Die Tauernbahn
Mit der Tauernbahn war die direkte Anbindung Triests an Wien geplant
Eröffnet: 5. Juli 1909
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn, Hundsdorfer-Viadukt, um 1900 / Photochromdruck.
© Anton Ernst Lafenthaler / gastein-im-bild.info
Der Name Tauernbahn bezeichnet die Bahnstrecke zwischen Schwarzach-St. Veit im Bundesland Salzburg und Spittal-Millstättersee in Kärnten. Sie ist Bestandteil einer der wichtigsten Nord-Süd-Magistralen Europas und dient zusätzlich auch der touristischen Erschließung des Gasteinertals.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn, Brücke über den Anlaufbach, um 1900 / Photochromdruck.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Tauernbahn ist 79 km lang und eine klassische Gebirgsbahn. Sie überwindet die Hohen Tauern mit einer maximalen Streckenneigung von 25 Promille. Der Gebirgskamm wird im 8371 Meter langen Tauerntunnel durchquert.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn, Schlossbach-Viadukt, um 1900 / Photochromdruck.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Bau war Teil eines großen Investitionsvorhabens Cisleithaniens, das dem Reichsrat von der k.k. Regierung unter dem politischen Begriff „Neue Alpenbahnen“ vorgelegt wurde und die Nutzung des Haupthandelshafens Triest erleichtern sollte. Vier wichtige Bahnverbindungen sollten dazu fast gleichzeitig errichtet werden: die Tauernbahn, die Wocheiner Bahn, die Karawankenbahn und die Pyhrnbahn.
Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Personenzug mit der kkStB/BBÖ 30.32 (nachmalige DRB/ÖBB 90.1010)
auf dem Steinbachviadukt der Tauernbahn; 1906.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die sechsfach gekuppelte 100.01 am 9. September 1926 mit dem D 14 (Kurswagen von Belgrad, Susak,Triest und Agram auf dem Weg nach Salzburg und München) in Badgastein.
Quelle: lok-magazin.de/leseprobe/100-jahre-tauernbahn
Mit dem Bau der Tauernbahn war die (mit einer Wegersparnis von über 200 km verbundene) direkte Anbindung Triests an den industrialisierten Norden der Habsburgermonarchie, vor allem Böhmens, ohne den Umweg über Wien geplant: Damit sollte das bis dahin bestehende Monopol der privaten Südbahn zur Bedienung Triests von Wien aus beseitigt werden. Gleichzeitig sollten die veralteten Hafenanlagen von Triest zeitgemäß ausgebaut werden.
Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eröffnung der Nordrampe der Tauernbahn; Angerer-Brücke; 1905.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn; Angertalbrücke 1905.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Bauplanung und -leitung der Tauernbahn oblag Ingenieur Carl Wurmb, seit 1901 Eisenbahnbaudirektor im k.k. Eisenbahnministerium. Der Bau der Tauernbahn (Spatenstich: 24. Juni 1901) begann mit der Auffahrung des Sohlstollens auf der Nordseite des Tauerntunnels im Juli 1901 und des Sohlstollens auf der Südseite im Oktober desselben Jahres.
Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfaffenbergviadukt vor der
Elektrifizierung; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dössenviadukt. Aufnahme vor der
Elektrifizierung; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pyrkerhöhe-Viadukt in Hofgastein.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Materiallokomotive beim Bau; um 1907.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Bau der Nordrampe selbst von Schwarzach-St. Veit bis Badgastein wurde im Jahre 1902 der Union-Baugesellschaft in Wien zugeschlagen. Der Betrieb auf dieser Strecke wurde am 20. September 1905 eröffnet. Die Ausführung des restlichen Teils der Nordrampe sowie des ganzen Tauerntunnels und der Südrampe bis zum unteren Kaponigtunnel, km 52,5, übernahm die Bauunternehmung Brüder Redlich & Berger, Wien, am 2. Dezember 1905.
Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tauernbahn, Station Böckstein. Einfahrt in den Tunnel; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Der restliche Teil der Südrampe bis zur Station Spittal a.d. Drau wurde von dem Bauunternehmer Wilhelm Carl von Doderer, Wien, ab dem Sommer 1906 errichtet. Die Betriebseröffnung der Strecke Badgastein–Spittal a.d. Drau erfolgte am 5. Juli 1909 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I.
