Venedig in Wien
Einer der ersten Themenparks der Welt
1895 - 1901
Venedig in Wien © Wien Museum
Themenpark "Venedig in Wien" im Wiener Prater, 1895
Blickfänge einer Reise nach Wien - Fotografien 1860-1910.
 © Ausstellungskatalog des Wien Museum 2006
Der Vergnügungspark Venedig in Wien war einer der ersten Themenparks der Welt. Er wurde am 18. Mai 1895 im Wiener Prater eröffnet.

Unterstützt vom Schriftsteller und Journalisten Ignaz Schnitzer (1839–1921), errichtete der Unternehmer Gabor Steiner (1858–1944) gemeinsam mit dem Architekten Oskar Marmorek (1863–1909) auf dem Gelände der heutigen Kaiserwiese eine 5000 m² (andere Quellen nennen 8000 m²) große bauliche Anmutung Venedigs. Die ganze Anlage war um drei große Plätze (campi) gruppiert, die jeweils von verschiedenen nachgebauten historischen Palazzi umsäumt wurden. Ausserhalb dieser Bauten wurden die drei Plätze von einem künstlichen Wasserlauf umspült, der an mehreren Stellen beiderseits von Häusern begrenzt wurde.
Venedig in Wien © Österreichische Nationalbibliothek
Eingangsportal der Ausstellung "Venedig in Wien", 1895
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der etwa 1 km lange Kanal wies eine Mindestbreite von fünf Metern auf sowie ein schwaches Gefälle, um Fließwasser zu erzielen. Zwei große Bassins, Erweiterungen des Kanals, dienten zum Ein- und Aussteigen sowie zur Aufnahme des dadurch bedingten größeren Gondelverkehrs. Die auf dem Kanal angebotenen Bootsfahrten fanden in original venezianischen Gondeln statt, die von echten venezianischen Gondolieri Bootsfahrten bewegt wurden.
Venedig in Wien © Wien Museum
Themenpark "Venedig in Wien" im Wiener Prater, 1895
Blickfänge einer Reise nach Wien - Fotografien 1860-1910.
 © Ausstellungskatalog des Wien Museum 2006
Außerhalb der drei Plätze und des Kanalareals befanden sich unter anderem ein Pavillon, der als Restaurant diente, ein Café mit Terrasse, ein plastisches Panorama und ein Marionettentheater.

Das Projekt war ein Riesenerfolg, das Menschen aller Schichten in Massen anzog. „Wir gehen heute Abend nach Venedig!“ war ein Spruch jener Zeit.
Venedig in Wien © Bezirksmuseum Mariahilf
Venedig in Wien: Reitsportpalast und Moulin Rouge
© Bezirksmuseum Mariahilf
Venedig in Wien © Bezirksmuseum Mariahilf
Venedig in Wien: Wasserrutsche, 1895
© Bezirksmuseum Mariahilf
Venedig in Wien © Bezirksmuseum Mariahilf
Venedig in Wien, 1895
© Bezirksmuseum Mariahilf
Jährlich zur Sommersaison wurde der Park um neue Attraktionen erweitert. So kam etwa 1897 das heutige Wahrzeichen des Praters, das Riesenrad, hinzu. Dazu verpachtete Gabor Steiner ein Grundstück, auf dem man bis dahin im „Turm von Murano“ die Glasbläser beobachten konnte, an Walter B. Basset of Watermouth, und dank der guten Kontakte, die Gabor Steiner aufgrund des Erfolges seines Venedig-Nachbaus zu Mitgliedern der Wiener Prominenz hatte knüpfen können, wurde schließlich nach anfänglichen Schwierigkeiten die Baugenehmigung erteilt.
Venedig in Wien © Wien Museum
Themenpark "Venedig in Wien" im Wiener Prater, 1895
Blickfänge einer Reise nach Wien - Fotografien 1860-1910.
 © Ausstellungskatalog des Wien Museum 2006
Komponisten wie Carl Michael Ziehrer, Franz Lehár, Josef Hellmesberger jr., Karl Komzák, Edmund Eysler, Oscar Straus, Richard Heuberger, Oskar Nedbal, Carl Wilhelm Drescher u. a. feierten hier Erfolge. Bekannte Sänger und Schauspieler wie Fritzi Massary, Mizzi Zwerenz, Annie Dirkens, Ludwig Gottsleben und Richard Waldemar traten in dem Park auf.
Venedig in Wien © Bezirksmuseum Mariahilf
Venedig in Wien: Avenue vor dem Römersaal, 1895
© Bezirksmuseum Mariahilf
Trotz der jährlich neuen Attraktionen ließ die Begeisterung der Wiener bereits nach fünf Jahren nach, so dass das künstliche Venedig nur etwa sechs Jahre bestand. 1901 wurde aus „Venedig in Wien“ die „Internationale Stadt“, danach die „Blumenstadt“, ab 2. Mai 1903 die „Elektrische Stadt“. Nach der Errichtung von Venedig in Wien wurde 1896 bis 1898 von Carl Caufal (1861–1929) für die Praterstraße 70 auch der sogenannte Dogenhof nach dem Vorbild des Ca’ d’Oro in Venedig entworfen und erbaut.
Venedig in Wien © Die Praterstraße - Verlag Christian Brandstätter
Venedig in Wien. Werbepostkarte von A. Kasimir, 1913
© Die Praterstraße - Verlag Christian Brandstätter
Die alten Bauten von „Venedig in Wien“ und ihre sämtlichen Nachkommen bis zum Jahre 1914 wurden erst im Jänner 1916 demoliert. Bereits am 1. Juli 1916 wurde auf dem frei gewordenen Gelände (Kaisergarten) die von Karl Witzmann (1883–1952) architektonisch geplante „Wiener Kriegsausstellung“ eröffnet.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Venedig_in_Wien" der
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Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.

steinedererinnerung.net

 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
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Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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