Öffentlicher Verkehr in der Praterstraße
Von der Pferdetramway zur U-Bahn Linie 1
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Praterstraße, Bereich Rotensterngasse, Blick Richtung Praterstern,
Links die Nepomuk-Kirche; Straßenbahn Linie B, Typ E1 4716 23. Jänner 1981.
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Die Bedeutung der Praterstraße zeigt sich u. a. darin, wie sich die Entwicklung des öffentlichen Verkehrsnetzes in Wien hier auswirkte. Nach der 1865 / 1866 in Betrieb genommenen Pferdebahnstrecke vom Schottentor am Ring über die Alser Straße nach Hernals wurde von der privaten Wiener Tramway-Gesellschaft am 30. Juni 1868 als zweite Strecke überhaupt jene vom Schottentor über den Ring und die Aspernbrückengasse in die Praterstraße, über den Praterstern und durch die Lassallestraße zur Reichsbrücke und den dortigen Strombädern eröffnet.
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Praterstraße, Bereich Aspernbrückengasse, Blick Richtung Praterstern,
Bildmitte der Alliiertenhof; Straßenbahn Linie 25; 23. Jänner 1981.
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Der erste Vorläufer der Straßenbahn in Wien war die Brigittenauer Eisenbahn, eine Pferdebahn, die vom 2. Juli 1840 bis zum 29. Juni 1842 vom Donaukanal (beim Rotenturmtor) über Obere Donaustraße, Gaußplatz und Jägerstraße zum Vergnügungsetablissement Kolosseum in der Zrinyigasse 15 in der Brigittenau führte und jeweils ab 14 Uhr alle Viertelstunden verkehrte.
Praterstraße © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pferdetramway in der Praterstraße 60/62.
Beim 'Hauswirth'. Höchstes Verkehrsaufkommen mit
Pferdetramway und Spalier einer herrschaftlichen Auffahrt; um 1900.
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Der erste Vorläufer der Straßenbahn in Wien war die Brigittenauer Eisenbahn, eine Pferdebahn, die vom 2. Juli 1840 bis zum 29. Juni 1842 vom Donaukanal (beim Rotenturmtor) über Obere Donaustraße, Gaußplatz und Jägerstraße zum Vergnügungsetablissement Kolosseum in der Zrinyigasse 15 in der Brigittenau führte und jeweils ab 14 Uhr alle Viertelstunden verkehrte. Die Wiener Straßenbahn hat ihren Ursprung in einer von 1865 an betriebenen Pferdetramwaylinie.
Pferdetramway in der Praterstraße um 1872 - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Pferdetramway in der Praterstraße um 1872.
Das k.u.k. Familienalbum - Die Welt von gestern in 319 alten Photographien
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Wenig später wurde die Wiener Tramwaygesellschaft gegründet. Ab 1872 existierte die Neue Wiener Tramwaygesellschaft als Konkurrent. 1883 fuhr die erste Dampftramway. 1897 wurde die Elektrifizierung begonnen und die Kommunalisierung eingeleitet. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes erreichte seinen Höhepunkt in der Zwischenkriegszeit.
Praterstraße © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Straßenbahn in der Praterstraße um 1900.
Plattformen einer vollbesetzten Straßenbahn mit weiblicher Schaffnerin.
Unter den Passagieren Soldaten in Uniform; um 1900.
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Am 28. Jänner 1897 fuhr erstmals eine elektrische Straßenbahn in Wien: auf den Gleisen der heutigen Linie 5. Auch begünstigt durch die geringere Lärm- und Geruchsbelästigung im Vergleich zu Pferdetramway und Dampftramway, setzte sich die elektrische Straßenbahn rasch durch. Am 26. Juni 1903 fuhr die feierlich verabschiedete letzte Pferdetramway. 1907 wurden bis heute gültige Linienbezeichnungen mit Nummern beziehungsweise Buchstaben eingeführt. Die Dampftramway verkehrte noch bis 1922 auf einigen Streckenästen in den Außenbezirken. Die elektrifizierte Straßenbahn wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von den Wienern vielfach „die Elektrische“ genannt.
