März- und Oktoberrevolution
Veränderung der Regierungspolitik und Ende der Restauration
1848 - 1849
März- und Oktoberrevolution 1848/49 - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Wiener Oktoberrevolution 1848 - Kaiserliche Truppen unter der Führung von
Feldmarschall Alfred Fürst zu Windisch-Grätz vor den Stadtmauern Wiens"
(vor dem Äußeren Burgtor), Öl auf Leinwand, ca. 34 x 47 cm.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Revolution von 1848/1849 in Österreich war Bestandteil der bürgerlich-demokratisch motivierten Revolutionen, die Anfang 1848 einen großen Teil Mitteleuropas erfasst hatten. Sie war ein relativ eigenständiger Bestandteil der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes und den außerhalb des Bundes gelegenen Provinzen. Nach der Februarrevolution 1848 in Frankreich griff der Geist der Revolution auch auf das Kaisertum Österreich mit seinen Kronländern über.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Aufhebung der Pressezensur durch Ferdinand I. am 15. März 1848.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaffeehausszene 1848.
'Im Namen der konstitutionellen Regierung still ! Ich werde vorlesen'. ;1848-03-03.
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März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Armenausspeisung 1848. "Die erste Vertheilung der Rumforter-Suppe".
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im Habsburgerreich und Vielvölkerstaat Österreich wurde die Monarchie nicht nur von heftigen Aufständen im Zentrum Wien selbst, sondern auch von weiteren revolutionären Unruhen bedroht, so etwa in Böhmen, in Ungarn und in Oberitalien, wo sie vom Königreich Sardinien-Piemont militärisch unterstützt wurden.
Das Verschwinden der Zwanziger
im Jahre 1848. Satirische Szene aus
Wien im Revolutionsjahr 1848,
mit Mobilgarden und Wucherer.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der geprellte Wucherer.
Satirische Szene aus Wien im
Revolutionsjahr 1848,
mit Mobilgarden. Lithografie.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Während die ungarischen, böhmischen und italienischen Erhebungen neben anderem auch die Unabhängigkeit von der österreichischen Vorherrschaft anstrebten, hatte die Revolution im Kernland Österreich ähnlich wie in den anderen Staaten des deutschen Bundes eine liberale und demokratische Veränderung der Regierungspolitik und das Ende der Restauration zum Ziel.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Baron Weldens kaiserlich-königliches Scharfschützen Korps.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Defilee der Nationalgarde auf dem Platz Am Hof in Wien.
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Im Hungerwinter 1847/1848 traf die wirtschaftliche Not die sowieso schon benachteiligten Bevölkerungsgruppen am härtesten. Auch in der Arbeiterschaft war nun die Wut auf das überkommene politische System kurz vor dem Überlaufen.
Ausverkauf der besten Spitzel.
Satire auf die politische Lage.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Freiheit und Gleichheit im März 1848.
Satire auf die politische Lage.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Werke wie Alfred Meißners Neue Sklaven oder Karl Becks Gedicht Warum wir arm sind geben ein anschauliches Bild von der Wut und Verzweiflung, die unter der Bevölkerung herrschte. Schließlich brach am 13. März 1848 die Revolution in Österreich aus. Dem Sturm auf das Ständehaus folgten Anschläge von Sozialrevolutionären gegen Läden und Fabriken in den Wiener Vorstädten.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nationalgarde und academische Legion am 26ten Mai 1848.
Aufmarsch von Nationalgarde und Akademischer Legion unter Führung eines
berittenen Nationalgardisten. Kolorierte Lithografie von A. Winzenhörlein. ;um 1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
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Ausweisung der Liguorianer von Wien, den 6ten April 1848.
Kolorierte Radierung von Andreas Geiger. ;um 1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Lied "Was kommt dort von der Höh", wobei sich die „Höh’“ auf die Polizei und die Kasernen bezog, wurde zum Lied der Revolution. Es wird heute noch von diversen Studentenverbindungen gesungen, um der Beteiligung der Akademischen Legion zu gedenken.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Straßenkampf vor dem Ständehaus 1848.
Kampfszene vor dem Ständehaus in der Wener Herrengasse am 13.März 1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vor dem Sturm auf das Ständehaus wurden in einer schon am 3. März 1848 vom ungarischen Nationalistenführer Lajos Kossuth verfassten Rede der Unmut gegen das politische System und die Forderungen der Revolutionäre nach einer konstitutionellen Umwandlung der Monarchie und nach Verfassungen für die österreichischen Länder ausgedrückt.
