Technisches Museum Wien
Schauplatz spannender technischer Entwicklungen
Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 4.0) / Dr. Bernd Gross
Technisches Museum Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 4.0) / Dr. Bernd Gross
Das Technische Museum Wien (kurz TMW) hat seinen Standort an der Mariahilfer Straße 212 in Wien-Penzing (14. Wiener Gemeindebezirk). Das Technische Museum zeigt Exponate und Modelle aus der Geschichte der Technik unter besonderer Berücksichtigung des österreichischen Anteils an der technologischen Entwicklung.
Technisches Museum Wien © Technisches Museum Wien TMW
Luftaufnahme des Technischen Museum Wien in der Mariahilfer Straße 212.
© Technisches Museum Wien TMW
Es verfügt über zahlreiche, zum Teil recht große historische Demonstrationsmodelle, etwa aus dem Bereich der Eisenbahn, des Schiffbaus, der Luftfahrt und der Industrie. Herausragend sind dabei die funktionsfähigen Dampfmaschinen. Weiters ist im TMW eine der größten Sammlungen historischer Musikinstrumente in Österreich untergebracht. Dem Museum angegliedert ist die Österreichische Mediathek. Dem denkmalgeschützten Museumsbau stadteinwärts angrenzend gelegen ist der Gustav-Jäger-Park. Gegenüber, an der anderen Straßenseite und seit 1992 dem 15. Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus zugehörig, liegt der Auer-Welsbach-Park. Die hellen, mit Glaskuppeln überdachten Innenhöfe gelten als Besonderheit des Gebäudes.
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Technische Museum Wien in der Mariahilfer Straße 212.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Kat1100
Das Technische Museum Wien bietet auf einer Fläche von etwa 22.000 m² Raum für interessante Einblicke in die Welt der Technik. Durch einzigartige Exponate von der Vergangenheit bis in die unmittelbare Gegenwart wird das Haus zum Schauplatz spannender technischer Entwicklungen. Texte, Filme und Experimente veranschaulichen den wechselseitigen Einfluss zwischen technischen Errungenschaften und Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. Die multimediale Präsentation ermöglicht allen Besucherinnen und Besuchern individuelle Zugänge und macht so den Rundgang durch das Museum zu einem persönlichen Erlebnis.
© Technisches Museum Wien TMW
Der Marcus - Wagen von 1888/89 im Technischen Museums in Wien.
© Technisches Museum Wien TMW
Der Schwerpunkt der Ausstellungen liegt auf der Vermittlung technischer Konzepte. Deshalb gibt es eine große Zahl von Funktionsmodellen, die Besuchern die Möglichkeit geben, technische Vorgänge nachzuvollziehen, und dem technischen Fortschritt entsprechend immer wieder erneuert werden. Ein weiterer Teil mit Sammlungsstücken aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt aus dem 1807 gegründeten k.k. Fabriksprodukten-Kabinett, dessen Ziel es war, Industrieprodukte aus der frühen Industrialisierungszeit der Monarchie zu sammeln.
Technisches Museum. Der 2. 'Marcus-Wagen' wird generalüberholt; 1950.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Entstehung des Museums ist eng mit dem Wirken von Wilhelm Franz Exner verbunden, der bereits seit seinem Besuch der Pariser Weltausstellung 1867 die Idee der Einrichtung eines großen österreichischen technischen Museums verfolgte. Die Idee konnte aber erst im Rahmen der Vorbereitungen zum 60-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs I. umgesetzt werden. 1907 fand die Konstituierung eines "Vorbereitenden Komitees zur Schaffung eines Technischen Museums für Industrie und Gewerbe in Wien" unter Vorsitz des Industriellen Arthur Krupp statt, welches im darauf folgenden Jahr durch einen "Arbeitsausschuss" ersetzt wurde. Dieser legte 1908 eine Programm- und Werbeschrift auf.
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Technische Museum Wien um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Neben dem Conservatoire des Arts et Métier in Paris und dem Science Museum in London bildete vor allem das Deutsche Museum München das große Vorbild. Die Basisfinanzierung erfolgte über eine staatliche Subvention. Die Gemeinde Wien stellte den Baugrund und einen Baukostenzuschuss zur Verfügung. Der Restbetrag wurde über Spenden aufgebracht.
