Brand des Wiener Ringtheaters
Eine der größten Brandkatastrophen des 19. Jahrhunderts
8. Dezember 1881
Brand des Wiener Ringtheaters am 8. Dezember 1881.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Ringtheaterbrand in Wien am 8. Dezember 1881 war eine der größten Brandkatastrophen des 19. Jahrhunderts in Österreich-Ungarn. Die Zahl der Todesopfer betrug nach offiziellen Angaben 384; Schätzungen gingen von noch mehr Toten aus. Ludwig Eisenberg schreibt von nahezu 1.000 Toten. Der Bau des Ringtheaters – zum Teil mit Mitteln der Wiener Aktien Gesellschaft – wurde 1873 fertiggestellt. Das Theater trug einige Jahre den Namen „Komische Oper“.
ringtheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Ringtheater (Komische Oper). Schrägblick von erhöhtem Standort über Einmündung der Hohenstaufengasse in den Ring Richtung Schottenkreuzung. Ringtheater in Bildmitte;1874 - 1881.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vom Architekten Emil Ritter von Förster war das Gebäude auf einer Fläche von nur 45,4 x 38,7 Meter geplant worden. Aus diesen Gründen musste das Theater vor allem in die Höhe konstruiert werden. Die Verkehrswege, Garderoben, Treppenhäuser und Verbindungswege konnten nur sehr eng angelegt werden. Parterre, Ränge und Galerien waren über niedrige Gänge und verwinkelte Treppen zu erreichen.
ringtheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das 1881 abgebrannte Ringtheater am Schottenring 7 in Wien, Innere-Stadt.
Aufnahme als Komische Oper. Ansicht über Eck von links mit Front Hessgasse.
August Stauda um 1875
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vor allem aber gingen die gesamten Türen des Zuschauerraumes, welcher 1760 Besucher fasste, nach innen auf. Als Trennung des Zuschauerhauses vom Bühnenhaus gab es bereits eine Drahtkurtine, die Vorläuferin des „Eisernen Vorhanges“. Das Gebäude verfügte über eine Stadtgasbeleuchtung mit rund 1200 Flammen, diese Soffittenbeleuchtung wurde mittels Elektrizität entzündet. Der Haupteingang des Theaters befand sich am Schottenring und war für das Parterre und Logenpublikum vorgesehen. Die Galerien erreichte man von der Hessgasse aus. Für Mitglieder des Kaiserhauses gab es einen eigenen Zugang.
Eine Darstellung vom Brand des Wiener Ringtheaters
© MA 68 Feuerwehrmuseum
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"Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach.
Theaterzettel der Aufführung am Tag des Ringtheater-Brandes. 8. Dezember 1881.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mit der Oper „Der Barbier von Sevilla“ wurde am 17. Jänner 1874 die „Komische Oper“ eröffnet. Mit Schwierigkeiten, die sich über mehrere Jahre hinzogen und nach mehreren Direktionswechseln, entschloss man sich das Haus an den Stadterweiterungsfond weiterzugeben. Zusammen gezählt ergaben die Spieltage bis 1881 nur rund zwei Jahre. Vom 7. September 1881 an wurde die Spielstätte als „Wiener Ringtheater“ geführt. Am 1. Oktober 1881 verpachtete man das Haus an Direktor Franz von Jauner. Gleichzeitig erließ man Bestimmungen und Auflagen, die der Sicherheit der Besucher dienen sollten. Jauner konnte aber nicht mehr alle behördlich vorgeschriebenen Änderungen durchführen. Er teilte als erste Maßnahme die Sitzreihen und ließ das Stehparterre entfernen. Mit der Premiere von Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ am 7. Dezember 1881 einen Tag vor der großen Katastrophe, stellte sich der lang ersehnte Publikumserfolg ein. Die zweite Aufführung am Abend des 8. Dezember 1881 war ausverkauft.
ringtheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tableau mit Szenen vom Brand: Bergung von Opfern auf einer Galerietreppe,
Sprungtuch, Front außen, die Toten im Polizeigebäude.
Xylografie nach Augenzeugenskizzen von Ladislaus Eugen Petrovits; 1881.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Um 18.40 Uhr kurz vor Vorstellungsbeginn brach bei der Entzündung der vierten Soffittenreihe auf der Bühne der Brand aus. Man beging nun eine Reihe von verhängnisvollen Fehlern. Statt die Gaszufuhr zu den Brennern sofort zu schließen, ließ man ungehindert weiter Gas in die Aufsatzrohre einströmen. Es kam zur Explosion des Beleuchtungskastens. Dekorationsstücke fingen Feuer und der Brand breitete sich bis zum Schnürboden aus. Die Drahtkurtine wurde nicht geschlossen, die Zuschauer nicht gewarnt und der Brandmelder nicht betätigt.