Ein Redner im Landhause
am 13ten März 1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ansicht einer Barricade
in Wien am 26.ten Mai 1848.
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Diese Rede wurde in der Ständeversammlung von Adolf Fischhof verlesen. Der Versuch, eine Petition an Kaiser Ferdinand zu überbringen, entwickelte sich zu einem regelrechten Demonstrationszug; der Feuerbefehl von Erzherzog Albrecht forderte die ersten Todesopfer.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Studentenwachstube der Akademischen Legion in der Aula der alten Universität im
Jahre 1848 – Franz Schams (1824-1883) Die Studenten waren die Triebfeder der
Revolution, und die Aula der alten Universität (heute Akademie der Wissenschaften)
wurde immer mehr zum Zentrum der revolutionären Bewegung.
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Am Abend des 13. März 1848 trat der inzwischen 74-jährige Staatskanzler Fürst Metternich, die verhasste Symbolfigur der Restauration, zurück und floh nach England. Dieses Ereignis wurde zum Beispiel durch Hermann Rolletts Gedicht Metternichs Linde thematisiert. Am 15. März 1848 machte Kaiser Ferdinand I. erste Zugeständnisse. Er versprach die Abschaffung der Zensur und eine Staatsverfassung.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Erste Ausfahrt des Kaisers nach dem Beginn der Revolution durch Wien, am 15.3.1848.
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März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Feierlicher Leichenzug, den 17. März 1848.
Leichenzug der am 13. und 14. März Gefallenen. Kolorierte Radierung. ;1848.
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Eine am 21. März 1848 gebildete provisorische Staatsregierung erarbeitete daraufhin die Pillersdorfsche Verfassung, allerdings ohne Beteiligung einer Volksvertretung. Diese oktroyierte Verfassung wurde Ende April 1848 vorgelegt und führte erneut zu Protesten der Bevölkerung, die in den zweiten Wiener Aufstand mündeten.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Flucht Metternichs (zeitgenössische Karikatur, März 1848).
Auf einem Esel reitend. Satirische Zeichnung von Christian Schöller.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Auf den revolutionären Druck hin wurde am 15. Mai 1848 die Märzverfassung wieder zurückgenommen. Der überforderte führungsschwache Kaiser brachte sich am 17. Mai 1848 durch seine Flucht nach Innsbruck vor den sich verstärkenden Unruhen in Sicherheit. Am 16. Juni schlugen österreichische Truppen unter Alfred Fürst zu Windischgrätz den Prager Pfingstaufstand nieder.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Bestürmung der Mariahilfer Linie in Wien, am 13ten März 1848.
Zivilisten retten Menschen und bergen Mobiliar aus brennenden Häusern.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 22. Juli 1848 wurde der konstituierende österreichische Reichstag mit 383 Delegierten aus Österreich und den slawischen Ländern von Erzherzog Johann in der Winterreitschule eröffnet. Unter anderem wurde dort Anfang September die Bauernbefreiung von der Erbuntertänigkeit beschlossen. Die Dankbarkeit bei den Bauern dokumentiert zum Beispiel das „neue Lied vom allverehrten Kaiser Ferdinand“.
Theodor Graf Baillet von Latour.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nationalistenführer Lajos Kossuth.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Infolge der Ereignisse in Ungarn seit dem 12. September 1848, bei denen unter Führung von Lajos Kossuth der ungarische Aufstand in eine kriegerische Auseinandersetzung gegen die kaiserlichen Truppen mündete, und nach der Ermordung des österreichischen Kriegsministers Theodor Graf Baillet von Latour am 6. Oktober kam es in Wien zur dritten Phase der österreichischen Revolution.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Erstürmung der St. Marxer Linie, am 28ten October 1848.
Kampfszene mit kaiserlichen Truppen im Vordergrund. Kolorierte Lithografie.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Vertheidigung der Barrikade am Rennweg den 28ten October 1848.
Kampfszene mit Aufständischen im Vordergrund. Kolorierte Lithografie.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Wiener Oktoberaufstand 1848, oft auch „Wiener Oktoberrevolution“ genannt, war die letzte Erhebung der österreichischen Revolution 1848. Als am 6. Oktober 1848 von Wien aus kaiserliche österreichische Truppen gegen das aufständische Ungarn ziehen sollten, versuchten die mit den Ungarn sympathisierenden Wiener Arbeiter, Studenten und meuternden Truppen den Abmarsch zu verhindern.