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Technisches Museum: Haupthalle gegen den Eingang, vom ersten Stockwerk; um 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die festliche Grundsteinlegung durch den Kaiser erfolgte am 20. Juni 1909, die Fertigstellung des Rohbaus - eines der ersten Stahlbetonbauten Österreichs - Ende 1912. Das Museumsgebäude bildet das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs nach einem Vorentwurf von Emil Ritter von Förster. Es wurden aus finanziellen Gründen lediglich 40 Prozent des ursprünglich genehmigten Entwurfes realisiert.
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Mittelhalle des Technischen Museums in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Peter R. Binter
Ludwig Erhard (1863 - 1940), der erste Direktor des Technischen Museums von 1913 bis 1930, prägte wesentlich die Organisations- und Ausstellungsplanung. Für den Aufbau der Sammlungen stand ein Fachkonsuleten-Kollegium als Beirat zur Verfügung, welches sich aus 900 Vertretern von Wissenschaft, Industrie und Gewerbe sowie aus Vertretern der staatlichen Verwaltung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zusammensetzte. Institutionen, öffentliche Stellen und Industriebetriebe wurde per Aufruf dazu ersucht, Bestände zum Aufbau des Museums abzutreten.
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gedenkfeier im Technischen Museum zur 50. Wiederkehr
des 1. Fluges der Brüder Wright, im Hintergrund die Etrich Taube; 1953.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
So bildeten eine Reihe von kleineren technischen Museen und Sammlungen den Grundstock für das neue Museum und wurden in diesem zusammengeführt, so etwas die Bestände des "Gewerbehygienischen Museums", des "Technologischen Kabinetts" der Technischen Hochschule und des "Museums der Geschichte der österreichischen Arbeit". Das "k.k. historische Museum der österreichischen Eisenbahnen" und das "k.k. Postmuseums" übersiedelten 1914 ins Museumsgebäude, blieben aber bis 1980 eigenständige Verwaltungseinheiten.
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mittelsaal: Eine Mercury-Raumkapsel wird für Ausstellungstournee
durch die Steiermark auf einem Tieflader befestigt; 1965.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die für 1914 angesetzte feierliche Eröffnung musste wegen der Kriegsereignisse verschoben werden. Erst am 6. Mai 1918 wurde das Museums für Ausstellungsbesucherinnen und -besucher formlos geöffnet. An der Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft lädt das Technische Museums Wien seine Besucherinnen und Besucher ein, je nach Interesse und Alter unterschiedlichste Felder der Technik kennen zu lernen, zu erleben und darüber zu reflektieren.
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Seitentrakt mit Fluggeräten und die Kuppel der Osthalle.
© Wien Tourismus - www.wien.info
Historisch großteils einzigartige Objekte werden in ihrem kulturellen Kontext gezeigt und spielerische Formen der Vermittlung machen ein sprichwörtliches Begreifen von Technik möglich. Gleichzeitig ist das Museum Plattform kontroverser Diskurse und greift aktuelle Fragestellungen auf. So ist das Technische Museum Wien ein Beispiel für ein lebendiges, sich ständig weiterentwickelndes Museum. Wir laden Sie zu einer spannenden Auseinandersetzung mit Technik in unser Museum ein!
Dauerausstellungen
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Seitentrakt mit Fluggeräten und die Kuppel der Osthalle.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Manfred Werner
Die größten Schätze des Hauses sind auf 20.000m² in 8 Bereichen ausgestellt - die sind dauerhaft zu sehen und werden laufend aktualisiert und mit kleinen Interventionen dynamisch bespielt. Um Ihnen mit einer eindrucksvollen Zahl zu vermitteln wie groß und vielfältig die Bestände des Technischen Museums sind: nur 10% all unserer Objekte können wir tatsächlich ausstellen! Die anderen 90% sind gut organisiert und zu einem großen Teil aufgearbeitet in zwei Depots untergebracht und werden laufend erweitert und auch bearbeitet.
Natur und Erkenntnis
Technisches Museum Wien © Technisches Museum Wien TMW
Eingangshalle des Technischen Museums in Wien.