Gleisverlegung Straßenbahn - Baustelle © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Verlegung von Straßenbahngleisen in Wien; 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Strecke von der Aspernbrücke über die Praterstraße zum Praterstern wurde von der 1899 von Siemens & Halske errichteten Bau- und Betriebsgesellschaft für städtische Straßenbahnen am 23. November 1901 auf elektrischen Betrieb umgestellt. 1902 / 1903 übernahm die Gemeinde Wien - städtische Straßenbahnen, eine kommunale Dienststelle, den Betrieb (später als Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe, heute privatrechtlich, nach wie vor im Eigentum der Stadtverwaltung, als Wiener Linien geführt).
Praterstraße © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Straßenbahnzug der Linie 'Ak' auf Höhe Praterstraße 38 in der Fahrbahnmitte; 1954.
Längsdurchblick gegen Praterstern. United States Information Service (USIS).
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Bei der 1907 eingeführten Streckennummerierung erhielt die Strecke in der Praterstraße die Nummern 21 (Fortsetzung: Ausstellungsstraße) und 22 (Fortsetzung: Lassallestraße). Auf der Strecke verkehrten 1907–1981 die Linien A, Ak, B und Bk. Sie befuhren Ring und Franz-Josefs-Kai „ring-rund“ und fuhren dann durch die Praterstraße zur Reichsbrücke bzw. zum Elderschplatz an der Ausstellungsstraße.
Praterstraße © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Praterstraße; Durchblick stadtauswärts von einem erhöhten Standort nach der
Rotensterngasse über die Mayergasse gegen den Praterstern während Straßenbauarbeiten;1954.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Linien mit dem Zusatzbuchstaben k befuhren zuerst den Kai, dann den Ring. Weitere Straßenbahnlinien befuhren die Praterstraße zeitweise, z. B. 1956–1981 die je nach Frequenz verkehrenden Verlängerungen der Linie 25 (Praterstern–Kagran) als 25r und 25k über Ring und Kai. Der Linienverkehr in der Praterstraße wurde am 28. Februar 1981 eingestellt; die zuletzt nur mehr provisorisch über die U-Bahn-Baustelle geführten Gleise wurden entfernt.
U-Bahn-Linie U1
U1 Baustelle - © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
U-Bahn-Baustelle am Karlsplatz.
Schildbohrmaschine hängt an einem Kran, davor einige Bauarbeiter, Baugrube; 1973.
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Die U-Bahn-Linie U1 gehört zum Netz der Wiener U-Bahn und hat bei einer derzeitigen Streckenlänge von rund 15 km 19 Stationen. Sie verbindet, von der Station Reumannplatz ausgehend, das Zentrum des 10. Wiener Gemeindebezirks (Favoriten) in Süd-Nord-Richtung über vier Kreuzungen mit anderen U-Bahn-Linien (Karlsplatz, Stephansplatz, Schwedenplatz, Praterstern) mit der nördlichen Stadtgrenze im 21. Wiener Gemeindebezirk (Floridsdorf).
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Baustelle Linie U1 Lassallestraße.
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Baustelle Linie U1 in der Praterstraße.
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Baustelle Linie U1 in der Praterstraße; 15 August 1977.
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Die durchschnittliche Reisezeit zwischen den beiden Endstationen beträgt 26 Minuten. Die U1 verbindet die Bezirke Favoriten, Wieden, Innere Stadt, Leopoldstadt, Donaustadt und Floridsdorf. Sie war der erste U-Bahn-Streckenneubau seit 1945, nach landläufiger Auffassung ist sie sogar die allererste U-Bahnstrecke Österreichs überhaupt. Die U1 war auch die erste Strecke, die das nördliche Donauufer Wiens erreichte.
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Baustelle Linie U1 in der Praterstraße, Richtung Praterstern; 15. August 1977.
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Bereits Ende August 1972 war ein großer Teil des Tunnels zwischen Karlsplatz und Stephansplatz fertiggestellt, und 1973 wurde einer der „Silberpfeile“, wie die U-Bahn-Fahrzeuge der ersten Generation von den PR-Managern der Wiener Verkehrsbetriebe genannt wurden, in den Bauschacht auf dem Karlsplatz versenkt. Im gleichen Jahr wurden Publikumsfahrten durch die unterirdischen Baustellen durchgeführt.
