Ronacher
Theater der Vereinigten Bühnen Wien
Seilerstätte 9, 1010 Wien
Das RONACHER nachts - ©VBW/Paul Ott
Das RONACHER nachts (©VBW/Paul Ott)
Das Ronacher, früher Etablissement Ronacher, ist ein Theater im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt, gelegen zwischen Himmelpfortgasse, Seilerstätte und Schellinggasse. Es bildet gemeinsam mit dem Raimund Theater und dem Theater an der Wien die Vereinigte Bühnen Wien.
Das RONACHER -
Das RONACHER Ende des 19. Jhdts.
Es wurde zunächst als Wiener Stadttheater von 1871 bis 1872 von den Architekten Ferdinand Fellner d. Ä. und Ferdinand Fellner d. J. für eine private AG des Journalisten Max Friedländer und des Theaterautors und -leiters Heinrich Laube erbaut. Die beiden wollten damit ein bürgerliches Theater errichteten, das - ohne Zensur - den kaiserlichen Hoftheatern Konkurrenz machen sollte.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher; Ledermann, Postkartenverlag ;Stirnseite und Front Seilerstätte. ;um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eröffnet wurde das Haus am 15. September 1872 mit Schillers Demetrius in einer Bearbeitung Laubes. Zwölf Jahre nach der Eröffnung brannte am 16. Mai 1884 das Haus nieder. Da das Gebäude nicht an allen vier Seiten frei steht, wurde nach den inzwischen gültigen Brandschutzbestimmungen ein Wiederaufbau als Schauspielhaus nicht zugelassen.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Etablissement Ronacher, anstelle des 1871/1872 erbauten,
1884 abgebrannten Laube'schen Stadttheaters erbaut. ;um 1896.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1886 kaufte Anton Ronacher die Brandruine und ließ wiederum von Ferdinand Fellner d. J. (der inzwischen das Büro Fellner & Helmer gegründet hatte) 1887-1888 darauf ein Concert- und Ballhaus errichten. Die Wandgemälde stammen von Eduard Veith.
RONACHER - Blick von Bühne in Zuschauerraum ©VBW/Paul Ott
RONACHER - Blick von Bühne in Zuschauerraum (©VBW/Paul Ott)
Die Hauptstiege wurde mit Stufen aus Kaisersteinbruch errichtet. Dem neuen Varietétheater war ein großer Ballsaal und ein Hotel angeschlossen, daneben konnte es bereits elektrisches Licht einsetzen, enthielt Promenaden und einen Wintergarten.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher; Diagonaler Blick von der Bühne
schräg von links in den Zuschauerraum. Im Parkett Tische und Sessel. ;um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das neue Etablissement Ronacher war kein Schauspielhaus, sondern mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Während der Vorstellung durfte getrunken, gegessen und geraucht werden. Durch die schlechte Wirtschaftslage musste Ronacher jedoch das Haus später aufgeben.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher; Rundbau Ecke Seilerstätte/Himmelpfortgasse
mit anschließenden Fronten.  Fassade eingerüstet.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ab 1890 traten öfter Artisten auf, was vermehrt Vorstadtbevölkerung anlockte und die Aristokratie vertrieb. Später wurde das Programm durch Revuen, Operetten, Tanz- und Gesangsvorführungen ergänzt.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher außen, beleuchtet. Wiedereröffnung des Ronachers; 1955.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Haus wurde dabei immer wieder umgebaut und den Bedürfnissen des modernen Varietébetriebs angepasst (1901, 1906 und laufend zwischen 1907 und 1916; immer durch Ferdinand Fellner d. J.).
Der Zuschauerraum im neuen RONACHER - ©VBW/Paul Ott
Der Zuschauerraum im neuen RONACHER (©VBW/Paul Ott)
Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Ronacher bis 1955 Ausweichbühne für das durch Bomben beschädigte Burgtheater. Anschließend traten wieder Varieté-Künstler auf, bevor ab 1960 das österreichische Fernsehen die Räumlichkeiten für TV-Produktionen nutzte.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Katherine Dunham tanzt mit ihrem Ensemble im Ronacher; 1960.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach einem zehnjährigen Leerstand erfolgte 1986 erstmals wieder die Aufführung einer Operette, diesmal Cagliostro in Wien von Johann Strauß (Sohn). 1987 kauften die Vereinigten Bühnen Wien das Haus und führten das Musical Cats und zwei Opern auf.
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Umbau auf der Bühne, Mikrofone. Fernsehstudio im Ronacher; 1961.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zuschauersaal mit Balkonen, Studios oberhalb der Balkone. Fernsehstudio im Ronacher; 1961.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ronacher; Mann in einem Studio an einem Schreibtisch mit Mischpult und
diversen technischen Geräten, Monitoren. Fernsehstudio im Ronacher, 1961.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Ein Architekturwettbewerb ergab 1987 als Siegerprojekt eine "dekonstruktivistische" Aufstockung. Das Vorhaben von Coop Himmelblau wurde allerdings Ziel heftiger öffentlicher Kritik und wurde im August 1991 ad acta gelegt. 2003, 2004 und 2008 war das Ronacher Gastgeber der Nestroy-Verleihungsgala.
Das neue RONACHER  - ©VBW/Paul Ott
Das neue RONACHER (©VBW/Paul Ott)
Nach einigen Jahren als Gastspielhaus für internationale Produktionen und Festveranstaltungen wurde das Ronacher um 46,9 Millionen Euro zu einer Musicalbühne ausgebaut.
Ronacher - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Philipp Hummer
Fassade des Ronachers, 2008.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Philipp Hummer
Bis Mitte 2008 wurde die Bühnentechnik modernisiert und der Boden der Bühne um zwei Meter abgesenkt, wodurch die Sicht auf die Bühne verbessert wurde. Die Aufstockung des Gebäudes durch den Architekten Günther Domenig wurde trotz massiver politischer und stadtbildschützerischer Bedenken durchgeführt.
Ronacher - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gryffindor
Detailansicht des Ronachers.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gryffindor
Das Ronacher verfügt über rund 1000 Sitzplätze und 40 Stehplätze. Die genaue Anzahl der Sitz- und Stehplätze variiert je nach Produktion.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Ronacher" der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
Website Screenshot 2017: https://www.musicalvienna.at/de/die-theater/ronacher
Ronacher
Theater der Vereinigten Bühnen Wien
Seilerstätte 9, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 58885 (Kartenbüro)
www.musicalvienna.at
www.vbw.at
 
