Rosenhügel-Filmstudios
Bei ihrer Eröffnung größte und modernste Studios Österreichs
Speisinger Straße 121, 1230 Wien
Filmatelier Rosenhügel.
© Filmarchiv Austria - www.filmarchiv.at
Die Rosenhügel-Filmstudios wurden zwischen 1919 und 1923 von der Vita-Film am Rosenhügel im Süden von Wien erbaut. Der Eingang zu den Studios befindet sich in der heutigen Speisinger Straße 121 im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing. Sie galten bei ihrer Eröffnung als größte und modernste Studios Österreichs, noch vor den Studios der konkurrierenden Sascha-Film in Sievering. Weite Teile der Studios stehen seit 2011 unter Denkmalschutz.
Halle 1, Rosenhügel Ateliers.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die größte der aus Stahl und Beton errichteten und teils mit Glasfassaden versehenen Hallen, die 2015 abgerissene Haupthalle, war 24 Meter breit, fast doppelt so hoch und 90 Meter lang. Für Unterwasseraufnahmen existierte ein drei Meter tiefes Bassin.
Dreharbeiten in den Rosenhügelstudios: "Maskerade", 1934;
mit Paula Wessely (im Bild: Regisseur Willi Forst).
© Filmarchiv Austria - www.filmarchiv.at
Für die Stromversorgung der unter anderem 260 Lampen und 60 Scheinwerfer existierte eine eigene Elektrizitätsanlage, die mit über 1000 PS Strom bis 4800 Ampere erzeugen konnte. Außerhalb des Gebäudes befand sich auf dem 25.000 m² großen Areal eine 8000 m² Freilichtbühne, die eine 25 Meter Durchmesser fassende Drehscheibe beinhaltete, um die Aufbauten nach dem jeweiligen Stand der Sonne ausrichten zu können.
Lehar-Operette „Land des Lächelns“ aus dem Jahr 1961 in den Rosenhügelstudios.
© Filmarchiv Austria - www.filmarchiv.at
Noch vor Eröffnung der Studios wurden am Gelände ab 1921 Dreharbeiten durchgeführt. So wurde etwa bereits 1922 der Monumentalfilm Samson und Delila fertiggestellt, was sich die Vita-Film 12 Millionen Kronen kosten ließ. Als die Vita-Film während der europäischen Filmwirtschaftskrise, ausgelöst durch eine Flut billiger, aber qualitativer US-amerikanischer Filme im Jahre 1924 pleiteging, standen die Ateliers fast durchgehend bis 1933 leer.
Das Areal der ehemaligen Filmstudios Rosenhügel im 23. Bezirk.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Dann wurden sie von der ehemals österreichischen Tobis-Sascha-Filmindustrie übernommen, welche die Krise der vorangegangenen Jahre nur durch den Verkauf an das deutsche Tobis-Tonbild-Syndikat überlebte. Mit dem frischen Kapital des Neu-Eigentümers ausgestattet, konnten die Studios modernisiert und für den Tonfilm adaptiert werden. Das Aushängeschild des „Wiener Films“ der 1930er-Jahre, Maskerade mit Paula Wessely, wurde dort 1934 abgedreht.
Rosenhügel Filmstudios, Halle 6, Engelshofengasse.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Herzi Pinki
Nach 1934 stellte die Tobis-Sascha keine Filme mehr her. Die Studios wurden nun ausschließlich an andere Produzenten vermietet. So wurden die Innenaufnahmen zur bekannten Komödie Hotel Sacher zwar in den Rosenhügel-Studios gedreht, Produzent war jedoch die Mondial-Film. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland brachten die Nationalsozialisten die gesamte deutschsprachige Filmwirtschaft rasch unter ihre Kontrolle. Auch die Eigentümergesellschaft der Rosenhügel-Studios, die Tobis-Sascha, wurde aufgelöst und als Wien-Film neu gegründet.
Die Straßenansicht der Rosenhügel-Filmstudios, Speisinger Straße 121.
Fotografiert am 28. September 2014 © Dr. Gerhard Hertenberger
Quelle: https://www.1133.at/document/view/id/890
Von 1939 bis 1941 wurde neben den Rosenhügel-Ateliers ein Synchronhallenkomplex mit einer großen und einer kleinen Synchronisationshalle, Schneideräumen und Büros errichtet. Während des Nationalsozialismus war die Wien-Film mitsamt ihren Studios, darunter die Rosenhügel-Studios, einer der größten Filmproduzenten im Deutschen Reich. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt der Personalreferent der Wien-Film, ein gewisser Dr. Prohaska, den Auftrag die Studios zu sprengen, um sie nicht in die Hände der Roten Armee fallen zu lassen.
