Die Wiener Ringstraße
Der Ringstraßenstil war stilbildend für die Architektur in Wien
1860er bis 1890er Jahre
Kärntner Ring; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Ringstraße, die mit dem Franz-Josefs-Kai rund um das historische Zentrum Wiens (heute ein Großteil des 1. Bezirks) führt, und ihre zahlreichen historischen Bauwerke zählen zu den Hauptsehenswürdigkeiten der österreichischen Bundeshauptstadt.
Ansicht des Opernrings, links die Oper, gegenüber der Gebäudekomplex des "Heinrichhofs"
Farblithografie nach einem Aquarell von Franz Alt. Blatt aus dem Wien-Album:
"Wien im Weltausstellungsjahre 1873, nach Aquarell-Gemälden von Franz und Rudolf Alt,
getreu ausgeführt in Ed. Hölzel´s Kunstanstalt, 13 Blätter auf weissem Carton", Wien 1873.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Gesamtlänge des annähernd kreisförmigen Straßenzugs beträgt 5,2 km. Die Ringstraße selbst nimmt etwa drei Viertel davon ein; sie wird häufig nur der Ring genannt, obwohl dieser Ring, was die offiziellen Straßennamen betrifft, in neun Abschnitte geteilt ist. Der Ringstraßenstil als besondere Ausprägung des Historismus war stilbildend für die Architektur der 1860er bis 1890er Jahre. Heute gehört der gesamte Straßenzug zum Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien.
Wettbewerbsplan von van der Nüll und Siccardsburg (1858).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die 57 Meter breite, 4 Kilometer lange und großteils beidseitig mit Doppelalleen (dazwischen ursprünglich Reitwege) ausgestattete Straße wurde 1865 eröffnet und sehr bald zur wichtigsten Drehscheibe des Verkehrs in Wien.
Der Begräbniszug von Kaiser Franz Joseph I. biegt in die Ringstraße ein; 1916.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Festzüge zum 25. Hochzeitstag von Franz Joseph I. mit Kaiserin Elisabeth 1879, gestaltet von Hans Makart, und zum 60-Jahre-Regierungsjubiläum des Kaisers 1908 fanden ebenso auf der Ringstraße statt wie der Einzug Hitlers in Wien 1938 und zahllose Wahlrechtsdemonstrationen, Arbeitslosenkundgebungen, Aufzüge, Heeresparaden, Trauerzüge bei Staatsbegräbnissen, Maiaufmärsche usw. usf. Heute nützt u. a. der Vienna City Marathon den Ring, Fiaker fahren ihre meist ausländischen Kunden an den Sehenswürdigkeiten vorbei.
Das Bild zeigt im Stechschritt marschierende Wehrmacht auf der Ringstraße; 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Erster Mai 1948 in Wien. Aufmarsch: Transparente, große Menschenmenge,
Zuschauer; Im Hintergrund Universitätsgebäude; 1948.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vom 13. Jahrhundert an umgab eine Mauer die Stadt. Nach der ersten Türkenbelagerung 1529 und dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde diese Wehranlage weiter ausgebaut und verstärkt. Darüber hinaus wurde außen um die Festungsanlagen ein Glacis, ein Wiesenstreifen, angelegt, das nicht verbaut werden und keinen die Verteidigung behindernden Bewuchs aufweisen durfte.
Paradeplatz am Josefstädter Glacis.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Streifen mit Bauverbot war ursprünglich 95 Meter breit und wurde bis 1683 auf 450 Meter Breite erweitert. Die mit vorspringenden Geschützterrassen – sogenannten Basteien – versehene Stadtmauer bewährte sich während der zweiten Türkenbelagerung 1683 sehr, verlor dann aber an Bedeutung und war ab dem späten 18. Jahrhundert militärtechnisch veraltet. Kaiser Joseph II. ließ daher ab 1770 Fußgängerwege und Fahrstraßen über das Glacis anlegen, 1776 Laternen aufstellen und ab 1781 etwa 3000 Alleebäume pflanzen. Das Glacis diente nun auch als Freiluftwerkstätte für Handwerker und Verkaufsstände wurden aufgestellt.
