Die Straße des Walzerkönigs
II. Bezirk (Leopoldstadt), Johann-Strauß-Museum, Praterstraße 54;
U-Bahn-Station Nestroyplatz (U1).
Bild: Eine Wandtafel erinnert an das Gebäude,
in dem Johann Strauß den Donauwalzer schrieb
© Verlag Christian Brandstätter -     Duncan J. D. Smith
Als Johann Strauß Sohn (1825-1899) in die Praterstraße 54 zog, war er bereits einer der bekanntesten Männer Wiens. Die Gegend passte zu ihm; die Straße war ein vornehmer, kosmopolitischer Boulevard quer durch die ebenso kosmopolitische Leopoldstadt, vom Rand der Inneren Stadt bis zum Prater. Sein Vater Johann Strauß (1804-1849), der den Radetzkymarsch komponiert hatte, war lange tot, und mit ihm auch die schmerzliche Rivalität zwischen Vater und Sohn. Strauß übertraf seinen Vater an Ruhm, er wurde der Walzerkönig und tourte durch Europa, Russland und Amerika.

Hier in der Wohnung in der Praterstraße, heute ein ausgezeichnetes Museum (Johann-Strauß-Museum), hat er die inoffizielle Hymne Wiens komponiert, den Walzer „An der schönen blauen Donau“, Opus 314. Er war ursprünglich für den Wiener Männergesangsverein bestimmt und wurde gesungen 1867 auch einem etwas ratlosen Publikum in den Dianasälen in der Oberen Donaustraße 95 präsentiert. Nicht lange danach wurde er in Paris in einer Orchesterfassung aufgeführt und in der Folge auf der ganzen Welt berühmt und beliebt. Heutzutage wird der Walzer jedes Mal in den weltweit vom Fernsehen übertragenen Neujahrskonzerten der Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Musikvereins gespielt. 1878 zog Strauß schließlich aus der Praterstraße weg; 1890 starb er, der Komponist Hunderter Walzer, darunter „Geschichten aus dem Wienerwald“, und Operetten, die berühmteste davon „Die Fledermaus“. Seine letzte Wohnung in der heutigen Johann-Strauß-Gasse 4 auf der Wieden wurde leider im 2. Weltkrieg zerstört; an der Mauer einer Wohnung auf Nummer 10 sind die Eröffnungstakte des berühmten Donauwalzers eingraviert.
Johann Nestroy Denkmal in der Praterstraße
In der Rolle als Blasius Rohr in seinem Stück "Glücksmissbrauch und Rückkehr" - errichtet im Jahre 1929 vom Bund der Nestroyfreunde in Wien.
Über die Jahre lebten in der Praterstraße auch viele andere Wissenschaftler, Künstler und Ärzte. Der Pionier der Filmmusik, Max Steiner (1888-1971), zum Beispiel wurde auf Nummer 72 geboren und arbeitete im Volksprater, bevor er an den Broadway und nach Hollywood ging. Er schrieb Musik für über 300 Filme, darunter „Casablanca“, „Vom Winde verweht“, „King Kong“ und „Der Schatz der Sierra Madre“. Beachten Sie den Dogenhof im venezianischen Stil auf Nummer 70, der den Cà d’Oro am Canale Grande in Venedig imitiert; damals plante man, ein italienisches Viertel in Wien zu errichten. Auf Nummer 44 befand sich die Ordination von Alfred Adler, dem Begründer der Individualpsychologie, auf Nummer 31 das ehemalige Carltheater, wo Johann Nestroy (1801-1862) Direktor war und viele seiner Stücke aufgeführt wurden (eine Statue steht vor dem Haus Nummer 19). Auf Nummer 22 schließlich findet sich der schlichte Raum, in dem Elias Canetti (1905-1994), Literaturnobelpreisträger von 1981, während seiner Schulzeit lebte. Auf Nummer 16 wurde der Dramatiker und Romancier Arthur Schnitzler (1862-1931) geboren, dessen „Traumnovelle“, die im Wien um 1900 spielt, als Vorlage für den letzten Film Stanley Kubricks, „Eyes Wide Shut“ mit Tom Cruise und Nicole Kidman, diente.
auszugsweise aus
Duncan J. D. Smith; Nur in Wien
Ein Reiseführer zu sonderbaren Orten, geheimen Plätzen
und versteckten Sehenswürdigkeiten
Aus dem Englischen von Brigitte Hilzensauer
Fotografien von Duncan J. D. Smith
mit freundlicher Genehmigung
Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
 
 
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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