Volkstheater
Ehemals Deutsches Volkstheater
Neustiftgasse 1, 1070 Wien
Volkstheater - Foyer Haupteingang - Bild: © Christoph Sebastian
Volkstheater - Foyer Haupteingang
Bild: © Christoph Sebastian
Das Volkstheater (ehemals Deutsches Volkstheater) ist ein 1889 nach Entwürfen von Hermann Helmer und Ferdinand Fellner erbautes Theater im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau in der Neustiftgasse 1. Es befindet sich gegenüber dem Naturhistorischen Museum in Nachbarschaft des MuseumsQuartiers und des Spittelbergs und ist eines der größten Theater im deutschsprachigen Raum.
Volkstheater - Zuschauerraum - Bild: © Christoph Sebastian
Volkstheater - Zuschauerraum
Bild: © Christoph Sebastian
Das Volkstheater wurde 1889 vom Dichter Ludwig Anzengruber und dem Industriellen Felix Fischer durch den Verein des Deutschen Volkstheaters begründet. Es wurde zur Unterscheidung von den anderen Nationalitäten der Donaumonarchie „Deutsches Volkstheater“ genannt und sollte ein bürgerliches Gegenstück zum kaiserlichen Hofburgtheater schaffen. Erster Präsident war der Stuhlfabrikant Franz Thonet.
Volkstheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Bühenvorhang von E. Veith
mit der Darstellung eines Frühlingsfestes am Hofe Leopolds des Gloreichen ;1953.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Den Intentionen der Gründer zufolge sollten neben dem Volksstück vor allem klassische und moderne Dramen einer breiten Bevölkerungsschicht nahegebracht werden. Ein großer Zuschauerraum war neben erschwinglichen Preisen dafür Voraussetzung. Als Standort wurde der Weghuberpark zwischen den kaiserlichen Stallungen und dem Palais Trautson ausgewählt. Am 14. September 1889 wurde das Theater mit Ludwig Anzengrubers Schauspiel „Der Fleck auf der Ehr’“ eröffnet.
Das Deutsche Volkstheater -  Fotografie 1894 - © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Das Deutsche Volkstheater.  Fotografie 1894
© Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Das Bürgertum und der zu dieser Zeit hochgekommene Geldadel betrachten das Deutsche Volkstheater stolz als „ihr Haus“ und traten damit in Opposition zu den Hoftheatern, die der Aristokratie gehören. Die Hofintendanz, die schon lange den Plan hegte, in Wien ein zweites Schauspielhaus zu eröffnen, und dies im Deutschen Volkstheater gefunden zu haben glaubte, wollte nur warten, bis das Theater so heruntergekommen war, um es dann billig zu kaufen. Doch das neue Haus feierte Erfolg um Erfolg, das französische Lustspiel bildete dabei seine Domäne.
Volkstheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Volkstheater Frontalansicht, möglicherweise vom Dach des Naturhistorischen Museums; 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Künstlerische Höhepunkte erlebte das Volkstheater in den 1920er Jahren unter den Direktoren Alfred Bernau und Rudolf Beer, die nicht nur aufregende Spielpläne boten, sondern auch die bedeutendsten Schauspieler, Regisseure und Bühnenbildner der Zeit ans Haus holten. Von 1938 bis 1945 wurde das Theater Teil des nationalsozialistischen Freizeitprogramms Kraft durch Freude der Deutschen Arbeitsfront unter Walter Bruno Iltz. In der Nachkriegszeit verantwortete der Regisseur und Schauspieler Günther Haenel als Direktor einen modernen Spielplan gesellschaftskritischer Prägung.
Volkstheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Volkstheater 1959 ohne Kuppel.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
In den 1950er und 1960er Jahren brachte Leon Epp die wichtigsten zeitgenössischen Stücke nach Wien, wagte die mutigsten Klassikerinterpretationen und der Regisseur und spätere Direktor Gustav Manker hob gleichzeitig die Raimund- und Nestroyinterpretation auf bis dahin ungeahnte Höhen. Anfang der 1970er Jahre war das Volkstheater unter Gustav Mankers Direktion bahnbrechend bei der Entdeckung der modernen österreichischen Dramenliteratur von Wolfgang Bauer bis Peter Turrini. Das Volkstheater wird von einer Privatstiftung als GmbH geführt und wird von der Stadt Wien und der Republik Österreich gefördert.
Volkstheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Volkstheater Frontalansicht über die Kreuzung Burggasse.