Paradeplatz am Josefstädter Glacis.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 20. Dezember 1857 traf Kaiser Franz Joseph I. die Entscheidung zur „Auflassung der Umwallung und Fortifikationen der inneren Stadt, so wie der Gräben um dieselbe“ und ordnete den Bau eines Boulevards an dieser Stelle an. In seinem Allerhöchsten Handschreiben an Innenminister Alexander von Bach, das mit den oft zitierten Worten „Es ist Mein Wille“ beginnt und am 25. Dezember in vollem Wortlaut auf Seite 1 der amtlichen Wiener Zeitung veröffentlicht wurde, verfügte der Kaiser über die genaue Größe und Verwendung des neu gewonnenen Areals und kündigte einen Planungswettbewerb an.
Entwurf von Carl von Hasenauer für das Geschäftshaus "Volksgartengruppe"
 an der Wiener Ringstraße; nicht erbaut; 1876.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Im März 1858 begannen beim Rotenturmtor am Donaukanal die Abbrucharbeiten, die erst 1874 abgeschlossen waren. Bis zum Sommer 1858 waren 85 Projekte für den Grundplan der Ringstraße eingelangt. Die neue Straße wurde als Repräsentationsboulevard geplant; daher wurde für Lastfuhrwerke die parallel verlaufende „Lastenstraße“ vorgesehen.
"Entwurf von Gottfried Semper (1870)" Gottfried Semper, Carl Hasenauer,
 Kaiserforum, 1869 (Wien, HHStA). Erstellt: 1. Januar 1869.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Diese Verkehrsregelung besteht bis heute. Die offiziell verschiedene Namen tragende Lastenstraße ist heute als Zweierlinie bekannt; der dem Straßenbahnbetrieb entlehnte Name verwies auf die hier bis 1980 verkehrenden Straßenbahnlinien E2, G2 und H2 und bezieht sich seither auf die zwischen Karlsplatz und Alser Straße unter der Straße verlaufende U-Bahn-Linie U2.
Im Bildvordergrund die Abbrucharbeiten der Bastei und der Beginn von
Bauarbeiten (Palais Schey), dahinter der bereits vor der Vollendung stehende
Heinrichhof. Links die letzten Reste der Bastei. ;1863.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nach Kompetenzstreitigkeiten zwischen Regierung und Stadtverwaltung wurde 1858 der Stadterweiterungsfonds geschaffen, der zum Ärar, von der Regierung verwaltetem Staatsvermögen, zählte. Er erhielt 1859 den Auftrag, das Projekt zu übernehmen, verkaufte die durch die Schleifung der Stadtmauer und den Wegfall des Verteidigungszwecks frei gewordenen Grundstücke an private Investoren und finanzierte damit die staatlichen Repräsentationsbauten. Nur das Neue Rathaus, wie es bis 1960 hieß, wurde von der Stadtverwaltung geplant.
Stockwerkaufnahme etwa aus dem Palais Epstein auf Parlament, Rathaus und Universität,
sämtlich in vorgeschrittenem Bauzustand. ;um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weil die Stadt bei dieser groß angelegten Immobilienoperation leer ausging, vertrat sie mit umso größerer Entschiedenheit die teilweise Erhaltung der vorhandenen Erholungsräume. Bis zur Gegenwart existieren mit Stadtpark, Burggarten, Volksgarten, Rathauspark und Sigmund-Freud-Park entlang der Ringstraße vergleichsweise große Grünflächen. Dem Ausbau des Stubenrings stand lang die Franz-Josephs-Kaserne im Wege. Sie sollte, gemeinsam mit der 1865–1869 errichteten, nördlich der Altstadt gelegenen Rossauer Kaserne und dem Arsenal, das Stadtzentrum militärisch kontrollieren. Der Bau der Franz-Josephs-Kaserne begann 1854. Sie wurde 1857 fertiggestellt; im gleichen Jahr entschied der Kaiser die Auflassung der Befestigungsanlagen.
Luftaufnahme: Heldenplatz und Hofburg.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Aspernbrücke als Verbindung vom Stubenring in die Leopoldstadt, den 2. Bezirk, wurde zwar bereits 1864 eröffnet, aber erst 1900/1901 wurde die Franz-Josephs-Kaserne abgerissen. Auf ihrem einstigen Areal steht das bis 1913 erbaute Viertel um das ehemalige k.k. Postsparkassenamt (gebaut 1904–1906, später erweitert); 1909/1910 wurde die Urania als Abschluss der Ringstraße neben die Aspernbrücke gestellt, erst 1913 vis-à-vis der Postsparkasse das neue k.u.k. Kriegsministerium eröffnet und der Stubenring damit komplettiert.