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Der Ringtheaterbrand am 8. Dezember 1881 (Zeitgenössische Darstellung).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nach unkoordinierten Löschversuchen durch das Personal flüchtete man durch die an der Rückseite des Bühnenhauses befindliche Bühnenrolltüre. Damit entfachte sich durch das plötzliche Überangebot an Sauerstoff ein regelrechter Feuersturm, der den Bühnenvorhang bis an die Decke des Zuschauerhauses schleuderte. Es stand in kurzer Zeit auch der gesamte Zuschauerraum in Flammen.
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Der Bühnenvorhang entfacht einen regelrechten Feuersturm (Zeitgenössische Darstellung).
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Durch das jetzt durchgeführte Absperren der Hauptregler zum Gas, erloschen gleichzeitig alle Beleuchtungskörper im Zuschauerraum, den Stiegen und Gängen. Die vorgeschriebene Notbeleuchtung war noch nicht montiert worden. Aufgrund der Finsternis, der Hitze und Rauchentwicklung durch den Brand, entstand unter den Besuchern totale Panik. Nur wenige erreichten von den oberen Rängen die Straße da die Flucht oft vor verschlossenen oder mit Menschenknäueln verstopften Türen endete.
Zeitgenössische Darstellungen des Ringtheaterbrandes 1881.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Eine folgenschwere Falschmeldung des Polizeirats Anton Landsteiner an die Erzherzöge Albrecht und Wilhelm, die am Schottenring standen, lautete „Alles gerettet!“. Daraufhin durfte auf längere Zeit niemand das brennende Gebäude betreten und jedermann wurde von Wachmännern daran gehindert. Der Zwiespalt zwischen Hörigkeitsdenken und Rettungsaktivität kostete sicher vielen Menschen das Leben.
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Der Ringtheaterbrand am 8. Dezember 1881 (Zeitgenössische Darstellung).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
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Der Ringtheaterbrand am 8. Dezember 1881 (Zeitgenössische Darstellung).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Beim Eintreffen der Feuerwehr, welche zu spät und lediglich zu einem Dachbrand alarmiert wurde, rettete dann noch etwa 130 Personen mittels eines Sprungtuches – es war das einzige zu dieser Zeit. Auch über eine Streck- und Schubleiter konnten weitere 70 Menschen in Sicherheit gebracht werden.
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Der Ringtheaterbrand am 8. Dezember 1881 (Zeitgenössische Darstellung).
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Das Vordringen mit Fackeln in die oberen Galerien des Theaters scheiterte vorerst am Erlöschen derselben, dem Vorhandensein giftiger Gase und der großen Hitze in den Gängen. Einige Zeit später, als man in die Stiegenaufgänge vordringen konnte, fand man nur mehr leblose Körper vor.
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Bergung der Leichen aus dem brennenden Gebäude.
Xylografie nach Zeichnung von Wilhelm Gause; 1881.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
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Bergung der Leichen (Zeitgenössische Darstellung).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Als um 21.45 Uhr die Kuppel des Theaters einstürzte, wurde alles brennbare Material von den Flammen erfasst. Die Feuerwehr beschränkte ihre Tätigkeit auf den Schutz der Umgebung und ab 24.00 Uhr nur mehr der Bekämpfung von Glutnestern.
Ringtheater-Brand: Fast 400 Theaterbesucher verbrannt oder erstickt.
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Die Ruine des Ringtheaters nach dem Brand in Blickrichtung Bühne.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
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Die Ruine des Ringtheaters nach dem Brand in Blickrichtung Zuschauerraum.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die erste Zeitungsmeldung des nächsten Tages lautete: “1000 Tote im Wiener Ringtheater”. Diese Zahl bewahrheitete sich aber nicht. Der Brand kostete aber trotzdem mindestens 386 Menschen das Leben, durch eine Verkettung von unglücklichen Zufällen und der noch nicht komplett durchgeführten Maßnahmen zur Sicherung der Theaterbesucher.
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Einsegnung der Opfer des Ringtheater-Brandes auf dem Zentralfriedhof.
Xylografie nach Originalzeichnung von Vinzenz Katzler. ;1881.
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Die Begräbnisfeierlichkeiten begannen am Montag der darauffolgenden Woche erstaunlicherweise unter Teilnahme von Militär mit aufgepflanztem Bajonett. Man hatte möglicherweise Unruhen befürchtet. Auf jeden Besucher der Zeremonie kamen zwei Soldaten. Die letzte Ruhestätte der Opfer des Brandes befindet sich in Wiens größtem Friedhof, dem Zentralfriedhof beim 2. Tor.