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Straßenbahn Typ E1 4475, Linie 25, in der Praterstraße; 08. August 1978.
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Fünf Jahre später, am 25. Februar 1978, wurde das erste Teilstück der U1 zwischen Reumannplatz und Karlsplatz in Anwesenheit der Spitzen der Republik eröffnet. Sieben Monate später erfolgte die Freigabe des zweiten Teilstücks Karlsplatz–Stephansplatz, am 24. November 1979 das dritte Teilstück bis zum Nestroyplatz, und am 28. Februar 1981 wurde schließlich das vierte Teilstück bis zum Praterstern in Betrieb genommen.
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Straßenbahn Typ E1 4702, Linie Bk, in der Praterstraße; 08.August 1978.
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Hier sollte die U1 nach den ursprünglichen Planungen für das Grundnetz eigentlich vorerst enden, jedoch brachte der 1976 erfolgte Einsturz der Reichsbrücke Dynamik in den Wiener U-Bahn-Bau: Mit den Arbeiten am letzten Bauabschnitt Nestroyplatz–Praterstern sollte planmäßig am 2. August 1976 begonnen werden – einen Tag zuvor ereignete sich der Brückeneinsturz.
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Straßenbahn Typ E1 4718 in der Praterstraße, Bereich Rotensterngasse,
Blick Richtung Praterstern; 23. Jänner 1981.
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In die neue Reichsbrücke wurde sogleich eine U-Bahn-Trasse eingeplant. Mit den Bauarbeiten für den ersten Abschnitt der U1 am nördlichen Donauufer wurde plangemäß Anfang Februar 1979 begonnen. Somit konnte das fünfte Teilstück der U1 schon am 3. September 1982 eröffnet werden. Damit wurde das nördliche Donauufer weit früher als erwartet mit einem U-Bahn-Anschluss versorgt.
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Baustelle Linie U1 in der Praterstraße, Bereich Aspernbrückengasse,
 Blick Richtung Praterstern, Straßenbahn Linie 25R, Typ E1 4712; 23. Jänner 1981.
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Nach der Unterquerung des Franz-Josefs-Kais, des Donaukanals (unter der Schwedenbrücke) und der Unteren Donaustraße führt der Tunnel unter der Praterstraße zum Praterstern. Bei der Station Praterstern wird die U1 das einzige Mal von einer anderen U-Bahn-Linie unterfahren, nämlich seit Mai 2008 von der U2. S-Bahn und Regionalzüge verkehren in Hochlage.
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Praterstraße, Bereich Rotensterngasse, Blick Richtung stadteinwärts 23. Jänner 1981.
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Nordöstlich des Pratersterns folgt der Tunnel dem Verlauf der Lassallestraße bis zum südlichen Brückenkopf der Reichsbrücke. Im Tragwerk der Reichsbrücke, unter der Fahrbahn, überquert sie Donau, Donauinsel und Neue Donau. Hier befindet sich die Station Donauinsel, die erste oberirdische der U1.
Baustelle Linie U1 in derLassallestraße © www.tramwayforum.at / TARS631 (Urheberrechtsinhaber) - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Baustelle Linie U1, Lassallestraße
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Am nördlichen Brückenkopf überquert die U1 die Donauuferautobahn und führt nach einem leichten Schwenk nach Nordwesten ans Tageslicht. Ab der folgenden Station Kaisermühlen hat die U1 ihre eigene Hochbahntrasse und überquert die Alte Donau per Damm und Brücke parallel zur Wagramer Straße. Nordöstlich der Alten Donau folgt der U1-Hochbahnviadukt der Anton-Sattler-Gasse bis zur Station Kagran, früher Endstation.
Tragwerk der U-Bahn Linie U1 mit Station. Im Hintergrund das Vienna International Centre. - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Linie29
Tragwerk der U-Bahn Linie U1 mit Station. Im Hintergrund das Vienna International Centre.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Linie29
Die U1 gehört mit dem Bau der UNO-City und der Donauinsel zu den Großprojekten, die Wien in den späten 1970er Jahren und den frühen 1980er Jahren am stärksten veränderten. Nach dem Ende der U-Bahn-Bauarbeiten wurden über den Tunnels in Favoriten und über der Kärntner Straße im 1. Bezirk die ersten Wiener Fußgängerzonen eröffnet.