Eröffnung der Ringstraße durch Kaiser Franz Joseph am 1. Mai 1865.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Ringstraße wurde am 1. Mai 1865 von Kaiser Franz Joseph in Anwesenheit von Kaiserin Elisabeth, zahlreicher Erzherzöge, Minister und Vertreter der Stadt Wien mit Bürgermeister Andreas Zelinka an der Spitze feierlich eröffnet. Der Festakt fand vor dem Äußeren Burgtor auf dem Burgring statt; an der anschließenden Fahrt der Ehrengäste zur Hoftafel im Prater waren mehr als 100 Equipagen beteiligt.
Blick von erhöhtem Standort Ecke Babenbergerstraße über die jungbepflanzte Ringstraße in
Richtung Äußeres Burgtor; im Hintergrund (noch vor Ringstraßenbauten) die Häuserfronten
von Josefstadt und Alsergrund, rechts die Votivkirche in Bau. ;nach 1860.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Straße waren Stubenring, Burgring, Dr.-Karl-Renner-Ring, Universitätsring und Schottenring noch größtenteils unverbaut. Von der Wollzeile bis zur Babenbergerstraße hatten hingegen Bauherren aus Aristokratie und Großbürgertum bereits viele „hochherrschaftliche“ Wohnhäuser errichtet.
Das Parlamentsgebäude während der Bauphase.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Stockwerkaufnahme etwa aus dem Palais Epstein auf Parlament, Rathaus und Universität,
sämtlich in vorgeschrittenem Bauzustand. ;um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Entlang der gesamten Ringstraße wurden zahlreiche öffentliche und private Bauten errichtet. Adelige und andere wohlhabende Privatleute beeilten sich, repräsentative Palais (Ringstraßenpalais) im monumentalen historistischen Stil bauen zu lassen. Eines der ersten Gebäude war der Heinrichhof (historische Schreibung ohne s) des Ziegelfabrikanten Heinrich von Drasche-Wartinberg, der, zuletzt kriegsbeschädigt, bis 1954 gegenüber der Oper stand.
Bau des k.u.k. Hofoperntheaters in Wien, 1865.
© Wien Museum Karlsplatz - www.wienmuseum.at  / Andreas Groll
Bemerkenswert sind vor allen das k.k. Hof-Operntheater (nunmehr Staatsoper) im Stil der Neorenaissance von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, das Parlament im neo-attischen Stil (ein Verweis auf die altathenische Demokratie) und das Palais Epstein von Theophil von Hansen, das Rathaus im Stil der flämischen Gotik von Friedrich von Schmidt, das Burgtheater von Karl von Hasenauer und Gottfried Semper sowie das neue Universitätsgebäude von Heinrich von Ferstel. Der einzige Sakralbau ist die Votivkirche im neogotischen Stil (ebenfalls von Ferstel), die 1853 anlässlich der Errettung Kaiser Franz Josephs vor einem Attentat gestiftet wurde und jahrzehntelang in Bau war.
Votivkirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Votivkirche in Bau - Eingerüstete Halbtürme. Oscar Kramer um 1865
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Quer zur Ringstraße sollte vor der historischen Hofburg, der Kaiserresidenz, das monumentale Kaiserforum entstehen, um die Macht der österreichisch-ungarischen Monarchie zu demonstrieren. Das Projekt blieb ein Torso. Gebaut wurde bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs innerhalb der Ringstraße die Neue Hofburg, in der heute die Österreichische Nationalbibliothek, das Weltmuseum, die Sammlung alter Musikinstrumente, das Ephesos Museum sowie die Hofjagd- und -rüstkammer untergebracht sind. Weitere realisierte Teile des Kaiserforums sind außerhalb der Ringstraße das Kunsthistorische Museum und das Naturhistorische Museum.
Die Hofburg; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der ursprünglichen Planung nach hätte gegenüber der Neuen Hofburg ein spiegelgleicher Flügel an den Altbestand der Hofburg angebaut werden sollen, der an das Naturhistorische Museum anschließen hätte sollen. Der Heldenplatz und der Maria-Theresien-Platz wären somit Teile des von der Ringstraße durch Torbögen zwischen den Museen und den neuen Hofburgteilen gequerten Kaiserforums geworden. Dieser Plan geriet aus Geldmangel ins Stocken, außerdem war zu Beginn des Ersten Weltkriegs nicht einmal der Innenausbau der „Neuen Burg“ abgeschlossen. Die geänderten politischen Verhältnisse nach 1918 machten das Projekt obsolet.
