Die Schlacht von Solferino
Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg
24. Juni 1859
Blick über die Schlachtebene von Medole am 24. Juni 1859.
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Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Sardinien und dessen Verbündetem Frankreich unter Napoléon III. Durch die Niederlage der Österreicher bei Solferino am 24. Juni 1859 wurde der Krieg von Sardinien gewonnen und der Weg zur Einigung Italiens eröffnet. Die Schlacht war die erste Niederlage Kaiser Franz Josephs.
Blick auf Solferino.
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Solferino ist ein kleiner Ort zehn Kilometer südlich des Gardasees in der italienischen Provinz Mantua (Lombardei) mit 2642 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015). Die Stadt ist bekannt geworden durch die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 und gilt aufgrund der Auswirkungen dieser Schlacht als Geburtsort der Idee zur Gründung der Hilfsorganisation Rotes Kreuz.
“Spion von Italien” ein mittelalterlicher Turm mit Blick auf Solferino.
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Am höchsten Punkt von Solferino steht ein mittelalterlicher Turm, den Napoleon I., “Spion von Italien” nannte; er ist von einem großen Park umgeben, Zu seinen Füßen ist eine Kirche und ein großer Platz, die zum alten Schloß gehören. Die "Societil" hat den Turm "Spion von Italien" oben auf dem viel umkämpften Hügel restauriert. Die Plattform des Turms ist für Besucher begehbar In seiner Eingangshalle sind ein sardinisches Haubitzengeschoss von 15 cm auf einer Lafette "Cavalli, Modell 1844", zwei Büsten der in Solferino gefallenen Generäle Auger und Dieu und Erinnerungsstücke und Waffen zu sehen.
Kaiser Napoleon III.
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Kaiser Franz Joseph.
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Die österreichische Armee war zwecks einfacherer Truppenführung in zwei Armeen aufgeteilt worden, die zusammen auf eine Gesamtstärke von 198.035 Mann und 19.289 Reiter kamen. Die nördlicher stehende 2. Armee mit dem I., V. und dem VII. Korps blieb unter der Oberleitung von General der Kavallerie Franz Schlick, die südlichere 1. Armee mit dem III., IX. und XI. Korps sowie der Hauptmasse an Reiterei bei Medole führte FZM Franz von Wimpffen.
Marschall de Saint-Jean d'Angély.
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Marschall Achille Baraguey d'Hilliers.
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FZM Franz Graf Wimpffen.
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Gen.der Kavallerie Franz Schlick.
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Zwischen Goito, Medole, Solferino und San Martino waren bei den Österreichern insgesamt 146.635 Mann und 16.489 Reiter aufmarschiert, der Rest der Truppen verblieb am östlichen Mincioufer im Festungsviereck als sichernde Besatzung. Das zu weit südlich dislozierte II. Korps kam in der Schlacht nicht zum Einsatz.
Historische Karte der Schlachtordnungen bei Solferino am 24. Juni 1859.
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Am Hauptkampfplatz zwischen Solferino und Medole standen im folgenden Kampf am Vormittag nur etwa 120.000 Mann, am Nachmittag nach dem Eingreifen des X. Korps, etwa 133.000 Österreicher unmittelbar im Kampfgeschehen.
Historische Karte der Schlachtordnungen bei Solferino am 24. Juni 1859.
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Die französische Streitmacht in der Lombardei zählte insgesamt 173.603 Mann (davon 14.353 Reiter), wovon in der Schlacht zwischen Chiese und Mincio nur etwa 151.000 Mann versammelt worden waren. Das in der nördlichen Toskana operierende V. Korps unter Prinz Bonaparte war nicht verfügbar. Die französische Armee marschierte beidseitig Castiglione mit fünf Korps auf, im folgenden Kampf bei Solferino standen dann nur etwa 118.600 Soldaten im unmittelbaren Feindkontakt.
Solferino am 24. Juni 1859.
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Der Franzose Gaspard Felix Nadar stieg auf Befehl seines Kaisers mit einem Ballon auf, um die österreichische Truppenmacht aufzuklären, er machte dabei die ersten Luftaufnahmen der Geschichte. Auf Befehl Napoleon III. begannen die verbündeten Truppen zwischen zwei und drei Uhr Morgens ihre Biwaks zu verlassen und rückten in drei Kolonnen vor.
Napoleon III. in der Schlacht von Solferino.