Lastenstraße nach Renovierung und Entfernung des Raimunddenkmals. ;1939.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Deutsche Volkstheater wurde von der damals im mitteleuropäischen Theaterbau führenden Architektengemeinschaft Fellner & Helmer (Architekt: Ferdinand Fellner d. J.) im Stil des Historismus errichtet und ist der Schwesterbau des Hamburger Schauspielhauses. Auch das Budapester Vígszínház wurde nach diesem Vorbild errichtet. Der große Zuschauerraum mit wenigen Logen war symptomatisch für den Gegenentwurf zum aristokratischen Hoftheater. Das Volkstheater war der erste Theaterbau, der ausschließlich elektrisch beleuchtet wurde, da er den Sicherheitsvorschriften, die nach dem Ringtheaterbrand 1881 in Wien erlassen worden waren, entsprechen musste.
Volkstheater © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Volkstheater 1889.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1890 wurde das Bühnenhaus vergrößert, 1907 wurde das Gebäude um einen Anbau mit zusätzlichem Pausenfoyer und 1911 um Bühnennebenräume erweitert. 1938 wurde das Theater umgebaut, wobei der Skulpturenschmuck der Fassade und Verzierungen im Inneren entfernt wurden und das Ferdinand Raimund-Denkmal von Franz Vogl rechts neben das Theater versetzt wurde.
Rote Bar - Bild: © Britta Jaschinski
Volkstheater - Rote Bar © Britta Jaschinski
Weißer Salon - Bild: © Tina Herzl
Volkstheater - Weißer Salon © Tina Herzl
Links neben dem Theater wurde angeblich 1938 an der Burggasse ein von Josef Müllner (er gestaltete zuvor u.a. das Karl-Lueger-Denkmal Wiens) geschaffenes Denkmal für die sehr populäre, 1934 verstorbene Schauspielerin Hansi Niese errichtet. Es soll auf Grund eines 1952 erstellten Fotos oft mit diesem Jahr datiert worden sein. Die Wiener Tageszeitung Arbeiter-Zeitung berichtete allerdings 1952 über die aktuelle Denkmalenthüllung, ohne das Jahr 1938 zu erwähnen oder die Frage zu beantworten, wo das Denkmal von 1938 bis 1952 gewesen sein sollte.
Volkstheater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das Volkstheater in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Thomas Ledl
Von Leo Kammel senior wurde für den Besuch Adolf Hitlers extra ein Empfangsraum eingerichtet. 1944 wurden die Kuppel und die Foyers durch Bomben zerstört. 1945 wurde das Gebäude wiederhergestellt, wobei auf die Kuppel und das Fassadentympanon verzichtet wurde. Das Theater wurde in Volkstheater umbenannt und am 10. Mai 1945 wiedereröffnet. 1980/81 wurde die Kuppel wiedererrichtet und das Haus nach den Originalplänen generalsaniert.
Volkstheater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Zuschauerraum - Österreichpremiere des Films 360 im Volkstheater in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Manfred Werner
Der Zuschauerraum des Volkstheaters ist einer der letzten im Originalzustand erhaltenen in Wien und war ehemals der größte des deutschen Sprachraums, sogar größer als das Burgtheater. Ursprünglich hatte das Theater 1843 Plätze (1343 Sitzplätze, 500 Stehplätze), nach dem Zweiten Weltkrieg 1539, nach der Generalsanierung 1980/81 1148 und heute 970 Plätze.
Volkstheater Wien bei Nacht  - Bild: © Peter Achhorner
Volkstheater Wien bei Nacht
© Peter Achhorner
Das Volkstheater ist damit die zweitgrößte Sprechbühne Wiens. Deckengemälde von Eduard Veith im Zuschauerraum zeigen die „Huldigung der Vindobona“ und die „Bekränzung des Dichters Ferdinand Raimund“, der von Johann Nepomuk Nestroy und Ludwig Anzengruber flankiert wird.
Volkstheater - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Zuschauerraum, einst der größte des deutschen Sprachraums.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Praefcke
Ab Sommer 2015 sollte das Theater um rund 35 Millionen Euro generalsaniert werden. Im August 2014 wurde dafür eine Spendenaktion gestartet, mit deren Hilfe bis Ende Dezember 2014 30.000 Euro gesammelt wurden. Bereits im Sommer 2015 wurde die neue Zuschauertribüne eingebaut, die für die Besucher/innen mehr Komfort, bessere Sicht und Akustik bedeutet.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Volkstheater_(Wien)" der
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de.wikipedia.org
Website Screenshot 2017: http://www.volkstheater.at/
Volkstheater
Ehemals Deutsches Volkstheater
Neustiftgasse 1, 1070 Wien
Telefon: +43 (0)1 52111-0
www.volkstheater.at
 
 
 
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Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
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