Das k.k. Reichsratsgebäude (heute Parlament) an der Wiener Ringstraße, aufgenommen
vom Burgtheater aus; rechts der Rathauspark.; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Abschluss der repräsentativen Bautätigkeit am Ring wurde erst 1913 mit der Fertigstellung des k.u.k. Kriegsministeriums erreicht, als der Ringstraßenstil schon ein wenig unmodern geworden war, wie das etwa gleichzeitig von Otto Wagner im Jugendstil gebaute, gegenüberliegende Postsparkassengebäude zeigt. Die größte Katastrophe an der Ringstraße war der Brand des Ringtheaters 1881, der mehrere hundert Todesopfer forderte. An Stelle des Theaters wurde das Sühnhaus errichtet, welches seinerseits im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und Platz für den Neubau der Wiener Polizeidirektion (Schottenring 7–9) als Ersatz für die ebenfalls zerstörte bisherige Polizeidirektion (Schottenring 11) bot.
Ringstraße; Blick von erhöhtem Standort beim Schottentor gegen die Bellaria; 1905.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Ringstraße gliedert sich im Uhrzeigersinn bzw. in Fahrtrichtung des Individualverkehrs (die Straßenbahn verkehrt in beiden Fahrtrichtungen), von der Urania bzw. der Aspernbrücke am Donaukanal ausgehend, in die folgenden Abschnitte. Sie wurden, den Kärntner Ring ausgenommen, im Uhrzeigersinn nummeriert: gerade Hausnummern auf der dem Zentrum zugewandten Straßenseite, ungerade peripherieseitig. Der Stubenring führt von der Urania bzw. dem Franz-Josefs-Kai (Julius-Raab-Platz, vorher Aspernplatz) bis zur Weiskirchnerstraße. Benannt wurde er 1867 nach der einstigen Stubenbastei. In diesem Jahr wurde der Straßenname auch erstmals in Lehmann erwähnt.
Parkring: Ledermann, Postkartenverlag ;Blick von erhöhtem Standort gegen das
Gebäude der Gartenbaugesellschaft und die Wollzeile. Im Hintergrund das noch
unverbaute Gelände der Franz-Josefs-Kaserne. ;um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Parkring verläuft von der Weiskirchnerstraße bis zur Johannesgasse. Benannt wurde er 1861 nach dem in Bau befindlichen, peripherieseitig an den Ring anschließenden Stadtpark. In Lehmann ist der Straßenname in den nächsten beiden Ausgaben, 1864 und 1865, noch nicht, dann erstmals 1867 verzeichnet. Von 1910 bis 1919 hieß dieser Ringabschnitt Kaiser-Wilhelm-Ring (nach Kaiser Wilhelm II.). Der Schubertring führt von der Johannesgasse bis zur Schwarzenbergstraße. Benannt wurde er 1928 nach dem Komponisten Franz Schubert. Davor hieß er 1862–1928 Kolowrat-Ring (nach dem ab 1869 abgerissenen Palais Kolowrat des Staatsmannes Graf Franz Anton von Kolowrat-Liebsteinsky in der heutigen Schwarzenbergstraße). In Lehmann ist er in den nächsten beiden Ausgaben, 1864 und 1865, noch nicht, dann erstmals 1867 verzeichnet.
Der Opernring; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Kärntner Ring verläuft von der Schwarzenbergstraße bis zur Kärntner Straße. Benannt wurde er 1861 (original: Kärnthner …) nach der Kärntner Straße, der wichtigsten Straße der vom Ring umgebenen Altstadt, und dem Kärntner Tor der demolierten Stadtmauer. In Lehmann ist er in der nächsten Ausgabe, 1864, verzeichnet. Von 1917 bis 1919 hieß er Kaiserin-Zita-Ring.
Das Wiener Opernhaus an der Ringstraße; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Opernring führt von der Kärntner Straße bis zur Eschenbachgasse. Benannt wurde er 1861 anlässlich des Baubeginns des k.k. Hofoperntheaters, der heutigen Staatsoper. In Lehmann ist er in der nächsten Ausgabe, 1864, verzeichnet. Die Straße hieß von 1917 bis 1919 Kaiser-Karl-Ring (nach Kaiser Karl I.).
Der Volksgarten; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Burgring beginnt an der Eschenbachgasse und endete ursprünglich beim Schmerlingplatz; seit 1934 führt er nur bis zur Bellaria­straße. Benannt wurde er 1863 nach der kaiserlichen Hofburg. In Lehmann ist er in den Ausgaben 1864 und 1865 noch nicht, dann erstmals 1867 verzeichnet.
