rotensterngasse): Johann-Nepomuk-Kirche, errichtet 1841–1846. Die frei stehende Kirche befindet sich zwischen Nepomukgasse und Rotensterngasse (dort Abgang zur U-Bahn-Station Nestroyplatz.)
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 47, Durchblick gegen die Nepomukgasse. Originalnegativ 1966.
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Nummer: 48
Wohnhaus (erbaut 1913/1914 von Max Gottlieb) mit bemerkenswerter Fliesenfassade und typischen architektonischen Merkmalen des Jugendstils.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 48, Gesamtansicht fast frontal. Bild: Stauda, August 1902.
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Nummer: 50
Richard-Waldemar-Hof (Gedenktafel für Richard Waldemar); im Hof Vogeltränke mit zwei Fischreihern von Othmar Jarmer (1967). Im Vorgängerhaus starb Joachim Perinet, im Hotel Tauber (1872) fand am 10. April 1874 die Gründung des "Wiener Trabrenn-Vereins" statt.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 50, Durchblick zum Nestroyplatz, 1966.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nummer: 52
Czerninpassage.
Nummer: 54
In diesem Haus wohnte Johann Strauss (Sohn) mit seiner Ehefrau Henriette Treffz-Chalupetzky und komponierte hier 1866 / 1867 den berühmten „Donauwalzer“. Er war in Lehmann's Allgemeinem Wiener Wohnungs-Anzeiger 1859 und 1861 mit der Adresse 2., Taborstraße, alte Nr. 314, angeführt, hierauf 1864 und 1865 mit der Adresse 1., Weihburggasse 4. An der Praterstraße 54 schien er noch 1872 auf, für 1881 ist sein Palais, 4., Igelgasse 4 (heute Johann-Strauß-Gasse) verzeichnet. Die Johann-Strauss-Wohnung ist seit den 1970er Jahren als Außenstelle des Wien-Museums zugänglich. Relieftondi in der durch Säulenarkaden gegen das Stiegenhaus geöffneten Einfahrt.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 54, Fassade, Frontalansicht. United States Information Service (USIS).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nummer: 55
"Zum roten Krebs".
Nummer: 56
Miethaus mit Spätbiedermeierfassade ( erbaut 1847 von Peter Gerl); Wohnhaus von Josefine Gallmeyer und Gabor Steiner (Gedenktafel).
Nummer: 58
"Zum (großen) goldenen Schiff", später Hofeneder-Geitler-Stiftungshaus;
 Erste Tabak-Gefälls-Administration der Leopoldstadt.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 60/62 um 1900. Beim 'Hauswirth'. Höchstes Verkehrsaufkommen
mit Pferdetramway und Spalier einer herrschaftlichen Auffahrt.
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Nummer: 64
"Zum blauen Stern".
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 64, Frontale Gesamtansicht. Bild: Stauda, August 1902.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nummer: 66
Hier wohnte die vor der NS-Zeit in Berlin gefeierte
Schauspielerin und Sängerin Fritzi Massary.
Nummer: 68
(Mayergasse 2): Wohnhaus "Zum grünen Baum"
(Besitz von Matthäus Mayer, Ortsrichter der Jägerzeile 1801-1811).
Nummer: 70
Der „Dogenhof“, Eckhaus zur Mayergasse, wurde 1898 „zur Ehre der wunderschönen Stadt Venedig“ (Tafel im Hauseingang) in venezianischem Stil errichtet. Den Kaffeehauseingang schmückt der Markuslöwe.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 70, Dogenhof um 1900. Gesamtansicht leicht von rechts.
1898 nach Motiven der Ca d´oro erbaut.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nummer: 72
ehemaliges Wohnhaus "Zum schwarzen Tor", errichtet 1808 für Peter Danhauser, 1838 aufgestockt (Ausgestaltung dieses dritten Stockwerks als "Hotel Nordbahn"); Geburtshaus von Max Steiner (Gedenktafel).
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße 72, Restaurant, Hotel Nordbahn um 1925.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Bedeutung der Praterstraße zeigt sich u. a. darin, wie sich die Entwicklung des öffentlichen Verkehrsnetzes in Wien hier auswirkte. Nach der 1865 / 1866 in Betrieb genommenen Pferdebahnstrecke vom Schottentor am Ring über die Alser Straße nach Hernals wurde von der privaten Wiener Tramway-Gesellschaft am 30. Juni 1868 als zweite Strecke überhaupt jene vom Schottentor über den Ring und die Aspernbrückengasse in die Praterstraße, über den Praterstern und durch die Lassallestraße zur Reichsbrücke und den dortigen Strombädern eröffnet.
Die Praterstraße in alten Aufnahmen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Praterstraße. Plattformen einer vollbesetzten Straßenbahn mit weiblicher Schaffnerin.
Unter den Passagieren Soldaten in Uniform; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Strecke von der Aspernbrücke über die Praterstraße zum Praterstern wurde von der 1899 von Siemens & Halske errichteten Bau- und Betriebsgesellschaft für städtische Straßenbahnen am 23. November 1901 auf elektrischen Betrieb umgestellt. 1902 / 1903 übernahm die Gemeinde Wien - städtische Straßenbahnen, eine kommunale Dienststelle, den Betrieb (später als Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe, heute privatrechtlich, nach wie vor im Eigentum der Stadtverwaltung, als Wiener Linien geführt).

In der Planung der Wiener U-Bahn war eine Strecke vom Stadtzentrum unter der Praterstraße zum Praterstern von Anfang an vorgesehen. Als drittes Teilstück der Linie U1 wurde am 24. November 1979 die Strecke vom Stephansplatz, dem Stadtmittelpunkt, bis zum Nestroyplatz an der Praterstraße in Betrieb genommen. Als viertes Teilstück der U1 wurde am 28. Februar 1981 der Tunnel vom Nestroyplatz zur Station Praterstern in Betrieb genommen. Damit waren mehr als 110 Jahre des Schienenverkehrs auf der Praterstraße zu Ende. Nach Beendigung des U-Bahn-Baus unter der Straße wurde sie großteils vierspurig geführt, zumeist mit erhöhtem Mittelstreifen ausgestattet und zu einer Allee gemacht. Der Straßenteil zwischen Taborstraße und Aspernbrückengasse war nun nur mehr als Einbahn im Anrainerverkehr befahrbar; der Durchzugsverkehr wurde zur Gänze über die Aspernbrückengasse zum Ring geleitet.
 
 
 
 
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.

steinedererinnerung.net

 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
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Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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