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Die Heere trafen bereits gegen 4 Uhr morgens fast unerwartet auf die gegnerischen Sicherungen. Die Auseinandersetzung entwickelte sich auf einer Front von etwa 15 Kilometern Länge und zog sich, mit mehrfachen Vormärschen und Rückzügen beider Seiten, fast über den gesamten Tag hin.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Am nördlichen Flügel der Verbündeten, der bis zum Gardasee reichte, waren vier sardische Divisionen im Vormarsch in Richtung auf Pozzolengo. Dabei entbrannte fast unabhängig vom Hauptkampf zwischen den Sarden (etwa 36.000 Mann) unter König Viktor Emanuel II. und dem österreichischen VIII. Korps (etwa 28.000 Mann) unter FML Ludwig von Benedek eine eigene Schlacht auf hügeligem Terrain.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Die sardische 2. Division hielt bei Malocco und den dortigen Höhen die Verbindung zum Corps des Marschalls Baraguey aufrecht, während die 1. Division (Durando) und die 5. Division (Cuacchiari) — von Lonato und die 3. Division (Filiberto Mollard) von Rivoltella und dem Monte Cavaga auf Pozzolengo vorging, wo ihnen das österreichische VIII. Korps (Benedek) bald in der Schlacht von San Martino Einhalt gebot. Das französische 3. Corps verließ um 2.30 Uhr früh sein Lager bei Mezzane und überschritt die Chiese auf einem bereits vorbereiteten Übergang.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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 Der linke Flügel der österreichischen 1. Armee (FZM Wimpffen) wurde durch das III., IX. und das erst anmarschierende II. Korps gesichert. Das XI. Korps stand als Reserve im zweiten Treffen. Die äußerst links stehende Division Jelačić sollte über Marcaria und Mosio vorgehen und versuchen, die rechte Flanke des Gegners zu umfassen. Das gegenüber stehende französische 3. Corps (Canrobert) ließ seine beiden Divisionen Trochu und Renault in Richtung auf Castel Goffredo anrücken.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Die dem Befehl des Generals Niel zugeteilte Kavallerie-Division unter General Partouneaux rückte auf die Orte Carpenedolo und Guidizzolo vor, während die Infanterie-Division des General Luzy als Vorhut gegen Medole vorging.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Um diese von den Vorposten weitergeleitete Bewegung zu stoppen, wurden vom österreichischen IX. Korps zwei Brigaden (Division des FML Handel) an den bedrohten Punkt vorgeschoben, während die eine Brigade bei Guidizzolo als Rückhalt verblieb. Gegen 8:30 Uhr erstürmte das französische 4. Corps unter General Niel mit seiner rechts eingesetzten Division Luzy im Kampf mit dem österreichischen IX. Korps (General der Kavallerie Johann Franz von Schaffgotsch) das Dorf Medole und stieß bis Guidizzolo vor, wo der Kampf die folgenden Stunden ohne Entscheidung blieb.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Das französische 2. Corps unter Marschall Patrice Maurice de MacMahon war gegen 3 Uhr morgens bei Castiglione aufgebrochen und marschierte, um die beiden auf breiter Front vorgehenden Flügelkorps nicht zu behindern, in einer Kolonne auf der Hauptstraße nach Mantua vor. Die als Vorhut eingesetzte Kavallerie-Brigade unter General Gaudin de Villaine traf bereits gegen 4 Uhr bei Casa Morino auf die österreichischen Vorposten und begann das Gefecht einzuleiten.
Napoleon III. weist seine Garde unter Marschall Regnaud zum Sturm gegen Solferino an.
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Marschall Mac Mahon begab sich auf den nahe gelegenen Monte Medolano, um die Stärke der bereits im Kampf stehenden Truppen zu erkunden. Gegen 5.30 Uhr morgens wurde Napoleon III. der Beginn des österreichischen Vormarsches mitgeteilt. Planmäßig marschierten derweil die französischen Verbände im mittleren Abschnitt gegen die Linie zwischen Solferino und Cavriano auf – links das 1. Corps unter General Achille Baraguey d’Hilliers, in der Mitte zeitlich etwas später – das 2. Korps, rechts das 4. Korps des General Adolphe Niel.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Das Corps unter Marschall Baraguey d’Hilliers war, mit der 2. Division Ladmirault voraus, von Esenta auf der Bergstrasse gegen Solferino vorgerückt und gelangte gegen 5.30 Uhr früh in das Tal von Padercini. Die Österreicher hatten die umliegenden Hügel, die sich stufenweise bis nach Solferino erheben, bereits stark besetzt. Ladmirault bildete zur Umgehung derselben mehrere Kolonnen, die linke stand unter General Douay, die rechte unter General Negrier.