 
 
  Kunst & Kultur Wien
    Tanz der Vampire
    Q202 Freie Kunst
    Theater Josefstadt
    Raimundtheater
    Theater an der Wien
    Ronacher
    Volkstheater
    Secessionsgebäude
    Staatsoper
    Volksoper
    Burgtheater
    Musikvereinshaus
    Theater Hamakom
    Odeon Theater
    MuTh Konzertsaal
  Filmstadt Wien
    Die ersten Studios
    Rosenhügel Studios
    Sodom u. Gomorrha
    Der dritte Mann
    James Bond
    Die drei Musketiere
  Kirchen in Wien
    Stephansdom
    Virgilkapelle
    Karlskirche
    Mexikokirche
    Votivkirche
    Minoritenkirche
    Kapuzinerkirche
    Maria am Gestade
    Ruprechtskirche
    Peterskirche
    Kirche am Steinhof
    Mariahilfer Kirche
    Klosterkirche BBW
    Kirche Maria Grün
    Mormonenkirche
    Friedenspagode
    Friedhofskirche
    Zentralfriedhof Wien
  Personen
    Elias Canetti
    Johann Strauß Sohn
    Ferdinand Raimund
    Johann Nestroy
    Arthur Schnitzler
    Therese Krones
    Fritzi Massary
    Josefine Gallmeyer
    Hans Hass
    Elfi Dassanowsky
    Peter Alexander
    Wiener Sängerknaben
    Sigmund Freud
    Otto Muehl
    Ludwig Hirsch
  Typisch Wien
    Der Wiener Dialekt
    Der Wiener Fiaker
    Wiener Lieder
    Würstelbuden
 
 
U-Bahnnetz Wien - Schnellverbindungen Wien  
 
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
© design by gaube 2016
design by gaube