© Technisches Museum Wien TMW
Wie kann man aus der Natur Erkenntnisse gewinnen? Mythologie und Philosophie versuchten es als Erste. Die Naturwissenschaften erzielten im Vergleich dazu jederzeit überprüfbare Ergebnisse, die Denken und Handeln veränderten. Die Grundlagenforschung, die Wirtschaft und die Medizin nutzen sie beispielsweise intensiv. Den Naturwissenschaften kommt daher eine besondere Verantwortung zu. Die Physik hat dabei die Rolle einer Leitwissenschaft. Naturwissenschaften gehen von Grundsatzfragen aus und entwickeln daraus allgemein gültige Konzepte. Diese prägen unser Naturverständnis und führen zu neuen Verfahren und Denkweisen. So haben Naturwissenschaften weitreichende Konsequenzen für unser gesamtes Leben. Experimentieren ist eine der wichtigsten Methoden. Hier im Museum gilt es, selbst zu probieren, den Dingen anhand von Versuchsanordnungen auf den Grund zu gehen, der Natur die richtigen Fragen zu stellen.
Schwerindustrie
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ein LD-Tiegel (1952) der VÖEST im Technischen Museum Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Manfred Werner
Was ist "Schwerindustrie"? In der Regel versteht man darunter Branchen mit besonders hohem Aufwand an Kapital, Arbeit, Grund und Boden, Anlagen, Gebäuden und Material. Dazu zählen Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Raffinerie, Papier- und Zellstoffindustrie. Schwerindustrie im engeren Sinn umfasst die klassische Montan- industrie mit Bergbau und Hüttenwesen sowie die Weiterverarbeitung der Metalle. Diese Definition liegt der Schausammlung zugrunde. Schwerpunkt der Ausstellung ist die Eisen- und Stahlindustrie im 19. und 20. Jahrhundert. Die Eisen- und Stahlindustrie war mehr als ein Jahrhundert lang einer der Leitsektoren der Industrialisierung; heute zählt sie zu den "alten" Industrien. Doch nach wie vor ist Stahl der weltweit wichtigste Werkstoff.
Energie
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Denkmal für Viktor Kaplan, seine erste gebaute Kaplan-Turbine vor dem
Technischen Museum, einige Menschen bewundern die Turbine,
Schriftzug 'Die erste Kaplan-Turbine der Welt aus Velm N.Ö.' 1960.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Energie spielt im unserem täglichen Leben eine zentrale Rolle. Im Bereich Energie des Technischen Museums Wien werden die verschiedenen Facetten der Energieumwandlung und -nutzung gezeigt. Die Schausammlung ist zeitlich in drei Bereiche aufgeteilt: Die Zeit der Künste umfasst den Zeitraum von der Urzeit bis zur Industrialisierung. Es wird Energie an der Stelle genutzt, an der sie bereitgestellt wird. Maschinen hierfür sind Wasserhebewerke, Wasserkraft- und Muskelkraftmaschinen.
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
In der Mitte die Peltonturbine im Technischen Museum, im Hintergrund der Generator.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / www.bg-bab.ac.at
Die Zeit der Kraftstationen umfasst die Zeit der Industrialisierung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Energie wird dezentral, aber in Verbrauchernähe erzeugt. Kraftstationen versorgen einzelne Fabriken oder lokal begrenzte Gebiete mit Antriebskraft, Gas oder elektrischem Strom. Die Zeit der Netzwerke widmet sich ausführlich dem 20. Jahrhundert. Energie wird zentral produziert und über vernetzte Transportsysteme wie z.B. Pipelines oder Stromleitungen vom Erzeuger zum Verbraucher geliefert.
Massenware Luxusgut
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Schreibmaschine von Peter Mitterhofer (1864) im Technischen Museums in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Peter R. Binter
Erstmals seit der Wiedereröffnung 1999 wird die wertvollste Sammlung des Technischen Museum Wien - das von Kaiser Franz I 1807 gegründete "k. k. Nationalfabriksprodukten- kabinett" dem Publikum zugänglich gemacht. Einst als Leistungsschau und Ansporn für das damalige Gewerbe gegründet, zeigt das k.k. Nationalfabriksproduktenkabinett uns heute in beeindruckender Weise ein Stück europäischer Produktions- und Konsumgeschichte.Von 170-jährigen Teigwaren, luxuriösen Porzellan- und Glaswaren, Manschetten und Krägen aus Papier, Fußwärmer aus Steingut, Modellen von Landmaschinen bis hin zu Schmuck aus Glas und Echthaar reicht die Bandbreite der Objekte. Mit Esprit, Erzählkraft und einem klarem Bekenntnis zu einer außergewöhnlichen Ausstellungsarchitektur bietet die Ausstellung "Massenware Luxusgut" neue Sichtweisen auf das 19. Jahrhundert.