Angriff des österreichischen Husarenregiments Nr. 13 auf französische Infanterie.
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 Die 1. Division unter General Forey war auf der Strasse vorgegangen, welche sich am Fusse der Höhen bei Le Fontane hinzog, und bei Le Grole auf den Gegner gestoßen. Das österreichische V. Korps unter FML von Stadion hatte die Hänge des Rosso und Valscuro mit Tirailleurs besetzen lassen. General Forey hatte die gegnerischen Truppen am Rosso-Rücken und aus dem Dorf Le Fontane vertrieben, noch bevor die 3. Division unter General Bazaine hinter ihm aufgeschlossen hatte.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Um 6.30 Uhr war Napoleon III. in Castiglione angelangt und bestieg den Castello-Rücken, um den Einsatz seiner Verbände besser zu koordinieren. Er befahl bald den ersten Generalsturm auf Solferino, wo der Schwerpunkt der feindlichen Stellung erkannt worden war. Der Durchbruch an diesen Punkt hätte den Durchbruch zum Mincio erzwungen. Der Angriff wurde dem 1. Corps (Baraguey) übertragen, das dafür die beiden Divisionen Bazaine und Ladmirault ansetzte. Der starke Widerstand der Österreicher (VII. Korps), konnte trotz massiertem Ansatz der Truppen mehrere Stunden nicht gebrochen werden. Die Verstärkungen, die mit der Division des Grafen Montenuovo eintrafen, festigten die österreichische Verteidigung.
Schlachtszene. Rasterdruck nach Lithographie von J.C. Füllhaas.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Um 13 Uhr setzte das französische 2. Corps (Mac Mahon) einen weiteren Durchbruch im Zentrum gegen das Dorf Cavriana an, das von der Division des Prinzen Alexander von Hessen verteidigt wurde. Die Angriffe der französischen Divisionen der Generale Decaen und La Motterouge eroberten das schon einmal genommene Dorf San Cassiano nochmals zurück und durchbrachen dann die Verteidigung des österreichischen VII. Korps unter FML Zobel bei Cavriana. Im Zentrum war auch die französische Kaisergarde unter Marschall Regnaud von Castiglione her im Anmarsch und griff schließlich zur Verstärkung des 1. Corps in die Schlacht ein.
Prinz Alexander von Hessen k.k.
Feld-Marschall-Lieutenant übernimmt
die Fahne, welche derselbe mit den
Worten übergibt "General, die Fahne!"
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Benedek, k.k. Feld-Marschall
-Lieutenant  in der Schlacht am Mincio
am 24. Juni 1859 das Regiment Dom-
Miguel zum erneuten Sturm anführend.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Einsatz des X. Korps (Wernhardt) und der schon bei Magenta stark dezimierten 2 Division des I. Korps unter Generals Eduard Clam-Gallas konnte den um 16 Uhr erfolgten Zusammenbruch des österreichischen Zentrums nicht mehr aufhalten. Nach Trockenheit und Hitze zu Beginn der Kämpfe folgte ab 16 Uhr ein Umschwung der Wetterlage. Sturm und Regen erlaubte den geschlagenen Österreichern gegen 18 Uhr, die Schlacht abzubrechen und den geordneten Rückzug nach Verona anzutreten.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Obwohl der nördliche Flügel der Österreicher bei San Martino den Sarden noch immer standhielt, war die Schlacht nach dem Verlust von Solferino verloren. Die Dispositionen des jungen Kaisers Franz Joseph hatten erheblichen Anteil an der Niederlage, die Umgehung des französischen linken Flügels war überhaupt nicht richtig erfolgt, die Masse des II., X und XI. Korps stand nicht im Kampf. Der mögliche Einsatz der überlegenen Truppenzahl war auch wohl deshalb nicht erfolgt, weil die Österreicher einen Angriff des toskanischen Freiwilligenkorps unter General Ulloa befürchteten, welches sich gegen die eigene Südflanke über Piacenza im Anmarsch befand.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Die Schlacht von Solferino galt als die blutigste militärische Auseinandersetzung seit der Schlacht von Waterloo. Im Verlauf der Schlacht waren bis zu 30.000 Soldaten getötet und verwundet worden. Mindestens 10.000 Soldaten galten als vermisst oder gefangen. Rund 40.000 weitere Soldaten erkrankten durch Nahrungsmangel, Überanstrengung und aufgrund der völlig unzureichenden sanitären Verhältnisse in den Tagen nach der Schlacht. Die meisten Soldaten starben nicht bei den Kampfhandlungen, sondern später an den Folgen ihrer Verwundungen.
