Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude
Design Tower, Nouvel-Tower
Praterstraße 1 - 7, 1020 Wien
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude.
Restaurant Le Loft mit Lichtdecke von Pipilotti Rist.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hubertl
Das Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude, Design Tower oder Nouvel-Tower genannt, besser bekannt unter dem Namen Sofitel Vienna Stephansdom (kurz: Sofitel), in der Praterstraße 1 im 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt, ist ein Bau der Uniqa Versicherungen AG, der nach Plänen des französischen Architekten Jean Nouvel errichtet wurde. Das Gebäude entstand auf einem prominenten Bauplatz im Zentrum der Stadt: bei der Schwedenbrücke über den Donaukanal, zwischen der Praterstraße und Taborstraße. Im Dezember 2010 wurden die Ausstellungsräume des Unternehmens Stilwerk und das Hotel Sofitel Vienna Stephansdom eröffnet, das den Großteil des Gebäudes einnimmt.
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Praefcke
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude. Das Gebäude in Bau (Juni 2009).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Praefcke
Der Bauplatz Ecke Praterstraße/Taborstraße in der Wiener Leopoldstadt liegt dem historischen Stadtzentrum genau gegenüber. Der Schwedenplatz am anderen Ufer des Donaukanals ist Station der U-Bahn-Linien U1 und U4 und der Straßenbahnlinien 1 und 2, in unmittelbarer Nähe befinden sich auch die Abfahrtsstellen des Twin City Liners nach Bratislava/Pressburg und der ÖBB-Busse zum Flughafen Wien sowie das Badeschiff im Donaukanal.
Design Tower © Erhard Gaube
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude Nr. 1-7, Hotel Sofitel;
links davon: Taborstraße, rechts: Praterstraße.
Da die Taborstraße die älteste Straße des heutigen 2. Bezirks ist und hier schon 1464 die Schlagbrücke über die Donau (den heutigen Donaukanal) zur ummauerten Stadt genannt wurde, wurde die engere Umgebung des Bauplatzes schon jahrhundertelang für touristische Funktionen genützt. Auf einer Teilfläche des heutigen Bauplatzes (Praterstraße 7) befand sich 1591 der Einkehrgasthof Zum goldenen Lamm, auf einer anderen Teilfläche (Taborstraße 4) das einstige Hotel Zum weißen Schwan; die beiden Beherbergungsbetriebe wurden anlässlich der Wiener Weltausstellung 1873 zum späteren Hotel Continental (200 Zimmer, Saal für 600 Personen, Kaffeehaus) vereinigt bzw. ausgebaut, in dem u. a. Otto von Bismarck abstieg. 1945 wurde das Hotel bei der Schlacht um Wien schwer beschädigt und nicht wieder aufgebaut. Bei diesen Kampfhandlungen wurden fast alle Gebäude beiderseits des zentralen Abschnitts des Donaukanals durch Artilleriebeschuss schwer beschädigt oder zerstört, weshalb die Gegenwartsarchitektur hier seit 1945 besonders stadtbildprägend ist.
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt © Erhard Gaube
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude. Frontportal.
1959−1962 entstand auf dem Bauplatz das Gebäude der Bundesländer-Versicherung, eine Stahl-Glas-Konstruktion; im Erdgeschoß befanden sich Geschäftslokale. Die Versicherung ging später in der heutigen Uniqa-Versicherung auf, die 1999−2004 hier ihren Hauptsitz hatte. Nach Fertigstellung des in der Nähe neu gebauten Uniqa Towers, des neuen Hauptsitzes des Konzerns, wurde das 1962 fertiggestellte Gebäude funktionslos. Uniqa ließ daher Pläne für eine ökonomische Neunutzung des Grundstücks entwerfen und entschloss sich zum Bau dieses Hotel- und Geschäftsgebäudes.
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt © Erhard Gaube
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude von der Praterstraße gesehen.
Jean Nouvels Entwurf für das Gebäude war Resultat eines von Uniqa ausgelobten zweistufigen Architektenwettbewerbs. Auf ein mehrgeschoßiges Sockelbauwerk setzte Nouvel einen Turm auf; die Verbindung zwischen Basis und Turm stellt ein sich nach oben verjüngender Wintergarten her, der sich über drei Geschoße erstreckt. Der Turm scheint sich leicht nach links, zur Taborstraße, zu neigen, so dass er nach Meinung des Bauherrn mit dem Gegenstück auf der anderen Straßenseite, dem ebenfalls zur Taborstraße geneigten Media-Tower nach den Plänen von Hans Hollein, ein optisches Portal zur Leopoldstadt bildet.
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt © Erhard Gaube
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude Nr. 1-7, Hotel Sofitel;
links davon: Taborstraße, rechts: Praterstraße.
Die Wiener Architekturkritik kommentierte den Bau nach der Eröffnung uneinheitlich. Jan Tabor sieht vom Schwedenplatz und von der Taborstraße aus einen riesigen Designer-Schischuh oder ein riesiges Grabmal aus einem tröstend dunklen Material. Die Gestalt des Gebäudes beschreibt er als plump und doch schick wirkend. Die der Leopoldstadt zugewandte Seite sei sehr schön, besonders in der Nacht. Den Wechsel von widersprüchlichen Wahrnehmungen fasst Tabor im Satz Sie sind seltsam, die Bauten von Jean Nouvel zusammen. Der wohlgesetzte Nouvel-Kombibau, obwohl er weit nicht die Qualitäten des ausgelassenen Hollein-Collagebaus erreicht, macht sich hier breit, drängt sich vor.
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude Nr. 1-7, Hotel Sofitel;
links davon: Taborstraße, rechts: Praterstraße.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das durch die Neigung der beiden Hochhäuser zueinander am Beginn der Taborstraße nach Meinung mancher entstandene Stadttor hält Tabor für das Produkt einer anachronistisch-pittoresken Städtebauideologie aus der Camillo-Sitte-Zeit, eine urbanistische Plattheit, einen Stadtbild-Kitsch. Holleins Bau ist eine verspielte Collage, Nouvels Bau ein espritfreier Cocktail. Vor zwanzig Jahren wäre Nouvel mit diesem Entwurf noch im internationalen Zeitgeist gewesen, heute handle es sich um ein Stück der Retromoderne, das hoffentlich kein Trendsetter werde.
Uniqa - Hotel - Geschäftsgebäude - Design Tower - Nouvel-Tower - Praterstraße / Leopoldstadt - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Restaurant mit Deckenlichtinstallation von Pipilotti Rist, Le Loft Bar & Lounge.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Maik Novotny geht mit dem ambitionierten Vexierspiel von Volumen und Flächen deutlich milder um. Er erinnert eingangs daran, dass Jean Nouvel 1995 den Wettbewerb um den benachbarten Media Tower gegen Hollein verloren hat, der hier eine stimmige Collage realisiert habe. Beim nun fertiggestellten Bau habe Nouvel den Wettbewerb gegen Hollein gewonnen. Der Hoteltrakt balanciere wie ein erratischer Block auf dem fünfgeschoßigen, schräg angeschnittenen Sockel. Nouvels Bau zeige wie ein doppelter Januskopf in jede Richtung ein komplett anderes Gesicht. Am spektakulärsten zeige sich das Gebäude bei Dämmerung und bei Nacht: hier wandelt sich das „Fast-Nichts“ zu einem leuchtend-farbigen Etwas. Die Restaurantdecke im 18. Stock schwebe dank der Lichtinstallation von Pipilotti Rist wie ein fliegender Teppich im Wiener Himmel.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Uniqa_Hotel_Geschäftsgebäude" der
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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