Alltag - Gebrauchsanweisung
In dieser Dauerausstellung werden "technische Verhaltensmuster" und Technikprinzipien aufgespürt und in den Kontext von Historie und aktuellen Fragestellungen gestellt. Tagtäglich messen, schützen, ersetzen, verwandeln, imaginieren, konsumieren und ordnen wir mit Hilfe von technischen Geräten: Wir schalten eine Lichtquelle ein, um einen Raum zu beleuchten. Wir träumen von einem Kühlschrank, der sich automatisch um die Wiederbefüllung kümmert. Ein kleiner Elektromotor treibt den Mixer für eine Portion Schlagobers an - nach demselben technischen Prinzip, wie es in einem elektroangetriebenen Rasenmäher steckt. Wir finden passende Kleidungsstücke, weil sie nach Konfektionsgrößen geordnet sind. Technische Systeme und Geräte begleiten unser tägliches Handeln und prägen es! Selten fragen wir nach der Bedeutung dieser Technik(en) für uns und unseren Alltag. Selten denken wir daran, was die auslösenden Momente einer technischen Entwicklung waren und wie sich unser Leben ohne diese Technik gestalten würde?
Medienwelten
Technisches Museum Wien © Österreichische Mediathek
Jahrzehnte Wiener Alltagsleben auf Video stehen für die Öffentlichkeit zur Verfügung.
© Österreichische Mediathek
Die Dauerausstellung medien.welten beschreibt zwei große Entwicklungsstränge: Einerseits die Entwicklung und Verdichtung von Netzwerken, von Wege- und Straßennetzen, über Postrouten, Telegrafie- und Telefon-, Radio- und Fernsehnetzen bis zu satellitengestützen Funknetzen. Andererseits die Entwicklung der verschiedenen medialen Werkzeuge zur Speicherung und Weiterverarbeitung von Umweltdaten in bildlicher, schriftlicher und mathematischer Form. Diese Entwicklungsstränge münden in der Digitaltechnik. Hier verschmelzen Speicher- und Übermittlungsmedien zu neuen Medien wie dem Internet.
Dieses eröffnet ein globales Netzwerk.
Musikinstrumente
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die alte Orgel der Wiener Hofburg-Kapelle
(gebaut von Carl Friedrich Ferdinand Buckow 1862) im Technischen Museum Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Manfred Werner
Seit der Gründung des Technischen Museums wurde auch das Instrumentenmacher-Gewerbe in der Schausammlung berücksichtigt. Die größte Rolle spielten dabei die Klaviermacher, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch Orgeln fertigten. Wenig bekannt ist, dass das Akkordeon in Wien 1829 erfunden wurde. Die Instrumentenbauer probierten stets, durch Versuch und Irrtum ihre Produkte zu verbessern. Diesen Experimenten, die letztendlich im 20. Jahrhundert in der Entwicklung elektronischer Instrumente mündeten, ist ein eigener Ausstellungsteil gewidmet.
Verkehr
Technisches Museum Wien © Technisches Museum Wien TMW
Das sonnengelbe VW 1303 Käfer-Cabrio
von Altbundeskanzler Dr. Bruno Kreisky im Technischen Museums in Wien.
© Technisches Museum Wien TMW
Die Verkehrsabteilung des Technischen Museums vermittelt anhand von Originalen und historischen Modellen einen Einblick in Schiff- und Luftfahrt sowie Wesen und Entwicklung von Eisenbahn und Straßenfahrzeugen. Die Objekte veranschaulichen technische Fortschritte und Veränderungen: Aus dem Laufrad wurde nach und nach das heute noch verwendete Niederrad; die Puch 125 wurde als Nutzfahrzeug der Post bekannt, aber auch als Rennmaschine gefeiert; und der Mercedes-"Silberpfeil" ist ein beeindruckendes Weltmeisterauto.