October 1848. Der Abschied des
Nationalgarden. Familienszene.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
October 1848. Die Rückkehr des
Nationalgarden. Familienszene.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Es kam zu Straßenkämpfen, wobei selbst im Stephansdom Blut vergossen wurde; Kriegsminister Graf Theodor von Latour wurde von der Menge gelyncht. Der Hof floh mit Kaiser Ferdinand am 7. Oktober nach Olmütz, der Reichstag wurde am 22. Oktober nach Kremsier (Kroměříž) verlegt.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Der Brand am Josefsplatz zu Wien am 31. October 1848" ;1848-10-31.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gerettet wurde der Hof durch den ersten österreichischen Lokführer Carl Grundmann, der später in Herzogenburg die größte Schließwarenfabrik der Monarchie gründete, finanziert mit den dafür erhaltenen Belohnungen. Im Verlauf der Kämpfe gelang es den Wiener Bürgern, Studenten und Arbeitern, die Hauptstadt in ihre Gewalt zu bringen, nachdem die Regierungstruppen geflohen waren.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Nußdorfer Linie narch der Einnahme durch die kaiserlichen Truppen, Ende Oktober 1848.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Aber die Revolutionäre konnten sich nur kurze Zeit halten. Am 23. Oktober wurde Wien von konterrevolutionären Truppen, die aus Kroatien (unter dem Banus Joseph Jellačić) und aus dem böhmischen Prag (unter Feldmarschall Alfred Fürst zu Windischgrätz) angerückt waren, eingeschlossen.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Kampf an der Taborbrücke in der Leopoldstadt am 6.Oktober 1848 1849.
Bonaventura Emler (1831-1862) Gefecht der Nationalgarde und Akademischer Legion
auf der einen Seite und dem Regiment Nassau auf der anderen, das den Abmarsch
des Grenadierbataillons Richter zur Bekämpfung der ungarischen Revolution mit Gewalt
erzwingen wollte. Das Militär wurde zurückgeschlagen und die Wiener zogen, begleitet
von fratenisierenden Truppen des Bataillons Richter, mit drei erbeuteten Kanonen
in Wien ein. Bonvaentura Emler nahm als akademischer Legionär an diesem Gefecht teil.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Am 26. Oktober begann das österreichische und kroatische Militär mit der Beschießung Wiens. Nach einer Woche wurde Wien gegen den heftigen, aber aussichtslosen Widerstand der Wiener Bevölkerung von den kaiserlichen Truppen wieder eingenommen und die Innere Stadt am 31. Oktober erstürmt.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Revolution in Wien, Oktober 1848.
Wachdienst des Bürger-Grenadier-Bataillons auf dem Michaelerplatz in Wien.
Lithografie von Berndt und Vinzenz Katzler. ;1848
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Rund 2000 Aufständische waren gefallen. Weitere Anführer der Wiener Oktoberrevolution fielen der anschließenden blutigen Rache der Militärs zum Opfer. Viele wurden zum Tode oder zu langen Haftstrafen verurteilt. Darunter waren unter anderen Wenzel Messenhauser, ein bedeutender Anführer der Aufständischen, die Journalisten Alfred Julius Becher sowie Hermann Jellinek, welche alle in den darauf folgenden Tagen hingerichtet wurden.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kampfszene in der Jägerzeile, mit Revolutionären im Vordergrund.
Lithografie von B. Bachmann-Hohmann. Getönte Platte. ;1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unter den standrechtlich erschossenen Opfern war neben anderen auch der populäre, dem linken Flügel der Liberalen zugeordnete Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung, Robert Blum, der am 9. November 1848 trotz seiner parlamentarischen Immunität hingerichtet und damit zu einem Märtyrer der Revolution wurde. Sein Tod unterstreicht die Machtlosigkeit der Frankfurter Nationalversammlung und macht ihn zum Symbol der gescheiterten Märzrevolution. Für die junge Arbeiterbewegung in Deutschland wird er zu einer ihrer wesentlichen Leitfiguren. Das Schicksal Blums wird in zahlreichen literarischen Werken beschrieben, wie im Robert Blum – Lied oder im Lied vom Robert Blum von Ludwig Pfau, 1849, welche aber vorwiegend in Deutschland gesungen wurden.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Scene am 26. October, am Burgplatz in Wien.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 2. Dezember 1848 kam es in Österreich zum Thronwechsel. Die revolutionären Ereignisse hatten die Führungsschwäche von Kaiser Ferdinand I. verdeutlicht. Auf Initiative des Feldmarschallleutnants Felix Fürst zu Schwarzenberg dankte Ferdinand ab und überließ den Thron seinem 18-jährigen Neffen Joseph, der den Kaisernamen Franz Joseph I. annahm. Mit diesem Namen lehnte er sich bewusst an seinen Urgroßonkel Joseph II. (1741–1790) an, dessen Politik für Reformfreudigkeit gestanden hatte. Franz Joseph I. wurde noch an Ort und Stelle in Olmütz gekrönt.