Das Rathaus; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Dr.-Karl-Renner-Ring verläuft heute von der Bellariastraße bis zum Beginn des Rathausplatzes bzw. der verlängerten Stadiongasse. Benannt wurde er 1956 zu Ehren von Bundespräsident Karl Renner. Ursprünglich hieß er von 1870 an vom Schmerlingplatz bis zur Schottengasse Franzensring nach Kaiser Franz I.; in Lehmann ist dieser Name, 1871, noch nicht, dann erstmals 1872 verzeichnet.
Der heutige Universitätsring mit dem Burgtheater,
im Vordergrund der Rathauspark; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Universitätsring führt vom Beginn des Rathausplatzes bzw. der verlängerten Stadiongasse bis zur Schottengasse. Er war ursprünglich ab 1870 ein Teil des Franzensrings (in Lehmann in der nächsten Ausgabe, 1871, noch nicht, dann erstmals 1872 verzeichnet). Ab 1919 war er Teil des Rings des 12. November. Von 1934 bis 2012 hieß er Dr.-Karl-Lueger-Ring. Er wurde am 5. Juni 2012 in Universitätsring umbenannt; die erste neue Straßentafel wurde am 4. Juli 2012 angebracht.
Die Votivkirche; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Schottenring verläuft von der Schottengasse bis zum Franz-Josefs-Kai bzw. dem Ringturm. Offiziell benannt wurde er 1870 nach dem Schottenstift und dem abgetragenen Schottentor. In Lehmann ist er schon 1865 verzeichnet. Gelegentlich wird auch der Franz-Josefs-Kai am Donaukanal, der den Schottenring am westlichen und den Stubenring am östlichen Ende verbindet und damit den Kreis um die Altstadt schließt, zur Ringstraße gezählt; er ist aber kein Teil davon. (Die dort im Ringstraßenstil errichteten Bauten sind 1945 größtenteils zerstört worden.)
Franz-Josefs-Kai, von der Salztorbrücke flussaufwärts gesehen.
Im Hintergrund die Berge des Wienerwalds; um 1900 / Photochromdruck
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
In der gesamten Ringstraßenzone errichteten Adel und Großbürgertum Ringstraßenpalais. Die Ringstraße wird von einem zumeist zwei bis vier Häuserblöcke weiter stadtauswärts verlaufenden parallelen Straßenzug begleitet, der großteils gleichzeitig mit der Ringstraße errichtet wurde und den auf der Ringstraße damals verbotenen Lastwagenverkehr aufnahm.
Ringstrasse - Schematische Darstellung  Erhard Gaube - www.gaube.at
Über den Großteil des mit einzelnen Straßennamen versehenen und zusammenfassend als Lastenstraße bezeichneten Straßenzugs wurden von 1907 an Straßenbahnlinien mit der Indexzahl 2 geführt, weshalb sich für den Abschnitt vom Stadtpark zur Universitätsstraße seit den 1960er Jahren der Name Zweierlinie eingebürgert hat.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Wiener_Ringstraße" der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
 
 
  Die Belle Époque
    Wien um 1900
    Die Ringstraße
    Ringstraßenpalais
    Heinrichhof
    Café Prückel
    Café Schwarzenberg
    Café Landtmann
    Hotel Imperial
    Hotel Bristol
    Grand Hotel
    Kursalon Hübner
    Semmering
    Die Semmeringbahn
    Bad Gastein
    Die Tauernbahn
  Architektur
    Carltheater
    Kirche am Steinhof
    Kunsthist. Museum
    Musikvereinshaus
    Naturhist. Museum
    Nussdorfer Wehr
    Otto Wagner Pavillon
    Palais Bellegarde
    Palais Wenkheim
    Palmenhaus
    Parlamentsgebäude
    Postsparkasse
    Rathaus
    Riesenrad
    Schützenhaus
    Secessionsgebäude
    Staatsoper
    Volkstheater
    Volksoper
    Wiener Urania
    Zentralfriedhof Wien
  Wirtschaft und Technik
    Eisenbahn Geschichte
    Stadtbahn Wien
    Marcus-Wagen
    Rotunde
    Weltausstellung 1873
    Venedig in Wien
    Praterstraße
  Stadtgeschichte Wiens
  Geschichte 2. Bezirk
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
© design by gaube 2016
design by gaube