Hofjagd- und Rüstkammer
Die Wiener Sammlung zählt zu den weltbesten ihrer Art
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
© Kunsthistorisches Museum Wien KHM - Hofjagd- und Rüstkammer
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Die Wiener Sammlung zählt zu den weltbesten ihrer Art. Darüber hinaus ist sie die bestdokumentierte höfische Rüstkammer der abendländischen Welt, da die Objekte durchwegs im Zusammenhang mit hochpolitischen Ereignissen entstanden oder in die Sammlung gekommen sind: anlässlich von Feldzügen, Reichstagen, Huldigungen, Krönungen, Verlobungen, Hochzeiten oder Taufen. Keine andere Herrscherfamilie war mit so vielen Ländern Europas durch Heirat verbunden wie die Habsburger.
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Daher sind fast alle westeuropäischen Fürsten vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert mit Rüstungen und Prunkwaffen vertreten. Die Harnische sind Einzelanfertigungen der berühmtesten Plattner: der Reiterharnisch von Tommaso Missaglia, der Küriss von Lorenz Helmschmid für Kaiser Maximilian I., der Knaben-Faltenrockharnisch von Konrad Seusenhofer für den späteren Kaiser Karl V. und der Halbharnisch alla romana von Filippo Negroli und viele mehr. Für die oft prachtvollen Ätzungen sind nicht selten die Entwürfe so berühmter Künstler wie Dürer oder Holbein verwendet worden.
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Die Habsburger erwarben erbmäßig Objekte aus den verschiedensten Ländern: aus den alten Kron- und Nebenländern, aus Böhmen und Ungarn, Galizien und weiteren Balkangebieten, ebenso aus den heutigen BENELUX-Ländern, also den alten Niederlanden, aus Provinzen des heutigen Frankreich wie Burgund, Elsass, Lothringen, nicht zuletzt aus Spanien und großen Teilen Italiens.
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Diplomatische Beziehungen und kriegerische Auseinandersetzungen bereicherten die Sammlung um Objekte des Nahen Orients, sei es der feindlichen Türken oder der zeitweise mit den Habsburgern verbündeten Perser und Ägypter. Dabei garantierte allein schon der kaiserliche Anspruch höchste künstlerische Qualität.
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Topfhelm samt Zimier, um 1350.
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Nasalhelm, 11. Jahrhundert.
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Fußturnierharnisch, um 1600.
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Halbharnisch um 1555.
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Alles, was den Herrscher und seine Vasallen umgab, vom Palast, in dem er wohnte, bis zu dessen Ausstattung, war von höchster Feinheit, und so hatte auch das, was er am eigenen Leibe trug, besonders kostbar zu sein: von seinem Harnisch als prächtiges Kostüm über Schwert oder Degen bis hin zum Streitkolben. Entsprechendes galt für die Rüstung seines Pferdes.
So ist jedes einzelne Objekt ein Kunstwerk.
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Als im 19. Jahrhundert nahezu alle Rüstkammern des österreichischen Zweiges des Hauses Habsburg in Wien vereinigt wurden, entstand eine Sammlung, die heute zu den weltbesten ihrer Art zählt. In ihrer heutigen Anordnung sind es im Wesentlichen drei große Bestände, durch deren Vereinigung diese Sammlung ihren besonderen Charakter erhielt. Den Grundstock bildete die kaiserliche Leibrüstkammer, in der, seit 1436 dokumentiert, die Ausrüstungsgegenstände, in der Hauptsache Harnische und Prunkwaffen des Herrschergeschlechtes und seines Gefolges, verwahrt wurden.
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Rennzeug zum Scharfrennen, 1498.
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Riefelküriss 1530.
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Knaben-Kostümharnisch 1512.
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Riefelküriss für Feld und Turnier.
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Im Frühbarock verlor der Harnisch auch als Standessymbol gänzlich seine Bedeutung, denn im „modernen“ Staat war es nicht mehr nötig, mit einer Rüstung ritterliche Tugenden oder körperliche Leistungskraft darzustellen. In der Folge wurden die Objekte der kaiserlichen Leibrüstkammer zu Museumsgegenständen und schließlich in einer barocken Ruhmeshalle der österreichisch-habsburgischen Geschichte zusammen mit militärischen Gebrauchswaffen präsentiert.