Franz Joseph I. Kaiser von Österreich
im österreichischen Kaiserornat.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Felix Fürst zu Schwarzenberg.
Lithografie 1852.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Damit war die Revolution in Österreich niedergeschlagen. Die im März ausgearbeitete Verfassung trat nie in Kraft. Allerdings blieben die Ereignisse in Ungarn und Italien zunächst noch ein Hindernis für Franz Joseph I., seinen Machtanspruch im ganzen Habsburgerreich durchzusetzen.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Erstürmung des Burgthores durch die k.k. Truppen den 31ten October 1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kulturell war das Jahr 1848 durch die kurzfristige Aufhebung der Pressezensur durch Ferdinand I. am 15. März 1848 geprägt. Dies hatte zur Folge, dass eine Vielzahl von Werken veröffentlicht wurde, Zeitschriften aus dem Boden schossen und wieder verschwanden und sich die Schreibkultur grundlegend wandelte. Friedrich Gerhards Die Presse frei!, M. G. Saphirs Der tote Zensor, das Zensorlied oder Ferdinand Sauters Geheime Polizei geben ein Bild von der Aufbruchstimmung.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Beschiessung des Burgthores u. der Stadt am 31. October 1848".
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Es wurde auch scharfe Kritik am bestehenden System geübt. Beispiele dafür finden sich in Johann Nestroys Freiheit in Krähwinkel, Der alte Mann mit der jungen Frau, Skizzen zu Höllenangst, Lady und Schneider oder Die Lieben Anverwandten (1848), Politische Gedichte von Anastasius Grün sowie Schriften von Franz Grillparzer (Dem Vaterlande, Gedanken zur Politik). Die Errungenschaften der Märzrevolution gingen zum größten Teil verloren und Österreich trat in die Phase des Neoabsolutismus ein.
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Einzug des Baron Jellacic Banus von Croatien, in Wien den 1. November 1848.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 21. November 1848 wurde eine neue Reichsregierung gebildet (Ministerpräsident und Außenminister Felix Fürst Schwarzenberg, Innen- und Unterrichtsminister Franz Graf Stadion. Finanzminister Krauß, Justizminister Alexander Bach, Handelsminister Karl Ludwig Ritter von Bruck, Landwirtschaftsminister Thinnfeld, Kriegsminister Cordon, Unterrichtsstaatssekretär Joseph Alexander Helfert). Am 2. Dezember 1848 verzichtete Ferdinand I. auf den Thron; sein Neffe, der damals 18-jährige Franz Joseph, wurde (nach dem Verzicht seines Vaters Franz Karl auf die Thronfolge) zum Kaiser von Österreich proklamiert (Franz Joseph I., Neoabsolutismus).
März- und Oktoberrevolution 1848/49 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
FML. Graf Schlik mit seiner Suite.
Kolorierte Lithografie ohne Künstlervermerk ;nach 1849.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ungarn, das sich am 14. April 1849 von der Herrschaft der Habsburger lossagte, wurde bis 13. August 1849 (ab Juni mit russischer Unterstützung) militärisch unterworfen und verlor seine Verfassung (bis Sommer 1850 Militärregierung unter Haynau mit zahlreichen Hinrichtungen). Trotz der Niederschlagung der Revolution im österreichischen Teil der Monarchie blieb eine Reihe von Errungenschaften bestehen, insbesondere die Grundentlastung, die Aufhebung der Untertänigkeitsverhältnisse und Grundherrschaften sowie die Verstaatlichung von Gerichtsbarkeit und Verwaltung.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Revolution_1848/1849" der
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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