U-Bahn Linie U1 - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Herbert Ortner
U-Bahnlinie U1 in Wien. Ein Zug aus V-Wagen fährt auf der Rampe in die Reichsbrücke ein.
Links die Donau City und im Hintergrund das Vienna International Centre.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Herbert Ortner
In der Gegend des Schwedenplatzes entwickelte sich unmittelbar nach der Eröffnung der U1 ein Ausgehviertel, das bald unter dem volkstümlichen Namen „Bermudadreieck“ bekannt wurde. Für den Eissalon Tichy am Reumannplatz im 10. Bezirk wurde nun Werbung in ganz Wien sinnvoll; die Mitte der achtziger Jahre fertiggestellte Donauinsel mit der Neuen Donau wurde vom Stadtzentrum aus in wenigen Minuten erreichbar.
Station Nestroyplatz der Linie U1
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Auf-/Abgang Praterstraße 31/Nestroyplatz beim GALAXY 21 Bürotower.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Auf-/Abgang Praterstraße 33/Nestroyplatz beim Alliiertenhof.
Die Station Nestroyplatz der Linie U1 wurde 1979 eröffnet. Sie befindet sich in Tieflage direkt unter der Praterstraße im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt. Namensgeber ist der Nestroyplatz, der 1932 nach dem Theaterautor und Schauspieler Johann Nestroy benannt wurde.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Auf-/Abgang Praterstraße 33/Nestroyplatz beim Alliiertenhof.
Dieser trat in seinen Stücken häufig am nahegelegenen Carltheater auf, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. In der Nähe der Station – vor den Hausnummern 17–19, Zum Jonas – steht ein 1929 gegossenes Johann-Nestroy-Denkmal, das nach Beendigung der U-Bahn-Arbeiten im Jahr 1983 hier aufgestellt wurde, zuvor jedoch zwischen Carltheater und Nestroyhof gestanden hatte.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Ein Zug vom Typ V der U-Bahn-Linie 1 in der Station Nestroyplatz.
Die Station verfügt über einen Mittelbahnsteig und erstreckt sich zwischen der Komödiengasse und der Rotensterngasse. Ausgänge führen mittels fester Stiegen und Rolltreppen beidseitig auf die Praterstraße, die Komödiengasse und in die Weintraubengasse. In den 2000er-Jahren wurde die Station barrierefrei umgerüstet: ein Aufzug führt direkt vom Bahnsteig auf eine Verkehrsinsel auf der Praterstraße.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Der Lift zur Station Nestroyplatz ist der einzige Rollstuhlgerechte Zugang.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Lift zur Station Nestroyplatz in der Straßenmitte auf Höhe Praterstraße Nr.: 42.
Die Station Nestroyplatz wurde am 24. November 1979 eröffnet und ermöglichte damit die Fahrt auf einem weiteren Teilstück der U1 vom Stephansplatz über den Schwedenplatz bis in den 2. Bezirk. Im Jahr 1978 waren die Teilstücke vom Reumannplatz zum Karlsplatz und vom Karlsplatz zum Stephansplatz eröffnet worden. Bis zum 28. Februar 1981 blieb die Station Nestroyplatz der nördliche Endstation der Linie U1.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Station Nestroyplatz Erste Ebene, Rotensterngasse/Praterstraße.
Die Station Nestroyplatz wurde in offener Bauweise errichtet, während bei der Verbindung vom Schwedenplatz zum Nestroyplatz unterhalb des Donaukanals zum letzten Mal die damals unter dem Namen „Wiener Maulwurf“ bekannte Tunnelvortriebsmaschine zum Einsatz kam. Am 26. Mai 1977 wurde nach der Fertigstellung des Tunnels zum Nestroyplatz diese für den Vortrieb im lockeren Sediment mit Schotter und viel Wasser geeignete Tunnelbohrmaschine außer Betrieb gestellt. Bei späteren Tunnelbauten der U-Bahn wurde die „Neue Österreichische Tunnelbaumethode“ angewandt. Erst 26 Jahre später kam bei der Verlängerung der U1 wieder eine ähnliche Schildbohrmaschine zum Einsatz.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Station Nestroyplatz Auf-/Abgang Rotensterngasse/Nepomuk-Kirche.