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Eisenbahnwaggon in der Eingangshalle des Technischen Museums in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Domser
Zu vielen gezeigten Objekten gibt es eine Geschichte: So stimmen etwa der Hofsalonwagen der Kaiserin Elisabeth und die Dampflokomotive "Gmunden" mit dem Sommerwagen auf das Reisen mit der Bahn im 19. Jahrhundert ein. Manche Objekte wiederum sind untrennbar mit ihren Erfindern verbunden: so z. B. die Etrich-Taube mit dem Flugpionier Igo Etrich oder die Schiffsschraube mit Josef Ressel.
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Alte Autos im Technischen Museum Wien; 1963.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zu den ältesten Schaustücken gehören der Benz des Eugen Zardetti (1893), das erste in Österreich betriebene Benzinautomobil, und eines der ältesten im Originalzustand erhaltenen Fahrzeuge überhaupt, der zweite Marcus-Wagen (1888/89). Um den Aufbau dieser Sammlung hat sich in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg der damalige Kustos Hans Seper besonders verdient gemacht.
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Technisches Museum Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Alte Autos im Technischen Museum Wien; 1963.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vom zweiten Marcus-Wagen wurde unter Aufsicht des Museums eine Replika angefertigt, die am 17. Mai 2006 in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Damit sollen Versuchsfahrten und Ausfahrten vor Publikum durchgeführt werden, ohne das wertvolle Original strapazieren zu müssen.
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Etrichtaube in der Mitte des Technischen Museums in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Peter R. Binter
Im Zuge der Renovierung des Gebäudes und der damit einhergehenden Umstrukturierung der Sammlung wurden die historischen Schienenfahrzeuge großteils in das Eisenbahnmuseum Strasshof in Niederösterreich überstellt, wo sie vom 1. Österreichischen Straßenbahn- und Eisenbahnklub betreut wurden. 
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Lokomotiven in der Haupthalle des Technischen Museums in Wien..
© Wien Tourismus - www.wien.info
Weitere Schienenfahrzeuge wurden anderen Vereinen, Sammlungen oder kommerziellen Leihnehmern überlassen, darunter etwa dem Eisenbahnmuseum Schwechat des Vereines der Eisenbahnfreunde. Ende 2008 wurden einige der wertvollsten Eisenbahnfahrzeuge nach teilweise aufwändiger Restaurierung wieder in der Haupthalle des Museums ausgestellt.
Das Archiv
Die Geschichte des Archivs begann in den Gründungsjahren des Museums. In dem von Wilhelm Exner 1908 verfassten Programm finden sich bereits Hinweise auf Funktion und Aufgaben. Der Sammlungsaufbau erfolgte über Aufrufe an Institutionen und Industriebetriebe, Bestände an das Museum abzutreten. Insgesamt werden heute rund 1,5 Regalkilometer Archivalien, Quellen und Dokumente verwahrt. Die Sammlungen werden laufend erweitert. Im Archiv wird Quellenmaterial für unterschiedlichste Fragestellungen der Wissenschafts-, Naturwissenschafts- und Technik- sowie Industriegeschichte verwaltet. Die Vielfältigkeit des Materials und der hohe Anteil von Bildquellen machen die Bedeutung der Bestände aus.
Bibliothek
Technisches Museum Wien - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Technische Museum Wien in der Mariahilfer Straße 212.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Technische Museum Wien verfügt seit seiner Gründung über eine wissenschaftliche Fachbibliothek zur Naturwissenschafts- und Technikgeschichte. Wegen ihrer reichhaltigen und umfangreichen Bestände hat die Bibliothek in ihrem Fachgebiet eine einzigartige Stellung in Österreich. Sie bildet sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums als auch für Museumsbesucherinnen und -besucher, die ihre Kenntnisse vertiefen wollen, und für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten sowie für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine wichtige Grundlage für Recherche- und Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Wissenschafts-, Technik- und Industriegeschichte in Österreich und im deutschsprachigen Raum.
Website Screenshot 2017: http://www.technischesmuseum.at
Technisches Museum Wien
Schauplatz spannender technischer Entwicklungen
Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Telefon: +43 (0)1 89998 0
E-Mail: museumsbox@tmw.at
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr
Sa, So, feiertags: 10:00 – 18:00 Uhr
Kassenschluss und letzter Einlass: 17:30 Uhr
Schließtage: 1. Jän. / 1. Mai / 1. Nov. / 25. und 31. Dez.
www.technischesmuseum.at
 
 
 
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Kaiserappartements
Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
  Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt.
Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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