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Einsegnung der Opfer des Ringtheater-Brandes auf dem Zentralfriedhof.
Xylografie nach Originalzeichnung von Vinzenz Katzler. ;1881.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Anzahl der Toten konnte nie zuverlässig ermittelt werden Die Angaben schwanken in der Sekundärliteratur zwischen 384 und 896. Durch das unexakte Meldewesen und die damals geringen Möglichkeiten der Gerichtsmedizin wird man nie eine genaue Zahl feststellen können. Unter den Toten befand sich Ladislaus Vetsera (* 1865), ein Bruder von Mary Vetsera. Zur Identifizierung der Leichen wurde erstmals die Methode einer Identifizierung anhand der Zahnstellung praktiziert und damit eine Grundlage für die später renommierte „Wiener Schule der Kriminalistik“ gelegt. Es war ein Einstieg in die forensische Zahnmedizin.
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Verkohlter Kopf eines Opfers des Ringtheaterbrandes im Kriminalmuseum Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der grauenhafte Brand des Wiener Ringtheaters am 8. Dezember 1881 machte auf den Komponisten Anton Bruckner einen unvergesslichen Eindruck. zunächst wohl deswegen, weil er selber die Vorstellung besuchen wollte und sich im letzten Augenblick erst anders entschloß. Dann deshalb, weil er das Wüten des Elementes die ganze Nacht hindurch von seinem Fenster aus nächster Nähe verfolgen konnte. Ungeheure Furcht erfasste den Einsamen. Ein Glück, dass zwei Schüler und engere Landsleute ihn aufsuchten und die ganze Nacht bei ihm blieben. "Nia vergiß i das, nia" äußerte Bruckner jedes Mal, wenn er auf die Schauder dieser Nacht zu sprechen kam. Am nächsten Tag aber ging er, wie ein Kind neugierig und furchtsam zugleich, in den Leichenhof des Polizeigebäudes und besah die grauenhaft verstümmelten Opfer.
Seit dieser Feuersbrunst litt Bruckner an Angst vor Feuer. Er verwendete keine Petroleumlampe mehr aus Furcht, sie könnte explodieren, und brannte nur mehr Kerzen. Wenn er abends ausging, löschte er die Kerze auf das sorgfältigste aus und lief mehrmals ins Zimmer zurück, um sich zu vergewissern, dass der Docht nicht mehr glimme. Erst ein längerer Erholungsaufenthalt in St. Florian brachte ihn wieder ins seelische Gleichgewicht.
Verbliebene Türe des Ringtheaters
bei einer Feuerwehrausstellung
im Stift Geras, Niederösterreich.
Quelle: Wikimedia Commons
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Immakulatafigur, Baden bei Wien 1884
Gesetzt auf eine Säule des an Mariä
Empfängnis zerstörten Ringtheaters.
Quelle: Wikimedia Commons
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Als spontane Reaktion auf den Brand wurde die Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft gegründet. Der Brand hatte innerstaatliche wie internationale Auswirkungen auf den vorbeugenden Brandschutz vor allem im Theaterbereich und die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen für den Theaterbau in Österreich. So wurde beispielsweise der Eiserne Vorhang zur Trennung der Bühne vom Zuschauerraum eingeführt, und die Dekorationen mussten ab diesem Zeitpunkt imprägniert werden. Die größeren Theater wurden verpflichtet, an jeder Vorstellung einen uniformierten Sicherheitsbeamten teilnehmen zu lassen, der im Brandfall die nötigen Anordnungen zur Lenkung der großen Menschenmenge zu treffen hatte. Er hatte bis zum Abgang des letzten Zuschauers im Theater zu verbleiben. Die Regelung gilt bis heute.
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Karikatur: Franz von Jauner in Gruppe mit Julius Ritter von Newald und Karl Landsteiner.
Legende: "Jauner (mit gewohnter Bescheidenheit). Hochverehrtes Publicum! Nicht mir allein gebührt der Vorrang. Bitte! bitte! Auch die beiden Herren Newald und Landsteiner haben sich um die Aufführung des Dramas: "Im Ringtheater" verdient gemacht. "
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Ringtheaterprozess im Frühjahr des folgenden Jahres brachte die Mängel der Sicherheitsvorkehrungen und der Brandschutzeinrichtungen des Theaters ans Licht. Auch die Unkenntnis des Theaterpersonals, das völlig unvorbereitet und überfordert war sowie die unzureichende Ausrüstung der Feuerwehr wurden thematisiert. Franz Jauner, seit 1880 Direktor des Theaters, Bürgermeister Julius Newald, Polizeirat Anton Landsteiner sowie fünf weitere Personen mussten sich beim nachfolgenden Ringtheaterprozess im Mai 1882 verantworten. Newald wurde im Prozess zwar freigesprochen, legte aber trotzdem sein Amt nieder.