U1 Station Nestroyplatz / Praterstraße © Erhard Gaube
Station Nestroyplatz gegenüberliegender Auf-/Abgang Praterstraße 52.
Die offene Bauweise der Station hatte zur Folge, dass die in der Praterstraße verkehrenden Ring-Straßenbahnlinien A, Ak, B und Bk an den Rand der Praterstraße verlegt werden mussten. Die Station liegt direkt unter der heutigen Fahrbahn der Praterstraße. Wegen der Tiefe der U-Bahn-Strecke, die kurz vor der Station den Donaukanal unterquert, ist die Station zweigeschossig ausgeführt.
Die Linie 5A
Praterstraße © Erhard Gaube
 Autobuslinie 5A Anfangsstation Nestroyplatz.
Die Autobuslinie 5A verbindet die Bezirke 2 und 20. Eine Fahrt auf der rund sieben Kilometer langen Strecke von der U1-Station Nestroyplatz bis zur Endstelle Griegstraße dauert eine knappe halbe Stunde. Ihre Anfangsstation haben die Busse der Linie 5A genau vor dem Galaxy-Tower, einer modernen Glaskonstruktion, Ecke Praterstraße/Nestroygasse.
Praterstraße © Erhard Gaube
 Autobuslinie 5A Anfangsstation Nestroyplatz.
Durch die Schmelzgasse und die Kleine Sperlgasse, vorbei am Bezirksamt Leopoldstadt, geht es zunächst zum Karmelitermarkt in der Leopoldsgasse. Hier fahren die Busse ein Stück geradeaus und biegen dann nach rechts in die Untere Augartenstraße ab. Weiter verläuft die Fahrtroute durch die Obere Augartenstraße und über den Gaußplatz – einst bei Führerscheinanwärtern ob seines Kreisverkehrs gefürchtet (er war der einzige in ganz Wien, bei dem die einfahrenden Fahrzeuge Vorrang hatten) – und die Wasnergasse immer an der Ummauerung des Augartens entlang.
Praterstraße © Erhard Gaube
Praterstraße Höhe Nepomuk-Kirche in Richtung Praterstern; 2016.
Durch die Rauscherstraße, die Dammstraße und die Hellwagstraße fahren die Busse bis zum Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus in der Pasettistraße. Hier biegen sie nach links in die Traisengasse, fahren geradeaus bis zur Engerthstraße und biegen in diese nach links ein. Nach einigen hundert Metern erreichen sie die Station Handelskai. Hier können die Fahrgäste in die Schnellbahn und die U6 umsteigen oder den Millenniumstower besuchen. Über den Friedrich-Engels-Platz und die Leystraße geht’s zum Planet Music in der Adalbert-Stifter-Straße. Weiter entlang der Leystraße erreichen die Busse schließlich die Endstation in der Griegstraße.
Praterstraße © Erhard Gaube
Praterstraße Höhe Nepomuk-Kirche in Richtung Innenstadt; 2016.
Nach dem erstmaligen Bau von Gleisen von der Kreuzung Donaufelder Straße / Josef-Baumann-Gasse durch Tokiostraße und Prandaugasse zur U1-Station Kagran (ca. 1 km) wurde mit 22. Dezember 2012 die im Juli 2006 wegen der Verlängerung der U1 nach Leopoldau eingestellte Linie 25 auf im nördlichen Teil neuer Strecke wieder in Betrieb genommen. Sie verbindet nun den Bahnhof Wien Floridsdorf an der S-Bahn-Stammstrecke etwa parallel zur Donau mit den U-Bahn-Stationen Kagran, Hardeggasse und Donauspital sowie mit der schon bis 2006 von der Linie 26 angefahrenen Endstation Oberdorfstraße im einstigen Vorort Aspern.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "U-Bahn_Wien" der
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Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.

steinedererinnerung.net

 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
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