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Harnischteil Helm "Hundsgugel", um 1400.
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Ab dem Barock wurden alle künstlerischen Fähigkeiten für die dekorative beziehungsweise technische Ausgestaltung der Jagd- und Sportwaffen sowie für modische Accessoires wie etwa den Hofdegen verwendet. Diese Objekte zählen zu dem zweiten großen Sammlungsbestand, der „Hofgewehr- oder Hofjagdkammer“, die unter Kaiser Ferdinand II. (1578/1619–1637) angelegt wurde; darin ist jede Epoche bis zum Ende der Monarchie 1918 mit den jeweils qualitätvollsten Werken vertreten.
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Reiterharnisch (Küriss) 1590.
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"Herkules-Harnisch" um 1555.
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Reiterharnisch (Küriss)
für Feld und Turnier, um 1505.
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Ganzer Feldharnisch,
Armatura alla Francese, um 1450.
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Den dritten – und kulturhistorisch vielleicht wichtigsten – Bestand verdanken wir der einzigartigen „Heldenrüstkammer“ Erzherzog Ferdinands von Tirol (1529–1595), die dieser ab 1577 in Schloss Ambras bei Innsbruck anlegte.
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Reiterharnisch (Küriss) 1485,
Kaiser Maximilian I.
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Knaben-Faltenrockharnisch
1512 - 1514, Kaiser Karl V.
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Diese Sammlung ist das Werk eines hochgebildeten, kunstsinnigen, höchst liberal eingestellten Fürsten, der mit großen Geldmitteln ausgestattet war und seine gesellschaftlichen Beziehungen zu allen großen Höfen Europas nützte, um sein „Atrium Heroicum“, die „ehrliche Gesellschaft“, zu verwirklichen. (Das Wort „ehrlich“ verstand man damals im Sinne von „ehrenreich“.)
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Prunkbüchse um 1625. Die Waffe gehörte Kaiser Rudolf II., Sohn Kaiser Maximilians II.
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Radschloss-Scheibenbüchse und Pulverflasche, 1628.
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Nach einem selbst für heutige Begriffe überraschend modernen Konzept sammelte er die Rüstungen und Waffen aller berühmten Persönlichkeiten vom Fürsten bis zum Feldherrn seiner Zeit und des vorhergehenden Jahrhunderts. 125 viri illustri umfasste seine Sammlung, deren Inventar er in Auftrag gegeben hatte. Erst nach seinem Tod erschien (1601 in lateinischer, 1603 in deutscher Sprache) dieser erste gedruckte, illustrierte Museumskatalog.
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Reich verzierter, sechsschüssiger Zentralfeuerrevolver im Ringstraßenstil samt
Garnitur in einer Kassette. Die Waffe gehörte Kaiser Franz Joseph I.
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 Jeder „Held“ ist hier in seiner Rüstung ganzfigurig im Kupferstich portraitiert und mit seinem Lebenslauf beschrieben. Schon im 17. Jahrhundert war diese Sammlung gegen Entgelt der Öffentlichkeit zugänglich. Die Ambraser Sammlung gelangte im Zuge der napoleonischen Besetzungen als kaiserliches Privateigentum 1806 nach Wien und wurde mit den bereits genannten Sammlungsbeständen vereinigt.
Hofjagd- und Rüstkammer in der Neuen Burg.
Im Vordergrund der Heldenplatz mit dem Erzherzog-Karl-Reiterdenkmal.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
1889 wurde die Waffensammlung als erste Sammlung des neu erbauten k. k. Kunsthistorischen Hofmuseums eröffnet. Nach der Auflösung der Monarchie am Ende des Ersten Weltkrieges 1918 wurden die Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses Besitz der Republik Österreich.
Text auszugsweise aus
http://www.khm.at/besuchen/sammlungen/hofjagd-und-ruestkammer
Website Screenshot 2017: http://www.khm.at/besuchen/sammlungen/hofjagd-und-ruestkammer/
Hofjagd- und Rüstkammer
Die Wiener Sammlung zählt zu den weltbesten ihrer Art
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4502
E-Mail: info.hjrk@khm.at
Öffnungszeiten:
Mi - So, 10 - 18 Uhr
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!
www.khm.at/hofjagd-und-ruestkammer
 
 
 
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Kaiserappartements
Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
  Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt.
Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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