Tauernbahn © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eröffnung der Nordrampe der Tauernbahn; Eröffnungsfeier in Schwarzach-St.Veít; 1905.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Elektrifizierung der Strecke erfolgte 1933–1935. Bis dahin musste der Tauerntunnel künstlich belüftet werden. Im Tauerntunnel war die Strecke seit Beginn zweigleisig angelegt, ansonsten nur eingleisig ausgebaut. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Tauernbahn im Fernverkehr vergleichsweise schwach frequentiert.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ein Eisenbahnunglück auf der Tauernbahn forderte 1929 vier Menschenleben.
Quelle: www.ak-ansichtskarten.de  - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Eisenbahnunglück - Tauernbahn 1980.
Quelle: www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,6197628
1939 verkehrten lediglich zwei Zugpaare von München nach Zagreb, mit Kurswagen an die jugoslawische Adriaküste und nach Belgrad. Ein einzelner Kurswagen lief bis nach Sofia. Nach dem Krieg nahm der Verkehr rasch zu, da die bisherigen Verbindungen nach Südosteuropa über Budapest durch den Eisernen Vorhang behindert wurden.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn, Brücke bei Böckstein.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn, Pfaffenberg-Zwenberg-Viadukt, 1910.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Am 12. August 1947 fand auf der Südrampe der Tauernbahn nahe Mallnitz ein Bombenanschlag auf einen britischen Militärzug statt. Es wurde vermutet, dass die jüdische Terrororganisation Irgun Tzwa’i Le’umi hinter dem Anschlag steckte, der nur durch viel Glück ohne Tote abging. Ähnliche Anschläge fanden in anderen europäischen Ländern statt. Da Israel damals noch nicht bestand, wurden die Täter Palästina zugeschrieben.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Autoverladung Böckstein.
© Anton Ernst Lafenthaler / gastein-im-bild.info
Bereits 1951 wurde mit dem Tauern-Express die erste hochwertige Verbindung von Ostende nach Jugoslawien eingeführt. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde der Tauern-Express bald doppelt geführt und durch weitere Zugpaare wie den Austria-Express oder den Jugoslavia-Express ergänzt.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bahnhof Böckstein, um 1900 / Photochromdruck.
© Anton Ernst Lafenthaler / gastein-im-bild.info
Mit dem zunehmenden Gastarbeiterverkehr zwischen Mitteleuropa und dem Balkan kamen weitere Züge wie der Istanbul-Express und der Hellas-Express auf die Tauernbahn und sorgten für eine hohe Streckenauslastung.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn Museum in Schwarzach im Pongau, Museumslokomotive R 1245.514.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Mit den Jugoslawienkriegen ab 1991 brach der internationale Fernverkehr, der bereits seit einigen Jahren zugunsten von Flugzeug und Straße Marktanteile verloren hatte, weitgehend zusammen und hat sich seitdem nicht wieder bis zum Vorkriegsniveau entwickelt.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Tauernbahn als Modelleisenbahnanlage.
Quelle: www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=80619
Da die stark belastete Strecke seit längerer Zeit am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt war, erfolgte ab 1969 abschnittsweise der zweigleisige Ausbau, verbunden mit teilweiser Neutrassierung.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauerntunnel, Tunnelportal-Nord, Salzburger Seite; altes Tunnelportal Böckstein.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ehemalige Tauernbahntrasse zwischen Obervellach und Mallnitz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Insbesondere auf der Südrampe wurden neue zweigleisige Viadukte gebaut, mit denen die Strecke etwas begradigt wurde und ihre Leistungsfähigkeit gesteigert werden konnte, was allerdings eine etwas größere Neigung zur Folge hatte.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ehemalige Tauernbahntrasse zwischen Obervellach und Mallnitz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Damit konnten auch verschiedene Tunnel und Viadukte, die dringend überholungsbedürftig waren, aufgelassen werden. Die Reste der alten Strecke sind zu einem Großteil beim Befahren der neuen Strecke noch sichtbar. Ende 2009 wurde an der Südrampe der letzte Abschnitt Kolbnitz–Pusarnitz zweigleisig fertiggestellt, die Südrampe ist nun durchgehend zweigleisig befahrbar.
Tauernbahn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tauernbahn; Angertalbrücke.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Die Nordrampe ist bis auf drei kürzere Teilstücke ebenfalls zweigleisig. In einem davon wurde der Rohbau für eine neue, zweigleisige Angerschluchtbrücke im Sommer 2008 fertiggestellt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Tauernbahn" der
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Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
 
 
 
 
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