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Beschuldigtenliste der Anklageschrift des nachfolgenden Ringtheaterprozess im Mai 1882.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Gemeinde arbeitete bereits seit Monaten an einem "Theaterregulativ", das sich mit der Sicherheit der heimischen Theater beschäftigte und Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Publikums bei Theaterbränden vorgesehen hatte. Aus Nachlässigkeit war es noch nicht wirksam geworden und zur Ausführung gekommen. Newald zog daraus die Konsequenzen und trat zurück. Der Richter verhängte relativ milde Strafen. Direktor Franz Jauner erhielt ebenso wie Hausverwalter Franz Geringer vier Monate Arrest, Beleuchtungsinspektor Josef Nitsche acht Monate wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens. Problematisch erscheinen zweifellos die Freisprüche der Angeklagten aus dem Bereich der Exekutive, Polizei und Feuerwehr.
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Anklageschrift des nachfolgenden Ringtheaterprozess im Mai 1882.
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Der Ingenieur des Stadtbauamtes und Feuerwehr-Kommandant Adolf Wilhelm und der Requisitenmeister der städtischen Feuerwehr Leonhard Herr sowie der Feuerwächter August Breithofer und Polizeirat Anton Landsteiner wurden freigesprochen. Angeblich hatten sie alles unternommen, was im Bereich der Möglichkeiten gewesen war. Spät aber doch zog man die Lehre aus der Katastrophe. Für sämtliche Theater wurden strenge Brandschutzvorschriften erlassen. Nach der Tragödie am Ring organisierte sich die Feuerwehr neu. Die Geburtsstunde der Wiener Rettungsgesellschaft - zunächst als freiwillige Institution - hatte geschlagen.
Das sogenannte Sühnhaus.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
An der Stelle des Theaters, das man nicht wiederaufbaute, stand ab 1885 das sogenannte Sühnhaus. Es wurde 1945 zerstört und 1951 abgetragen. Seit 1971 befindet sich hier das Gebäude der Bundespolizeidirektion Wien. Am Gebäude hängt eine Gedenktafel, die an die Brandkatastrophe erinnert. Zwei der Säulen des Ringtheaters wurden später in der Basilika von Kaisermühlen verbaut. Der Prozess gegen die Verantwortlichen des Brandes wurde literarisch in den 1960er Jahren von Helmut Qualtinger und Carl Merz unter dem Titel "Anatomie einer Katastrophe" beschrieben. Verfilmt wurde der Text unter dem Titel "Alles gerettet. Der Ringtheaterprozeß".
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Die Grabstätte der ca. 400 Opfer des Ringtheaterbrandes aus dem Jahre 1881.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Opfer des Brandes liegen in der Gruppe 30 A, unweit des Haupteinganges (Tor 2), links neben den Alten Arkaden. Von der gesamten Anlage ist nur mehr ein kleiner Teil vorhanden. Die Balustrade, die Stiegen, die Wand mit den Palmetten und den Namen der Verunglückten wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.
ringtheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der vorhandene Teil der Grabstätte des Ringtheaterbrandes aus dem Jahre 1881.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Bildhauer Rudolf Weyr, von dem das Brahms-Denkmal am Karlsplatz stammt, schuf hier mit der trauernden Vindobona eine der ergreifendsten Allegorien seiner Schaffenszeit. Sie sitzt auf einem Podest über einem Sarkophag, das Wappen der Stadt Wien in der Hand, bekrönt von einer Mauerkrone, um ihren linken Arm ist ein Blumenkranz geschlungen. Ihr Blick schweift hinunter zur Grabstätte. Zu ihren Füßen erhebt sich ein Phönix - Sinnbild für die Auferstehung.
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Gedenktafel mit den zwei Zwei Karyatiden.
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 Zwei Karyatiden tragen den sarkophagartigen Aufbau. Das Motiv der verschleierten und dadurch besonders geheimnisvoll erscheinenden weiblichen Gestalt fand in einigen Werken Nachahmung: Nöthig-Winter - Zentralfriedhof, Marbach - Hietzing, beide von Carl Anselm Zinsler.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Ringtheaterbrand" der
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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