Nach der Schlacht.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Gefangengenommene österreichische Soldaten nach der Schlacht.
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Es herrschte extremer Mangel an medizinischer Versorgung der Opfer durch notwendige militärische Sanitätsdienste, die auf beiden Seiten sowohl personell als auch bezüglich ihrer Ausstattung völlig überfordert waren. Verwundete wurden oft nach ihrer Bergung sich selbst überlassen oder gänzlich auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Nahrung und Wasser standen nur in unzureichenden Mengen zur Verfügung und waren darüber hinaus von hygienisch schlechter Qualität.
Nach der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Der Frieden von Zürich am 10. November 1859 beendete den Sardinischen Krieg. Österreich trat die Lombardei – mit Ausnahme der Festungen Mantua und Peschiera del Garda, die am Mincio lagen, dem Grenzfluss zu Venetien – an Napoleon III. ab, der die Lombardei dann weiter an Sardinien übergab. Die Grausamkeit der Schlacht und die Hilflosigkeit der verwundeten Soldaten veranlassten Henry Dunant (1828–1910) zur Gründung des Roten Kreuzes und führten zur Vereinbarung der Genfer Konvention von 1864. Zum Symbol der Schlacht und letztlich auch des Sieges der Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs wurde der Spion von Italien (ital. Spia d'Italia), ein 28 Meter hoher Turm auf einem ca. 100 Meter hohen Hügel errichtet. Zum Gedenken an die Schlacht von Solferino findet jährlich am 24. Juni ein Fackellauf (ital. Fiaccolata) statt, bei welchem Tausende von Rot-Kreuz-Helfern bei Einbruch der Dämmerung mit Fackeln von Solferino nach Castiglione delle Stiviere ziehen. Napoleon III. ließ in Erinnerung an die Schlacht eine Straße in Paris benennen (Rue Solférino). Daher trägt auch eine Station der Pariser Métro den Namen Solférino.
Verwundete werden abtransportiert und versorgt.
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„[...] Die Sonne des 25. Juni beleuchtet eines der schrecklichsten Schauspiele, das sich erdenken läßt. Das Schlachtfeld ist allerorten bedeckt mit Leichen von Menschen und Pferden. In den Straßen, Gräben, Bächen, Gebüschen und Wiesen, überall liegen Tote, und die Umgebung von Solferino ist im wahren Sinne des Wortes mit Leichen übersät. Getreide und Mais sind niedergetreten, die Hecken zerstört, die Zäune niedergerissen, weithin trifft man überall auf Blutlachen. […]“
(Henry Dunant: Eine Erinnerung an Solferino.)
Verwundetenabtransport nach der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Tote Soldaten nach der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
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Henry Dunant (* 8. Mai 1828 in Genf; † 30. Oktober 1910 in Heiden), auch Henri Dunant geschrieben, geboren als Jean-Henri Dunant, war ein Schweizer Geschäftsmann und ein Humanist christlicher Prägung. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände unter den Verwundeten nach einer Schlacht zwischen der Armee Österreichs sowie den Truppen Sardinien-Piemonts und Frankreichs. Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel Eine Erinnerung an Solferino, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt. Die 1864 beschlossene Genfer Konvention geht wesentlich auf Vorschläge aus Dunants Buch zurück. Henry Dunant, der danach aufgrund geschäftlicher Probleme und seines darauf folgenden Ausschlusses aus der Genfer Gesellschaft rund drei Jahrzehnte lang in Armut und Vergessenheit lebte, gilt damit als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.
Im Inneren der Knochenkapelle  Ossario di Solferino (Ossariumskapelle).
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Im Innern der Ossariumskapelle werden 1413 Totenschädel und Gebeine von ca. 7.000 weiteren Soldaten der italienischen, der französischen Armee und der österreichischen kaiserlichen Armee aufbewahrt, die wie in San Martino miteinander vermischt sind. In vier Sprachen (deutsch, französisch, italienisch und lateinisch) befindet sich in der Kapelle folgende Widmung:
DEN VEREINIGTEN RESTEN
TOTER KRIEGER
WEIHET KRÄNZE
UND FROMME GEBETE
FEINDE IM KAMPFE
RUHEN SIE IM FRIEDEN DES GRABES
BEISAMMEN ALS BRÜDER
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Schlacht_von_Solferino" der
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2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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