Die Rosenhügel-Filmstudios. Alle Gebäude der legendären Filmstadt Rosenhügel bis auf
zwei Hallen werden derzeit abgerissen, so auch dieser malerische Gebäudeflügel aus
der Zwischenkriegszeit. Fotografiert am 28. September 2014 © Dr. Gerhard Hertenberger
Quelle: https://www.1133.at/document/view/id/890
Der Produktionsleiter der Studios, Karl Hartl, konnte dies mit einigen weiteren Mitarbeitern eigenen Angaben nach verhindern. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wien von den vier Alliierten Mächten in Besatzungszonen aufgeteilt. Bis dahin „deutsches Eigentum“ wurde beschlagnahmt. Während die Studios in Sievering und die Zentrale in der Siebensterngasse den Amerikanern unterstellt waren, fielen die Rosenhügel-Studios den Sowjets zu. Diese führten den Studiobetrieb im Rahmen der USIA unter dem Namen „Wien-Film am Rosenhügel“ bis 1955 weiter.
Vergabe des Österreichischen Filmpreises 2012 in der großen Halle.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Tsui
Nach Abzug der Alliierten und der Wiedererlangung der staatlichen Souveränität Österreichs gingen die Rosenhügel-Studios in den Besitz der nun staatlichen Wien-Film über. Diese zeigte jedoch kein Interesse an der Fortführung der Filmproduktion. Personal wurde gekündigt und Verhandlungen mit dem ORF über einen Verkauf aufgenommen. Dieser erhielt 1966 auch sämtliche Studios der Wien-Film, mit Ausnahme jener in Sievering. Bis zum Verkauf an den ORF wurden die Filmstudios an andere Produzenten vermietet. Zwischen 1965 und 1976 wurden keine Filme am Rosenhügel gedreht. 1990 drohte der Abbruch der Studioanlagen, da an jener Stelle ein Einkaufszentrum geplant war. Dies konnte mit Unterstützung von Stadt Wien und Bund durch die Unterzeichnung eines Pachtvertrages mit der neu gegründeten Filmstadt Wien StudioGesmbH, einer aus vier Filmproduzenten und einem Unternehmer bestehende Gesellschaft, verhindert werden.
Die Rosenhügel-Filmstudios. Die Akustik und Schallisolierung der "Synchronhalle" gilt
heute noch als außergewöhnlich gut. Hier wurde und wird künftig Filmmusik
für Kinofilme produziert. Fotografiert am 2. Oktober 2012 © Erich J. Schimek
Quelle: https://www.1133.at/document/view/id/890
Zu diesen jeweils 10 bis 35 % Anteil besitzenden Gesellschaftern zählt Kurt Mrkvicka, der über 35 % verfügt und Geschäftsführer der Gesellschaft ist. Der neue Betreiber ließ die Studios renovieren und 1996 als Four-Wall-Studiobetrieb mit Film-Wirtschaftspark wiedereröffnen. Die Studios werden seither an Film- und Fernsehgesellschaften vermietet. Mit Stand 2008 waren dort rund 300 Personen in rund zwei Dutzend Unternehmen beschäftigt.
Abriss der Rosenhügel Film Studios in Wien Speising; Februar 2015.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Herzi Pinki
     Anfang Oktober 2008 bestätigte der ORF Gerüchte, dass der Verkauf der Rosenhügel-Studioanlagen geplant sei. Der Mindestkaufpreis soll 14 Millionen Euro betragen. Die Filmstadt Wien-GmbH will nach Ablauf des Pachtvertrages, der durch Nutzung einer Option von 2009 auf 2014 verlängert wurde, ins neu errichtete Media Quarter Marx übersiedeln. Seit 2014 ist das Areal der Rosenhügel-Filmstudios ein Stadtentwicklungsgebiet der Stadt Wien. Zur Neugestaltung des Areals fand ein Architekturwettbewerb statt, den die Architekten Berger+Parkinnen & Christoph Lechner sowie das Pariser Büro Beckmann/N'Thepe gewannen.
Abriss der Rosenhügel Film Studios in Wien Speising; Februar 2015.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Herzi Pinki
Bis Ende 2017 entstehen hier unter dem Projektnamen "Der Rosenhügel" 204 Eigentumswohnungen auf sieben Wohnhäusern, ein Kindergarten und ein Supermarkt. Teile der ehemaligen Filmstudios wie die beiden denkmalgeschützten Hallen 1 (erste Kunstlichtaufnahmehalle, die nun als Trainingseinrichtung der rhythmischen Gymnastik dient, betrieben durch die ANPO Sporthalle GmbH) und 6 („Synchronhalle“ zur Aufnahme von Tonaufnahmen für internationale Filmproduktionen unter dem Namen „Synchron Stage Vienna“, betrieben durch die Synchron Stage OG) bleiben erhalten.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Rosenhügel-Filmstudios" der
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Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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